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	<title>Sport &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
	<lastBuildDate>Sun, 18 Oct 2026 14:58:46 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sport &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Schachecke: Evergreen, Joghurt, Zeitnot: Gewinnzüge im Detail</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 14:58:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schach]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<category><![CDATA[Fabiano Caruana]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom romantischen Opferrausch Adolf Anderssens bis zur Nervenprobe im WM-Stechen zwischen Ding Liren und Gukesh D: Vier Aufgaben führen diese Woche durch 170 Jahre Schachgeschichte – und zeigen, wie ein einziger präziser Zug alles entscheidet. Dazu die wichtigsten Meldungen von US-Meisterschaft bis Europäischem Klubpokal.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Vom romantischen Opferrausch Adolf Anderssens bis zur Nervenprobe im WM-Stechen zwischen Ding Liren und Gukesh D: Vier Aufgaben führen diese Woche durch 170 Jahre Schachgeschichte – und zeigen, wie ein einziger präziser Zug alles entscheidet. Dazu die wichtigsten Meldungen von US-Meisterschaft bis Europäischem Klubpokal.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schachwoche.</strong> Die US-Meisterschaft 2026 sieht Wesley So nach sieben Runden mit 5 Punkten als einzigen ungeschlagenen Spitzenreiter vor Fabiano Caruana und Andy Woodward mit je 4½ Punkten; im Frauenturnier führen Rachael Li und Alice Lee mit 5½ Zählern, während Thalia Cervantes ihre erste Niederlage kassierte und Irina Krush auf 5 Punkte kam. In Budva begann der 41. Europäische Klubpokal mit 107 offenen und 22 Frauenteams, bei dem sich mehrere Spitzenmannschaften für die neue European Chess Super League 2027 qualifizieren können. Die FIDE öffnete den Ticketverkauf für den Weltmeisterschaftskampf Gukesh–Sindarov in Genf und unterstützt zugleich eine Resolution zu verkürzten klassischen Bedenkzeiten. Der elfjährige Roman Shogdzhiev erzielte in der serbischen Superliga seine zweite Großmeisternorm und liegt nur noch eine Norm und 29 Elo-Punkte vom Altersrekord Abhimanyu Mishras entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt von einer Schachpartie im Gedächtnis? Nicht die lange Verteidigungsarbeit, sondern jener eine Moment, in dem ein Spieler den Mut hat, seine Figuren auf eine unwiderrufliche Bahn zu schicken. Anderssens „Immergrüne“ Kombination von 1852, ein präziser Königszug in Sackmanns Studie von 1913, der Nervenverlust in der letzten WM-Partie zwischen Ding Liren und Gukesh D und Karpows eiskalter Konter gegen Kortschnoi – sie alle leben von diesem Augenblick. Während heutzutage auf Verbandskongressen über verkürzte Bedenkzeiten gestritten und Nachwuchsstars wie Roman Shogdzhiev auf Rekordjagd gehen, lohnt der Blick auf Aufgaben, in denen sich die ganze Dramatik eines Turniers in wenigen Zügen verdichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anderssens <em>Immergrün</em> in der Entscheidung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Schach anders gespielt als heute. Positionsverständnis, prophylaktische Züge, fein justierte Endspiele – all das trat hinter die Lust am offenen Schlagabtausch zurück. 1852, im Zeitalter des sogenannten Schachromantizismus, saßen sich in Berlin <strong>Adolf Anderssen</strong> und der Hamburger Meister <strong>Jean Dufresne</strong> gegenüber. Aus ihrer Begegnung erwuchs eine der berühmtesten Partien der Geschichte, die später den poetischen Namen „Immergrüne Partie“ erhielt: eine Kombination, die auch nach Jahrzehnten nicht verwelkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Diagramm zeigt den kritischen Moment dieser Evans-Gambit-Partie. Auf den ersten Blick scheint Schwarz klar im Vorteil: zwei Mehrfiguren, offene Linien gegen den weißen König und das gefürchtete „Horwitz-Läuferpaar“, beide Läufer auf langen Diagonalen Richtung Königsflügel. Die schwarze Dame hat sich bereits bedrohlich bis nach f3 vorgearbeitet, der König steht noch sicher in der Mitte, und viele Lehrbücher würden hier guten Gewissens „schwarz steht auf Gewinn“ notieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Anderssen hat seine Figuren so harmonisch auf die schwarzen Felder gestellt, dass aus dem scheinbar hoffnungslosen Angriffsziel plötzlich der Angreifer wird. Im richtigen Moment entfesselt er eine Abfolge von Opfern, die bis heute als Musterbeispiel für Angriffskunst gilt. Weiß ist am Zug und kann die Partie mit einer forcierten Kombination entscheiden – wie findet er den Gewinn?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c2a582" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c2a582;" fetchpriority="high" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_itl48a5atoye-1.webp" alt="Schachstellung: weißer König g1, Dame a4, Türme d1 und e1, Läufer a3 und d3, Bauer f6; schwarzer König e8, Dame f3, Türme b8 und g8, Läufer b6 und b7, Springer c6 und e7, mehrere Bauern; Weiß ist am Zug." class="wp-image-42340 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_itl48a5atoye-1.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_itl48a5atoye-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_itl48a5atoye-1-150x150.webp 150w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Adolf Anderssen – Jean Dufresne, Berlin 1852 („Immergrüne Partie“): Weiß am Zug.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Weiß am Zug und gewinnt – wie?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/in-1852-chess-had-been-played-differently-strategic-itl48a" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Sackmanns Königstour im Bauernendspiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Endspielstudien leben von der Präzision. Der Berliner Problemmeister <strong>Franz Sackmann</strong> veröffentlichte 1913 eine kleine, aber einflussreiche Studie, die in vielen Lehrbüchern wiederkehrt, weil sie einen grundlegenden Gedanken des Bauernendspiels auf den Punkt bringt: Der König allein entscheidet, ob die Bauern marschieren dürfen oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Stellung des Diagramms scheinen beide Seiten über ähnlich viele Ressourcen zu verfügen: je drei Bauern auf dem Damenflügel, die Könige dicht beieinander. Weiß steht aktiver, doch ein unbedachter Schritt lässt den Vorteil sofort entgleiten – dann erreicht Schwarz mit präziser Gegenspiel-Führung problemlos das Remis. Nur ein einziger Königszug hält den Gewinn fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich mit Opposition, „Reserve-Tempi“ und dem Kampf um Einbruchsfelder beschäftigt hat, wird die verborgene Logik dieser Studie besonders schätzen. Die Aufgabe belohnt genaues Rechnen und ein Gefühl dafür, wie knapp Sieg und Unentschieden im reinen Bauernendspiel beieinanderliegen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="ccae87" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #ccae87;" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_3gtkhwterbzg-1.webp" alt="Endspielstellung mit weißem König e5 und Bauern a3 und c4 gegen schwarzen König a5 und Bauern a4, c5 und c6; alle Bauern auf dem Damenflügel, Weiß ist am Zug und sucht den Gewinnweg." class="wp-image-42341 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_3gtkhwterbzg-1.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_3gtkhwterbzg-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_3gtkhwterbzg-1-150x150.webp 150w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Franz Sackmann, Studie 1913: kritisches Bauernendspiel, Weiß am Zug.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Weiß am Zug – nur ein Zug gewinnt, alle anderen führen zum Remis. Welcher ist es, und warum?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/for-the-players-with-theory-knowledge-famous-study-3gtkhw" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ding gegen Gukesh: der letzte Patzer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von der romantischen Opferphantasie springen wir direkt in die Gegenwart: zu einem zermürbenden Weltmeisterschaftskampf zwischen <strong>Ding Liren</strong> und dem jungen Inder <strong>Gukesh Dommaraju</strong>. Vor dem Match war Ding außer Form, während Gukesh das Kandidatenturnier dominiert hatte – nicht wenige erwarteten einen klaren Durchmarsch des Herausforderers. Die Realität war ein harter, ausgeglichener Zweikampf; nach langen Positionsduellen und zähen Verteidigungen gingen beide Spieler mit 6½:6½ in die letzte Partie, sichtlich ausgelaugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schlussrunde gelang Ding mit den weißen Steinen eine weitgehende Vereinfachung ins Endspiel. Auf dem Brett blieb eine scheinbar harmlose Stellung mit je einem Turm, einem Läufer und einigen Bauern – genau die Art Endspiel, in der der Weltmeister seine Technik normalerweise ausspielen kann. Doch Müdigkeit macht auch Weltklassemenschen anfällig: ein grober Patzer ließ die schwarze Antwort praktisch erzwungen erscheinen, so klar war der Gewinnzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Diagramm sehen wir die Stellung nach Dings Fehlgriff. Weiß droht mit seinem Freibauern auf b6, doch die Koordination seiner Figuren ist brüchig, der König auf b8 von seinen Helfern abgeschnitten. Gukesh findet eine taktische Abwicklung, nach der nur noch ein technisch gewonnenes Endspiel übrig bleibt – und mit ihm der Titel des jüngsten Weltmeisters der Geschichte. Schwarz ist am Zug: Wie verwandelt er diesen Moment in einen sicheren Sieg?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="cbad87" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #cbad87;" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_poai3iol49by-1.webp" alt="Schachstellung: weißer König b8, Turm c7, Läufer h1 und Bauer b6; schwarzer König d4, Turm g7, Läufer d3 und Bauern b5 und c4; Schwarz ist am Zug und kann mit einem taktischen Schlag entscheidenden Materialvorteil erzwingen." class="wp-image-42342 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_poai3iol49by-1.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_poai3iol49by-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_poai3iol49by-1-150x150.webp 150w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ding Liren – Gukesh Dommaraju, Weltmeisterschaft, letzte Partie: Schwarz am Zug im Turm-Läufer-Endspiel.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Schwarz am Zug – wie gewinnt er und sichert sich damit den Weltmeistertitel?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/todays-puzzle-is-about-mental-fatigue-and-the-poai3i" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Karpow–Kortschnoi: Hypnose, Joghurt und Matt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss geht es zurück ins Jahr 1978, zu einem Wettkampf, der Schachgeschichte und Kalten Krieg verband: <strong>Anatoli Karpow</strong> verteidigt in Baguio seine Weltmeisterschaftskrone gegen <strong>Viktor Kortschnoi</strong>, der aus der Sowjetunion geflohen war. Der Wettkampf, auf sechs Gewinnpartien angesetzt, wurde von politischen Spannungen und bizarren Nebenkriegsschauplätzen begleitet. Kortschnoi misstraute jeder Geste des gegnerischen Lagers: ein zugeschobener Heidelbeerjoghurt erschien ihm wie ein geheimer Code, Karpows Delegation brachte einen Hypnotherapeuten mit, worauf Kortschnoi zwei orange gekleidete Ananda-Marga-Gurus als „Gegenzauberer“ engagierte &#8211; die später ausgeschlossen wurden, weil sie wegen versuchten Mordes auf Kaution frei waren. Sogar Kortschnois Stuhl wurde im Krankenhaus geröntgt, um nach versteckten Strahlungsquellen zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Brett lieferten sich die beiden eine zähe Materialschlacht: Bei neun entschiedenen Partien gewann Karpow am Ende knapp mit 6:5 Siegen und 21 Remisen – eine der dramatischsten Titelverteidigungen überhaupt. Besonders berühmt wurde die 17. Partie, in der Kortschnoi mit den weißen Steinen eine aussichtsreiche Stellung erreichte, nur um sie dann mit einem einzigen unglücklichen Turmzug aus der Hand zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diesen Moment zeigt unser Doppel-Diagramm. Nach langer Verteidigung hat Schwarz seine beiden Springer und den Turm mustergültig koordiniert; der weiße König steht auf g1, seine Türme auf a1 und h7, und soeben ist der Turm auf a1 gezogen worden – ein schwerer Fehler, mit dem Weiß in ein fertiges Mattnetz hineinschreitet. Karpow fand eine elegante Forcierung, die in nur drei Zügen zum Matt führt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="6f5444" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #6f5444;" loading="lazy" decoding="async" width="857" height="1024" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-1-857x1024.webp" alt="Endspiel aus der 17. WM-Partie Kortschnoi–Karpow: beiderseitige Türme und Springer, der weiße König auf der Königsseite, die Stellung ist für Weiß objektiv günstig, noch bevor der Turm nach a1 zieht." class="wp-image-42343 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-1-857x1024.webp 857w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-1-251x300.webp 251w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-1-768x918.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-1.webp 900w" sizes="auto, (max-width: 857px) 100vw, 857px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kortschnoi – Karpow, Baguio 1978, 17. Partie: Endspiel vor dem entscheidenden Turmzug.</figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="caab86" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #caab86;" loading="lazy" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-2.webp" alt="Schachstellung mit schwarzem König e2, Turm c6 und Springern e4 und d2 gegen weißen König g1, Türme a1 und h7 sowie Bauern a4, f2, g2 und h2; Weiß hat soeben Ra1 gespielt, Schwarz verfügt über ein Matt in drei Zügen." class="wp-image-42344 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-2.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-2-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_ilcjhsrh20mb-2-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kortschnoi – Karpow, Baguio 1978, 17. Partie: Stellung nach Ra1??, Schwarz am Zug – Matt in drei.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Nach Ra1?? ist Schwarz am Zug und setzt in drei Zügen matt – wie?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/for-todays-puzzle-we-go-back-in-history-ilcjhs" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Auflösungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer lohnt es sich, die Stellungen zunächst selbst am Brett zu erforschen, bevor man einen Blick auf die Lösungen wirft. Vielleicht entsteht dabei ja die eine oder andere eigene Kombination, die irgendwann einmal als „immergrün“ gilt.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Anderssens Immergrün in der Entscheidung</summary>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>20. Txe7+ Sxe7 21. Dxd7+ Kxd7 22. Lf5+ Ke8 23. Ld7+ Kf8 24. Lxe7#</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiß opfert zunächst den Turm auf e7, um den Springer als wichtigsten Verteidiger abzulenken. Nach 20.Txe7+ Sxe7 21.Dxd7+ Kxd7 folgt das berühmte Läuferkarussell: 22.Lf5+ Ke8 23.Ld7+ Kf8 24.Lxe7#. Die schwarzen Figuren auf den langen Diagonalen stehen sich gegenseitig im Weg, der König findet aus dem Mattnetz keinen Fluchtweg mehr.</p>
</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Sackmanns Königstour im Bauernendspiel</summary>
<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Stellung verraten wir die Lösung nicht – Lösungsvorschläge gern in die Kommentare oder direkt unter dem Beitrag auf vise.social.</p>
</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Ding gegen Gukesh: der letzte Patzer</summary>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. … Txc7 2. bxc7 Lf5 3. c8=D Lxc8 4. Kxc8</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwarz beginnt mit 1&#8230;Txc7 und opfert seinen Turm gegen den weißen Turm, um den Freibauern von b6 nach c7 zu locken. Nach 2.bxc7 folgt 2&#8230;Lf5 – der Läufer übernimmt die Kontrolle über das Umwandlungsfeld c8. Auf 3.c8D Lxc8 4.Kxc8 bleibt ein Endspiel König und zwei verbundene Freibauern gegen König und weit abseits stehenden Läufer übrig, ein typischer technisch gewonnener Fall für die Bauernseite.</p>
</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Karpow–Kortschnoi: Hypnose, Joghurt und Matt</summary>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. … Sf3+ 2. gxf3 Tg6+ 3. Kh1 Sf2#</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwarz beginnt mit 1&#8230;Sf3+ und opfert den Springer, um die g-Linie zu öffnen; nach 2.gxf3 steht der weiße König schutzlos in der Ecke. Es folgt 2&#8230;Tg6+ und der König wird mit 3.Kh1 auf das Mattfeld getrieben. Der Schlusszug 3&#8230;Sxf2# nutzt die Springergabel: Von f2 aus kontrolliert der Springer h1, und der weiße König hat weder Fluchtfelder noch eine Figur, die den Springer schlagen könnte.</p>
</details>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Schachecke erscheint wöchentlich; neue Aufgaben gibt es fast täglich auf <a href="https://vise.social/@chesstactics" target="_blank" rel="noopener">vise.social/@chesstactics</a>.</em><br><strong>Quellen</strong>: Chess.com, ChessBase, FIDE<br><strong>Diagramme</strong>: Thomas Wagner</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schachecke: Weltmeisterliche Fallen – von Lasker bis Ding</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 13:10:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schach]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Ian Nepomniachtchi]]></category>
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		<category><![CDATA[Viswanathan Anand]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom klassischen Mattbild über Anands frühesten Albtraum bis zu Dings Weltmeister-Kombination – große Namen prägen die Aufgaben dieser Woche.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Vom klassischen Mattbild über Anands frühesten Albtraum bis zu Dings Weltmeister-Kombination – große Namen prägen die Aufgaben dieser Woche.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schachwoche.</strong> Für den WM-Kampf zwischen Weltmeister Gukesh D und Herausforderer Javokhir Sindarov in Genf (ab 24. November) hat der Ticketverkauf begonnen. Die FIDE-Generalversammlung wählte Timur Turlov zum Präsidenten und Viswanathan Anand zu seinem Stellvertreter, bestätigte die Suspendierung der Verbände Russlands und Ruandas und ebnete per Resolution den Weg zu kürzeren klassischen Bedenkzeiten bis hinunter zu 60+30. Bei den US-Meisterschaften in St. Louis glänzten Fabiano Caruana und Wesley So, im Frauenturnier Alice Lee; in Shenzhen gewann Yu Yangyi das Nanshan Masters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Weltverband den nächsten WM-Kampf ausruft und zugleich ein Ex-Weltmeister zum Vizepräsidenten gewählt wird, erinnert das daran, wie sehr die Geschichte des Schachs von großen Persönlichkeiten getragen wird. Die Aufgaben dieser Woche führen von Emanuel Laskers Fallenbau über einen jungen Viswanathan Anand und Magnus Carlsens New Yorker Titelverteidigung bis zu Ding Lirens kühner Entscheidung im jüngsten Match – gerahmt von einem klassischen Lehrmatt, das seit Generationen in Taktikbüchern steht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Klassiker zum Auftakt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Aufwärmen ein Bild, das in unzähligen Taktikbüchern herumgereicht wird: Der schwarze König ist auf a8 in die Ecke gedrängt, umgeben von eigenen Figuren, die ihm die Luft nehmen. Wie könnte man eine Schachkolumne sonst beginnen als mit einem solchen Klassiker? Weiß ist am Zug und setzt in vier Zügen matt – mehr sei im Vorfeld nicht verraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist, wie harmonisch die weißen Kräfte bereits bereitstehen: Dame und Turm peilen die a-Linie an, der Springer lauert auf b5, der Läufer auf d3 kontrolliert die Diagonalen zum König. Schwarz verfügt zwar noch über Dame, Türme und einen Springer, doch der Monarch hat kaum sichere Felder. Gefragt ist eine präzise Abfolge, in der vor allem der Springer eine Hauptrolle spielt und den König Schritt für Schritt ins Mattnetz treibt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c3a784" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c3a784;" loading="lazy" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_p6qo3zmalki5-1.webp" alt="Schwarzer König auf a8, Dame g4 und Türme e8/g8; weiße Dame f4, Türme a1/e1, Springer b5 und Läufer d3 greifen den schwarzen König an; Weiß ist am Zug und hat einen Mattangriff." class="wp-image-42228 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_p6qo3zmalki5-1.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_p6qo3zmalki5-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_p6qo3zmalki5-1-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Studienartige Angriffsstellung: Weiß am Zug gegen den eingeklemmten schwarzen König auf a8.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Weiß am Zug setzt in vier Zügen matt – wie?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/how-else-to-start-if-not-with-a-p6qo3z" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Viswanathan Anands frühe Kurzpartie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fünfmaliger Weltmeister, Schnellschach- und Computerpionier, nun auch frisch gewählter FIDE-Vizepräsident: <strong>Viswanathan Anand</strong> hat das moderne Spitzenschach geprägt wie nur wenige. Berühmt ist er für seine Rechengeschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit – Eigenschaften, die ihn durch ganz unterschiedliche WM-Formate trugen, vom K.-o.-Turnier 2000 bis zu den klassischen Wettkämpfen gegen Kramnik, Topalow und Gelfand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch selbst ein künftiger Weltmeister ist nicht vor frühen Katastrophen gefeit. In der Partie gegen <strong>Alonso Zapata</strong> 1988 – damals war Anand der erste indische Großmeister und gerade auf dem Sprung zur Weltspitze – griff er mit Schwarz zur Russischen Verteidigung (Petroff). Nach nur sechs Zügen entstand die Diagrammstellung: Der Springer auf e4 hängt, Anand plante, ihn mit &#8230;De7 solide zu decken und eine zweite Verteidigerin heranzuziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch bevor er die Hand von der Figur nahm, erkannte er jedoch, dass dieser scheinbar logische Zug eine sofortige, taktisch zwingende Antwort zulässt, gegen die es keine Rettung gibt. Anand unterschätzte einen einfachen Entwicklungszug des Gegners, der gleichzeitig einen Mehrangriff auf die schwarze Dame und den Springer entfacht – Anlass genug, die Partie ohne weitere Züge aufzugeben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c0a583" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c0a583;" loading="lazy" decoding="async" width="726" height="729" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-1.webp" alt="Stellung mit schwarzem König e8, Dame d8, Läufer f5 und Springer e4; weiße Dame e2, Springer c3 und f3 greifen den Springer e4 an, beide Könige noch im Zentrum; Schwarz ist am Zug und möchte ...De7 ziehen." class="wp-image-42229 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-1.webp 726w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-1-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px" /><figcaption class="wp-element-caption">Alonso Zapata – Viswanathan Anand, 1988: Russische Verteidigung, Schwarz erwägt &#8230;De7.</figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="bda480" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #bda480;" loading="lazy" decoding="async" width="728" height="724" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-2.webp" alt="Gleiche Figurenstellung wie im ersten Diagramm, zusätzlich eingezeichnete Pfeile von Weiß auf den Springer e4 und von Schwarz mit der Idee ...De7 als zweiter Verteidiger." class="wp-image-42230 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-2.webp 728w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-2-300x298.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_sbowh68mlrx5-2-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grafische Darstellung derselben Stellung: Angriffs- und Verteidigungslinien rund um den Springer e4.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Welchen vernichtenden Zug hätte Weiß nach dem geplanten &#8230;De7 zur Verfügung gehabt, den Viswanathan Anand in dieser Partie völlig übersehen hatte?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/viswanathan-anand-aka-the-tiger-from-madras-is-sbowh6" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Emanuel Laskers Falle im Albin-Gegengambit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name des einzigen deutschen und zugleich am längsten regierenden Weltmeisters, <strong>Dr. Emanuel Lasker</strong>, ist nicht nur mit WM-Matches, sondern auch mit einer ganzen Reihe von Eröffnungsvarianten verbunden. Lasker war ein Meister der praktischen Chancen, ein Psychologe des Bretts, der seine Gegner gern in ungewohnte Situationen lockte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine seiner bekanntesten Fußnoten in der Eröffnungstheorie ist die sogenannte Lasker-Falle im Albin-Gegengambit. Nach 1.d4 d5 2.c4 e5 opfert Schwarz früh einen Bauern, um aktives Figurenspiel zu bekommen. In der Diagrammstellung hat sich sein e-Bauer bereits bis nach e3 vorgekämpft, und ein schwarzer Läufer steht scheinbar ungeschützt auf b4 – eine Einladung für Weiß, der es in der Praxis nur zu gern „einfach nimmt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade dieses scheinbar kostenlose 1.Lxb4? entpuppt sich jedoch als grober Fehlgriff. Schwarz verfügt über eine versteckte taktische Ressource, die auf einem Konzept beruht, das man eher aus Studien als aus praktischen Partien kennt: Ein Bauer spielt die Hauptrolle und verwandelt sich auf der Grundreihe nicht etwa in eine Dame, sondern in etwas Bescheideneres – mit umso größerer Wirkung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c2a784" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c2a784;" loading="lazy" decoding="async" width="752" height="749" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_l9evfgyjkeo2-1.webp" alt="Weißer König e1, Dame d1, Läufer d2 und f1, Springer b1 und g1; schwarzer König e8, Dame d8, Läufer b4 und c8, Springer b8 und g8, schwarzer Bauer bereits auf e3 vorgedrungen; Weiß steht vor der Entscheidung, den Läufer auf b4 zu schlagen." class="wp-image-42231 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_l9evfgyjkeo2-1.webp 752w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_l9evfgyjkeo2-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_l9evfgyjkeo2-1-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 752px) 100vw, 752px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lasker-Falle im Albin-Gegengambit: der verführerisch ungedeckte schwarze Läufer auf b4, Weiß am Zug.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Weiß am Zug kann scheinbar ungestraft den Läufer auf b4 schlagen – wie weist Schwarz nach 1.Lxb4? dank eines seltenen Bauernmotivs nach, dass Weiß damit eine ganze Figur verliert?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/the-lasker-trap-coined-after-the-only-german-l9evfg" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Carlsens verpasste Mattführung gegen Karjakin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltmeisterschaft 2016 in New York war für <strong>Magnus Carlsen</strong> ein erster echter Härtetest als Titelverteidiger. Gegen den russischen Großmeister <strong>Sergey Karjakin</strong> geriet er nach acht Partien mit einer Niederlage ins Hintertreffen, glich erst in der zehnten Partie aus und rettete sich mit 6:6 in den Schnellschach-Stichkampf, den er schließlich klar für sich entschied.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stellung unseres Diagramms stammt aus der letzten, vierten Schnellpartie dieses Matches. Mit den weißen Steinen hat Carlsen soeben die Chance erhalten, 49.Tc8+ zu spielen und den schwarzen König in die Defensive zu zwingen. Karjakin betrachtete zwei Verteidigungszüge: den blockierenden Läuferzug und den Königslauf nach h7 – und kam zum Schluss, dass letzterer sicher sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich versteckt sich hinter 49.Tc8+ Kh7 eine forcierte Mattführung, die von einem starken weißen Folgetempo getragen wird und Karjakins König auf der offenen h-Linie festnagelt. In der Partie kam diese Variante nicht aufs Brett; sie zeigt aber exemplarisch, wie eng im Spitzenschach brillante Verteidigung und versäumte Gelegenheit beieinanderliegen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c7aa85" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c7aa85;" loading="lazy" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_pp8q702mbuuh-1.webp" alt="Weiße Dame f4, Türme c1 und f5, König h1; schwarzer König g8, Dame f2, Turm a2, Läufer e7 und mehrere Bauern um den König; Weiß bereitet den Zug Tc8+ vor." class="wp-image-42232 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_pp8q702mbuuh-1.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_pp8q702mbuuh-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_pp8q702mbuuh-1-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Magnus Carlsen – Sergey Karjakin, Weltmeisterschaft 2016 (Stichkampf), letzte Partie: Weiß vor 49.Tc8+.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Nach 49.Tc8+ Kh7 hätte Weiß mit welcher präzisen Fortsetzung den schwarzen König zwangsläufig mattsetzen können?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/in-the-2016-world-chess-championship-the-reigning-pp8q70" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ding Liren plant drei Züge voraus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Er sieht es. Das ist der bemerkenswerte Teil: er sieht etwas Hübsches – aber was ist die Vollendung?“ so kommentierte Großmeister Anish Giri live den sechsten WM-Kampf 2023 zwischen <strong>Ding Liren</strong> und <strong>Ian Nepomniachtchi</strong>. Die Kommentatoren, Computer inklusive, konnten zunächst kaum nachvollziehen, was der chinesische Titelverteidiger mit seinem nächsten Zug beabsichtigte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ersten Diagrammstellung entschied sich Ding mit den weißen Steinen für 41.d5 – einen unspektakulären Bauernvorstoß auf den ersten Blick. Dahinter verbarg sich jedoch eine tiefere Idee: Der d-Bauer schränkt die schwarze Schwerfigur entscheidend ein und bereitet ein harmonisches Zusammenwirken von Dame, Turm und Springer vor. Drei Züge später war die Stellung so zugespitzt, dass Nepomniachtchi seine Verteidigungsmöglichkeiten erschöpft sah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Stellung zeigt den kritischen Moment dieser Sequenz: Der Bauer steht inzwischen fest auf d5, der weiße Springer ist in die Nähe des Königs gesprungen, und die Dame hat sich ideal postiert. Nun genügt eine präzise Folge, um den schwarzen König endgültig aus dem sicheren Bereich zu treiben und die Partie für Weiß zu entscheiden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c9ae88" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c9ae88;" loading="lazy" decoding="async" width="824" height="824" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-1.webp" alt="Weißer König h2, Dame g3, Turm a7 und Springer e7; schwarzer König h8, Turm f8, Dame c1 und Läufer b1; ein weißer Bauer steht bereits auf d5 und schränkt die schwarzen Figuren ein." class="wp-image-42233 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-1.webp 824w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-1-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-1-150x150.webp 150w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-1-768x768.webp 768w" sizes="auto, (max-width: 824px) 100vw, 824px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ding Liren – Ian Nepomniachtchi, Weltmeisterschaft 2023, 6. Partie: Stellung nach 41.d5.</figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img data-dominant-color="c8aa86" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #c8aa86;" loading="lazy" decoding="async" width="720" height="720" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-2.webp" alt="Weißer König h2, Dame f7, Turm a7 und Springer g6, weißer Bauer d5; schwarzer König h7, Turm g8, Dame c1 und Läufer b1, ein schwarzer Bauer auf a2; Weiß ist am Zug und kann den in der Ecke stehenden König angreifen." class="wp-image-42234 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-2.webp 720w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-2-300x300.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/10/schachecke-p_thk4mi4_ylml-2-150x150.webp 150w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dieselbe Partie wenige Züge später: der d5-Bauer erfüllt seine Aufgabe, Weiß steht vor der entscheidenden Kombination.</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufgabe:</strong> <em>Wie setzt Ding Liren seine Idee nach 41.d5 fort, sodass in der zweiten Stellung mit dem Bauern auf d5 eine zwingende Gewinnsequenz entsteht, die Ian Nepomniachtchi zur Aufgabe zwingt?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://vise.social/@chesstactics/he-sees-it-this-is-the-remarkable-part-thk4mi" target="_blank" rel="noopener">Die Aufgabe auf vise.social diskutieren</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Auflösungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer lohnt es sich, die Stellungen zunächst ohne technische Hilfe am Brett oder Bildschirm selbst zu durchrechnen. Die Lösungen finden Sie im Anschluss – zum Vergleichen der eigenen Varianten und zum Genuss der verborgenen Ideen.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Ein Klassiker zum Auftakt</summary>

<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Sc7+ Kb8 2. Sa6+ Ka8 3. Db8+ Txb8 4. Sc7#</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiß nutzt ein klassisches Springermanöver: 1.Sc7+ Kb8 2.Sa6+ Ka8 zwingt den König wieder auf a8. Mit 3.Db8+ opfert Weiß die Dame, um die schwarze Turmdeckung von der achten Reihe abzulenken: 3&#8230;Txb8 4.Sc7# beendet die Partie, der Springer setzt allein matt, weil alle Fluchtfelder durch Springer und Türme kontrolliert sind.</p>

</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Viswanathan Anands frühe Kurzpartie</summary>

<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Stellung verraten wir die Lösung nicht – Lösungsvorschläge gern in die Kommentare oder direkt unter dem Beitrag auf vise.social.</p>

</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Emanuel Laskers Falle im Albin-Gegengambit</summary>

<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Stellung verraten wir die Lösung nicht – Lösungsvorschläge gern in die Kommentare oder direkt unter dem Beitrag auf vise.social.</p>

</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Carlsens verpasste Mattführung gegen Karjakin</summary>

<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Stellung verraten wir die Lösung nicht – Lösungsvorschläge gern in die Kommentare oder direkt unter dem Beitrag auf vise.social.</p>

</details>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary>Lösung: Ding Liren plant drei Züge voraus</summary>

<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Stellung verraten wir die Lösung nicht – Lösungsvorschläge gern in die Kommentare oder direkt unter dem Beitrag auf vise.social.</p>

</details>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Schachecke erscheint wöchentlich; neue Aufgaben gibt es fast täglich auf <a href="https://vise.social/@chesstactics" target="_blank" rel="noopener">vise.social/@chesstactics</a>.</em><br><strong>Quellen</strong>: FIDE, ChessBase, Chess.com<br><strong>Diagramme</strong>: Thomas Wagner</p>
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		<title>Fradiváros unter Verdacht &#8211; Strafanzeige und mögliche Rückforderung von 25 Milliarden Forint</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 14:48:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Strafanzeige gegen den FTC: Beim nie gebauten Fradiváros-Projekt geht es um fast 25 Mrd. Forint. Wie die Behörden argumentieren – und was eine Rückzahlung für den Klub bedeuten würde.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein nie gebauter Sportkomplex, hohe Betriebskosten und nun eine Strafanzeige des Innenministeriums: Der Fall Fradiváros zeigt, wie das Zusammenspiel von Ministerium und Steuerfahndung greift &#8211; und welche Risiken für den Rekordmeister entstehen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Fast zehn Jahre nach den ersten Regierungsbeschlüssen steht das Prestigeprojekt Fradiváros dort, wo es nie stehen sollte: nicht als Sportstadt im Népliget, sondern als Fallnummer bei der Steuerfahndung. Das Innenministerium hat bei der Strafdirektion der Steuer- und Zollbehörde (NAV Bűnügyi Főigazgatóság) Strafanzeige erstattet. Im Raum stehen der Verdacht auf Haushaltsbetrug, Untreue, Amtsmissbrauch, Begünstigung sowie fahrlässige Haushaltsführung und Urkundendelikte. Es geht um fast 25 Milliarden Forint Staatsgeld, das der <strong>Ferencvárosi Torna Club</strong> seit 2016 für einen Sportkomplex erhielt &#8211; und das nach Einschätzung des Ministeriums in großem Umfang anders verwendet wurde als ursprünglich vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angaben aus der Mitteilung der sportpolitischen Abteilung des Innenministeriums sind ungewöhnlich deutlich. 2016 und 2017 beschloss die Regierung, dem Traditionsverein insgesamt 24,947 Milliarden Forint Budgetzuschuss für die Entwicklung des Népliget-Sportareals zu geben, konkret für die „erste und zweite Etappe von Fradiváros“. Die Förderurkunden und die zugehörigen Kostenpläne sahen nach Ministeriumsangaben ausschließlich Investitionen vor: Projektabwicklung, Abriss, Planung und Bau. Betriebsausgaben waren nicht vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Förderung war für Beton gedacht, nicht für Stürmer &#8211; ob und in welcher Höhe der Staat tatsächlich Geld zurückfordert, wird sich erst in den Verfahren zeigen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebaut wurde Fradiváros trotzdem nicht. Statt neuer Hallen, Akademiegebäude oder Internat listen die vom FTC eingereichten, bislang nicht genehmigten Schlussabrechnungen einen anderen Mitteleinsatz. Aus den 10 Milliarden Forint des ersten Projektabschnitts wurden laut Innenministerium mehr als 8,5 Milliarden als Sach- und Betriebsausgaben verbucht, nur rund 1,44 Milliarden flossen in Investitionen. Beim zweiten Abschnitt mit 14,9 Milliarden Forint Unterstützung meldete der Klub mehr als 3,1 Milliarden als Betriebskosten; 11,2 Milliarden Forint leitete der FTC an die Profifußball-AG weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Politischer Kontext und juristischer Ansatz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neu an dem Vorgang ist vor allem, wer ihn betreibt. Die Anzeige kommt aus einem Innenministerium, das seit Mai 2026 zur Regierung von Péter Magyar gehört; Ressortchef ist Gábor Pósfai, für den Sport zuständig ist der ebenfalls im Mai ernannte Staatssekretär Attila Kálnoki-Kis, früherer Weltmeister im modernen Fünfkampf und langjähriger Sportjournalist. Damit prüft eine neue Regierung die Mittelvergabe ihrer Vorgängerin an einen Klub, dessen Präsident <strong>Gábor Kubatov</strong> über Jahre Vizepräsident der Fidesz war. Am Anfang steht die Anzeige ohnehin nicht: Ende Juli hatte die Budapester Polizeidirektion nach einer Anzeige aus dem Fanumfeld bereits Ermittlungen aufgenommen, Mitte August machte Kálnoki-Kis öffentlich, dass die Profifußball-AG des FTC nach eigener Abrechnung zwischen 2019 und 2024 aus den 11,2 Milliarden Forint die Spielerrechte von 38 in- und ausländischen Profis erwarb. Kubatov antwortete damals, man könne beruhigt sein, es sei alles in Ordnung. Der Zeitpunkt ist juristisch entscheidend: Wenn die Transfers 2019 begannen, kann ein Regierungsbeschluss von Ende 2022 sie nach Lesart des Ministeriums nicht nachträglich decken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Parlament hat eine Untersuchungskommission zur Ungarischen Nationalbank (MNB) ihre Arbeit aufgenommen. Ihr Vorsitzender Csőszi Attila (Tisza-Partei) kündigte an, die Geldflüsse und politische Verantwortung rund um die MNB‑Stiftungen offenzulegen; er verwies darauf, dass nach seiner Darstellung 266 Milliarden Forint über Stiftungen aus der Notenbank hinausbefördert worden seien. Mit Fradiváros rückt nun ein reines Binnenprojekt – ohne EU-Mittel – in den Fokus von Transparenz- und Verantwortlichkeitsdebatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Innenministerium argumentiert juristisch klar: Die ursprünglichen Förderentscheidungen gaben die fast 25 Milliarden Forint ausschließlich für Investitionen frei. Zwischen Oktober 2020 und Februar 2026 wurden die Unterstützungsbedingungen zwar in beiden Etappen jeweils fünfmal angepasst. Am 28. Dezember 2022 erschien ein Regierungsbeschluss, der die zuvor gewährten Unterstützungen auch für Betriebsausgaben nutzbar machte. Nach Lesart des Ministeriums ändert das an der Vergangenheit nichts: Eine spätere Lockerung der Zweckbindung legalisiert eine zuvor investitionsfremde Verwendung nicht. Entscheidend sei, dass Projekte und Geldverwendung bereits vor Ende 2022 liefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium verweist auf die einschlägigen Regeln: Demnach kann eine nachträgliche Änderung des Förderzwecks nur dann auf frühere Förderverhältnisse angewandt werden, wenn der Begünstigte weder mit der Umsetzung der geförderten Tätigkeit noch mit der Verwendung der als Vorschuss erhaltenen Unterstützung begonnen hat. Laut den vom FTC zur Abrechnung vorgelegten Rechnungen wurden beide Projektetappen jedoch bereits vor dem Regierungsbeschluss vom 28. Dezember 2022 begonnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn das Stadionprojekt zur Transferkasse wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern der vom Innenministerium beanstandeten Mittelverwendung ist in den Unterlagen klar benannt. Der Staat gab Geld, damit ein Trainings‑ und Nachwuchszentrum im Népliget entsteht. Der Verein reichte Berichte ein, in denen ein Großteil dieser Mittel als Betriebsausgaben und Dienstleistungen erscheint, und nach den Angaben des Staatssekretärs floss ein erheblicher Teil in Spielereinkäufe – während der Sportkomplex selbst nicht gebaut wurde. Nach Darstellung des Innenministeriums sind vor allem zwei Blöcke rückforderungsrelevant: die mehr als 8,5 Milliarden Forint laufender Ausgaben aus dem ersten Bauabschnitt und die 11,2 Milliarden Forint, die für Transfers an die FTC Labdarúgó Zrt. weitergereicht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel davon der Staat am Ende tatsächlich zurückverlangt, ist öffentlich nicht präzisiert. Die Mitteilung spricht von „fast 25 Milliarden Forint“ an staatlicher Unterstützung für das Projekt. Eine im Detail aufgeschlüsselte Rückforderungsentscheidung – welche Rechnungen anerkannt, welche aberkannt werden – liegt bislang nicht vor. Nach der Linie des Ministeriums zielt die geforderte Rückzahlung jedoch auf nahezu die gesamte Projektförderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein eigener Abschnitt der Anzeige gilt der klubeigenen Fradiváros Vagyonkezelő Zrt.</strong>, die eigens für die Investition gegründet wurde. Sie erhielt aus den 10 Milliarden Forint des ersten Bauabschnitts 2,8 Milliarden als Projektmanagement- und Abwicklungshonorar, also 28 Prozent der Fördersumme – während die in der Anzeige zitierte Kammerkalkulation für die komplette Abwicklung und technische Kontrolle eines Projekts dieser Größenordnung 2,17 Prozent ansetzt. Ihre Einnahmen bezog die Gesellschaft nach Darstellung des Ministeriums ausschließlich vom FTC und damit aus der staatlichen Förderung; sie erwirtschaftete rund 800 Millionen Forint Vorsteuergewinn und reichte 845 Millionen Forint aus den Fördermitteln als Darlehen an die FTC Labdarúgó Zrt. weiter. Auch die Rechtmäßigkeit dieses Darlehens soll geprüft werden. Darüber hinaus verlangt das Ministerium eine Klärung, ob die Erklärungen rund um Erhalt, Weitergabe und Verwendung der 11,2 Milliarden Forint der Wahrheit und den EU-Beihilfevorschriften entsprachen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was 25 Milliarden Forint für einen Klub bedeuten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie hart eine Rückzahlung träfe, lässt sich nur grob skizzieren, weil aktuelle, detaillierte Finanzen des FTC öffentlich nur teilweise zugänglich sind. Ältere Recherchen zeigen, dass der Verein über Jahre in hohem Maß von öffentlichen Mitteln lebte: hvg zählte für den Zeitraum 2011–2019 direkte und indirekte Zuwendungen von mindestens 30 Milliarden Forint und kam zum Schluss, dass damals rund 80 Prozent der Kluberlöse aus staatlichen Quellen stammten. Exakte aktuelle Verschuldungszahlen – Bankkredite, Anleihen, Verbindlichkeiten – liegen in geprüfter Form nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Setzt man die bekannten Größenordnungen ins Verhältnis, entspricht eine potenzielle Rückforderung in Höhe von 24,947 Milliarden Forint einem Volumen, das deutlich über den Jahresetats der meisten ungarischen Erstligisten liegt. Eine solche Belastung würde voraussichtlich spürbare Auswirkungen auf Transfers, Gehaltsstruktur und Nachwuchsarbeit haben. Ohne zusätzliche Mittel bliebe als Reaktion eine Mischung aus Einsparungen, Vermögensverkäufen und gegebenenfalls zusätzlicher Verschuldung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein praktisches Problem: Die 11,2 Milliarden Forint, die in Spielerrechte geflossen sind, lassen sich nicht ohne Weiteres in eine Rückzahlung verwandeln. Spieler haben Verträge, Marktwerte schwanken, Transfers erfordern Abnehmer. Der Verein müsste Rückzahlungen im Zweifel aus laufenden Einnahmen leisten, während die aus der Subvention entstandenen Vermögenswerte nur zeitverzögert oder mit Abschlag zu Geld werden. Der Präsident des Vereins, Gábor Kubatov, erklärte gegenüber MTI, man stelle sich mit ruhigem Gewissen jeder im rechtsstaatlichen Rahmen ablaufenden Untersuchung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sportpolitik als Günstlingsökonomie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren wurden in Ungarn zahlreiche Stadien, Hallen, Akademien und Funktionsgebäude mit erheblichem öffentlichen Mitteleinsatz errichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fradiváros könnte zu einem Referenzfall werden, wie die Politik mit Projekten umgeht, bei denen große öffentliche Mittel im Profisport landen. In der Kommunikation des Innenministeriums ist von „fast 25 Milliarden Forint“ die Rede, die zurückzufließen sollen. Die Strafanzeige und die angekündigte Rückforderung setzen einen Maßstab dafür, wie weit der Staat bereit ist, Mittelverwendung und Zweckbindung auch bei prominenten Projekten nachträglich zu überprüfen und gegebenenfalls Geld zurückzuverlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>MTI, kormany.hu, telex.hu<br><strong>Photo: </strong>Der Fall Fradiváros trifft nicht die Tribüne, sondern die Bilanz: Vor dem Groupama-Stadion wächst der Druck auf den FTC, Michał Bulsa / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)</p>
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		<title>Ungarns Schwimmer dominieren in Paris &#8211; Rekorde bei der Europameisterschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 15:32:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Kós Hubert]]></category>
		<category><![CDATA[Kristóf Milák]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
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					<description><![CDATA[Ungarns Schwimmer feiern beeindruckende Erfolge bei der Europameisterschaft in Paris. Kristóf Milák und das 4x100-Meter-Freistilteam sichern sich Gold.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ungarns Schwimmer haben auf der Europameisterschaft in Paris eindrucksvoll bewiesen, warum sie zur Spitze Europas gehören. Kristóf Milák und seine Teamkollegen bescherten Ungarn glanzvolle Erfolge.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paris. </strong>Ein goldener Abend im Pariser Schwimmstadion: Die ungarischen Schwimmer feierten bei der Europameisterschaft 2026 bemerkenswerte Erfolge. Im Rampenlicht stand Kristóf Milák, der mit einem neuen Europa-Rekord im 100-Meter-Schmetterling die Konkurrenz überflügelte. Mit einer Zeit von 49,48 Sekunden sicherte er sich nicht nur die Goldmedaille, sondern auch den zweiten Platz in der ewigen Bestenliste dieser Disziplin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Milák zeigte sich nach dem Rennen zufrieden und zugleich gelassen. Er betonte in einem Interview, dass sie stets mit diesem Ergebnis gerechnet hatten. Bereits 2024 in Belgrad holte Milák Gold, damals in 50,82 Sekunden – ein deutlicher Fortschritt, der seinen Trainingsfleiß und die Unterstützung seines Teams widerspiegelt.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Kristóf Milák betonte nach seinem Europa-Rekord, dass sie stets mit diesem Ergebnis gerechnet hatten.</p></blockquote></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Highlight war der Sieg der ungarischen 4&#215;100-Meter-Freistilstaffel. Das Quartett aus Kós Hubert, Szabó Szebasztián, Németh Nándor und Milák stellte mit 3:10,03 Minuten einen neuen ungarischen Rekord auf. Diese Zeit liegt nur knapp über dem legendären Weltrekord der Amerikaner von 2008. Besonders Miláks Leistung, der auf der letzten Strecke einen russischen Rivalen überholte, beeindruckte die Zuschauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfolge der ungarischen Schwimmer werden nicht nur im Heimatland gefeiert, sondern finden auch international Anerkennung. Die ungarische Regierung unterstützt den Schwimmsport durch diverse Förderprogramme, darunter das Projekt &#8218;Aktív Magyarország&#8216;, das 2026 mit erheblichen Mitteln zur Renovierung von Sportstätten beiträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwimmen hat in Ungarn eine lange Tradition und zählt zu den erfolgreichsten Sportarten des Landes. Die Popularität des Schwimmsports beruht auf kontinuierlichen sportlichen Erfolgen und tief verwurzelter Tradition. Die Leistungen der Schwimmer sind ein Symbol für sportlichen Ehrgeiz und Disziplin, die in Ungarn hoch geschätzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kós Hubert, der neben Milák ebenfalls herausragende Leistungen zeigte, beschreibt die Zusammenarbeit im Team als Schlüssel zum Erfolg. Er betonte, dass sie vielleicht nicht alle Genies seien, aber gemeinsam Europa im Staffelrennen besiegen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leistungen in Paris sind ein Ansporn für die nächste Generation ungarischer Schwimmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>MTI, ORF, mti.hu<br><strong>Photo: </strong>Ungarische Schwimmer feiern ihren Erfolg bei der Europameisterschaft 2026 in Paris, PL</p>
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		<title>Repräsentation zählt: Queerer Frauenfußball in Budapest &#8211; ein Gespräch mit den Veranstalterinnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Breitling]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 17:09:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Subkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Budapest]]></category>
		<category><![CDATA[Budapest Pride]]></category>
		<category><![CDATA[Football]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQIA+]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Anl&#228;sslich des Pride Month organisierte das ungarische lesbische Magazin und Community-Netzwerk qLit am 13. Juni zum dritten Mal ein Frauenfu&#223;ballturnier, das auf dem Kunstrasenplatz der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des Pride Month organisierte das ungarische lesbische Magazin und Community-Netzwerk<em> qLit</em> am 13. Juni zum dritten Mal ein Frauenfußballturnier, das auf dem Kunstrasenplatz der <em>Eötvös-Loránd-Universität (ELTE)</em> in Budapest stattfand. Neun Teams, die jeweils aus acht Spielerinnen bestanden, traten gegeneinander an. Der Fokus lag nicht auf sportlichem Wettbewerb, sondern auf dem gemeinsamen Gemeinschaftserlebnis. Auch Einzelpersonen ohne eigenes Team waren willkommen und wurden spontan in bestehende Mannschaften integriert. <em>qLit</em> ist ein ungarisches Magazin für <em>women loving women</em>  (lesbisch, bisexuell, queer usw., einschließlich cis und trans Frauen). Neben der Veröffentlichung journalistischer Inhalte zu Kultur, Beziehungen, Coming-out-Erfahrungen und breiteren gesellschaftlichen Themen organisiert die Initiative regelmäßig Veranstaltungen, die darauf abzielen, die Sichtbarkeit queerer Menschen zu erhöhen und Räume für Vernetzung innerhalb der  Community zu schaffen. Die Organisatorinnen bezeichnen das Turnier als einen „lesbischen Fußballcup“, betonen jedoch, dass die Veranstaltung für alle Frauen offen ist. Viele Teilnehmerinnen kommen gemeinsam mit Freundinnen und Freunden, Familienmitgliedern und Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <strong>Dorka Szekeres</strong>, Mitgründerin des <em>qLit</em>-Magazins, hat Fußball auch eine persönliche Bedeutung. Sie spielte den Sport selbst als Jugendliche, gab ihn jedoch schließlich auf, da sie ihn damals nicht für „mädchenhaft“ genug hielt. Später outete sie sich als lesbisch. Heute sieht sie Veranstaltungen wie dieses Turnier als eine Möglichkeit, traditionelle Geschlechternormen herauszufordern und neue Räume für Frauen und queere Menschen zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orsolya Vida</strong>, die seit drei Jahren bei<em> qLit </em>aktiv ist, bringt ebenfalls einen langen Hintergrund im Fußball in die Organisation ein. Sie spielte fast ein Jahrzehnt lang Fußball auf Vereins- und Universitätsebene und stieß ursprünglich durch die Organisation von Kneipenquizzen zur Community. Heute organisiert sie das Turnier.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Information:</strong> <strong>Die Wurzeln des Pride Month liegen in den sogenannten Stonewall-Aufständen vom 28. Juni 1969. Ausgelöst durch eine Polizeirazzia im <em>Stonewall Inn</em> in der Christopher Street in New York City führten die Ereignisse zu Protesten, die heute als Meilenstein im Kampf für die Rechte der LGBTQIA+-Community gelten.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="5f5e4d" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #5f5e4d;" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1024x683.webp" alt="Dorka Szekeres (links), Mitgründerin des qLit Magazines und Orsolya Vida, Organisatorin des Events. " class="wp-image-6742 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1024x683.webp 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-300x200.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-768x512.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1536x1024.webp 1536w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-2048x1365.webp 2048w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2176-1320x880.webp 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dorka Szekeres (links), Mitgründerin des qLit Magazines und Orsolya Vida, Organisatorin des Events. </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ist diese Veranstaltung und Repräsentation im Sport im Allgemeinen wichtig für die Community?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Im LGBTQ+-Sport werden Aktivitäten nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Europa, oft von Männern dominiert. Deshalb ist es wichtig, Veranstaltungen nur für Frauen zu organisieren. Sie ermöglichen es uns, eigene Räume zu schaffen und für uns zu beanspruchen. Dieser Fußballcup ist eine Möglichkeit, das zu tun. Wir organisieren außerdem alle zwei Wochen Tischtennisveranstaltungen für unsere Community. Fußball ist eine perfekte Sommeraktivität, weil hier niemand professionell spielt. Es geht darum, Spaß zu haben, zusammen zu sein, die Atmosphäre zu genießen und Zeit im Freien zu verbringen. Menschen können spielen, Kontakte knüpfen oder einfach ein Picknick machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie würden Sie die Sichtbarkeit von lesbischen Frauen im ungarischen Sport beschreiben?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orsolya Vida:</strong> In einigen Ländern und Sportarten ist es mehr oder weniger akzeptiert, offen lesbisch zu sein, aber das ist in Ungarn nicht wirklich der Fall. International kennen wir viele offen lesbische Fußballspielerinnen, aber in Ungarn gibt es nur sehr wenige öffentlich sichtbare Beispiele. Ich habe fast zehn Jahre lang Fußball gespielt, und viele der Frauen, mit denen ich gespielt habe, waren lesbisch. Sie waren in ihren Kreisen geoutet, hatten aber keine öffentliche Sichtbarkeit, sodass die meisten Menschen das nie von ihnen wussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Um ehrlich zu sein, wollten einige ehemalige Profispielerinnen, die heute hier in Budapest zu uns gestoßen sind, nicht auf öffentlichen Fotos erscheinen. Sie sind innerhalb der Community geoutet, und es gibt viele Frauen wie sie, aber das breitere gesellschaftliche Klima macht es vielen Athletinnen noch immer schwer, öffentlich offen mit ihrer Identität umzugehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Haben Sie aufgrund dieser Veranstaltung Hass oder Gegenreaktionen erlebt?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Nein, nicht wirklich. Wir sind nicht in erster Linie eine Interessenvertretungsorganisation und außerhalb der Community nicht sehr sichtbar. Der Großteil unserer Arbeit konzentriert sich darauf, Programme und Räume für Community-Mitglieder zu schaffen. Deshalb wurden wir nicht in derselben Weise ins Visier genommen wie andere lesbische und LGBTQ+-Organisationen, die politische Interessenvertretung betreiben. Diese Gruppen waren in den letzten Jahren erheblicher Feindseligkeit ausgesetzt, insbesondere wenn sie Themen ansprachen, die manche Menschen als kontrovers betrachten, etwa Familienfragen oder Kinderrechte. Das ist nicht der Hauptfokus unserer Arbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Hoffnungen haben Sie im Hinblick auf die neue Regierung?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Wir sind vorsichtig optimistisch. Obwohl <strong>Péter Magyar</strong> sich selbst als relativ konservativ beschrieben hat, umfasst die neue Regierung Menschen mit sehr unterschiedlichen Ansichten. Im Moment versuchen wir, potenzielle Verbündete zu identifizieren und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit bei Themen zu erkunden, die für die LGBTQ+-Community wichtig sind. Es gab bereits einige ermutigende Signale, darunter direkte Aussagen, die gegenüber LGBTQ+-Menschen positiv waren. Wir wissen, dass die kommenden Jahre nicht einfach sein werden, aber es gibt Gründe zur Hoffnung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="2f322c" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #2f322c;" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1024x683.webp" alt="Jubel während eines der Spiele auf dem Kunstrasenplatz der  ELTE Universität." class="wp-image-6744 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1024x683.webp 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-300x200.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-768x512.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1536x1024.webp 1536w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-2048x1365.webp 2048w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/06/IMG_2160-1320x880.webp 1320w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jubel während eines der Spiele auf dem Kunstrasenplatz der ELTE &#8211; Universität.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Sie sofort eine Veränderung anstoßen könnten, was wäre der erste Schritt der neuen Regierung?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dorka Szekeres:</strong> Auch wenn wir eine lesbische Organisation sind, sehen wir uns als inklusive Organisation. Für mich wäre die erste Priorität die Aufhebung des<em> Gesetzes Nr. 33</em>, das transgeschlechtliche Menschen daran hindert, ihren Geschlechtseintrag rechtlich zu ändern. Der Schaden, den dieses Gesetz verursacht hat, betrifft die gesamte LGBTQ+-Community.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orsolya Vida:</strong> Ein weiteres wichtiges Thema ist das Recht auf Adoption sowie die Aufhebung des sogenannten <em>„Anti-Pädophilie-Gesetzes</em>“, das die Darstellung queerer Menschen in Bildungsmaterialien und Schulbüchern einschränkt. Wir haben bereits Hinweise gehört, dass dieses Gesetz möglicherweise abgeschafft wird, und das wäre ein sehr wichtiger Schritt nach vorn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Information:</strong> <strong>Mit dem <em>Gesetz Nr. 33</em>, das vom ungarischen Parlament im Mai 2020 als Teil eines umfassenderen Sammelgesetzes verabschiedet wurde, schaffte die Regierung unter Viktor Orbán die rechtliche Anerkennung des Geschlechts für transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen faktisch ab.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> qLit, Budeszentrale für politische Bildung, Amnesty International                                                        <br><strong>Photos:</strong> Anna Katharina Breitling</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Erstes Champions League Finale in Budapest - Fussball </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 12:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Budapest]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Lahm]]></category>
		<category><![CDATA[Puskás Aréna]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA]]></category>
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					<description><![CDATA[Arsenal und PSG verwandeln morgend die ungarische Hauptstadt in das Zentrum des europ&#228;ischen Fu&#223;balls und einen touristischen Ausnahmezustand Budapest. Mit dem UEFA-Champions-League-Finale zwischen Arsenal F.C.&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Arsenal und PSG verwandeln morgend die ungarische Hauptstadt in das Zentrum des europäischen Fußballs und einen touristischen Ausnahmezustand</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Mit dem UEFA-Champions-League-Finale zwischen <em>Arsenal F.C.</em> und <em>Paris Saint-Germain F.C.</em> richtet Budapest am Samstag erstmals das bedeutendste Spiel des europäischen Klubfußballs aus. Die ungarische Hauptstadt steht vor einem Ausnahmezustand: Fan-Zonen entstehen am Heldenplatz, internationale Fernsehteams beziehen ihre Positionen rund um die <em>Puskás Aréna</em>, Hotels sind seit Wochen ausgebucht, Flugpreise explodieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Finale gilt sportlich als eines der hochwertigsten der vergangenen Jahre. PSG reist als Titelverteidiger an, Arsenal als frisch gekürter englischer Meister. Der Anstoß erfolgt bereits um 18 Uhr &#8211; ungewöhnlich früh für ein Champions-League-Endspiel. UEFA und lokale Organisatoren begründen dies mit Sicherheitsfragen, urbaner Logistik und einer familienfreundlicheren Ablaufplanung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von <em>Euronews</em> rechnen Tourismusexperten mit zusätzlichen 200.000 bis 250.000 Besuchern innerhalb weniger Tage. <strong>Gábor Bódis </strong>von der Budapest Metropolitan University sprach von einer Belastung, <em>„wie sie Budapest touristisch kaum je erlebt hat“</em>. Hotels und Unterkünfte verzeichnen Buchungszahlen von rund 250 Prozent über dem Normalniveau. Für einzelne Zimmer werden Preise von über 2.800 Euro pro Nacht verlangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Fußballfest mit milliardenschwerer Ökonomie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die UEFA verteilt zwar jeweils 17.000 Tickets an beide Finalisten, doch der tatsächliche Besucheransturm geht weit darüber hinaus. Arsenal-Mittelfeldspieler <strong>Declan Rice</strong> hatte die Fans des Londoner Vereins sogar öffentlich aufgefordert, „200.000 Unterstützer“ nach Budapest zu schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftliche Dimension des Finales ist enorm. Laut Schätzungen entstehen Zusatzeinnahmen von rund 20 Milliarden Forint für Gastronomie, Hotellerie und Dienstleistungen. Besonders Bars, Restaurants und Apartmentvermieter profitieren massiv von dem Wochenende. Selbst einfache Unterkünfte werden für mehrere hundert Euro pro Nacht angeboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UEFA wiederum operiert längst in einer ökonomischen Sphäre globaler Unterhaltungskonzerne. Während die Champions League Anfang der 1990er Jahre noch Gewinne von rund 45 Millionen Euro generierte, lagen die Einnahmen in den frühen 2020er Jahren bereits bei deutlich über drei Milliarden Euro jährlich. Allein TV-Rechte brachten der UEFA schon 2017 rund 1,7 Milliarden Euro ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 67.000 Zuschauer fassende Puskás Aréna wurde bereits für die Europameisterschaft, den UEFA Super Cup 2020 sowie das Europa-League-Finale 2023 genutzt. Das Champions-League-Finale markiert jedoch eine andere Größenordnung. In internationalen Medien wird das Ereignis regelmäßig als „Super Bowl des europäischen Fußballs“ bezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Philipp Lahm sieht Budapest als Symbol eines europäischen Neuanfangs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit erhielt in den vergangenen Tagen eine Kolumne des früheren deutschen Nationalmannschaftskapitäns <strong>Philipp Lahm</strong> im britischen <em>Guardian</em>. Lahm verband das Finale explizit mit der politischen Entwicklung Ungarns nach dem Machtwechsel im Frühjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Budapest sei <em>„genau der richtige Ort“ </em>für das wichtigste Klubspiel Europas, schrieb Lahm. Ungarn sende wieder <em>„ein starkes Signal“</em> aus und stehe nicht länger für Blockadepolitik innerhalb Europas. Große Sportereignisse könnten gesellschaftliche Impulse verstärken, argumentierte er unter Verweis auf die politische Stimmung nach den Parlamentswahlen im April.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lahm würdigte zugleich die historische Rolle Ungarns im europäischen Fußball. Er erinnerte an die sogenannte Donau-Schule, an die legendäre Goldene Mannschaft um <strong>Ferenc Puskás</strong> sowie an ungarische Trainer wie <strong>Béla Guttmann </strong>und <strong>Pál Csernai</strong>, die den europäischen Fußball des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Bayern-Kapitän kritisierte zugleich die strukturelle Abschottung des modernen Spitzenfußballs. Seit dem Triumph des <strong>FC Porto</strong> im Jahr 2004 habe kein Verein außerhalb der fünf großen Fußballnationen die Champions League gewonnen. Die Königsklasse sei faktisch zu einer <em>„geschlossenen Gesellschaft“</em> geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb habe Budapest eine besondere symbolische Bedeutung. Städte wie Budapest, Prag, Wien oder Warschau seien kulturell und infrastrukturell längst konkurrenzfähig, würden im modernen Fußballsystem jedoch strukturell benachteiligt bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ungarn selbst ist das Finale dennoch ein Prestigeprojekt von außergewöhnlicher Reichweite. Milliardenpublikum, globale Medienaufmerksamkeit und hunderttausende Besucher machen das Wochenende zu einem der größten internationalen Ereignisse der jüngeren Geschichte des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Guardian, Euronews<br><strong>Photo: </strong>Puskás Aréna (MTI)</p>
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		<title>Usbekistans neuer König: Javokhir Sindarov stürmt zur Schach-WM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 15:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Schach]]></category>
		<category><![CDATA[Anish Giri]]></category>
		<category><![CDATA[Fabiano Caruana]]></category>
		<category><![CDATA[Gukesh Dommaraju]]></category>
		<category><![CDATA[Hikaru Nakamura]]></category>
		<category><![CDATA[Javokhir Sindarov]]></category>
		<category><![CDATA[Magnus Carlsen]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
		<category><![CDATA[Vishwanathan Anand]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem heutigen Remis gegen Anish Giri in der 13. Runde des FIDE- Kandidatenturniers 2026 hat der 20-j&#228;hrige Gro&#223;meister Javokhir Sindarov das Unm&#246;gliche wahr gemacht:&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Mit dem heutigen Remis gegen Anish Giri in der 13. Runde des FIDE- Kandidatenturniers 2026 hat der 20-jährige Großmeister Javokhir Sindarov das Unmögliche wahr gemacht: Er ist der neue Herausforderer des amtierenden Schachweltmeisters Gukesh Dommaraju. Es ist der vorläufige Höhepunkt eines Turniers, das als eine der dominantesten Einzelleistungen in die Geschichte des FIDE-Kandidatenturniers eingehen wird.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pegeia/Tashkent. </strong>Was sich über die letzten zwei Wochen in Zypern abgezeichnet hatte, fand heute einen für die Konkurrenz ernüchternden Abschluss. Ein Blick auf die Tabelle nach der 13. Runde verrät die ganze Dominanz: Mit 9,5 Punkten aus 13 Partien ist <strong>Javokhir Sindarov </strong>eine Runde vor Turnierende bereits uneinholbar. Dass Sindarov heute ein Unentschieden zum Gesamtsieg reichte, verdankt er einer Serie von Ergebnissen, die selbst die größten Experten fassungslos zurückließ. Während die als Favoriten gehandelten Weltklassespieler <strong>Fabiano Caruana</strong> ode<strong>r Hikaru Nakamura</strong> zu häufig der Remisbreite des modernen Schachs zum Opfer fielen, lieferte Sindarov in der Hinrunde des Doppelrundenturniers eine beeindruckende Siegesserie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„<em>Er hatte in der ersten Runde einen sehr wackeligen Auftritt, aber seitdem war er mehr oder weniger makellos, und seine technischen Grundlagen sind wirklich sehr solide.”</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">kommentiert der<em>5-facher </em>Schachweltmeister und Weltranglistenerster <strong>Magnus Carlsen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem Auftaktsieg gegen den Turnieraußenseiter <strong>Andrey Esipenko</strong> und einem Remis gegen den deutschen Großmeister <strong>Matthias Blübaum</strong> in der zweiten Runde, gewann Sindarov drei Partien in Folge gegen Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura und <strong>Rameshbabu</strong> <strong>Praggnanandhaa</strong>, die jeweils von vielen Expert:innen als Topfavoriten für den Titel gehandelt wurden. Der einzige Verfolger im Rennen um die Krone, <strong>Anish Giri</strong>, brauchte zwingend einen Sieg, um im Rennen um die Krone zu bleiben. Mit Weiß wählte er gegen das Damengambit jedoch einen überraschend risikoarmen Aufbau. Sindarov akzeptierte bewusst kleinere strukturelle Schwächen, um im Gegenzug einen schnellen Materialabtausch zu forcieren. Im resultierenden Endspiel versuchte Giri zwar, diese minimalen Defizite zu nutzen, doch Sindarovs Stellung blieb am Ende des Tages stabil. Das Remis beendet Giris Titelhoffnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Äußerst ressourcenreich. Gleichzeitig fallen mir die üblichen Mängel nicht auf”</em> meint der 5-fache Schachweltmeister<strong> Vishwanathan &#8222;Vishy&#8220; Anand </strong>über Sindarov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch nie hat ein usbekischer Spieler ein Kandidatenturnier in diesem Format gewonnen. Dass Sindarov dies mit einer Bilanz von bisher sechs Siegen, sieben Remis und null Niederlagen geschafft hat, unterstreicht sein Profil als kompletter Spieler. Der Sieg beim World Cup 2025 in Goa war offenbar kein Zufall, sondern der Vorbote für diesen Durchmarsch in Zypern. Mit einer aktuellen Live-Elo, die ihn in die Top 5 der Welt katapultiert, ist Sindarov kein <em>&#8222;Herausforderer aus der zweiten Reihe&#8220; </em>mehr. Wenn er im kommenden Jahr gegen den amtierenden Weltmeister Gukesh antritt, wird es das jüngste WM-Duell aller Zeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Usbekistan ist der Erfolg die Bestätigung einer nationalen Strategie: Er ist das Ergebnis massiver staatlicher Investitionen Taschkents, die Schach von einer Freizeitbeschäftigung zu einer tragenden Säule der nationalen Identität erhoben haben. Das Land hat in der jüngeren Vergangenheit bereits per präsidialem Erlass Schach zum „<em>Prioritätssport</em>“ gemacht, und als Teil des verpflichtenden Curriculums in den Unterricht integriert. Erfolgreichen Spielern winken oft staatliche Zuwendungen, Auszeichnungen und selbst Sachpreise, wie in der Vergangenheit beispielsweise eine Zwei-Zimmer Wohnung in der Hauptstadt für Nordirbek Abdusattorov, der 2021 mit 17 Jahren der jüngste Weltmeister im Rapid-Schach wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die morgige Schlussrunde gegen Matthias Blübaum ist für Sindarov nur noch eine Formsache, eine Ehrenrunde für den Mann, der das Schachjahr 2026 jetzt schon geprägt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Partien des Turniers sind kostenfrei auf Lichess.org hinterlegt:<br><a href="https://lichess.org/broadcast/fide-candidates-2026-open/round-13/rFG1W5Tp#boards" target="_blank" rel="noopener">https://lichess.org/broadcast/fide-candidates-2026-open/round-13/rFG1W5Tp#boards</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Photo:</strong> <em>Javokhir Sindarov</em>, OptimaD/wikicommons/CCBYSA 4.0<br><strong>Weitere Quellen:</strong> <a href="https://candidates2026.fide.com/crosstable" target="_blank" rel="noopener">https://candidates2026.fide.com/crosstable</a></p>
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		<title>Ungarn besiegt Slowenien knapp &#8211; chancenreiche, aber zähe Partie in Budapest - Fussball </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 22:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Budapest]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Rossi]]></category>
		<category><![CDATA[Puskás Aréna]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ungarische Nationalmannschaft setzt sich im Freundschaftsspiel gegen Slowenien mit 1:0 durch, nachdem sie &#252;ber weite Strecken spielbestimmend bleibt, jedoch lange an fehlender Durchschlagskraft leidet.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Die ungarische Nationalmannschaft setzt sich im Freundschaftsspiel gegen Slowenien mit 1:0 durch, nachdem sie über weite Strecken spielbestimmend bleibt, jedoch lange an fehlender Durchschlagskraft leidet.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Vor 50.252 Zuschauern in der Puskás Aréna übernahm Ungarn früh die Kontrolle, ohne daraus zunächst Kapital zu schlagen. Die Mannschaft von <strong>Marco Rossi </strong>verzeichnete über die gesamte Spielzeit leichte Vorteile im Ballbesitz (51,5 Prozent) und agierte insgesamt aktiver im Offensivspiel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die statistische Überlegenheit spiegelte sich vor allem in den Abschlüssen wider: 16 Torschüsse standen lediglich fünf Versuchen der Gäste gegenüber, auch bei den Schüssen auf das Tor lag Ungarn mit 6:2 vorne. Dennoch blieb die Partie lange ereignisarm, was sich bereits in der Anfangsphase zeigte. Zwar dominierten die Gastgeber das Geschehen, doch es mangelte an Tempo und Kreativität im letzten Drittel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Slowenien kam nur sporadisch zu Offensivaktionen, erzielte jedoch früh ein Tor, das nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt wurde. Erst nach 28 Minuten wurde erstmals ernsthaft Gefahr erzeugt, als Sallai nach einer Hereingabe von Kerkez am gegnerischen Torhüter scheiterte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zur Pause blieb das Spiel von vorsichtigen Pressingphasen und Aktionen zwischen den Strafräumen geprägt, ohne dass sich klare Torchancen häuften.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rossi bringt Dynamik, Vekic verhindert Rückstand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur zweiten Halbzeit reagierte Rossi mit personellen Anpassungen, die dem Spiel sofort mehr Dynamik verliehen. Insbesondere die Einwechslung des Debütanten Donát Bárány sorgte für Belebung im Angriff. Innerhalb weniger Minuten musste Sloweniens Torhüter Vekic mehrfach eingreifen und bewahrte sein Team mit mehreren Paraden vor dem Rückstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn erhöhte in dieser Phase den Druck deutlich, was sich auch in den Offensivstatistiken niederschlug: 20 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum gegenüber 15 auf slowenischer Seite sowie eine deutlich höhere Anzahl an Flanken (21:15) und erfolgreichen Pässen im letzten Drittel (71:38).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Dominanz blieb die Effizienz zunächst aus. Sallai vergab mehrere Möglichkeiten, während auf der Gegenseite Tóth nur einmal ernsthaft eingreifen musste. Mit zunehmender Spieldauer flachte die Partie erneut ab, auch bedingt durch weitere Wechsel auf beiden Seiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Joker Schön sticht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung fiel schließlich in der 79. Minute – und sie trug die Handschrift eines Einwechselspielers. Nach einer Flanke von Osváth kam der kurz zuvor eingewechselte <strong>Szabolcs Schön</strong> im Strafraum an den Ball, setzte diesen zunächst auf den Boden und traf anschließend präzise unter die Latte zum 1:0.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Treffer war Ausdruck der ungarischen Spielanlage: hoher Aufwand, späte Belohnung. Insgesamt zwang Ungarn den slowenischen Keeper zu fünf Paraden, während die eigene Defensive vergleichsweise wenig gefordert war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partie blieb auch in der Schlussphase kontrolliert, nennenswerte Ausgleichschancen der Gäste blieben aus. Ungarn brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherte sich damit einen Arbeitssieg im ersten Länderspiel des Jahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste Testspiel bestreitet die ungarische Auswahl am Dienstag um 19 Uhr erneut in der Puskás Aréna gegen Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellne:</strong> MTI.hu. BBC<br><strong>Photo:</strong> MTI/Tamás Vasvári</p>
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		<title>Nach WM-Aus: Ernüchterung statt Aufbruch &#8211; Ungarns Nationalelf im Zwischenraum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:23:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Dominik Szoboszlai]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Rossi]]></category>
		<category><![CDATA[Puskás Aréna]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Aus bei der Weltmeisterschaft beginnt f&#252;r das Team von Marco Rossi eine Phase der Neujustierung &#8211; sportlich, taktisch und mental Budapest. Die Entt&#228;uschung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach dem Aus bei der Weltmeisterschaft beginnt für das Team von Marco Rossi eine Phase der Neujustierung &#8211; sportlich, taktisch und mental</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Die Enttäuschung sitzt tief, auch wenn sie öffentlich nur gedämpft artikuliert wird. Die ungarische Nationalmannschaft hat ihr Minimalziel klar verfehlt. Nachdem Ungarn in der Qualifikationsgruppe F den dritten Platz belegte, ist der Weg zur Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko offiziell beendet. Nun folgt eine Serie von Testspielen zur Selbstvergewisserung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ausscheiden ohne Perspektive auf die Playoffs markiert einen Rückschritt für eine Mannschaft, die sich in den vergangenen Jahren unter <strong>Marco Rossi</strong> schrittweise Respekt verschafft hatte. Intern wird die Analyse deutlich nüchterner ausfallen als die offiziellen Verlautbarungen des Verbandes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste <strong>Spiel gegen Slowenien am 28. März</strong> in der<em> Puskás Aréna</em> bildet den Auftakt einer Reihe von Freundschaftsspielen: eine Bewährungsprobe für Struktur und Personal. <strong>Es folgt Griechenland wenige Tage später am 31. März</strong>, im Juni dann <strong>Finnland</strong> in Budapest und <strong>Kasachstan</strong> auswärts. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sportliche Ausgangslage ist ambivalent. Ungarn verfügt weiterhin über eine funktionierende Grundstruktur, die auf Disziplin, Kompaktheit und schnellem Umschaltspiel basiert. Dieses Modell trug das Team durch die erfolgreichen Phasen der Nations League und einzelne Achtungserfolge gegen Topnationen. Doch in der jüngsten Qualifikation wirkte das System berechenbar. Gegner stellten sich auf die tief stehende Fünferkette ein, während im Offensivspiel die Variabilität fehlte &#8211; trotz Kapitän <a href="https://www.pesterlloyd.net/tag/dominik-szoboszlai/" data-type="post_tag" data-id="199">Dominik Szoboszlais</a> enormen Impact.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3 Neue im Kader</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzt die aktuelle Kaderentscheidung an. Mit<strong> Márk Csinger, Tamás Szűcs</strong> und <strong>Áron Yaakobishvili</strong> beruft Rossi drei Neulinge, die bislang außerhalb des engeren Nationalmannschaftsgefüges standen. Ergänzt wird der Kader durch Rückkehrer wie <strong>Redzic</strong> und <strong>Bárány</strong>, die nach längerer Abwesenheit wieder berücksichtigt werden. Es ist ein vorsichtiger personeller Umbau ohne Bruch, eher eine schrittweise Öffnung. Auffällig ist dabei, dass Rossi nicht allein auf kurzfristige Form setzt, sondern bewusst Spieler integriert, die perspektivisch eine Rolle spielen könnten &#8211; ein Hinweis darauf, dass der Umbruch intern längst eingeplant ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir beobachten diese Spieler seit sehr langer Zeit. Deshalb haben wir uns entschieden, sie nicht nur aufgrund ihrer aktuellen Form einzuladen, sondern auch auf Basis unserer langfristigen Bewertungen. Leider gibt es einige etablierte Nationalspieler, die derzeit nicht in der nötigen Form sind. Das eröffnet uns eine sehr gute Gelegenheit, mehreren bislang unberücksichtigten Spielern eine Chance zu geben. Gleichzeitig wollen wir auch Redzic und Bárány wieder im Training und in diesen Spielen sehen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt &#8211; auch mit Blick auf die Juni-Spiele -, um herauszufinden, ob einer von ihnen der Nationalmannschaft langfristig helfen kann.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere im zentralen Mittelfeld offenbarte sich ein strukturelles Problem. Die Verbindung zwischen Defensive und Angriff blieb zu oft Stückwerk, das Spiel nach vorne hing an wenigen Akteuren. Dominik Szoboszlai bleibt der kreative Fixpunkt, doch die Abhängigkeit von seiner Form ist offensichtlich. Fällt er aus oder wird neutralisiert, verliert das Spiel der Ungarn an Dynamik und Idee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chancenverwertung war über weite Strecken unzureichend, das Positionsspiel im letzten Drittel zu statisch. Rossi setzte weiterhin auf physische Präsenz und zweite Bälle, doch gerade gegen defensiv organisierte Gegner fehlten Lösungen im Kombinationsspiel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="497573" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #497573;" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-4769 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2-1024x576.webp 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2-300x169.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2-768x432.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2-1536x864.webp 1536w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2-1320x743.webp 1320w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/03/twitter_2.webp 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Kader mit 3 Neuen und zwei Rückkehrern</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommenden Testspiele bieten daher die Gelegenheit, taktische Anpassungen vorzunehmen. Denkbar ist eine vorsichtige Abkehr vom strikt reaktiven Ansatz hin zu mehr Ballbesitzphasen &#8211; zumindest gegen gleichwertige Gegner. Ebenso wird die Integration jüngerer Spieler eine Rolle spielen. Der Kader wirkt in Teilen überspielt, Alternativen wurden bislang nur zögerlich eingebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stimmung rund um das Team ist entsprechend verhalten. Während die Öffentlichkeit dem Trainer weiterhin Vertrauen entgegenbringt, wächst intern der Druck, eine erkennbare Weiterentwicklung einzuleiten. Die Nations League im Herbst, mit Gegnern wie <strong>Ukraine</strong>, <strong>Georgien</strong> und <strong>Nordirland</strong>, wird zur echten Standortbestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Blick richtet sich daher weniger auf Ergebnisse in den kommenden Wochen als auf Prozesse. Kann Ungarn sein Spiel weiterentwickeln, ohne seine defensive Stabilität aufzugeben? </p>



<h3 class="wp-block-heading">Die kommenden Partien im Überblick:</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>28.03.2026 &#8211; Slowenien</strong> &#8211; Puskás Aréna, Budapest &#8211; 18:00- Freundschaftsspiel<br><strong>31.03.2026 &#8211; Griechenland</strong> &#8211; Puskás Aréna, Budapest &#8211; 18:00 &#8211; Freundschaftsspiel<br><strong>05.06.2026 &#8211; Finnland </strong>&#8211; Puskás Aréna, Budapest  &#8211; Freundschaftsspiel<br><strong>09.06.2026 &#8211; Kasachstan</strong> &#8211; Auswärts &#8211; Stadion noch offen -Freundschaftsspiel</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>25.09.2026 &#8211; Ukraine </strong>&#8211; Heimspiel, Puskás Aréna, Budapest) &#8211; UEFA Nations League<br><strong>28.09.2026 &#8211; Nordirland</strong> &#8211; Auswärts, Stadion offen &#8211; UEFA Nations League<br><strong>02.10.2026 &#8211; Georgien</strong> &#8211; Heimspiel, Puskás Aréna, Budapest  &#8211; UEFA Nations League</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kader</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tor:</strong><br>Péter Szappanos (Puskás Akadémia)<br>Balázs Tóth (Blackburn Rovers)<br>Áron Yaakobishvili (FC Andorra)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verteidigung:</strong><br>Botond Balogh (Kocaelispor)<br>Bendegúz Bolla (Rapid Wien)<br>Márk Csinger (ETO FC)<br>Márton Dárdai (Hertha BSC)<br>Milos Kerkez (Liverpool)<br>Loic Nego (Le Havre)<br>Willi Orbán (RB Leipzig)<br>Attila Osváth (Ferencváros)<br>Kornél Szűcs (Vojvodina)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mittelfeld:</strong><br>Péter Baráth (Sigma Olomouc)<br>András Schäfer (Union Berlin)<br>Callum Styles (West Bromwich Albion)<br>Dominik Szoboszlai (Liverpool)<br>Tamás Szűcs (Debreceni VSC)<br>Alex Tóth (Bournemouth)<br>Milán Vitális (ETO FC)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Angriff:</strong><br>Donát Bárány (Debreceni VSC)<br>Damir Redzic (RB Salzburg)<br>Dániel Lukács (Puskás Akadémia)<br>Roland Sallai (Galatasaray)<br>Szabolcs Schön (ETO FC)<br>Barnabás Varga (AEK Athens)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> MLSZ, kicker.de<br><strong>Photo:</strong> MLSZ.hu</p>
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		<title>Premier-League-Wechsel: Bournemouth verpflichtet Ungarns Nationalspieler Alex Toth</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 23:19:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Toth]]></category>
		<category><![CDATA[Europa League]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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					<description><![CDATA[Der englische Erstligist AFC Bournemouth holt den 20-j&#228;hrigen Mittelfeldspieler von Ferencv&#225;ros. Der Transfer ist einer der teuersten Abg&#228;nge eines ungarischen Vereins in diesem Winter. Budapest/Bournemouth.&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Der englische Erstligist AFC Bournemouth holt den 20-jährigen Mittelfeldspieler von Ferencváros. Der Transfer ist einer der teuersten Abgänge eines ungarischen Vereins in diesem Winter.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Bournemouth. </strong>AFC Bournemouth hat den ungarischen Nationalspieler Alex Toth von Ferencváros verpflichtet. Die Ablösesumme beträgt nach Angaben aus England 10,4 Millionen Pfund, hinzu kommen mögliche Bonuszahlungen in Höhe von bis zu 2,6 Millionen Pfund sowie eine Beteiligung von zehn Prozent an einem künftigen Weiterverkauf. Toth unterschrieb bei den Cherries einen Vertrag über fünfeinhalb Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 20-Jährige ist damit Bournemouths dritter Neuzugang im laufenden Transferfenster nach Torhüter Fraser Forster und Verteidiger Ade Solanke. Auch Benfica, Galatasaray und Lazio sollen Interesse bekundet haben, entschieden hat sich Toth jedoch für den Premier-League-Klub.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Als ich wusste, dass AFC Bournemouth interessiert ist, war ich glücklich. Das ist ein guter Klub in der Premier League, der besten und stärksten Liga der Welt&#8220;, sagte Toth. &#8222;Die ganze Struktur des Vereins ist großartig.&#8220;</em></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Von Ferencváros in die Premier League</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Alex Toth hat bislang ausschließlich in Ungarn gespielt. In der Saison 2023-24 war er an <em>Soroksár</em> ausgeliehen, sein Debüt für Ferencváros gab er im Dezember 2024. Insgesamt kam er für den ungarischen Serienmeister auf 52 Pflichtspiele und erzielte vier Tore. Parallel dazu etablierte er sich im Nationalteam, für das er bislang neun Länderspiele absolvierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bournemouths Direktor für Fußballoperationen, Tiago Pinto, betonte die internationale Erfahrung des Neuzugangs. Toth komme von einem Klub, der regelmäßig auf höchstem nationalem Niveau spiele und zugleich europäische Wettbewerbe kenne. Man sei gespannt, welchen Beitrag er unter Trainer Andoni Iraola leisten könne, während er sich weiterentwickle.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Flexibler Mittelfeldspieler mit Europa-Erfahrung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der ungarische Fußballjournalist Bence Bocsák beschreibt Toth als vielseitigen Mittelfeldspieler. Er könne als Achter, als box-to-box-Spieler oder auch in einer defensiveren Rolle agieren, sei dort aber kein klassischer Zerstörer, sondern eher ein tief spielmachender Typ. Auch Einsätze als offensiver Mittelfeldspieler habe er sowohl bei Ferencváros als auch im Nationalteam gehabt, unter anderem gegen hochkarätige Gegner wie Portugal.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="nyJyQ0bMu5"><a href="https://www.pesterlloyd.net/spaetes-glueck-in-lissabon-szoboszlai-rettet-ungarn-ein-22-gegen-portugal/">Spätes Glück in Lissabon &#8211; Szoboszlai rettet Ungarn ein 2:2 gegen Portugal</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Spätes Glück in Lissabon &#8211; Szoboszlai rettet Ungarn ein 2:2 gegen Portugal&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/spaetes-glueck-in-lissabon-szoboszlai-rettet-ungarn-ein-22-gegen-portugal/embed/#?secret=1wczfYZSCD#?secret=nyJyQ0bMu5" data-secret="nyJyQ0bMu5" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben wird seine Erfahrung auf europäischer Ebene, die den Schritt nach England erleichtern soll. Toth habe regelmäßig in der Europa League gespielt und bringe zudem hohe Intensität und Pressingstärke mit &#8211; Eigenschaften, die gut zu Iraolas Spielstil passen. Charakterlich genieße er in Ungarn einen sehr guten Ruf, habe sich seine Rolle über Geduld und Professionalität erarbeitet und von erfahrenen Mitspielern sowie seinem Trainer Robbie Keane profitiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Bournemouth dürfte Toth zunächst vor allem in einer offensiveren Rolle interessant sein, in der er seine Laufstärke und sein Pressing im letzten Drittel einbringen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> <em>BBC Sport</em><br><strong>Photo: </strong><em>Alex Tóth, mlsz.hu </em></p>
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