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	<title>Umwelt &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 Aug 2026 08:27:15 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Umwelt &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<item>
		<title>Debrecener CATL-Werk stoppt Produktion wegen Nickelbelastung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Wirtschaft]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 08:26:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CATL]]></category>
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		<category><![CDATA[Debrecen]]></category>
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					<description><![CDATA[Hohe Nickelwerte bei mehreren Angestellten f&#252;hren zur Schlie&#223;ung von drei Produktionsst&#228;tten. Debrecen. In Debrecen wurden in mehreren Angestellten des CATL-Werks erh&#246;hte Nickelwerte festgestellt. Dies f&#252;hrte&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Hohe Nickelwerte bei mehreren Angestellten führen zur Schließung von drei Produktionsstätten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Debrecen.</strong> In Debrecen wurden in mehreren Angestellten des CATL-Werks erhöhte Nickelwerte festgestellt. Dies führte zur vorübergehenden Schließung von drei Produktionsstätten des Unternehmens. Die ungarische Abgeordnete Tompa Enikő erklärte, dass ein Verfahren zur Verhängung von Bußgeldern im Gange sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schließung betrifft die Produktion in einem der größten Werke des chinesischen Batterieherstellers in Ungarn. CATL ist weltweit führend in der Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge und betreibt mehrere Werke in Europa, um die steigende Nachfrage zu bedienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nickelbelastung ist ein ernstes gesundheitliches Risiko, da Nickel bei längerem Kontakt Allergien und andere gesundheitliche Probleme verursachen kann. Die Behörden untersuchen derzeit die Ursachen der erhöhten Belastung und prüfen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Debrecener Werk ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Expansionsstrategie von CATL. Die vorübergehende Schließung könnte Auswirkungen auf die Lieferketten haben, insbesondere da die Nachfrage nach Batterien für Elektrofahrzeuge weltweit steigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="IYF1qxe6Hj"><a href="https://www.pesterlloyd.net/samsung-und-szijjarto-telex-recherchen-belasten-aussenminister-schwer/">Samsung und Szijjártó: Telex Recherchen belasten Außenminister schwer</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Samsung und Szijjártó: Telex Recherchen belasten Außenminister schwer“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/samsung-und-szijjarto-telex-recherchen-belasten-aussenminister-schwer/embed/#?secret=KJcegYKPTZ#?secret=IYF1qxe6Hj" data-secret="IYF1qxe6Hj" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Die ungarischen Behörden und CATL arbeiten eng zusammen, um die Situation zu klären und die Produktion schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Der Vorfall wirft jedoch ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen in der boomenden Batteriefertigungsindustrie. Ungarn hat in der Vergangenheit eine Politik der Liberalisierung und Öffnung gegenüber international tätigen Unternehmen &#8211; vorwiegend aus dem Asiatischem Raum &#8211; betrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong>: Telex<br><strong>Photo</strong>: CATL Autobatterie auf einer Messe in Hannover / Matti Blume / Wikicommons / CCBYSA 4.0</p>
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		<title>Afrikanische Schweinepest breitet sich in Italien aus &#8211; Toskana stark betroffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 22:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Afrikanische Schweinepest]]></category>
		<category><![CDATA[Toskana]]></category>
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					<description><![CDATA[638 F&#228;lle gemeldet &#8211; Ma&#223;nahmen zur koordinierten Eind&#228;mmung von &#252;berregionalen Verbreitung eingesetzt &#8211; Wildschweine besonders betroffen Rom. Die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP) hat in der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>638 Fälle gemeldet &#8211;</em> <em>Maßnahmen zur koordinierten Eindämmung von überregionalen Verbreitung eingesetzt &#8211; Wildschweine besonders betroffen</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rom.</strong> Die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP) hat in der Toskana zu einem erheblichen Anstieg der Infektionszahlen geführt. Seit dem ersten Januar 2026 wurden in der Region 638 infizierte Wildschweine erfasst. Diese Entwicklung setzt inzwischen nicht nur die Wildfauna unter Druck, sondern auch die Schweinebetriebe und die gesamte Wertschöpfungskette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Epidemie nahm ihren Anfang in der Provinz Massa-Carrara und hat sich inzwischen auf die Provinzen Lucca und Pistoia ausgeweitet. Betroffen sind zwei Betriebe, einer in Comano in der Provinz Massa-Carrara und einer in San Marcello Piteglio in der Provinz Pistoia. Sobald das Virus in einen Betrieb eindringt, greifen strenge Auflagen, die unter anderem die Tötung der Tiere und Einschränkungen im Handel mit Schweinen und Schweinefleisch umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Virus lässt sich besonders schwer kontrollieren, weil es sich auch ausbreiten kann, ohne dass sich ein infiziertes Tier bewegt &#8211; Schuhe, Kleidung, Ausrüstung, Fahrzeuge und andere kontaminierte Materialien können das Virus von einem Gebiet ins andere tragen. Wie der Sonderbeauftragte für die ASP, Giorgio Briganti, erklärt, erkranke ein Mensch zwar nicht, kann aber zu einem sogenannten passiven Träger werden, da Schlamm und organisches Material an Schuhsohlen oder Fahrradreifen dazu beitragen können, das Virus in neue Gebiete zu verschleppen. Die Behörden raten deshalb, Schuhe nach Ausflügen sorgfältig zu reinigen und zu desinfizieren und jeden Kontakt mit Wildschweinen strikt zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurden bisher Verordnungen zur Eindämmung in 72 Gemeinden verhängt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Zahlen wurden am 18. August in einer Online-Sitzung mit Bürgermeistern vorgestellt um die Eindämmungsmaßnahmen abzustimmen. Die Präsidentin von Anci Toscana, Susanna Cenni, betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Reaktion über die Provinzen hinweg, um die Ausbreitung der ASP zu kontrollieren. Geplant sind unter anderem die Einrichtung provinzielle territorialer Einsatzgruppen (Got) sowie Informationskampagnen mit Hinweisschildern und QR-Codes in den betroffenen Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong>: Euronews<br><strong>Photo</strong>: Gesundes Wildschein in Italien, Daniele Napolitano / Wikicommons / CC BY-SA 4.0</p>
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		<title>Ungarn verschärft Wasserbeschränkungen - Hitzewelle </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Wirtschaft]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 22:31:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzewelle]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Paks]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserknappheit]]></category>
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					<description><![CDATA[629 Gemeinden unter Wasserrestriktionen &#8211; Regierung warnt vor entscheidenden 48 Stunden f&#252;r Versorgungssicherheit und Stromnetz. Budapest/Paks. Die anhaltende Hitzewelle und die extreme D&#252;rre versch&#228;rfen die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>629 Gemeinden unter Wasserrestriktionen &#8211; Regierung warnt vor entscheidenden 48 Stunden für Versorgungssicherheit und Stromnetz.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Paks. </strong>Die anhaltende Hitzewelle und die extreme Dürre verschärfen die Versorgungslage in Ungarn. Inzwischen gelten in 629 Gemeinden Wasserbeschränkungen. Nach Angaben der Regierung wurden in 465 Ortschaften Einschränkungen der ersten Stufe verhängt, 151 Gemeinden unterliegen der zweiten Stufe und 13 Städte und Gemeinden den strengsten Maßnahmen der dritten Stufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einschränkungen folgen auf einen historisch trockenen Sommer. Nach Daten des staatlichen Wetterdienstes <em>HungaroMet</em> war der Juli 2026 der sechst-trockenste und zehntwärmste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901. Die landesweite Durchschnittstemperatur lag bei 22,8 Grad Celsius und damit 1,3 Grad über dem Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Stufe</th><th>Maßnahmen</th><th>Auswirkungen für die Bevölkerung</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Stufe I</strong></td><td>Verbot nicht notwendiger Trinkwassernutzung wie Rasenbewässerung, Befüllen privater Pools, Schlauchbewässerung, Autowäsche oder Reinigung von Gehwegen mit Leitungswasser.</td><td>Die Trinkwasserversorgung bleibt uneingeschränkt. Ziel ist es, den stark steigenden Verbrauch während der Hitzewelle zu senken. </td></tr><tr><td><strong>Stufe II</strong></td><td>Zusätzlich können größere gewerbliche und industrielle Wasserverbraucher verpflichtet werden, ihren Verbrauch zu reduzieren. Ausgenommen sind in der Regel kritische Bereiche wie die Lebensmittelproduktion.</td><td>Für Privathaushalte gelten weiterhin die Regeln der ersten Stufe, während Unternehmen ihren Wasserverbrauch einschränken müssen. </td></tr><tr><td><strong>Stufe III</strong></td><td>Bei kritischer Versorgungslage darf Leitungswasser nur noch für lebensnotwendige Zwecke wie Trinken, Kochen und Körperpflege genutzt werden. Nicht zwingend notwendige gewerbliche Wasserverwendung kann ganz oder teilweise untersagt werden.</td><td>Dies ist die höchste Alarmstufe und kommt nur bei akuter Gefährdung der Trinkwasserversorgung zum Einsatz. </td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Noch gravierender fiel das Niederschlagsdefizit aus. Landesweit wurden im Juli lediglich 19,8 Millimeter Regen gemessen -73 Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt von 71,9 Millimetern. Besonders betroffen ist die Große Ungarische Tiefebene, wo vielerorts weniger als zehn Millimeter Niederschlag fielen. In einzelnen Orten wie Zsádány wurde im gesamten Monat überhaupt kein Regen registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Budapest ist bislang von Versorgungsproblemen verschont geblieben. Oberbürgermeister <strong>Gergely Karácsony</strong> erklärte am Mittwoch auf Facebook, dass die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt trotz des kritisch niedrigen Pegels der Donau weiterhin „stabil und sicher“ sei. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, Wasser weiterhin sparsam zu verwenden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="RDsrdBxnxs"><a href="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/">Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/embed/#?secret=ZW1Xiyi8Ix#?secret=RDsrdBxnxs" data-secret="RDsrdBxnxs" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Umweltminister <strong>László Gajdos</strong> sprach von ersten Erfolgen der Sparmaßnahmen. Der Wasserverbrauch sei in den vergangenen Tagen um neun Prozent gesunken, wodurch sich die Belastung des Versorgungsnetzes deutlich verringert habe. Angesichts der bis Freitag geltenden Hitzewarnung der höchsten Stufe seien jedoch die schwierigsten Tage noch nicht überstanden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kritisch ist die Lage für das Stromnetz?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wasserkrise wirkt sich naturgemäß auch auf die Energieversorgung aus. Wegen des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands der Donau musste das Kernkraftwerk <strong>Paks</strong>, das einen wesentlichen Teil der ungarischen Stromproduktion liefert &#8211; rund 30 % &#8211; seine Leistung schrittweise reduzieren, auch ein gänzliches Ausschalten steht nachwievor im Raum sollte der Pegel wieder sinken. Es geht um Zentimeter. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="yka1greFwQ"><a href="https://www.pesterlloyd.net/paks-ausfall-legt-schwaechen-der-energiepolitik-offen/">Paks-Ausfall legt Schwächen der Energiepolitik Ungarns offen</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Paks-Ausfall legt Schwächen der Energiepolitik Ungarns offen“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/paks-ausfall-legt-schwaechen-der-energiepolitik-offen/embed/#?secret=jYz269WngY#?secret=yka1greFwQ" data-secret="yka1greFwQ" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wirtschafts- und Energieministerium teilte mit, dass die Spitzenlast im Stromnetz am Dienstag 6.800 Megawatt erreichte und damit nur knapp unter der geplanten Gesamtkapazität von 7.100 Megawatt lag. Für Mittwoch wird eine Spitzenlast von 6.900 Megawatt erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Stromerzeugung des Kernkraftwerks Paks ist inzwischen auf 230 Megawatt gesunken &#8211; regulär produziert die Anlage rund 2.000 Megawatt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> bezeichnete die kommenden 48 Stunden nach einer Sitzung des Verteidigungsrats als die entscheidende Phase der aktuellen Krise. Meteorologen erwarten für Mittwoch und Donnerstag Temperaturen von über 40 Grad, in Teilen Zentralungarns könnten sogar mehr als 42 Grad erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung verlängerte deshalb die Homeoffice-Regelung für die öffentliche Verwaltung und staatliche Unternehmen bis Freitag, soweit dies organisatorisch möglich ist. Private Arbeitgeber wurden aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen. Zudem bleibt der Güterverkehr auf der Schiene am Mittwoch und Donnerstag jeweils zwischen 17 und 22 Uhr ausgesetzt. Dadurch soll die Netzbelastung während der Abendspitze um 60 bis 90 Megawatt reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Ministerpräsidenten haben sich bereits 837 mittlere und große Unternehmen freiwillig verpflichtet, ihren Stromverbrauch um insgesamt mehr als 600 Megawatt zu reduzieren oder zeitlich zu verlagern. Weitere Unternehmen könnten sich dem Programm anschließen. Sollten die Maßnahmen nicht ausreichen, schloss Magyar verpflichtende Verbrauchsbeschränkungen oder vorübergehende Abschaltungen nicht aus. Verbraucher wurden erneut gebeten, nicht dringend notwendige Stromnutzung möglichst außerhalb der Spitzenzeiten zwischen 17 und 22 Uhr zu verlegen.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="4UltArJCpm"><a href="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-kaempft-gegen-die-hitzewelle-braende-stromnetz-und-wassermangel/">Ungarn kämpft gegen die Hitzewelle &#8211; Brände, Stromnetz und Wassermangel</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Ungarn kämpft gegen die Hitzewelle – Brände, Stromnetz und Wassermangel“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-kaempft-gegen-die-hitzewelle-braende-stromnetz-und-wassermangel/embed/#?secret=ZV2wWhLUyg#?secret=4UltArJCpm" data-secret="4UltArJCpm" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Hoffnung setzt die Regierung auf einen für Freitag erwarteten Kaltfrontdurchgang. Zwar werden in Ungarn lediglich fünf bis sechs Millimeter Niederschlag prognostiziert, deutlich stärkere Regenfälle im österreichischen Einzugsgebiet der Donau könnten den Flusspegel jedoch anheben und damit die Voraussetzungen für eine schrittweise Wiederaufnahme der Stromproduktion in Paks verbessern.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn es in Wien am Freitag regnet, wird der Pegel der Donau ansteigen</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">EU-Kommission sieht keine Gefahr für die Versorgungssicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Europäische Kommission</em> beobachtet die Entwicklung nach eigenen Angaben aufmerksam, sieht derzeit jedoch keinen Anlass, die <em>Electricity Coordination Group</em> einzuberufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommissionssprecherin <strong>Anna-Kaisa Itkonen</strong> erklärte, die Auswirkungen der niedrigen Donaupegel auf die Stromproduktion seien bekannt und würden „sehr, sehr genau“ verfolgt. Gegenwärtig gebe es jedoch keine Hinweise auf Risiken für die Versorgungssicherheit. Die Kraftwerke verfügten über Notfallmechanismen, zudem könne der grenzüberschreitende Stromhandel innerhalb der Europäischen Union mögliche Engpässe ausgleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> MTI, Facebook<br><strong>Photo:</strong> Blick auf das Kernkraftwerk Paks von Dunaszentbenedek aus (29. Juli 2026). MTI</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Dürre zwingt Atomreaktoren in Paks zu weiteren Leistungskürzungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 10:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Historischer Niedrigwasserstand der Donau reduziert die Stromproduktion des Kernkraftwerks &#8211; Regierung warnt vor zus&#228;tzlicher Hitzewelle und steigender Nachfrage Budapest. Der anhaltende Wassermangel in der Donau&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Historischer Niedrigwasserstand der Donau reduziert die Stromproduktion des Kernkraftwerks – Regierung warnt vor zusätzlicher Hitzewelle und steigender Nachfrage</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Der anhaltende Wassermangel in der Donau zwingt das Kernkraftwerk Paks zu einer weiteren Reduzierung seiner Stromproduktion. Wie der Betreiber am Dienstagabend mitteilte, sank der Pegel der Donau bei Paks infolge der außergewöhnlich trockenen Witterung auf minus 112 Zentimeter. Als Reaktion wird seit Dienstag, 20 Uhr, die Leistung von Block 3 um weitere 237 Megawatt gedrosselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung folgt unmittelbar auf die bereits am Vorabend angeordnete Reduzierung von Block 1 um 254 Megawatt, nachdem der Fluss am Montag mit <strong>minus 106 Zentimetern</strong> den bislang niedrigsten jemals gemessenen Wasserstand an der Messstelle Paks erreicht hatte. Nach Angaben des Kraftwerks handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme, um die geltenden Umweltauflagen für das in die Donau zurückgeleitete Kühlwasser einzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Juni und Juli waren wegen der Kombination aus anhaltender Dürre und extremer Hitze mehrfach Leistungsanpassungen erforderlich geworden. Die Betreiber erklärten, dass Wasserführung und Wassertemperatur kontinuierlich überwacht würden und weitere Entscheidungen von der Entwicklung der Lage abhingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Niedrigwasser entwickelt sich zu einer landesweiten Energie- und Wasserkrise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Drosselung fällt in eine Phase zunehmender hydrologischer Belastung in Ungarn. Erst am Dienstag erreichte die Donau in Budapest mit <strong>30 Zentimetern</strong> einen historischen Tiefstand und unterschritt damit den bisherigen Negativrekord. Über die Auswirkungen auf Schifffahrt und Wasserwirtschaft berichtete <em>Pester Lloyd</em> bereits in einem früheren Beitrag.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Gv3mNEA9jS"><a href="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/">Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Donau erreicht historischen Tiefstand in Budapest” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/donau-erreicht-historischen-tiefstand-in-budapest/embed/#?secret=MePK8o54oA#?secret=Gv3mNEA9jS" data-secret="Gv3mNEA9jS" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Auch die Regierung verschärft ihre Reaktion auf die außergewöhnliche Trockenperiode. Umweltminister <strong>László Gajdos</strong> rief am Mittwoch einen Dürre-Notstand aus. Nach Regierungsangaben überschreiten inzwischen 66 von 84 Wasserwirtschaftsbezirken die gesetzlichen Schwellenwerte für schwere Trockenheit. Notfallmaßnahmen sollen nun in rund 74 Prozent des Landes umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschafts- und Energieminister <strong>István Kapitány</strong> erklärte, die Leistungsreduzierungen seien kein technischer Störfall, sondern Teil eines vordefinierten Sicherheitsverfahrens. Sie belegten, dass die Schutzmechanismen des Systems wie vorgesehen funktionierten und der sichere Betrieb des Kraftwerks jederzeit Vorrang habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister verwies zugleich auf eine bevorstehende neue Hitzewelle in Europa. Diese dürfte den Stromverbrauch weiter erhöhen, während der Wasserstand der Donau voraussichtlich weiter sinken wird. Das Ministerium stehe deshalb in ständigem Kontakt mit dem Kernkraftwerk Paks sowie den Netz- und Energieunternehmen MAVIR und MVM. Die Entwicklung werde fortlaufend bewertet, um die Versorgungssicherheit des Landes auch unter den außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen aufrechtzuerhalten.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Lqqxqao75A"><a href="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-ruft-hoechste-hitzewarnstufe-aus/">Ungarn ruft höchste Hitzewarnstufe aus</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Ungarn ruft höchste Hitzewarnstufe aus” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/ungarn-ruft-hoechste-hitzewarnstufe-aus/embed/#?secret=XPxP3iB27C#?secret=Lqqxqao75A" data-secret="Lqqxqao75A" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Kraftwerks bleibt das vorrangige Ziel, den sicheren Betrieb der Anlage sicherzustellen und sämtliche umweltrechtlichen Grenzwerte einzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Telex, MTI, MAVIT/MVM<br><strong>Photo: </strong>Paks Nuclear Power Plant, Main entrance (Tothma/Wikimedia Commons)<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Ungarn ruft höchste Hitzewarnstufe aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 13:13:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitswesen]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzewelle]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab Donnerstag gilt landesweit Alarmstufe Rot. Beh&#246;rden warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken, steigender Waldbrandgefahr und appellieren an die Bev&#246;lkerung, besonders auf &#228;ltere Menschen zu achten. Update:&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ab Donnerstag gilt landesweit Alarmstufe Rot. Behörden warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken, steigender Waldbrandgefahr und appellieren an die Bevölkerung, besonders auf ältere Menschen zu achten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Update: Hitzewelle spitzt sich am Wochenende auf bis zu 40 Grad zu</em></strong><br>Die aktuelle Hitzewelle in Ungarn erreicht am kommenden Wochenende ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach den neuesten Prognosen des nationalen Wetterdienstes HungaroMet steigen die Höchsttemperaturen in den nachmittagsstunden auf 34 bis 40 Grad Celsius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in den Nachtstunden ist kaum Abkühlung in Sicht: Bei weitgehend klarem Himmel sinken die Tiefstwerte in vielen Regionen – insbesondere in städtischen Ballungsräumen – nicht unter 23 bis 24 Grad. Vereinzelte Wärmegewitter sind am Samstag- und Sonntagnachmittag allenfalls an den nördlichen und nordwestlichen Grenzabschnitten nicht ganz ausgeschlossen, während im übrigen Land anhaltend trockenes und extrem heißes Wetter dominiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Wegen einer neuen Hitzewelle hat <em>Ungarns Nationale Zentrum für öffentliche Gesundheit und Pharmazie (NNGYK)</em> gemeinsam mit der Landesdirektion für Katastrophenschutz für das gesamte Staatsgebiet die dritte und höchste Hitzewarnstufe ausgerufen. Die Warnung gilt von Donnerstag, 30. Juli, 0:00 Uhr, bis Dienstag, 4. August, 24:00 Uhr.</p>



<a class="weatherwidget-io" href="https://forecast7.com/de/47d5019d04/budapest/" data-label_1="BUDAPEST" data-label_2="Wetter" data-theme="original" target="_blank" rel="noopener">BUDAPEST Wetter</a>
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<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Bis zu 42 Grad und Tiefstwert 29 Grad – gefährliche Temperaturen in Budapest</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Behörden stellt die anhaltende Hitze insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen, die im Freien arbeiten, ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Neben Dehydrierung und Kreislaufproblemen könne es in schweren Fällen zu lebensbedrohlichen Hitzeschlägen kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Aufmerksamkeit widmet die Mitteilung alleinlebenden Senioren. Nach Angaben des Katastrophenschutzes werden die Feuerwehren in diesem Jahr durchschnittlich 25-mal täglich zu älteren Menschen gerufen, die über mehrere Tage kein Lebenszeichen gegeben haben. Angehörige und Nachbarn werden ausdrücklich aufgefordert, regelmäßig nach gefährdeten Personen zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="4kCJskmHUy"><a href="https://www.pesterlloyd.net/warum-europa-austrocknet/">Warum Europa austrocknet</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Warum Europa austrocknet“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/warum-europa-austrocknet/embed/#?secret=asEDQQXZuQ#?secret=4kCJskmHUy" data-secret="4kCJskmHUy" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wir haben die großen Probleme Europas mit der voranschreitenden Klimakrise in einem ausführlichen und wissenschaftlich untermauerten Artikel behandelt. </em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Waldbrandgefahr bleibt hoch. Nach Behördenangaben rücken die Feuerwehren derzeit zu nahezu 100 Vegetationsbränden pro Tag aus. Betroffen sind Wälder, Felder und Grasflächen, teilweise mit einer Ausdehnung von mehreren Dutzend Hektar. Während der Hitzewarnung wird dringend auf offenes Feuer im Freien verzichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden empfehlen, ausreichend Wasser zu trinken, körperliche Anstrengungen während der heißesten Tagesstunden zu vermeiden und Kinder oder Haustiere niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückzulassen. Zudem steht landesweit ein Netz klimatisierter öffentlicher Räume als Zufluchtsort zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Nemzeti Népegészségügyi és Gyógyszerészeti Központ (NNGYK) / Katasztrófavédelmi Főigazgatóság- Gesundheitsministerium per Mail<br><strong>Photo:</strong> Trockenstress während einer Dürre in Österreich, Donauinsel 2022, Wikicommons CCBYSA 3.0</p>
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		<title>Warum Europa austrocknet - Dürre und permanente Klimakrise </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 12:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Balaton]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserknappheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wasserkrise des Kontinents &#8211; und weshalb Ungarn zu ihren Brennpunkten geh&#246;rt Der niedrige Wasserstand des Velencei-t&#243; hat die Diskussion &#252;ber Wasserknappheit in Ungarn neu&#8230;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Die Wasserkrise des Kontinents &#8211; und weshalb Ungarn zu ihren Brennpunkten gehört</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der niedrige Wasserstand des Velencei-tó hat die Diskussion über Wasserknappheit in Ungarn neu entfacht. Tatsächlich reicht die Entwicklung weit über einen einzelnen See oder einen außergewöhnlich heißen Sommer hinaus. Europas Wasserhaushalt verändert sich grundlegend. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und ein Landschaftsumbau, der bereits vor mehr als 150 Jahren begann, greifen heute ineinander. Besonders deutlich zeigen sich die Folgen im Karpatenbecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Velence.</strong> Wenn der Velencei-tó in den Sommermonaten große Teile seines Wassers verliert, folgt meist dieselbe Debatte. War die Hitze außergewöhnlich? Hat es zu wenig geregnet? Hätte der See durch ein anderes Wassermanagement stabilisiert werden können? Solche Fragen greifen allerdings zu kurz. Der Velencei-See ist weder ein isolierter Einzelfall noch das Ergebnis eines einzigen trockenen Sommers. Er steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich seit Jahrzehnten in nahezu allen Teilen Europas beobachten lässt und inzwischen auch Regionen erfasst, die lange als wasserreich galten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bilder aus Velence erinnern an den Neusiedler See, dessen Schilfgürtel sich in den vergangenen Jahren weit zurückgezogen haben. Sie erinnern an den Po in Norditalien, der während der Dürre 2022 stellenweise auf historische Tiefstände fiel, an den Rhein, dessen Niedrigwasser den Güterverkehr regelmäßig beeinträchtigt, und an die Donau, die immer häufiger Pegel erreicht, bei denen Schifffahrt, Energiegewinnung und Ökosysteme gleichermaßen unter Druck geraten. Was auf den ersten Blick wie voneinander unabhängige Ereignisse erscheint, folgt in Wirklichkeit denselben physikalischen und hydrologischen Gesetzmäßigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff &#8222;Wasserknappheit&#8220; führt dabei leicht in die Irre. Europa verfügt auch künftig über erhebliche Wasserressourcen, und selbst in Ungarn ist von einem generellen Mangel an Trinkwasser keine Rede. Das eigentliche Problem liegt woanders: Wasser steht immer seltener dort und dann zur Verfügung, wo es benötigt wird. Niederschläge fallen ungleichmäßiger als früher, Verdunstung nimmt zu, während natürliche Wasserspeicher nach und nach ihre Funktion verlieren. Dadurch geraten Landwirtschaft, Schifffahrt, Energieversorgung und Ökosysteme gleichzeitig unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich diese Entwicklung beschleunigt, ist wissenschaftlich gut dokumentiert. Die Europäische Umweltagentur zählt Wasserstress inzwischen zu den größten Klimarisiken des Kontinents. Der Copernicus Climate Change Service weist seit Jahren auf den überdurchschnittlich schnellen Temperaturanstieg in Europa hin, und das European Drought Observatory registriert eine deutliche Zunahme langanhaltender Trockenperioden. Die Dürre des Jahres 2022 gilt nach Auswertungen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission als die schwerste seit mindestens einem halben Jahrtausend. Sie war kein Ausreißer. Bereits wenige Jahre zuvor hatten außergewöhnlich trockene Sommer weite Teile Mitteleuropas erfasst, und auch danach folgten weitere Jahre mit regional erheblichen Niederschlagsdefiziten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="d5dbe6" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #d5dbe6;" loading="lazy" decoding="async" width="826" height="563" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-1.webp" alt="" class="wp-image-7080 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-1.webp 826w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-1-300x204.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-1-768x523.webp 768w" sizes="auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Umgang mit der Ressource Frischwasser ist global nicht nachhaltig. </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn gehört zu den Ländern, in denen diese Veränderungen besonders deutlich sichtbar werden. Das hat mit dem Klimawandel zu tun, aber nicht ausschließlich. Ebenso wichtig sind die geografische Lage des Landes und tiefgreifende Eingriffe in die Landschaft, die lange vor der Industrialisierung begannen. Wer verstehen will, weshalb Seen wie der Velencei-tó oder der Fertő-tó heute so empfindlich auf Trockenperioden reagieren, muss deshalb weiter zurückblicken als bis zu den Hitzesommern der vergangenen Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa galt über Jahrhunderte als wasserreicher Kontinent. Die großen Flusssysteme, ausgedehnten Feuchtgebiete und vergleichsweise regelmäßigen Niederschläge bildeten die Grundlage für Landwirtschaft, Städtebau und wirtschaftliche Entwicklung. Wasser war selten Gegenstand politischer Debatten. Hochwasser galt als größeres Problem als Trockenheit. Entsprechend zielte die Wasserwirtschaft des 19. und 20. Jahrhunderts vor allem darauf ab, Flüsse zu regulieren, Überschwemmungen einzudämmen und Wasser möglichst schnell aus der Landschaft abzuleiten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Qvv3psXawc"><a href="https://www.pesterlloyd.net/duerre-verschaerft-sich-in-ungarn-mais-und-sonnenblumenernten-gefaehrdet/">Dürre verschärft sich in Ungarn – Mais- und Sonnenblumenernten gefährdet</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Dürre verschärft sich in Ungarn – Mais- und Sonnenblumenernten gefährdet“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/duerre-verschaerft-sich-in-ungarn-mais-und-sonnenblumenernten-gefaehrdet/embed/#?secret=1I1V00SMTX#?secret=Qvv3psXawc" data-secret="Qvv3psXawc" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus damaliger Sicht war diese Strategie nachvollziehbar. Die Regulierung der Theiß schuf riesige neue Ackerflächen, verringerte Überschwemmungen und trug dazu bei, Krankheiten wie Malaria zurückzudrängen. Ähnliche Projekte entstanden entlang der Donau, des Rheins, der Rhône oder des Po. Moore wurden trockengelegt, Flüsse begradigt und Auen eingedeicht. Was als technischer Fortschritt gefeiert wurde, veränderte jedoch zugleich den natürlichen Wasserhaushalt Europas grundlegend. Die Landschaft verlor einen erheblichen Teil ihrer Fähigkeit, Niederschläge über längere Zeit zu speichern und langsam wieder abzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese historische Entwicklung trifft heute auf einen zweiten, deutlich jüngeren Prozess: den raschen Temperaturanstieg. Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent. Wärmere Luft erhöht die Verdunstung von Böden, Wäldern und Seen. Gleichzeitig verändern sich großräumige Wetterlagen. Regen fällt häufiger in Form kurzer Starkniederschläge, während längere Trockenphasen zunehmen. Beides zusammen führt dazu, dass selbst dort, wo die jährliche Niederschlagsmenge kaum zurückgeht, weniger Wasser im Boden und letztlich auch im Grundwasser ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wasserkrise Europas ist deshalb weder ausschließlich eine Folge des Klimawandels noch allein das Ergebnis jahrzehntelanger Eingriffe des Menschen in die Landschaft. Erst das Zusammenwirken beider Entwicklungen erklärt, weshalb die Pegel vieler Seen sinken, Flüsse häufiger Niedrigwasser führen und Dürreperioden inzwischen selbst in Mitteleuropa zum Normalbild gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Velencei-tó ist damit weniger die Ursache der Debatte als ihr sichtbarstes Symbol. An seinem Ufer lässt sich beobachten, was Hydrologen und Klimaforscher seit Jahren beschreiben: Europa verliert nicht sein Wasser. Europa verliert zunehmend seine Fähigkeit, Wasser zu speichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Ungarn besonders gefährdet ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum ein europäisches Land vereint so viele Risikofaktoren wie Ungarn. Das hat weniger mit seiner Größe als mit seiner Geografie zu tun. Das Land liegt im Zentrum des Karpatenbeckens, einer weiten Ebene, die von den Alpen, den Karpaten und den Dinarischen Gebirgen umschlossen wird. Diese Lage machte Ungarn über Jahrhunderte zu einem wasserreichen Land. Heute trägt sie paradoxerweise dazu bei, dass sich die Folgen des Klimawandels hier besonders deutlich bemerkbar machen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="LS00BBaYwU"><a href="https://www.pesterlloyd.net/velence-see-trocknet-aus-klimakrise-legt-ungarns-wasserpolitik-blank/">Velence-See trocknet aus – Klimakrise legt Ungarns Wasserpolitik blank</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Velence-See trocknet aus – Klimakrise legt Ungarns Wasserpolitik blank“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/velence-see-trocknet-aus-klimakrise-legt-ungarns-wasserpolitik-blank/embed/#?secret=klWYPPZj6Y#?secret=LS00BBaYwU" data-secret="LS00BBaYwU" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Anders als Österreich oder die Schweiz besitzt Ungarn keine Hochgebirge, in denen sich während des Winters große Schneemengen ansammeln und im Frühjahr langsam abschmelzen. Rund 95 Prozent des Oberflächenwassers stammen aus dem Ausland. Donau, Theiß, Drau und ihre Nebenflüsse erreichen Ungarn erst, nachdem sie weite Teile ihrer Einzugsgebiete durchquert haben. Das macht das Land in besonderem Maße von klimatischen Veränderungen in den Nachbarstaaten abhängig. Fällt in den Alpen weniger Schnee oder verändern sich Niederschlagsmuster in den Karpaten, wirkt sich das unmittelbar auf den Wasserhaushalt Ungarns aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass sich das Klima im Karpatenbecken überdurchschnittlich schnell erwärmt. Nach Daten von HungaroMet ist die Jahresmitteltemperatur in Ungarn seit Beginn des 20. Jahrhunderts um deutlich mehr als zwei Grad Celsius gestiegen &#8211; stärker als im globalen Durchschnitt. Besonders ausgeprägt ist der Anstieg in den Sommermonaten. Gleichzeitig nimmt die Zahl heißer Tage kontinuierlich zu, während längere Trockenphasen häufiger auftreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Landwirtschaft ist diese Entwicklung bereits heute spürbar. Der Wasserbedarf vieler Kulturpflanzen steigt, während Böden schneller austrocknen und Niederschläge unregelmäßiger werden. Die Ernteausfälle der vergangenen Jahre sind daher nicht allein auf einzelne Hitzewellen zurückzuführen, sondern Ausdruck eines langfristigen Trends.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="5f5e42" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #5f5e42;" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="604" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-2-1024x604.webp" alt="" class="wp-image-7082 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-2-1024x604.webp 1024w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-2-300x177.webp 300w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-2-768x453.webp 768w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-2.webp 1250w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nicht nur Ungarn: Die Klimakrise trocknet betroffene Gebiete Weltweit stark aus. Quelle: NASA GRACE Satellit. </figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Theiß &#8211; ein Jahrhundertprojekt mit langfristigen Folgen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die heutige Wasserkrise verstehen will, kommt an einem historischen Kapitel der ungarischen Geschichte nicht vorbei: der Regulierung der Theiß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Große Ungarische Tiefebene von einem völlig anderen Landschaftsbild geprägt. Die Theiß mäanderte auf ihrem Weg zur Donau in zahllosen Schleifen durch ausgedehnte Überschwemmungsgebiete. Je nach Jahreszeit verwandelten Hochwasser weite Landstriche in Seen, Sümpfe und Feuchtwiesen. Für die Bevölkerung bedeutete das häufig Überschwemmungen, schlechte Verkehrswege und die Ausbreitung von Krankheiten. Für das Ökosystem hingegen war diese Dynamik über Jahrtausende die Grundlage eines außergewöhnlich stabilen Wasserhaushalts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der von István Széchenyi angestoßenen und unter der Leitung des Ingenieurs Pál Vásárhelyi geplanten Regulierung begann ab den 1840er Jahren eines der größten wasserbaulichen Projekte Europas. Mehr als hundert Flussschlingen wurden abgeschnitten, der Flusslauf um mehrere hundert Kilometer verkürzt und tausende Kilometer Dämme errichtet. Millionen Hektar Land konnten anschließend landwirtschaftlich genutzt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img data-dominant-color="cfd1b8" data-has-transparency="false" loading="lazy" decoding="async" width="544" height="515" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-4.webp" alt="" class="wp-image-7087 not-transparent" style="--dominant-color: #cfd1b8; width:703px;height:auto" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-4.webp 544w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-4-300x284.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 544px) 100vw, 544px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Verlauf der Theiß (Tisza). Quelle: Wikicommons. </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus damaliger Sicht war das Projekt ein Erfolg. Die Erträge stiegen, Überschwemmungen gingen zurück und große Teile der Tiefebene wurden wirtschaftlich erschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute beurteilen Hydrologen diese Entwicklung differenzierter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Auen verschwand zugleich der natürliche Wasserspeicher der Landschaft. Hochwasser blieb nicht mehr wochenlang in den Ebenen zurück, sondern wurde möglichst schnell flussabwärts geleitet. Was früher langsam versickerte und das Grundwasser speiste, verlässt heute innerhalb weniger Tage das Land. Die Regulierung der Theiß hat den Wasserhaushalt Ungarns nicht verursacht, wohl aber dauerhaft verändert &#8211; mit Folgen, die unter den Bedingungen des Klimawandels immer deutlicher zutage treten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb diskutieren Wasserwirtschaft und Naturschutz seit Jahren über eine teilweise Wiederherstellung ehemaliger Überflutungsflächen. Renaturierung bedeutet dabei nicht, die Regulierung des 19. Jahrhunderts rückgängig zu machen. Vielmehr geht es darum, Flüssen an ausgewählten Stellen wieder mehr Raum zu geben, Hochwasser kontrolliert in Auen abzuleiten und Wasser länger in der Landschaft zu halten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die unterschätzte Rolle der Böden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der öffentlichen Diskussion wird Wasser meist als sichtbare Ressource wahrgenommen. Der Blick richtet sich auf Flüsse, Seen und Stauseen. Tatsächlich entscheidet jedoch der Zustand der Böden darüber, wie widerstandsfähig eine Landschaft gegenüber Dürre ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gesunder Boden besteht nicht nur aus Mineralien. Humus, Wurzeln, Pilzgeflechte und Bodenorganismen bilden ein komplexes System, das enorme Wassermengen speichern kann. Je höher der Humusgehalt, desto größer ist die Speicherfähigkeit. Böden wirken damit wie natürliche Reservoirs, die Niederschläge aufnehmen und über Wochen oder Monate langsam wieder an Pflanzen und Grundwasser abgeben.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="iIWWTevyou"><a href="https://www.pesterlloyd.net/balaton-wird-ausgebaggert-regierung-setzt-nach-versaeumnissen-schnellprogramm-durch/">Balaton wird ausgebaggert &#8211; Regierung setzt nach Versäumnissen Schnellprogramm durch</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Balaton wird ausgebaggert – Regierung setzt nach Versäumnissen Schnellprogramm durch“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/balaton-wird-ausgebaggert-regierung-setzt-nach-versaeumnissen-schnellprogramm-durch/embed/#?secret=j6T5U1dbqi#?secret=iIWWTevyou" data-secret="iIWWTevyou" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Viele landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen haben diese Fähigkeit teilweise verloren. Schwere Maschinen verdichten den Boden, organische Substanz nimmt ab und Erosion trägt fruchtbare Schichten ab. Dadurch sinkt die Aufnahmefähigkeit erheblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Zusammenhang erklärt auch, weshalb Starkregen heute häufig gleichzeitig zu Überschwemmungen und Dürre führt. Das Wasser fließt oberflächlich ab, statt in tiefere Bodenschichten einzudringen. Für die Landwirtschaft bedeutet ein heftiges Gewitter daher oft weniger Nutzen als mehrere Tage gleichmäßigen Regens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bodenkundler sprechen inzwischen von einer doppelten Krise. Der Klimawandel erhöht den Wasserbedarf der Pflanzen, während degradierte Böden immer weniger Wasser speichern können. Beide Prozesse verstärken sich gegenseitig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Grundwasser zur strategischen Ressource wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Seen und Flüsse den Zustand eines Sommers widerspiegeln, erzählt das Grundwasser die Geschichte mehrerer Jahrzehnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundwasser entsteht langsam. Niederschläge versickern zunächst durch verschiedene Bodenschichten, passieren Sand- und Kiesablagerungen und sammeln sich schließlich in unterirdischen Aquiferen. Dieser Prozess kann je nach geologischen Bedingungen Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb reagieren Grundwasserspiegel wesentlich träger auf Wetterextreme als Seen oder Flüsse. Sinken sie dennoch über längere Zeit, gilt das unter Hydrologen als besonders ernstes Warnsignal.</p>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="wD9Htf7qdz"><a href="https://www.pesterlloyd.net/wasserwaechter-kaempfen-gegen-das-versanden-der-homokhatsag/">Wasserwächter kämpfen gegen das Versanden der Homokhátság</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Wasserwächter kämpfen gegen das Versanden der Homokhátság“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/wasserwaechter-kaempfen-gegen-das-versanden-der-homokhatsag/embed/#?secret=AxddS4Hu4b#?secret=wD9Htf7qdz" data-secret="wD9Htf7qdz" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Europa beobachtet seit Jahren einen solchen Trend. Satellitenmissionen wie GRACE der NASA zeigen, dass zahlreiche Regionen kontinuierlich Wasserreserven verlieren. Besonders betroffen sind Spanien, Italien, Teile Frankreichs, Südosteuropa und das Karpatenbecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn verfügt zwar weiterhin über bedeutende Grundwasserreserven und gehört nicht zu den Ländern, denen kurzfristig Trinkwasserknappheit droht. Dennoch verändert sich die Situation schleichend. Sinkende Grundwasserstände wirken sich auf Feuchtgebiete, Wälder und kleinere Fließgewässer aus. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf von Landwirtschaft und Industrie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verändert sich auch die politische Dimension des Themas. Wasser wird zunehmend zu einer strategischen Ressource. Fragen der Wasserspeicherung, der Bewässerung und des grenzüberschreitenden Flussmanagements entwickeln sich zu zentralen Aufgaben der europäischen Umwelt- und Infrastrukturpolitik.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Dürre nicht nur ein Umweltproblem ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen reichen weit über den Naturschutz hinaus. Niedrigwasser beeinträchtigt den Güterverkehr auf Rhein und Donau, reduziert die Leistung von Wasserkraftwerken und erschwert die Kühlung thermischer Kraftwerke. In der Landwirtschaft führen Ernteausfälle zu steigenden Lebensmittelpreisen, während Städte immer häufiger in den Ausbau ihrer Wasserversorgung investieren müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen ökologische Schäden, die oft erst Jahre später sichtbar werden. Austrocknende Moore setzen große Mengen Kohlendioxid frei, Wälder verlieren ihre Widerstandskraft gegenüber Schädlingen und sinkende Flusspegel verändern ganze Ökosysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wasserkrise ist deshalb kein isoliertes Umweltproblem. Sie betrifft nahezu alle Bereiche moderner Gesellschaften &#8211; von der Energieversorgung über die Wirtschaft bis zur öffentlichen Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade darin unterscheidet sie sich von vielen anderen Folgen des Klimawandels. Wasser bildet die Grundlage nahezu aller natürlichen und wirtschaftlichen Prozesse. Gerät dieser Kreislauf aus dem Gleichgewicht, bleiben die Auswirkungen selten auf einen einzelnen Sektor beschränkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><br>Velencei-tó, Balaton und Fertő-tó &#8211; Drei Seen, drei unterschiedliche Schicksale</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentliche Diskussion konzentriert sich häufig auf spektakuläre Bilder trockener Seeufer. Tatsächlich reagieren Ungarns große Seen jedoch sehr unterschiedlich auf die Veränderungen des Klimas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Velencei-tó gilt als besonders empfindlich. Mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur etwa anderthalb Metern genügt bereits eine Kombination aus wenigen niederschlagsarmen Wintern und einem heißen Sommer, um den Wasserstand deutlich sinken zu lassen. Seine geringe Tiefe führt außerdem dazu, dass sich das Wasser wesentlich schneller erwärmt als in größeren Seen. Höhere Wassertemperaturen erhöhen wiederum die Verdunstung &#8211; ein Kreislauf, der sich mit jeder Hitzewelle weiter verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fertő-tó (Neusiedler See) weist ähnliche Eigenschaften auf. Auch er gehört zu den flachsten Steppenseen Europas und unterliegt seit Jahrhunderten erheblichen natürlichen Schwankungen. Historische Quellen berichten bereits im 18. und 19. Jahrhundert von Phasen, in denen der See nahezu vollständig verschwand. Dennoch unterscheiden Hydrologen klar zwischen diesen historischen Zyklen und den heutigen Entwicklungen. Während frühere Schwankungen Teil natürlicher Klimavariabilität waren, treffen sie heute auf dauerhaft steigende Temperaturen und eine erheblich höhere Verdunstung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Balaton nimmt eine Sonderstellung ein. Als größter Binnensee Mitteleuropas verfügt er über ein wesentlich größeres Wasservolumen und reagiert daher träger auf einzelne Trockenjahre. Die Gefahr eines vollständigen Austrocknens sehen Wissenschaftler gegenwärtig nicht. Dennoch zeigen langfristige Messreihen Veränderungen. Niedrige Wasserstände treten häufiger auf als noch vor wenigen Jahrzehnten, während gleichzeitig die Oberflächentemperatur des Sees kontinuierlich steigt. Das verändert nicht nur den Wasserhaushalt, sondern auch die biologische Zusammensetzung des Ökosystems. Blaualgenblüten, Sauerstoffmangel und Veränderungen der Fischbestände gelten inzwischen als reale Risiken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam ist allen drei Seen vor allem eines: Sie reagieren auf dieselben klimatischen Prozesse. Unterschiede bestehen lediglich in Geschwindigkeit und Intensität.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="727e8d" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #727e8d;" loading="lazy" decoding="async" width="679" height="517" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-3.webp" alt="" class="wp-image-7086 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-3.webp 679w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-3-300x228.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Donau &#8211; Europas Wasserstraße unter Druck</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Seen vor allem regionale Bedeutung besitzen, betrifft der Zustand der Donau einen großen Teil Europas. Der Fluss verbindet zehn Staaten und ein Einzugsgebiet von rund 800.000 Quadratkilometern. Was in den Alpen oder den Karpaten geschieht, beeinflusst deshalb auch Budapest, Belgrad oder das Donaudelta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niedrigwasser stellt die Schifffahrt seit einigen Jahren regelmäßig vor erhebliche Probleme. Frachtschiffe können vielerorts nur noch teilweise beladen werden, was Transportkosten erhöht und Lieferketten beeinträchtigt. Gleichzeitig steigen die Wassertemperaturen, wodurch sich Sauerstoffgehalt und Artenzusammensetzung verändern. Manche Fischarten geraten zunehmend unter Druck, während wärmeliebende Arten neue Lebensräume erschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Donau verdeutlicht damit exemplarisch, dass Wasserknappheit weit mehr bedeutet als sinkende Pegel. Sie betrifft Wirtschaft, Energieversorgung, Landwirtschaft und Naturschutz gleichermaßen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann Europa die Entwicklung noch aufhalten?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Frage gehört zu den häufigsten Missverständnissen der öffentlichen Debatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wasserhaushalt Europas wird sich nicht vollständig in den Zustand des 20. Jahrhunderts zurückversetzen lassen. Dafür haben sich Klima und Landschaft bereits zu stark verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch bedeutet das nicht, dass Europa der Entwicklung hilflos ausgeliefert wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren hat sich innerhalb der Wasserwirtschaft ein grundlegender Paradigmenwechsel vollzogen. Jahrzehntelang bestand das Ziel darin, Wasser möglichst schnell abzuleiten. Heute lautet die zentrale Frage, wie möglichst viel Wasser in der Landschaft gehalten werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Schlagwort &#8222;Schwammlandschaft&#8220; entstehen inzwischen zahlreiche Projekte in ganz Europa. Flüsse erhalten wieder mehr Raum, ehemalige Auen werden renaturiert, Moore wiedervernässt und Städte so umgebaut, dass Regenwasser nicht unmittelbar in die Kanalisation gelangt, sondern versickern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Landwirtschaft beginnt sich anzupassen. Konservierende Bodenbearbeitung, Humusaufbau, Agroforstsysteme und trockenheitsresistentere Kulturpflanzen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ziel ist nicht allein, Wasser effizienter zu nutzen, sondern den Landschaften ihre natürliche Speicherfähigkeit zurückzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade für Ungarn könnte dieser Ansatz entscheidend werden. Zahlreiche Experten plädieren dafür, Teile ehemaliger Überschwemmungsgebiete der Theiß wieder als kontrollierte Retentionsräume zu nutzen. Wasser würde dadurch länger im Land verbleiben, Grundwasser könnte sich besser regenerieren und gleichzeitig ließe sich der Hochwasserschutz verbessern. Solche Maßnahmen erfordern allerdings langfristige politische Entscheidungen und eine enge Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Kommunen und Naturschutz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sagen die Wissenschaftler?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl einzelne Klimamodelle unterschiedliche Entwicklungen prognostizieren, besteht über die grundlegenden Trends bemerkenswerte Einigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa wird sich weiter erwärmen. Hitzewellen werden häufiger auftreten und länger andauern. Die Verdunstung nimmt zu, während sich Niederschläge zeitlich immer ungleichmäßiger verteilen. Besonders Sommer dürften in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas trockener werden, während Starkregenereignisse gleichzeitig zunehmen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-dominant-color="f7f2f2" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #f7f2f2;" loading="lazy" decoding="async" width="666" height="473" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-5.webp" alt="" class="wp-image-7091 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-5.webp 666w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2026/07/image-5-300x213.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px" /><figcaption class="wp-element-caption">Annual surface air temperature anomalies over European (as defined by the WMO Regional Association VI)<br>land, from a range of datasets, for 1900–2024 (start year varies by dataset), relative to the average for the 1991–2020<br>reference period. Data: HadCRUT5, NOAAGlobalTemp, GISTEMP, Berkeley Earth, JRA‑3Q, ERA5. Credit: C3S/ECMWF/WMO.<br>Data can be downloaded and information on the methodology can be found on the WMO Regional Dashboard for Europe.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für Ungarn gehen nahezu alle Modelle von einer weiteren Erwärmung aus. Die Zahl der heißen Tage dürfte bis zur Mitte des Jahrhunderts deutlich steigen. Gleichzeitig rechnen Klimaforscher mit häufigeren Dürrejahren und einer zunehmenden Belastung der Landwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei warnen Wissenschaftler ausdrücklich vor einem Missverständnis. Die Zukunft besteht nicht aus einer linearen Entwicklung hin zu immer geringeren Niederschlägen. Vielmehr werden Extreme wahrscheinlicher. Auf außergewöhnlich nasse Jahre können unmittelbar außergewöhnlich trockene folgen. Genau diese Schwankungen erschweren den Umgang mit Wasser erheblich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Chronologie der europäischen Wasserkrise</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1846-1884</strong><br>Regulierung der Theiß. Mehr als hundert Flussschlingen werden beseitigt, Überschwemmungsflächen trockengelegt und der Fluss erheblich verkürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19. und 20. Jahrhundert</strong><br>Großflächige Flussbegradigungen, Entwässerung von Mooren und Ausbau landwirtschaftlicher Nutzflächen in weiten Teilen Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1976</strong><br>Eine außergewöhnliche Dürre macht erstmals deutlich, wie verwundbar Mitteleuropa gegenüber langanhaltender Trockenheit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2003</strong><br>Die erste große Hitzedürre des 21. Jahrhunderts verursacht Milliardenverluste in Landwirtschaft und Forstwirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2015</strong><br>Außergewöhnlich niedrige Wasserstände an Rhein, Elbe und Donau.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2018</strong><br>Große Teile Mitteleuropas erleben eine der schwersten Dürren seit Beginn moderner Messungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2022</strong><br>Nach Einschätzung des European Drought Observatory erlebt Europa die schwerste Dürre seit mindestens 500 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2023 bis heute</strong><br>Wiederholte Niedrigwasser an Rhein, Donau und Po sowie außergewöhnlich niedrige Pegel an Velencei-tó und Fertő-tó verdeutlichen, dass Dürre nicht mehr als Ausnahme betrachtet werden kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Warum trocknet der Velencei-tó aus?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der See reagiert aufgrund seiner geringen Tiefe besonders empfindlich auf steigende Temperaturen, erhöhte Verdunstung und ausbleibende Niederschläge. Gleichzeitig beeinflussen Veränderungen im regionalen Wasserhaushalt seine Zuflüsse.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wird der Balaton austrocknen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem heutigen Stand der Forschung gilt das als äußerst unwahrscheinlich. Der Balaton besitzt ein wesentlich größeres Wasservolumen als der Velencei-tó. Langfristig rechnen Wissenschaftler jedoch mit häufigeren Niedrigwasserphasen und steigenden Wassertemperaturen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum regnet es trotz Klimawandel manchmal stärker?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Dadurch entstehen häufiger intensive Starkregen. Diese ersetzen jedoch zunehmend gleichmäßige Landregen und tragen deshalb weniger zur Neubildung von Grundwasser bei.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum ist Ungarn stärker betroffen als viele andere Länder?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ungarn liegt im Karpatenbecken, besitzt keine eigenen Hochgebirge als Wasserspeicher und erhält den überwiegenden Teil seines Oberflächenwassers aus den Nachbarstaaten. Gleichzeitig erwärmt sich die Region überdurchschnittlich stark.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Geht Europa das Wasser aus?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nein. Das Problem ist nicht die absolute Wassermenge, sondern ihre zeitliche und räumliche Verfügbarkeit. Wasser fällt häufiger zur falschen Zeit, am falschen Ort oder fließt zu schnell wieder aus der Landschaft ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Geht Ungarn das Trinkwasser aus?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach heutigem Kenntnisstand nicht. Ungarn verfügt weiterhin über bedeutende Grundwasserreserven. Regional können jedoch Engpässe und Nutzungskonflikte zunehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kann man die Wasserkrise noch verhindern?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine vollständige Rückkehr zu den klimatischen Bedingungen des 20. Jahrhunderts ist unrealistisch. Die Folgen lassen sich jedoch durch konsequenten Klimaschutz, Renaturierung, besseren Bodenschutz und ein modernes Wassermanagement erheblich begrenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Herausforderung, die weit über Ungarn hinausreicht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der austrocknende Velencei-tó ist kein Einzelfall und auch keine vorübergehende Anomalie. Er ist Teil einer Entwicklung, die sich von der Iberischen Halbinsel bis zum Schwarzen Meer beobachten lässt. Europas Wasserhaushalt verändert sich grundlegend. Nicht einzelne Dürresommer markieren den Wendepunkt, sondern die Häufung extremer Jahre und die schleichende Veränderung der Landschaft selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade Ungarn steht dabei exemplarisch für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Das Land ist aufgrund seiner geografischen Lage besonders verwundbar, verfügt zugleich aber über umfangreiche wasserwirtschaftliche Erfahrung und ein dichtes Netz wissenschaftlicher Einrichtungen. Ob diese Voraussetzungen ausreichen, um den Wandel erfolgreich zu bewältigen, wird nicht allein vom Wetter abhängen. Entscheidend wird sein, ob Politik und Gesellschaft bereit sind, Wasser künftig nicht länger als unbegrenzt verfügbare Ressource zu behandeln, sondern als Grundlage nahezu aller ökologischen und wirtschaftlichen Prozesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob Europa trockener wird. Diese Entwicklung ist längst messbar. Entscheidend ist vielmehr, wie gut es gelingt, den Kontinent an einen Wasserhaushalt anzupassen, der sich bereits heute grundlegend von jenem unterscheidet, auf dem Europas Landwirtschaft, Städte und Infrastruktur über Generationen aufgebaut wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> IPCC, Copernicus Climate Change Service, European Environment Agency (EEA), European Drought Observatory, HungaroMet, OVF.</p>
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		<title>Dürre verschärft sich in Ungarn – Mais- und Sonnenblumenernten gefährdet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion Wirtschaft]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 18:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaum Regen, ausgetrocknete B&#246;den und anhaltende Hitze setzen der Landwirtschaft zu Kecskem&#233;t/Szeged. Ungarns landwirtschaftliche Fl&#228;chen leiden unter einer sich weiter versch&#228;rfenden D&#252;rre. Zwar kam es&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Kaum Regen, ausgetrocknete Böden und anhaltende Hitze setzen der Landwirtschaft zu</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kecskemét/Szeged. </strong>Ungarns landwirtschaftliche Flächen leiden unter einer sich weiter verschärfenden Dürre. Zwar kam es in der vergangenen Woche nahezu täglich zu einzelnen Schauern und Gewittern, doch die Niederschläge blieben räumlich begrenzt und fielen meist zu gering aus, um die anhaltende Trockenheit wirksam zu lindern. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes <em>HungaroMet</em> erhielten nur kleinere Gebiete im Transdanubien, im Raum Budapest sowie vereinzelt im Nordosten mehr als zehn Millimeter Regen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In weiten Teilen des Landes blieb der Niederschlag dagegen nahezu aus. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich das Defizit auf 20 bis 60 Millimeter gegenüber dem langjährigen Durchschnitt. Im Zeitraum der vergangenen drei Monate erreicht der Fehlbetrag regional bereits 70 bis 120 Millimeter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenfeuchte befindet sich auf kritischem Niveau. Lediglich im Südwesten konnte sich die obere Bodenschicht durch die jüngsten Niederschläge etwas regenerieren. In den meisten Regionen sind die oberen 50 Zentimeter des Bodens jedoch extrem trocken. Im gesamten ersten Meter des Bodens fehlen nach Angaben von HungaroMet inzwischen Wassermengen, die rund 150 Millimetern Niederschlag entsprechen würden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="yxXxqmAy0h"><a href="https://www.pesterlloyd.net/velence-see-trocknet-aus-klimakrise-legt-ungarns-wasserpolitik-blank/">Velence-See trocknet aus – Klimakrise legt Ungarns Wasserpolitik blank</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Velence-See trocknet aus – Klimakrise legt Ungarns Wasserpolitik blank“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/velence-see-trocknet-aus-klimakrise-legt-ungarns-wasserpolitik-blank/embed/#?secret=wLE03eKV1j#?secret=yxXxqmAy0h" data-secret="yxXxqmAy0h" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Ungarn ist von der Klimakrise überdurchschnittlich stark betroffen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kamen überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Die Tageshöchstwerte lagen während der vergangenen Woche meist um 30 Grad Celsius, am Freitag und Samstag örtlich sogar bei rund 35 Grad. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen übertrafen die klimatischen Mittelwerte um drei bis fünf Grad.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Kulturen sind besonders betroffen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch entwickelt sich die Lage für Mais und Sonnenblumen. Die Sonnenblumenbestände haben ihre Blüte größtenteils bereits abgeschlossen. Satellitendaten zeigen jedoch, dass ihre Biomasse außergewöhnlich gering ausfällt und vielerorts sogar unter dem Niveau des extremen Dürrejahres 2022 liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Mais ergibt sich ein stark regional unterschiedliches Bild. Während bewässerte oder begünstigte Flächen, insbesondere im südlichen Transdanubien, noch vergleichsweise gute Bestände aufweisen, sind unbewässerte Felder in weiten Teilen des Landes stark geschädigt. Nach Einschätzung von HungaroMet hat die seit Beginn der Vegetationsperiode nahezu ununterbrochen anhaltende Dürre vielerorts irreversible Ertragsschäden verursacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die satellitengestützten Vegetationsindizes bestätigen die Entwicklung. Der aktuelle NDVI-Wert, der die Vitalität der Vegetation misst, liegt in weiten Landesteilen unter den Vergleichswerten von 2022. Der DMP-Index, der die oberirdische Pflanzenbiomasse erfasst, zeigt Anfang Juli nahezu landesweit deutlich geringere Werte als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">HungaroMet stuft derzeit den Großteil Ungarns als von schwerer landwirtschaftlicher Dürre betroffen ein. Seit dem 1. April herrschten während 77 Prozent des bisherigen Vegetationszeitraums auf mindestens 30 Prozent der Landesfläche mindestens mittlere Dürrebedingungen. Besonders häufig wurden Dürretage in den Komitaten Pest und Hajdú-Bihar registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die kommende Woche erwartet HungaroMet zwar etwas wechselhafteres Wetter und etwas niedrigere Temperaturen, sieht jedoch kaum Chancen auf flächendeckenden Landregen. Einzelne Schauer und Gewitter werden voraussichtlich erneut nur lokal nennenswerte Niederschläge bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>met.hu<br><strong>Foto: </strong>met.hu</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aus dem Archiv von 2009:</h3>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="fGuOt8XAFc"><a href="https://www.pesterlloyd.net/hochwasser-in-ungarn-und-mittelosteuropa/">Hochwasser in Ungarn und Mittelosteuropa</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Hochwasser in Ungarn und Mittelosteuropa“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/hochwasser-in-ungarn-und-mittelosteuropa/embed/#?secret=lmXEIe59kD#?secret=fGuOt8XAFc" data-secret="fGuOt8XAFc" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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		<title>Velence-See trocknet aus – Klimakrise legt Ungarns Wasserpolitik blank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 14:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuer Rekordtiefstand, kollabierender Tourismus und ein &#246;kologischer Notfall setzen die neue Regierung unter Handlungsdruck. G&#225;rdony. Der Velence-See (Velencei-t&#243;), Ungarns drittgr&#246;&#223;ter nat&#252;rlicher See und eines der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Neuer Rekordtiefstand<em>, kollabierender Tourismus und ein ökologischer Notfall setzen die neue Regierung unter Handlungsdruck.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gárdony. </strong>Der <em>Velence-See</em> (Velencei-tó), Ungarns drittgrößter natürlicher See und eines der beliebtesten Naherholungsgebiete des Landes, erlebt seine schwerste Krise seit Beginn der modernen Messungen. An den Stränden von Gárdony sind große Uferbereiche inzwischen trocken gefallen, Ausflugsschiffe wurden eingestellt und zahlreiche Tourismusbetriebe kämpfen ums Überleben. Fachleute sehen in der Entwicklung nicht nur eine Folge des Klimawandels, sondern auch jahrzehntelanger Fehlentscheidungen im Wassermanagement.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer Reportage der Nachrichtenagentur AFP lag der Wasserstand Anfang Juli bei lediglich 41 Zentimetern – der niedrigste Wert seit Beginn der Messreihe im Jahr 1931. Die Entwicklung gilt als Symbol einer landesweiten Wasserkrise, die weite Teile Ungarns erfasst hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum der See schneller verschwindet als früher</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Velence-See liegt nur rund 45 Kilometer südwestlich von Budapest und zählt zu den wärmsten Seen Europas. Seine geringe Tiefe macht ihn besonders anfällig für langanhaltende Trockenperioden. Im Sommer erreicht das Wasser normalerweise Temperaturen zwischen 26 und 28 Grad Celsius, gleichzeitig beschleunigt die starke Verdunstung jedoch den Wasserverlust.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der <em>Nationalen Generaldirektion für Wasserwirtschaft</em> (OVF) hat Ungarn in den vergangenen fünf Jahren ein Niederschlagsdefizit angesammelt, das einem gesamten durchschnittlichen Jahresniederschlag entspricht. Die Behörden sprechen inzwischen offen von &#8222;Schadensbegrenzung&#8220;. Sollte der Wasserstand weiter sinken, könnte der See in mehrere voneinander getrennte Wasserflächen zerfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hydrogeologin <strong>Anita Erőss</strong> von der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) verweist darauf, dass der See historisch zwar immer wieder austrocknete – zuletzt vollständig im Jahr 1866. Heute verschärften jedoch zusätzliche menschliche Eingriffe die Situation erheblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahrzehnten entstanden zahlreiche neue Wohngebiete rund um den See. Viele Grundstückseigentümer entnehmen Grundwasser über private Brunnen, um Gärten zu bewässern oder Swimmingpools zu füllen. Genau dieses Grundwasser speist jedoch den flachen See. Gleichzeitig kritisieren Umweltorganisationen seit Jahren eine Wasserpolitik, die den schnellen Abfluss von Wasser aus der Landschaft förderte, anstatt Niederschläge und Oberflächenwasser langfristig zurückzuhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tourismus, Fischerei und Natur geraten gleichzeitig unter Druck</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits deutlich sichtbar. Das Ausflugsschifffahrtsunternehmen von György Simon stellte Ende Juni seinen Betrieb ein, weil Boote nicht mehr sicher fahren können. Wo früher Kinder im flachen Wasser spielten, wachsen heute Unkraut und Schilf auf trockenem Boden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Fischerei verzeichnet laut dem nationalen Anglerverband MOHOSZ ihre schlechteste Saison seit Jahrzehnten. Die niedrigen Wasserstände gefährden nicht nur Fischbestände, sondern das gesamte empfindliche Ökosystem des alkalischen Sees. Experten warnen, dass bereits ein einzelnes extremes Wetterereignis einen ökologischen Kollaps auslösen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein politisch unangenehmer Nebeneffekt: Das unter der früheren Fidesz-Regierung errichtete internationale Kajak- und Kanuzentrum am Nordufer kann einen für August geplanten Studentenwettbewerb wegen des niedrigen Wasserstands nicht ausrichten. Der Komplex war erst 2024 für rund 142 Millionen Euro fertiggestellt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Regierung setzt auf Wasserretention statt Notlösungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die seit Mai amtierende Regierung von Péter Magyar hat den Zustand des Velence-Sees zu einem ihrer ersten umweltpolitischen Schwerpunkte erklärt. Mit der Einrichtung eines eigenständigen Umweltministeriums erhielt der Natur- und Gewässerschutz erstmals seit 16 Jahren wieder ein eigenes Kabinettsressort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Staatssekretärin Viktória Bogi kündigte gegenüber AFP strengere Regeln für die Wasserentnahme an. Vorrang habe die Wiederherstellung natürlicher Wasserzuflüsse, bevor künstliche Eingriffe geprüft würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert werden derzeit verschiedene technische Lösungen, darunter die Einleitung gereinigten Abwassers oder der Bau eines Kanals zur rund 15 Kilometer entfernten Donau. Viele Wissenschaftler stehen solchen Projekten jedoch kritisch gegenüber. Zusätzliche Wasserzufuhr könnte die chemische Zusammensetzung des natürlich alkalischen Sees dauerhaft verändern, ohne die strukturellen Ursachen des Problems zu beseitigen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="gsAWIANbTs"><a href="https://www.pesterlloyd.net/niedrige-donau-sinkende-pegel-gefaehrden-oekosystem-und-schifffahrt/">Niedrige Donau: Sinkende Pegel gefährden Ökosystem und Schifffahrt</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="“Niedrige Donau: Sinkende Pegel gefährden Ökosystem und Schifffahrt” — Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/niedrige-donau-sinkende-pegel-gefaehrden-oekosystem-und-schifffahrt/embed/#?secret=Fz8YeYK1AA#?secret=gsAWIANbTs" data-secret="gsAWIANbTs" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Landschaftsarchitekt Zsombor Boromisza von der Ungarischen Universität für Agrar- und Lebenswissenschaften warnt zudem davor, sich auf Wassertransfers als langfristige Strategie zu verlassen. Angesichts zunehmender Dürre könnten künftig auch andere Wasserreserven Ungarns unter Druck geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Inquirer, TIMES<br><strong>Foto: </strong>Via User Globetrotter19/Wikipedia, CC BY SA 4.0</p>
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