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	<title>Europäische Kommission &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Europäische Kommission &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Brüssel stützt den Umbau des ungarischen Staates  trotz scharfer Kritik der europäischen Rechten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 14:57:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[EU Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[Die EU-Fraktion Patrioten f&#252;r Europa warnen vor angeblichem Demokratieabbau &#8211; EU-Kommission verweist unbeeindruckt auf Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbek&#228;mpfung Budapest/Br&#252;ssel. W&#228;hrend Fidesz und ihre Verb&#252;ndeten im B&#252;ndnis&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Fraktion <em>Patrioten für Europa warnen vor angeblichem Demokratieabbau</em> &#8211;<em> EU-Kommission verweist unbeeindruckt</em> <em>auf Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Brüssel.</strong>  Während Fidesz und ihre Verbündeten im Bündnis <em>Patrioten für Europa </em>der Regierung von Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> autoritäre Methoden vorwerfen, hält die Europäische Kommission demonstrativ an ihrer Unterstützung für den Reformkurs fest. Brüssel verweist auf laufende rechtsstaatliche Verfahren und sieht bislang keinen Anlass, politisch einzugreifen und ignoriert Zurufe der Rechtsaußen-Fraktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte verschärfte sich nach mehreren Maßnahmen der neuen Regierung, die unter der Kampagne <em>Purgatorium</em> den personellen und institutionellen Einfluss der früheren Fidesz-Regierung abbauen will. Ziel sei nach Darstellung der Regierung, staatliche Institutionen von parteipolitischen Abhängigkeiten zu lösen und Korruptionsfälle der vergangenen Jahre strafrechtlich aufzuarbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum wächst der Konflikt zwischen Budapest und der europäischen Rechten?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der jüngsten Kontroverse war eine Reihe politischer und juristischer Entwicklungen. Präsident <strong>Tamás Sulyok</strong> verlor infolge einer Verfassungsänderung sein Amt, Generalstaatsanwalt <strong>Gábor Bálint Nagy</strong> erklärte unter Hinweis auf politischen Druck seinen Rücktritt. Wenige Tage später beschlagnahmten Ermittlungsbehörden Server und Kommunikationssysteme der Fidesz-Partei im Rahmen eines Korruptionsermittlungsverfahrens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Pester Lloyd bereits berichtet hatte, steht die Durchsuchung im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Nationalen Kulturfonds (NKA). Die Staatsanwaltschaft untersucht den Verdacht, dass Fördergelder in Milliardenhöhe rechtswidrig vergeben und für parteipolitische Zwecke eingesetzt wurden. Fidesz weist sämtliche Vorwürfe zurück und bezeichnet das Verfahren als politisch motiviert.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ypEmbBBdfE"><a href="https://www.pesterlloyd.net/ermittler-beschlagnahmen-fidesz-server-im-zuge-der-nka-ermittlungen/">Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Fidesz-Server im Zuge der NKA-Ermittlungen</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Fidesz-Server im Zuge der NKA-Ermittlungen“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/ermittler-beschlagnahmen-fidesz-server-im-zuge-der-nka-ermittlungen/embed/#?secret=IqaDannatT#?secret=ypEmbBBdfE" data-secret="ypEmbBBdfE" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Ministerpräsident<strong> Viktor Orbán</strong> erklärte, in Ungarn sei inzwischen ein <em>„politisch autoritäres System“ </em>entstanden. Sein enger Vertrauter Balázs Orbán sprach gegenüber <em>Euronews</em> von einem konstruierten Strafverfahren, das lediglich dazu diene, Druck auf die Opposition auszuüben. Es sei beispiellos, dass Ermittler Zugriff auf die gesamte digitale Infrastruktur einer politischen Partei verlangten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ministerpräsident <strong>Péter Magyar </strong>widerspricht dieser Darstellung. Die Regierung nehme keinen Einfluss auf staatsanwaltschaftliche Entscheidungen, erklärte er. Die Ermittlungen würden unabhängig geführt. Auch die Staatsanwaltschaft betonte, die Sicherstellung der Server erfolge ausschließlich im Rahmen eines Strafverfahrens wegen mutmaßlichen Betrugs und weiterer Delikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Politikwissenschaftler <strong>Dániel Hegedűs</strong> vom Institut für Europäische Politik in Berlin sieht die Entwicklung vor allem im Kontext der Wahlversprechen der Tisza-Partei. Ein zentrales Versprechen Magyars sei gewesen, Korruptionsdelikte aus der Zeit der Fidesz-Regierung konsequent strafrechtlich verfolgen zu lassen. <em>Weitere Verfahren gegen frühere Funktionsträger seien deshalb zu erwarten.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum reagiert Brüssel deutlich zurückhaltender als Orbáns Verbündete?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 50 Europaabgeordnete aus der Fraktion <em>Patrioten für Europa</em> forderten die Europäische Kommission vor zwei Wochen auf, den Zustand der Demokratie in Ungarn unverzüglich zu untersuchen. In ihrem Schreiben kritisieren sie insbesondere die Verfassungsänderung, welche Altersgrenzen für Verfassungsrichter sowie Amtszeitbegrenzungen für Abgeordnete und Ministerpräsidenten einführt. Die Kommission hat auf den Brief bislang nicht offiziell geantwortet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung erhält Orbán von internationalen Verbündeten. Italiens Vizepremier <strong>Matteo Salvini</strong> erklärte, Demokratie verliere ihre Legitimität, wenn sie gegen die Opposition eingesetzt werde. Auch die französische Oppositionspolitikerin <strong>Marine Le Pen</strong> wirft der Regierung Magyar vor, demokratische Grundsätze zu verletzen und dabei von Brüssel geschützt zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Kommission verfolgt dagegen einen deutlich anderen Kurs. Sie verweist auf das laufende Ermittlungsverfahren und vermeidet eine politische Bewertung einzelner Strafmaßnahmen. Gleichzeitig bewertet sie die bisherigen Rechtsstaats- und Transparenzreformen der Regierung positiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug für zugesagte Anti-Korruptionsmaßnahmen und Reformen bei Transparenz und Justiz hat <a href="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-erhaelt-zugang-zu-164-milliarden-euro-aus-eu-fonds/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-erhaelt-zugang-zu-164-milliarden-euro-aus-eu-fonds/">Brüssel die Freigabe von 16,4 Milliarden Euro</a> aus zuvor eingefrorenen EU-Wiederaufbaumitteln vereinbart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EU-Justizkommissar <strong>Michael McGrath </strong>sprach bei der Vorstellung des aktuellen Rechtsstaatlichkeitsberichts von „sehr positiven Entwicklungen“ in Ungarn. Zur Abberufung von Präsident Sulyok wollte er sich nicht äußern und verwies auf die noch ausstehende Bewertung der Venedig-Kommission des Europarats. Bereits im Juni hatte McGrath jedoch gegenüber <em>Euronews</em> erklärt, personelle Veränderungen nach einem grundlegenden politischen Machtwechsel seien grundsätzlich normal, solange rechtsstaatliche Verfahren eingehalten und individuelle Rechte gewahrt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Hegedűs</strong> hält den Austausch politisch ernannter Spitzenbeamter während einer Phase der „Redemokratisierung“ grundsätzlich für nachvollziehbar. Kritisch bewertet er allerdings die geplante Begrenzung parlamentarischer Amtszeiten auf zwölf Jahre. Diese könne nach seiner Einschätzung das passive Wahlrecht und damit ein grundlegendes demokratisches Recht einschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Euronews, Pester Lloyd<br><strong>Photo: </strong>Hungary, European Commission. europa.eu</p>
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		<title>Geld auf Bedingung: Brüssels neuer Haushaltsvorschlag trifft Ungarn - Europa </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jul 2025 11:18:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Br&#252;ssel/Budapest. Die Europ&#228;ische Kommission hat im seit Jahren schwelenden Streit mit Ungarn &#252;ber die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien eine neue Eskalationsstufe gez&#252;ndet: K&#252;nftig sollen Zahlungen aus&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brüssel/Budapest.</strong> Die Europäische Kommission hat im seit Jahren schwelenden Streit mit Ungarn über die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien eine neue Eskalationsstufe gezündet: Künftig sollen Zahlungen aus dem EU-Haushalt an die Einhaltung demokratischer Grundwerte gekoppelt werden. Dies geht aus dem neuen Mehrjährigen Finanzrahmen hervor, der diese Woche vorgestellt wurde.</p>



<h1 class="wp-block-heading">EU-Haushalt wird an Rechtsstaatlichkeit gebunden</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Vorschlags stehen die sogenannten <em>Nationalen Regionalpartnerschaftspläne</em> (NRPs), die künftig Mittel für Agrar- und Kohäsionspolitik bündeln sollen. Nach den Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sei darin eine „intelligente Konditionalität“ verankert: Wer gegen EU-Werte verstößt, soll weder Projektgelder noch Fördermittel erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In den NRPs machen wir Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte zur Voraussetzung für Investitionen und zum Fokus von Reformen“, erklärte von der Leyen am Mittwoch. Künftig würden EU-Mittel „verantwortungsvoll ausgegeben &#8211; mit starken Sicherungen, klaren Bedingungen und geeigneten Anreizen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Brüsseler Initiative stellt eine systematische Erweiterung des <em>Rechtsstaatlichkeitsmechanismus</em> dar, der bereits seit 2020 theoretisch die Möglichkeit bietet, EU-Gelder bei systemischen Verstößen gegen Grundwerte auszusetzen. Bislang wurde das Instrument allerdings nur gegenüber Ungarn aktiviert &#8211; ein Umstand, den man in Budapest als gezielte Kampagne gegen die Regierung Orbán interpretiert: Wie immer ist man das Opfer.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Milliarden weiter eingefroren</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn ist seit Jahren im Visier der Kommission: Wegen <em>systemischer Korruption</em>, Angriffen auf die Unabhängigkeit der Justiz und einer gezielten Aushöhlung pluralistischer Medienstrukturen sind derzeit 18 Milliarden Euro an EU-Mitteln für Budapest eingefroren. Direkt abrufbar sind lediglich rund 10 Milliarden &#8211; eine empfindliche Lücke im windigen ungarischen Haushalt, der stark von EU Transfers abhängt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pesterlloyd.net/haushalt-des-friedens/" data-type="post" data-id="356">Ungarns Haushaltsentwurf 2026: Soziale Unterstützung oder politische Strategie?</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Würde der neue Haushaltsrahmen verabschiedet, könnten weitere Kürzungen folgen &#8211; bis hin zu einem vollständigen Mittelstopp. Entscheidungsgrundlage wären künftig auch die jährlichen <em>Rechtsstaatlichkeitsberichte</em> der Kommission, in denen unter anderem Unabhängigkeit der Justiz, Korruptionsbekämpfung und Medienfreiheit bewertet werden.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Zustimmung aus dem Europaparlament mit Vorbehalten</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Grünen-Abgeordnete Daniel Freund, einer der lautstärksten Kritiker Orbáns im Europaparlament, begrüßte den Vorstoß vorsichtig:<br>„Das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung“, so Freund. Doch er mahnt: „Das Parlament und alle Mitgliedstaaten müssen zustimmen &#8211; auch Ungarn. Der Kampf ist noch lange nicht vorbei.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch sieht Freund die vorgesehene Umstellung auf ein leistungsbasiertes Finanzierungsmodell, das an die COVID-Wiederaufbaufonds erinnert. Dort, so Freund, sei die Kontrolle der Mittelverwendung „deutlich schwächer“ gewesen &#8211; mit entsprechendem Missbrauchspotenzial.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Budapest spricht von „politischer Erpressung“</h1>



<p class="wp-block-paragraph">In Ungarn reagierte man erwartungsgemäß mit scharfer Rhetorik. Der Fidesz-Abgeordnete Csaba Dömötör sprach gegenüber <em>Euronews</em> von einer „politisch motivierten“ Initiative:<br>„Geld zurückzuhalten dient nur linken, liberalen Regierungen. Wenn sie wirtschaftlichen Schaden verursachen, profitieren linke Kräfte bei Wahlen &#8211; das ist politische Erpressung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ministerpräsident Viktor Orbán selbst lehnte den Haushaltsentwurf rundweg ab und bezeichnete ihn als „Pro-Ukraine-Budget“. Die Kommission stelle angeblich „die Interessen der Ukraine über jene europäischer Bürger“ und solle den Entwurf zurückziehen, so der Premier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Orbáns Argumentation über den Umweg der Ukraine auf Zustimmung in Brüssel stoßen dürfte, ist jedoch unwahrscheinlich. Der Plan von der Leyens zielt auf das strukturelle Problem mangelnder Rechtsstaatlichkeit im EU-Binnenraum  und findet vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zunehmend Rückhalt, auch unter vormals skeptischen Mitgliedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob der Vorschlag der Kommission Realität wird, hängt von der Einstimmigkeit im Europarat ab &#8211; ein Faktum, das Budapest traditionel politisch einzusetzen weiß und sein Veto seit Jahren gebraucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Brüssel will seine größten Hebel endlich einsetzen &#8211; nicht nur, um Reformen zu erzwingen, sondern um demokratische Mindeststandards in der Union zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/eu-budget/long-term-eu-budget/eu-budget-2028-2034_en" data-type="link" data-id="https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/eu-budget/long-term-eu-budget/eu-budget-2028-2034_en" target="_blank" rel="noopener">Haushaltsvorschlag der Europäischen Kommission für den Zeitraum 2028–2034</a>.</em></p>
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