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	<title>Paks II &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Paks II &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>Paks schaltet Reaktor gänzlich ab &#8211; Historische Donau-Trockenheit erzwingt drastische Maßnahme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 10:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Geplanter Sicherheitsstopp im Kernkraftwerk unterstreicht die Folgen der anhaltenden D&#252;rre &#8211; Regierung bereitet Krisenszenarien vor, sieht Stromversorgung jedoch nicht gef&#228;hrdet Budapest. Die au&#223;ergew&#246;hnliche Niedrigwasserlage der&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Geplanter Sicherheitsstopp im Kernkraftwerk unterstreicht die Folgen der anhaltenden Dürre &#8211; Regierung bereitet Krisenszenarien vor, sieht Stromversorgung jedoch nicht gefährdet</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Die außergewöhnliche Niedrigwasserlage der Donau hat in Ungarn eine neue Phase der Dürrekrise erreicht. Nachdem das Kernkraftwerk Paks seine Leistung in den vergangenen Tagen bereits schrittweise reduziert hatte, wurde am Mittwoch Block 3 kontrolliert vom Netz genommen. Grund ist der historisch niedrige Wasserstand der Donau, deren Wasser zur Kühlung der Reaktoren benötigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> betonte, es handle sich ausdrücklich nicht um eine technische Störung, sondern um eine planmäßige Sicherheitsmaßnahme nach den vorgeschriebenen Betriebsprotokollen. Der Pegel der Donau bei Paks sei inzwischen auf minus 118 Zentimeter gefallen. Dadurch verliere das Kraftwerk rund 750 Megawatt seiner insgesamt etwa 2.000 Megawatt Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits zuvor waren die Blöcke 1 und 3 mehrfach gedrosselt worden, um die Umweltauflagen für das in die Donau zurückgeleitete Kühlwasser einzuhalten. <a href="https://www.pesterlloyd.net/duerre-zwingt-atomreaktoren-in-paks-zu-weiteren-leistungskuerzungen/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/duerre-zwingt-atomreaktoren-in-paks-zu-weiteren-leistungskuerzungen/">Über diese Entwicklung hatte Pester Lloyd bereits berichtet</a>. Mit der vollständigen Abschaltung eines Reaktorblocks verschärft sich die Lage nun weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Regierung arbeiten das Wirtschafts- und Energieministerium, der Netzbetreiber MAVIR, MVM und die Kraftwerksleitung in Paks fortlaufend zusammen. Wasserstand, Stromproduktion und Netzlast würden stündlich neu bewertet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Versorgung gesichert – dennoch laufen Vorbereitungen für den Ernstfall</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Ausfalls von Block 3 sieht die Regierung die Stromversorgung des Landes derzeit nicht gefährdet. Ministerpräsident Péter Magyar verwies darauf, dass Ungarn über Stromimportkapazitäten von 3.600 bis 3.800 Megawatt verfüge. Selbst ein vollständiger Ausfall des Kernkraftwerks Paks würde die Versorgung der Bevölkerung daher nicht unmittelbar gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch bereitet sich die Regierung auf eine mögliche weitere Zuspitzung der Lage vor. Am Mittwoch nahm ein operativer Krisenstab für die Energieversorgung seine Arbeit auf. Er soll verschiedene Szenarien bewerten und unter anderem einen Rotationsplan für den Fall zusätzlicher Engpässe ausarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten Einschränkungen erforderlich werden, würden nach Regierungsangaben ausschließlich große Industrieverbraucher betroffen sein. Krankenhäuser, soziale Einrichtungen und andere kritische Infrastrukturen sollen von möglichen Lastbegrenzungen ausdrücklich ausgenommen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar rief die Bevölkerung zugleich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie auf. Die Regierung fordere die Menschen nicht auf, auf Klimaanlagen oder Strom zu verzichten, sondern den Verbrauch nach Möglichkeit zeitlich zu verlagern, um Lastspitzen im Netz zu vermeiden. Hintergrund sind zugleich Aufrufe in regierungsnahen sozialen Medien, Klimaanlagen und Gefriergeräte bewusst auf maximale Leistung zu stellen, um das Stromnetz während der Hitzewelle zusätzlich zu belasten. Magyar verurteilte entsprechende Aktionen scharf und erklärte, es sei nicht zu rechtfertigen, dem eigenen Land in einer Krisensituation bewusst Schaden zufügen zu wollen. Zugleich dankte er Beschäftigten in den Bereichen Energieversorgung, Wasserwirtschaft, Gesundheitswesen, öffentlicher Verwaltung und Katastrophenschutz für ihren Einsatz während der anhaltenden Hitzewelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Donau entwickelt sich zum gesamteuropäischen Krisenfaktor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse in Paks stehen im Zusammenhang mit einer außergewöhnlichen Dürre, die weite Teile Mittel- und Südosteuropas erfasst hat. Wie Pester Lloyd bereits über den historischen Rekordtiefstand der Donau in Budapest berichtete, sind inzwischen nicht mehr nur Schifffahrt und Wasserwirtschaft betroffen. Die Energieversorgung entwickelt sich zunehmend zu einem weiteren kritischen Bereich.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="igPPvfW9Rh"><a href="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/">Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/embed/#?secret=Ay3yhoL6e8#?secret=igPPvfW9Rh" data-secret="igPPvfW9Rh" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">In Budapest fiel der Wasserstand der Donau inzwischen auf historische Tiefstwerte. Auch entlang des gesamten Flussverlaufs treten die Folgen immer deutlicher zutage. Frachtschiffe können zahlreiche Abschnitte nur eingeschränkt oder gar nicht mehr befahren, Kreuzfahrtschiffe müssen ihre Anlegestellen verlegen, während in Serbien hunderte Boote auf trockengefallenen Uferbereichen festsitzen. In Bulgarien mussten Behörden 186 Passagiere eines auf einer Sandbank festgefahrenen Kreuzfahrtschiffes evakuieren. Darüber hinaus legte Rumänien aus denselben Gründen einen Reaktor des Kernkraftwerks Cernavodă still und kündigte die Abschaltung eines weiteren Blocks an. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände legen inzwischen auch sonst verborgene Bereiche des Flussbettes frei. In Budapest musste vergangene Woche die Margaretenbrücke zeitweise gesperrt werden, nachdem eine Weltkriegsbombe am freigelegten Flussgrund entdeckt worden war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Hitzewelle erhöht den Druck auf Wasser- und Energieversorgung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Mitternacht tritt in ganz Ungarn die Hitzewarnstufe 3 in Kraft. Nach Angaben der Regierung entsteht über Mitteleuropa eine neue Hitzeglocke, die Temperaturen von deutlich über 35 Grad bringen dürfte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="DEckMmgw3m"><a href="https://www.pesterlloyd.net/warum-europa-austrocknet/">Warum Europa austrocknet</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Warum Europa austrocknet“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/warum-europa-austrocknet/embed/#?secret=zkzCinvLXS#?secret=DEckMmgw3m" data-secret="DEckMmgw3m" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Neben der Stromversorgung bereitet inzwischen auch die Trinkwasserversorgung Sorgen. Regionale Einsatzstäbe prüfen die Situation in besonders betroffenen Gemeinden. Wasserwerke und Streitkräfte bereiten sich darauf vor, Reservoirs aufzufüllen oder notfalls Trinkwasser mit Tankfahrzeugen bereitzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag will der zuständige Umweltminister gemeinsam mit den zehn regionalen Wasserversorgern eine Liste besonders großer Industrieverbraucher festlegen, deren Wasserverbrauch in einer weiteren Eskalationsstufe eingeschränkt werden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen weiterhin keine nennenswerten Niederschläge im Einzugsgebiet der Donau. Damit dürfte sich die außergewöhnliche Belastung für Wasserwirtschaft, Schifffahrt und Energieversorgung zunächst fortsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Associate Press, MTI<br><strong>Photo: </strong>Blick auf das Kernkraftwerk Paks von Dunaszentbenedek aus (29. Juli 2026), MTI/Daniel Kiss<br></p>
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		<title>Dürre zwingt Atomreaktoren in Paks zu weiteren Leistungskürzungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 10:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Historischer Niedrigwasserstand der Donau reduziert die Stromproduktion des Kernkraftwerks &#8211; Regierung warnt vor zus&#228;tzlicher Hitzewelle und steigender Nachfrage Budapest. Der anhaltende Wassermangel in der Donau&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Historischer Niedrigwasserstand der Donau reduziert die Stromproduktion des Kernkraftwerks – Regierung warnt vor zusätzlicher Hitzewelle und steigender Nachfrage</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Der anhaltende Wassermangel in der Donau zwingt das Kernkraftwerk Paks zu einer weiteren Reduzierung seiner Stromproduktion. Wie der Betreiber am Dienstagabend mitteilte, sank der Pegel der Donau bei Paks infolge der außergewöhnlich trockenen Witterung auf minus 112 Zentimeter. Als Reaktion wird seit Dienstag, 20 Uhr, die Leistung von Block 3 um weitere 237 Megawatt gedrosselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung folgt unmittelbar auf die bereits am Vorabend angeordnete Reduzierung von Block 1 um 254 Megawatt, nachdem der Fluss am Montag mit <strong>minus 106 Zentimetern</strong> den bislang niedrigsten jemals gemessenen Wasserstand an der Messstelle Paks erreicht hatte. Nach Angaben des Kraftwerks handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme, um die geltenden Umweltauflagen für das in die Donau zurückgeleitete Kühlwasser einzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Juni und Juli waren wegen der Kombination aus anhaltender Dürre und extremer Hitze mehrfach Leistungsanpassungen erforderlich geworden. Die Betreiber erklärten, dass Wasserführung und Wassertemperatur kontinuierlich überwacht würden und weitere Entscheidungen von der Entwicklung der Lage abhingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Niedrigwasser entwickelt sich zu einer landesweiten Energie- und Wasserkrise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Drosselung fällt in eine Phase zunehmender hydrologischer Belastung in Ungarn. Erst am Dienstag erreichte die Donau in Budapest mit <strong>30 Zentimetern</strong> einen historischen Tiefstand und unterschritt damit den bisherigen Negativrekord. Über die Auswirkungen auf Schifffahrt und Wasserwirtschaft berichtete <em>Pester Lloyd</em> bereits in einem früheren Beitrag.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Gv3mNEA9jS"><a href="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/">Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/embed/#?secret=MePK8o54oA#?secret=Gv3mNEA9jS" data-secret="Gv3mNEA9jS" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Auch die Regierung verschärft ihre Reaktion auf die außergewöhnliche Trockenperiode. Umweltminister <strong>László Gajdos</strong> rief am Mittwoch einen Dürre-Notstand aus. Nach Regierungsangaben überschreiten inzwischen 66 von 84 Wasserwirtschaftsbezirken die gesetzlichen Schwellenwerte für schwere Trockenheit. Notfallmaßnahmen sollen nun in rund 74 Prozent des Landes umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschafts- und Energieminister <strong>István Kapitány</strong> erklärte, die Leistungsreduzierungen seien kein technischer Störfall, sondern Teil eines vordefinierten Sicherheitsverfahrens. Sie belegten, dass die Schutzmechanismen des Systems wie vorgesehen funktionierten und der sichere Betrieb des Kraftwerks jederzeit Vorrang habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verwies zugleich auf eine bevorstehende neue Hitzewelle in Europa. Diese dürfte den Stromverbrauch weiter erhöhen, während der Wasserstand der Donau voraussichtlich weiter sinken wird. Das Ministerium stehe deshalb in ständigem Kontakt mit dem Kernkraftwerk Paks sowie den Netz- und Energieunternehmen MAVIR und MVM. Die Entwicklung werde fortlaufend bewertet, um die Versorgungssicherheit des Landes auch unter den außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen aufrechtzuerhalten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Lqqxqao75A"><a href="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-ruft-hoechste-hitzewarnstufe-aus/">Ungarn ruft höchste Hitzewarnstufe aus</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Ungarn ruft höchste Hitzewarnstufe aus” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-ruft-hoechste-hitzewarnstufe-aus/embed/#?secret=XPxP3iB27C#?secret=Lqqxqao75A" data-secret="Lqqxqao75A" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Kraftwerks bleibt das vorrangige Ziel, den sicheren Betrieb der Anlage sicherzustellen und sämtliche umweltrechtlichen Grenzwerte einzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Telex, MTI, MAVIT/MVM<br><strong>Photo: </strong>Paks Nuclear Power Plant, Main entrance (Tothma/Wikimedia Commons)<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ungarns Atompläne stoßen bei Paks II an ihre Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 00:01:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Energiepolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Paks II]]></category>
		<category><![CDATA[Rosatom]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[Budapest/Br&#252;ssel. Kernenergie erlebt in Mittel- und S&#252;dosteuropa eine politische Renaissance. Von Polen &#252;ber Tschechien bis Rum&#228;nien setzen Regierungen auf neue Reaktoren, um Klimaziele zu erreichen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Brüssel.</strong> Kernenergie erlebt in Mittel- und Südosteuropa eine politische Renaissance. Von Polen über Tschechien bis Rumänien setzen Regierungen auf neue Reaktoren, um Klimaziele zu erreichen, Versorgungssicherheit zu stärken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Doch zwischen politischen Ankündigungen und der tatsächlichen Umsetzung klafft eine erhebliche Lücke. Für Ungarn ist diese Debatte von besonderer Bedeutung, denn mit dem Ausbau von Paks II verfolgt Budapest eines der ambitioniertesten und zugleich umstrittensten Nuklearprojekte Europas.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Paks II &#8211; eine langfristigen Wette</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungarische Regierung betrachtet Paks II seit Jahren als Schlüsselprojekt ihrer Energiepolitik. Die beiden neuen Reaktorblöcke sollen die nukleare Kapazität des Landes erheblich ausweiten und langfristig einen Großteil der heimischen Stromversorgung sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das Projekt ist seit seinem Beginn von Kontroversen begleitet. Wie <em>Pester Lloyd</em> bereits mehrfach berichtete, steht Paks II nicht nur wegen seiner Finanzierung durch einen Russischen Kredit &#8211; eine direkte Schuld an den Kreml &#8211;  in der Kritik. Auch Fragen der Transparenz, der Vergabeverfahren und der geopolitischen Abhängigkeit prägen die Debatte. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom September 2025 hatte die Genehmigung der staatlichen Beihilfen durch die EU-Kommission aufgehoben und eine erneute Prüfung verlangt. Die direkte Vergabe an Rosatom ohne Ausschreibung bleibt damit weiterhin ein rechtlich sensibles Thema.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="sPm4U0DcnO"><a href="https://www.pesterlloyd.net/wie-der-fall-paks-ii-bruessels-kontrollmechanismen-auf-die-probe-stellt/">Wie der Fall Paks II Brüssels Kontrollmechanismen auf die Probe stellt</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Wie der Fall Paks II Brüssels Kontrollmechanismen auf die Probe stellt“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/wie-der-fall-paks-ii-bruessels-kontrollmechanismen-auf-die-probe-stellt/embed/#?secret=theAwGGBW7#?secret=sPm4U0DcnO" data-secret="sPm4U0DcnO" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig hält Budapest unverändert am Ausbau fest. Während der frühere Außenminister <strong>Péter Szijjártó</strong> stets betonte, dass die neuen Blöcke für die nationale Energiesouveränität unverzichtbar seien, steht die neue Tisza-Regierung unter Premier <strong>Magyar</strong> nun vor der Aufgabe, dieses Erbe mit ihrer pro-europäischen Ausrichtung zu vereinbaren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum viele Nuklearprojekte scheitern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentlichen Herausforderungen liegen jedoch zunehmend außerhalb politischer Erklärungen. Experten verweisen darauf, dass der Bau neuer Kernkraftwerke heute weniger an der Technologie als an Finanzierung, Bauorganisation, regulatorischen Verfahren und Fachkräftemangel scheitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Länder, die in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich neue Reaktoren errichtet haben – darunter China, Frankreich, Russland, Südkorea oder die Vereinigten Arabischen Emirate – verfolgten langfristige Serienprogramme mit standardisierten Designs und eingespielten Lieferketten. Dadurch konnten Kosten gesenkt und Bauzeiten verkürzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Europa dominieren hingegen Einzelprojekte. Das britische Kraftwerk <em>Hinkley Point C</em> gilt als prominentes Beispiel: Die Kosten stiegen auf rund 35 Milliarden Pfund, während sich die Fertigstellung um mehr als ein Jahrzehnt verzögert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ungarn ergibt sich daraus ein strukturelles Problem. Paks II ist kein Teil eines größeren europäischen Reaktorprogramms, sondern ein einzelnes Großprojekt. Dadurch fehlen jene Skaleneffekte, die internationale Experten inzwischen als entscheidenden Erfolgsfaktor betrachten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Finanzierung wird zum entscheidenden Risiko</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch sehen Fachleute die Finanzierung neuer Reaktoren. Die Kapitalrisiken seien so hoch, dass private Investoren sie kaum tragen könnten. Neue Technologien oder erstmalig in der EU eingesetzte Reaktortypen würden zusätzliche Unsicherheiten erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade hier gewinnt der ungarische Sonderweg neue Brisanz. Die Finanzierung von Paks II basiert maßgeblich auf russischen Krediten. Bereits vor dem Regierungswechsel in Budapest war dies ein zentraler Kritikpunkt von Oppositionsparteien, europäischen Institutionen und Energieexperten. Die langfristigen Vertragsbedingungen bleiben teilweise unter Verschluss, was die öffentliche Kontrolle erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt die politische Dimension. Nuklearprojekte erstrecken sich regelmäßig über mehrere Regierungsperioden. Experten betonen deshalb, dass langfristige politische Stabilität und parteiübergreifende Verlässlichkeit heute ebenso wichtig seien wie technische Expertise. Die Geschichte von Paks II zeigt, wie schnell geopolitische Entwicklungen die Rahmenbedingungen eines Jahrzehnteprojekts verändern können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">SMR-Technologie weckt Hoffnungen &#8211; aber nur unter Bedingungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Große Erwartungen richten sich inzwischen auf sogenannte <em>Small Modular Reactors</em> (SMR). Diese modular aufgebauten Reaktoren gelten als potenziell günstiger und schneller realisierbar, weil wesentliche Komponenten industriell vorgefertigt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung von Fachleuten wird jedoch auch diese Technologie nur dann wirtschaftlich tragfähig sein, wenn mehrere identische Anlagen in Serie gebaut werden. Ohne solche Flottenstrategien lasse sich kein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ungarn eröffnet dies neue Optionen, gleichzeitig aber auch neue Fragen. Sollte die Regierung künftig auf SMR-Technologien setzen wollen, wäre eine engere europäische Zusammenarbeit bei Genehmigungen, Lieferketten und Beschaffung nahezu unvermeidlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischen Energiesicherheit und strategischer Abhängigkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte um Paks II berührt inzwischen weit mehr als die Stromversorgung des Landes. Sie steht exemplarisch für die Spannungen zwischen nationaler Energiepolitik, europäischer Regulierung und geopolitischen Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Budapest den Ausbau weiterhin als Garant langfristiger Versorgungssicherheit darstellt, verweisen Kritiker auf die anhaltende Verflechtung mit Russland. Bereits heute stammen erhebliche Teile der ungarischen Gas- und Ölimporte direkt oder indirekt aus russischen Quellen. Der Ausbau von Paks II fügt dieser energiepolitischen Beziehung eine weitere langfristige Dimension hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Diskussion in Europa macht deutlich, dass die eigentliche Herausforderung nicht mehr in der Frage liegt, ob neue Kernkraftwerke gebaut werden sollen. Entscheidend wird sein, wer sie finanziert, wer die Risiken trägt und ob die politischen Rahmenbedingungen über Jahrzehnte hinweg stabil bleiben. Genau an diesem Punkt zeigt sich, dass die nukleare Renaissance Europas deutlich komplizierter ausfällt als viele Regierungen ursprünglich angenommen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>balkaninsight.com, PL Archive<br><strong>Photo: </strong>Tothma/Wikimedia Commons<br><br></p>
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