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(c) Pester Lloyd / 12 - 2011  KULTUR 21.03.2011

 

Lisztiges Frühjahr

31. Frühlingsfestival in Budapest gestartet

Am vergangenen Freitag begann das 31. Budapester Frühlingsfestival, das hochkarätigste und wichtigste jährliche Kulturereignis in Ungarn. Bis zum 3. April werden fast 100 Veranstaltungen in den Bereichen Konzert, Theater, Tanz, Bildende Künste mit Künstlern aus dem In- und Ausland abgehalten.

Der 200. Geburtstag von Franz Liszt inspiriert viele der Programme, offizielle Verlautbarungen sprechen auch von der EU-Ratspräsidentschaft als Inspirator. Den Auftakt bildete die Premiere einer Oper über Franz Liszt mit dem Titel "Excelsior!". Diese "nicht ganz ernste Oper" von Gyula Fekte über die "Himmelfahrt" des Komponisten hatte am Freitag im Thalia Theater in einer Koproduktion mit der Ungarischen Staatsoper Premiere. Himmelsfahrten kann man neuerdings auch vom Internationalen Flughafen Budapest unternehmen, der seit kurzem offiziell in "Ferenc Liszt International Airport Budapest" umbenannt worden war.

Weiter im Programm: Das 2. Klavierkonzert von Liszt wird durch die polnische Pianistin Ewa Kupiec, gemeinsam mit dem Budapester Festivalorchester aufgeführt werden, das Csokonai Theater aus Debrecen bringt das Christus Oratorium zur Aufführung. Im Budapester Liszt-Museum gibt es eine Sonderschau zu den Beziehungen des Komponisten und Europäers zur ungarischen Hauptstadt, im Kögart wird eine Kammermusikreihe mit seinen Werken veranstaltet.

Im Palast der Künste werden "internationale Koproduktionen im Rahmen der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft" veranstaltet, der lettische Cellostar Mischa Maisky wird von Prager Kammerorchester begleitet, Ádám Fischer dirigiert das Europäische Jugendorchester und die deutsch-japanische Klaviervirtuosin Alice Sara Ott. Am 25. März begeht man außerdem den 130. Geburtstag des wichtigsten ungarischen Komponisten, Béla Bartók. Die Nationalphilharmonie wird die Orchestersuite Nr. 1 erklingen lassen. Weiter zu Gast in Budapest: Zubin Metha mit dem Orchestra del Maggio Muscale Fiorentino, der Flamencogitarrist Pepe Romero und die Flamencotänzer von Antonio Gades, das Schauspielhaus Graz, der Retro-Barde Max Raabe mit seinem Palastorchester, der Countertenor Philippe Jaroussky.

Am Rande des Spring Festivals gibt es ein Fringe Festival (im Sinne von Pony), das junge Künstler promten will.

Die ausführlichen Programme, Veranstaltungsorte, Infos zu Preisen und Tickets
http://www.btf.hu/btf2011/index.php?l=de gibt es auf der hervorragend aufgearbeiteten Webseite auch in deutscher Sprache

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