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(c) Pester Lloyd / 25 - 2011  WIRTSCHAFT 21.06.2011

 

Zentralbank in Ungarn korrigiert Wachstumsprognose,
Leitzins und Machtkampf unverändert

Wie zu erwarten war, hat der Währungsrat der Ungarischen Nationalbank, MNB, den Leitzins bei 6% belassen, so wie schon die fünf Monate zuvor. Es ist davon auszugehen, dass der Zinssatz noch etliche Monate auf diesem Niveau verharrt, für Ende 2012 könnte, sollten die Makrodaten die Erwartungen erfüllen, eine leichte Absenkung folgen.

Gleichzeitig hat die Zentralbank ihre Wachstumsprognose für 2011 und 2012 gesenkt, von 2,9 auf 2,6% für dieses Jahr sowie von 3 auf 2,7% für das nächste Jahr. Die Inflationsprognose wurde auf 3,9 und 3,6% leicht nach unten korrigiert, auch wenn die Zahlen vom April ganz andere Richtungen vorgaben. Das Nationalwirtschaftsministerium weist jede Korrektur an den einmal festgelegten Zielgrößen zurück.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Führung der Bank, namentlich Gouverneur András Simor einen Bericht seines Aufsichtsrates über Mittelverschwendung und schlechtes Wirtschaften als unbegründet und substanzlos zurückgewiesen. Um die MNB wird seit dem Machtwechsel ein harter Kampf um Einfluss geführt, sowohl der Währungsrat wie der Aufsichtsrat werden nach und nach mit Regierungstreuen besetzt, Gesetzesänderungen zugunsten des Regierungseinflusses stießen bereits auf Kritik der EZB. Simor gilt als Vertreter der alten Regierung zudem mit einer zweifelhaften Vergangenheit als “Off-Shore-Ritter”.

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