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(c) Pester Lloyd / 25 - 2013   NACHRICHTEN 17.06.2013

 

Minderheitenvertreter: 10.000 Ukrainer wurden über Ungarn EU-Bürger

Rund 400.000 ungarische Pässe hat die Regierung in Ungarn bereits nach der "vereinfachten Methode" an Auslandsungarn vergeben, einschließlich des damit verbundenen aktiven Wahlrechts in Ungarn. Wie sich herausstellte, können manche der Antragsteller in Siebenbürgen oder der Vojvodina nicht einmal richtig Ungarisch, eigentlich eine gesetzliche Grundvoraussetzung, sondern lernen die Eidesformeln bei den Überreichungszeremonien einfach auswendig. Meldungen aus der Ukraine, die im Westen des Landes ebenfalls eine ungarische Minderheit beheimatet, sollen nun einen noch systematischeren Missbrauch des neuen Staatsbürgerschaftsrechtes belegen.

 

Nach Angaben des Präsidenten der Kulturvereinigung der Ungarn in der Karpatoukraine, ist rund jede 5. der bisher dort ausgegebenen 50.000 neuen Staatsbürgerschaften gekauft worden. In einem Interview meinte Miklós Kovács, dass man "für 500 bis 1000 Euro Schmiergeld einen Pass von den ungarischen Behörden" bekommen könne, "selbst wenn man nicht ein einziges Wort Ungarisch spricht". Ca. 10.000 Ukrainer seien auf diese Weise zu "Ungarn" und EU-Bürgern geworden, "es ist eine regelrechte Mode" geworden, sich einen Pass zu kaufen, so Kovács.

red.

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