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(c) Pester Lloyd / 03 - 2013   NACHRICHTEN 17.01.2013

 

Öffentlich-rechtliche Medien in Ungarn wollen Gewerkschaftsführer feuern

Die Dachbehörde der öffentlich-rechtlichen Medien in Ungarn, MTVA, hat sich mit der Hauptgewerkschaft der Medienarbeiter auf eine Reduzierung der zuletzt geplanten neuerlichen Massenentlassungen geeinigt, danach werden wohl rund 30-40 Mitarbeiter weniger gehen müssen, als die zuvor geplanten nochmals 260. Auch der Abfindungs- bzw. Sozialfonds für diejenigen, die ihre Stellen verlieren werden, wurde leicht aufgestockt. Als sich die Gewerkschaft über diesen Teilerfolg schon freuen wurde, folgte der Pferdefuß: die MTVA soll zehn Gewerkschaftsführer, die in ihren Reihen arbeiten, mit auf die Kündiungsliste gesetzt haben. Dies sei "nicht der europäische Verhandlungsstil", merkte kleinlaut einer der Betroffenen an.

Die Zahl der Entlassungen steigt somit seit 2010 auf über 1.200, die Zahl der Mitarbeiter reduziert sich damit auf ca. 2.050. Vor allem
die ersten Entlassungswellen waren nach Überzeugung vieler Betroffener politisch-ideologisch motiviert und Mitauslöser für die monatelangen Proteste, die nun, zum Teil gewaltsam, aufgelöst wurden.

red.

 

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