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(c) Pester Lloyd / 28 - 2011
NACHRICHTEN 11.07.2011
Genverändertes Saatgut in Ungarn gefunden
Das ungarische
Landwirtschaftsministerium hat die Vernichtung von Maiskulturen auf rund 400 Hektar Anbauflächen angeordnet, nachdem bei behördlichen Kontrollen die Benutzung von genmanipuliertem Saatgut
festgestellt worden war. Diese verstößt gegen gültiges ungarisches Recht, das Land hat sich als eines der wenigen in Europa als gentechnikfrei deklariert. Verstöße gegen das Gesetz wurden in
vier landwirtschaftlichen Betrieben festgestellt, sagte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Lajos Bognár, der
versicherte, dass ein Übergriff durch Pollen auf andere Fälle "nicht festgestellt wurde", doch werde man weitere Untersuchungen vornehmen.
Nach weiteren Informationen sind die zwei größten Gentech-Saatgut-Hersteller der Welt,
darunter Monsanto, in die Fälle verwickelt. Möglicherweise könnten noch etliche weitere hundert Hektar Land in Ungarn betroffen sein. Das Unternehmen, das die manipulierten
Saaten verkauft hatte, befindet sich in Liquidation, daher wird es schwer, von dort Kompensation für die getäuschten Bauern zu bekommen. Nun wird auch ermittelt, ob die
Saatguthersteller in den illegalen Vertrieb verwickelt gewesen sein könnten, um gezielt Präzedenzen zu setzen, immerhin ist Gen-Saatgut teurer als normales.
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