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(c) Pester Lloyd / 26 - 2011  POLITIK 29.06.2011

 

Fidesz-Bildungssprecher für Verkürzung der Sommerferien in Ungarn

Die Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und den Rest des öffentlichen Dienstes, Frührentner und die Geringverdiener hat sich diese Regierung durch diverse Maßnahmen von Massenkündigungen, über Gehaltskürzungen bis zur Schlachtung heiliger Kühe wie der Frührente schon gründlich zum Feind gemacht, nun geht man die nächste größere Bevölkerungsgruppe an, die Schüler, mithin die Wähler der Zukunft.

Der Bildungssprecher der Regierungspartei Fidesz, Zoltán Pokorni, hat sich für eine Verkürzung der Sommerferien eingesetzt. Das ungarische Schuljahr sei mit 37 Wochen eines der kürzesten in ganz Europa, nur Island liegt mit 36 Wodchen noch dahinter, das längste Schuljahr hat Dänemark mit 42 Wochen. Pokorni argumentiert, dass in Ungarn "öffentliche Gelder 600 Stunden Ausbildung im Jahr abdecken", während in den USA mit 1.097 Stunden fast das doppelte geleistet wird (freilich private Nachhilfe eingeschlossen). Viele US-Schulen, so Pokorni, bieten Ganztagsbetreuung und kürzere Sommerferien.

Außerdem würde die Betreuung der Schüler über 10 Wochen im Sommer viele arbeitstätige Eltern vor große Probleme stellen, vor allem bei den ärmeren Bürgern. Daher sollte das neue Bildungsgesetz die Kommunen in den nächsten zehn Jahren dazu bringen, konstenlose Ferienangebote bereitzustellen. Die werden sich bei der Finanzlage freilich bedanken. Pokorni hielt zudem dazu an, die Winterferien und die Frühjahrsferien wieder in Weihnachts- und Osterferien umzubenennen, getreu dem neuen Trend zu alten Federn.

 

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