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(c) Pester Lloyd / 25 - 2011  WIRTSCHAFT 21.06.2011

 

Deutlicher Anstieg der Löhne in Ungarn, zumindest brutto

Das Statistische Zentralamt in Budapest hat die neuesten Zahlen zu Löhnen und Gehältern in Ungarn veröffentlicht. Danach stiegen die Bruttoeinkommen im April gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 5,9%, während sie im März noch 1,9% zurückgegangen waren. Die Privatwirtschaft registrierte dabei einen Lohnzuwachs von 4%, der öffentliche Dienst um 10.8%. Diese Steigerung kommt jedoch fast ausschließlich durch das Auslaufen diverser Arbeitsbeschaffungsprogramme zu Stande, der vor allem niedrige und niedrigste Lohngruppen betraf, weshalb sich statistisch ein solches Plus ergibt, das mit dem Zustand der Geldbörseln der im Dienst verbliebenen Mitarbeiter wenig zu tun hat. Die Nettoeinkommen stiegen, 7,6%, etwa gleichstark in beiden Wirtschaftsbereichen, wobei hier die Inflation von ca. 4,7% (Jahr zu Jahr im April) in Rechnung zu stellen ist, um eine Aussage über das Realeinkommen treffen zu können. Lebensmittel und andere Grundbedürfnisse verteuerten sich um durchschnittlich 10%. Analysten sehen indes keine Anzeichen, dass sich die Löhne in der Privatwirtschaft sprunghaft steigern könnten, sehen aber durchaus Potential für eine kleinere Intervention der Zentralbank, um das Inflationsziel von 3,8% zu halten. Die Notenbank glaubt, ohne solche Schritte auszukommen.

Realeinkommen in Ungarn gesunken - März 2011

 

 

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