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(c) Pester Lloyd / 26 - 2011  POLITIK 30.06.2011

 

Weiteres Gezerre um MSZP-Referendum

MSZP-Chef Attila Mesterházy streckte dem nach der Oppositionsführerschaft dürstenden Ex-Premier und Parteikollegen Ferenc Gyurcsány ein weiteres Mal die Hand aus. Obwohl dessen parteiinternes Referendum seiner Plattform "Demokratische Koalition" zu einigen Fragen der innerparteilichen Demokratie offenbar gescheitert ist, will Mesterházy den Wunsch vieler Mitglieder bei kommenden Satzungsänderungen "berücksichtigen". Das wichtigste sei schließlich die Einheit der Partei. Gyurcsány müsse aber zur Kenntniss nehmen, dass 94% der Parteitagsdelegierten ihn gebeten hatten, seinen Antrag zurückzuziehen.

Wie es nach vorläufigen Ergebnissen und Mutmaßungen der Parteiführung ausschaut, könnten zwar knapp über  25% der rund 32.000 Mitglieder abgestimmt, jedoch zu viele gegen die Reformen Gyurcsánys gestimmt haben, die u.a. die Direktwahl des Parteivorstandes und der Spitzenkandidaten vorsahen sowie weitere Schritte für eine innerparteiliche Demokratisierung. Die endgültigen Ergebnisse werden am Samstag bekannt gemacht und werden der MSZP wieder tagelangen Gesprächsstoff über interne Angelegenheiten verschaffen. Seit Monaten hält Gyurcsány über der Partei das - aus der Sicht vieler in der Partei - Damoklesschwert einer Spaltung. Während Gyurcsány sich - etwas realitätsfern - als Leitfigur einer neuen Mitte-Links-Bewegung sieht, will Mesterházy die MSZP als klare Linkspartei positionieren.

Bericht vom Sonderparteitag der MSZP

 

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