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(c) Pester Lloyd / 27 - 2011
NACHRICHTEN 07.07.2011
Nationaler Gedenktag an Türkenschlacht in Ungarn
Die ungarische Regierung hat einen zweiten nationalen Gedenktag eingeführt. Nachdem
der 4. Juni zum "Trianon-Gedenktag" ausgerufen wurde, ist ab diesem Jahr der 22. Juli offizieller Gedenktag an den Sieg über die Osmanen im Jahre 1456. Es ist der Tag, an
dem die ungarischen Christen, geführt von János Hunyádi, die osmanischen Türken in Nandórfehérvár (heute Belgrad) erfolgreich zurückgeschlagen haben, steht in der
Begründung. Der Vorschlag wurde ohne Gegenstimmen angenommen, die Sozialisten waren zur Abstimmung nicht erschienen. Die Schlacht war zwar im damaligen
Kriegsverlauf bedeutend, immerhin kapitulierte daraufhin der im Kampf verletzte Sultan Mehmed II., doch erst 1683, mit Hilfe der Habsburger und Polen und der
Entscheidungsschlacht bei Wien, wurde die eigentliche Befreiung Ungarns von den Osmanen eingeleitet. Noch tiefer im historischen Bewußtsein der Ungarn sind die zwei
Schlachten bei Mohács eingegraben: 1526 erlitten die Ungarn hier eine vernichtende Niederlage, die zur osmanischen Eroberung weiter Landesteile führte, erst 1687,
wiederum bei Mohács, konnten kaiserliche Truppen im Verbund mit ungarischen Verbänden die "Türken" endgültig aus Ungarn vertreiben.
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