<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Maroš Šefčovič &#8211; Pester Lloyd</title>
	<atom:link href="https://www.pesterlloyd.net/tag/maros-sefcovic/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.pesterlloyd.net</link>
	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
	<lastBuildDate>Fri, 09 Oct 2026 17:26:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>

<image>
	<url>https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/cropped-pester-32x32.jpeg</url>
	<title>Maroš Šefčovič &#8211; Pester Lloyd</title>
	<link>https://www.pesterlloyd.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Automobil-Hybriddeal mit China &#8211; EU macht Ungarn zum Produktionsstandort</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/eu-china-hybriddeal-ungarn-autoindustrie/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/eu-china-hybriddeal-ungarn-autoindustrie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Wirtschaft]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 17:26:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Audi]]></category>
		<category><![CDATA[BMW]]></category>
		<category><![CDATA[BYD]]></category>
		<category><![CDATA[CATL]]></category>
		<category><![CDATA[Debrecen]]></category>
		<category><![CDATA[Hybridautos]]></category>
		<category><![CDATA[Maroš Šefčovič]]></category>
		<category><![CDATA[Mercedes]]></category>
		<category><![CDATA[Szeged]]></category>
		<category><![CDATA[Szijjártó Péter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=42065</guid>

					<description><![CDATA[Die neue EU-China-Verständigung zu Hybrid- und E-Autos bremst Importe aus China, lenkt Investitionen in den Binnenmarkt und bindet Ungarns Autoindustrie stärker an ausländische, auch chinesische Konzerne.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Verständigung zwischen Brüssel und Peking über Hybridautos entschärft den Zollstreit und verschiebt einen Teil der Wertschöpfung in den EU-Binnenmarkt. Für Ungarn, Drehscheibe zwischen China und deutscher Autoindustrie, wird das bestehende Modell enger an europäische Regeln gebunden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Die Nachricht aus Peking fügt sich in die ungarische Industrieerzählung: EU und China haben sich laut Berichten von AP und Euronews am 9. Oktober politisch darauf verständigt, die bislang nicht von Anti‑Subventionszöllen erfassten Hybrid- und Plug‑in‑Hybridfahrzeuge aus China künftig über freiwillige Exportbegrenzungen zu steuern. Peking sagt solche Begrenzungen für bestimmte E‑ und Plug‑in‑Hybridautos zu, Brüssel verzichtet im Gegenzug zunächst auf neue Strafzölle, die sich an den bestehenden BEV‑Sätzen von bis zu 35,3 Prozent orientieren. EU‑Handelskommissar <em>Maroš Šefčovič</em> sprach von einem Abschluss der „ersten Phase“ der Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Referenzrahmen steht: Auf batteriebetriebene Elektroautos (BEV) aus China liegen seit Ende Oktober 2024 definitive Anti‑Subventionszölle von 7,8 bis 35,3 Prozent zusätzlich zum zehnprozentigen Grundzoll, verknüpft mit Mindestpreisen und Meldepflichten. Eine im Februar 2026 angenommene Preisverpflichtung &#8211; sogenanntes <em>undertaking</em> &#8211; erlaubt kooperierenden Herstellern, mit Mindestpreisen niedrigere effektive Aufschläge zu nutzen. Die neue Verständigung ergänzt dieses Instrument politisch um eine Regelung für Hybrid- und Plug‑in‑Hybridfahrzeuge. Jene Kategorien von Fahrzeugen, auf die viele Anbieter nach Einführung der BEV‑Zölle auswichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein EU‑Vertreter wird von AP mit der Einschätzung zitiert, so lasse sich die Einfuhr chinesischer Elektro- und Plug‑in‑Hybridfahrzeuge in die Union um bis zu die Hälfte senken.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ostmitteleuropa zählt ein anderer Punkt: Die EU setzt nicht nur auf höhere Einfuhrabgaben, sondern auf die Lenkung der Wertschöpfungsketten. Wer im Binnenmarkt produziert und investiert, kann &#8211; wie bei den BEV‑Undertakings &#8211; niedrigere Zuschläge nutzen. An dieser Stelle treffen sich sog. Level‑Playing‑Field‑Instrumente der EU und Ungarns Strategie, als Standort für Elektromobilitätsinvestitionen aus Ostasien zu dienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ungarn als Produktionsstandort</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungarische Regierung unter Orbán bekämpfte die EU‑Strafzölle auf chinesische E‑Autos von Beginn an. Außenminister <strong>Péter Szijjártó </strong>nannte sie 2024 eine <em>„extrem schlechte Idee“</em>; auf der Regierungsseite hieß es, sie schadeten der Wettbewerbsfähigkeit der EU. Parallel dazu positionierte das damalige Kabinett das Land als Brückenkopf chinesischer Investitionen in der Elektromobilität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>CATL</strong> errichtet in <strong>Debrecen</strong> eine Batteriefabrik mit bis zu 100 Gigawattstunden Jahreskapazität, eine der größten ihrer Art in Europa. <strong>BYD</strong> baut nahe <strong>Szeged</strong> seine erste europäische Pkw‑Fabrik und richtet laut Regierungsangaben auch eine Europa‑Zentrale und ein Forschungszentrum in Ungarn ein, flankiert von Zuschüssen in zweistelliger Milliardenforint‑Höhe. Noch läuft in Szeged keine Serienproduktion, doch das Werk gilt in Analysen als Teil der strategischen Reaktion chinesischer Konzerne auf eine EU‑Zollpolitik, die Importe verteuert und Investitionen innerhalb der EU begünstigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je stärker Brüssel Importe aus China an Preis- und Mengenauflagen bindet, desto attraktiver werden Standorte innerhalb der EU. Ungarn bewirbt sich als Standort für Wertschöpfung. Ein beträchtlicher Teil der neuen ungarischen E‑Mobilitätskapazitäten entsteht in Abhängigkeit von Investitions- und Strategiebeschlüssen großer chinesischer Konzerne.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="GNKWsPWThV"><a href="https://www.pesterlloyd.net/szijjarto-verlaesst-das-parlament-und-wechselt-zum-automobilkonzern-byd/">Szijjártó verlässt das Parlament und wechselt zu BYD</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Szijjártó verlässt das Parlament und wechselt zu BYD“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/szijjarto-verlaesst-das-parlament-und-wechselt-zum-automobilkonzern-byd/embed/#?secret=ziEeU7uXW0#?secret=GNKWsPWThV" data-secret="GNKWsPWThV" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Deutsche Werke unter einem berechenbareren Schutzschirm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu bleiben die klassischen Pfeiler der Branche fest in westlicher Hand. <strong>Audi</strong> in <strong>Győr</strong>, <strong>Mercedes</strong> in <strong>Kecskemét</strong> und <strong>BMW</strong> in <strong>Debrecen</strong> bilden zentrale Bausteine der europäischen Produktionsnetze. Die Konzerne warnten in den vergangenen Jahren vor einer Eskalation des Handelskonflikts; Mercedes‑Chef Ola Källenius forderte 2025 eine verhandelte Lösung statt einer Strafzollspirale. Mit der Kombination aus Schutzmaßnahmen, Preisverpflichtungen und politisch vereinbarten Exportgrenzen zeichnet sich nun ein verhandelter Rahmen ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Werke in Ungarn und den Nachbarstaaten bedeutet das zunächst mehr Planbarkeit. Chinesische Importe von Elektro- und Plug‑in‑Hybridfahrzeugen sollen deutlich begrenzt werden, gleichzeitig sollen Ausfuhren seltener Erden aus China in die EU erleichtert werden &#8211; eine Zusage, die Šefčovič hervorhob. Davon profitieren Standorte, die sowohl auf lokale Fertigung als auch auf asiatische Komponenten zugreifen. Ostmitteleuropa bleibt damit Montage- und Batteriecluster Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Industriepolitisch greift ein dichter Instrumentenmix: Anti‑Subventionsverfahren gegen unfair subventionierte Importe, die Verordnung über ausländische Subventionen, die neue Batterieverordnung mit ihren Recycling- und Berichtspflichten und das Net‑Zero‑Industry‑Gesetz, das bis 2030 einen deutlich höheren Anteil der Netto‑Null‑Technologien aus europäischer Fertigung anstrebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr europäische Regeln, mehr chinesische Präsenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ungarn und seine Nachbarn ergibt sich daraus eine besondere Konstellation: Mit jedem neuen handels- und industriepolitischen Instrument der EU wächst der Anreiz für chinesische Konzerne, direkt im Binnenmarkt zu produzieren. Je stärker die EU gegen subventionierte Importe vorgeht, desto attraktiver werden Werke innerhalb der EU &#8211; bevorzugt dort, wo Genehmigungen zügig erfolgen und die Lohnkosten im EU‑Vergleich niedriger sind. Ungarn hat sich in den vergangenen Jahren bewusst als Standort für solche Projekte positioniert, mit entsprechend starker Rolle ausländischer Investoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für westliche Hersteller entsteht zusätzlicher Schutz vor Dumping und ein weiterer Anreiz, Elektromodelle in der EU zu fertigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>AP, Euronews, EU-Kommission<br><strong>Photo: </strong>Das Mercedes-Benz-Werk im ungarischen Kecskemét, ein wichtiger Standort der Automobilproduktion im Land, Horsee / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/eu-china-hybriddeal-ungarn-autoindustrie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
