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	<title>EU Subventionen &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>EU Subventionen &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Ungarn erhält Zugang zu 16,4 Milliarden Euro aus EU-Fonds</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 09:41:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach jahrelanger Blockade der Zahlung unter Viktor Orb&#225;n gibt die EU nahezu s&#228;mtliche eingefrorenen Mittel frei &#8211; Die Regierung Tisza verpflichtet sich zu tiefgreifenden Reformen&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach jahrelanger Blockade der Zahlung unter Viktor Orbán gibt die EU nahezu sämtliche eingefrorenen Mittel frei &#8211; Die Regierung Tisza verpflichtet sich zu tiefgreifenden Reformen bei Justiz, Korruptionsbekämpfung und öffentlicher Verwaltung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Brüssel.</strong> Die <em>Europäische Union</em> hat am Freitag die Freigabe von insgesamt 16,4 Milliarden Euro an bislang blockierten Fördermitteln für Ungarn angekündigt. Nach einem Treffen zwischen Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> und EU-Kommissionspräsidentin <strong>Ursula von der Leyen</strong> in Brüssel können damit nahezu alle Gelder aus dem Wiederaufaufonds und den Kohäsionsprogrammen abgerufen werden, die während der Amtszeit von <strong>Viktor Orbán</strong> wegen rechtsstaatlicher und korruptionsbezogener Bedenken eingefroren worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Leyen sprach von einem deutlichen politischen Wandel in Ungarn. Die neue Regierung habe innerhalb weniger Wochen Reformschritte eingeleitet, die über Jahre hinweg ausgeblieben seien. Insgesamt werden zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Wiederaufbaufonds freigegeben. Hinzu kommen 6,4 Milliarden Euro aus verschiedenen Kohäsionsfonds.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar bezeichnete die Einigung als historischen Durchbruch. <em>„Drei Wochen haben gereicht, um das zu erreichen, woran Viktor Orbán in drei Jahren gescheitert ist“</em>, erklärte er vor Journalisten in Brüssel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Bedingungen muss Ungarn nun erfüllen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Freigabe der Milliardenhilfen erfolgt nicht bedingungslos. Ungarn muss weiterhin 27 sogenannte „Super-Meilensteine“ erfüllen, darunter den Beitritt zur <em>Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO)</em>, eine Stärkung der Integritätsbehörde, Reformen im öffentlichen Beschaffungswesen sowie den schrittweisen Rückbau jener Stiftungsstrukturen, über die während der Orbán-Ära große Teile staatlicher Vermögenswerte ausgelagert wurden.</p>



<p class="has-white-background-color has-background wp-block-paragraph">Ein besonders sensibler Bereich betrifft die Grundrechte und die Rechtsstaatlichkeit. Rund 2,2 Milliarden Euro bleiben an die Wiederherstellung der akademischen Freiheit an den Universitäten gekoppelt. Weitere 500 Millionen Euro werden erst freigegeben, wenn Ungarn die jüngste Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zu diskriminierenden Regelungen gegenüber LGBTQ-Personen umsetzt.<br><br>Die Organisatoren haben die 31. Ausgabe des Marsches für den 27. Juni angemeldet, nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr zum Symbol des Widerstands gegen die Regierung Orbán geworden war. Damals nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 200.000 Menschen teil, obwohl die Behörden auf Grundlage einer von Fidesz unterstützten Gesetzesänderung versucht hatten, Pride-Veranstaltungen unter dem Verweis auf den „Kinderschutz“ zu untersagen.</p>



<p class="has-luminous-vivid-amber-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong>Nachlese &#8211; die Budapest Pride im Pester Lloyd Liveticker:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="yh354fraBh"><a href="https://www.pesterlloyd.net/budapest-pride-2025-liveticker/">Budapest Pride 2025 &#8211; Liveticker</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Budapest Pride 2025 – Liveticker“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/budapest-pride-2025-liveticker/embed/#?secret=4DqOowuicg#?secret=yh354fraBh" data-secret="yh354fraBh" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei hat den diesjährigen Marsch inzwischen genehmigt und erklärt, im Anmeldeverfahren seien keine rechtlichen Gründe für ein Verbot festgestellt worden. Die Entscheidung wird in Brüssel als weiteres Signal für die politische Neuorientierung Ungarns wahrgenommen. Die Regierung Magyar hat die umstrittene Gesetzgebung bislang zwar nicht aufgehoben, gleichzeitig deutet die Einigung mit der <em>Europäischen Kommission</em> darauf hin, dass Budapest bei Fragen der Versammlungsfreiheit und des Minderheitenschutzes wieder näher an europäische Rechtsstandards heranrücken will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Budapest und die Kommission haben sich zudem auf einen konkreten Fahrplan für die noch ausstehenden Gesetzesänderungen verständigt. Mit der Einigung kehrt auch das Erasmus+-Programm an ungarische Hochschulen zurück. Studierende sollen bereits ab dem kommenden Studienjahr wieder uneingeschränkt an den europäischen Austauschprogrammen teilnehmen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Milliardeninvestitionen für Infrastruktur, Energie und Bildung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung plant, die Mittel gezielt für wirtschaftliche Modernisierung und öffentliche Investitionen einzusetzen. Nach Angaben Magyars sollen 4,2 Milliarden Euro in Verkehrsinfrastruktur, das Gesundheitswesen sowie kleine und mittlere Unternehmen fließen. Weitere 2,2 Milliarden Euro sind für Bildungsprojekte vorgesehen, während 1,5 Milliarden Euro in die Modernisierung des Stromnetzes investiert werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus kündigte die Regierung Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes, die Energieversorgung und den Wohnungsbau an. Das Gesamtvolumen der freigegebenen Mittel entspricht rund 13 Prozent des ungarischen Bruttoinlandsprodukts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Brüsseler Einigung bestätigte die Ratingagentur S&amp;P Global Ratings am Freitagabend die bestehende Bonität Ungarns. Der Ausblick bleibt jedoch negativ. Die Agentur verweist auf erhebliche Haushaltsrisiken, erwartet für dieses Jahr ein Defizit von 6,75 Prozent des BIP und sieht die öffentlichen Finanzen weiterhin unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig würdigte S&amp;P die verbesserte Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und die angekündigten Reformen der neuen Regierung. Die Analysten erwarten positive Effekte auf Wachstum, Investitionen und Finanzierungskosten. Seit dem Regierungswechsel hat der Forint gegenüber dem Euro rund sechs Prozent aufgewertet, während die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen deutlich gesunken sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neuer Kurs bei Ukraine und Migration</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar wies Spekulationen zurück, wonach die Freigabe der EU-Mittel mit Ungarns Haltung zum EU-Beitrittsprozess der Ukraine verknüpft sei. Es habe „absolut keinen Zusammenhang“ zwischen beiden Themen gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Budapest hält weiterhin an seinen Forderungen zum Schutz der ungarischen Minderheit in der Ukraine fest. Die Regierung erwartet Garantien für die Umsetzung eines elf Punkte umfassenden Katalogs zu Bildungs- und Sprachrechten. Technische Verhandlungen zwischen beiden Ländern laufen bereits.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der europäischen Migrationspolitik schlug Magyar deutlich gemäßigtere Töne an als noch im Wahlkampf. Obwohl seine Partei den EU-Migrationspakt zuvor kritisch bewertet hatte, schloss der Ministerpräsident eine Umsetzung nicht aus. Er verwies darauf, dass die entsprechende Gesetzgebung ursprünglich von der damaligen Orbán-Regierung auf europäischer Ebene mitgetragen worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang kritisierte Magyar die Freilassung von mehr als 2.200 Schleusern während der Orbán-Jahre aufgrund überfüllter Gefängnisse. Seine Regierung sei bereit, zusätzliche Haftkapazitäten zu schaffen – <em>„für Schleuser und korrupte Politiker gleichermaßen“.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Guardian, MTI, 24.hu<br><strong>Photo: </strong>MTI.hu</p>
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