Ab Donnerstag gilt landesweit Alarmstufe Rot. Behörden warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken, steigender Waldbrandgefahr und appellieren an die Bevölkerung, besonders auf ältere Menschen zu achten.
Update: Hitzewelle spitzt sich am Wochenende auf bis zu 40 Grad zu
Die aktuelle Hitzewelle in Ungarn erreicht am kommenden Wochenende ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach den neuesten Prognosen des nationalen Wetterdienstes HungaroMet steigen die Höchsttemperaturen in den nachmittagsstunden auf 34 bis 40 Grad Celsius.
Auch in den Nachtstunden ist kaum Abkühlung in Sicht: Bei weitgehend klarem Himmel sinken die Tiefstwerte in vielen Regionen – insbesondere in städtischen Ballungsräumen – nicht unter 23 bis 24 Grad. Vereinzelte Wärmegewitter sind am Samstag- und Sonntagnachmittag allenfalls an den nördlichen und nordwestlichen Grenzabschnitten nicht ganz ausgeschlossen, während im übrigen Land anhaltend trockenes und extrem heißes Wetter dominiert.
Budapest. Wegen einer neuen Hitzewelle hat Ungarns Nationale Zentrum für öffentliche Gesundheit und Pharmazie (NNGYK) gemeinsam mit der Landesdirektion für Katastrophenschutz für das gesamte Staatsgebiet die dritte und höchste Hitzewarnstufe ausgerufen. Die Warnung gilt von Donnerstag, 30. Juli, 0:00 Uhr, bis Dienstag, 4. August, 24:00 Uhr.
BUDAPEST WetterBis zu 42 Grad und Tiefstwert 29 Grad – gefährliche Temperaturen in Budapest
Nach Angaben der Behörden stellt die anhaltende Hitze insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen, die im Freien arbeiten, ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Neben Dehydrierung und Kreislaufproblemen könne es in schweren Fällen zu lebensbedrohlichen Hitzeschlägen kommen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Mitteilung alleinlebenden Senioren. Nach Angaben des Katastrophenschutzes werden die Feuerwehren in diesem Jahr durchschnittlich 25-mal täglich zu älteren Menschen gerufen, die über mehrere Tage kein Lebenszeichen gegeben haben. Angehörige und Nachbarn werden ausdrücklich aufgefordert, regelmäßig nach gefährdeten Personen zu sehen.
Auch die Waldbrandgefahr bleibt hoch. Nach Behördenangaben rücken die Feuerwehren derzeit zu nahezu 100 Vegetationsbränden pro Tag aus. Betroffen sind Wälder, Felder und Grasflächen, teilweise mit einer Ausdehnung von mehreren Dutzend Hektar. Während der Hitzewarnung wird dringend auf offenes Feuer im Freien verzichtet.
Die Behörden empfehlen, ausreichend Wasser zu trinken, körperliche Anstrengungen während der heißesten Tagesstunden zu vermeiden und Kinder oder Haustiere niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückzulassen. Zudem steht landesweit ein Netz klimatisierter öffentlicher Räume als Zufluchtsort zur Verfügung.
Quellen: Nemzeti Népegészségügyi és Gyógyszerészeti Központ (NNGYK) / Katasztrófavédelmi Főigazgatóság- Gesundheitsministerium per Mail
Photo: Trockenstress während einer Dürre in Österreich, Donauinsel 2022, Wikicommons CCBYSA 3.0







Bei unseren Urlauben am Plattensee in den Achtzigern war es auch immer richtig heiß, aber da hat kein Mensch so ein Drama daraus gemacht. Wir sind damals einfach ins kühle Wasser gesprungen und haben die schönr Zeit mit der Familie genossen.
Komisch, dass es in den 80ern nie über 40° C heiß war und heute das Wasser gar nicht mehr da ist, wo es damals war. Da täuscht wohl die Erinnerung. Drama ist nicht, dass es Sommer ist, sondern dass Mensch und Natur unter Hitze und Trockenheit massiv leiden.
Die extreme Hitze sorgt für riesige Ernteausfälle und stoppt die Arbeit auf den Bastellen. Wenn wir unsere Betriebe und Büros nicht schnell besser kühlen, drohen uns im Sommer schwere wirtschaftliche Schäden.