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	<title>Wirtschaft &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Wirtschaft &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<item>
		<title>Nach dem Machtverlust: Wie Orbáns Umfeld Vermögen und Einfluss verlagert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fidesz]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Szijjártó]]></category>
		<category><![CDATA[Szabolcs Panyi]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Budapest/Wien. Der politische Umbruch in Ungarn nach der Wahlniederlage von Viktor Orb&#225;n am 12. April 2026 hat nicht nur &#246;ffentliche Feierlichkeiten ausgel&#246;st. W&#228;hrend die pro-europ&#228;ische&#8230;]]></description>
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<p><strong>Budapest/Wien.</strong> Der politische Umbruch in Ungarn nach der Wahlniederlage von<strong> Viktor Orbán</strong> am 12. April 2026 hat nicht nur öffentliche Feierlichkeiten ausgelöst. Während die pro-europäische <a href="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/">Mehrheit den Sieg der Tisza-Partei feiert</a>, vollzieht sich im Umfeld des bisherigen Machtzentrums eine geräuschlose Abwicklung: Aus wirtschaftsnahen Kreisen wird von eiligen Kapitalabzügen und diskreten Abreisen berichtet. </p>



<p>Privatjets starten demnach vermehrt vom Flughafen Wien-Schwechat, während Vermögenswerte in kurzer Frist in außereuropäische Drittstaaten transferiert werden. Viktor Orbán selbst kündigte bereits an, sein Parlamentsmandat nach 36 Jahren nicht anzutreten, will jedoch die Führung von Fidesz im Rahmen einer „Erneuerung“ behalten; zeitgleich wird ein mehrwöchiger Aufenthalt des abgewählten Premiers in den USA erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Magyars Warnung vor dem „Systematischen Kapitalabzug“</h2>



<p>Der designierte Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong>, Vorsitzender der siegreichen Tisza-Partei, hat öffentlich vor einem systematischen Abzug von Kapital gewarnt. <em>„Orbán-nahe Oligarchen transferieren Zehnmilliardenbeträge in Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA oder Uruguay“</em>, erklärte er. Er forderte die zuständigen Behörden auf, <em>„die Täter festzunehmen“</em> und eine Flucht in Staaten ohne Auslieferungsabkommen zu verhindern.</p>



<p>Magyar zufolge haben einzelne Familien aus dem Umfeld von Fidesz bereits konkrete Ausreisevorbereitungen getroffen. Dazu gehörten Schulabmeldungen von Kindern sowie die Organisation privater Sicherheitsstrukturen. Im Fokus steht auch das Umfeld von <strong>Lőrinc Mészáros</strong>, einem langjährigen Vertrauten Orbáns, der aus einfachen Verhältnissen als Gasinstallateur zum reichsten Unternehmer Ungarns aufstieg. Sein Vermögen wuchs maßgeblich durch staatliche Großaufträge und EU-kofinanzierte Infrastrukturprojekte, die wiederholt Gegenstand kritischer Berichte waren.</p>



<p>Investigative Recherchen ungarischer Medien wie Vsquare und 444.hu deuten darauf hin, dass Teile dieses Netzwerks versuchen, Vermögenswerte vor möglichen staatlichen Zugriffen zu sichern. Im Raum stehen Szenarien von Kontensperrungen, Enteignungen oder strafrechtlichen Ermittlungen durch die neue Regierung.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="gwJHki71cE"><a href="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/">So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/embed/#?secret=8YG3vy1B6T#?secret=gwJHki71cE" data-secret="gwJHki71cE" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Aktenvernichtung oder Routineverwaltung?</h2>



<p>Berichte über die Vernichtung potenziell belastender Unterlagen verstärken den politischen Konflikt. Magyar sprach von zunehmenden Hinweisen auf großflächige Aktenvernichtung in Ministerien und staatsnahen Unternehmen. Das Außenministerium unter <strong>Péter Szijjártó</strong> – ohnehin belastet durch Kreml-Nähe und russische IT-Infiltrationsskandale – dementierte: Man entsorge lediglich <em>„redundante Papierkopien“</em>.</p>



<p>Hinzu kommen Hinweise auf strategische Ausweichbewegungen ins Ausland. Hochrangige Fidesz-Akteure prüfen Optionen in den USA – ein Weg, den Orbáns älteste Tochter und sein Schwiegersohn bereits im letzten Sommer mit ihrem Umzug nach New York ebneten. Mehrere Quellen berichten von Visaanträgen im Umfeld republikanischer Netzwerke, deren Nähe zuletzt durch den Budapester Auftritt von US-Vizepräsident <strong>JD Vance</strong> unterstrichen wurde.</p>



<p>Auch journalistische Kreise werten dies als finale tektonische Verschiebung. Der Investigativjournalist <strong>Szabolcs Panyi</strong> – <a href="https://www.pesterlloyd.net/regierung-bezichtigt-investigativen-journalisten-der-spionage-fuer-die-ukraine/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/regierung-bezichtigt-investigativen-journalisten-der-spionage-fuer-die-ukraine/">der im Wahlkampf für seine Enthüllungen über Fluchtrouten der Elite vom Fidesz-Regime diffamiert und des „Spionierens für die Ukraine“ bezichtigt wurde</a> – sieht in den USA den ultimativen „Plan B“. <em>„Solange die Trump-Regierung im Amt ist“</em>, so Panyi, dessen Arbeit durch diese staatliche Einschüchterung zusätzliche Validität erfuhr, <em>„könnten selbst die USA zum sicheren Hafen für Orbáns engsten Zirkel werden.“</em></p>



<p><strong>Quellen: </strong>The Guardian<br><strong>Photo: </strong>AI</p>
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		<title>Magyars Team prüft Orbáns Verteidigungsplan: EU-Kredite unter Korruptionsvorbehalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 13:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
		<category><![CDATA[Tisza]]></category>
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					<description><![CDATA[Die kommende Regierung verliert keine Zeit und ist mit der Aufarbeitung des Fidesz-Erbes schwer besch&#228;ftigt Budapest/Br&#252;ssel. Das Umfeld von P&#233;ter Magyar hat eine umfassende &#220;berpr&#252;fung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die kommende Regierung verliert keine Zeit und ist mit der Aufarbeitung des Fidesz-Erbes schwer beschäftigt</em></p>



<p><strong>Budapest/Brüssel. </strong>Das Umfeld von Péter Magyar hat eine umfassende Überprüfung des ungarischen Verteidigungsplans angekündigt, der im Rahmen des europäischen SAFE-Programms eingereicht wurde. Die Maßnahme erfolgt noch vor der offiziellen Regierungsbildung und richtet sich insbesondere auf mögliche Korruptionsrisiken sowie eine inhaltliche Neuausrichtung der vorgesehenen Projekte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">16,2 Milliarden Euro im Fokus der Neubewertung</h2>



<p>Ungarn hatte den Plan im Dezember unter der scheidenden Regierung von Viktor Orbán eingereicht und Projekte im Umfang von 16,2 Milliarden Euro angemeldet – eines der größten Volumina innerhalb des Programms. <em>SAFE</em> ist Teil einer EU-Initiative zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und umfasst insgesamt 150 Milliarden Euro an zinsgünstigen Krediten.</p>



<p>Die Europäische Kommission hat den ungarischen Antrag bislang nicht genehmigt und Nachbesserungen eingefordert. Nach Angaben aus dem Umfeld der <em>Tisza-Partei</em> wird nun geprüft, inwieweit wirtschaftliche Interessen mit Nähe zur scheidenden Regierung in die Projektstruktur eingeflossen sind. <em>„Wir werden die eingereichte Liste kritisch überprüfen und Entscheidungen auf Basis realer Bedürfnisse und Korruptionsrisiken treffen“</em>, hieß es aus Parteikreisen.</p>



<p>Die Kommission bestätigte, dass sie bereits mit Vertretern des künftigen Regierungslagers im Austausch steht. Die Bewertung des ungarischen Plans sei weiterhin im Gange, eine Entscheidung werde erst nach Abschluss der Prüfung getroffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Konfliktlinien zwischen Budapest und Brüssel</h2>



<p>Die Verzögerung hatte zuletzt zu politischen Spannungen geführt. Vertreter der scheidenden Regierung argumentierten, die ausstehende Genehmigung sei politisch motiviert gewesen und habe im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen gestanden. Die Kommission weist dies zurück und verweist auf notwendige inhaltliche Anpassungen.</p>



<p>Mit einem Volumen von 16,2 Milliarden Euro gehört der ungarische Antrag zu den größten innerhalb des Programms. Die ausstehende Entscheidung macht ihn zu einem zentralen Dossier in den laufenden Verhandlungen zwischen Budapest und Brüssel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verknüpfung mit blockierten EU-Mitteln</h2>



<p>Die Überprüfung steht im Kontext breiterer finanzieller und institutioneller Fragen in den Beziehungen zur Europäische Union. Rund 17 Milliarden Euro an EU-Mitteln für Ungarn sind derzeit blockiert, ein Teil davon könnte bereits im August verfallen.</p>



<p>Bei einem jüngsten Treffen in Budapest zwischen einer hochrangigen EU-Delegation und Vertretern des künftigen Regierungslagers wurde auch der Verteidigungsplan thematisiert. Beide Seiten signalisierten Bereitschaft zur Lösung. Péter Magyar betonte im Anschluss, die künftige Regierung verfüge über ein „beispielloses Mandat“ und sehe die Freigabe der EU-Mittel als zentral für die wirtschaftliche Stabilisierung. <em>„Die EU-Mittel sind keine Almosen, sondern stehen Ungarn zu“</em>, erklärte er und verwies auf geplante Maßnahmen wie Anti-Korruptionsreformen, den Beitritt zur Europäischen Staatsanwaltschaft sowie die Wiederherstellung institutioneller Unabhängigkeit. Magyar kündigte zudem an, kurz nach seiner Vereidigung nach Brüssel zu reisen, um eine umfassende politische Einigung mit den EU-Institutionen zu erzielen.</p>



<p><strong>Quellen: </strong>Euronews<br><strong>Photo: </strong>Péter Magyar/Facebook</p>
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		<title>MNB-Skandal eskaliert: Matolcsy im Zentrum der Ermittlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:58:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[György Matolcsy]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Ermittlungen aufgewertet, Ex-Notenbankchef reagiert Budapest. Die Aff&#228;re um die Magyar Nemzeti Bank ist mehr als ein Einzelfall &#8211; sie legt das &#246;konomische Machtzentrum der Orb&#225;n-&#196;ra&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ermittlungen aufgewertet, Ex-Notenbankchef reagiert</em></p>



<p><strong>Budapest. </strong>Die Affäre um die <em>Magyar Nemzeti Bank</em> ist mehr als ein Einzelfall – sie legt das ökonomische Machtzentrum der Orbán-Ära offen. Über ein Jahrzehnt prägte <strong>György Matolcsy</strong> als Notenbankchef (2013–2025) die wirtschaftspolitische Linie des Landes. Unter seiner Führung wurde die Zentralbank von einer Stabilitätsinstitution zu einem politischen Instrument umgebaut. Der zentrale Einschnitt folgte 2014: Rund 260 Milliarden Forint wurden in <em>Pallas-Athéné</em>-Stiftungen verschoben – verbunden mit der Behauptung, das Geld verliere damit seinen öffentlichen Charakter. Diese Konstruktion zielte auf die Umgehung parlamentarischer Kontrolle. Das Verfassungsgericht kassierte sie später. Sichtbar wurde ein System, in dem öffentliche Mittel über Stiftungen, Immobilien und eng vernetzte Strukturen gesteuert wurden.</p>



<p>Parallel dazu zeigt sich ein klares Muster der Begünstigung im unmittelbaren Umfeld. Unternehmen von <strong>Ádám Matolcsy</strong> (Sohn von Matolcsy) expandierten auffällig innerhalb dieses Systems. Gleichzeitig hinterließ die Geldpolitik eine harte Spur: Niedrigzinsen und massive Liquidität stabilisierten kurzfristig, trieben aber die Inflation 2023 auf über 25 Prozent – den höchsten Wert in der EU. Vor diesem Hintergrund wurden die Ermittlungen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft zentralisiert und einer eigenen Untersuchungsgruppe übertragen.</p>



<p>Bemerkenswert ist auch die Form von Matolcsys Reaktion. Seine Stellungnahme erreichte Medien zunächst über eine anonyme E-Mail-Adresse; erst nachträglich wurde sie durch seinen Sohn verifiziert. Inhaltlich bleibt er bei seiner Linie: Die Vorwürfe seien unbegründet, das Stiftungsvermögen existiere weiterhin, die angeblichen Verluste seien lediglich Bewertungsfragen. Auch die kostspielige Renovierung der Notenbankzentrale verteidigt er. Zugleich hält er an der formalen Trennung fest, wonach die Magyar Nemzeti Bank keine Kontrolle über die Stiftungen gehabt habe. Genau diese Konstruktion ist jedoch der Kern des Problems: Sie ermöglichte die Verlagerung öffentlicher Mittel in Strukturen mit engen personellen Verflechtungen zur damaligen Führung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Systemfrage statt Einzelfall</h2>



<p>Die Entwicklung fällt in einen politischen Moment, der ihr zusätzliches Gewicht verleiht. Nach dem <a href="https://www.pesterlloyd.net/wahlergebnis-2026-tisza-partei-sichert-sich-historische-supermehrheit-mit-141-mandaten/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wahlergebnis-2026-tisza-partei-sichert-sich-historische-supermehrheit-mit-141-mandaten/">Wahlsieg von <strong>Péter Magyar</strong> und der Zweidrittelmehrheit der Tisza-Partei</a> wird die institutionelle Neuordnung des Staates zur zentralen Aufgabe der kommenden Wochen.</p>



<p>Magyar hat bereits umfassende Transparenzmaßnahmen angekündigt. Dazu gehört eine vollständige Bestandsaufnahme staatlicher Strukturen und Vermögenslagen. In diesem Kontext gewinnt die MNB-Affäre exemplarischen Charakter. Es geht nicht nur um einzelne Entscheidungen, sondern um die Architektur eines Systems, in dem öffentliche Mittel über halbautonome Konstruktionen gesteuert wurden.</p>



<p>Matolcsy selbst verweist auf wirtschaftspolitische Erfolge seiner Amtszeit: historisch niedrige Zinsen, milliardenschwere Kreditprogramme und den massiven Ausbau der Goldreserven. Diese Bilanz steht nun neben den offenen Fragen zu Stiftungen, Immobilienprojekten und Investitionen wie dem Mehrheitsanteil an der polnischen GTC-Gruppe.</p>



<p><strong>Quellen: </strong>Index.hu<br><strong>Photo: </strong>Facebook<br></p>
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		<item>
		<title>Brüsseler Finanzspritze: 21,5 Millionen Euro Nothilfe für Landwirte in Osteuropa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 14:45:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[Estland]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Europ&#228;ische Kommission greift den Landwirten in Ungarn, Bulgarien und Estland unter die Arme. Nach einem katastrophalen Erntejahr 2025 wurden millionenschwere Hilfsgelder freigegeben, um die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Europäische Kommission greift den Landwirten in Ungarn, Bulgarien und Estland unter die Arme. Nach einem katastrophalen Erntejahr 2025 wurden millionenschwere Hilfsgelder freigegeben, um die Existenz zahlreicher Betriebe zu sichern.</em></p>



<p><strong>Brüssel</strong>. Die EU-Mitgliedstaaten haben gestern einem Vorschlag der Kommission zugestimmt, insgesamt 21,5 Mio. Euro an Soforthilfe für die EU-Landwirtschaft zu mobilisieren. Grund dafür sind extreme Wetterereignisse, die die Agrarerträge im vergangenen Jahr schwer erschüttert haben. Die Mittel stammen aus der sogenannten EU-Agrarreserve, wovon anteilig 10,8 Mio. Euro an Ungarn ausgezahlt werden. Die nationalen Regierungen dürfen diese Summen mit eigenen Mitteln um bis zu 200 % aufstocken, was ungarischen Landwirten bis zu 32,4 Mio. Euro an Hilfen bereitstellen könnte.</p>



<p>Hinter dem Beschluss stehen dramatische Ernteverluste. Europaweit führten extreme Hitzewellen und Dürren zu schlechten Ernteergebnissen. Die staatliche Wasserwirtschaftsbehörde <em>Országos Vízügyi Főigazgatóság (OVF)</em> verzeichnete 2025 für Ungarn eine schwere Dürre, die laut ungarischem Zentralamt für Statistik (KSH) insbesondere starke Ernteausfälle bei Mais (29%) und Weizen (10%) mitverantwortet. Die OVF stellt fest, dass Frequenz und Intensität der Dürren in Ungarn einen beunruhigenden Trend zeigen, was auch in Zukunft ungarische Landwirte vor Probleme stellen wird. <br></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Wenn [&#8230;]  Dürre den Boden in Bulgarien und Ungarn plagt, leiden nicht nur die Felder. Es leiden Familien und die Zukunft unserer bäuerlichen Gemeinschaften&#8220;</p>
</blockquote>



<p>betonte auch der EU-Agrarkommissar <strong>Christophe Hansen</strong>. Die veranschlagte Hilfe ist Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2023-2027, die jährlich 450 Millionen Euro für Marktstörungen bereithält. Hansen mahnte, dass Nothilfe allein nicht ausreiche: Angesichts des Klimawandels müsse massiv in das Risikomanagement und neue Versicherungsmodelle investiert werden, damit extremes Wetter nicht automatisch den Ruin für die Bauern bedeute.</p>



<p>Die nationalen Behörden sind verpflichtet, die Gelder bis zum <strong>30. September 2026</strong> direkt an die Landwirte auszuzahlen. Die Länder müssen detailliert Bericht erstatten, wie die Mittel verteilt werden und wie sichergestellt wird, dass es nicht zu Überkompensationen oder Wettbewerbsverzerrungen kommt.</p>



<p><strong>Quellen:</strong> <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_745" target="_blank" rel="noopener">Europäische Komission</a>, <a href="https://www.ovf.hu/en/flood-protection-water-damage-control/protection-against-drought" target="_blank" rel="noopener">Ungarisches Wasserwirtschaftsbehörde</a>, <a href="https://www.ksh.hu/en/first-releases/mgt/emgt25.html" target="_blank" rel="noopener"> ungarisches Zentralamt für Statistik</a><br><strong>Photo: </strong>Agricultural subsidies as a % of agricultural output, SEDACmaps, CC SA 3.0</p>
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		<title>Ungarns Krankenhäuser rutschen tief in rote Zahlen -Verbindlichkeiten steigen trotz staatlicher Eingriffe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 21:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswesen]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue Daten des Rechnungshof zeigen eine anhaltende Dynamik wachsender Krankenhausverbindlichkeiten und verweisen auf strukturelle Defizite in der Finanzierung. Budapest/Debrecen/P&#233;cs/Szeged/Zalaegerszeg. Die finanzielle Lage zentraler ungarischer Krankenh&#228;user&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Neue Daten des Rechnungshof zeigen eine anhaltende Dynamik wachsender Krankenhausverbindlichkeiten und verweisen auf strukturelle Defizite in der Finanzierung.</em></p>



<p><strong>Budapest</strong>/<strong>Debrecen/Pécs/Szeged/Zalaegerszeg.</strong> Die finanzielle Lage zentraler ungarischer Krankenhäuser bleibt angespannt. Nach aktuellen Zahlen des <em>Ungarischen Staatskassenamts </em>belief sich der Gesamtbestand der Verbindlichkeiten Ende Februar auf 46,5 Milliarden Forint. Allein die vier universitären Klinikzentren vereinten davon 17,5 Milliarden Forint auf sich.</p>



<p>Im staatlichen Kernhaushalt akkumulierten 533 Gesundheitseinrichtungen bis Ende Februar überfällige Schulden in Höhe von 28,9 Milliarden Forint. Insgesamt waren 170 Einrichtungen betroffen, wobei 89 ausschließlich kurzfristige, unter 30 Tagen liegende Verbindlichkeiten auswiesen – ein Indikator für die kontinuierliche Reproduktion von Schulden innerhalb des Systems.</p>



<p>Die Zahlen bestätigen ein bekanntest Problem:Krankenhäuser geraten regelmäßig in eine Schuldenspirale, die durch punktuelle staatliche Eingriffe lediglich temporär abgeschwächt wird. <br><br>Bereits Ende 2025 lag der Gesamtbestand bei rund 100 Milliarden Forint.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ungleichgewicht bei staatlicher Entschuldung</h2>



<p>Im Rahmen der jüngsten Konsolidierungsmaßnahme stellte der Staat bis Ende Februar rund 80 Milliarden Forint bereit. Die Verteilung der Mittel verlief jedoch nicht vollständig deckungsgleich mit den bestehenden Verbindlichkeiten.</p>



<p>Fünf Einrichtungen erhielten nicht die volle Kompensation ihrer ausstehenden Schulden: die klinischen Zentren der <strong>Universitäten Pécs </strong>(Pécsi Tudományegyetem), <strong>Szeged</strong> und <strong>Debrecen</strong>, das <strong>Észak-Pesti Centrumkórház-Honvédkórház</strong> sowie das <strong>Szent Rafael Krankenhaus </strong>(Szent Rafael Kórház) im Komitat Zala. Nach Einschätzung von Branchenvertretern könnte bei den ersten vier Institutionen die Verschuldung über dem vom Finanzierer akzeptierten Niveau liegen, weshalb keine vollständige Konsolidierung erfolgte.</p>



<p>Die Diskrepanz zwischen Gesamtverschuldung und tatsächlicher Entlastung bleibt erheblich. Ausgehend von rund 98 Milliarden Forint Schulden Ende 2025 wurde die Konsolidierung effektiv mit einem deutlich geringeren Betrag umgesetzt. Die Differenz wird weiterhin faktisch von Lieferanten getragen, insbesondere von Unternehmen der Medizintechnik.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Systemische Ursachen</h2>



<p>In den ersten beiden Monaten 2026 entstanden neue Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 31 Milliarden Forint &#8211; 14 Milliarden im Januar und weitere 17 Milliarden im Februar.</p>



<p>Zwar spielen saisonale Effekte eine Rolle, etwa vorgezogene Beschaffungen zu Jahresbeginn infolge inflationärer Erwartungen, doch bleibt die kontinuierliche Neubildung von Schulden ein strukturelles Merkmal.</p>



<p>Weitere Mittel in Höhe von 15,5 Milliarden Forint könnten bis Ende April bereitgestellt werden, zusätzlich ist für 2026 eine Aufstockung der Gesundheitsfinanzierung um 80 Milliarden Forint vorgesehen. Die konkrete Verteilungsmechanik ist jedoch bislang unklar.</p>



<p>Derzeit läuft eine umfassende Datenerhebung zu den Ausgabenstrukturen, deren Ergebnisse in die Haushaltsplanung ab 2027 einfließen sollen. Unter den aktuellen Bedingungen bleibt ein schuldenfreier Betrieb der Krankenhäuser ein strukturelles Ziel, dessen Realisierung mittelfristig nicht absehbar ist.</p>



<p><strong>Quellen:</strong> economx.hu, 24.hu<br><strong>Photo:</strong> Zoltan Csikós/CC BY-SA 3.0/Wikipedia</p>
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		<title>Die Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormuz auf Europas Wirtschaft und Inflation - Analyse </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Wirtschaft]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 11:32:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht der &#214;lpreis allein entscheidet &#252;ber die wirtschaftlichen Folgen einer Blockade. Es ist eine Kette von Abh&#228;ngigkeiten, die Europas Inflation antreibt &#8211; von Energie &#252;ber&#8230;]]></description>
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<p><em>Nicht der Ölpreis allein entscheidet über die wirtschaftlichen Folgen einer Blockade. Es ist eine Kette von Abhängigkeiten, die Europas Inflation antreibt</em> &#8211;<em> von Energie über Dünger bis hin zu industriellen Vorprodukten.</em></p>



<p><br><strong>Hormuz.</strong> Die Straße von Hormuz liegt weit entfernt von Europa und doch führt eine Blockade binne Wochen zu massiven Änderungen der Preisstruktur. Eine Abfolge von Anpassungen, die sich durch Energie, Landwirtschaft und Industrie ziehen. Wir analysieren die ökonomischen Folgen der Blockade durch den Iran.</p>



<p>Der erste Impuls ist offensichtlich. Durch Hormuz fließt ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gasangebots: 20% des Rohöls, 25% des LNG. Wird dieser Strom gestört, steigen die Preise &#8211; nicht nur aufgrund der direkten physischen Knappheit, sondern weil Unsicherheit eingepreist wird &#8211; von Versicherungen, Konsumenten, Spekulanten. Genau das bildet den Ausgangspunkt aller weiteren Effekte.</p>



<p>Die Europäische Zentralbank hat versucht, diesen Schock in Zahlen zu fassen. In ihrem aktuellen Stressszenario, welches von einigen Wochen bis Monaten Blockade ausgeht, führt ein anhaltend hohes Energiepreisniveau zu einem zusätzlichen Inflationsanstieg von knapp <strong>zwei Prozentpunkten im ersten Jahr</strong> und <strong>fast drei im zweiten</strong>. Es wird hier nicht mit einer das ganze Jahr über anhaltenden Blockade gerechnet &#8211; diese hätte einen Inflationseffekt von bis zu 6% und lässt damit die Inflationsanstieg seit dem Ukrainekrieg vergleichsweise gering aussehen.<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Energie ist Grundlage aller Wirtschaft</h2>



<p>Energie verteuert nicht nur das Heizen oder Tanken. Sie durchzieht die gesamte Wirtschaft. Transporte werden teurer, Produktionsprozesse ebenso. Unternehmen geben diese Kosten weiter &#8211; manchmal direkt, meistens indirekt. Das führt zu der großen &#8222;Breite&#8220; eines Energieshocks &#8211; nicht nur Treibstoff wird teurer. </p>



<p>Ein zweiter, weniger sichtbarer Effekt betrifft die Landwirtschaft<em>. Ein großer Teil des globalen Düngemittelhandels läuft ebenfalls über Hormuz</em>. Gleichzeitig hängen viele dieser Produkte selbst an Energiepreisen. Steigt Gas, steigen auch die Kosten für Stickstoffdünger.</p>



<p>Für Landwirte ist das kein abstraktes Problem. Höhere Düngemittelpreise zwingen zu Entscheidungen: weniger Einsatz, andere Kulturen, geringere Erträge. Die Folge zeigt sich nicht sofort im Supermarkt. Sie baut sich über Monate auf &#8211; über Ernten, Lieferketten, Lagerbestände.</p>



<p>Es ist damit zu rechnen dass die Blockade bereits jetzt nach rund 4 Wochen Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise im nächsten Jahr hat.</p>



<p>Ein dritter Effekt liegt tiefer in der industriellen Struktur: Rohstoffe und chemische Vorprodukte werden knapper oder teurer. Schwefel ist ein Beispiel dafür &#8211; kein prominenter Rohstoff, aber zentral für Düngemittel und Teile der Metallverarbeitung. Rund 50% des weltweiten Bedarfs wird über die Straße von Hormuz exportiert. Auch hier verlaufen die Auswirkungen indirekt: höhere Kosten, verzögerte Produktion, vorsichtigere Investitionen. Im Fall von Schwefel werden sich Lithium, Zink und Kupfer verteuern &#8211; Schwefel ist essentiell für die Gewinnung dieser Metalle aus Erz.</p>



<p>Für Europa insgesamt ergibt sich daraus ein spürbarer Inflationsanstieg. Werte im Bereich von vier Prozent sind unter anhaltender Belastung über das ganze Jahr plausibel. </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ungarns Lage</h2>



<p>Ungarn ist stärker als viele andere EU-Staaten von importierter Energie abhängig. Gleichzeitig hat die Regierung wiederholt versucht, Preissteigerungen administrativ zu begrenzen. Solche Eingriffe können kurzfristig entlasten, verändern aber nicht die Kostenbasis. Sie verschieben Anpassungen in die Zukunft &#8211; Wenn externe Schocks wie eine Hormuz-Blockade hinzukommen, wird dieses Modell fragiler.</p>



<p>Zugleich ist Ungarn wirtschaftlich offen und stark in europäische Lieferketten eingebunden. Steigende Preise in Deutschland oder Italien wirken indirekt auch hier. Inflation wird importiert, nicht nur über Energie, sondern über Güterströme.</p>



<p>Die Kombination ist heikel: hohe Abhängigkeit, begrenzte Puffer, politische Sensibilität bei Preisen.</p>



<p>Die nächste Ungarische Regierung hat eine Sammelsurium an Herausforderungen zu meistern &#8211; eine weitere Energiekrise ist eine davon &#8211; zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Ungarn befindet sich in den letzten Jahren in einer energiepolitischen Misere &#8211; das Pokern auf günstige Energie durch Russland hat sich als nicht erfolgreich erwiesen, nachhaltige Energiequellen auszubauen wurden verzögert und verschleppt, echte Alternativen zur<a href="https://www.pesterlloyd.net/tag/druzhba/" data-type="post_tag" data-id="293"> Druzhba-Pipeline</a> jahrelang nicht verfolgt und ein Narrativ der Alternativlosigkeit russischer Abhängigkeit vonseiten der Regierung ausgestreut. <br></p>



<h3 class="wp-block-heading"><br>Infobox Hormuz &#8211; die wichtigsten Rohstoffe</h3>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Rohstoff</th><th>Anteil, der durch Hormuz läuft</th><th>Bezugsgröße</th><th>Einordnung</th></tr></thead><tbody><tr><td>Öl / Petroleum liquids</td><td>ca. <strong>20%</strong></td><td>des weltweiten Verbrauchs</td><td>Größter und schnellster Preiskanal. 2024 liefen im Schnitt 20 Mio. Barrel pro Tag durch die Meerenge. </td></tr><tr><td>Seegestütztes Öl</td><td>ca. <strong>25%</strong></td><td>des weltweiten seegestützten Ölhandels</td><td>Für den Welthandel oft noch aussagekräftiger als der Verbrauchswert.</td></tr><tr><td>LNG</td><td>ca. <strong>19-20%</strong></td><td>des weltweiten LNG-Handels</td><td>Praktisch der gesamte Qatari-Export hängt an Hormuz. </td></tr><tr><td>Düngemittel insgesamt</td><td>ca. <strong>33%</strong></td><td>des globalen Düngemittelhandels</td><td>Zentral für Europas Lebensmittel- und Agrarpreise. </td></tr><tr><td>Harnstoff / Urea</td><td>ca. <strong>33%</strong></td><td>des globalen Urea-Handels</td><td>Besonders wichtig, weil Urea ein Kernprodukt im Stickstoffdüngermarkt ist. </td></tr><tr><td>Schwefel</td><td>knapp <strong>50%</strong></td><td>des globalen seegestützten Schwefelhandels</td><td>Nicht der Haupttreiber der Inflation, aber ein wichtiger Verstärker für Dünger und Industrie. </td></tr><tr><td>Methanol</td><td>unklar</td><td></td><td></td></tr></tbody></table></figure>



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<p><strong>Quellen:</strong> Europäische Zentralbank, Eurostat<br><strong>Photo: </strong>Straße von Hormuz</p>
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		<title>Modehändler About You zahlt Entschädigungen an Hunderttausende ungarische Kunden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 15:38:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Irref&#252;hrende Rabattanzeigen und k&#252;nstlicher Kaufdruck f&#252;hrten zu Wettbewerbsermittlungen &#8211; nun flie&#223;en R&#252;ckzahlungen von insgesamt &#252;ber 500 Millionen Forint Budapest. Der Online-Modeh&#228;ndler About You hat begonnen,&#8230;]]></description>
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<p><em>Irreführende Rabattanzeigen und künstlicher Kaufdruck führten zu Wettbewerbsermittlungen &#8211; nun fließen Rückzahlungen von insgesamt über 500 Millionen Forint</em></p>



<p><strong>Budapest. </strong>Der Online-Modehändler <em>About You</em> hat begonnen, ungarische Kundinnen und Kunden zu entschädigen. Vorausgegangen war ein Wettbewerbsverfahren der ungarischen Wettbewerbsbehörde <strong>GVH</strong>, das im November abgeschlossen wurde. Hunderttausende Käufer erhalten nun eine Rückzahlung von jeweils 1760 Forint. Insgesamt kann die Summe der Entschädigungen nach Angaben der Behörde 500 Millionen Forint überschreiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Irreführende Rabattanzeigen und künstlicher Zeitdruck</h2>



<p>Auslöser der Maßnahme war ein Verfahren der <em>Gazdasági Versenyhivatal</em> (GVH) gegen den Betreiber des Modeportals About You mit Sitz in Hamburg. Die Behörde stellte fest, dass das Unternehmen ein System zur Anzeige von Preisen und Rabatten verwendet hatte, das den tatsächlichen Umfang der Preisnachlässe für Verbraucher nicht zuverlässig erkennen lässt.</p>



<p>Nach Darstellung der Wettbewerbsbehörde wurde der Eindruck größerer Rabatte erzeugt, als tatsächlich gegeben war. Zudem setzte die Plattform während des Einkaufsprozesses gezielt psychologische Druckmittel ein wie etwa herunterzählende Timer, die angeblich das Ende einer Rabattaktion signalisierten, sowie eine angebliche Knappheit bestimmter Produkte.</p>



<p>Diese Mechanismen sollten Käufer zu schnelleren Entscheidungen bewegen. Nach Einschätzung der Behörde führte das dazu, dass Konsumenten nicht ausreichend transparent über die tatsächlichen Preisvorteile informiert wurden. About You erkennt die festgestellten Verstöße an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückzahlung an Käufer zwischen 2022 und 2024</h2>



<p>Das Unternehmen verpflichtete sich im Rahmen des Verfahrens zu einer Entschädigung für alle Kunden, die zwischen dem 31. Dezember 2022 und dem 31. Dezember 2024 über die Website oder die App des Unternehmens eingekauft hatten.</p>



<p>Käufer, deren Bankdaten dem Unternehmen vorliegen, erhalten die 1760 Forint direkt überwiesen. Andere Kunden bekommen den Betrag in Form sogenannter <em>&#8222;</em>About You Coins<em>&#8222;</em> gutgeschrieben. Diese können innerhalb eines Jahres beim Einkauf auf der Plattform verwendet werden und werden automatisch vom Kaufpreis abgezogen.</p>



<p>Bereits im Dezember hatte das Unternehmen eine Geldstrafe von 505 Millionen Forint an den Staatshaushalt gezahlt. Nach Angaben der GVH konnte die Höhe der Strafe reduziert werden, weil das Unternehmen mit der Behörde kooperierte und ein Programm zur Einhaltung der Verbraucherschutzregeln zusagte.</p>



<p><strong>Quellen: </strong>index.hu, MTI<br><strong>Photo:</strong> Hungarian Competition Authority (GVH) &amp; About You logos</p>
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		<title>Iran Krieg: Regierung begrenzt Benzin- und Dieselkosten per Verordnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 15:41:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mol]]></category>
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					<description><![CDATA[Steigende &#214;lpreise und Lieferprobleme treiben Europas Treibstoffkosten nach oben. Ungarn reagiert mit Preisdeckel, Steuersenkung und der Freigabe strategischer Reserven. Budapest. Die ungarische Regierung hat erneut&#8230;]]></description>
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<p><em>Steigende Ölpreise und Lieferprobleme treiben Europas Treibstoffkosten nach oben. Ungarn reagiert mit Preisdeckel, Steuersenkung und der Freigabe strategischer Reserven.</em></p>



<p><strong>Budapest.</strong> Die ungarische Regierung hat erneut in den Treibstoffmarkt eingegriffen. Nach dem schnellen Anstieg der Ölpreise auf dem Weltmarkt wurden innerhalb von 24 Stunden drei Regierungsverordnungen beschlossen: ein Preisdeckel für Benzin und Diesel, eine Senkung der Verbrauchssteuer sowie die Freigabe strategischer Rohölreserven.</p>



<p>Seit Mitternacht gilt eine Obergrenze an Tankstellen: Der Liter 95-Oktan-Benzin darf höchstens 595 Forint kosten, Diesel maximal 615 Forint. Die Regelung gilt in erster Linie für Fahrzeuge mit ungarischen Kennzeichen und verstößt damit gegen EU-Recht. </p>



<p><strong>Update 11.03.2026</strong><br>Ungarns Behörden verschärfen die Kontrollen zur Einhaltung der staatlich festgelegten Kraftstoffpreisobergrenzen. Wie Wirtschaftsminister <strong>Márton Nagy</strong> am Dienstag mitteilte, wurden Steuer- und Verbraucherschutzbehörden angewiesen, landesweit Tankstellen zu überprüfen; dabei sollen auch Testkäufe durchgeführt werden. Seit Montag gelten für berechtigte Fahrzeughalter mit ungarischem Kennzeichen Höchstpreise von 595 Forint pro Liter Benzin und 615 Forint pro Liter Diesel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Preisschock durch Ölmarkt und Lieferprobleme</h2>



<p>Auslöser der Maßnahme ist der starke Anstieg des Rohölpreises durch die anhaltenden Amerikanisch-Israelischen Angriffe auf den Iran und die schweren Iranischen Gegenschläge in der ganzen Region. Die Notierungen erreichten in den vergangenen Tagen den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Hintergrund ist die Sperre der Straße von Hormuz durch den Iran im Zuge des Krieges.</p>



<p>Auch in Ungarn reagierte der Markt sofort. Nach einem Schreiben des Mineralölkonzerns Mol an seine Partner hätten die Preise ohne staatlichen Eingriff deutlich steigen können: Benzin auf 619 Forint pro Liter, Diesel auf 639 Forint. Über die Druzhba-Pipeline werden derzeit weiterhin keine Transporte abgewickelt, nachdem die Leitung zuvor infolge eines russischen Angriffs stillgelegt wurde.</p>



<p>Bereits Ende Februar hatte die Regierung rund 250.000 Tonnen Rohöl aus den strategischen Reserven freigegeben. Diese Menge steht dem Mol-Konzern bis spätestens Mitte April zur Verfügung und muss bis zum 24. August 2026 wieder aufgefüllt werden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="2byx32qQO1"><a href="https://www.pesterlloyd.net/druzhba-als-wahlkampfwaffe-orban-behauptet-erpressung-kvivs-und-koppelt-eu-hilfe-an-russisches-oel/">Druzhba als Wahlkampfwaffe: Orbán behauptet Erpressung Kyivs und koppelt EU-Hilfe an russisches Öl</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Druzhba als Wahlkampfwaffe: Orbán behauptet Erpressung Kyivs und koppelt EU-Hilfe an russisches Öl&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/druzhba-als-wahlkampfwaffe-orban-behauptet-erpressung-kvivs-und-koppelt-eu-hilfe-an-russisches-oel/embed/#?secret=nZS5UaoPbf#?secret=2byx32qQO1" data-secret="2byx32qQO1" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ungarn im europäischen Preisvergleich</h2>



<p>Mit den festgelegten Preisen liegt Ungarn im europäischen Mittelfeld. Die staatlich begrenzten Preise entsprechen etwa 1,5 Euro pro Liter. Der EU-Durchschnitt liegt derzeit bei rund 1,57 Euro. Deutlich günstiger sind Treibstoffe vor allem in Osteuropa. In Bulgarien kostet Benzin etwa 1,23 Euro pro Liter, Diesel rund 1,25 Euro. In Polen liegt der Benzinpreis zwischen 1,38 und 1,42 Euro.</p>



<p>Zu den teuersten Ländern zählen die Niederlande mit rund 2,07 Euro pro Liter sowie Dänemark und Finnland mit etwa 1,95 Euro. Auch Norwegen und die Schweiz liegen mit Preisen zwischen 1,84 und 1,97 Euro deutlich über dem EU-Durchschnitt.</p>



<p><strong>Quellen:</strong> Index.hu<br><strong>Photo:</strong> MOL-Tankstelle von User Globetrotter19 aus Wikipedia, CC BY SA 4.0</p>
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		<title>Ungarns Waffenschmieden rüsten die Ukraine auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[W&#228;hrend Ungarn die Ukraine rhetorisch als Gegner darstellt, verkn&#252;pfen neue Industrieallianzen Ungarns R&#252;stungssektor mit Unternehmen, die zentrale Lieferanten der ukrainischen Streitkr&#228;fte sind. Budapest/Zalaegerszeg/Kyiv. Die ungarische&#8230;]]></description>
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<p><em>Während Ungarn die Ukraine rhetorisch als Gegner darstellt, verknüpfen neue Industrieallianzen Ungarns Rüstungssektor mit Unternehmen, die zentrale Lieferanten der ukrainischen Streitkräfte sind.</em></p>



<p><strong>Budapest/Zalaegerszeg/Kyiv.</strong> Die ungarische Regierung inszeniert sich seit Beginn des Ukrainekrieges als scharfer Kritiker Kyivs. <a href="https://www.pesterlloyd.net/orban-stilisiert-den-ukraine-krieg-zur-schicksalsfrage-ungarns/">Ministerpräsident Viktor Orbán hat den Ukrainekrieg zur Schicksalsfrage Ungarns erklärt. </a>Hinter den Kulissen gibt es eine andere Realität: zentrale Akteure der ungarischen Rüstungsindustrie kooperieren mit internationalen Unternehmen, die unmittelbar an der Aufrüstung der ukrainischen Armee beteiligt sind.</p>



<p>Ausgangspunkt dieser Konstellation ist eine Reihe von Vereinbarungen der<strong> 4iG Űr és Védelmi Technológiák Zrt</strong>. mit internationalen Rüstungsunternehmen. <a href="https://atlatszo.hu/vilagterkep/2026/03/05/az-ukran-hadero-beszallitoival-szovetkezik-a-ner-kedvenc-hadiipari-cege/" data-type="link" data-id="https://atlatszo.hu/vilagterkep/2026/03/05/az-ukran-hadero-beszallitoival-szovetkezik-a-ner-kedvenc-hadiipari-cege/" target="_blank" rel="noopener">Wie das Investigativportal <em>Átlátszó</em> berichtet</a>, gehören dazu neben dem US-Konzern <strong>Lockheed Martin</strong> und dem türkischen Hersteller <strong>Nurol Makina</strong> auch die tschechische <strong>Czechoslovak Group (CSG)</strong> sowie deren Tochterunternehmen <strong>Tatra Trucks</strong>. Letztere erwarb im Zuge dieser Kooperation einen Anteil von 37 Prozent an der traditionsreichen ungarischen<strong> Rába Nyrt</strong>., einem der letzten bedeutenden Rüstungsbetriebe mit ungarischer Geschichte.</p>



<p>Ministerpräsident Orbán bezeichnete die Kooperation öffentlich als Teil einer <em>&#8222;umfassenden geopolitischen Strategie&#8220;</em>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Privatisierung der Rüstungsindustrie</h2>



<p>Die neuen Eigentümerstrukturen sind Ergebnis einer weitreichenden Privatisierungswelle im ungarischen Verteidigungssektor. Das Verteidigungsministerium hatte bereits im vergangenen Jahr große Teile der verbliebenen staatlichen Rüstungsindustrie verkauft.</p>



<p>Zunächst gingen Anteile des tschechischen Flugzeugherstellers <strong>Aero Vodochody</strong> an Investoren aus dem Umfeld des MOL-Konzerns sowie an ein Unternehmen von <strong>Árpád Habony</strong>. Danach folgte ein weit größerer Schritt: Die inzwischen stark gewachsene Unternehmensgruppe 4iG übernahm die Mehrheitsbeteiligung an der staatlichen Holding<strong> N7</strong>, die zuvor zentrale Rüstungsunternehmen verwaltet hatte.</p>



<p>Auch die traditionsreiche Lastwagenfabrik Rába blieb zunächst im Staatsbesitz, wurde jedoch wenige Monate später ebenfalls mehrheitlich von 4iG übernommen. Mit dem Einstieg der Czechoslovak Group ist der ausländische Einfluss weiter gewachsen.<br><br>Der deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall hält über ein Viertel der Aktien von 4iG und zählt damit zu den wichtigsten ausländischen Akteuren im ungarischen Verteidigungssektor.</p>



<p>Im regionalen Vergleich ist diese Struktur ungewöhnlich: Staaten wie Rumänien, die Slowakei oder Bulgarien haben ihre großen Waffenhersteller weitgehend in staatlicher Hand behalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Regierungsrethorik clasht mit der Realität</h2>



<p>Die Czechoslovak Group, die nun an der ungarischen Rüstungsindustrie beteiligt ist, zählt zu den wichtigsten Lieferanten der ukrainischen Streitkräfte. Nach Angaben des Unternehmens war die Ukraine im Jahr 2025 der größte Absatzmarkt der Gruppe. Mehr als ein Viertel der Einnahmen stammte aus ukrainischen Militärbestellungen.</p>



<p>Auch Tatra Trucks, ebenfalls Teil der CSG-Gruppe, ist seit Jahren ein wichtiger Lieferant für die ukrainischen Streitkräfte. Das türkische Unternehmen Nurol Makina lieferte laut eigenen Angaben Schutzplatten und persönliche Schutzausrüstung.</p>



<p>Rheinmetall, der wichtigste ausländische Investor im ungarischen Verteidigungssektor, baut derzeit Produktionskapazitäten in der Ukraine auf und arbeitet dort in Joint Ventures mit staatlichen Rüstungsunternehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Lynx</h2>



<p>In <strong>Zalaegerszeg</strong> produziert Rheinmetall seit 2023 den Schützenpanzer <em>Lynx</em>. Das Werk gehörte ursprünglich zu gleichen Teilen dem ungarischen Staat und dem deutschen Konzern, später wurde der staatliche Anteil ebenfalls an 4iG übertragen.</p>



<p>Laut einem Bericht des regierungsnahen englischsprachigen Magazins <em>Hungarian Conservative</em> wurde eines dieser Fahrzeuge 2024 zur Erprobung in die Ukraine geliefert. Nach den Tests habe sich das ukrainische Militär für das Modell als zukünftige Plattform entschieden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="HFp5Xizj0n"><a href="https://www.pesterlloyd.net/druzhba-als-wahlkampfwaffe-orban-behauptet-erpressung-kvivs-und-koppelt-eu-hilfe-an-russisches-oel/">Druzhba als Wahlkampfwaffe: Orbán behauptet Erpressung Kyivs und koppelt EU-Hilfe an russisches Öl</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Druzhba als Wahlkampfwaffe: Orbán behauptet Erpressung Kyivs und koppelt EU-Hilfe an russisches Öl&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/druzhba-als-wahlkampfwaffe-orban-behauptet-erpressung-kvivs-und-koppelt-eu-hilfe-an-russisches-oel/embed/#?secret=a3O1VlSgDZ#?secret=HFp5Xizj0n" data-secret="HFp5Xizj0n" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ist das interessant?</h2>



<p>Die im Wahlkampf 2026 vorherrschende Strategie der regierenden Fidesz Partei ist es, eine unmittelbare Kriegsbeteiligung Ungarns in der Ukraine als Drohgespenst aufzubauen. Bereits im letzten Wahlkampf wurde damit ein Umfragetief überwunden und die Wahl gewonnen &#8211; die Opposition erfolgreich auf Plakatwäldern als Kriegtstreiber inszeniert.<br><br>Die besonders in den Ukrainekrieg verwobene ungarische Rüstungsindustrie steht dazu im deutlichen Widerspruch: es zeigt, dass die Rhetorik der ungarischen Regierung vorwiegend Symbolpolitik und Stimmungsmache ist und als Instrument im Wahlkampf diehnt &#8211; weniger ernstgemeinte Politik ist: <em>Wenn Ungarn dem vorgeblichen Feind Ungarns Waffen liefert und seine Rüstungsindustrie in die Kriegswirtschaft dieses vorgeblichen Feindes integriert, kann das kein wirklicher Feind sein. </em></p>



<p><strong>Quellen:</strong> atlatszo.hu<br><strong>Photo:</strong> KI-generiert</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ungarns Wirtschaft im Überblick &#8211; Kurzmeldungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 13:53:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Gesch&#228;ftszahlen, Arbeitsmarkt, Industriepreise und Energiefragen &#8211; die wichtigsten Entwicklungen der ungarischen Wirtschaft im Februar 2026 in kompakter Form. Budapest. Ungarns Wirtschaft meldet zum Wochenschluss ein&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Geschäftszahlen, Arbeitsmarkt, Industriepreise und Energiefragen &#8211; die wichtigsten Entwicklungen der ungarischen Wirtschaft im Februar 2026 in kompakter Form.</em></p>



<p><strong>Budapest. </strong>Ungarns Wirtschaft meldet zum Wochenschluss ein heterogenes Bild: stabile Großunternehmen, eine nachlassende Industriepreisdynamik, steigende Arbeitslosigkeit und eine Regierung, die Energiepreise zum geopolitischen Schlachtfeld erklärt.</p>



<p><em>Alle Meldungen zum Thema:</em> <a href="https://www.pesterlloyd.net/wirtschaft/" data-type="page" data-id="68">Themenseite Wirtschaft</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Erzeugerpreise weiter rückläufig</h2>



<p>Nach Daten des Statistikamts <em>Központi Statisztikai Hivatal</em> sanken die Industrieerzeugerpreise im Januar um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist der dritte Rückgang in Folge. Die Preise für den Inlandsabsatz gaben um 2,8 Prozent nach, Exportpreise um 2,9 Prozent. Besonders die verarbeitende Industrie verbuchte Preisrückgänge. Im Monatsvergleich stiegen die Preise allerdings um 0,9 Prozent, getragen von höheren Exportpreisen. <br><br>Die Daten deuten auf eine Entspannung bei der importierten Kosteninflation hin, ohne dass bereits von einer nachhaltigen Trendwende gesprochen werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Arbeitsmarkt verliert an Dynamik</h2>



<p>Die Arbeitslosenquote stieg im Januar auf 4,6 Prozent. 225.000 Personen waren ohne Beschäftigung, 4,609 Mio. Menschen standen in Arbeit. Im Dreimonatsdurchschnitt lag die Zahl der Beschäftigten um 68.000 unter dem Vorjahreswert. Besonders im primären Arbeitsmarkt zeigt sich ein Rückgang.</p>



<p>Die offizielle Quote bleibt im EU-Vergleich moderat, doch die Verweildauer in Arbeitslosigkeit von durchschnittlich 12,2 Monaten sowie ein Anteil von 35,8 Prozent Langzeitarbeitslosen weisen auf strukturelle Probleme hin. Von Vollbeschäftigung im Sinne politischer Rhetorik kann keine Rede sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Börse auf Rekordniveau</h2>



<p>Die Budapesti Értéktőzsde meldet für 2025 neue Höchststände. Der Leitindex BUX notiert über 120.000 Punkten und habe laut Nationalbank-Gouverneur Mihály Varga drei Jahre in Folge besser abgeschnitten als regionale Vergleichsindizes.</p>



<p>Größter Preisträger bei den Best of BSE Awards war OTP Bank. Vorstandschef Péter Csányi kündigte an, man verfüge über Kapital und Liquidität für Akquisitionen, habe jedoch zuletzt keine Ziele zu rationalen Preisen gefunden. Der Kapitalmarkt zeigt sich damit liquide, aber selektiv.</p>


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<h2 class="wp-block-heading">Gedeon Richter stabilisiert operatives Geschäft</h2>



<p>Der Pharmakonzern <strong>Gedeon Richter</strong> hat 2025 bei steigenden Umsätzen einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Der Nettogewinn sank um 3 Prozent auf 232,3 Mrd. Forint, belastet durch einen finanziellen Verlust infolge des stärkeren Forint und eines schwächeren US-Dollar. Operativ zeigt das Bild nach oben: Der Umsatz legte um 8 Prozent auf 929 Mrd. Forint zu, das operative Ergebnis stieg um 12 Prozent auf 292,9 Mrd. Forint. Die Forschungsquote lag bei 10 Prozent des Umsatzes.</p>



<p>Nordamerika blieb mit 276,4 Mrd. Forint wichtigster Markt. Die Lizenz- und Royalty-Einnahmen aus dem Antipsychotikum <em>Vraylar</em> stiegen um 9 Prozent auf 250 Mrd. Forint. Für 2026 stellt Vorstandschef Gábor Orbán währungsbereinigt ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich in Aussicht. Der Pharmasektor bleibt damit einer der robusteren Pfeiler der ungarischen Exportwirtschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">AutoWallis wächst durch Zukäufe</h2>



<p>Der Fahrzeughändler <strong>AutoWallis</strong> steigerte den Umsatz um 20 Prozent auf 477,4 Mrd. Forint. Der Nettogewinn sank jedoch um 18 Prozent auf 5,7 Mrd. Forint. Belastend wirkten Integrations- und Expansionskosten, insbesondere in Tschechien. 66 Prozent des Umsatzes werden inzwischen außerhalb Ungarns erzielt. Das Unternehmen wächst vor allem akquisitorisch: Die Margen stehen unter Druck, während Material-, Dienstleistungs- und Personalkosten deutlich zulegten. Das Geschäftsmodell bleibt konjunkturabhängig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4iG dreht in die Gewinnzone</h2>



<p>Der IT- und Telekomkonzern <strong>4iG</strong> erzielte 2025 einen Nettogewinn von 21,2 Mrd. Forint nach einem hohen Verlust im Vorjahr. Das operative Ergebnis verdoppelte sich mehr als auf 86,3 Mrd. Forint. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 733,9 Mrd. Forint.</p>



<p>Die Telekomsparte generiert 86 Prozent der Erlöse. Gleichzeitig baut 4iG das Geschäft im Verteidigungs- und Raumfahrtbereich durch Beteiligungen und internationale Kooperationen aus. Die Aktie legte 2025 um 350 Prozent zu und war damit die stärkste am Markt. Das Unternehmen bleibt eng mit staatlichen Großaufträgen verflochten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Flughafen Hévíz-Balaton modernisiert</h2>



<p>Der Regionalflughafen <strong>Hévíz-Balaton</strong> in <strong>Sármellék</strong> erhielt ein Upgrade im Umfang von 3 Mrd. Forint. Start- und Rollbahn wurden erneuert, das Terminal erweitert, ein neuer Tower errichtet. Zwei Charterverbindungen nach Dresden und Antalya sind für 2026 angekündigt, mit rund 10.000 Passagieren. Das Frachtaufkommen lag 2025 bei 3.700 Tonnen.</p>



<p>Die Investition ist regionalpolitisch motiviert, wirtschaftlich bleibt der Standort klein. Die Auslastung wird entscheidend sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Energiepreise als politisches Narrativ</h2>



<p>Ministerpräsident <strong>Viktor Orbán</strong> erklärte erneut, europäische Unternehmen zahlten drei- bis viermal so hohe Energiepreise wie Wettbewerber in den USA oder China. Entsprechende pauschale Relationen lassen sich in dieser Form nicht belegen. Industrielle Strom- und Gaspreise in der EU lagen 2024 und 2025 über dem Vorkrisenniveau, jedoch variieren sie stark nach Land, Beschaffungsstruktur und Förderinstrumenten. US-Unternehmen zahlen im Schnitt niedrigere Gaspreise, aber keine durchgängigen Faktoren von drei oder vier über alle Sektoren hinweg.</p>



<p>Orbán verknüpft die Energiefrage mit der Versorgung über die Druzhba-Pipeline und mit Forderungen an die Ukraine. Der staatlich dominierte Konzern <strong>MOL</strong> verweist auf Preisvorteile russischen Öls. Gleichzeitig bleibt Ungarns Energieabhängigkeit strukturell hoch.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="pG5fwWlXzY"><a href="https://www.pesterlloyd.net/druzhba-als-wahlkampfwaffe-orban-behauptet-erpressung-kvivs-und-koppelt-eu-hilfe-an-russisches-oel/">Druzhba als Wahlkampfwaffe: Orbán behauptet Erpressung Kyivs und koppelt EU-Hilfe an russisches Öl</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Druzhba als Wahlkampfwaffe: Orbán behauptet Erpressung Kyivs und koppelt EU-Hilfe an russisches Öl&#8220; &#8211; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/druzhba-als-wahlkampfwaffe-orban-behauptet-erpressung-kvivs-und-koppelt-eu-hilfe-an-russisches-oel/embed/#?secret=6aE1ySUO4z#?secret=pG5fwWlXzY" data-secret="pG5fwWlXzY" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p>Unterm Strich zeigt sich eine Wirtschaft ohne akute Schockzeichen, aber mit verlangsamter Dynamik. Exportorientierte Großunternehmen behaupten sich, der Arbeitsmarkt verliert an Schwung, der Binnenkonsum bleibt verhalten. Die Energiefrage wird weiter politisiert werden. Für nachhaltiges Wachstum wären Produktivitätsgewinne, Investitionen in Bildung und Innovation sowie eine verlässliche Einbettung in den europäischen Binnenmarkt entscheidender als zugespitzte und phantastische Preisvergleiche sowie geopolitische Verschwörungsnarrative. </p>



<p><strong>Quellen: </strong>MTI.hu, Budapest Stock Exchange<br><strong>Photo:</strong> AI-Generiert</p>
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