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	<title>Péter Niedermüller &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Péter Niedermüller &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Ungarn Artikel 7 Reaktionen aus Ungarn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2018 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Arnold Vaatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bertalan Tóth]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratische Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[George Soros]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Niedermüller]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Szijjártó]]></category>
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					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 38 &#8211; 2018 POLITIK 13.09.2018 Das gro&#223;e Mimimi&#8230; Artikel 7 Verfahren gegen Ungarn : Reaktionen P&#233;ter Szijj&#225;rt&#243;, Au&#223;enminister Ungarns: &#8222;Ein j&#228;mmerlicher&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 38 &#8211; 2018  <strong>POLITIK</strong> 13.09.2018</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das große Mimimi&#8230;  <a href="https://www.pesterlloyd.net/artikel-7-gegen-ungarn-ein-erster-schritt/">Artikel 7 Verfahren gegen Ungarn</a>  : Reaktionen</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Péter Szijjártó, Außenminister Ungarns:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>&#8222;Ein jämmerlicher Racheakt der Pro-Einwanderungspolitiker&#8230; Ungarn und sein Volk soll abgestraft werden, weil wir nachgewiesen haben, dass Einwanderung nicht notwendig ist und gestoppt werden kann. &#8230; Die Abstimmung war außerdem ein Betrug, denn nach europäischen Absprachen hätten die Enthaltungen als Gegenstimmen gezählt werden müssen. &#8230; Die ungarische Regierung wird rechtliche Schritte prüfen. &#8230; Ein Beleg, dass die Befürworter der Einwanderung im EU-Parlament und sogar in der EVP-Fraktion immer noch in der Mehrheit sind. Bei ihren Völkern aber nicht&#8230; Egal wie die EU-Wahlen im nächsten Jahr ausgehen, Ungarn wird nie eine Pro-Einwanderungs-Agenda fahren. &#8230; Der Sargentini-Report ist eine einzige Lügensammlung &#8230; er erhielt allein 37 falsche oder unbegründete Anschuldigungen. &#8230; Diese stammen allesamt von Soros-Vereinen. &#8230; Alles läuft auf einen Schauprozess hinaus. &#8230; Ungarn wird weiter dafür kämpfen, die europäische Identität zu retten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regierungsnahe Medien &#8211; Print, TV, Radio wie Online &#8211; machten unter anderem mit Titeln auf, die Sargentini als Söldnerin von George Soros zeigen und publizierten Fotos von ungarischen Nicht-Fidesz-EU-Abgeordneten mit der Überschrift &#8222;Verräter!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Arnold Vaatz, Vizechef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag zur amtlichen Nachrichtenagentur MTI:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>&#8222;Die Bestätigung des Sargentini-Berichts zur Verurteilung Ungarns ist einer der größten Fehler, den die gesetzgebende Versammlung (der EU) je gemacht hat. &#8230; Ich bedauere die Entscheidung der EVP-Fraktion, den Zustand des Rechtstaates in Ungarn zu verurteilen und auch, dass EVP-Abgeordnete an der Operation teilnahmen, Ungarn abzustrafen. &#8230; Der EVP-Schritt wird ernste Konsequenzen haben, da nun weitere mittel- und osteuropäische Staaten darüber nachdenken werden, wie sie von der EU loskommen. &#8230;&#8220; Vaatz schwadronierte im Weiteren darüber, dass die westeuropäische Presse, vor allem die deutsche weniger frei sei als die ungarische&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aussendung von Jobbik, neonazistische Partei in bürgerlichem Kleid, stärkste &#8222;Oppositionskraft&#8220;:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Fidesz hat Ungarn auf dem Altar seiner Arroganz der Macht, seiner kompromisslosen Politik und seinem unstillbaren Hunger nach Geld geopfert. &#8230; Orbán musste in Straßburg eine klare Niederlage einstecken, die umso schwerer wiegt als dass ihm Mitglieder der eigenen Parteienfamilie das Vertrauen entzogen. &#8230; Es sei eine spezielle Schande des Fidesz, dass kein anderes Land in der EU-Geschichte jemals so behandelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bertalan Tóth, Chef der sozialdemokratischen MSZP:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>&#8222;Ungarn braucht Verbündete im Westen mehr als Teil der östlichen Weltordnung zu werden. &#8230;&#8220; Seine Partei stehe gegen Orbáns Entwurf einer illiberalen Demokratie &#8222;ist aber auch gegenüber Kapitalismus und der liberalen Demokratie kritisch eingestellt. &#8230; Wir suchen stattdessen ein demokratisches Ideal, in dem die Löhne steigen, die Rechte der Arbeitnehmer geschützt sind, für alle verfügbare Bildung und Gesundheitsversorgung existiert. &#8230; Meine Partei ist Pro-EU, aber dessen Institutionen sind heute weit entfernt von den Alltagssorgen der normalen Menschen. &#8230; Die Fidesz-Regierung hat sich der Vergangenheit zugewandt und erzieht Bürger zu willenlosen Untertanen, die automatisch für die herrschende Partei stimmen sollen. &#8230; In Straßburg wurde nicht Ungarn beschämt, sondern sein Ministerpräsident.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aussendung der LMP, ehemals grün-liberale Partei, die gerade eine starke Rechtskurve vollendet:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>&#8222;Der vom EU-Parlament bestätigte Bericht macht eine Reihe korrekter und ernster Aussagen zum Zustand der Demokratie in Ungarn, aber nur die Ungarn haben die Macht und das Recht den Rechtsstaat wieder herzustellen. &#8230; Der Verlust der Stimmrechte würde nicht der Regierung schaden, sondern ganz Ungarn. &#8230; Orbán wird so aus der persönlichen Verantwortung genommen, denn er allein trägt die Schuld an den Zuständen. &#8230; Die LMP kann keine Prozedur unterstützen, dass das ungarische Volk für die Sünden der Regierung und ihres Chefs abstrafen würde.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Péter Niedermüller für die Demokratische Koalition von Ex-Premier Gyurcsány, dem einzigen überlebenden Parteivorsitzenden der Opposition der letzten Wahlen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>&#8222;Das EU-Parlament hat eine enorm wichtige Entscheidung getroffen und mit einer klaren Mehrheit die Politik der ungarischen Regierung zurückgewiesen. Für die ungarischen Menschen bedeutet die Entscheidung weder ein Sieg noch eine Niederlage, vielmehr eine Ermutigung, dass sie der Politik widerstehen und sie ändern können. &#8230; Es wäre nun an der Zeit, dass die EVP Fidesz aus ihren Reihen ausschließt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aussendung der Liberalen, Kleinpartei:</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>&#8222;Die Annahme des Sargentini-Reports ist ein Gewinn für die Demkratie. &#8230; Das Parlament steht für europäische Werte ein und die Wiederherstellung der Demokratie für die Ungarn. Orbáns Politik hat mittlerweile sogar die EU-Mitgliedschaft Ungarns in Gefahr gebracht.&#8220;</p>
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		<title>Fidesz fest im Sattel: Ungarn wollen Regierungswechsel, wissen aber nicht zu wem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Niedermüller]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 36 &#8211; 2017 POLITIK 04.09.2017 Die zerstrittene, zergliederte und daher marginale ungarische Opposition versucht sich zumindest ansatzweise auch inhaltlich f&#252;r die&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 36 &#8211; 2017  <strong>POLITIK</strong> 04.09.2017</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="f5d7ca" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #f5d7ca;" fetchpriority="high" decoding="async" width="555" height="418" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2017/09/1736regierungswechsel-Andere-.webp" alt="1736regierungswechsel (Andere)" class="wp-image-22238 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2017/09/1736regierungswechsel-Andere-.webp 555w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2017/09/1736regierungswechsel-Andere--300x226.webp 300w" sizes="(max-width: 555px) 100vw, 555px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die zerstrittene, zergliederte und daher marginale ungarische Opposition versucht sich zumindest ansatzweise auch inhaltlich für die Wahlen im Frühjahr 2018 zu positionieren. In aktuellen Statements haben die beiden größten demokratischen Oppositionsparteien, MSZP und DK, Forderungen und Positionen aufgestellt. Umgesetzt werden sie nicht so bald, die aktuellen Umfragen sind eindeutig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die August-Zahlen des Instituts ZRI Závecz sind hinsichtlich der Sonntagsfrage (siehe Abbildung oben) eindeutig. Die Regierungsfraktion Orbáns kann mit 43% rechnen, was durchaus wieder eine Zweidrittelmehrheit bedeuten wird, die man gerade knapp nicht hat. An zweiter Stelle liegen mit Jobbik Rechtsextremisten im bürgerlichen Kleide. Da die LMP mit linken Parteien nicht koalieren wird, kommen diese zusammen auf maximal 30% &#8211; alle zusammen wohlgemerkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant, aber wirkungslos ist der Umstand, dass sich 43% der Befragten für einen Regierungswechsel aussprechen (Abbildung unten), nur 32% Fidesz weiter am Ruder sehen wollen. Die 43%, zusammen mit den 25%, die sich da nicht sicher sind, sehen schlicht keine wählbare Alternative, also bleibt &#8211; trotz Wechselwunschs &#8211; alles beim Alten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mangelnde Einheit und eine gänzlich auf die Person Orbáns zugeschnittene Fundamentalopposition haben in acht Jahren Fidesz der Opposition keinerlei Zugewinn besorgt. Und das, obwohl mehr als die Hälfte des Landes nichts von Orbáns System der Günstlingswirtschaft hat, dieser sich mit einem Anteil der Wahlberechtigten von 25-30% seine absolute Herrschaft absichern lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was haben die Oppositionsparteien anzubieten? Die MSPZ legt den Finger auf die Wunde Energiepreise. Denn die von der Regierung unter großem ideologischen Tumult eingeführte staatliche Energiepreisbremse hat seit Jahren einen entgegengesetzten Effekt. Wurden die Preise durch die Gesetze zunächst um rund 20% gesenkt, verharren sei seitdem auf diesem Niveau, obwohl sich der Weltmarkt seit 2014 stetig nach unten bewegt. Das führte dazu, dass die Ungarn heute wieder &#8211; wie vor dem staatlichen Eingriff &#8211; bezogen auf ihr Einkommen mit die höchsten Energiepreise in Europa bezahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Regierung hat den Fakt ignoriert, dass die globalen Energiepreise um signifkante Margen gesunken sind&#8220;, sagt ein MSZP-Sprecher und zitiert eine Studie der Magyar Földgázkereskedö, dem Gashändler des staatlichen Energiekonzerns MVM, die besagt, dass die Ungarn mindestens 163 Mio. Euro mehr bezahlt haben als nötig. Das bedeute, dass ungarische Familien rund 19 Forint (ca. 6 Cent) pro Kubikmeter mehr zahlen als ihre besserverdienenden europäischen Nachbarn. Dies summiert sich auf Zusatzkosten von rund 80 Euro pro Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die DK kapriziert sich in ihrer jüngsten Kampagne auf das Bildungssytem. Vizeparteichef Péter Niedermüller kündigte an, bei einem Machtwechsel zunächst die zentrale Pflichtschulverwaltung KLIK, die ihre Unfähigkeit mehr als einmal bewiesen habe, aufzulösen. Außerdem müssten die Lehrkräfte eine &#8222;spürbare Gehaltserhöhung&#8220; bekommen, die nicht an die &#8222;Unterwerfung unter ideologische Verträge&#8220; (Karriereplan) gebunden sei und sowohl Dienstalter als auch den Einsatz in benachteiligten Regionen berücksichtigt. Hochschulsystem müsse es deutlich mehr Förderung in Form von Stipendien und eine generelle Senkung der Studienkosten geben. Außerdem gehörten die Lehrpläne ideolgisch entrümpelt und der Fokus auf &#8222;gleichermaßen universellen wie wettbewerbsfähigen Wissenserwerb&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MSZP mahnt eine umfassende Reformierung des Rentensystems an: Das derzeitige System schade der Wirtschaft und befördere Altersarmut. 28.500 Forint Minimalrente (93.- Euro) seien eine Schande. Auch das gesetzliche Renteneintrittsalter von 63 Jahren unsinnig, vor allem, wenn wichtige Berufsgruppen vor die Wahl gestellt würden, dann Rente zu beziehen oder &#8211; bei Verlust des Rentenanspruchs &#8211; weiter zu arbeiten. Das sei kein Anreiz und führe, unter anderem, im Gesundheitswesen und anderen von hoher Abwanderung betroffener Bereiche zu lebensbedrohlichen und systemgefährdenden Engpässen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MSZP-Chef Molnár will nach einem Wahlsieg zunächst die Minimalrente verdoppeln und alle anderen Renteneinkommen unter 100.000 Forint (320.-) bei den nächsten Erhöhungen überproportional berücksichtigen. Hinzuverdienste sollen eine generöse, steuerfreie Obergrenze bekommen. Rentenmindestansprüche sollten teil der Verfassung werden und die 13. Monatsrente wieder eingeführt werden. Gleichzeitig sollten Veränderungen in der Struktur der Mehrwertsteuer vorgenommen werden, die Rentnern Erleichterungen verschafften. Während die EU-Länder im Schnitt 12% ihres BIP für Rentenleistungen aufwenden, seien es in Ungarn nur 9%, wobei Orbáns Politik Bezieher hoher Pensionen klar bevorteile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DK-Chef Gyurcsány warnt vor einem &#8222;großen Drama in der Zukunft, denn aufgrund des jetztigen Systems würden die Rentenhöhen 2025-2030 massiv einstürzen, der Orbán eine &#8222;Nach mir die Sintflut&#8220;-Politik vorwirft, um nicht eingestehen zu müssen, dass er sich bei der Rentenpolitik völlig verkalkuliert hat. Die 9,8 Milliarden Euro, die der Staat an privaten Rentenversicherungen eingezogen hat (und nur zu rund einem Drittel ins Renensystem flossen, der Rest für Schuldentilgung bzw. &#8222;verschwunden), werden &#8222;uns noch schmerzlich fehlen&#8220;. Die LMP mahnte an, dass das Rentenniveau der Frauen 14% unter jenem der Männer liegt, was zu ändern sei.</p>
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