THEMA: WAHLEN UNGARN 2014

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(c) Pester Lloyd / 44 - 2013   NACHRICHTEN   30.10.2013

 

Kurzer Prozess: Ungarn will von chinesischem Justizsystem lernen

"Ungarn ist an der Effizienz der chinesischen Justiz interessiert" sagte Staatssekretär Róbert Répássy aus dem Justizministerium am Beginn seiner Gespräche mit Kollegen auf Regierungsebene in Peking am Dienstag. Die "Kooperation zwischen ungarischen und chinesischen Richtern und Staatsanwälten" stünde im Fokus der Gespräche, allerdings sagte der Fidesz-Politiker nicht, wie eine solche Kooperation konkret aussehen könnte. "Ungarn ist interessiert in Chinas seit langem gut funktionierenden Mediations-System, das die Effizienz der gerichtlichen Arbeit erhöht", sagte er weiter.

“Mediation” auf Chinesisch. Das “effiziente chinesische Rechtssystem”.

Durch eine "erweiterte Anwendung von Vermittlungs-(Mediations)-Techniken" könne man "die Notwendigkeit von Gerichtsverhandlungen umgehen". Im Gegenzug möchte Ungarn chinesischen Anwälten das "europäische Recht" näher bringen, dazu haben sich die Rechtsfakultäten der Unis von Timisoara und Pécs mit dem von der Shanghaier Akademie der Wissenschaften ins Leben gerufene "Zentrum für Europäisches Strafrecht" zusammengetan. Dabei soll demnächst das ungarische Strafgesetzbuch - mit Interpretationen - ins Chinesische übersetzt werden.

red.

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