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	<title>Andrej Gjurov - Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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		<title>Ilijana Jotowa gewinnt Präsidentenstichwahl in Bulgarien - Kursfrage für Sofia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2026 14:20:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die bisherige &#220;bergangsstaatsspitze setzt sich klar durch und wird erste gew&#228;hlte Pr&#228;sidentin des Landes. Sofia. Ilijana Jotowa hat die Stichwahl um das Pr&#228;sidentenamt in Bulgarien&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Die bisherige Übergangsstaatsspitze setzt sich klar durch und wird erste gewählte Präsidentin des Landes.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sofia.</strong> Ilijana Jotowa hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Bulgarien deutlich gewonnen und bleibt damit an der Spitze des EU- und NATO-Mitgliedstaats. Die bisherige Übergangspräsidentin kam nach Auszählung von 99,95 Prozent der Wahlprotokolle auf 57,58 Prozent der Stimmen, ihr Herausforderer Andrej Gjurov erreichte 39,47 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jotowa und ihr Vizepräsidentschaftskandidat Kiril Viltschew erhielten damit rund 1,1 Millionen Stimmen, während das Duo Gjurov/Georgi Kandev etwa 749.500 Stimmen auf sich vereinigte. Jotowa, die zuvor Vizepräsidentin gewesen war, war im Januar ins Amt gerückt, nachdem Staatspräsident<strong> Rumen Radev</strong> zurückgetreten war, um bei den Parlamentswahlen antreten zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Sieg wird Jotowa Bulgarien als erste gewählte Frau an der Staatsspitze repräsentieren. Sie und Radev gelten als russlandfreundlich, insbesondere mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine. Die Wahl galt daher als Richtungsentscheidung darüber, ob Sofia seinen bisherigen Kurs mit engen Energie- und historischen Verbindungen zu Russland politisch weiter absichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die von politischen Krisen und häufigen Neuwahlen geprägte bulgarische Innenpolitik bedeutet das Ergebnis Kontinuität an der Spitze eines Amtes, das zwar begrenzte exekutive Kompetenzen besitzt, aber außen- und sicherheitspolitisch Gewicht hat. In EU- und NATO-Debatten zur Unterstützung der Ukraine und zu Sanktionen gegen Moskau bleibt damit eine Stimme gestärkt, die auf Ausgleich mit Russland setzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Staaten Ostmitteleuropas, die teils einen harten Kurs gegenüber Moskau vertreten, stellt Jotowas klares Mandat einen Kontrapunkt dar: In einem Land, das stark von russischer Energie abhängig war und geografisch eine Brücke auf den Westbalkan bildet, setzt sich erneut eine Kandidatin durch, die Distanz zu einer konsequent ukrainetreuen Linie pflegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong>: Agenturen<br><strong>Photo</strong>: Ilijana Jotowa, Präsidialamt Bulgarien, Public Domain</p>
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