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	<title>Tourismus &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Tourismus &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Fahrradnetz von Győr bis Budapest geplant &#8211; Eine Verbindung für die Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 11:05:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein neues Fahrradwegenetz soll Győr mit Budapest verbinden und könnte den Tourismus und die regionale Mobilität in Ungarn grundlegend verändern.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ungarn prüft den Aufbau eines umfassenden Fahrradwegenetzes, das perspektivisch Győr mit Budapest verbindet. Dieses Vorhaben könnte den regionalen Tourismus beleben und die Mobilität grundlegend verändern.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Győr/Budapest. </strong>Die ungarische Regierung prüft ein bedeutendes Vorhaben: Ein zusammenhängendes Fahrradwegenetz könnte Győr und Budapest miteinander verbinden. Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy verwies darauf kürzlich in den Sozialen Medien. Im Rahmen des EuroVelo-6-Netzwerks wird derzeit ein direkter Radweg von Komárom über Esztergom bis in die Donauknie-Region vorbereitet, der die Fahrrad-Infrastruktur in der Region deutlich verbessern soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Route: Bestehendes und Geplantes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit fehlt zwischen Győr und Budapest ein durchgehender, eigenständiger Radweg. Einige Abschnitte, wie die Strecke von Győr nach Pannonhalma, sind bereits fertiggestellt; dort wurde ein 18,4 Kilometer langer Radweg bis November 2021 fertiggestellt. Entlang der slowakisch-ungarischen Grenze wurden bereits auf mehreren Abschnitten Radverkehrsinfrastrukturen gebaut, ein zusammenhängendes, modernes Netz ist dort aber noch nicht entstanden. Aus dem Integrált Közlekedésfejlesztési Operatív Program (IKOP) Plusz stehen 2,8 Milliarden Forint zur Verfügung, um eine neue Trasse für den unfallträchtigen Abschnitt zwischen Esztergom und Tát zu planen, dessen Bau ab 2028 beginnen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einbindung in das EuroVelo 6-Netzwerk verbessert nicht nur die touristische Infrastruktur, sondern erleichtert auch das tägliche Leben der Anwohner. In der Beschreibung der EuroVelo-Routen wird hervorgehoben, dass sie vielerorts als „Rückgrat“ fungieren, das nicht nur Touristen und Erholungssuchenden, sondern auch Berufspendlern und Schülern dient.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erwartete wirtschaftliche Impulse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung des Fahrradwegenetzes könnte den regionalen Tourismus und die lokale Wirtschaft beleben. Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen, dass eine bessere touristische Infrastruktur mehr Besucher anziehen und so zu einem Anstieg der Übernachtungszahlen sowie zu einer Belebung des örtlichen Handels führen kann. Gastronomie und Beherbergungsbetriebe entlang der Strecke könnten von steigenden Besucherzahlen profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der vielen erwarteten Vorteile gibt es auch finanzielle Fragen. Die Finanzierung ist ein kritischer Punkt, da zwar für den Abschnitt zwischen Esztergom und Tát im Rahmen des <em>Integrált Közlekedésfejlesztési Operatív Program (IKOP) Plusz </em>2,8 Milliarden Forint vorgesehen sind, bislang aber keine genauen nötigen Investitionssummen für eine komplette direkte Verbindung zwischen Győr und Budapest veröffentlicht wurden. Zudem müssen mögliche Umweltbelastungen und eine Überlastung geschützter Gebiete berücksichtigt werden. Dennoch könnte das Projekt als Vorbild für ähnliche Initiativen im Land dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>MTI<br><strong>Photo: </strong>Der geplante Radweg soll die Städte Győr und Budapest nachhaltig verbinden, Illustration, PL</p>
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		<title>Velence-See trocknet aus – Klimakrise legt Ungarns Wasserpolitik blank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 14:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuer Rekordtiefstand, kollabierender Tourismus und ein &#246;kologischer Notfall setzen die neue Regierung unter Handlungsdruck. G&#225;rdony. Der Velence-See (Velencei-t&#243;), Ungarns drittgr&#246;&#223;ter nat&#252;rlicher See und eines der&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neuer Rekordtiefstand<em>, kollabierender Tourismus und ein ökologischer Notfall setzen die neue Regierung unter Handlungsdruck.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gárdony. </strong>Der <em>Velence-See</em> (Velencei-tó), Ungarns drittgrößter natürlicher See und eines der beliebtesten Naherholungsgebiete des Landes, erlebt seine schwerste Krise seit Beginn der modernen Messungen. An den Stränden von Gárdony sind große Uferbereiche inzwischen trocken gefallen, Ausflugsschiffe wurden eingestellt und zahlreiche Tourismusbetriebe kämpfen ums Überleben. Fachleute sehen in der Entwicklung nicht nur eine Folge des Klimawandels, sondern auch jahrzehntelanger Fehlentscheidungen im Wassermanagement.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer Reportage der Nachrichtenagentur AFP lag der Wasserstand Anfang Juli bei lediglich 41 Zentimetern – der niedrigste Wert seit Beginn der Messreihe im Jahr 1931. Die Entwicklung gilt als Symbol einer landesweiten Wasserkrise, die weite Teile Ungarns erfasst hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum der See schneller verschwindet als früher</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Velence-See liegt nur rund 45 Kilometer südwestlich von Budapest und zählt zu den wärmsten Seen Europas. Seine geringe Tiefe macht ihn besonders anfällig für langanhaltende Trockenperioden. Im Sommer erreicht das Wasser normalerweise Temperaturen zwischen 26 und 28 Grad Celsius, gleichzeitig beschleunigt die starke Verdunstung jedoch den Wasserverlust.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der <em>Nationalen Generaldirektion für Wasserwirtschaft</em> (OVF) hat Ungarn in den vergangenen fünf Jahren ein Niederschlagsdefizit angesammelt, das einem gesamten durchschnittlichen Jahresniederschlag entspricht. Die Behörden sprechen inzwischen offen von &#8222;Schadensbegrenzung&#8220;. Sollte der Wasserstand weiter sinken, könnte der See in mehrere voneinander getrennte Wasserflächen zerfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hydrogeologin <strong>Anita Erőss</strong> von der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) verweist darauf, dass der See historisch zwar immer wieder austrocknete – zuletzt vollständig im Jahr 1866. Heute verschärften jedoch zusätzliche menschliche Eingriffe die Situation erheblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahrzehnten entstanden zahlreiche neue Wohngebiete rund um den See. Viele Grundstückseigentümer entnehmen Grundwasser über private Brunnen, um Gärten zu bewässern oder Swimmingpools zu füllen. Genau dieses Grundwasser speist jedoch den flachen See. Gleichzeitig kritisieren Umweltorganisationen seit Jahren eine Wasserpolitik, die den schnellen Abfluss von Wasser aus der Landschaft förderte, anstatt Niederschläge und Oberflächenwasser langfristig zurückzuhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tourismus, Fischerei und Natur geraten gleichzeitig unter Druck</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits deutlich sichtbar. Das Ausflugsschifffahrtsunternehmen von György Simon stellte Ende Juni seinen Betrieb ein, weil Boote nicht mehr sicher fahren können. Wo früher Kinder im flachen Wasser spielten, wachsen heute Unkraut und Schilf auf trockenem Boden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Fischerei verzeichnet laut dem nationalen Anglerverband MOHOSZ ihre schlechteste Saison seit Jahrzehnten. Die niedrigen Wasserstände gefährden nicht nur Fischbestände, sondern das gesamte empfindliche Ökosystem des alkalischen Sees. Experten warnen, dass bereits ein einzelnes extremes Wetterereignis einen ökologischen Kollaps auslösen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein politisch unangenehmer Nebeneffekt: Das unter der früheren Fidesz-Regierung errichtete internationale Kajak- und Kanuzentrum am Nordufer kann einen für August geplanten Studentenwettbewerb wegen des niedrigen Wasserstands nicht ausrichten. Der Komplex war erst 2024 für rund 142 Millionen Euro fertiggestellt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Regierung setzt auf Wasserretention statt Notlösungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die seit Mai amtierende Regierung von Péter Magyar hat den Zustand des Velence-Sees zu einem ihrer ersten umweltpolitischen Schwerpunkte erklärt. Mit der Einrichtung eines eigenständigen Umweltministeriums erhielt der Natur- und Gewässerschutz erstmals seit 16 Jahren wieder ein eigenes Kabinettsressort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Staatssekretärin Viktória Bogi kündigte gegenüber AFP strengere Regeln für die Wasserentnahme an. Vorrang habe die Wiederherstellung natürlicher Wasserzuflüsse, bevor künstliche Eingriffe geprüft würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert werden derzeit verschiedene technische Lösungen, darunter die Einleitung gereinigten Abwassers oder der Bau eines Kanals zur rund 15 Kilometer entfernten Donau. Viele Wissenschaftler stehen solchen Projekten jedoch kritisch gegenüber. Zusätzliche Wasserzufuhr könnte die chemische Zusammensetzung des natürlich alkalischen Sees dauerhaft verändern, ohne die strukturellen Ursachen des Problems zu beseitigen.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="gsAWIANbTs"><a href="https://www.pesterlloyd.net/niedrige-donau-sinkende-pegel-gefaehrden-oekosystem-und-schifffahrt/">Niedrige Donau: Sinkende Pegel gefährden Ökosystem und Schifffahrt</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Niedrige Donau: Sinkende Pegel gefährden Ökosystem und Schifffahrt” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/niedrige-donau-sinkende-pegel-gefaehrden-oekosystem-und-schifffahrt/embed/#?secret=Fz8YeYK1AA#?secret=gsAWIANbTs" data-secret="gsAWIANbTs" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Landschaftsarchitekt Zsombor Boromisza von der Ungarischen Universität für Agrar- und Lebenswissenschaften warnt zudem davor, sich auf Wassertransfers als langfristige Strategie zu verlassen. Angesichts zunehmender Dürre könnten künftig auch andere Wasserreserven Ungarns unter Druck geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Inquirer, TIMES<br><strong>Foto: </strong>Via User Globetrotter19/Wikipedia, CC BY SA 4.0</p>
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