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	<title>Sergeij Lawrow &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Sergeij Lawrow &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Regierung bezichtigt Investigativen Journalist der Spionage für die Ukraine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 06:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein investigativer Journalist wird zum Staatsfeind erkl&#228;rt, w&#228;hrend die Regierung eigene Russlandverbindungen relativiert und von Ukrainischen Agenten im Inland schwadroniert. Budapest. Die ungarische Regierung hat&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein investigativer Journalist wird zum Staatsfeind erklärt, während die Regierung eigene Russlandverbindungen relativiert</em> und von Ukrainischen Agenten im Inland schwadroniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Budapest.</strong> Die ungarische Regierung hat im Wahlkampf eine weitere rote Linie überschritten. Gegen den Investigativjournalisten <strong>Szabolcs Panyi</strong> werden Spionagevorwürfe erhoben &#8211; ohne belastbare Belege, dafür mit maximaler politischer Wirkung. Kritische Stimmen innerhalb der Polizei werden offen als Tisza-Sympathisaten diffamiert. Die Fidesz verfolgt im Wahlkampfentspurt eine Strategie, die von Ablenkung, Feindbildproduktion und gezielter Einschüchterung geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viktor Orbán befindet sich in einem Wahlkampf, den seine Partei Fidesz erstmals seit Jahren nicht kontrolliert. Umfragen sehen die Opposition vorne, angeführt von Péter Magyar. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Investigativer Journalismus als Spionage diffamiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht ein Journalist, dessen Recherchen genau dort ansetzen, wo es für die Regierung gefährlich wird: bei den Beziehungen zwischen Budapest und Moskau. Panyi hatte Hinweise verfolgt, wonach Außenminister<strong> Péter Szijjártó </strong>regelmäßig vertrauliche Inhalte aus EU-Gremien mit seinem russischen Amtskollegen <strong>Sergei Lawrow </strong>teilte. Was die Regierung salopp als &#8222;Diplomatie&#8220; kommentiert, steht politisch im Raum als möglicher Loyalitätsbruch gegenüber der EU.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt diese Vorwürfe transparent aufzuklären, dreht die Regierung die Perspektive um. Plötzlich ist nicht mehr der mögliche Informationsabfluss das Problem, sondern derjenige, der ihn untersucht. Regierungschefkanzleramtsminister Gergely Gulyás erklärte öffentlich, Panyi hab<em>e &#8222;gegen sein eigenes Land spioniert&#8220;</em>. Ein Vorwurf von erheblicher Tragweite &#8211; juristisch wie politisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorgehensweise ist in Ungarn bekannt und, so man unabhängigen Umfragen ansieht, abgenütz: Zuerst wird ein sicherheitspolitisches Bedrohungsszenario aufgebaut. Dann werden innenpolitische Gegner und kritische Journalisten darin eingebettet. Schließlich wird jede Form von Kritik als Teil eines fremdgesteuerten Netzwerks diskreditiert. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ukrainische Agenten &#8211; Überall</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Orbán selbst forderte öffentlich den ukrainischen Präsidenten <strong>Volodymyr Zelenskyj</strong> auf, seine <em>&#8222;Agenten aus Ungarn abzuziehen</em>&#8222;. Gleichzeitig behaupten Regierungssprecher, Oppositionskreise und sogar IT-Spezialisten stünden unter ausländischer Kontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonders brisant ist dabei der Umgang mit internen Kritikern. </strong>Ein Polizeibeamter, der öffentlich Zweifel an der offiziellen Darstellung äußerte, wurde umgehend politisch diskreditiert. Regierungsnahe Stimmen stellten ihn als Oppositionsaktivisten dar. Inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht statt &#8211; stattdessen erfolgt Delegitimierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einschüchterung und Diffamierung mit Methodik</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Bereits 2021 wurde bekannt, dass Panyi und andere Journalisten mit der Pegasus-Software überwacht wurden. Dass ein EU-Mitgliedsstaat investigative Recherche mit geheimdienstlichen Mitteln beantwortet, war damals ein Skandal. Jetzt ein weiterer Schritt: die direkte Kriminalisierung journalistischer Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel versucht die Regierung, die Deutungshoheit über das Thema <strong>Spionage</strong> wieder zu erlangen. Außenminister Szijjártó spricht von einem &#8222;operativen Gebiet&#8220; ukrainischer Geheimdienste in Ungarn. Die staatliche Nachrichtenagentur MTI verbreitet diese Narrative nahezu ungebrochen weiter. Die eigentliche Frage <em>&#8211; warum ein ungarischer Minister vertrauliche EU-Inhalte mit Russland teilt</em> &#8211; verschwindet aus der öffentlichen Debatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die offene Beschuldigung eines Journalisten der Spionage innerhalb der Europäischen Union ist ein Vorgang, der bislang autoritären Systemen vorbehalten war. Panyi selbst formulierte es nüchtern: <em>Solche Vorwürfe kenne man eher aus Russland oder Belarus.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung Orbán bedient sich im für sie existentiellen Wahlkampf ohne Tabu sittenwidrige und illegale Methoden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Macht Orbáns steht erstmals ernsthaft zur Disposition &#8211; Die Kriminalisierung von Panyis Arbeit ist Ausdruck politischer Defensive &#8211; und zugleich ein hastiger Versuch, die Spielregeln zu verändern, bevor die Wähler am 12. April entscheiden.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>The Guardian, Reuters, MTI.hu<br><strong>Photo: </strong>Szabolcs Panyi, von seinem öffentlichen Facebook Profile</p>
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		<title>Washington Post berichtet über mutmaßlich geplantes Scheinattentat auf Orbán</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 17:22:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Tusk]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Szijjártó]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sergeij Lawrow]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Geheimdienstpapier soll zeigen, wie Moskau den ungarischen Wahlkampf zugunsten Orb&#225;ns drehen wollte. Die Aff&#228;re trifft einen nerv&#246;sen Amtsinhaber im empfindlichen Moment. Moskau/Budapest/Washington. Die Washington&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Geheimdienstpapier soll zeigen, wie Moskau den ungarischen Wahlkampf zugunsten Orbáns drehen wollte. Die Affäre trifft einen nervösen Amtsinhaber im empfindlichen Moment.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Moskau/Budapest/Washington.</strong> Die Washington Post berichtet unter Berufung auf westliche Nachrichtendienste über ein internes Papier des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR. Darin sei erwogen worden, einen Anschlag auf <strong>Viktor Orbán</strong> zu inszenieren, um den ungarischen Wahlkampf aus der wirtschafts- und korruptionspolitischen Defensive in ein Sicherheitsnarrativ zu kippen. Das seit rund 2 Jahren von Amazon Gründer Jeff Bezos übernommene Blatt datiert die Überlegung auf Februar und beschreibt sie als Versuch, das <em>&#8222;Paradigma des Wahlkampfs&#8220; </em>grundlegend zu verändern. Öffentlich einsehbar ist das Dokument nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Orbán geht in die Wahl vom 12. April 2026 so angeschlagen wie seit Jahren nicht. Oppositionsführer Péter Magyar und seine Tisza-Partei liegen in Umragen seit Monaten vor Fidesz. Für Moskau wäre ein Machtverlust Orbáns strategisch teuer: Ungarn blockiert EU-Entscheidungen, bremst Ukraine-Hilfen und hält den Draht nach Russland offen. </p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="PaR6I3r5Es"><a href="https://www.pesterlloyd.net/russlands-offene-einmischung-in-ungarns-wahlkampf-botschafter-sendet-brief-an-magyar/">Russlands offene Einmischung in Ungarns Wahlkampf &#8211; Botschafter sendet Brief an Magyar</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Russlands offene Einmischung in Ungarns Wahlkampf &#8211; Botschafter sendet Brief an Magyar&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/russlands-offene-einmischung-in-ungarns-wahlkampf-botschafter-sendet-brief-an-magyar/embed/#?secret=2iwiLAiPZC#?secret=PaR6I3r5Es" data-secret="PaR6I3r5Es" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Mutmaßliche Spionage Szijjártós für Lawrow</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Bericht gehört noch ein zweiter, womöglich schwerer wiegender Vorwurf. Laut Washington Post soll Außenminister<strong> Péter Szijjártó </strong>bei EU-Treffen wiederholt seinen russischen Amtskollegen <strong>Sergej Lawrow</strong> über interne Beratungen informiert haben. Polens Premier <strong>Donald Tusk</strong> erklärte am Sonntag, ihn überrasche das nicht. AP und Reuters berichten übereinstimmend über die Empörung in Warschau, in Brüssel und im ungarischen Oppositionslager. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung lanciert direkt zum Gegenangriff: Szijjártó sprach laut Telex von <em>&#8222;absurden Verschwörungstheorien&#8220;</em>, Orbán ließ laut Reuters eine Untersuchung zu angeblichem Abhören seines Ministers anordnen. Die Regierung bestreitet also nicht nur den Kern des Berichts, sondern versucht, den Skandal in eine Affäre über Geheimdienstmethoden umzulenken. Das ist politisch naheliegend: Wer über Inflation, Vetternwirtschaft und Realpolitik nicht reden will, redet lieber über Bedrohung von außen und Souveränität. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Russland tatsächlich solche Pläne umsetzen wollte, ist nicht falsifizierbar. Fest steht aber, dass ein solches Szenario in einem westlichen Geheimdienstbericht steht, von der Washington Post veröffentlicht wurde und mitten im Wahlkampf eine naheliegende Frage stellt:<em> Wie tief reicht der russische Einfluss in Orbáns System?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> Washington Post, Reuters, The Guardian, Telex<br><strong>Photo:</strong> AI-Generierte Illustration</p>
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