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(c) Pester Lloyd / 34 - 2013   POLITIK 23.08.2013

 

Die Fesseln der Nation enger ziehen...

Offizielle Statements zum Nationalfeiertag in Ungarn im O-Ton der offiziellen Nachrichtenagentur MTI

Staatspräsident János Áder mahnte Zusammenhalt und Respekt der Ungarn untereinander bei einer Zeremonie am Heldenplatz ein. "Um den Erfolg des Landes zu sichern, brauchen wir einen neuen Kompromiss mit uns selbst, wie wir unser Leben gemeinsam verbessern können. (...) Dazu brauchen wir viel mehr Verständnis und Respekt (...), sagte Áder bei der Vereidigung von Militärangehörigen. Áder pries die Solidarität bei der Verteidigung des Landes gegen das Donau-Hochwasser vor zwei Monaten und sagte, dass dies ein Beispiel sei, dem man folgen sollte (der Solidarität, nicht dem Hochwasser, Anm.). "Wenn der Wille zum gegenseitigen Verständnis alle unsere Gefühle leitet, wenn wir täglich spüren, wie viele Wege uns Respekt und Beistand für Andere öffnen (...), dann werden wir in der Lage sein uns selbst neu zu definieren und verstehen, was die vier Worte, die unsere Ahnen uns hinterlassen für das 21. Jahrunderg bedeuten: `Die Heimat kommt zuerst!"

Ministerpräsident Viktor Orbán pries am Montag König Stephan I. für den Schutz und die Vereinigung der ungarischen Nation in einer Rede in Szekésfehérvár, wo der König gekrönt wurde. In einer Ansprache einen Tag vor dem Nationalfeiertag des 20. August, sagte Orbán, dass König Stephan die Mühen der Alltagspolitik hinter sich ließ und sich auf den Zusammenhalt der Nation konzentrierte, in dem er die Menschen zusammenbrachte. Ohne seine Taten würde die unabhängige ungarische Nation heute nicht existieren, sagte er. Bei einer Veranstaltung am Platz vor dem Rathaus, in dem später eine Kabinettssitzung stattfand, sagte Orbán, dass die Fesseln (wörtlich: die Bande), die das Land einen ab und an erneuert werden müssen, weil sie sonst ausleiern (sinngemäß). Der Bürgermeister der Stadt (und Staatssekretär in der Regierung, Anm.), András Cser-Palkovics, Fidesz, sagte, dass man der Regierung dankbar dafür sein müsse, dass sie klar gemacht habe, dass die Geschichte der Stadt wichtig für die ganze Nation sei.

 

Vizepremier Tibor Navracsics gratulierte 130 Ungarn von außerhalb des Landes, die am Dienstag, dem Nationalfeiertag, ihren Eid für die ungarische Staatsbürgerschaft ablegten. Bei Feierlichkeiten in Ópusztaszér, Südungarn, rief Navracsics die Ungarn dazu auf "an sich selbst zu glauben", das sei eine Verpflichtung, die aus der 1000-jährigen Staatlichkeit des Landes herrührt. Nach ungarischer Überlieferung hat Stammeschef Árpád, Fürst der Ungarn, im Jahre 896 in Ópusztaszér mit seinen Kameraden die Zelte aufgeschlagen und die Grundgesetze des neuen Landes formuliert. Ein Nationalerbepark wurde an dieser Stelle errichtet. Bisher haben 500.000 Ungarn, die außerhalb Ungarns leben, die ungarische Staatsbürgerschaft, nach einem Gesetz aus dem Jahre 2010, erhalten.

red.

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