THEMA: WAHLEN UNGARN 2014

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(c) Pester Lloyd / 04 - 2014 NACHRICHTEN 20.01.2014

 

Orbáns "Null-Toleranz-Politik" gegen Rechtsextremismus II: rechtsextreme TV-Firma verherrlicht Orbáns Sozialpolitik

Das von der Regierung beauftragte und finanzierte "Armenviertel" in Ócsa, geplant für bis zu 80 Familien, die aufgrund der Forex-Überschuldung, Arbeitsplatzverlustes etc. ihre kreditfinanzierten Immobilien verloren und wegen ihrer Zahlungsunfähigkeit Gefahr liefen, obdachlos zu werden, wurde in einer fünfteiligen Reality-Soap im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als vorbildliche Sozialpolitik der Orbán-Regierung verherrlicht.

 

Der Auftrag über umgerechnet rund 400.000 EUR ging an die TV-Produktionsfirma Dextramedia, wie jetzt eine öffentliche Anfrage der Transparenzplattform atlatszo.hu ergab. Das Unternehmen beliefert hauptsächlich den Jobbik-nahen Internet-TV-Kanal N1 und fiel im April vorigen Jahres mit einem verherrlichenden Geburtstagsgruß an Adolf Hitler auf. Miteigentümer des Unternehmens ist der Schwiegersohn des Parlemntsvizepräsidenten Sándor Lezsák, Fidesz. Das Unternehmen nutzt die gleichen Internet-Zugänge wie die rechtsextreme "Bewegung der 64 Komitate".

Das Wohnprojekt "Irgendwo im Nirgendwo" selbst war in mehrfacher Hinsicht ein Flop: bisher ist erst die Hälfte der Fertighäuser mit Heizung und kleinem Feld bezogen, die Kosten explodierten auf 2,7 Mrd. Forint (fast 10 Mio. EUR), diese liegen damit um das Drei- bis Vierfache höher als für vergleichbare Wohnbauten in der ungarischen Provinz. Die Aufträge gingen an einschlägig vernetzte Bauunternehmen.

red.

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