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(c) Pester Lloyd / 17 - 2013   NACHRICHTEN 17.04.2013

 

80.000 EUR für eine nichtssagende Studie: NGO deckt Geldverschiebung im Umfeld des FTC Ferencváros auf

Der berühmte Budapester Fußballklub FTC Ferencváros ist - wie Orbáns "Privatclub" Felcsút - seit einiger Zeit auch von Fidesz-Parteikadern dominiert und genoss hinsichtlich Förderungen und Immobiliennutzung auch schon Privilegien, die anderen Clubs vorenthalten bleiben. Einen Aspekt dieser Begünstigungen brachte nun das Transparenzportal atlatszo.hu ans Licht und wundert sich, dass eine 50seitige Machbarkeitsstudie über den Bau eines neuen Stadions für den Traditionsverein 24 Millionen Forint (über 80.000 EUR) gekostet hat.

 

Besonders verwunderlich ist dies deshalb, weil sich rund die Hälfte der Studie mit Wikipedia-Wissen über das Klima, die Bevölkerung und sogar die geographische Lage der Hauptstadt sowie statstische Erhebungen zur Ökonomie befasst und auch sonst nur "sehr wenige neue Informationen" und fast keine verwertbaren Schlussfolgerungen beinhaltet. Das meiste sei von den Webseiten der UEFA, FIFA, der MLSZ (ungarischer Fußballverband), aber auch von BBC und dem Guardian kopiert worden.

Die "International Management Group", die diese Studie erstellte, wird vom früheren Eistanzsportler András Sallay besessen, den Auftrag erhielt er über eine Ausschreibung des Ministeriums für den öffentlichen Dienst und Justiz. Präsentiert wurde die Studie von Gusztáv Bienerth, früher im Vorstand der Nézöpont Stiftung, die heute Árpád Habony gehört, der zum Beraterstab von Premier Orbán zählt.

red.

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