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	<title>Subkultur &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Subkultur &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<item>
		<title>Sziget Festival startet Initiative für die psychische Gesundheit junger Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Kultur]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 16:36:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Kampf gegen Stress, Einsamkeit und digitalen Dauerstress: Das Sziget Festival ruft mit &#8222;SZociety&#8220; eine neue Bewegung ins Leben und zeichnet erstmals Projekte aus, die sich&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Kampf gegen Stress, Einsamkeit und digitalen Dauerstress: Das Sziget Festival ruft mit &#8222;SZociety&#8220; eine neue Bewegung ins Leben und zeichnet erstmals Projekte aus, die sich für das psychische Wohl junger Menschen engagieren.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Das Sziget Festival erweitert sein gesellschaftliches Engagement und hat mit der &#8222;SZociety Movement&#8220; eine Initiative zur Förderung der psychischen Gesundheit junger Menschen gestartet. Begleitet wird das Projekt vom neuen &#8222;SZuper SZociety Award&#8220;, der zivilgesellschaftliche Organisationen, Bildungseinrichtungen und Gemeinschaftsprojekte auszeichnen soll, die sich nachhaltig für das Wohlbefinden der Generation zwischen 12 und 30 Jahren einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Veranstalter stehen Jugendliche und junge Erwachsene heute unter wachsendem Druck durch permanente Online-Präsenz, Leistungsanforderungen und digitale Reizüberflutung. Stress, Burnout und soziale Isolation seien längst keine Randerscheinungen mehr. Die Initiative soll deshalb nicht nur auf diese Herausforderungen aufmerksam machen, sondern auch jene unterstützen, die tagtäglich Hilfsangebote für junge Menschen schaffen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="KT9T1CXHCm"><a href="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/sziget-festival-2026/">Sziget Festival 2026</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Sziget Festival 2026“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/sziget-festival-2026/embed/#?secret=mpmFCZYjcj#?secret=KT9T1CXHCm" data-secret="KT9T1CXHCm" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Bewerbungen für den Preis sind bis zum 19. Juli in den Kategorien &#8222;Bázis&#8220; und &#8222;Horizont&#8220; möglich. Ausgezeichnet werden lokale und landesweite Projekte, die seit mindestens einem Jahr im Bereich psychische Gesundheit, Gemeinschaftsbildung oder sozialer Vernetzung aktiv sind. Die Gewinner werden während des diesjährigen Sziget Festivals auf der Hauptbühne bekannt gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus versteht sich die SZociety-Bewegung als ganzjähriges Netzwerk, das soziale Organisationen mit Unternehmen und Kulturschaffenden zusammenbringen soll. Sachspenden wie Festivalpässe, Konzertkarten oder Erholungsangebote sollen den beteiligten Initiativen zusätzliche Unterstützung ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> MTI.hu, Sziget.hu<br><strong>Photo:</strong> Sziget Festival Lineup 2026<br></p>
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		<title>Repräsentation zählt: Queerer Frauenfußball in Budapest &#8211; ein Gespräch mit den Veranstalterinnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Breitling]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 17:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Anl&#228;sslich des Pride Month organisierte das ungarische lesbische Magazin und Community-Netzwerk qLit am 13. Juni zum dritten Mal ein Frauenfu&#223;ballturnier, das auf dem Kunstrasenplatz der&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des Pride Month organisierte das ungarische lesbische Magazin und Community-Netzwerk<em> qLit</em> am 13. Juni zum dritten Mal ein Frauenfußballturnier, das auf dem Kunstrasenplatz der <em>Eötvös-Loránd-Universität (ELTE)</em> in Budapest stattfand. Neun Teams, die jeweils aus acht Spielerinnen bestanden, traten gegeneinander an. Der Fokus lag nicht auf sportlichem Wettbewerb, sondern auf dem gemeinsamen Gemeinschaftserlebnis. Auch Einzelpersonen ohne eigenes Team waren willkommen und wurden spontan in bestehende Mannschaften integriert. <em>qLit</em> ist ein ungarisches Magazin für <em>women loving women</em>  (lesbisch, bisexuell, queer usw., einschließlich cis und trans Frauen). Neben der Veröffentlichung journalistischer Inhalte zu Kultur, Beziehungen, Coming-out-Erfahrungen und breiteren gesellschaftlichen Themen organisiert die Initiative regelmäßig Veranstaltungen, die darauf abzielen, die Sichtbarkeit queerer Menschen zu erhöhen und Räume für Vernetzung innerhalb der  Community zu schaffen. Die Organisatorinnen bezeichnen das Turnier als einen „lesbischen Fußballcup“, betonen jedoch, dass die Veranstaltung für alle Frauen offen ist. Viele Teilnehmerinnen kommen gemeinsam mit Freundinnen und Freunden, Familienmitgliedern und Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <strong>Dorka Szekeres</strong>, Mitgründerin des <em>qLit</em>-Magazins, hat Fußball auch eine persönliche Bedeutung. Sie spielte den Sport selbst als Jugendliche, gab ihn jedoch schließlich auf, da sie ihn damals nicht für „mädchenhaft“ genug hielt. Später outete sie sich als lesbisch. Heute sieht sie Veranstaltungen wie dieses Turnier als eine Möglichkeit, traditionelle Geschlechternormen herauszufordern und neue Räume für Frauen und queere Menschen zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orsolya Vida</strong>, die seit drei Jahren bei<em> qLit </em>aktiv ist, bringt ebenfalls einen langen Hintergrund im Fußball in die Organisation ein. Sie spielte fast ein Jahrzehnt lang Fußball auf Vereins- und Universitätsebene und stieß ursprünglich durch die Organisation von Kneipenquizzen zur Community. Heute organisiert sie das Turnier.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Information:</strong> <strong>Die Wurzeln des Pride Month liegen in den sogenannten Stonewall-Aufständen vom 28. Juni 1969. Ausgelöst durch eine Polizeirazzia im <em>Stonewall Inn</em> in der Christopher Street in New York City führten die Ereignisse zu Protesten, die heute als Meilenstein im Kampf für die Rechte der LGBTQIA+-Community gelten.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="5f5e4d" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #5f5e4d;" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1024x683.webp" alt="Dorka Szekeres (links), Mitgründerin des qLit Magazines und Orsolya Vida, Organisatorin des Events. " class="wp-image-6742 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1024x683.webp 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-300x200.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-768x512.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1536x1024.webp 1536w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-2048x1365.webp 2048w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1320x880.webp 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dorka Szekeres (links), Mitgründerin des qLit Magazines und Orsolya Vida, Organisatorin des Events. </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ist diese Veranstaltung und Repräsentation im Sport im Allgemeinen wichtig für die Community?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Im LGBTQ+-Sport werden Aktivitäten nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Europa, oft von Männern dominiert. Deshalb ist es wichtig, Veranstaltungen nur für Frauen zu organisieren. Sie ermöglichen es uns, eigene Räume zu schaffen und für uns zu beanspruchen. Dieser Fußballcup ist eine Möglichkeit, das zu tun. Wir organisieren außerdem alle zwei Wochen Tischtennisveranstaltungen für unsere Community. Fußball ist eine perfekte Sommeraktivität, weil hier niemand professionell spielt. Es geht darum, Spaß zu haben, zusammen zu sein, die Atmosphäre zu genießen und Zeit im Freien zu verbringen. Menschen können spielen, Kontakte knüpfen oder einfach ein Picknick machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie würden Sie die Sichtbarkeit von lesbischen Frauen im ungarischen Sport beschreiben?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orsolya Vida:</strong> In einigen Ländern und Sportarten ist es mehr oder weniger akzeptiert, offen lesbisch zu sein, aber das ist in Ungarn nicht wirklich der Fall. International kennen wir viele offen lesbische Fußballspielerinnen, aber in Ungarn gibt es nur sehr wenige öffentlich sichtbare Beispiele. Ich habe fast zehn Jahre lang Fußball gespielt, und viele der Frauen, mit denen ich gespielt habe, waren lesbisch. Sie waren in ihren Kreisen geoutet, hatten aber keine öffentliche Sichtbarkeit, sodass die meisten Menschen das nie von ihnen wussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Um ehrlich zu sein, wollten einige ehemalige Profispielerinnen, die heute hier in Budapest zu uns gestoßen sind, nicht auf öffentlichen Fotos erscheinen. Sie sind innerhalb der Community geoutet, und es gibt viele Frauen wie sie, aber das breitere gesellschaftliche Klima macht es vielen Athletinnen noch immer schwer, öffentlich offen mit ihrer Identität umzugehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haben Sie aufgrund dieser Veranstaltung Hass oder Gegenreaktionen erlebt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Nein, nicht wirklich. Wir sind nicht in erster Linie eine Interessenvertretungsorganisation und außerhalb der Community nicht sehr sichtbar. Der Großteil unserer Arbeit konzentriert sich darauf, Programme und Räume für Community-Mitglieder zu schaffen. Deshalb wurden wir nicht in derselben Weise ins Visier genommen wie andere lesbische und LGBTQ+-Organisationen, die politische Interessenvertretung betreiben. Diese Gruppen waren in den letzten Jahren erheblicher Feindseligkeit ausgesetzt, insbesondere wenn sie Themen ansprachen, die manche Menschen als kontrovers betrachten, etwa Familienfragen oder Kinderrechte. Das ist nicht der Hauptfokus unserer Arbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Hoffnungen haben Sie im Hinblick auf die neue Regierung?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Wir sind vorsichtig optimistisch. Obwohl <strong>Péter Magyar</strong> sich selbst als relativ konservativ beschrieben hat, umfasst die neue Regierung Menschen mit sehr unterschiedlichen Ansichten. Im Moment versuchen wir, potenzielle Verbündete zu identifizieren und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei Themen zu erkunden, die für die LGBTQ+-Community wichtig sind. Es gab bereits einige ermutigende Signale, darunter direkte Aussagen, die gegenüber LGBTQ+-Menschen positiv waren. Wir wissen, dass die kommenden Jahre nicht einfach sein werden, aber es gibt Gründe zur Hoffnung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="2f322c" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #2f322c;" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1024x683.webp" alt="Jubel während eines der Spiele auf dem Kunstrasenplatz der  ELTE Universität." class="wp-image-6744 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1024x683.webp 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-300x200.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-768x512.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1536x1024.webp 1536w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-2048x1365.webp 2048w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1320x880.webp 1320w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jubel während eines der Spiele auf dem Kunstrasenplatz der ELTE &#8211; Universität.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Sie sofort eine Veränderung anstoßen könnten, was wäre der erste Schritt der neuen Regierung?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Auch wenn wir eine lesbische Organisation sind, sehen wir uns als inklusive Organisation. Für mich wäre die erste Priorität die Aufhebung des<em> Gesetzes Nr. 33</em>, das transgeschlechtliche Menschen daran hindert, ihren Geschlechtseintrag rechtlich zu ändern. Der Schaden, den dieses Gesetz verursacht hat, betrifft die gesamte LGBTQ+-Community.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orsolya Vida:</strong> Ein weiteres wichtiges Thema ist das Recht auf Adoption sowie die Aufhebung des sogenannten <em>„Anti-Pädophilie-Gesetzes</em>“, das die Darstellung queerer Menschen in Bildungsmaterialien und Schulbüchern einschränkt. Wir haben bereits Hinweise gehört, dass dieses Gesetz möglicherweise abgeschafft wird, und das wäre ein sehr wichtiger Schritt nach vorn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Information:</strong> <strong>Mit dem <em>Gesetz Nr. 33</em>, das vom ungarischen Parlament im Mai 2020 als Teil eines umfassenderen Sammelgesetzes verabschiedet wurde, schaffte die Regierung unter Viktor Orbán die rechtliche Anerkennung des Geschlechts für transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen faktisch ab.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> qLit, Budeszentrale für politische Bildung, Amnesty International                                                        <br><strong>Photos:</strong> Anna Katharina Breitling</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Nachtclub Turbina kehrt mit mehrtägigem Festival bis zum Wahltag zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Kultur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 18:04:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Budapest]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Budapester Club reagiert auf seine beh&#246;rdliche Schlie&#223;ung mit einer &#246;ffentlichkeitswirksamen Wiederer&#246;ffnung und juristischen Gegenma&#223;nahmen. Budapest. Der Budapester Club Turbina wird am 4. April mit&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Budapester Club reagiert auf seine behördliche Schließung mit einer öffentlichkeitswirksamen Wiedereröffnung und juristischen Gegenmaßnahmen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Der Budapester Club <em>Turbina</em> wird am 4. April mit einem mehrtägigen Festivalbetrieb wiedereröffnet, der laut Betreiber bis zur Wahlnacht am 12. April andauern soll. Ausgangspunkt der mehrtägigen Veranstaltung ist ein gemeinsames Treffen am <em>Mikszáth tér</em>, von wo aus die Teilnehmer zum Veranstaltungsort ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Mitternacht ist die symbolische Entfernung des behördlichen Schließungsdokuments am Eingang des Clubs vorgesehen, die als offizieller Akt der Wiedereröffnung inszeniert wird. Im Anschluss beginnt eine Veranstaltungsreihe, die sich über mehrere Tage erstreckt und zeitlich mit den bevorstehenden Wahlen korrespondiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schließung wegen Vorwürfen des Drogenhandels</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Turbina war am 4. März für 30 Tage geschlossen worden, nachdem Behörden dem Club Drogenhandel vorgeworfen hatten. Die Betreiber weisen die Vorwürfe zurück und argumentieren, die Entscheidung der Polizei basiere auf indirekten und schwachen Belegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Wiedereröffnung leitet das Betreiberteam mehrere rechtliche Schritte ein. Dazu gehören ein Einspruch gegen die Schließungsverfügung, eine Anzeige wegen Verleumdung sowie die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Zudem wird mit Unterstützung des <em>Ungarischen Helsinki-Komitees</em> ein verwaltungsrechtliches Verfahren angestrengt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Protestaktionen und Eskalation im öffentlichen Raum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits unmittelbar nach der Schließung hatte die Turbina auf öffentliche Protestformen zurückgegriffen. Anfang März organisierten die Betreiber illegale Veranstaltungen in Form von Demonstrationen im <em>Városháza-Park</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nun geplante Festivalreihe knüpft an diese Strategie an, indem sie kulturelle Aktivität mit politischer Sichtbarkeit verbindet und die Auseinandersetzung mit den Behörden in den öffentlichen Raum verlagert. <br><br><em><strong>Die subkulturelle Szene Budapests wehrt sich.</strong></em><br><em><br>Mehr Informationen zu den einzelnen Aktionen und dem Ablauf auf der offziellen Homepage von Turbina: <a href="https://turbinabudapest.hu/en" target="_blank" rel="noopener">https://turbinabudapest.hu/en</a></em><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>24.hu<br><strong>Photo: </strong>unsplash.com/@antoinejulien<br></p>
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		<title>Sziget 2026 &#8211; Ein Festival, das beinahe nicht stattgefunden hätte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Kultur]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 14:13:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Budapest]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz massiver Haushaltsprobleme der Stadt Budapest und monatelanger Unsicherheit &#252;ber die Nutzung der Haj&#243;gy&#225;ri-Insel: Das Sziget pr&#228;sentiert sein Line-up f&#252;r 2026 Budapest. Die Ank&#252;ndigung der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Trotz massiver Haushaltsprobleme der Stadt Budapest und monatelanger Unsicherheit über die Nutzung der Hajógyári-Insel: Das Sziget präsentiert sein Line-up für 2026</em><br><br><strong>Budapest. </strong>Die Ankündigung der ersten Headliner für das Sziget Fesztivál 2026 wirkt wie ein Befreiungsschlag. Noch im Frühjahr stand das Großereignis vor einem existenziellen Problem: Der hochverschuldete Budapester Stadthaushalt drohte die bisherige, für das Festival überlebenswichtige Nutzung des Geländes auf der Hajógyári-Insel infrage zu stellen. Hinter den Kulissen liefen schwierige Verhandlungen um Gebühren, Infrastruktur und Haftungsfragen. Nun meldet sich das Festival mit internationalen Namen zurück &#8211; und mit der Botschaft, dass der Standort trotz politischer und finanzieller Schieflage gehalten werden konnte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="eFIBItKL10"><a href="https://www.pesterlloyd.net/budapest-ringt-um-haushalt-und-sziget-festival/">Budapest ringt um Haushalt und Sziget-Festival</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Budapest ringt um Haushalt und Sziget-Festival&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/budapest-ringt-um-haushalt-und-sziget-festival/embed/#?secret=YmclzJbe9Z#?secret=eFIBItKL10" data-secret="eFIBItKL10" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Der knappe Spielraum der Hauptstadt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Budapester Stadtverwaltung befindet sich seit Jahren in einer strukturell prekären Lage. Die Kombination aus staatlichen Eingriffen in die kommunalen Einnahmen, pandemiebedingten Ausfällen und steigenden Infrastrukturkosten ließ auch 2025 kaum Spielraum für freiwillige Leistungen. In dieser Gemengelage wurde der ursprünglich routinierte Vertrag zur Nutzung des Sziget-Geländes plötzlich zum Streitpunkt. Für Tage stand im Raum, dass die Stadt die Insel nur noch zu stark erhöhten Gebühren oder unter Auflagen freigeben könne &#8211; Bedingungen, unter denen das Festival finanziell nicht tragbar gewesen wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unsicherheit drang im Sommer 2025 erstmals öffentlich durch: Vertreter des Festivals warnten, ohne rasche Zusage des Rathauses könne ein kompletter Umzug oder sogar eine Pause des Festivals nicht ausgeschlossen werden. Dass dies für Budapest einem Imageverlust gleichgekommen wäre, war beiden Seiten bewusst. Und doch zogen sich die Gespräche bis weit in den Herbst hinein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Comeback der Selbstgewissheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun also die Wende. Wie aus dem veröffentlichten Statement der Organisatoren hervorgeht, hat das Sziget nicht nur seine Standortfrage vorerst geklärt, sondern lässt mit einer ungewöhnlich früh präsentierten Künstlerliste auch demonstrativ Selbstvertrauen erkennen.<br>Angekündigt wurden unter anderem <em>Twenty One Pilots, Florence + The Machine, SOMBR und Lewis Capaldi</em>. Namen, die den Anspruch unterstreichen, die Insel auch 2026 zu einem europäischen Treffpunkt für ein breites, mehrsprachiges Publikum zu machen. Insgesamt seien bereits rund 40 Künstler verpflichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Karoly Gerendai</em>, der zurückgekehrte Hauptorganisator, formulierte es gewohnt programmatisch: Das Besondere am Sziget sei <br></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;eine Vielzahl nichtmusikalischer Programme, einzigartige Spektakel und hochwertige Dienstleistungen für Erholungssuchende &#8230; was wir anbieten, unterscheidet sich vom üblichen Modell&#8220;.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft liest sich zwischen den Zeilen wie eine Antwort auf die Wackellage der vergangenen Monate: Das Festival ist mehr als eine Konzertreihe, es ist ein komplexes städtisches Ökosystem &#8211; eines, das der Stadt nicht nur kulturelle Sichtbarkeit, sondern auch erhebliche Einnahmen über Tourismus und Dienstleistungen einbringt.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ZTY1NmuUln"><a href="https://www.pesterlloyd.net/sziget-2025-ein-generationenbruch/">Sziget 2025 &#8211; Ein Generationenbruch</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Sziget 2025 &#8211; Ein Generationenbruch&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/sziget-2025-ein-generationenbruch/embed/#?secret=eEAZ4Bw4Af#?secret=ZTY1NmuUln" data-secret="ZTY1NmuUln" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Politische Kontinuitäten, finanzielle Bruchstellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es überhaupt zu einer Gefährdung des Festivals kommen konnte, verweist auf eine strukturelle Schwäche des Budapester Kommunalmodells. Während die <a href="https://www.pesterlloyd.net/budapester-solidaritaetsabgabe-erneut-vor-verfassungsgericht/" data-type="post" data-id="1939">Regierung Orbán der Hauptstadt in den vergangenen Jahren wiederholt Mittel entzog </a>und zusätzliche Aufgaben übertrug, kämpft die Stadtverwaltung darum, zentrale Projekte und Grunddienste aufrechtzuerhalten. Kulturveranstaltungen, so prestigeträchtig sie auch sind, geraten in solchen Situationen naturgemäß unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sziget, dessen Infrastrukturbedarf jährlich wächst und dessen Besucherzahlen zuletzt wieder anstiegen, traf diese Situation mit aller Wucht. Mehrkosten für Sicherheit, Abfalllogistik und Verkehr führten zu jener Debatte, die die Zukunft der Veranstaltung zwangsläufig berührte: Wer trägt die städtischen Rahmenkosten eines internationalen Großereignisses in einer finanziell geschwächten Metropole?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine endgültige Antwort bleibt die Politik schuldig: Für 2026 wurde eine Lösung gefunden. Was danach geschieht, hängt vom Haushalt der Stadt ebenso ab wie von der Bereitschaft der Regierung, Budapest nicht weiter auszubluten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Line-up gegen die Unsicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste der bereits engagierten Acts &#8211; darunter <em>Tomora</em>, das neue Projekt von <em>Tom Rowlands</em> und <em>Aurora</em>, zudem <em>Dijon, Biffy Clyro, Ashnikko, Tash Sultana und Indira Paganotto </em>&#8211; zeigt, dass die Organisatoren keine Übergangslösung planen, sondern ein reguläres, vollwertiges Festival. Die optisch bereits breit gestreute Programmvorschau, in der ebenso Nachwuchsnamen wie etablierte Größen auftauchen, soll den Eindruck entkräften, die Krise habe das Festival beschädigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch bleibt der Standort politisch verletzlich. Sollte sich die Haushaltslage der Hauptstadt weiter verschärfen oder Budapest zusätzliche fiskalische Lasten auferlegt bekommen, könnte die Debatte um die Nutzung der Insel schnell zurückkehren. Dass die Organisatoren diese Unsicherheit kennen, zeigt die auffällige Betonung, man biete &#8222;mehr Genres als zuvor&#8220; an &#8211; ein Hinweis auf den Versuch, möglichst breiten Zuspruch zu sichern und damit auch den politischen Rückhalt zu stärken.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="RXy7zOXcrP"><a href="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/sziget-festival-2026/">Sziget Festival 2026</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Sziget Festival 2026&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/sziget-festival-2026/embed/#?secret=VxYXEl5yNP#?secret=RXy7zOXcrP" data-secret="RXy7zOXcrP" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sziget ist ein urbanes Statement der Offenheit, ein Kontrast zur illiberalen politischen Landschaft außerhalb der Hauptstadt. In der paradoxen Lage, dass die Stadt einerseits das Festival benötigt, andererseits aber kaum die finanziellen Mittel hat, es zu tragen, spiegelt sich der politische Zustand Ungarns.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sziget Fesztivál 2026</strong><br>11.–15. August 2026, Hajógyári-Insel, Budapest<br>Mit Twenty One Pilots, Florence + The Machine, SOMBR, Lewis Capaldi u.v.a.<br>Mehrtägiges Musik- und Kulturfestival mit internationalem Line-up, Performances, Installationen und Open-Air-Programmen.<br>Tickets und Informationen: Offizielle Website des Sziget Fesztivál.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> MTI.hu, Angaben der Festivalleitung, <a href="https://sziget.hu/en" target="_blank" rel="noopener">https://sziget.hu/en</a>, Stadt Budapest<br><strong>Photo:</strong> Festivalplakat 2026</p>
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		<title>Pride-Verbot in Pécs: Budapest-Pride Déjà-vu</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/pride-verbot-in-pecs-budapest-pride-deja-vu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 07:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ungarns Beh&#246;rden untersagen die P&#233;cs Pride &#8211; Menschenrechtsorganisation TASZ ruft zum zivilen Ungehorsam auf und verspricht rechtlichen Beistand P&#233;cs/Budapest. F&#252;r den 4. Oktober war in&#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Ungarns Behörden untersagen die Pécs Pride &#8211; Menschenrechtsorganisation TASZ ruft zum zivilen Ungehorsam auf und verspricht rechtlichen Beistand</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pécs/Budapest.</strong> Für den 4. Oktober war in Pécs eine Pride-Demonstration im Rahmen des <em>„Freedom of my Identity“</em>-Menschenrechtsfestivals geplant. Nun wurde sie von der ungarischen Polizei untersagt &#8211; mit Billigung der Kúria, des höchsten Gerichts des Landes. Die Begründung der Behörden:<em> mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation <strong>Társaság a Szabadságjogokért (TASZ)</strong> &#8211; Gesellschaft für Freiheitsrechte &#8211; verurteilt das Verbot in einer Presseaussendung scharf. In einem an Unterstützer gerichteten Rundschreiben erklärt sie, die Veranstalter seien weiterhin entschlossen, die Parade trotz staatlichen Verbots durchzuführen. <em>„Die Frage ist erneut: Muss man ein Gesetz respektieren, das offenkundig zur Unterdrückung geschaffen wurde?“</em>, heißt es in dem Schreiben. Die Antwort:<em> „Ein Gesetz verdient nur dann Gehorsam, wenn es dessen auch würdig ist.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die TASZ ruft zur friedlichen Teilnahme an der untersagten Versammlung auf und bietet allen Betroffenen kostenlose juristische Unterstützung, sollten sie durch ihre Anwesenheit Nachteile oder Sanktionen erleiden. Laut ungarischem Ordnungswidrigkeitengesetz kann die Teilnahme an einer verbotenen Versammlung als <em>szabálysértés</em>, also als Ordnungsverstoß, geahndet werden. Welche konkreten Konsequenzen drohen, ist bislang unklar, doch die Rechtsvertretung steht in Bereitschaft.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="tf4sgqTWw5"><a href="https://www.pesterlloyd.net/budapest-pride-2025-liveticker/">Budapest Pride 2025 &#8211; Liveticker</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Budapest Pride 2025 &#8211; Liveticker&#8220; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/budapest-pride-2025-liveticker/embed/#?secret=rUgOKGB4B2#?secret=tf4sgqTWw5" data-secret="tf4sgqTWw5" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Repression statt Gleichberechtigung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung der Behörden folgt auf eine Rekordteilnahme bei der <a href="https://www.pesterlloyd.net/budapest-pride-keine-verfahren-gegen-teilnehmer-polizei-stellt-ermittlungen-ein/" data-type="post" data-id="1421">Budapest Pride</a> im Sommer, die trotz staatlicher Repression ohne polizeiliche Einschreitungen verlief. Beobachter werten das Verbot in Pécs nun als gezielten Versuch, die Sichtbarkeit von LGBTIQ-Gemeinschaften außerhalb der Hauptstadt zu unterdrücken. Gerade in kleineren Städten ist die Durchsetzung von Versammlungsrechten in Ungarn zunehmend abhängig vom politischen Klima und der örtlichen Polizeiführung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Verfassungsänderung von 2020, die Ehe ausschließlich als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert, und weiteren Einschränkungen etwa bei der Darstellung von Geschlechtsidentität im Bildungsbereich, verschärft sich die rechtliche und gesellschaftliche Lage für queere Menschen in Ungarn zunehmend. Die Regierung Orbán inszeniert sich dabei als Verteidiger „traditioneller Familienwerte“ was in der Praxis bedeutet dass eine systematische Aushöhlung fundamentaler Freiheitsrechte angedacht ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ziviler Ungehorsam mit rechtlicher Rückendeckung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die TASZ betont, dass die Pécs Pride trotz Verbot ein legitimer Ausdruck des verfassungsmäßigen Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit sei. <em>„Nach dem Erfolg der Budapest Pride ist es umso wichtiger, zu zeigen: Es kann nicht rechtswidrig sein, für gleiche Rechte und menschliche Würde einzustehen“</em>, heißt es im Aufruf. <strong>Je mehr Menschen teilnehmen, desto sicherer seien alle Beteiligten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Festival, in dessen Rahmen die Parade geplant war, findet unter dem Motto „Freedom of my Identity“ statt. Neben der Demonstration umfasst es Diskussionen, Workshops und kulturelle Veranstaltungen rund um Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe. Der vollständige Ablauf ist über die Veranstalter zugänglich: <a href="https://www.facebook.com/events/1510613136601728/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/events/1510613136601728/</a></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="8xD92h0qH3"><a href="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/pecs-pride-marsch-verboten/">Pécs-Pride Marsch (verboten)</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Pécs-Pride Marsch (verboten)&#8220; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/pecs-pride-marsch-verboten/embed/#?secret=mL8uK4YVgD#?secret=8xD92h0qH3" data-secret="8xD92h0qH3" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Zeichen gegen die Angst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufruf endet mit einem klaren Appell: <em>„Zeigen wir auch in Pécs, dass Freiheit, Gleichheit und Liebe stärker sind als Angst.“</em> Ob die ungarischen Behörden darauf mit Repression oder Zurückhaltung reagieren, wird sich am 4. Oktober zeigen &#8211; die Augen der Bürgerrechtsbewegung Europas dürften jedenfalls auf die Straßen von Pécs gerichtet sein.<br><br><strong>Quelle</strong>: TASZ.hu, Diverseyouthnetwork.hu<br><strong>Photo: </strong>Wikicommons</p>
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		<title>Sziget 2025 &#8211; Ein Generationenbruch - Festival </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Kultur]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 11:26:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Budapest]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Budapest. Auf der Donauinsel von &#211;buda bebt noch bis heute, zum 11. August die &#8222;Island of Freedom&#8220;. Die 31. Ausgabe des Sziget Festivals versammelt wieder&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Auf der Donauinsel von Óbuda bebt noch bis heute, zum 11. August die „<em>Island of Freedom</em>“. Die 31. Ausgabe des Sziget Festivals versammelt wieder Hunderttausende. <strong>Post Malone, Charli XCX, Shawn Mendes, Kid Cudi </strong>oder<strong> Armin van Buuren</strong> haben abermals für großen Zustrom gesorgt. Die Bühne ist in diesem Jahr zugleich Resonanzraum einer wachsenden politischen Stimmungslage  die der ungarischen Regierung wenig gefallen dürfte.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Mikrokosmos des Zeitgeists Ungarns </h1>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals seit Jahren zeigt sich Sziget in einem komplett überarbeiteten Layout: thematische „Districts“ statt reiner Bühnenblöcke, ein ausgebauter <em>Delta District</em> mit hochgerüsteter <em>BOLT Night Stag</em>e für elektronische Hochkaräter wie <strong>Amelie Lens</strong> oder <strong>Boris Brejcha</strong>. Die <em>Main Stage</em> und <em>Revolut Stage</em> bieten ein internationales Pop- und Rock-Line-up von <strong>Empire</strong> <strong>of the Sun</strong> bis <strong>Justice</strong>, dazu Indie-Granden wie <strong>The Last Dinner Party</strong> oder <strong>Sevdaliza</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zwischen Lichteffekten und Bassläufen hat sich ein anderes Leitmotiv etabliert: „<em>Mocskos Fidesz, mocskos Fidesz“ &#8211; „Schmutziges Fidesz“</em>  skandieren Gruppen im Publikum, teils noch bevor der erste Akkord erklingt. Was 2023 mit offen regierungskritischen Acts wie <strong>Krubi</strong> oder <strong>Carson Coma</strong> begann, ist inzwischen Mainstream. Auch Künstler mit großem Massenappeal, wie Rapper <strong>Majka</strong>, greifen das Thema auf. Sein im Januar veröffentlichter Song „Csurran-cseppen“ über einen fiktiven Diktator in „Bindzsisztan“ erreichte binnen sechs Monaten 25 Millionen Aufrufe &#8211; und damit auch jene Landstriche, die bislang wenig mit regierungskritischer Popkultur in Berührung kamen.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Von der Bühne in den Alltag</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Majkas satirische Spitzen trafen einen Nerv. <strong>Azariah</strong>, Superstar der Gen Z und dreifacher Puskás-Stadion-Füller, hielt sich lange aus der Politik heraus &#8211; bis zum Missbrauchsskandal 2024. Seither äußert er sich deutlicher, zuletzt mit scharfer Kritik an Fidesz-Wählern und einer als „ziemlich niedrig“ bezeichneten Plakatkampagne, die den ukrainischen Präsidenten Selenskyj mit Oppositionsführer Péter Magyar gleichsetzte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="MKImSWh8st"><a href="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-schuert-feindbild-ukraine-kyiv-ruft-botschafter-zur-ordnung/">Ungarn schürt Feindbild Ukraine &#8211; Kyiv ruft Botschafter zur Ordnung</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Ungarn schürt Feindbild Ukraine &#8211; Kyiv ruft Botschafter zur Ordnung&#8220; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-schuert-feindbild-ukraine-kyiv-ruft-botschafter-zur-ordnung/embed/#?secret=fFhDXah3yv#?secret=MKImSWh8st" data-secret="MKImSWh8st" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Soziologen wie Andrea Szabó sehen darin weniger eine Revolution als eine Momentaufnahme des Zeitgeists: eine Generation, geprägt von Lehrerprotesten, erodierten Sozialleistungen und Wohnungsnot, deren Werte kaum mehr mit jenen der Regierung vereinbar sind. Laut jüngsten Median-Umfragen würden nur noch 16 Prozent der Unter-30-Jährigen Fidesz wählen, während 53 Prozent Tisza bevorzugen.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Gegenreaktionen und Zensurversuche</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung reagiert teils ungeschickt. Kritische Liedzeilen werden aus TV-Übertragungen geschnitten, Konzerte kurzfristig abgesagt. Der Fall der irischen Rapgruppe <strong>Kneecap</strong> &#8211; deren Einreise kurz vor ihrem geplanten Sziget-Auftritt verboten wurde &#8211; lieferte den Musikern ein willkommenes PR-Narrativ als „zum Schweigen gebrachte Radikale“. Kneecap stand zuletzt wegen offenen Aufrufen zur Gewalt gegen die israelische Armee in der Kritik und wurde von zahlreichen Festivals ausgeschlossen. Orbán kommt die Sache recht: Kneecap ist ein gutes Whatabout und lenkt von der massiven Kritik seitens ungarischer KünstlerInnen ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro-Regierungs-Medien etikettieren oppositionelle KünstlerInnen ohnehin als illoyal oder undankbar. Gleichzeitig sucht Fidesz die Nähe zu Figuren wie Rapper <strong>Dopeman</strong>, dessen gewaltverherrlichende Texte kaum zu den propagierten Familienwerten passen, und kündigt „digitale Kampfklubs“ an, um die Deutungshoheit im Netz zurückzuerobern. Müde Versuche hipp zu bleiben. </p>



<h1 class="wp-block-heading">Kunst ist politisch </h1>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sziget bleibt ein Kraftzentrum kultureller Selbstbehauptung. Seit 1993 wuchs das einstige Studententreffen „Diák Sziget“ zur größten Kulturveranstaltung Mitteleuropas. Über 1 000 Shows, 50 Bühnen und Rekorde von mehr als halben Million Besuchern sprechen für die internationale Strahlkraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sommer aber spiegelt das Festival unvermutet deutlich die politische Bruchlinie im Land. Zwischen den Beats und Balladen verhandelt sich die Frage, wie viel Unabhängigkeit Kultur in einem polarisierten Umfeld bewahren kann. Sziget 2025 zeigt: Der Streit um Ungarns Zukunft findet auch im Takt der Musik statt &#8211; und diese Melodie klingt für die Mächtigen in Budapest dissonant.</p>
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		<title>Ungarns Anti-Pride-Gesetz: Europas Geduld am Ende - Budapest Pride </title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/ungarns-anti-pride-gesetz-europas-geduld-am-ende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2025 09:47:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[EU-Staaten fordern Konsequenzen f&#252;r Ungarns neues Repressionsgesetz Die ungarische Regierung unter Viktor Orb&#225;n hat mit der Verabschiedung eines Gesetzes, das LGBTQ+-Veranstaltungen wie die Budapest Pride&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>EU-Staaten fordern Konsequenzen für Ungarns neues Repressionsgesetz</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungarische Regierung unter Viktor Orbán hat mit der Verabschiedung eines Gesetzes, das LGBTQ+-Veranstaltungen wie die Budapest Pride faktisch verbietet, eine neue Eskalationsstufe erreicht. Das Gesetz erlaubt nicht nur das Verhängen von Geldstrafen gegen Teilnehmer und Organisatoren solcher Veranstaltungen, sondern auch den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie zur Identifikation von Teilnehmern. Diese Maßnahmen stoßen auf scharfe Kritik innerhalb der Europäischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="d0bPioPQ7E"><a href="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/budapest-pride-parade/">Budapest Pride Parade</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Budapest Pride Parade&#8220; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/budapest-pride-parade/embed/#?secret=SqbYcS8Se0#?secret=d0bPioPQ7E" data-secret="d0bPioPQ7E" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>



<h1 class="wp-block-heading">Gesetzgebung unter dem Deckmantel des Kinderschutzes</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. März 2025 verabschiedete das ungarische Parlament mit der Mehrheit der Fidesz-KDNP-Koalition ein Gesetz, das Veranstaltungen untersagt, die gegen das sogenannte &#8222;Kinderschutzgesetz&#8220; verstoßen. Dieses Gesetz verbietet die &#8222;Darstellung oder Förderung&#8220; von Homosexualität gegenüber Minderjährigen. Teilnehmer solcher Veranstaltungen drohen Geldstrafen von bis zu 200.000 Forint (ca. 500 Euro), und die Behörden dürfen Gesichtserkennungstechnologie einsetzen, um Teilnehmer zu identifizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. April folgte eine Verfassungsänderung, die das Recht von Kindern auf moralische, physische und spirituelle Entwicklung über andere Grundrechte stellt, mit Ausnahme des Rechts auf Leben. Diese Änderung zielt darauf ab, LGBTQ+-Veranstaltungen zu unterbinden .</p>



<h1 class="wp-block-heading">EU-Staaten schlagen Alarm</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Mai 2025 veröffentlichten 20 EU-Mitgliedstaaten, darunter Österreich, Deutschland, Frankreich und Schweden, <a href="https://www.government.nl/documents/diplomatic-statements/2025/05/27/declaration-legislative-and-constitutional-amendments-hungary" data-type="link" data-id="https://www.government.nl/documents/diplomatic-statements/2025/05/27/declaration-legislative-and-constitutional-amendments-hungary" target="_blank" rel="noopener">eine gemeinsame Erklärung</a>, in der sie die ungarischen Maßnahmen als Verstoß gegen die Grundwerte der EU verurteilten. Sie forderten die Europäische Kommission auf, alle verfügbaren Rechtsstaatlichkeitsmechanismen zu nutzen, sollte Ungarn die Gesetze nicht überarbeiten. Die Kommission prüft derzeit, ob der Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie bei öffentlichen Versammlungen gegen die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-Gesetz) verstößt, die den Einsatz solcher Technologien zur Überwachung friedlicher Demonstrationen verbietet.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Zivilgesellschaftlicher Widerstand</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des gesetzlichen Verbots planen die Organisatoren der Budapest Pride, die Veranstaltung am 28. Juni durchzuführen. &#8222;Pride ist eine Bewegung, die nicht verboten werden kann&#8220;, erklärte Máté Hegedűs, Pressesprecher der Veranstaltung . Die ungarische Helsinki-Kommission und andere Menschenrechtsorganisationen haben rechtliche Schritte gegen das Gesetz eingeleitet, das sie als Verstoß gegen grundlegende Menschenrechte ansehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch innerhalb der ungarischen Gesellschaft regt sich Widerstand. Oppositionsparteien wie die Momentum-Bewegung haben angekündigt, einen Fonds zur Unterstützung von Betroffenen der Geldstrafen einzurichten. </p>



<h1 class="wp-block-heading">Internationale Reaktionen</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch verurteilen das ungarische Gesetz scharf. Sie sehen darin einen Angriff auf die Rechte von LGBTQ+-Personen und fordern die EU auf, entschieden gegen die ungarische Regierung vorzugehen .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarns Repressionsinitiative stellen einen klaren Bruch mit den Grundwerten der Europäischen Union dar. Die Reaktionen aus Brüssel und den Mitgliedstaaten zeigen, dass die Geduld mit der Orbán-Regierung erschöpft ist. </p>
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		<title>Metallica spielt zweimal in Budapest &#8211; Exklusive Shows mit Charity-Fokus 2026 - Subkultur </title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/metallica-spielt-zweimal-in-budapest-exklusive-shows-mit-charity-fokus-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 10:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Budapest]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Abende, zwei Setlists, vier Support-Acts &#8211; und eine klare Botschaft: Metallica bringt nicht nur ihre Musik, sondern auch ihre Werte nach Ungarn. Nach acht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Zwei Abende, zwei Setlists, vier Support-Acts &#8211; und eine klare Botschaft: Metallica bringt nicht nur ihre Musik, sondern auch ihre Werte nach Ungarn.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach acht Jahren Pause kehrt Metallica im Rahmen ihrer M72 World Tour 2026 nach Budapest zurück – und das gleich doppelt: Am 11. und 13. Juni wird die Band in der Puskás Aréna auftreten, jeweils mit unterschiedlichem Vorprogramm und Setlist. Der erste Abend wird von Pantera und Avatar eröffnet, während am zweiten Abend Gojira und Knocked Loose die Bühne betreten. Budapest gehört damit zu den wenigen Städten weltweit &#8211; neben London, Dublin und Frankfurt -, die zwei Konzerte im Rahmen dieser Tour erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die M72 World Tour, benannt nach dem aktuellen Album &#8222;72 Seasons&#8220;, begann 2023 und wird 2026 mit insgesamt 98 Shows in Europa, Nordamerika, Asien und Ozeanien abgeschlossen sein. Die Tour zeichnet sich durch das &#8222;No Repeat Weekend&#8220;-Konzept aus: Jede Show bietet eine einzigartige Setlist und unterschiedliche Support-Acts. Zudem präsentiert die Band eine zentrale &#8222;Snake Pit&#8220;-Bühne, die den Fans ein 360-Grad-Konzerterlebnis ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Aspekt der Tour ist das soziale Engagement der Band durch ihre Stiftung <em>All Within My Hands</em>. Ein Teil der Ticketeinnahmen wird an lokale Wohltätigkeitsorganisationen gespendet. In der Vergangenheit wurden beispielsweise in Wien 80.000 Euro an Organisationen wie <em>Die Tafel Österreich</em> und <em>Wiener Frauenhäuser</em> gespendet. Es ist zu erwarten, dass auch in Budapest lokale Initiativen unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>WANN UND WO SPIELT METALLICA?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Metallica wird im Rahmen ihrer Headliner-Tour 2026 an folgenden Terminen auftreten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Samstag, 9. Mai – Athen, Griechenland – Olympiastadion</li>



<li>Mittwoch, 13. Mai – Bukarest, Rumänien – Arena Națională</li>



<li>Dienstag, 19. Mai – Chorzów, Polen – Stadion Śląski</li>



<li>Freitag, 22. Mai – Frankfurt, Deutschland – Deutsche Bank Park</li>



<li>Sonntag, 24. Mai – Frankfurt, Deutschland – Deutsche Bank Park</li>



<li>Mittwoch, 27. Mai – Zürich, Schweiz – Stadion Letzigrund</li>



<li>Samstag, 30. Mai – Berlin, Deutschland – Olympiastadion</li>



<li>Mittwoch, 3. Juni – Bologna, Italien – Stadio Renato Dall’Ara</li>



<li>Donnerstag, 11. Juni – Budapest, Ungarn – Puskás Aréna</li>



<li>Samstag, 13. Juni – Budapest, Ungarn – Puskás Aréna</li>



<li>Freitag, 19. Juni – Dublin, Irland – Aviva Stadium</li>



<li>Sonntag, 21. Juni – Dublin, Irland – Aviva Stadium</li>



<li>Donnerstag, 25. Juni – Glasgow, UK – Hampden Park</li>



<li>Sonntag, 28. Juni – Cardiff, UK – Principality Stadium</li>



<li>Freitag, 3. Juli – London, UK – London Stadium</li>



<li>Sonntag, 5. Juli – London, UK – London Stadium</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorverkauf für die Konzerte beginnt am Freitag, den 30. Mai 2025, um 10 Uhr über Ticketmaster. Zweitägige Tickets sind ab 121,25 € erhältlich, Einzelkarten ebenfalls verfügbar. Fans unter 16 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden; Kinder unter 14 Jahren sind im Stehbereich nicht zugelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit über 125 Millionen verkauften Alben und einer Karriere, die über vier Jahrzehnte umfasst, bleibt Metallica eine der einflussreichsten Bands der Rockgeschichte. Die Rückkehr nach Budapest verspricht nicht nur musikalische Highlights, sondern auch ein Zeichen des sozialen Engagements.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen und Updates finden Sie auf der offiziellen Website der Band: <a class="" href="https://www.metallica.com" target="_blank" rel="noopener">www.metallica.com</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie können Ticket- und Konzertdetails auch hier prüfen: <a href="https://puskasarena.com/" target="_blank" rel="noopener">puskasarena.com</a></p>
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		<title>Musikfestivals abseits des Mainstream - Subkultur </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Kultur]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 14:46:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo finden die besten Underground-Events statt? Ungarn hat ein reiches musikalisches Erbe, und das Land beherbergt zahlreiche bekannte Festivals &#8211; vom Sziget &#252;ber den Balaton&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo finden die besten Underground-Events statt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn hat ein reiches musikalisches Erbe, und das Land beherbergt zahlreiche bekannte Festivals – vom <strong><a href="https://www.pesterlloyd.net/sziget-2025-in-gewohnter-qualitaet/" data-type="post" data-id="261">Sziget</a></strong> über den <strong>Balaton Sound</strong> bis hin zum <strong>Volt</strong>. Aber was ist mit den Events, die abseits des Mainstreams stattfinden, und wo die wahre musikalische Revolution läuft? Die ungarischen Underground-Musikfestivals bieten nicht nur eine einzigartige Atmosphäre, sondern auch neue, frische Musikrichtungen. Diese Veranstaltungen finden oft eher im Geheimen statt, doch wer sie kennt, kehrt Jahr für Jahr zurück, um die neuesten Musiktrends zu entdecken. <br><br>Folgend subkulturelle Highlights im Überblick.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Welt des Gödör Clubs</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Budapest ist der <strong>Gödör Club</strong> ein Ort, an dem junge Künstler und Underground-Musikfans zueinanderfinden. In der besonderen Atmosphäre des Clubs können die neuesten elektronischen, Indie- und alternativen Bands entdeckt werden, die oft nicht nur mit Musik experimentieren, sondern auch mit visuellen Kunstformen. Holistische Kunst abseits von Kommerz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Club ist nicht nur ein Veranstaltungsort für Musik, sondern auch ein Kulturzentrum, das Ausstellungen, Filmvorführungen und Vorträge bietet. Die Underground-Festivals, die hier stattfinden, sind eine Gelegenheit für Künstler, die Grenzen der Musik zu verschieben und neue Wege in der ungarischen Musikszene zu eröffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freekfest – Das geheime Festival der alternativen Musik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Freekfest</strong> ist ein Festival, das jedes Jahr mehr Aufmerksamkeit bei den Liebhabern der Underground-Musikszene erregt. Dieses Event findet an <em>ungewöhnlichen Orten</em> statt – verlassene Fabrikgebäude, Industriegebiete und manchmal auch alte öffentliche Gebäude dienen als Kulisse für das Festival. Hier wird alternative Rockmusik, Punk, Grunge und experimentelle elektronische Musik präsentiert, alles in einer besonderen, düsteren und rohen Atmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungewöhnlich &#8211; Wenn man den Ort nicht kennt, kann man leicht in den kleinen Straßen verlieren, die zum Festivalgelände führen, aber gerade diese geheimnisvolle, zu entdeckende Atmosphäre macht das Festival so einzigartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Szentendre Kunstfestival – Ein Paradies für Indie-Musikliebhaber</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Szentendre Kunstfestival</strong> ist ein weniger bekanntes, aber außergewöhnliches Event, das den kleineren, unabhängigen Indie-Bands und elektronischen Künstlern eine Bühne bietet. Ziel des Festivals ist es, die neuesten Talente der ungarischen Underground-Kunstszene zu präsentieren und Musikrichtungen vorzustellen, die nicht im Mainstream vertreten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Das Festival ist nicht nur musikalisch Natur &#8211; Besucher können nicht nur Musik hören, sondern auch Installationen, Video-kunst und Performances erleben. Abgespaced.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frühjahrs-Underground-Festival – Ein Festival, das nicht im Rampenlicht steht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Frühjahrs-Underground-Festival</strong> ist eine Veranstaltung, die sich auf die ungarische Underground-Musikszene und die lokalen Kunstformen konzentriert. Das Event ist bekannt dafür, dass es junge Künstler anzieht, die nicht nur Musik machen, sondern auch mit den Grenzen der Musikexpression experimentieren. Das Festival hebt besonders alternative elektronische Musik, experimentelle Genres und avantgardistische Richtungen hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltungsorte des Festivals sind oft so unkonventionell, dass man vorher nie genau weiß, wo das nächste Event stattfinden wird &#8211;  das macht die besondere Atmosphäre aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Unpopuläre Musik-Tanz-Festival – Das wahre Underground-Erlebnis</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Unpopuläre Musik-Tanz-Festival</strong> ist eines der am besten behütetsten Underground-Events in Ungarn, wo die unterschiedlichsten Musikrichtungen aufeinanderclashen – Techno, Acid House, Experimental und Ambient. Die Organisatoren des Festivals legen großen Wert darauf, nicht nur Musik, sondern auch einzigartige Erlebnisse, visuelle Lichtinstallationen und ekstatische gemeinschaftliche Tanzmomente zu bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Diese Festivals sind meist nicht öffentlich angekündigt</strong></em>, sodass man, wenn man die Underground-Community nicht kennt, leicht eines der spannendsten Events des Jahres verpassen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kreative Kollektiv-Festivals – An der Grenze zwischen Künstlern und Publikum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Kreative Kollektiv-Festival</strong> ist ein Event, das sich nicht nur auf Musik, sondern auch auf soziale Kunst konzentriert. Während des Festivals sind neben Underground-Musikern auch Künstler vertreten, die interaktive Kunstwerke schaffen und dem Publikum ermöglichen, aktiv an der künstlerischen Schöpfung teilzunehmen. Die Veranstaltungsorte sind vielfältig: verlassene Innenhöhlen, Dachgeschosse oder Grünflächen in der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Festival ist das beste Erlebnis nicht nur die Aufführung der Künstler, sondern auch das Gefühl, selbst Teil eines Kunstwerks zu werden – so wird jeder Besucher zu einem Mitgestalter. DIY statt passivem Konsum &#8211; ein Kernelement der Tekkno Szene. </p>
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		<title>Ungarn verbietet die Pride Parade per Verfassungsänderung - Graypride statt Gaypride </title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/orban-verbietet-die-pride/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2025 11:57:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Aber Budapest wehrt sich Viktor Orb&#225;n und seine Fidesz-Partei haben wieder zugeschlagen: Unter dem Vorwand des &#8222;Kinderschutzes&#8220; hat das ungarische Parlament am 18. M&#228;rz 2025&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aber Budapest wehrt sich</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei haben wieder zugeschlagen: Unter dem Vorwand des &#8222;Kinderschutzes&#8220; hat das ungarische Parlament am 18. März 2025 ein Gesetz verabschiedet, das öffentliche Versammlungen verbietet, die angeblich &#8222;Homosexualität an Minderjährige vermitteln&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Damit ist die diesjährige <strong><a class="" href="https://budapestpride.com" target="_blank" rel="noopener">Budapest Pride</a></strong> offiziell untersagt worden &#8211; zu ihrem 30 jährigen Jubiläum.</em></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="nlmhzlGnY0"><a href="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/budapest-pride-parade/">Budapest Pride Parade</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Budapest Pride Parade&#8220; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/veranstaltung/budapest-pride-parade/embed/#?secret=gjInkN3GUe#?secret=nlmhzlGnY0" data-secret="nlmhzlGnY0" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer dennoch marschiert oder einfach nur teilnimmt, riskiert Strafen von bis zu 200.000 Forint (etwa 500 €). Die Veranstalter müssen sogar mit einem Jahr Haft rechnen. Und weil das noch nicht kafkaesk genug ist: Die Polizei darf künftig Gesichtserkennung einsetzen, um Demonstrierende ausfindig zu machen – eine groteske Orwell&#8217;sche Repression von andersliebenden BürgerInnen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Orbáns ungarischer Kulturkampf – Made in Moscow</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Orbán den autoritären Kulturkampf zum neuen Staatsprogramm erhoben hat, überrascht niemanden, der Ungarn in den letzten zwanzig Jahren beobachtet hat. Nach russischem Vorbild (&#8222;<em>Propagandaverbot nichttraditioneller Lebensweisen</em>&#8222;) wird nun auch in Budapest die Existenz von LGBTQ+-Menschen unsichtbar gemacht.<br>Wen Orbán nicht kontrollieren kann, den macht er zum Sündenbock.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie Putins Russland gibt sich Ungarn eine Staatsideologie, die vorgibt, Kinder zu schützen – während sie in Wirklichkeit die Gesellschaft infantilisiert und Hass normalisiert.<br>Die neu designierte österreichische Außenministerin <strong>Beate Meinl-Reisinger</strong> sprach von einem &#8222;verheerenden Signal&#8220; für Europa, und auch 22 ausländische Botschaften protestierten geschlossen gegen das Gesetz. Doch Orbán interessiert das längst nicht mehr. Was zählt, ist die Macht – und deren Sicherung durch Angst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Orbán fühlt sich offenbar in der Gesellschaft von Staaten wie Russland, Saudi Arabien, Uganga wohler als in jener der europäischen Demokratien, deren Werte sein Regime Tag für Tag weiter verrät.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.dw.com/de/ungarn-geht-mit-riesenschritten-in-richtung-russland/a-71986927" target="_blank" rel="noopener">DW: Ungarn geht mit Riesenschritten in Richtung Russland</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ungarn wehrt sich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ganz so reibungslos läuft der Kulturkampf nicht. Schon am Tag der Abstimmung gingen in <strong>Budapest</strong>, <strong>Pécs</strong> und später auch in <strong>Szeged</strong> tausende Menschen auf die Straße. Sie blockierten Brücken, forderten lautstark ihre Rechte ein – und trotz massiver Polizeipräsenz weigerte sich die Menge, einfach zu verschwinden. Der unabhängige Abgeordnete <strong>Ákos Hadházy</strong> organisierte spontane Proteste, bei denen unter anderem Rauchbomben gezündet und Plakate gezeigt wurden, auf denen Orbán und Putin sich küssen – ein Symbolbild, das man kaum treffender hätte wählen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisator:innen der Budapest Pride erklärten trotzig:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir werden marschieren. Mehr denn je.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bürgermeister von Budapest, <strong>Gergely Karácsony</strong>,<a href="https://www.instagram.com/reel/DIb2veWvUf0/?igsh=MWh2c2MyazRvMjFiMg==" target="_blank" rel="noopener"> kündigte vor versammelten Protestierenden an, dass die Pride stattfinden wird</a> – größer und lauter als je zuvor. Denn Ungarns queere Community war nie einfach nur &#8222;da&#8220; – sie war immer auch ein Protest gegen das Vergessen, gegen die Repression, gegen die Angst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile wurde von den Protestierenden zur <em>Graypride</em> aufgerufen, also dem proaktiven tragen grauer Kleidung, angesichts des Verbots von &#8222;schwuler&#8220; Regenbogenfarbener Kleidung. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Verfassung contra Verfassung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Verbot wurde auch die ungarische Verfassung geändert. Kinderrechte haben künftig Vorrang vor fast allen anderen Grundrechten – ein <em>juristischer Nebelvorhang</em>, um repressive Maßnahmen zu legitimieren. <em>&#8222;Familien würden ohnehin nicht in die Nähe der Pride kommen&#8220;</em>, so Gergely Gulyás, Orbáns Kanzleramtsminister, in einer entlarvenden Begründung. Der Schutz von Kindern wird so zur Chiffre für die volkstümlich populäre Repression missliebiger Lebensformen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Budapest_Gay_Parade_2007_842-1024x768.jpg" alt="Budapest Pride 2007. Photo: Wikipedia" class="wp-image-118" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Budapest_Gay_Parade_2007_842-1024x768.jpg 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Budapest_Gay_Parade_2007_842-300x225.jpg 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Budapest_Gay_Parade_2007_842-768x576.jpg 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Budapest_Gay_Parade_2007_842-1536x1152.jpg 1536w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Budapest_Gay_Parade_2007_842.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kümmern sich hoffentlich nicht um die Illiberalen Bestrebungen des kleinen Diktators: BesucherInnen der Budapest Pride 2007. Photo: Wikipedia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ungarische Helsinki Komitee warnte bereits, dass diese Maßnahmen elementare Rechte wie Versammlungsfreiheit, Datenschutz (schließlich wird ein Biometrisches Register von Teilnehmerinnen der Pride durch die Polizei erstellt) und Schutz vor Diskriminierung verletzen.<br><strong>Michael O&#8217;Flaherty</strong>, der Menschenrechtskommissar des Europarats, forderte den ungarischen Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen – vergeblich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Kulturkampf soll vom eigentlichen Drama ablenken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Orbáns Angriff auf die Budapest Pride ist keine Laune, sondern Strategie. Ungarn steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Inflation frisst die Einkommen, Millionen Ungar:innen leben in Armut. Internationale Investitionen brechen weg. Die Opposition wächst.<br>Also wird ein &#8222;Feind&#8220; konstruiert – wie in anderen (befreundeten) autokratischen Staaten, wenn die Machtbasis zu bröckeln beginnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich Orbán ausgerechnet jetzt gegen die queere Community wendet, ist keine Überraschung: Es ist der altbekannte Reflex des Despoten, wenn ihm die Kontrolle entgleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Korruption durchzieht alle Ebenen des Staates, die Pressefreiheit ist zu einer Fußnote verkommen. Die unabhängige Justiz wurde kaltgestellt und das Bildungssystem wird systematisch entkernt. Viel ist ohnehin nicht mehr übrig, Ungarn gleicht einer Alternativkulturellen Wüste. Doch auch diese kann bei Regen zur fruchbaren Oase werden &#8211; und die Ungarische Bevölkerung, zumal in Budapest, steht nicht (mehr) hinter Orban.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt Reformen gibt es Sündenböcke: <em>Migranten, Soros, &#8222;Gender-Ideologie&#8220;</em> – und nun also wieder die LGBT-Community.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Graypride statt Gaypride &#8211; die Budapest Pride wird marschieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Orbán die Pride verbieten lässt, ist ein Symbol. Aber nicht nur für die Verachtung einer Minderheit – sondern für die Angst eines Regimes, das weiß, dass seine Zeit abläuft.<br>Kein noch so lauter Kulturkampf wird die fatalen Folgen von zwei Jahrzehnten autoritärer Machtausdehnung vertuschen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="961" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Screenshot-from-2025-04-12-02-47-59-1024x961.png" alt="" class="wp-image-125" style="width:606px;height:auto" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Screenshot-from-2025-04-12-02-47-59-1024x961.png 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Screenshot-from-2025-04-12-02-47-59-300x282.png 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Screenshot-from-2025-04-12-02-47-59-768x721.png 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/Screenshot-from-2025-04-12-02-47-59.png 1302w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am 28. Juni ist es soweit: die Budapest Pride wird trotz gesetzlichem Verbot und erwartbarer Repression stattfinden.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn 2025 ist ein Land, in dem Grundrechte wie Versammlungsfreiheit eingeschränkt sind, Oppositionelle kriminalisiert und Menschenrechte systematisch ausgehöhlt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Demokratie? Vielleicht noch auf dem Papier. Aber längst nicht mehr in der Wirklichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Die Budapest Pride wird trotzdem marschieren</strong></em>. Und damit zeigen: Freiheit lässt sich nicht per Dekret abschaffen, auch nicht durch korrupte alte Männer, die den Geist der 1950er-Jahre unter Vorwänden in neuen Verfassungsparagraphen einfrieren.</p>
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