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	<title>Roma &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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		<title>Ungarn gedenkt der Opfer des Roma-Holocaust</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 20:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Am internationalen Gedenktag für den Roma-Holocaust erinnerte Ungarn an die hunderttausenden Sinti und Roma, die dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer fielen. Vertreter von Staat und Zivilgesellschaft warnten vor Gleichgültigkeit, Ausgrenzung und dem Vergessen der Geschichte.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Mit einer Gedenkfeier im Holocaust-Gedenkzentrum hat Ungarn am Sonntag an die Opfer des Roma-Holocaust erinnert. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 liquidierten die Nationalsozialisten das sogenannte &#8222;Zigeunerfamilienlager&#8220; in Auschwitz-Birkenau und ermordeten innerhalb weniger Stunden nahezu 3.000 Roma &#8211; Männer, Frauen und Kinder. Der 2. August gilt heute europaweit als offizieller Gedenktag für den Porajmos, den nationalsozialistischen Völkermord an den Roma.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kultur- und Sozialminister Zoltán Tarr bezeichnete das Leid der Millionen ermordeten Juden und Roma als &#8222;eine Wunde am Körper der Welt, die niemals verheilen wird&#8220;. Zugleich formulierte er den Auftrag, der sich aus der Erinnerung ergebe: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir müssen eine Gegenwart, eine Zukunft und eine Gesellschaft aufbauen, die die Tragödie des Holocaust und den Weg dorthin niemals vergisst.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Botschaft der Staatssekretärin für Sozial-, Familien- und Seniorenpolitik,<strong> Kinga Dóra Tóth,</strong> stellte den Schutz der Menschenwürde in den Mittelpunkt. Kein Mensch dürfe aufgrund seiner Herkunft oder Identität kollektiv verantwortlich gemacht werden, hieß es.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"> &#8222;Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, eine Gesellschaft aufzubauen, die auf Menschenwürde, gegenseitigem Respekt und Solidarität beruht.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Andor Grósz, Präsident des jüdischen Dachverbands Mazsihisz, erinnerte daran, dass die Lehren des Porajmos weit über die historische Erinnerung hinausreichen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Opfer des Porajmos erinnern uns daran, dass Gleichgültigkeit tötet, Mitgefühl aber Leben schenkt.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.pesterlloyd.net/extremsituation-durch-hitzewelle-paks-vor-totalausfall-ungarn-im-energie-notstand/" data-type="post" data-id="7392">Angesichts der historischen Energiekrise schalteten Mazsihisz und die Budapester Jüdische Gemeinde (BZSH) die Fassadenbeleuchtung des Holocaust-Gedenkzentrums sowie der Dohány-Straßen-Synagoge ab</a> und riefen ihre Gemeinden zum Energiesparen auf. Die Gedenkstätte wurde damit zugleich zu einem Ort des Erinnerns und der gesellschaftlichen Verantwortung in einer Ausnahmesituation, die das Land derzeit durchlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>MTI.hu, Mazsihisz<br><strong>Photo: </strong>Living Memorial Budapest, Anna Katharian Breitling &#8211; Pester Lloyd</p>
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