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	<title>Wahl 2026 &#8211; Pester Lloyd</title>
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	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
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	<title>Wahl 2026 &#8211; Pester Lloyd</title>
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		<title>András Baka vereidigt &#8211; ein Präsident für den demokratischen Wiederaufbau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 15:32:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[András Baka]]></category>
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					<description><![CDATA[Ungarns Parlament w&#228;hlt den fr&#252;her von Orb&#225;n entmachteten obersten Richter mit 140 Stimmen &#8211; Fidesz boykottiert die Abstimmung &#8211; Amtsantritt am 19. August Budapest. Das&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ungarns Parlament wählt den früher von Orbán entmachteten obersten Richter mit 140 Stimmen &#8211; Fidesz boykottiert die Abstimmung &#8211; Amtsantritt am 19. August</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Das ungarische Parlament hat <strong>András Baka</strong> am Dienstag zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der frühere Präsident des Obersten Gerichtshofs erhielt in geheimer Abstimmung 140 Stimmen, sechs Abgeordnete votierten gegen ihn. Fidesz und KDNP blieben der Wahl fern. Baka legte anschließend vor dem Parlament den Eid ab und nutzte seine erste Rede für eine bemerkenswert deutliche Abrechnung mit dem institutionellen Erbe der Orbán-Jahre &#8211; ohne daraus einen Aufruf zur politischen Vergeltung zu machen. Sein Amt übernimmt er formal am 19. August.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bakas Biographie und insbesondere seine eigene Erfahrung mit dem Abbau rechtsstaatlicher Institutionen machen seine Wahl zu einer der symbolträchtigsten Personalentscheidungen seit dem Regierungswechsel. 2011 hatte die damalige Fidesz-Mehrheit seine Amtszeit als Präsident des Obersten Gerichtshofs vorzeitig beendet, nachdem er öffentlich Kritik an Orbáns Justizreformen geübt hatte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte später Verletzungen seines Rechts auf freie Meinungsäußerung und auf Zugang zu einem Gericht fest.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="SxXYkVh3q2"><a href="https://www.pesterlloyd.net/der-richter-der-ungarn-in-strassburg-besiegte/">Der Richter, der Ungarn in Straßburg besiegte</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Der Richter, der Ungarn in Straßburg besiegte“ – Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/der-richter-der-ungarn-in-strassburg-besiegte/embed/#?secret=kb4cwRafw7#?secret=SxXYkVh3q2" data-secret="SxXYkVh3q2" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl selbst verlief entsprechend der neuen parlamentarischen Kräfteverhältnisse. Baka war Kandidat der regierenden TISZA-Partei und der einzige Bewerber. Von 146 abgegebenen Stimmen entfielen 140 auf ihn, sechs gegen ihn. Die frühere Regierungspartei Fidesz und ihr Juniorpartner KDNP hatten bereits angekündigt, sich nicht an der Abstimmung zu beteiligen. Sie betrachten die Neuordnung der staatlichen Institutionen durch die Regierung von Péter Magyar als illegitim und werfen TISZA einen autoritären Umgang mit den nach 2010 geschaffenen Machtstrukturen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baka setzte in seiner Rede genau an diesem Punkt an. Vor 2026, sagte er, habe der ungarische Staat eine elementare Voraussetzung demokratischer Rechtsstaatlichkeit nicht mehr erfüllt: eine tatsächliche Gewaltenteilung und funktionierende gegenseitige Kontrolle der Institutionen. Eine Partei habe Staat und Institutionen vereinnahmt, während jahrelanges Regieren per Dekret das Parlament zunehmend umgangen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich warnte er die neuen Machthaber davor, die Methoden ihrer Vorgänger lediglich mit umgekehrten politischen Vorzeichen fortzusetzen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir müssen Rechtsverletzungen aufdecken und die Verwendung öffentlicher Gelder überprüfen. Aber wir können ein neues Ungarn nicht auf Rache errichten.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die TISZA-Regierung baut seit ihrem Wahlsieg Strukturen der Orbán-Ära in erheblichem Tempo zurück. Die Entfernung früherer Amtsträger und die verfassungsrechtlichen Eingriffe der vergangenen Monate haben jedoch auch außerhalb des Fidesz-Lagers Kritik an Verfahren und Geschwindigkeit ausgelöst. Baka selbst hatte die Entfernung seines Vorgängers Tamás Sulyok grundsätzlich unterstützt, zugleich aber andere Teile der Übergangsregelungen kritisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seine Vorstellung vom Präsidentenamt formulierte er als Gegenmodell zur politischen Vereinnahmung staatlicher Institutionen.</strong> Nationale Einheit bedeute politische Neutralität, sagte Baka, dürfe jedoch keine Neutralität gegenüber demokratischen Grundwerten bedeuten. Unterschiedliche politische Überzeugungen seien kein Defekt einer Demokratie. Aufgabe des Staatsoberhauptes sei nicht, künstliche Einigkeit herzustellen, sondern anzuerkennen, dass Mehrheit und Minderheit gleichermaßen Teil der politischen Gemeinschaft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde Baka bei der gesellschaftlichen Polarisierung. Die tiefe Spaltung Ungarns bezeichnete er als eine der schwerwiegendsten Folgen der vergangenen Jahre. Eine Politik, die Andersdenkende nicht als politische Gegner, sondern als Feinde behandelt, hinterlasse Schäden, die sich nicht durch einen Regierungswechsel beseitigen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für die geplante neue Verfassung setzte er eine klare Grenze. Eine Verfassung, die erneut lediglich als Dokument einer vorübergehenden parlamentarischen Mehrheit entstehe, würde nach seiner Auffassung denselben Fehler wiederholen, dessen Folgen die neue Regierung nun zu korrigieren versucht. Notwendig seien eine breite gesellschaftliche und fachliche Debatte sowie ein tatsächlicher politischer Konsens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende seiner Rede verließ Baka die institutionelle Ebene und sprach über den Zweck dieses Umbaus: ein Land, in dem Herkunft nicht über die Zukunft eines Kindes entscheidet, Lehrer und Pflegekräfte gesellschaftliche Anerkennung erfahren, Unternehmer Chancen statt Beziehungen suchen und junge Menschen nicht aus Perspektivlosigkeit auswandern müssen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Staat existiert nicht für sich selbst. Der Staat existiert für die Menschen.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Baka übernimmt kein Regierungsamt und der ungarische Staatspräsident verfügt weiterhin nur über begrenzte politische Macht &#8211; Gerade deshalb wird sich seine Präsidentschaft daran messen lassen müssen, ob er jene institutionelle Unabhängigkeit auch gegenüber der neuen Mehrheit verteidigt, deren Wiederherstellung er heute eingefordert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der parlamentarische Eid ist geleistet. Präsident im Amt ist Baka ab dem 19. August.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>MTI.hu, Reuters, Associated Press, The Guardian<br><strong>Photo: </strong>András Baka während seiner Wahl im ungarischen Parlament, MTI/Zsolt Szigetvary</p>
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		<title>Warum Ungarn Viktor Orbán nicht mehr vertraute</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 11:13:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fidesz]]></category>
		<category><![CDATA[Katalin Novák]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Szijjártó]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Das scheinbar unersch&#252;tterliche System Orb&#225;n verlor im Fr&#252;hling seinen Mythos der Unbesiegbarkeit und zerfiel von innen heraus. Budapest. Der Machtverlust von Viktor Orb&#225;n war kein&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Das scheinbar unerschütterliche System Orbán verlor im Frühling seinen Mythos der Unbesiegbarkeit und zerfiel von innen heraus.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Der Machtverlust von <strong>Viktor Orbán</strong> war kein plötzlicher Wahlunfall und auch keine kurzfristige Protestreaktion. Die Parlamentswahl vom 12. April 2026 markierte vielmehr den Kollaps eines politischen Systems, das sich über sechzehn Jahre hinweg als unangreifbar inszeniert hatte. <a href="https://www.pesterlloyd.net/wahlergebnis-2026-tisza-partei-sichert-sich-historische-supermehrheit-mit-141-mandaten/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wahlergebnis-2026-tisza-partei-sichert-sich-historische-supermehrheit-mit-141-mandaten/">Mit dem Sieg der <em>Tisza-Partei</em></a> unter <strong>Péter Magyar</strong> zerfiel die Grundannahme des Orbánismus: dass es in Ungarn keine realistische Alternative zu <em>Fidesz </em>gebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen der vergangenen Wochen zeigen, wie tiefgreifend dieser Zusammenbruch inzwischen ist. Laut einer aktuellen Erhebung des <em>Publicus-Instituts</em> liegt <em>Fidesz-KDNP</em> nur noch bei 17 Prozent Zustimmung in der Gesamtbevölkerung, während die <em>Tisza-Partei </em>auf 55 Prozent kommt. Unter den sicheren Wählern beträgt das Verhältnis sogar 20 zu 73 Prozent zugunsten der neuen Regierungspartei. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass selbst 31 Prozent der Fidesz-Wähler inzwischen optimistisch auf die neue Regierung blicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung erklärt sich nicht allein durch die Popularität Magyars. Entscheidend war vielmehr, dass Orbán in mehreren zentralen Bereichen gleichzeitig an politischer Glaubwürdigkeit verlor: moralisch, wirtschaftlich, kommunikativ und schließlich auch psychologisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigentliche Wendepunkt begann bereits Anfang 2024 mit dem Begnadigungsskandal rund um die damalige Präsidentin <strong>Katalin Novák</strong>. Die Begnadigung eines Mannes, der an der Vertuschung sexuellen Missbrauchs in einem Kinderheim beteiligt gewesen war, traf den ideologischen Kern des <em>Fidesz</em>-Narrativs. Über Jahre hatte sich die Regierung als moralische Schutzmacht der Familie und der Kinder inszeniert. Der Skandal zerstörte diese Selbstbeschreibung innerhalb weniger Tage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau in diesem Moment trat Péter Magyar aus dem inneren Machtzirkel heraus. Der ehemalige Fidesz-Insider verband seine öffentliche Revolte gegen die Regierung mit dem Vorwurf, das Projekt eines „nationalen, souveränen, bürgerlichen Ungarns“ sei zu einer politischen Fassade geworden, hinter der Korruption und Machtkonzentration verborgen würden. Weil diese Kritik von einem ehemaligen Systemangehörigen kam, wirkte sie glaubwürdiger als jahrelange Angriffe der traditionellen Opposition.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="mUlMC807vu"><a href="https://www.pesterlloyd.net/viktor-orban-vom-liberalen-dissidenten-zum-architekten-der-illiberalen-demokratie/">Viktor Orbán: Vom liberalen Dissidenten zum Architekten der illiberalen Demokratie</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Viktor Orbán: Vom liberalen Dissidenten zum Architekten der illiberalen Demokratie&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/viktor-orban-vom-liberalen-dissidenten-zum-architekten-der-illiberalen-demokratie/embed/#?secret=KxR5U5JOFz#?secret=mUlMC807vu" data-secret="mUlMC807vu" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Der Verlust der gesellschaftlichen Kontrolle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Orbáns zweiter großer Verlust betraf die Kontrolle über die politische Öffentlichkeit. Fidesz dominierte zwar weiterhin den traditionellen Medienmarkt, doch die Partei verlor ihre Fähigkeit, die gesellschaftliche Stimmung zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar erkannte früh, dass klassische Oppositionskampagnen gegen die mediale Übermacht von Fidesz kaum Erfolg haben konnten. Stattdessen setzte er auf permanente physische Präsenz. Seine landesweiten Touren durch Kleinstädte und Dörfer durchbrachen jene kommunikative Isolation, auf der das Regierungssystem jahrelang aufgebaut war. Während Orbán zunehmend abgeschirmte Veranstaltungen organisierte, suchte Magyar die direkte Konfrontation mit den Wählern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied wurde im Wahlkampf 2026 sichtbar. Orbán begann erstmals seit Jahren wieder öffentliche Auftritte vor offenen Menschenmengen. Doch statt kontrollierter Loyalität begegneten ihm Proteste und Buhrufe. Besonders symbolisch wirkte eine Szene aus dem März, als Orbán eine protestierende Menge anschrie und ihr vorwarf, eine „ukrainefreundliche Regierung“ zu wollen. Die Aufnahmen verbreiteten sich viral und vermittelten den Eindruck eines Regierungschefs, der die gesellschaftliche Realität nicht mehr kontrollieren konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kam der Verlust der digitalen Dominanz. Obwohl Orbán auf Facebook deutlich mehr Follower hatte als Magyar, erzeugte der Tisza-Vorsitzende wesentlich höhere Interaktionsraten. Seine kurzen Videos, improvisierten Livestreams und direkte Ansprache wirkten authentischer als die professionalisierte Regierungspropaganda. Besonders jüngere Wähler wandten sich massiv von Fidesz ab. Umfragen zufolge unterstützten rund zwei Drittel der jungen Wähler die Opposition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bruch mit der jüngeren Generation hatte dabei auch kulturelle Ursachen. Die Regierung wirkte zunehmend anachronistisch. Konflikte um das Nachtleben Budapests, moralpolitische Kampagnen und eine über Jahre dominierende Kriegs- und Bedrohungsrhetorik verstärkten bei vielen jungen Ungarn das Gefühl gesellschaftlicher Stagnation.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alltag gegen Souveränitätsrhetorik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende verlor Orbán jedoch vor allem an der sozialen Realität des Landes. Die ungarische Wirtschaft hatte bereits vor der Wahl deutliche Ermüdungserscheinungen gezeigt. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und strukturelle Probleme im Gesundheits- und Bildungswesen dominierten zunehmend den Alltag vieler Menschen. Über Jahre konnte Fidesz wirtschaftliche Schwierigkeiten durch nationale Mobilisierung, Migrationskampagnen oder geopolitische Konfliktrhetorik überdecken. 2026 funktionierte diese Strategie nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders problematisch wurde für Orbán seine Russlandpolitik. Der Premier hatte seine Kampagne stark auf außenpolitische Polarisierung aufgebaut und behauptet, die Opposition werde Ungarn in den Krieg hineinziehen oder ukrainischen Interessen unterordnen. Diese Argumentation verlor jedoch massiv an Wirkung, nachdem Berichte über russische Einflussnahmen auf den Wahlkampf auftauchten und Außenminister Péter Szijjártó vorgeworfen wurde, interne EU-Gespräche mit Moskau geteilt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Orbán war dies historisch besonders heikel. Der Politiker, der 1989 einst den Abzug sowjetischer Truppen gefordert hatte, sah sich nun mit dem Slogan „Ruszkik haza“ konfrontiert — jenem Satz, der ursprünglich gegen sowjetische Dominanz gerichtet gewesen war und nun gegen seine eigene Regierung verwendet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar nutzte diese Verschiebung konsequent aus. <a href="https://www.pesterlloyd.net/peter-magyar-zum-ministerpraesidenten-gewaehlt-und-rechnet-mit-orban-system-ab/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/peter-magyar-zum-ministerpraesidenten-gewaehlt-und-rechnet-mit-orban-system-ab/">Seit seiner Vereidigung am 9. Mai </a>versucht seine Regierung, die materiellen Prioritäten des Staates sichtbar neu zu ordnen. Während Orbán auf Souveränität, Sicherheitsrhetorik und geopolitische Konflikte setzte, spricht Magyar über Krankenhäuser, Schulen, EU-Gelder und Lebenshaltungskosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde dies bei seiner Kritik an militärischen Prestigeprojekten der Vorgängerregierung. Ungarn brauche keine <em>„Spionagesatelliten“</em>, erklärte Magyar, sondern funktionierende öffentliche Dienstleistungen. Damit griff er genau jene gesellschaftliche Erschöpfung auf, die sich über Jahre angestaut hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Regierung begann damit, die ökonomischen Netzwerke des alten Systems offenzulegen. Ministerielle Übergabeprüfungen sollen chaotische Verwaltungszustände und milliardenschwere Vertragsabschlüsse unmittelbar nach der Wahlniederlage sichtbar gemacht haben. Zudem kündigte Magyar an, überteuerte staatliche Mietverträge im Umfeld von István Tiborcz zu beenden und die parteinahen Vermögensstiftungen der Fidesz-Ära juristisch neu zu prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der vielleicht wichtigste Effekt dieser ersten Regierungswochen liegt jedoch an anderer Stelle: Viele Ungarn haben erstmals den Eindruck, dass Fidesz nicht mehr unangreifbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau dieser psychologische Bruch erklärt den rapiden Absturz der Partei wahrscheinlich besser als jede einzelne Wahlkampffrage. Orbán verlor nicht nur Stimmen. Er verlor die politische Aura der historischen Unvermeidbarkeit, die seine Herrschaft sechzehn Jahre lang getragen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Publicus, Politico, Wikipedia <br><strong>Photo:</strong> Viktor Orbán (Wikipedia/EU)</p>
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		<title>Tisza-Kabinett komplettiert mit Posfai und Melléthei-Barna</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 10:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[András Kármán]]></category>
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					<description><![CDATA[Magyar legt vollst&#228;ndige Ministerliste vor und setzt mit Innen- und Justizressort die letzten Schl&#252;sselpositionen seiner Regierung fest Budapest. Der designierte Ministerpr&#228;sident P&#233;ter Magyar hat die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Magyar legt vollständige Ministerliste vor und setzt mit Innen- und Justizressort die letzten Schlüsselpositionen seiner Regierung fest</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Der designierte Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong> hat die Besetzung zweier zentraler Schlüsselressorts bekanntgegeben: <strong>Gábor Posfai</strong> soll das Innenministerium übernehmen, <strong>Márton Melléthei-Barna</strong> das Justizministerium. Das Innenministerium wird neben Polizei, Katastrophenschutz und Strafvollzug auch den Sportsektor umfassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nominierung von Márton Melléthei-Barna als Justizminister sorgte umgehend für politische Kritik. <strong>László Toroczkai</strong>, Vorsitzender der Partei <em>Mi Hazánk</em>, warf Magyar offen Nepotismus vor und verwies auf familiäre Verbindungen sowie frühere berufliche Tätigkeiten des designierten Ministers für eine Kanzlei mit Bezug zu Meta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Personalentscheidungen fallen in die Abschlussphase der Regierungsbildung. Laut staatlicher Nachrichtenagentur <em>MTI</em> ist das Kabinett mit insgesamt 16 Ministerien nun weitgehend vollständig definiert. Die konstituierende Sitzung des Parlaments ist für den 9. Mai angesetzt, an dem Magyar offiziell zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ENfdvas3c0"><a href="https://www.pesterlloyd.net/magyar-kuendigt-tarr-zoltan-und-tanacs-zoltan-als-minister-fuer-kultur-und-technologie-an/">Magyar kündigt Tarr Zoltán und Tanács Zoltán als Minister für Kultur und Technologie an</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Magyar kündigt Tarr Zoltán und Tanács Zoltán als Minister für Kultur und Technologie an&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/magyar-kuendigt-tarr-zoltan-und-tanacs-zoltan-als-minister-fuer-kultur-und-technologie-an/embed/#?secret=Iejl74jCyL#?secret=ENfdvas3c0" data-secret="ENfdvas3c0" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Neuausrichtung von Innerem, Justiz und Sportförderung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ernennung von Gábor Posfai verbindet Magyar einen klar definierten Umbau des Sicherheitsapparats. Polizei, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Strafvollzug sollen künftig ohne politische Eingriffe arbeiten. <em>„Die Ära, in der politische Direktiven häufig professionelle Erwägungen überlagerten, wird enden“</em>, erklärte er. Ermittlungen sollen nicht mehr durch externe Einflussnahme gestoppt werden. <em>„Es wird keine unantastbaren Personen und keine verschwundenen Akten geben“</em>, so Magyar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fokus liegt auf institutioneller Stabilisierung. Magyar kündigte an, das Ansehen der Sicherheitskräfte gezielt wiederherzustellen. Gleichzeitig formulierte er eine klare Loyalitätslinie. <em>„Sie haben einen Eid auf Ungarn geschworen, nicht auf eine Partei“</em>, sagte er. Rechtsbindung und fachliche Standards sollen zur alleinigen Grundlage operativer Entscheidungen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Innenressort übernimmt zusätzlich die Zuständigkeit für den Sport – ein Bereich, der unter <strong>Viktor Orbán</strong> primär durch milliardenschwere Investitionen in prestigeträchtige Stadionbauten und den Profifußball geprägt war. Magyar verschiebt diese Prioritäten nun radikal: Weg von der staatlich verordneten Fixierung auf Repräsentationsprojekte, hin zu einer breiteren gesellschaftlichen Basis. Zwar bleibt der Leistungssport relevant, doch Jugendförderung, Breitensport und Angebote für Menschen mit Behinderungen rücken konsequent in den strategischen Fokus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Märton Melléthei-Barna übernimmt das Justizministerium. Innerhalb der <em>Tisza-Partei</em> gilt er als zentraler juristischer Akteur und verantwortet bislang die rechtspolitische Linie. Die künftige Regierung will die institutionellen Abläufe im Rechtsstaat konsolidieren und die Funktionsfähigkeit der Justiz wieder stärker an rechtsstaatlichen Kriterien ausrichten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kabinett vollständig benannt und ressortübergreifend strukturiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ernennung von Posfai und Melléthei-Barna hat Péter Magyar die personelle Zusammensetzung seines Kabinetts abgeschlossen. Die künftige Regierung umfasst 16 Ministerien und deckt alle zentralen Politikfelder ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Kabinett gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Péter Magyar</strong> – Ministerpräsident</li>



<li><strong>Anita Orbán</strong> – Außenministerin</li>



<li><strong>András Kármán</strong> – Finanzminister</li>



<li><strong>István Kapitány</strong> – Minister für Wirtschaft und Energie</li>



<li><strong>Zsolt Hegedűs</strong> – Gesundheitsminister</li>



<li><strong>László Gajdos</strong> – Minister für das Lebensumfeld</li>



<li><strong>Romulusz Ruszin-Szendi</strong> – Verteidigungsminister</li>



<li><strong>Szabolcs Bóna</strong> – Minister für Landwirtschaft und Ernährung</li>



<li><strong>Bálint Ruff</strong> – Leiter des Ministerpräsidentenamts</li>



<li><strong>Viktória Lőrincz</strong> – Ministerin für regionale und ländliche Entwicklung</li>



<li><strong>Dávid Vitézy</strong> – Minister für Verkehr und Infrastruktur</li>



<li><strong>Vilmos Kátai-Németh</strong> – Minister für Soziales und Familie</li>



<li><strong>Judit Lannert</strong> – Ministerin für Kinder und Bildung</li>



<li><strong>Zoltán Tarr</strong> – Minister für gesellschaftliche Beziehungen und Kultur</li>



<li><strong>Zoltán Tanács</strong> – Minister für Wissenschaft und Technologie</li>



<li><strong>Gábor Posfai</strong> – Innenminister</li>



<li><strong>Márton Melléthei-Barna</strong> – Justizminister</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> MTI, index.hu, Péter Magyars Facebook<br><strong>Photo: </strong>Facebook/Péter Magyar</p>
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		<title>Magyar kündigt Tarr Zoltán und Tanács Zoltán als Minister für Kultur und Technologie an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:44:51 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Mit weiteren Personalentscheidungen konkretisiert <strong>Péter Magyar</strong> die institutionelle Architektur seiner künftigen Regierung. Die jüngsten Ernennungen deuten auf eine gezielte Neuordnung zentraler Politikfelder hin, die unter der vorherigen Fidesz-Ära stark zentralisiert und politisch gesteuert waren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Tarr übernimmt Kultur- und Gesellschaftsressort</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tarr Zoltán</strong>, bislang Vizevorsitzender der <em>Tisza-Partei </em>und Leiter ihrer Delegation im Europäischen Parlament, soll das Ministerium für gesellschaftliche Beziehungen und Kultur übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Fidesz-Regierungen war die Kulturpolitik kein eigenständiges Ressort, sondern meist in größere Ministerialstrukturen eingebettet – zuletzt im Ministerium für Humanressourcen, das Bildung, Gesundheit und Kultur vereinte. Diese Konstruktion wurde vielfach als Instrument politischer Steuerung kritisiert, insbesondere im Bereich der Theater- und Filmlandschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar formulierte die kulturpolitische Stoßrichtung nun deutlich. <em>„Das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Aufsteigen des Landes ist ohne die Freiheit von Gedanken und Kunst nicht denkbar“</em>, erklärte er. Tarr werde beauftragt, zentrale Bereiche wie Theater, Tanz, Musik und Film von politischer Einflussnahme zu befreien und strukturell weiterzuentwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reorganisation der Denkmalpflege sowie der öffentlichen Sammlungen, die nach Darstellung Magyars in den vergangenen Jahrzehnten systematisch vernachlässigt worden seien. Zum Portfolio gehören zudem die Beziehungen zu zivilgesellschaftlichen Organisationen, Kirchen sowie zur ungarischen Diaspora.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie soll unter der Leitung von<strong> Tanács Zoltán</strong> stehen, der bislang für das Programm <a href="https://mukodoorszagot.hu/" data-type="link" data-id="https://mukodoorszagot.hu/" target="_blank" rel="noopener">Működő és Emberséges Magyarország</a> verantwortlich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch dieses Politikfeld war in der Fidesz-Ära institutionell fragmentiert. Forschung, Innovation und Digitalisierung lagen verteilt zwischen verschiedenen Ministerien und zentralen Behörden, während strategische Entscheidungen häufig direkt im Umfeld von <strong>Viktor Orbán</strong> getroffen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der designierte Ministerpräsident Magyar schrieb dazu: <em>„Ungarn soll ein modernes, digitales, innovatives und erfolgreiches Land werden, das strategisch denkt und wissenschaftlich fundierte, zukunftsfähige Lösungen anbietet.“</em> Das Ressort bündelt künftig auch die Steuerung von Forschung und Entwicklung sowie die Regulierung der Innovationspolitik. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Integrierte Sozialpolitik und die Lähmung innerhalb von Fidesz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale koordinierende Rolle in der Sozialpolitik übernimmt Bódis Kriszta als Regierungskommissarin. Die Psychologin und Dokumentarfilmerin soll eine umfassende nationale Sozialstrategie entwickeln und deren Umsetzung über Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsektor hinweg verzahnen. Ihr Projekt Van Helyed dient dabei als praktisches Referenzmodell für integrierte sozialpolitische Ansätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den jüngsten Ernennungen konkretisiert sich die Struktur der künftigen Regierung weiter. Bereits bestätigt sind unter anderem <a href="https://www.pesterlloyd.net/eigenes-bildungsressort-geplant-magyar-nominiert-judit-lannert-als-ministerin/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/eigenes-bildungsressort-geplant-magyar-nominiert-judit-lannert-als-ministerin/"><strong>Judit Lannert</strong> (Bildung)</a>,<strong> István Kapitány </strong>(Wirtschaft und Energie), <strong>András Kármán</strong> (Finanzen), <strong>Anita Orbán</strong> (Außenpolitik und Vizepremierministerin) sowie <strong>Dávid Vitézy</strong> (Verkehr und Infrastruktur). Offen bleiben weiterhin die Besetzungen der Innen- und Justizministerien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine politische Randnotiz mit symbolischem Gewicht lieferte indes die scheidende Regierung: Viktor Orbán bot nach einer Sitzung des Fidesz-Präsidiums seinen Rücktritt an, der jedoch nicht angenommen wurde. Parteivertreter sprachen von einer „intensiven Diskussion“, konkrete Personalentscheidungen seien nicht getroffen worden. Die Debatte soll auf dem Parteikongress am 13. Juni fortgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>Péter Magyar&#8217;s Facebook<br><strong>Photo: </strong>Facebook</p>
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		<title>Nach dem Machtverlust: Wie Orbáns Umfeld Vermögen und Einfluss verlagert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:04:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest/Wien.</strong> Der politische Umbruch in Ungarn nach der Wahlniederlage von<strong> Viktor Orbán</strong> am 12. April 2026 hat nicht nur öffentliche Feierlichkeiten ausgelöst. Während die pro-europäische <a href="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/">Mehrheit den Sieg der Tisza-Partei feiert</a>, vollzieht sich im Umfeld des bisherigen Machtzentrums eine geräuschlose Abwicklung: Aus wirtschaftsnahen Kreisen wird von eiligen Kapitalabzügen und diskreten Abreisen berichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Privatjets starten demnach vermehrt vom Flughafen Wien-Schwechat, während Vermögenswerte in kurzer Frist in außereuropäische Drittstaaten transferiert werden. Viktor Orbán selbst kündigte bereits an, sein Parlamentsmandat nach 36 Jahren nicht anzutreten, will jedoch die Führung von Fidesz im Rahmen einer „Erneuerung“ behalten; zeitgleich wird ein mehrwöchiger Aufenthalt des abgewählten Premiers in den USA erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Magyars Warnung vor dem „Systematischen Kapitalabzug“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der designierte Ministerpräsident <strong>Péter Magyar</strong>, Vorsitzender der siegreichen Tisza-Partei, hat öffentlich vor einem systematischen Abzug von Kapital gewarnt. <em>„Orbán-nahe Oligarchen transferieren Zehnmilliardenbeträge in Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA oder Uruguay“</em>, erklärte er. Er forderte die zuständigen Behörden auf, <em>„die Täter festzunehmen“</em> und eine Flucht in Staaten ohne Auslieferungsabkommen zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyar zufolge haben einzelne Familien aus dem Umfeld von Fidesz bereits konkrete Ausreisevorbereitungen getroffen. Dazu gehörten Schulabmeldungen von Kindern sowie die Organisation privater Sicherheitsstrukturen. Im Fokus steht auch das Umfeld von <strong>Lőrinc Mészáros</strong>, einem langjährigen Vertrauten Orbáns, der aus einfachen Verhältnissen als Gasinstallateur zum reichsten Unternehmer Ungarns aufstieg. Sein Vermögen wuchs maßgeblich durch staatliche Großaufträge und EU-kofinanzierte Infrastrukturprojekte, die wiederholt Gegenstand kritischer Berichte waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Investigative Recherchen ungarischer Medien wie Vsquare und 444.hu deuten darauf hin, dass Teile dieses Netzwerks versuchen, Vermögenswerte vor möglichen staatlichen Zugriffen zu sichern. Im Raum stehen Szenarien von Kontensperrungen, Enteignungen oder strafrechtlichen Ermittlungen durch die neue Regierung.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="gwJHki71cE"><a href="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/">So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/embed/#?secret=8YG3vy1B6T#?secret=gwJHki71cE" data-secret="gwJHki71cE" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<h2 class="wp-block-heading">Aktenvernichtung oder Routineverwaltung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Berichte über die Vernichtung potenziell belastender Unterlagen verstärken den politischen Konflikt. Magyar sprach von zunehmenden Hinweisen auf großflächige Aktenvernichtung in Ministerien und staatsnahen Unternehmen. Das Außenministerium unter <strong>Péter Szijjártó</strong> – ohnehin belastet durch Kreml-Nähe und russische IT-Infiltrationsskandale – dementierte: Man entsorge lediglich <em>„redundante Papierkopien“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Hinweise auf strategische Ausweichbewegungen ins Ausland. Hochrangige Fidesz-Akteure prüfen Optionen in den USA – ein Weg, den Orbáns älteste Tochter und sein Schwiegersohn bereits im letzten Sommer mit ihrem Umzug nach New York ebneten. Mehrere Quellen berichten von Visaanträgen im Umfeld republikanischer Netzwerke, deren Nähe zuletzt durch den Budapester Auftritt von US-Vizepräsident <strong>JD Vance</strong> unterstrichen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch journalistische Kreise werten dies als finale tektonische Verschiebung. Der Investigativjournalist <strong>Szabolcs Panyi</strong> – <a href="https://www.pesterlloyd.net/regierung-bezichtigt-investigativen-journalisten-der-spionage-fuer-die-ukraine/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/regierung-bezichtigt-investigativen-journalisten-der-spionage-fuer-die-ukraine/">der im Wahlkampf für seine Enthüllungen über Fluchtrouten der Elite vom Fidesz-Regime diffamiert und des „Spionierens für die Ukraine“ bezichtigt wurde</a> – sieht in den USA den ultimativen „Plan B“. <em>„Solange die Trump-Regierung im Amt ist“</em>, so Panyi, dessen Arbeit durch diese staatliche Einschüchterung zusätzliche Validität erfuhr, <em>„könnten selbst die USA zum sicheren Hafen für Orbáns engsten Zirkel werden.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>The Guardian<br><strong>Photo: </strong>AI</p>
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		<title>Eigenes Bildungsressort geplant: Magyar nominiert Judit Lannert als Ministerin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 08:24:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[R&#252;ckkehr zur Eigenst&#228;ndigkeit durch strukturelle Zentralisierung Budapest. P&#233;ter Magyar hat die Besetzung des Bildungsressorts seiner k&#252;nftigen Regierung bekannt gegeben. Judit Lannert soll das Ministerium f&#252;r&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Rückkehr zur Eigenständigkeit durch strukturelle Zentralisierung</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Péter Magyar hat die Besetzung des Bildungsressorts seiner künftigen Regierung bekannt gegeben. <strong>Judit Lannert</strong> soll das Ministerium für Kinder- und Bildungsangelegenheiten übernehmen. Die Personalie ist präzise, ihre strukturelle Tragweite entscheidend: Erstmals wird Bildung wieder als autonomes Ressort konzipiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Ordnung war fragmentiert. Hochschulen unterstanden zuletzt der politischen Aufsicht von Balázs Hankó. Die öffentliche Bildung wurde durch Staatssekretär <strong>Zoltán Maruzsa</strong> gesteuert. Diese Aufsplitterung war kein Zufall, sondern Teil einer administrativen Logik, die Zuständigkeiten verteilt und politische Verantwortung entkoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Historisch markiert die Ankündigung eine Rückkehr zu einer klaren Ressortstruktur. Zuletzt existierte ein solches Ministerium zwischen 2006 und 2010 unter István Hiller. Danach wurde Bildung in Sammelministerien integriert, zunächst im Nationalen Ressourcenministerium, später im Ministerium für Humanressourcen. Diese Konstruktionen bündelten Kompetenzen, reduzierten aber die Sichtbarkeit bildungspolitischer Prioritäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Magyars Entscheidung greift genau hier an. Sie ist kein bloßer Personalakt, sondern eine organisatorische Neujustierung. Ob daraus tatsächliche Steuerungsfähigkeit entsteht, bleibt offen. Die Ankündigung selbst enthält keine Angaben zu Kompetenzen, Budget oder institutioneller Reichweite des neuen Ressorts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Schlüsselressorts sind bereits benannt, darunter Finanzen, Gesundheit und Infrastruktur; zudem wurde <strong>Anita Orbán</strong> als stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin nominiert. Am 9. Mai tritt das Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen, auf Einladung von Staatspräsident Tamás Sulyok. Dort erfolgt die Wahl des Ministerpräsidenten und der Regierung.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="0htvVNoHuI"><a href="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/">So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/so-koennte-die-neue-tisza-regierung-aussehen/embed/#?secret=5bbXFRYA15#?secret=0htvVNoHuI" data-secret="0htvVNoHuI" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Judit Lannert&#8217;s Profilanalyse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Judit Lannert ist Ökonomin und Sozialpolitikerin, ergänzt durch eine Promotion in Soziologie. Seit 1990 arbeitet sie kontinuierlich im Feld der Bildungsforschung. Diese langjährige Fachexpertise steht einer bislang fehlenden Erfahrung in exekutiven Regierungsämtern gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Karriere ist eng mit staatlichen Forschungsinstitutionen verbunden. Am <em>Országos Közoktatási Intézet</em> und dessen Nachfolgeorganisation, dem <em>Oktatáskutató és Fejlesztő Intézet</em>, durchlief sie zentrale Positionen. Vom wissenschaftlichen Mitarbeiter stieg sie zur Forschungsdirektorin und später zur stellvertretenden wissenschaftlichen Generaldirektorin auf. Ein zentraler Beitrag ist die Initiierung der Reihe <em>Jelentés a magyar közoktatásról</em>. Diese Berichte prägten über Jahre die bildungspolitische Debatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Thematisch konzentriert sich Lannert auf Bildungsungleichheit, Leistungsfähigkeit des Schulsystems und Lehrerpolitik. Diese Felder gehören zu den strukturellen Problemzonen des ungarischen Bildungssystems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2008 gründete sie das<em> T-Tudok Bildungsforschungszentrum</em>. Dort leitete sie nationale und internationale Projekte. In den letzten Jahren verschob sich ihr Fokus auf Kreativitätsförderung im Unterricht. Programme wie die aus England adaptierte Initiative Kreative Partnerschaften wurden unter ihrer Mitwirkung in ungarische Schulen übertragen. Ihr jüngstes Buch <em>Kreatív tanulás</em>, gemeinsam mit Szilvia Németh verfasst, bündelt diesen Ansatz. Es argumentiert für eine Transformation des Lernens durch Kooperation und kreative Methoden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>index.hu<br><strong>Photo:</strong> Peter Magyar / Facebook</p>
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		<title>So könnte die neue Tisza-Regierung aussehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 11:51:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Ágnes Forsthoffer]]></category>
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					<description><![CDATA[Budapest. Acht Tage nach dem historischen Wahlsieg steht die neue politische Architektur Ungarns fest: Die Tisza-Partei unter P&#233;ter Magyar verf&#252;gt &#252;ber eine verfassungs&#228;ndernde Mehrheit, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Acht Tage nach dem historischen Wahlsieg steht die neue politische Architektur Ungarns fest: Die <em>Tisza-Partei</em> unter <strong>Péter Magyar</strong> verfügt über eine <a href="https://www.pesterlloyd.net/wahlergebnis-2026-tisza-partei-sichert-sich-historische-supermehrheit-mit-141-mandaten/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wahlergebnis-2026-tisza-partei-sichert-sich-historische-supermehrheit-mit-141-mandaten/">verfassungsändernde Mehrheit</a>, die den Weg für eine Alleinregierung ebnet. Diese souveräne Ausgangslage verschafft der künftigen Führung den notwendigen parlamentarischen Rückhalt, um die angekündigten strukturellen Reformen ohne koalitionäre Kompromisse und mit maximaler Geschwindigkeit umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der formale Übergang ist bereits eingeleitet: Die konstituierende Sitzung wird für Anfang Mai erwartet, woraufhin <strong>Präsident Sulyok</strong> Magyar offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen dürfte. Doch während der institutionelle Prozess noch läuft, agiert der designierte Ministerpräsident bereits auf internationalem Parkett: Nach hochrangigen Gesprächen am Wochenende sicherte die EU-Kommission eine enge Zusammenarbeit zu, um die eingefrorenen Fördermittel zügig freizugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong> <strong><em>Magyar benennt erste sieben Minister</em></strong><br>Am Montag hat Péter Magyar die Regierungsbildung deutlich konkretisiert. Sieben Ministerposten sind nun offiziell vergeben: András Kármán (Finanzen), István Kapitány (Wirtschaft und Energie), Anita Orbán (Außenpolitik), Zsolt Hegedűs (Gesundheit), Romulusz Ruszin-Szendi (Verteidigung), László Gajdos (Umwelt) und Szabolcs Bóna (Agrar- und Ernährungswirtschaft). Zugleich bestätigte Magyar die geplante Struktur mit insgesamt 16 Ministerien ohne „Superressorts“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sechzehn Ministerien: neue Struktur statt Machtkonzentration</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag hat Magyar erstmals konkrete Angaben zur künftigen Regierungsstruktur gemacht. Demnach soll das Kabinett aus sechzehn Ministerien bestehen. Sieben Ressorts wurden bereits klar benannt: Außenpolitik, Finanzen, Wirtschaft und Energie, Gesundheit, Verteidigung, Umwelt sowie Agrar- und Ernährungswirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit zeichnet sich ein deutlicher Bruch mit der bisherigen Konstruktion ab. Das über Jahre dominierende Innenministerium in seiner bisherigen Form wird zerschlagen, Zuständigkeiten werden neu verteilt. Politisch sensible Bereiche wie Gesundheit oder Umwelt erhalten eigenständige Ressorts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu formiert sich die Parlamentsführung. Als Parlamentspräsidentin ist <strong>Ágnes Forsthoffer</strong> vorgesehen. Die Fraktion soll von <strong>Andrea Bujdosó</strong> geführt werden. Beide Personalien hat Magyar bereits öffentlich bestätigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zentrale Personalien: Außenpolitik, Wirtschaft, Sicherheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Besetzung der Schlüsselressorts verdichten sich die Hinweise, auch wenn offizielle Ernennungen noch ausstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Außenministerium gilt <strong>Anita Orbán</strong> weiterhin als wahrscheinlichste Kandidatin. Sie steht für eine klare Neuausrichtung der Außenpolitik und eine engere Anbindung an die EU-Kernstaaten. Ihre bisherigen Aussagen deuten auf einen Kurswechsel gegenüber Russland und China sowie auf eine stärkere Abstimmung mit Berlin und Brüssel hin. Auf Facebook postete sie dazu:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Seit dem TISZA-Sieg am Sonntag habe ich zahlreiche Anrufe von Außenministern aus Europa und Übersee erhalten. Die Welt schaut auf uns – und erwartet die Arbeit der TISZA-Regierung.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Im wirtschaftlichen Bereich wird der ehemalige Shell-Top-Manager <strong>István Kapitány</strong> für ein kombiniertes Wirtschafts- und Energieministerium gehandelt. Seine internationale Managementlaufbahn wird als Signal an Investoren gewertet, die unter der bisherigen Politik an Vertrauen verloren haben. Für das Finanzministerium bleibt der frühere Staatssekretär und Notenbank-Experte <strong>András Kármán</strong> die naheliegende Option, insbesondere im Hinblick auf Haushaltskonsolidierung und EU-Verhandlungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sicherheitsbereich deutet vieles auf den ehemaligen Budapester Polizeipräsidenten <strong>Gábor Bucsek</strong> als Innenminister hin, während der frühere Armeechef <strong>Romulusz Ruszin-Szendi</strong> für das Verteidigungsressort gehandelt wird. Weitere Namen – etwa für Gesundheit, Bildung oder Soziales – zirkulieren, sind aber bislang nicht bestätigt.<br><br><strong>Photo:</strong> András Kármán / Facebook</p>
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		<title>Wahlergebnis 2026: Tisza-Partei sichert sich historische Supermehrheit mit 141 Mandaten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 11:37:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Budapest. Das Nationale Wahlb&#252;ro hat das endg&#252;ltige Ergebnis der Parlamentswahl 2026 best&#228;tigt. Die Tisza-Partei erreicht 141 der 199 Mandate und baut damit ihre Zweidrittelmehrheit deutlich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest. </strong>Das Nationale Wahlbüro hat das endgültige Ergebnis der Parlamentswahl 2026 bestätigt. Die <em>Tisza</em>-Partei erreicht 141 der 199 Mandate und baut damit ihre Zweidrittelmehrheit deutlich aus. <em>Fidesz-KDNP</em> kommt auf 52 Sitze, während <em>Mi Hazánk</em> mit 6 Mandaten im Parlament vertreten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tisza gewinnt 96 der 106 Direktmandate und sichert sich zusätzlich 45 Sitze über die Landesliste. Fidesz-KDNP erzielt 42 Listenmandate, kann jedoch nur 10 Wahlkreise direkt gewinnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlbeteiligung lag bei 79,69 % (78,99 % inklusive Auslands- und Briefwahl) und bestätigt die außergewöhnlich hohe Mobilisierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stimmenverteilung und kleinere Parteien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Stimmenverteilung zeigt sich die klare Dominanz der neuen Mehrheitspartei. <em>Tisza</em> erreicht über 3,2 Millionen Listenstimmen und liegt damit deutlich vor <em>Fidesz-KDNP</em>, das rund 2,4 Millionen Stimmen erzielt. <em>Mi Hazánk</em> überschreitet mit etwa 5–6 % stabil die parlamentarische Schwelle und bleibt mit 6 Mandaten als einzige kleinere Kraft vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Parteien wie <em>DK</em> oder <em>Momentum</em> bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde und sind nicht im Parlament vertreten. Damit reduziert sich das Parteiensystem faktisch auf drei Akteure, wobei die strukturelle Opposition stark fragmentiert und parlamentarisch marginalisiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die rechtsextreme <em>Mi Hazánk</em> bedeutet das Ergebnis eine paradoxe Position: Trotz begrenzter Größe ist die Partei die einzige nicht-systemtragende Kraft neben den beiden großen Blöcken, verfügt jedoch über keinen realen Einfluss auf Mehrheitsentscheidungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Machtübernahme und erste Maßnahmen: Beschleunigter Übergang</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Péter Magyar hat unmittelbar nach dem klaren Wahlergebnis vom 12. April einen beschleunigten Machttransfer eingeleitet. Er bezeichnete den Sieg als <em>„<a href="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/">historischen Systemwechsel</a>“</em> und forderte eine rasche Regierungsbildung, um politische und wirtschaftliche Dispositionen der scheidenden Regierung zu begrenzen. Viktor Orbán räumte die Niederlage noch am Wahlabend ein und kündigte den Gang von Fidesz in die Opposition an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. April <a href="https://www.pesterlloyd.net/peter-magyar-droht-mit-verfassungsaenderung-zur-abloesung-von-fidesz-amtstraeger/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/peter-magyar-droht-mit-verfassungsaenderung-zur-abloesung-von-fidesz-amtstraeger/">beauftragte Staatspräsident Tamás Sulyok Magyar offiziell mit der Regierungsbildung</a> und zog die konstituierende Sitzung des Parlaments auf Anfang Mai vor. Die Vereidigung der neuen Regierung ist damit bereits in der ersten Maiwoche vorgesehen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="5YgIriLRYx"><a href="https://www.pesterlloyd.net/eu-und-ungarn-vor-neuordnung-verhandlungen-ueber-milliardenmittel-beginnen/">EU und Ungarn vor Neuordnung: Verhandlungen über Milliardenmittel beginnen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;EU und Ungarn vor Neuordnung: Verhandlungen über Milliardenmittel beginnen&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/eu-und-ungarn-vor-neuordnung-verhandlungen-ueber-milliardenmittel-beginnen/embed/#?secret=vf5UzIZxpN#?secret=5YgIriLRYx" data-secret="5YgIriLRYx" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich hat Magyar erste Prioritäten definiert: schnelle Freigabe blockierter EU-Mittel durch rechtsstaatliche Anpassungen, institutionelle Eingriffe in das Mediensystem inklusive neuer Regulierungsrahmen, Aufbau unabhängiger Anti-Korruptionsstrukturen sowie der Beitritt zur Europäischen Staatsanwaltschaft. Zeitgleich werden strukturelle Reformen vorbereitet, um durch Dezentralisierung und Verfassungsänderungen zentrale Elemente des bisherigen Systems zurückzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong>: valasztas.hu</p>
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		<title>Kuratoriumsmitglied Silhavy räumt nach Magyars Aufforderung seinen Posten</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/kuratoriumsmitglied-silhavy-raeumt-nach-magyars-aufforderung-seinen-posten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 09:23:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fidesz]]></category>
		<category><![CDATA[Péter Magyar]]></category>
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					<description><![CDATA[R&#252;cktritt in der K&#246;zszolg&#225;lati K&#246;zalap&#237;tv&#225;ny folgt dem Wahlsieg der Tisza-Partei Budapest. Der institutionelle Umbau nach dem Wahlsieg der Tisza-Partei zeigt erste konkrete Auswirkungen im Bereich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Rücktritt in der Közszolgálati Közalapítvány folgt dem Wahlsieg der Tisza-Partei</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Budapest.</strong> Der institutionelle Umbau nach dem Wahlsieg der Tisza-Partei zeigt erste konkrete Auswirkungen im Bereich der öffentlich-rechtlichen Medien. Ein Mitglied des Kuratoriums der ungarischen Medien-Stiftung hat auf Aufforderung des designierten Ministerpräsidenten <strong>Péter Magyar</strong> seinen Rücktritt erklärt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückzug mit Signalwirkung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Silhavy Máté</strong> <strong>Tibor</strong> teilte mit, er habe sein Mandat im Kuratorium der <em>Közszolgálati Közalapítvány</em> niedergelegt und seine Erklärung formell an das Parlament übermittelt. In seiner Begründung verweist er explizit auf das <a href="https://www.pesterlloyd.net/erdrutschsieg-fuer-magyar-tisza-gewinnt-wahl-und-sichert-sich-zweidrittelmehrheit-beinahe-sicher/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/erdrutschsieg-fuer-magyar-tisza-gewinnt-wahl-und-sichert-sich-zweidrittelmehrheit-beinahe-sicher/">Wahlergebnis vom 12. April</a>, das er als <em>„historischen Maßstab“</em> und als eindeutigen Auftrag zu systemischen Veränderungen interpretiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die ungarische Gesellschaft verlangt systemische Veränderungen“</em>, erklärte Silhavy und bestätigte, dass er einer direkten Aufforderung Magyars gefolgt sei, durch seinen Rücktritt <em>„dem Wählerwillen Raum zu geben“</em>. Seine Entscheidung sei Ausdruck dieser politischen Neuausrichtung und solle den institutionellen Transformationsprozess nicht behindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grundsatzkritik am Mediensystem</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich verbindet Silhavy seinen Rücktritt mit einer fundamentalen Kritik am Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ungarn. Weder in früheren Regierungsphasen noch in der aktuellen Ausgestaltung entspreche das System den gesetzlichen Anforderungen und internationalen Standards, die eine öffentliche Finanzierung rechtfertigen würden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="9n0IOdX7b2"><a href="https://www.pesterlloyd.net/media-capture-monitoring-report-2025-ungarns-weg-in-ein-systemisch-gesteuertes-mediensystem/">Media Capture Monitoring Report 2025: Ungarns Weg in ein systemisch gesteuertes Mediensystem</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Media Capture Monitoring Report 2025: Ungarns Weg in ein systemisch gesteuertes Mediensystem&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/media-capture-monitoring-report-2025-ungarns-weg-in-ein-systemisch-gesteuertes-mediensystem/embed/#?secret=e6SJlS1Dim#?secret=9n0IOdX7b2" data-secret="9n0IOdX7b2" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„In seiner jetzigen Form entspricht das System insbesondere nicht den Kriterien, die eine Unterstützung durch die Steuerzahler rechtfertigen“, erklärte er. </p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Daraus leitet er die Notwendigkeit einer umfassenden Reform ab, die sowohl institutionelle Strukturen als auch redaktionelle Prinzipien und Finanzierungsmechanismen umfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über seinen persönlichen Rücktritt hinaus formulierte Silhavy einen Appell an andere Amtsträger. <em>„Die ungarischen Bürger haben eine klare und unumgehbare Botschaft gesendet“</em>, schrieb er und forderte weitere Vertreter öffentlicher Institutionen auf, ihre Positionen zu überdenken und gegebenenfalls ebenfalls zurückzutreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen: </strong>index.hu<br><strong>Photo: </strong>Dr. Silhavy Máté | Közszolgálati Közalapítvány (www.kszka.hu)<br></p>
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		<title>Péter Nádas über den Machtwechsel: „Magyar hat viel von Orbán gelernt“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion international]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:56:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl 2026]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
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					<description><![CDATA[Der ungarische Schriftsteller P&#233;ter N&#225;das &#8211; vielfach preisgekr&#246;nter Chronist europ&#228;ischer Zeitgeschichte und seit Jahren als Favorit f&#252;r den Literaturnobelpreis gehandelt &#8211; interpretiert den Wahlsieg von&#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Der ungarische Schriftsteller Péter Nádas – vielfach preisgekrönter Chronist europäischer Zeitgeschichte und seit Jahren als Favorit für den Literaturnobelpreis gehandelt – interpretiert den <a href="https://www.pesterlloyd.net/erdrutschsieg-fuer-magyar-tisza-gewinnt-wahl-und-sichert-sich-zweidrittelmehrheit-beinahe-sicher/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/erdrutschsieg-fuer-magyar-tisza-gewinnt-wahl-und-sichert-sich-zweidrittelmehrheit-beinahe-sicher/">Wahlsieg von <strong>Péter Magyar</strong></a> als historisch außergewöhnliches Ereignis und zugleich als Resultat eines komplexen Wechselspiels zwischen politischem Talent, gesellschaftlicher Dynamik und strukturellem Verschleiß der Macht unter Viktor Orbán. In einem Interview mit der <em>ZEIT</em> zeichnet Nádas ein vielschichtiges Bild des politischen Umbruchs in Ungarn und widerspricht dabei vereinfachenden Deutungen eines rein oppositionellen Erfolgs.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Euphorie, Risiko und Generationenbruch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/" data-type="link" data-id="https://www.pesterlloyd.net/wir-haben-unser-heimatland-zurueckerobert-stimmungsbild-des-historischen-wahlsiegs-peter-magyars-in-budapest/">Wahlnacht </a>selbst beschreibt Nádas als Moment zwischen Erwartung und Unsicherheit. Bereits am Vortag habe sich in Budapest eine außergewöhnliche Dynamik abgezeichnet: <em>„Die Euphorie, die Freude, die Spannung in der Luft, das war schon ein Vorbote“</em>. Gleichzeitig habe er mit einem deutlich konfliktreicheren Szenario gerechnet. <em>„Es war zu befürchten, dass die Orbán-Regierung einen Staatsstreich vorbereitet“</em>, sagte er und verwies auf entsprechende Narrative in staatlichen Medien, die Gewalt seitens der Opposition suggerierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es nicht zu einer Eskalation kam, führt Nádas auf eine unerwartete Konstellation zurück: <em>„Weil sich die ungarische Polizei vom Jubel der jungen Menschen hat mitreißen lassen“</em>. Diese <em>„Verbrüderung“</em> zwischen Sicherheitskräften und Demonstrierenden habe eine potenzielle Machtprobe im Keim erstickt und zugleich die zentrale Rolle einer politisierten jungen Generation unterstrichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Magyars Profil: Resilienz, Strategie und Ambivalenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum von Nádas’ Analyse steht die Persönlichkeit Magyars. Dessen politischer Erfolg sei nicht allein programmatisch erklärbar, sondern maßgeblich durch individuelle Eigenschaften geprägt. <em>„Seine Standhaftigkeit. Seine Aufrichtigkeit. Seine Offenheit“</em> hebt Nádas hervor und ergänzt eine ungewöhnliche Beobachtung: <em>„Auch seiner Schönheit verdankt Magyar den Sieg.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig betont er die systemische Kontinuität in Magyars politischem Stil. <em>„Magyar hat viel von Orbán gelernt“</em>, sagte Nádas. Dazu gehöre insbesondere die Fähigkeit, gesellschaftliche Stimmungen nicht nur zu reflektieren, sondern aktiv zu formen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Orbáns System: Erosion durch Realitätsverlust</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Magyars Rolle hebt Nádas die Eigenverantwortung des alten Systems hervor. Der Machtverlust von <strong>Viktor Orbán</strong> sei nicht zuletzt Ergebnis einer zunehmenden Entkopplung von politischen Realitäten. <em>„In den letzten Jahren hat er jeden Kontakt zur Realität verloren“</em>, sagte Nádas und verwies insbesondere auf die außenpolitische Ausrichtung Richtung Russland, die er als strategisch gescheitert bewertet.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-pester-lloyd wp-block-embed-pester-lloyd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="McAp2uHTLW"><a href="https://www.pesterlloyd.net/viktor-orban-vom-liberalen-dissidenten-zum-architekten-der-illiberalen-demokratie/">Viktor Orbán: Vom liberalen Dissidenten zum Architekten der illiberalen Demokratie</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8220;Viktor Orbán: Vom liberalen Dissidenten zum Architekten der illiberalen Demokratie&#8221; &#8212; Pester Lloyd" src="https://www.pesterlloyd.net/viktor-orban-vom-liberalen-dissidenten-zum-architekten-der-illiberalen-demokratie/embed/#?secret=yIiQcKneJZ#?secret=McAp2uHTLW" data-secret="McAp2uHTLW" width="500" height="282" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Umdeutung zentraler Begriffe habe diesen Prozess verstärkt. Orbáns Gleichsetzung von Partei und Staat löste laut Nádas selbst im eigenen Lager Irritationen aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interne Dynamik und das Versagen europäischer Korrektive</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nádas verortet den politischen Wandel zugleich im europäischen Kontext. Die Abwahl Orbáns sei weder mit 1956 noch mit 1989 vergleichbar. <em>„Was damals geschah, entstand nicht aus eigener Kraft“</em>, sagte er mit Blick auf den Zusammenbruch des Sowjetsystems. Der aktuelle Wandel hingegen sei ein internes Produkt gesellschaftlicher und politischer Dynamiken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig formuliert er eine kritische Diagnose der Rolle der Europäische Union. Diese habe über Jahre hinweg die Entwicklung in Ungarn mitgetragen oder zumindest nicht wirksam korrigiert. Die Wahrnehmung vieler Ungarn, lediglich als ökonomischer Absatzmarkt behandelt zu werden, habe das Vertrauen in europäische Institutionen erodiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong> zeit.de<br><strong>Photo: </strong>Péter Nádas by Niccolò Caranti / CC BY-SA 3.0</p>
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