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	<title>Ausbildung &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Ausbildung &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Regierung will Berufsbildung neu ordnen und Kanzlersystem abschaffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 17:58:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
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					<description><![CDATA[Gesetzesreform soll Entscheidungswege verk&#252;rzen &#8211; Gewerkschaft begr&#252;&#223;t den Kurswechsel, warnt jedoch vor ungel&#246;sten Strukturproblemen Budapest. Die ungarische Regierung hat dem Parlament einen Gesetzentwurf zur &#196;nderung&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Gesetzesreform soll Entscheidungswege verkürzen &#8211; Gewerkschaft begrüßt den Kurswechsel, warnt jedoch vor ungelösten Strukturproblemen</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Die ungarische Regierung hat dem Parlament einen Gesetzentwurf zur Änderung des Berufsbildungsgesetzes vorgelegt und damit eine umfassende Neuordnung der Leitung der Berufsbildungszentren eingeleitet. Nach Angaben des Bildungsministeriums unter Leitung von <strong>Judit Lannert</strong> soll das bisherige duale Führungsmodell mit Generaldirektor und Kanzler beendet werden. Ziel sei eine weniger hierarchische Verwaltungsstruktur, die Entscheidungen beschleunige und den Einrichtungen größere organisatorische Flexibilität verschaffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Begründung des Ministeriums haben die praktischen Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt, dass ein vereinfachtes Führungsmodell direktere Kommunikationswege und effizientere Entscheidungsprozesse ermöglichen könne. Die Regierung verbindet die Reform zugleich mit dem Anspruch, den unterstützenden Charakter der Verwaltung auszubauen und den pädagogischen Handlungsspielraum innerhalb der Berufsbildungszentren zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 1. Januar 2027 sollen die bisherigen Aufgaben der Kanzler vollständig auf die Generaldirektoren übergehen. Zur fachlichen Unterstützung ist die Einführung eines stellvertretenden Generaldirektors vorgesehen. Die Ausschreibungen für die entsprechenden Leitungspositionen müssen spätestens bis zum 30. September veröffentlicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf sieht darüber hinaus vor, dass akkreditierte Berufsbildungs-Prüfungszentren künftig alle drei Jahre überprüft werden. Außerdem erhält das Lehrerkollegium künftig mehr Einfluss bei der fachlichen Bewertung von Bewerbungen für Schulleitungsstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Gewerkschaft der Pädagogen (PDSZ) begrüßte die angekündigte Abschaffung des Kanzlersystems grundsätzlich. Nach Auffassung des Gewerkschaftsvorstands handelt es sich jedoch lediglich um einen ersten Schritt. Zahlreiche strukturelle Defizite, die sich im Berufsbildungssystem über Jahre aufgebaut hätten, blieben durch die Gesetzesänderung unangetastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisiert die PDSZ, dass der Entwurf keine Lösungen für die Lohn- und Beschäftigungssituation der nichtpädagogischen Beschäftigten enthält. Aus Sicht der Gewerkschaft zählt dieses Problem weiterhin zu den dringendsten Herausforderungen des Sektors. Zudem fordert sie eine grundlegende Evaluierung des gesamten Systems der Prüfungszentren und stellt deren langfristige Notwendigkeit infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesetzesinitiative reiht sich in eine Serie institutioneller Reformen der neuen Regierung ein, die bestehende Verwaltungsstrukturen neu ordnen sollen. Erst am Dienstag verabschiedete das Parlament auch die Einrichtung des Nationalen Amts für Vermögensrückgewinnung und -schutz (NVVH), das künftig eigenständig Korruptionsfälle untersuchen und veruntreute öffentliche Gelder zurückführen soll. Während Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> die Behörde als eines der schärfsten Instrumente Europas gegen Korruption bezeichnet, spricht die Opposition von Fidesz von einer politisch motivierten Machtkonzentration. Beide Vorhaben verdeutlichen den Kurs der Regierung, zentrale staatliche Institutionen organisatorisch neu auszurichten – wenn auch in sehr unterschiedlichen Politikfeldern.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ie2CV0Wogb"><a href="https://www.pesterlloyd.net/abrechnung-mit-ansage/">Abrechnung mit Ansage</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Abrechnung mit Ansage” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/abrechnung-mit-ansage/embed/#?secret=zYmEJ3tuG3#?secret=ie2CV0Wogb" data-secret="ie2CV0Wogb" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>24.hu<br><strong>Photo: </strong>Judit Lannert/Tisza</p>
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		<title>Eigenes Bildungsressort geplant: Magyar nominiert Judit Lannert als Ministerin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 08:24:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Judit Lannert]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
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					<description><![CDATA[R&#252;ckkehr zur Eigenst&#228;ndigkeit durch strukturelle Zentralisierung Budapest. P&#233;ter Magyar hat die Besetzung des Bildungsressorts seiner k&#252;nftigen Regierung bekannt gegeben. Judit Lannert soll das Ministerium f&#252;r&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Rückkehr zur Eigenständigkeit durch strukturelle Zentralisierung</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Péter Magyar hat die Besetzung des Bildungsressorts seiner künftigen Regierung bekannt gegeben. <strong>Judit Lannert</strong> soll das Ministerium für Kinder- und Bildungsangelegenheiten übernehmen. Die Personalie ist präzise, ihre strukturelle Tragweite entscheidend: Erstmals wird Bildung wieder als autonomes Ressort konzipiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Ordnung war fragmentiert. Hochschulen unterstanden zuletzt der politischen Aufsicht von Balázs Hankó. Die öffentliche Bildung wurde durch Staatssekretär <strong>Zoltán Maruzsa</strong> gesteuert. Diese Aufsplitterung war kein Zufall, sondern Teil einer administrativen Logik, die Zuständigkeiten verteilt und politische Verantwortung entkoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Historisch markiert die Ankündigung eine Rückkehr zu einer klaren Ressortstruktur. Zuletzt existierte ein solches Ministerium zwischen 2006 und 2010 unter István Hiller. Danach wurde Bildung in Sammelministerien integriert, zunächst im Nationalen Ressourcenministerium, später im Ministerium für Humanressourcen. Diese Konstruktionen bündelten Kompetenzen, reduzierten aber die Sichtbarkeit bildungspolitischer Prioritäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyars Entscheidung greift genau hier an. Sie ist kein bloßer Personalakt, sondern eine organisatorische Neujustierung. Ob daraus tatsächliche Steuerungsfähigkeit entsteht, bleibt offen. Die Ankündigung selbst enthält keine Angaben zu Kompetenzen, Budget oder institutioneller Reichweite des neuen Ressorts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Schlüsselressorts sind bereits benannt, darunter Finanzen, Gesundheit und Infrastruktur; zudem wurde <strong>Anita Orbán</strong> als stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin nominiert. Am 9. Mai tritt das Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen, auf Einladung von Staatspräsident Tamás Sulyok. Dort erfolgt die Wahl des Ministerpräsidenten und der Regierung.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="0htvVNoHuI"><a href="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/">So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/embed/#?secret=5bbXFRYA15#?secret=0htvVNoHuI" data-secret="0htvVNoHuI" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Judit Lannert&#8217;s Profilanalyse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Judit Lannert ist Ökonomin und Sozialpolitikerin, ergänzt durch eine Promotion in Soziologie. Seit 1990 arbeitet sie kontinuierlich im Feld der Bildungsforschung. Diese langjährige Fachexpertise steht einer bislang fehlenden Erfahrung in exekutiven Regierungsämtern gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Karriere ist eng mit staatlichen Forschungsinstitutionen verbunden. Am <em>Országos Közoktatási Intézet</em> und dessen Nachfolgeorganisation, dem <em>Oktatáskutató és Fejlesztő Intézet</em>, durchlief sie zentrale Positionen. Vom wissenschaftlichen Mitarbeiter stieg sie zur Forschungsdirektorin und später zur stellvertretenden wissenschaftlichen Generaldirektorin auf. Ein zentraler Beitrag ist die Initiierung der Reihe <em>Jelentés a magyar közoktatásról</em>. Diese Berichte prägten über Jahre die bildungspolitische Debatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Thematisch konzentriert sich Lannert auf Bildungsungleichheit, Leistungsfähigkeit des Schulsystems und Lehrerpolitik. Diese Felder gehören zu den strukturellen Problemzonen des ungarischen Bildungssystems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2008 gründete sie das<em> T-Tudok Bildungsforschungszentrum</em>. Dort leitete sie nationale und internationale Projekte. In den letzten Jahren verschob sich ihr Fokus auf Kreativitätsförderung im Unterricht. Programme wie die aus England adaptierte Initiative Kreative Partnerschaften wurden unter ihrer Mitwirkung in ungarische Schulen übertragen. Ihr jüngstes Buch <em>Kreatív tanulás</em>, gemeinsam mit Szilvia Németh verfasst, bündelt diesen Ansatz. Es argumentiert für eine Transformation des Lernens durch Kooperation und kreative Methoden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>index.hu<br><strong>Photo:</strong> Peter Magyar / Facebook</p>
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