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	<title>Gesundheitswesen &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Gesundheitswesen &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Ungarns Krankenhäuser rutschen tief in rote Zahlen -Verbindlichkeiten steigen trotz staatlicher Eingriffe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 21:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswesen]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue Daten des Rechnungshof zeigen eine anhaltende Dynamik wachsender Krankenhausverbindlichkeiten und verweisen auf strukturelle Defizite in der Finanzierung. Budapest/Debrecen/P&#233;cs/Szeged/Zalaegerszeg. Die finanzielle Lage zentraler ungarischer Krankenh&#228;user&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Neue Daten des Rechnungshof zeigen eine anhaltende Dynamik wachsender Krankenhausverbindlichkeiten und verweisen auf strukturelle Defizite in der Finanzierung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest</strong>/<strong>Debrecen/Pécs/Szeged/Zalaegerszeg.</strong> Die finanzielle Lage zentraler ungarischer Krankenhäuser bleibt angespannt. Nach aktuellen Zahlen des <em>Ungarischen Staatskassenamts </em>belief sich der Gesamtbestand der Verbindlichkeiten Ende Februar auf 46,5 Milliarden Forint. Allein die vier universitären Klinikzentren vereinten davon 17,5 Milliarden Forint auf sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im staatlichen Kernhaushalt akkumulierten 533 Gesundheitseinrichtungen bis Ende Februar überfällige Schulden in Höhe von 28,9 Milliarden Forint. Insgesamt waren 170 Einrichtungen betroffen, wobei 89 ausschließlich kurzfristige, unter 30 Tagen liegende Verbindlichkeiten auswiesen – ein Indikator für die kontinuierliche Reproduktion von Schulden innerhalb des Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen bestätigen ein bekanntest Problem:Krankenhäuser geraten regelmäßig in eine Schuldenspirale, die durch punktuelle staatliche Eingriffe lediglich temporär abgeschwächt wird. <br><br>Bereits Ende 2025 lag der Gesamtbestand bei rund 100 Milliarden Forint.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ungleichgewicht bei staatlicher Entschuldung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der jüngsten Konsolidierungsmaßnahme stellte der Staat bis Ende Februar rund 80 Milliarden Forint bereit. Die Verteilung der Mittel verlief jedoch nicht vollständig deckungsgleich mit den bestehenden Verbindlichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Einrichtungen erhielten nicht die volle Kompensation ihrer ausstehenden Schulden: die klinischen Zentren der <strong>Universitäten Pécs </strong>(Pécsi Tudományegyetem), <strong>Szeged</strong> und <strong>Debrecen</strong>, das <strong>Észak-Pesti Centrumkórház-Honvédkórház</strong> sowie das <strong>Szent Rafael Krankenhaus </strong>(Szent Rafael Kórház) im Komitat Zala. Nach Einschätzung von Branchenvertretern könnte bei den ersten vier Institutionen die Verschuldung über dem vom Finanzierer akzeptierten Niveau liegen, weshalb keine vollständige Konsolidierung erfolgte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskrepanz zwischen Gesamtverschuldung und tatsächlicher Entlastung bleibt erheblich. Ausgehend von rund 98 Milliarden Forint Schulden Ende 2025 wurde die Konsolidierung effektiv mit einem deutlich geringeren Betrag umgesetzt. Die Differenz wird weiterhin faktisch von Lieferanten getragen, insbesondere von Unternehmen der Medizintechnik.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Systemische Ursachen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten beiden Monaten 2026 entstanden neue Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 31 Milliarden Forint &#8211; 14 Milliarden im Januar und weitere 17 Milliarden im Februar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar spielen saisonale Effekte eine Rolle, etwa vorgezogene Beschaffungen zu Jahresbeginn infolge inflationärer Erwartungen, doch bleibt die kontinuierliche Neubildung von Schulden ein strukturelles Merkmal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Mittel in Höhe von 15,5 Milliarden Forint könnten bis Ende April bereitgestellt werden, zusätzlich ist für 2026 eine Aufstockung der Gesundheitsfinanzierung um 80 Milliarden Forint vorgesehen. Die konkrete Verteilungsmechanik ist jedoch bislang unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit läuft eine umfassende Datenerhebung zu den Ausgabenstrukturen, deren Ergebnisse in die Haushaltsplanung ab 2027 einfließen sollen. Unter den aktuellen Bedingungen bleibt ein schuldenfreier Betrieb der Krankenhäuser ein strukturelles Ziel, dessen Realisierung mittelfristig nicht absehbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> economx.hu, 24.hu<br><strong>Photo:</strong> Zoltan Csikós/CC BY-SA 3.0/Wikipedia</p>
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		<title>Faule Statistik: Warum Ungarns Krankenbetten nicht ausreichen - Gesundheit </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 12:12:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[Budapest. Ein Blick auf die j&#252;ngsten Zahlen zur Hospitalbettenversorgung in Ungarn zeichnet ein widerspr&#252;chliches Bild: statistisch solide, real vor allem in der akuten Versorgung zunehmend&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Ein Blick auf die jüngsten Zahlen zur Hospitalbettenversorgung in Ungarn zeichnet ein widersprüchliches Bild: statistisch solide, real vor allem in der akuten Versorgung zunehmend angespannt. Die Daten werfen Fragen auf, wie es um die Tragfähigkeit und die menschlichen Ressourcen des Systems bestellt ist. Atlatszo.hu berichtete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Statistik </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Eurostat-Daten weist Ungarn mit etwa <strong>651 bis 650 Betten pro 100000 Einwohner</strong> in der EU nach Bulgarien (864), Deutschland (766), Rumänien (728) und Österreich (660) eine der höchsten Bettdichten auf. Im EU-Durchschnitt liegt der Wert bei lediglich <strong>511 Betten pro 100000 Einwohner</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings relativiert die Struktur: In Ungarn sind weniger als zwei Drittel der Betten für akute Versorgung (curative care) reserviert, was im EU-Ländervergleich eine der geringsten Anteile darstellt. Gleichzeitig rangiert Ungarn bei &#8222;chronischen&#8220; Betten, das heißt eigentlich sowas wie Altersheim-Betten, an der Spitze &#8211; ein klarer Indikator für eine Überlastung der Dauerpflegekapazitäten. Anstelle von in wesentlich adequatere  Altersheimen wird in Ungarn im Krankenhaus gepflegt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückgang und Abhängigkeitsverhältnisse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es zeigt sich seit 2010 ein deutlicher Rückgang: Die Gesamtzahl der aktiven Betten sank allein durch Schließungen um <strong>nahezu 10000 Betten</strong>. Im Jahr 2024 standen von insgesamt <strong>68484 Betten</strong> nur <strong>42248</strong> für akute medizinische Behandlungen zur Verfügung. NEAK-Daten verweisen hingegen auf <strong>38811 tatsächlich genutzte aktive Betten</strong>: ein Verlust von <strong>3437 Betten</strong> in dieser Kategorie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ergibt eine <strong>Sperrquote</strong> von insgesamt <strong>10,4 Prozent</strong> bei allen Betten, und <strong>8,1 Prozent</strong> in der aktiven Versorgung . Werte, die im historischen Fünfzehnjahresvergleich keineswegs normal sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="f2dada" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #f2dada;" fetchpriority="high" decoding="async" width="762" height="595" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/08/Screenshot-from-2025-08-31-16-27-04.webp" alt="" class="wp-image-1827 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/08/Screenshot-from-2025-08-31-16-27-04.webp 762w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/08/Screenshot-from-2025-08-31-16-27-04-300x234.webp 300w" sizes="(max-width: 762px) 100vw, 762px" /><figcaption class="wp-element-caption">In den letzten Jahren ist die Zahl der dauerhaft unbesetzten Betten in ungarischen Krankenhäusern gestiegen. Quelle: <a href="https://english.atlatszo.hu/2025/08/27/the-number-of-hospital-beds-has-decreased-by-nearly-10000-in-the-past-15-years/?utm_source=chatgpt.com" data-type="link" data-id="https://english.atlatszo.hu/2025/08/27/the-number-of-hospital-beds-has-decreased-by-nearly-10000-in-the-past-15-years/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noopener">english.atlatszo.hu</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Versorgungslücken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders besorgniserregend ist der Rückgang in zentralen Fachbereichen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Innere Medizin</strong>: etwa <strong>1000 Betten dauerhaft stillgelegt</strong>. </li>



<li></li>



<li><strong>Chirurgie</strong>: <strong>330 Betten weniger</strong>. </li>



<li></li>



<li><strong>Geburtshilfe</strong>: <strong>163 Betten weniger</strong>.</li>



<li></li>



<li><strong>Psychiatrie</strong>: Fast <strong>ein Fünftel der Betten</strong> dauerhaft eingespart.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Nutzungseffizienz fällt kontinuierlich &#8211; aber ist das besorgniserregend?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2010 lag die Bettauslastung insgesamt bei <strong>76,4 Prozent</strong> (aktive Versorgung: 71,6 Prozent, chronische Versorgung: 84,3 Prozent). Bis 2024 halbierte sich dieser Wert auf <strong>64,9 Prozent</strong> (aktive Versorgung: 58,7 Prozent, chronische Versorgung: 75,5 Prozent).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl niedrige Auslastungsraten (zwischen 60-70 Prozent) tendenziell als weniger bedrohlich gelten als Überlast (90 Prozent und mehr), sind sie in diesem Fall eher Ausdruck eines strukturellen Defizits: nämlich des Mangels an qualifiziertem Personal, weniger der physischen Bettenzahl.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einordnung und Ausblick</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ungarns Bettenzahl bleibt im europäischen Vergleich robust, aber der Schein trügt</strong>: Die hohe Gesamtzahl verdeckt die strukturellen Schwächen im aktiven Versorgungssystem: Betten werden abgeschafft, wichtige Fachbereiche verlieren massiv an Ressourcen, und der rückläufige Auslastungsgrad deutet auf personelle Engpässe hin &#8211; nicht auf Überkapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten zeigen: Die Engpässe liegen weniger in der physischen Infrastruktur, sondern in der <strong>Nicht-Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte</strong> &#8211; eine Entwicklung, die auf lange Sicht gravierende Folgen für die Gesundheitsversorgung hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Infobox</h2>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Bereich</th><th>Entwicklung / Kennzahl</th></tr></thead><tbody><tr><td>Gesamtbetten pro 100000</td><td>ca. 650 (über EU-Durchschnitt von 511)</td></tr><tr><td>Aktive Betten verfügbar</td><td>42248 von 68484 (2024)</td></tr><tr><td>Tatsächlich genutzte aktive Betten</td><td>38811 (2024)</td></tr><tr><td>Ausfallquote (gesamt)</td><td>10,4 %</td></tr><tr><td>Ausfallquote (aktive)</td><td>8,1 %</td></tr><tr><td>Auslastung insgesamt</td><td>Rückgang von 76,4 % (2010) auf 64,9 % (2024)</td></tr><tr><td>Fachbereiche mit größten Verlusten</td><td>Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe, Psychiatrie</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen: <a href="https://english.atlatszo.hu/2025/08/27/the-number-of-hospital-beds-has-decreased-by-nearly-10000-in-the-past-15-years/?utm_source=chatgpt.com" data-type="link" data-id="https://english.atlatszo.hu/2025/08/27/the-number-of-hospital-beds-has-decreased-by-nearly-10000-in-the-past-15-years/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noopener">atlatszo.hu</a>, <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/w/ddn-20250715-2?utm_source=chatgpt.com" data-type="link" data-id="https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/w/ddn-20250715-2?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noopener">europa.eu</a></p>
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