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	<title>Polen &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Polen &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>FedEx übernimmt polnischen Lieferdienst InPost &#8211; EU genehmigt Milliarden-Deal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 06:11:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[InPost]]></category>
		<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Br&#252;ssel. Die Europ&#228;ische Kommission hat einem Konsortium unter der F&#252;hrung des amerikanischen Transportkonzerns FedEx die Genehmigung f&#252;r die geplante &#220;bernahme des polnischen Lieferdienstes InPost erteilt.&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brüssel.</strong> Die Europäische Kommission hat einem Konsortium unter der Führung des amerikanischen Transportkonzerns <em>FedEx</em> die Genehmigung für die geplante Übernahme des polnischen Lieferdienstes <em>InPost</em> erteilt. Der Deal hat einen Umfang von 7,8 Milliarden Euro, was etwa 33,7 Milliarden Zloty entspricht. InPost ist in mehreren europäischen Ländern aktiv, darunter Frankreich, Spanien, Großbritannien, Portugal, Italien und die Benelux-Staaten, sowie in Polen selbst. Die Übernahme wurde erstmals im Februar angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">InPost bestätigte am Dienstag, dass die EU dem Deal grünes Licht gegeben und ihn genehmigt hat. Das Konsortium, bestehend aus FedEx und den bestehenden InPost-Investoren Advent, A&amp;R und PPF, wird alle Unternehmensanteile zu einem Preis von 15,60 Euro pro Aktie erwerben. Advent und FedEx werden jeweils 37 % der Anteile halten, während A&amp;R 16 % und PPF 10 % besitzen werden. Der Gründer und CEO von InPost, Rafał Brzoska, bleibt im Amt und wird weiterhin ein bedeutender Anteilseigner über sein Investmentvehikel A&amp;R sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zustimmung der Kommission war eine der letzten Hürden, die für den Abschluss des Geschäfts überwunden werden mussten. Die ursprüngliche Frist für das Übernahmeangebot des Konsortiums endete am 27. Juli, wurde jedoch am 22. Juli bis zum 18. September verlängert, da die kartellrechtlichen Verfahren in der EU und Vietnam noch liefen. InPost erwartet eine Entscheidung der vietnamesischen Wettbewerbsbehörde bis zum 8. September. Obwohl InPost keine Geschäfte in Vietnam betreibt, ist FedEx seit 1994 auf diesem Markt präsent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">InPost ist bekannt für seine innovativen Paketautomaten, die es Kunden ermöglichen, Pakete rund um die Uhr abzuholen und abzugeben. In Großbritannien hat InPost ein Netzwerk von über 14.000 Paketautomaten aufgebaut, darunter in Filialen des britischen Post Office.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschäft kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Online-Handel in Europa weiter boomt und die Nachfrage nach effizienten Lieferlösungen steigt. InPost verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 31 % im Vergleich zum Vorjahr auf 3,9 Milliarden Zloty. Trotz des Umsatzwachstums sank das EBITDA des Unternehmens um 4 % auf 902 Millionen Zloty.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong>: Notes from Poland<br><strong>Photo</strong>: Pester Lloyd (Grafik)</p>
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		<title>Busunglück auf der M3 &#8211; Ermittlungen und Rückkehr nach Polen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:50:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Busunfall]]></category>
		<category><![CDATA[Ermittlungen]]></category>
		<category><![CDATA[M3]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein schwerer Busunfall auf der M3-Autobahn fordert zwölf Menschenleben. Die Ermittlungen laufen, während verletzte Pilger nach Polen zurückkehren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach dem tragischen Busunfall auf der M3 laufen die Ermittlungen gegen den Fahrer, während die ersten verletzten Pilger nach Polen zurückkehren und weitere noch in ungarischen Kliniken behandelt werden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mezőkeresztes. </strong>Das Gericht hat den Busfahrer in Untersuchungshaft genommen. Diese Entscheidung wurde mit der Schwere der potenziellen Strafe und der Fluchtgefahr des ausländischen Staatsbürgers begründet. Zudem könnte er Zeugen beeinflussen. Der Busfahrer und sein Verteidiger haben Berufung eingelegt, die Anordnung ist daher noch nicht rechtskräftig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die juristischen Verfahren ihren Lauf nehmen, verstärken die ungarischen Behörden die Sicherheitsmaßnahmen auf der M3. Dazu zählen intensivere Geschwindigkeitskontrollen und Kampagnen, die Fahrer für Risiken wie Müdigkeit sensibilisieren sollen. Auch werden die Instandhaltungsarbeiten an der Infrastruktur intensiviert, um künftige Unfälle zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückkehr der Verletzten nach Polen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Verletzten des Unfalls sind bereits auf dem Weg zurück nach Polen. Ein von der Warschauer Regierung initiierter Sonderflug brachte 21 Verletzte nach Rzeszów, wie Teresa Kubas-Hul, Leiterin der Karpaten-Woiwodschaft, mitteilte. Von den Rückkehrern werden fünf weiterhin in polnischen Krankenhäusern behandelt, sie gelten nicht als lebensgefährlich verletzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die noch in Ungarn verbliebenen Verletzten wird die Heimkehr organisiert, sobald ihr Gesundheitszustand es zulässt. Die polnischen Behörden kooperieren eng mit den ungarischen Krankenhäusern, um den Transport der Patienten zu gewährleisten. Insgesamt 18 Verletzte befinden sich noch in ungarischen Kliniken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Politische Reaktionen und Hilfsmaßnahmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der tragische Unfall hat auch politische Reaktionen hervorgerufen. Ungarns Premierminister Péter Magyar und Polens Präsident Karol Nawrocki sprachen den Familien der Opfer ihr Beileid aus. Beide Länder arbeiten eng zusammen, um die Situation zu bewältigen und den betroffenen Familien zu helfen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="x8QRggXlVb"><a href="https://www.pesterlloyd.net/tragischer-busunfall-in-ungarn-zwoelf-tote-und-zahlreiche-verletzte/">Tragischer Busunfall in Ungarn &#8211; Zwölf Tote und zahlreiche Verletzte</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Tragischer Busunfall in Ungarn – Zwölf Tote und zahlreiche Verletzte“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/tragischer-busunfall-in-ungarn-zwoelf-tote-und-zahlreiche-verletzte/embed/#?secret=d6UZzBBn5g#?secret=x8QRggXlVb" data-secret="x8QRggXlVb" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Unfall auf der M3 hat deutlich gemacht, wie wichtig Sicherheitsmaßnahmen im Verkehr sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>MTI<br><strong>Photo: </strong><em>Memorial for Victims of Traffic crashes in Hungary, Budapest</em> &#8211; VinceB, CC BY-SA 3.0, Wikicommons</p>
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		<title>Tragischer Busunfall in Ungarn &#8211; Zwölf Tote und zahlreiche Verletzte - Polnische Pilgergruppe betroffen </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 11:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
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					<description><![CDATA[Bus kommt von Fahrbahn ab &#8211; Sekundenschlaf als Ursache vermutet Mez&#246;keresztes. Ein schwerer Busunfall auf der M3-Autobahn in Ungarn hat in der Nacht von Samstag&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Bus kommt von Fahrbahn ab &#8211; Sekundenschlaf als Ursache vermutet</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mezökeresztes.</strong> Ein schwerer Busunfall auf der M3-Autobahn in Ungarn hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwölf Menschenleben gefordert. Der Bus, der polnische Pilger aus dem Südosten Polens transportierte, geriet bei Mezökeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Straßengraben. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer bei der Fahrt in der Nacht am Lenkrad eingeschlafen und wurde anschließend festgenommen. Mindestens eine weitere Person schwebt in Lebensgefahr, während insgesamt 37 Menschen mit leichteren Verletzungen behandelt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungarische Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt 14 Rettungseinheiten wurden zur Unfallstelle entsandt, um die Verletzten zu versorgen. Die Bergung der Insassen gestaltete sich schwierig, da einige Personen unter dem umgestürzten 24-Tonnen-Bus eingeklemmt waren. Kranfahrzeuge wurden eingesetzt, um das Fahrzeug anzuheben und die Eingeklemmten zu befreien. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser von Miskolc, Debrecen, Nyíregyháza und Eger gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar und Polens Präsident Karol Nawrocki äußerten ihr Beileid gegenüber den Angehörigen der Opfer. Nawrocki schrieb auf der Plattform X, dass er mit tiefem Schmerz die Nachricht des Unfalls aufgenommen habe und im Gebet und Mitgefühl mit den Familien der Opfer verbunden sei. Auch die ungarische Interimspräsidentin Ágnes Forsthoffer und Außenministerin Anita Orbán drückten in sozialen Medien ihre Anteilnahme aus. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski betonte, dass die polnische Diplomatie in Kontakt mit den ungarischen Behörden stehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unfall hat in Ungarn und Polen große Betroffenheit ausgelöst. Die Unterstützung und Anteilnahme aus beiden Ländern zeigt die enge Verbundenheit zwischen den Nationen in Zeiten der Trauer. Die polnische Regierung hat diplomatische Hilfe angeboten, um die Rückführung der verstorbenen und verletzten Staatsbürger zu unterstützen. Der betroffene Autobahnabschnitt wurde für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt, der Verkehr wird umgeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong>: ORF, Telex, Euronews<br><strong>Photo</strong>: Eine Pilgerstätte in Ungarn &#8211; Wikicommons</p>
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		<title>Magyar und Tusk schmieden ein neues Mitteleuropa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 10:27:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Stocker]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Tusk]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Paul II]]></category>
		<category><![CDATA[Lech Wałęsa]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
		<category><![CDATA[Visegrád]]></category>
		<category><![CDATA[Volodymyr Zelensky]]></category>
		<category><![CDATA[Warschau]]></category>
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					<description><![CDATA[Der ungarische Premier nutzt seine erste Auslandsreise f&#252;r einen demonstrativen Neustart der Beziehungen zu Polen und eine strategische Neuordnung Mitteleuropas. Warschau/Gda&#324;sk. Der ungarische Ministerpr&#228;sident P&#233;ter&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Der ungarische Premier nutzt seine erste Auslandsreise für einen demonstrativen Neustart der Beziehungen zu Polen und eine strategische Neuordnung Mitteleuropas.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warschau/Gdańsk. </strong>Der ungarische Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> hat bei seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch seit seinem Amtsantritt am 9. Mai demonstrativ auf die Wiederannäherung zwischen Budapest und Warschau gesetzt. Bei Gesprächen mit dem polnischen Regierungschef <strong>Donald Tusk </strong>stand am Mittwoch nicht nur die Wiederbelebung der Visegrád-Gruppe im Zentrum, sondern auch eine engere Kooperation in Energie-, Sicherheits- und Europapolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar war bereits am Dienstag mit mehreren Ministern nach Polen gereist. Die zweitägige Visite führte ihn nach Krakau, Warschau und Gdańsk. Vor seinem Treffen mit Tusk legte der ungarische Premier in Warschau einen Kranz am Denkmal für den polnischen Diplomaten <strong>Henryk Sławik </strong>und <strong>József Antall </strong>senior nieder. Beide retteten während des Zweiten Weltkriegs mehr als 30.000 polnische Flüchtlinge, darunter etwa 5.000 Juden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein geopolitischer Neustart für Mitteleuropa</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Gesprächen erklärte Magyar, ein starkes Europa brauche<em> „starke, wettbewerbsfähige und selbstbewusste Mitgliedstaaten“</em>. Die Zukunft Europas liege aus seiner Sicht zunehmend in Mitteleuropa. <em>„Das Herz Europas schlägt heute in Mitteleuropa“</em>, sagte der Premier in Warschau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich fiel die strategische Botschaft zur Zukunft der <em>Visegrád-Gruppe</em> aus. Magyar kündigte an, Tusk sowie die Regierungschefs Tschechiens und der Slowakei zu einem Gipfel Ende Juni nach Budapest einzuladen &#8211; noch vor dem Ende der ungarischen V4-Präsidentschaft. Budapest wolle gemeinsam mit Warschau die <em>„Stärke, Bedeutung und den Einfluss“ </em>der regionalen Allianz wiederherstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ungarische Regierungschef sprach zudem von einer möglichen Erweiterung der Kooperation über die klassischen V4-Staaten hinaus. Als potenzielle Partner nannte er Österreich, Kroatien, Slowenien, Rumänien sowie Staaten des westlichen Balkans und skandinavische Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Donald Tusk erklärte nach dem Treffen, die Interessen Polens und Ungarns seien <em>„nahezu identisch“</em>. Die jüngsten Spannungen zwischen beiden Staaten seien keine Krise zwischen den Völkern gewesen, sondern Folge politischer Differenzen mit der früheren Regierung in Budapest. Tusk bezeichnete Magyars Wahlsieg als <em>„fantastischen Sieg“</em> und sagte, der neue ungarische Premier habe in Polen nicht nur Freunde, sondern auch <em>„Fans“</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Energie, Ukraine und das Ende der Orbán-Ära</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Teil der Gespräche betraf die europäische Energiepolitik. Tusk verwies darauf, dass Polen seine frühere starke Abhängigkeit von russischen Energieimporten innerhalb kurzer Zeit massiv reduziert habe. Warschau sei bereit, Ungarn beim Ausbau alternativer Energieinfrastruktur und regionaler Versorgungssysteme zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Krieg in der Ukraine spielte eine zentrale Rolle. Magyar bezeichnete die Ukraine als Opfer des Krieges und erklärte, das Land habe das Recht, seine territoriale Integrität zu verteidigen. Zugleich sprach er sich für einen längeren Waffenstillstand und einen dauerhaft abgesicherten Frieden aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die Beziehungen zwischen Budapest und Kyjiw kündigte Magyar einen <em>„neuen Abschnitt“</em> an. Bereits laufende Expertengespräche beträfen die Rechte der ungarischen Minderheit in Transkarpatien, insbesondere Sprach- und Kulturrechte. Anfang Juni wolle er den ukrainischen Präsidenten <strong>Wolodymyr Selenskyj</strong> in Berehowe treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert fiel auch Magyars indirekte Abrechnung mit dem politischen Erbe <strong>Viktor Orbáns</strong> aus. In Warschau sprach er vom <em>„Warschau-Express“,</em> der nun mit dem Wahlsieg der Tisza-Partei Budapest erreicht habe. Tusk habe ähnliche Probleme bewältigen müssen — darunter Korruptionsbekämpfung, Rechtsstaatlichkeit und die Freigabe eingefrorener EU-Mittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Magyars Erklärung zu zwei ehemaligen polnischen Regierungsvertretern aus dem Umfeld der früheren PiS-Regierung – dem ehemaligen Justizminister<strong> Zbigniew Ziobro</strong> und seinem damaligen Stellvertreter <strong>Marcin Romanowski </strong>–, die unter der Orbán-Regierung Schutz in Ungarn erhalten hatten. Budapest werde künftig kein <em>„Depot international gesuchter Personen“</em> mehr sein, sagte Magyar und versprach Kooperation mit den polnischen Behörden.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="qvYUn27iuy"><a href="https://www.pesterlloyd.net/asyl-nach-gesinnung-polnischer-ex-minister-erhaelt-schutz/">Asyl nach Gesinnung &#8211; polnischer Ex-Minister erhält Schutz</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Asyl nach Gesinnung – polnischer Ex-Minister erhält Schutz“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/asyl-nach-gesinnung-polnischer-ex-minister-erhaelt-schutz/embed/#?secret=dWTPSdYnBs#?secret=qvYUn27iuy" data-secret="qvYUn27iuy" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Symbolpolitik in Gdańsk</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend reiste Magyar gemeinsam mit Tusk nach Gdańsk weiter. Dort traf er den früheren polnischen Präsidenten und Solidarność-Anführer <strong>Lech Wałęsa</strong>. Als Erinnerung erhielt der ungarische Premier ein originales Solidarność-Protestschild mit der Signatur des Logo-Designers <strong>Jerzy Janiszewski</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Rede vor ungarischen Auslandsbürgern griff Magyar mehrfach auf die Worte von Papst <strong>Johannes Paul II.</strong> zurück. Die Ungarn hätten dessen berühmten Aufruf „Habt keine Angst“ angenommen, erklärte der Premier. Der Satz sei zum zentralen Motiv seines zweijährigen Wahlkampfes geworden. Gdańsk bezeichnete Magyar als historischen Ort Europas &#8211; als Stadt des Beginns des Zweiten Weltkriegs, der Geburt der Solidarność-Bewegung und des Zusammenbruchs des Kommunismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am heutigen Donnerstag setzte Ministerpräsident Péter Magyar seine Auslandsreise fort und wurde von Bundeskanzler <strong>Christian Stocker</strong> mit militärischen Ehren auf dem Wiener Ballhausplatz empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>mti.hu<br><strong>Photo:</strong> MTI/Róbert Hegedüs</p>
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		<title>Magyar startet erste offizielle Auslandsreise nach Polen, Kurzbesuch in Wien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 14:12:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
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					<description><![CDATA[Ruff B&#225;lint wird Vizepremier, w&#228;hrend die neue Regierung parallel eine Pr&#252;fung des Haushalts und m&#246;glicher Fidesz-Kampagnenstrukturen einleitet Budapest/Warschau/Wien. Ministerpr&#228;sident P&#233;ter Magyar hat am Dienstag seine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ruff Bálint wird Vizepremier, während die neue Regierung parallel eine Prüfung des Haushalts und möglicher Fidesz-Kampagnenstrukturen einleitet</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Warschau/Wien. </strong>Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> hat am Dienstag seine erste offizielle Auslandsreise angetreten und zugleich die Führungsstruktur seiner Regierung erweitert. Wie aus einem Facebook-Beitrag des Regierungschefs hervorgeht, reiste Magyar mit einem Linienflug der Austrian Airlines über Wien nach Krakau und von dort weiter per Zug nach Warschau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Delegation gehören Außenministerin <strong>Anita Orbán</strong>, Wirtschafts- und Energieminister <strong>István Kapitány</strong>, Verkehrs- und Investitionsminister<strong> Dávid Vitézy</strong>, Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi, Kultur- und Gesellschaftsminister <strong>Zoltán Tarr</strong> sowie Agrarminister <strong>Szabolcs Bóna</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind Gespräche mit dem polnischen Ministerpräsidenten, dem Staatspräsidenten sowie den Vorsitzenden von Sejm und Senat.<em> Für Donnerstag ist zudem ein Kurzbesuch in Wien vorgesehen, wo Magyar den österreichischen Bundeskanzler <strong>Christian Stocker</strong> und den Bundespräsidenten <strong>Alexander van der Bellen</strong> treffen will.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update</strong>: In Warschau haben Ministerpräsident Péter Magyar und der polnische Regierungschef Donald Tusk am Mittwoch ihre offiziellen Gespräche aufgenommen. Zuvor legte Magyar am Denkmal für den polnischen Diplomaten Henryk Sławik und den früheren ungarischen Politiker József Antall senior nahe der ungarischen Botschaft einen Kranz nieder. Dabei erinnerte er daran, dass beide während des Zweiten Weltkriegs mehr als 30.000 polnischen Flüchtlingen, darunter rund 5.000 polnischen Juden, das Leben gerettet hätten. Die ungarische Delegation wurde anschließend mit militärischen Ehren im Amtssitz Tusks empfangen. Neben den Gesprächen der beiden Regierungschefs führen auch mehrere ungarische Minister bilaterale Konsultationen mit ihren polnischen Amtskollegen. Für den weiteren Verlauf des Tages ist ein gemeinsamer Besuch in Danzig geplant, bevor Magyar seine Reise am Donnerstag in Wien fortsetzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="2b313a" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #2b313a;" fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/05/D__HR20260520001.webp" alt="" class="wp-image-6393 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/05/D__HR20260520001.webp 800w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/05/D__HR20260520001-300x200.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/05/D__HR20260520001-768x512.webp 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">MTI/Hegedüs Róbert</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ruff wird Vizepremier</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich kündigte Magyar an, neben Anita Orbán auch Kanzleramtsminister <strong>Bálint Ruff</strong> zum stellvertretenden Ministerpräsidenten zu ernennen. Ruff soll die Regierungskoordination übernehmen, falls sowohl Magyar als auch Orbán verhindert sein sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung erweitert die Machtarchitektur der erst wenige Tage im Amt befindlichen Regierung deutlich. Ruff gilt innerhalb des Tisza-Lagers als zentraler Organisator der administrativen Neuaufstellung nach dem Machtwechsel vom April.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zoltán Tarr sprach in einer eigenen Videobotschaft von der Aufgabe, <em>„ein neues Kapitel aufzuschlagen und auf Grundlage gegenseitigen Respekts die tausendjährige ungarisch-polnische Freundschaft wiederherzustellen“</em>. Auffällig war allerdings, dass Tarr offenbar nicht gemeinsam mit Magyar reiste, sondern laut Videoaufnahmen an Bord eines Fluges der polnischen Fluggesellschaft LOT Polish Airlines saß, die am Vormittag direkt von Budapest nach Warschau abhob.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="8tjd6piG9x"><a href="https://www.pesterlloyd.net/magyar-trifft-meloni-und-laedt-sie-nach-ungarn-ein/">Magyar trifft Meloni und lädt sie nach Ungarn ein</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Magyar trifft Meloni und lädt sie nach Ungarn ein&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/magyar-trifft-meloni-und-laedt-sie-nach-ungarn-ein/embed/#?secret=kZBxMQmWo8#?secret=8tjd6piG9x" data-secret="8tjd6piG9x" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Haushaltsprüfung und Streit um geschredderte Dokumente</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die außenpolitische Öffnung erfolgt inmitten einer eskalierenden innenpolitischen Aufarbeitung der letzten Fidesz-Jahre. Nachdem Magyar am Wochenende im Keller des früheren Bau- und Verkehrsministeriums mehrere Säcke mit geschredderten Dokumenten, Fidesz-Wahlmaterialien und Unterlagen der sogenannten „Lázárinfó“-Veranstaltungen präsentiert hatte, reagierte nun der Állami Számvevőszék öffentlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörde erklärte laut <em>444.hu</em>, sie habe weder die gesetzliche Grundlage noch die praktische Möglichkeit gehabt, „Ministeriumskeller zu durchsuchen“. Prüfungen der Wahlkampffinanzierung könnten erst nach Einreichung der offiziellen Parteienabrechnungen beginnen. Die Aussagen zielten direkt auf Magyars Vorwurf, der Rechnungshof hätte mutmaßliche illegale Parteifinanzierung bereits früher untersuchen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Debatte stehen Materialien aus dem Umfeld von János Lázár, dessen Ministerium bereits zuvor argumentiert hatte, Mitarbeiter hätten nur außerhalb der Arbeitszeit an den parteinahen „Lázárinfó“-Veranstaltungen mitgewirkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regierung spricht von „undurchsichtiger“ Haushaltslage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlichen Druck erzeugt die finanzielle Bestandsaufnahme der neuen Regierung. Laut einem am Montagabend veröffentlichten Regierungsbeschluss müsse das Finanzministerium bis zum 30. Juni eine umfassende Überprüfung des Staatshaushalts vorlegen. Die Regierung begründete dies mit einer „undurchsichtigen“ tatsächlichen Budgetlage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar hatte bereits auf der Regierungspressekonferenz erklärt, die vorherige Regierung habe bedeutende Ausgabenposten nicht korrekt im Budget ausgewiesen. Verkehrsminister Vitézy sprach von fehlenden Ausgaben in Höhe von 286 Milliarden Forint allein in seinem Ressort. Genannt wurden unter anderem weitere Verpflichtungen aus der Autobahnkonzession sowie bereits fertiggestellte Bahnprojekte. Nach Angaben der Regierung prüft das Justizministerium inzwischen auch, ob das bewusste Weglassen einzelner Budgetposten strafrechtliche Relevanz haben könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong><em>444.hu, hvg.hu</em><br><strong>Photo: </strong>Péter Magyar/Facebook</p>
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