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	<title>Schach &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Schach &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Schach statt Parteibuch? Judit Polgár als Präsidentin im Gespräch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 09:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Judit Polgár]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
		<category><![CDATA[Schach]]></category>
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					<description><![CDATA[P&#233;ter Magyar setzt auf die weltweit bekannteste ungarische Sportlerin &#8211; doch politische Erfahrung oder erkennbare Haltungen bringt sie kaum mit. Budapest. Die Personalie kam &#252;berraschend,&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Péter Magyar setzt auf die weltweit bekannteste ungarische Sportlerin &#8211; doch politische Erfahrung oder erkennbare Haltungen bringt sie kaum mit.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Die Personalie kam überraschend, auch wenn seit Tagen darüber spekuliert wurde. Ministerpräsident Péter Magyar will die Schachgroßmeisterin <strong>Judit Polgár</strong> als Staatspräsidentin nominieren. Zuvor hatten 16 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Sport ihre Wahl angeregt &#8211; nach Informationen aus Budapest soll die Initiative zudem von einflussreichen Unternehmerkreisen unterstützt worden sein. Da die TISZA-Partei über die erforderliche Mehrheit verfügt, hätte Polgár gute Chancen auf die Wahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Judit Polgár würde eine der international renommiertesten Ungarinnen überhaupt in den Sándor-Palast einziehen. Die 49-Jährige gilt als stärkste Schachspielerin der Geschichte. Sie führte die Frauenweltrangliste 26 Jahre ohne Unterbrechung an, durchbrach als bislang einzige Frau die Marke von 2700 Elo-Punkten (höchststand: 2735) und schaffte den Sprung unter die zehn besten Schachspieler der Welt. Seit ihrem Rückzug vom Profisport widmet sie sich vor allem Bildungsprojekten, ihrer Schachstiftung sowie internationalen Vorträgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese politische Unverbrauchtheit macht sie für Magyar attraktiv. Er bezeichnete Polgár als Persönlichkeit, deren Ansehen &#8222;nicht auf politischen Beziehungen, sondern auf Leistung, Integrität und Ausdauer&#8220; beruhe. Das entspricht auch dem Wunsch der TISZA-Partei nach einem parteilosen Staatsoberhaupt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch genau darin liegt auch die offene Frage. Anders als frühere Präsidenten hat sich Polgár in politischen oder gesellschaftspolitischen Debatten nahezu nie öffentlich positioniert. Ihre öffentlichen Äußerungen beschränken sich fast ausschließlich auf Bildung, Talentförderung, Chancengleichheit im Schach und die Bedeutung strategischen Denkens. Zu Rechtsstaatlichkeit, Verfassungsfragen, Europa, Außenpolitik oder gesellschaftlichen Konflikten existieren praktisch keine belastbaren öffentlichen Aussagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann als Stärke gelten &#8211; oder als Schwäche. Das ungarische Staatsoberhaupt besitzt zwar nur begrenzte politische Macht, übernimmt aber in Krisen eine wichtige moralische und verfassungsrechtliche Rolle. Gerade in einem tief polarisierten Land reicht persönliche Integrität allein kaum aus. Ein Präsident muss Gesetze prüfen, Konflikte moderieren und notfalls Haltung zeigen. Politische Neutralität ist dabei etwas anderes als politische Sprachlosigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fidesz wies die Diskussion erwartungsgemäß zurück. Kommunikationsdirektor Bertalan Havasi erklärte, unter den gegenwärtigen Umständen sei die Frage, wer Präsident werde, &#8222;irrelevant&#8220;, weil bereits die Ablösung von Tamás Sulyok verfassungswidrig gewesen sei. Die Personaldebatte sei lediglich &#8222;Theater&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Judit Polgár das Amt überhaupt annehmen will, war bis Montagvormittag noch offen. Sollte sie zustimmen, bekäme Ungarn eine Präsidentin mit außerordentlicher internationaler Reputation &#8211; und zugleich eine politische Unbekannte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Reuters, MTI.hu<br><strong>Photo:</strong> Judit Polgar in 2013, Ruperto Miller, Wikicommons, CCBYSA 1.0</p>
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		<title>Usbekistans neuer König: Javokhir Sindarov stürmt zur Schach-WM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 15:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Schach]]></category>
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem heutigen Remis gegen Anish Giri in der 13. Runde des FIDE- Kandidatenturniers 2026 hat der 20-j&#228;hrige Gro&#223;meister Javokhir Sindarov das Unm&#246;gliche wahr gemacht:&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Mit dem heutigen Remis gegen Anish Giri in der 13. Runde des FIDE- Kandidatenturniers 2026 hat der 20-jährige Großmeister Javokhir Sindarov das Unmögliche wahr gemacht: Er ist der neue Herausforderer des amtierenden Schachweltmeisters Gukesh Dommaraju. Es ist der vorläufige Höhepunkt eines Turniers, das als eine der dominantesten Einzelleistungen in die Geschichte des FIDE-Kandidatenturniers eingehen wird.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pegeia/Tashkent. </strong>Was sich über die letzten zwei Wochen in Zypern abgezeichnet hatte, fand heute einen für die Konkurrenz ernüchternden Abschluss. Ein Blick auf die Tabelle nach der 13. Runde verrät die ganze Dominanz: Mit 9,5 Punkten aus 13 Partien ist <strong>Javokhir Sindarov </strong>eine Runde vor Turnierende bereits uneinholbar. Dass Sindarov heute ein Unentschieden zum Gesamtsieg reichte, verdankt er einer Serie von Ergebnissen, die selbst die größten Experten fassungslos zurückließ. Während die als Favoriten gehandelten Weltklassespieler <strong>Fabiano Caruana</strong> ode<strong>r Hikaru Nakamura</strong> zu häufig der Remisbreite des modernen Schachs zum Opfer fielen, lieferte Sindarov in der Hinrunde des Doppelrundenturniers eine beeindruckende Siegesserie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„<em>Er hatte in der ersten Runde einen sehr wackeligen Auftritt, aber seitdem war er mehr oder weniger makellos, und seine technischen Grundlagen sind wirklich sehr solide.”</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">kommentiert der<em>5-facher </em>Schachweltmeister und Weltranglistenerster <strong>Magnus Carlsen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem Auftaktsieg gegen den Turnieraußenseiter <strong>Andrey Esipenko</strong> und einem Remis gegen den deutschen Großmeister <strong>Matthias Blübaum</strong> in der zweiten Runde, gewann Sindarov drei Partien in Folge gegen Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura und <strong>Rameshbabu</strong> <strong>Praggnanandhaa</strong>, die jeweils von vielen Expert:innen als Topfavoriten für den Titel gehandelt wurden. Der einzige Verfolger im Rennen um die Krone, <strong>Anish Giri</strong>, brauchte zwingend einen Sieg, um im Rennen um die Krone zu bleiben. Mit Weiß wählte er gegen das Damengambit jedoch einen überraschend risikoarmen Aufbau. Sindarov akzeptierte bewusst kleinere strukturelle Schwächen, um im Gegenzug einen schnellen Materialabtausch zu forcieren. Im resultierenden Endspiel versuchte Giri zwar, diese minimalen Defizite zu nutzen, doch Sindarovs Stellung blieb am Ende des Tages stabil. Das Remis beendet Giris Titelhoffnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Äußerst ressourcenreich. Gleichzeitig fallen mir die üblichen Mängel nicht auf”</em> meint der 5-fache Schachweltmeister<strong> Vishwanathan &#8222;Vishy&#8220; Anand </strong>über Sindarov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch nie hat ein usbekischer Spieler ein Kandidatenturnier in diesem Format gewonnen. Dass Sindarov dies mit einer Bilanz von bisher sechs Siegen, sieben Remis und null Niederlagen geschafft hat, unterstreicht sein Profil als kompletter Spieler. Der Sieg beim World Cup 2025 in Goa war offenbar kein Zufall, sondern der Vorbote für diesen Durchmarsch in Zypern. Mit einer aktuellen Live-Elo, die ihn in die Top 5 der Welt katapultiert, ist Sindarov kein <em>&#8222;Herausforderer aus der zweiten Reihe&#8220; </em>mehr. Wenn er im kommenden Jahr gegen den amtierenden Weltmeister Gukesh antritt, wird es das jüngste WM-Duell aller Zeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Usbekistan ist der Erfolg die Bestätigung einer nationalen Strategie: Er ist das Ergebnis massiver staatlicher Investitionen Taschkents, die Schach von einer Freizeitbeschäftigung zu einer tragenden Säule der nationalen Identität erhoben haben. Das Land hat in der jüngeren Vergangenheit bereits per präsidialem Erlass Schach zum „<em>Prioritätssport</em>“ gemacht, und als Teil des verpflichtenden Curriculums in den Unterricht integriert. Erfolgreichen Spielern winken oft staatliche Zuwendungen, Auszeichnungen und selbst Sachpreise, wie in der Vergangenheit beispielsweise eine Zwei-Zimmer Wohnung in der Hauptstadt für Nordirbek Abdusattorov, der 2021 mit 17 Jahren der jüngste Weltmeister im Rapid-Schach wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die morgige Schlussrunde gegen Matthias Blübaum ist für Sindarov nur noch eine Formsache, eine Ehrenrunde für den Mann, der das Schachjahr 2026 jetzt schon geprägt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Partien des Turniers sind kostenfrei auf Lichess.org hinterlegt:<br><a href="https://lichess.org/broadcast/fide-candidates-2026-open/round-13/rFG1W5Tp#boards" target="_blank" rel="noopener">https://lichess.org/broadcast/fide-candidates-2026-open/round-13/rFG1W5Tp#boards</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Photo:</strong> <em>Javokhir Sindarov</em>, OptimaD/wikicommons/CCBYSA 4.0<br><strong>Weitere Quellen:</strong> <a href="https://candidates2026.fide.com/crosstable" target="_blank" rel="noopener">https://candidates2026.fide.com/crosstable</a></p>
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		<title>Judit Polgárs Global Chess Festival in Budapest mit starker Beteiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 06:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Schach]]></category>
		<category><![CDATA[Judit Polgár]]></category>
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					<description><![CDATA[Budapest. Rund 30 Einzelveranstaltungen und mehrere Tausend Besucher pr&#228;gten die elfte Ausgabe des Global Chess Festival am 30. September. Die Veranstaltung in der Ungarischen Nationalgalerie&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Rund 30 Einzelveranstaltungen und mehrere Tausend Besucher prägten die elfte Ausgabe des Global Chess Festival am 30. September. Die Veranstaltung in der Ungarischen Nationalgalerie verknüpfte sportliche, technologische und pädagogische Formate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu im Programm war der Wettbewerb <strong>RubikChess</strong>, bei dem 50 gemischte Jugendpaare gegeneinander antraten. Sieger wurden Luca Miklós und Jan Marco Albers von der Grundschule Egyházaskozár-Bikali. Die Kombination aus Schach und Logikspiel stieß auf große Resonanz und soll künftig fester Bestandteil des Festivals werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer simultanen Online-Partie trat <em>Judit Polgár</em> gegen sechs internationale Teams an. Alle Partien gewann sie. Zu den Teilnehmern gehörten Gruppen von der Lernplattform Chessable, der Initiative <em>ChessIsForEveryone</em> und ein Team um einen früheren Schachbox-Weltmeister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Programmpunkt war das erste Mensch-Roboter-Schachmatch mit realen Figuren. Der ungarische Nachwuchsspieler <em>Gellért Karácsonyi</em> spielte gegen den SenseRobot. Weitere techniknahe Präsentationen wie das GoChess-Brett, das Figuren automatisch bewegt, stießen vor allem bei jüngeren Teilnehmern auf Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Bühne von Morgan Stanley wurde die Installation <strong>The Invisible Chess Game</strong> gezeigt. Polgár und Großmeister <em>Peter Ács</em> spielten dabei auf einem abstrakten Kunstbrett von <em>Samuel Havadtőy</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im offenen Schachturnier <strong>Chess on the Square</strong> setzte sich <em>Máté Pápai</em> mit 5 aus 5 Punkten durch. Beste Spielerin unter 16 Jahren wurde <em>Sofi Lytvynenko</em> (8 Jahre).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Workshops wie <strong>Let’s Chess!</strong> unter Leitung von <em>Ármin Juhász</em> sowie thematische Führungen durch die Galerie rundeten das Programm ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Festival findet seit 2015 jährlich statt und soll Schach als Bildungsinstrument, kulturelles Medium und Gemeinschaftserlebnis vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ergebnisse und Informationen:</strong><br>RubikChess: <a href="https://s1.chess-results.com/tnr1263763.aspx" target="_blank" rel="noopener">https://s1.chess-results.com/tnr1263763.aspx</a><br>Chess on the Square: <a href="https://s1.chess-results.com/tnr1263717.aspx" target="_blank" rel="noopener">https://s1.chess-results.com/tnr1263717.aspx</a><br>Programmübersicht: <a href="https://www.globalchessfestival.com/index.php/en/" target="_blank" rel="noopener">https://www.globalchessfestival.com/index.php/en/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Judit Polgár Chess Foundation <br><strong>Photo:</strong> ©&#xfe0f; Judit Polgár Chess Foundation</p>
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