<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>István Garancsi &#8211; Pester Lloyd</title>
	<atom:link href="https://www.pesterlloyd.net/tag/istvan-garancsi/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.pesterlloyd.net</link>
	<description>Deutschsprachige Nachrichten aus Ungarn und Osteuropa - seit 1854</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Jun 2017 07:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>

<image>
	<url>https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2025/04/cropped-pester-32x32.jpeg</url>
	<title>István Garancsi &#8211; Pester Lloyd</title>
	<link>https://www.pesterlloyd.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Majestätsbeleidigung: Fußballklub in Ungarn wird wegen anzüglicher Fangesänge bestraft</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/majestaetsbeleidigung-fussballklub-in-ungarn-wird-wegen-anzueglicher-fangesaenge-bestraft/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/majestaetsbeleidigung-fussballklub-in-ungarn-wird-wegen-anzueglicher-fangesaenge-bestraft/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jun 2017 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<category><![CDATA[Sándor Csányi]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12728</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 22 &#8211; 2017 NACHRICHTEN 02.06.2017 Majest&#228;tsbeleidigung: Fu&#223;ballklub in Ungarn wird wegen anz&#252;glicher politischer Fanges&#228;nge bestraft Gewaltdrohungen oder -aus&#252;bungen gegen gegnerische Fangruppen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 22 &#8211; 2017  <strong>NACHRICHTEN</strong> 02.06.2017</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="a49c95" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #a49c95;" fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="259" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2017/06/1716plaktionTitel-Andere-2-1-5.webp" alt="1716plaktionTitel (Andere) (2)" class="wp-image-22199 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2017/06/1716plaktionTitel-Andere-2-1-5.webp 400w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2017/06/1716plaktionTitel-Andere-2-1-5-300x194.webp 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Majestätsbeleidigung: Fußballklub in Ungarn wird wegen anzüglicher politischer Fangesänge bestraft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gewaltdrohungen oder -ausübungen gegen gegnerische Fangruppen oder Mannschaften, homophobe und rassistische Slogans gegen vermeintliche &#8222;Judenklubs&#8220; sowie Gewaltorgien von Hooligans im Umfeld von Spielen, aber auch auf den Rängen der Stadien, gehören in Ungarn leider zur Tagesordnung, fast immer ungeahndet. Dass sich aber Fußballfans gegen die mafiösen Machenschaften der Fidesz-Fußballoligarchen oder gar gegen Premierminister artikulieren, dazu noch sicht- und hörbar im TV, das geht gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgerichtig hat der ungarische Fußballverband MLSZ, unter Leitung des Oligarchen, OTP-Chefs und Orbán-Freunds Csányi den FC Újpest zu einer Geldbuße über 400.000 Forint verurteilt, zwar &#8222;nur&#8220; rund 1.250 EUR, aber doch die höchste Strafe aufgrund von Fangesängen, die in der jüngeren Geschichte des Verbandes verhängt wurde. Die Fans hätten &#8222;beleidigende Gesänge mit dem Namen des ungarischen Ministerpräsidenten angestimmt&#8220;, hieß es in der Begründung. Der Vorfall ereignete sich vorige Woche beim Liga-Spiel des FC Újpest gegen den heftig aus Steuergeldern gesponserten Videoton FC, der wiederum im Besitz von Oligarch Garancsi ist, ebenfalls ein enger Vertrauter von Orbán.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der MLSZ verbittet sich &#8222;politische Meinungsäußerungen&#8220; während &#8222;einer Sportveranstaltung, diese haben dort einfach nichts zu suchen&#8220;, heißt es in der Stellungnahme weiter. Konkret forderten die Újpest-Fans die Videoton-Anhänger auf, sich doch gleich in Form von Oralsex mit dem Premier zu befassen. Es war das erste Mal, dass Fangesänge sanktioniert wurden, weil sie politische Aspekte beinhalteten. Der FC Újpest &#8211; der große Gegenspieler des FC Ferencváros &#8211; ist einer der wenigen ungarischen Fußballklubs, der nicht in Fidesz-Oligarchenhand, sondern in ausländischem Besitz ist. Zuletzt gab es Gerüchte, dass sich  <a href="https://www.pesterlloyd.net/weiterer-ausbildungsverein-red-bull-soll-interesse-an-fussballklub-in-ungarn-haben/">Red Bull Salzburg um eine Übernahme</a>  bemühe.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/majestaetsbeleidigung-fussballklub-in-ungarn-wird-wegen-anzueglicher-fangesaenge-bestraft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unter Freunden: Staatliche Eximbank als Finanzier des Mafiastaates Ungarn</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/unter-freunden-staatliche-eximbank-als-finanzier-des-mafiastaates-ungarn/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/unter-freunden-staatliche-eximbank-als-finanzier-des-mafiastaates-ungarn/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2016 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[András Schiffer]]></category>
		<category><![CDATA[Antal Rogán]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12482</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 50 &#8211; 2016 WIRTSCHAFT 12.12.2016 Die staatliche Eximbank ist Dreh- und Angelpunkt der Finanzierung f&#252;r Orb&#225;ns G&#252;nstlingswirtschaft geworden. Sie repr&#228;sentiert all&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 50 &#8211; 2016  <strong>WIRTSCHAFT</strong> 12.12.2016</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche Eximbank ist Dreh- und Angelpunkt der Finanzierung für Orbáns Günstlingswirtschaft geworden. Sie repräsentiert all das, was den Begriff Mafiastaat ausmacht: staatliche Strukturen werden genutzt, um bestimmte Interessensgruppen zu begünstigen, unter formaljuristisch rechtmäßigen Umständen. Opposition und EU laufen gegen eine Wand aus Schweigen und Dreistigkeit. In den jüngsten Fall ist wieder ein illustrer Minister involviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Haus, mein Flugzeug, mein Land&#8230;? &#8211; Imagebuilding der Eximbank</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die oppositionelle LMP wird die staatliche Eximbank vor Gericht bringen, weil diese sich weigert, Details über eine Ausschreibung für eine Kreditvergabe über 16 Milliarden Forint (rund 50 Mio. EUR) zu veröffentlichen. Das kündigte der Abgeordnete, LMP-Gründer und langjährige Vorsitzende András Schiffer an und ergänzte, dass es eigenartig sei, dass man Informationen just in einem Vorgang zurückhalte, in den eine Firma verwickelt ist, die dem &#8222;Propagandaminister&#8220; Antal Rogán nahe steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schiffer will erreichen, dass die Eximbank die genauen Daten der Firmen und Personen, die den Kredit-Tender zugesprochen erhielten veröffentlicht, aber auch die Namen derjenigen Verwantwortlichen in der Bank, die über die Vergabe entschieden haben. Außerdem will er wissen, welche Mitbewerber an der Ausschreibung teilnahmen und welche Bedingungen sie einreichten. Sollte es nicht möglich sein, die Vergabe von Geldern, für die letztlich der Steuerzahler haftet, transparent zu machen, &#8222;können wir das ganze Informationsfreiheitsgesetz (das ohnehin schon stark beschränkt wurde, Anm.) in den Müll werfen.&#8220; so Schiffer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionelle bezieht sich auf eine Recherche des Wirtschaftsmagazins Forbes, wonach der Kredit an die Firma GB &amp; Partner ging, gemanagt von Ágoston Gubicza and Mihály Boris. Ersterer ist der Ehemann von Rogáns erster Frau, die beide auch Rogáns ältesten Sohn großziehen. Boris wiederum wohnt im selben Wohnpark, in dem auch Rogán und Eximbank-Abteilungsleiter András Puskás residieren. Forbes bemerkt außerdem, dass es ungewöhnlich sei, dass eine Projektausschreibung (es geht um Immobilienentwicklung) von solcher Größenordnung in nur sechs Tagen abgehandelt wird, womit man Mitbewerbern praktisch keine Chance gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Exportförderung für ausgewählte Gruppen</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Die Eximbank ist ein eindrückliches Beispiel für jene Vorgänge, die man mit dem Begriff Mafiastaat zusammenfassen kann bzw. muss, weil sie am besten illustriert, wie staatliche Strukturen genutzt werden, um bestimmte wirtschaftliche Interessensgruppen zu begünstigen, unter formaljuristisch rechtmäßigen Umständen, weil man die anwendbaren Gesetze entsprechend angepasst hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die  <a href="https://www.pesterlloyd.net/haushalt-fuer-die-oberschicht-eckdaten-und-details-des-budgets-fuer-ungarn-2016/">Eximbank wurde 2012 verstaatlicht</a>  Kapitalspritze 2015 und offiziell mit der Aufgabe betraut, die Exportaktivitäten von ungarischen kleinen und mittelständischen Unternehmen zu unterstützen, zu finanzieren und zu versichern sowie Investitionen im Rahmen der &#8222;Ostöffnung&#8220; finanziell zu begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tat man auch, allerdings bevorzugt in Länder, von denen kaum Offenlegungen der Aktivitäten und der dazugehörigen Player zu erwarten sind, weil diese noch korrupter sind als Ungarn. So wurden u.a.  <a href="https://www.pesterlloyd.net/zielland-albanien-180-millionen-euro-fuer-ungarische-deals-im-aermsten-balkanland/">180 Millionen Euro nach Albanien</a>  gepumpt, weitere Millionen gingen bzw. gehen  <a href="https://www.pesterlloyd.net/stabiles-land-ungarn-und-weissrussland-betonen-gemeinsamkeiten/">nach Weißrussland</a>  , Aserbaidshan, Kasachstan,  <a href="https://www.pesterlloyd.net/arbeitskraefte-willkommen-ungarn-hoehlt-eu-visapflicht-fuer-ukraine-aus/">in die Ukraine</a>  , in der Türkei errichtete man sogar  <a href="https://www.pesterlloyd.net/illiberale-koalition-tuerkischer-ministerpraesident-zu-besuch-in-ungarn/">eigens eine Filiale</a>  .</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Querfinanzierung für den klammen Staatshaushalt</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Daneben mischt die Eximbank jedoch auch als Handlanger der Fidesz-kontrollierten Nationalbank, MNB, im  Geschäft mit Anleiheverkäufen  , bevorzugt auf dem grauen und dem Sekundärtmarkt mit und streicht dabei für sich und etliche Vermittler großzügige Provisionen ein. Auch bei der Kofinanzierung von EU-finanzierten Projekten mischt die Eximbank mit, Projekte, die allesamt über den Tisch von Orbáns Kabinettschef Lázár wandern, ein Verfahrensweg, der die EU immer wieder zu kritischen Nachfragen und (lediglich) der Drohung von Mittelsperrungen veranlasste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Millionen für Orbáns engste Freunde</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Immer wieder in die Schlagzeilen geriet das Institut jedoch durch die Finanzierung von Unternehmen orbánnaher Geschäftsleute und Firmen. So beteiligte man sich direkt an der Übernahme des zweitgrößten,  <a href="https://www.pesterlloyd.net/nbsp-10-01-2016-tv2-in-parteihand-staatliche-banken-finanzieren-medienerwerb-durch-orban-oligarch/">privaten TV-Kanals des Landes TV2</a>  durch ein Unternehmen von Orbán-Intimus und &#8222;Filmkommissar&#8220; Andy Vajna. Auch bei den  <a href="https://www.pesterlloyd.net/umwegrentabilitaet-eu-finanziert-hotelprojekte-von-orbans-strohmann/">Hotelprojekten, dem jüngsten Geschäftszweig</a>  von Orbáns Strohmann, dem Milliardär und Bürgermeister von Orbáns Heimatort Felcsút, Lörinc Mészáros, kümmerte man sich um Finanzierungslücken. Erst jüngst wurde bekannt, dass auch das gigantische Bauprojekt von Orbáns Freund István Garancsi, das einen 120-Meter-Wolkenkratzer mit einschließt,  <a href="https://www.pesterlloyd.net/unesco-weltkulturerbe-budapest-orban-freund-laesst-sich-120-meter-wolkenkratzer-genehmigen/">von der Eximbank kofinanziert</a>  wird, obwohl alle diese Projekte gar nicht in das Geschäftsfeld der Außenhandelsbank fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Immer wieder Rogán</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Am heftigsten von all diesen Beispielen erscheint jedoch die Finanzierung eines Kraftwerksbaus in Georgien im dreistelligen Millionenbereich, bei dem ein gewisser Anwalt Kertész eine Schlüsselrolle spielt, der sich, nach Recherchen einer unabhängigen Journalistengruppe, den Auftrag mit einer 5%igen Kick-Back-Zahlung honorieren ließ. Mit Kertész wiederum schließt sich der Kreis zu Minister Rogán, die beiden sind seit Jahren engste Geschäftspartner. Mehr zu diesen Geschäften  <a href="https://www.pesterlloyd.net/auf-eine-tasse-kaffee-die-diskreten-geschaefte-des-ministers-rogan/">in diesem Beitrag</a>  .</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EU ermittelt, Folgen sind kaum zu befürchten</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktivitäten der Eximbank werfen indes ihre  <a href="https://www.pesterlloyd.net/illegale-finanzierung-ezb-und-eurostat-gehen-gegen-ungarische-nationalbank-und-eximbank-vor/">Schatten bis nach Brüssel,</a>  zum Einen, weil staatlich kontrollierte Banken, die die Aufgaben von normalen Geschäftsbanken übernehmen, eine Wettbewerbsverzerrung darstellen, die gegen die Prinzipien des gemeinschaftlichen Marktes verstoßen. Die Anleihekäufe stellen außerdem eine unzulässige Querfinanzierung dar, so lange man die Summen nicht über die Staatsschulden ausweist. Sprich: Ungarn nutzt öffentliche Gelder, um Schulden zu verheimlichen, weil sie sie in die Bilanzen einer Bank schreibt. Eurostat hat bereits angekündigt, die Staatsschuldenquote neu zu berechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lediglich hinweisen kann die EU indes auf den Umstand, dass die ungarischen Steuerzahler, also das Volk, für Ausfälle der Eximbank haftet, die Bereicherung der Nomenklatura also mitfinanziert und für Verluste im Notfall durch Steuererhöhungen ausgleichen muss. Eine Handhabe gegen dieses Geschäfts- und Politgebaren sieht man in Brüssel derzeit nicht. Zahnlose Anfragen oder Vertragsverletzungsverfahren, die ohne wirkliche Konsequenzen bleiben, weil sie durch einige formale Anpassungen von Gesetzen beendet werden können, werden Orbáns Günstlinge nicht davon abhalten, ihre Vorhaben fortzusetzen, Klagen von EU oder Opposition, hin oder her&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/unter-freunden-staatliche-eximbank-als-finanzier-des-mafiastaates-ungarn/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>UNESCO-Weltkulturerbe Budapest: Orbán-Freund lässt sich 120-Meter-Wolkenkratzer genehmigen</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/unesco-weltkulturerbe-budapest-orban-freund-laesst-sich-120-meter-wolkenkratzer-genehmigen/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/unesco-weltkulturerbe-budapest-orban-freund-laesst-sich-120-meter-wolkenkratzer-genehmigen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2016 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12474</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 49 &#8211; 2016 NACHRICHTEN 10.12.2016 Die Budapester Stadtversammlung hat den Bau eines 120 Meter hohen Wolkenkratzers (auf dem Foto ein Modell&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 49 &#8211; 2016  <strong>NACHRICHTEN</strong> 10.12.2016</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Budapester Stadtversammlung hat den Bau eines 120 Meter hohen Wolkenkratzers (auf dem Foto ein Modell der Anlage) im Süden Budas genehmigt und riskiert damit den Status des Weltkulturerbes der UNESCO für die gesamte Budapester Innenstadt, vor allem entlang der beiden Donauufer mit Burgberg und Pester Altstadt. Die Fidesz-Mehrheit der Stadtversammlung überstimmte dabei eine Empfehlung des Stadplanungskomitees. Die UNESCO, genauer die ICOMOS warnte Budapest, das Gebäude würde das &#8222;einzigartige Donau-Panorama&#8220; der Stadt &#8222;stören&#8220; und den Welterbe-Status gefährden, weshalb man einen anderen Ort für das Hochaus finden sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Opposition kritisiert auch, dass ein Projekt von solchem Ausmaß &#8222;riesigen Einfluss auf die gesamte städtische Infrastruktur&#8220; hätte, u.a. den Verkehr, die Stromversorgung, aber auch die soziale Struktur des Bezirkes und dazu eine ordentliche Umweltverträglichkeits- und Raumplanungsstudie benötigt hätte, wie sie die Stadtversammlung zunächst auch beschlossen hatten. Nun habe man die ursprünglich genehmigte Bauhöhe von 65 Metern fast verdoppelt, das Hochhaus wäre das höchste Gebäude Budapests, 34 Meter höher als der Semmelweis Tower.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt eines 40stöckigen Wolkenkratzers von über 120 Meter Höhe, in das ein Hotel, etliche Büros und Luxuswohnungen, Restaurants einziehen sollen, wurde von der Markt Kft. auf den Weg gebracht, die sich im Eigentum des Milliardärs István Garancsi (  <a href="https://www.pesterlloyd.net/fidesz-bauhuette-errichtet-neues-fussballstadion-fuer-mtk-budapest/">Fußballstadien</a>  ,  <a href="https://www.pesterlloyd.net/met-die-gelddruckmaschine-eines-mafia-staates-so-macht-man-heute-in-ungarn-das-meiste-geld/">MET-Schwindel</a>  etc.) befindet, einem engen Vertrauten und Günstling von Premier Orbán. Die Gesamt-Investition des 56-Hektar-Areals an der Donau in Südbuda, genannt Kopaszi-gát, das weitere Gebäude mit Apartements für bis zu 40.000 Menschen einschließt, würde sich auf geschätzte 350 Milliarden Forint (1,2 Mrd. EUR) belaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garancsi erhielt zur Finanzierung zudem einen Kredit über knapp 60 Mio. EUR von der staatlichen Eximbank. Die Bank, die eigentlich zur Unterstützung von Exportaktivitäten ungarischer Unternehmen gedacht war, finanziert immer häufiger Projekte fidesz- bzw. orbánnaher Unternehmen und Günstlinge, u.a. auch den Medienerwerb. Die Ausfallrisiken liegen beim ungarischen Steuerzahler.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/unesco-weltkulturerbe-budapest-orban-freund-laesst-sich-120-meter-wolkenkratzer-genehmigen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fidesz-&#8222;Bauhütte&#8220; errichtet neues Fußballstadion für MTK Budapest</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/fidesz-bauhuette-errichtet-neues-fussballstadion-fuer-mtk-budapest/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/fidesz-bauhuette-errichtet-neues-fussballstadion-fuer-mtk-budapest/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<category><![CDATA[Tamás Deutsch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12387</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 44 &#8211; 2015 NACHRICHTEN 27.10.2015 F&#252;r 6 Milliarden Forint, also rund 20 Mio. EUR, erh&#228;lt der traditionsreiche Budapester Fu&#223;ballklub MTK ein&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 44 &#8211; 2015  <strong>NACHRICHTEN</strong> 27.10.2015</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für 6 Milliarden Forint, also rund 20 Mio. EUR, erhält der traditionsreiche Budapester Fußballklub MTK ein neues Fußballstadion (Abb. MTK-Projektstudie) bzw. &#8211; wie es die offizielle Sprachregelung der Regierung zu nennen wünscht &#8211; eine &#8222;teilüberdachte Sportanlage&#8220;. Den Zuschlag erhielt über eine &#8222;öffentliche Ausschreibung&#8220; &#8211; völlig überraschend &#8211; ein Konsortium aus ZÁÉV und West Hungária Bau. ZÁÉV ist ein Unternehmen von Orbán-Intimus István Garancsi, der auch  <a href="https://www.pesterlloyd.net/ein-adler-bewacht-die-fradi-city-der-ftc-ferencvaros-eroeffnete-sein-neues-stadion-in-budapest/">beim FTC-Stadion</a>  sowie beim Bau der Anlagen für die  <a href="https://www.pesterlloyd.net/im-tausch-fuer-schwimmstadion-regierung-uebernimmt-schulden-der-budapester-verkehrsbetriebe/">Schwimm WM 2017</a>  auf der enteigneten Margareteninsel zum Zuge kam sowie auch beim  <a href="https://www.pesterlloyd.net/met-die-gelddruckmaschine-eines-mafia-staates-so-macht-man-heute-in-ungarn-das-meiste-geld/">MET-Konstrukt</a>  seine Finger im Spiel hat. West Hungária Bau gilt als &#8222;Fidesz-Bauhütte&#8220; lokaler Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des MTK, der Fidesz-Europaabgeordnete Tamás Deutsch, begründete den Zuschlag damit, dass die Gewinner die besten Konditionen &#8222;bei Preis und Fertigstellungstermin&#8220; geboten hätten. Für 6,31 Mrd. Forint, also 300 Mio. mehr als geplant wird man binnen 330 Tagen, somit 30 Tage schneller als geplant das 15.000 qm Areal bebauen. Das Stadion erhält bescheidene 5.322 Sitze, also nur wenig mehr als  <a href="https://www.pesterlloyd.net/monument-des-neuen-ungarn-orban-feiert-sich-und-sein-neues-fussballstadion/">Orbáns &#8222;Privatstadion&#8220; in Felcsút</a>  , 70 Plätze werden VIP-Sessel sein. Um das Projekt mittelfristig wirtschaftlich zu gestalten, bedürfte es einer Auslastung von 80-90%, derzeit liegt diese bei 20%. &#8222;Wir arbeiten daran.&#8220; meinte Präsident Deutsch. Ein geringer Teil der Baukosten wird durch eine Sondersteuer für &#8222;beliebte Sportarten&#8220; finanziert. Dabei können Unternehmen einen Teil ihrer Körperschaftssteuer für diesen hehren Zweck widmen, womit also die Öffentlichkeit die Stadien finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2010 und bis ca. 2017 wird Ungarn rund 900 Mio. EUR für neue Sportanlagen, darunter rund 30 Fußballstadien ausgegeben haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> <a href="https://www.pesterlloyd.net/uebers-ziel-geschossen-plaene-fuer-das-neue-puskas-stadion-muessen-revidiert-werden/">Pläne zum Ausbau des Puskás-Stadions</a> </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/fidesz-bauhuette-errichtet-neues-fussballstadion-fuer-mtk-budapest/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Tausch für Schwimmstadion: Regierung übernimmt Schulden der Budapester Verkehrsbetriebe</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/im-tausch-fuer-schwimmstadion-regierung-uebernimmt-schulden-der-budapester-verkehrsbetriebe/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/im-tausch-fuer-schwimmstadion-regierung-uebernimmt-schulden-der-budapester-verkehrsbetriebe/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2015 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12330</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 26 &#8211; 2015 BUDAPEST 22.06.2015 Die Regierung will ein weiteres Mal Schulden der Budapester Gesellschaft f&#252;r &#246;ffentlichen Nahverkehr, BKV bzw. BKK&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 26 &#8211; 2015  <strong>BUDAPEST</strong> 22.06.2015</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="6d6b77" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #6d6b77;" decoding="async" width="355" height="200" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2015/06/18watchingYoupl-Andere-_1-30.webp" alt="18watchingYoupl (Andere)" class="wp-image-21660 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2015/06/18watchingYoupl-Andere-_1-30.webp 355w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2015/06/18watchingYoupl-Andere-_1-30-300x169.webp 300w" sizes="(max-width: 355px) 100vw, 355px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung will ein weiteres Mal Schulden der Budapester Gesellschaft für öffentlichen Nahverkehr, BKV bzw. BKK übernehmen. Dafür eignet sich der Staat eine weitere Budapester Liegenschaft an, um Günstlinge für &#8222;Entwicklungsprojekte&#8220; in Stellung zu bringen. Budapest bleibt nichts anders übrig als dem Deal zuzustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schulden, diesmal geht es um 168 Mio. EUR des städtischen Betriebes, werden dabei nicht getilgt, sondern lediglich in die Bilanz der Staatsschulden gebucht, also von allen Ungarn getragen, so wie man das zuvor bereits mit über 2,5 Mrd. Euro kommunaler Schulden getan hatte, um auch dort den direkten Regierungseinfluss zu maximieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich erhält die Stadt eine staatliche Bürgerschaft über 60 Mrd. Forint (175 Mio. EUR) für die Renovierung der Metrolinie 3, hinter der Kritiker ein weiteres Bereicherungsprojekt einschlägiger Kreise erkennen wollen, denn die Kosten seien viel zu hoch veranschlagt. Weitere staatliche Zuschüsse für das chronisch defizitäre Unternehmen, das auch nach 5 Jahren Fidesz-Management nicht aus der von den sozial-liberalen Vorgängerregierungen verantworteten Misswirtschaft kommt, wurden ebenfalls zugesagt. So sollen 2016 weitere 40 Mrd., 2017 37 und 2018 nochmals 33 Mrd. Forint überwiesen werden, zusätzlich zu den Zuschüssen der Stadt und den erwirtschafteten Eigenmitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ohne Gegenleistung ist auch diese für die BKV überlebenswichtige Maßnahme nicht. Im Gegenzug &#8222;wünschte&#8220; sich die Regierung die Eigentümerrechte am städtischen Dagály-Bad, Spa- und Schwimmkomplex sowie &#8222;am umliegenden Gelände&#8220;, am Pester Ufer (unweit der nördlichen Spitze der Margareten-Insel). Im Rahmen eines &#8222;Entwicklungsprojektes&#8220; sollen hier bis zu 40 Mrd. Forint für die  <a href="https://www.pesterlloyd.net/die-perfekte-welle-ungarn-wird-schwimm-wm-2017-austragen/">Schwimm-WM 2017</a>  investiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sache wird sich rechnen, zumindest für den Errichter der Anlage, ein Unternehmen von Orbáns persönlichen Hauptoligarchen, István Garancsi, der beim Ausbau der WM-Alage zum Zuge kommen wird. Vorsorglich hat man das  <a href="https://www.pesterlloyd.net/kurzmeldungen-aus-ungarn-kw-23-2015/#m-1523schwimmwmdoppeltteuer">Budget für die WM 2017 gleich einmal aufgestockt</a>  . Garancsi ist sozusagen der neue Simicska, er zieht die Fäden bei  <a href="https://www.pesterlloyd.net/gasmafia-in-ungarn-veroeffentlichte-dokumente-zu-mvm-met-deals-bestaetigen-amtsmissbrauch-und-untreue/">MET</a>  und ist im Stadionbau und anderen Branchen engagiert, bei denen mit behördlichem Einfluss öffentliche Mittel in private Taschen fließen. Bereits vor drei Jahren hatte die Regierung den XIII. Bezirk (von einem linken OB regiert) um die Margareteninsel enteignet. Auf dieser befindet sich auch ein Sportbad, das eine Rolle bei der WM spielen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus gut informierten Kreisen war zu hören, dass Budapests OB Tarlós von dem &#8222;Tauschangebot&#8220; Orbáns gar nicht begeistert war, man ihn aber vor die Wahl stellte, es anzunehmen oder die BKV ansonsten in die Pleite und ihn die Wüste schicken zu wollen. Offiziell verkündete Tarlós, dass er das Objekt nicht ohne Zustimmung der Stadtversammlung übergeben könne, was sich bis September hinziehen könnte und er sich daher nochmal mit Orbán beraten will. <em>red.</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/im-tausch-fuer-schwimmstadion-regierung-uebernimmt-schulden-der-budapester-verkehrsbetriebe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tokaj: Vom Wein der Könige, zum Fusel der Politproleten</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/tokaj-vom-wein-der-koenige-zum-fusel-der-politproleten/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/tokaj-vom-wein-der-koenige-zum-fusel-der-politproleten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2015 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12302</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 22 &#8211; 2015 WIRTSCHAFT 27.05.2015 Die n&#246;rdlichste Weinregion Ungarns ist das Tokaj, ein Name, ach was, ein Ehrentitel, den man fr&#252;her&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 22 &#8211; 2015  <strong>WIRTSCHAFT</strong> 27.05.2015</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="4e4e56" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #4e4e56;" decoding="async" width="450" height="300" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2015/05/22kekessyorban.webp" alt="22kekessyorban" class="wp-image-21612 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2015/05/22kekessyorban.webp 450w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/2015/05/22kekessyorban-300x200.webp 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die nördlichste Weinregion Ungarns ist das Tokaj, ein Name, ach was, ein Ehrentitel, den man früher in Weinkennerkreisen mit Ehrfurcht aussprach. Seit Jahren tobt hier, wo einmal der Wein der Könige und der König der Weine herkam, ein schmutziger Krieg der neuen Polit- und Geldproleten. Der süße Duft schwerer Weine wird verdrängt vom Gestank billigen selbstgebrannten Pálinkas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beste an einer Weinprobe ist doch die Coke danach&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskretion und Noblesse, das waren stets, neben guten Trauben und dem speziellen Kellerpilz sowie dem Wissen aus Jahrhunderten, die wichtigsten Zutaten für das Gelingen eines großen Tokajer und dessen Nimbus. Dabei war Tokaj natürlich stets ein Statussmybol, ein Hügel in der Gegend war ein Muss für den Erb- wie den Geldadel. Doch vor allem stand der Name für Qualität, sogar &#8211; wenn auch nur teilweise &#8211; noch in Zeiten der Gulaschdiktatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Wende geht es &#8211; abseits internationaler Player, die sich hier einkauften &#8211; deutlich rustikaler und plebejischer im nordwestlichen Weingebiet zu. Verteilungskämpfe und immer wieder Qualitätsskandale, meist mit Involvierung des staatlichen gebliebenen &#8222;Handelshauses&#8220;, Ramschgeschäfte und Spekulationen, diffuse staatliche Förderungen, machten eine wirkliche Renaissance des wohl komplexesten Dessertweins der Welt immer wieder zu nichte. Einige können in ihren Luxusnischen zwar gut leben, doch das sind Einzelleistungen. Der Name Tokaj an sich ist als Synonym für flüssiges Gold längst nicht mehr tragfähig. Der süße Duft der edlen Tropfen wird verdrängt vom Gestank billigen Fusels, dem Odem der neureichen Eliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell dreht es sich um den Weingutbesitzer Dezső Kékessy, der einst zum inneren Zirkel Orbáns gehörte, während der ersten Amtszeit 1998-2002 dessen Botschafter in Frankreich war und als Geschäftspartner von Orbáns Gattin hilfreich, als es in den frühen 2000ern darum ging, die graue Aneignung von Tokajer Weingütern durch die &#8222;first family&#8220; und ihre Bezuschussung durch Fördermittel zu verschleiern. Kékessy und seine Familie sind also Wein- und Strohmänner. Letztere Position ist zwar einträglicher, aber auch riskanter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dezső Kékessys (Foto mit Premier Orbán vor dem Elysée Palast in Paris) Geschäfte im Tokaj laufen nicht sonderlich gut in letzter Zeit, seit drei Jahren schreibt man Verluste und damit sind auch die Interessen von Frau und Familie Orbán betroffen. Das mag damit zusammenhängen, dass seine bisherigen Finanziers, der Oligarch Simicska, aber auch der abgesägte Chef des Vermögensamtes und der Széchenyi Bank, Töröcskei, ihre Investitionen im Wein-Business gegen Null zurückgefahren haben. Sie sind bei Orbán in Ungnade geraten und benötigen ihre Gelder nun anderweitig, am besten im Ausland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kékessy hat in den vergangenen Jahren doppelgleisig gewirtschaftet und sich immer mehr Güter auf der slowakischen Seite der Tokajer Region zugekauft. Dieses Gebiet wird von vielen Ungarn als &#8222;Oberungarn&#8220; immer noch als ihr eigen betrachtet, doch das Recht &#8222;Tokaj&#8220; als geschützte Markenbezeichnung zu nutzen, wünscht man sich dann doch exklusiv auf die kernungarische Seite. Kékessys Doppelengagement soll dafür gesorgt haben, dass dieser jahrelange Rechtsstreit am Köcheln gehalten wird, so dass er auch seine slowakische Produktion noch immer unter dem großen Label vermarkten kann. Das machte ihm Feinde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbeliebt machte sich Kékessy bei seinem alten Freunden auch, weil er gute Beziehungen zu einem kalifornischen Hungaroamerikaner und Weinhändler pflegt, der den ungarischen Staat seit 2012 hartnäckig auf knapp 10 Mio. EUR verklagt, weil der staatliche Tokajer Weinhändler Kereskedöház ihm &#8211; angeblich &#8211; Zigtausende Flaschen gepanschten Fusels als Qualitätswein verkauft hatte. Der Skandal reicht bis auf die Ebene des Landwirtschaftsministers Fazekas, der als Eigentümervertreter des Handelshauses auftritt &#8211; und es geht um Provisionen in beträchtlicher Höhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird erwartet, dass die einstigen Parteifreunde des Diplomaten-Winzers ihren abtrünnigen und jetzt zur Feindesseite gezählten Kollegen nun bald auszahlen oder anderweitig zur Strecke bringen und dessen Güter neu vergeben werden. Ein Weingut im Tokaj ist ein Statussymbol, das im heutigen Ungarn nur von einem eigenen Fußballstadion samt Erstligaverein überboten wird. István Garancsi, der Bauunternehmer, als Präsident des Videoton Székesféhervár Orbáns enger Fußballfreund und bei den grauen Gasgeschäften rund um die MET einer seiner bevorzugten Kupferstecher, ist schon längst im Tokaj präsent und mit den Geschäften der Kékessys verwoben (siehe Grafik unten). Er kann dafür sorgen, dass die berühmten Güter weiter zu Spielwiesen der Neureichen ramponiert werden, bis keine Fass mehr auf dem anderen liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wird dann aus Kékessy, dessen Familienbetriebe einst die Weingüter von Frau Orbán über- und die heilige Familie damit aus der Schusslinie nahm? Er hat in der Slowakei schon längst einen neuen Zuhälter gefunden. Dabei handelt es sich um den Ex-Boxer, Ex-Polizisten und &#8222;Businessman&#8220; Mikulás Vareha, der gerade zu 11 Jahren Haft wegen Steuerbetrugs verdonnert wurde. Kékessy kommt als &#8222;Verwalter&#8220; mit seinem speziellen Know how also gerade recht. <em>red. / cs.sz.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besitz- und Interessensverhältnisse im Tokaj</strong> (die Szárhegy dűlő-Sárazsadány-Tokajhegyalja Kft. gehörte einst Frau Orbán, sie ist angeblich nur pro forma in fremdem Besitz), Graphik: HVG</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wem gehören die wichtigsten Weingüter im Tokaj?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Árvay János, Orte: Tokaj, Rátka, Anbaufläche: ca. 24 ha, Eigner: Árvay János bzw. Árvay és Társai Pincészet</p>



<p class="wp-block-paragraph">Disznókő Szőlőbirtok, Mezőzombor, 150 ha, AXA Millésimes (Weintochter der weltgrößten Versicherungsgesellschaft)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Royal Tokaji, Mád, ca. 50 ha, Royal Tokaji Wine Co. (Gut des prämierten Winzers István Szepsy, der es in den Neunzigern zusammen mit dem britischen Weinkritiker Hugh Johnson aufbaute)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gróf Degenfeld Szőlőbirtok, Tarcal, Mádm, ca. 100 ha, deutsch-ungarische Familie Lindner</p>



<p class="wp-block-paragraph">Patricius Borház, Bodrogkisfalud, ca. 60 ha, Kékessy Dezső und Kékessy Katinka (siehe Artikel oben)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Béres Szőlőbirtok, Erdőbénye, ca. 50 ha, Familie Béres</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chateau Pajzos-Megyer, zwischen Tolcsva und Sárospatak, zusammen ca. 120 ha, Eigner: C.F.G.V.T., ein französischer Weinhändler</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tokaj Oremus, Tolcsva, 115 ha, Bodegas Vega Sicilia S. A. (Spanien, Familie Álvarez)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tokaj kereskedőház, Tolcsva, 77 eigene Hektar + fast 1000 von Vertragsbauern, Eigner: ungarischer Staat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dobogó Pincészet, Tokaj, 5 ha, Izabella Zwack (Tochter des berühmten Unicum-Fabrikanten Peter Zwack)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tokaj-Hétszőlő Szőlőbirtok (früher: Disznókő), Tokaj, ca. 56 ha, Domaines Reybier (60%) und Grand Millésimes de France (40%)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chateau Dereszla, Bodrogkeresztúr, 60 ha, Familie d´Aulan aus der Champagne</p>



<p class="wp-block-paragraph">Királyudvar (Königshof), Tarcal, 75 ha, Familie Hwang (USA)</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>  <a href="https://www.pesterlloyd.net/alter-wein-fuer-neue-koenige-ungarische-regierung-pumpt-milliarden-in-ihre-tokajer-weinberge-orban-nichts-wird-uns-aufhalten/">Alter Wein für neue Könige: Ungarische Regierung pumpt Milliarden in &#8222;ihre&#8220; Tokajer Weinberge. Orbán: Nichts wird uns aufhalten!</a>  (2014)</p>



<p class="wp-block-paragraph"> <a href="https://www.pesterlloyd.net/pancsoltak-staatliches-weinhaus-im-tokaj-setzt-lieferungen-wegen-panschvorwuerfen-aus/">Pancsolták: Staatliches Weinhaus im Tokaj setzt Lieferungen wegen Panschvorwürfen aus (2014)</a>   <a href="https://www.pesterlloyd.net/etikettenschwindel-ungarn-unterliegt-im-tokaj-streit-wieder-vor-eu-gericht/">Etikettenschwindel: Ungarn unterliegt im Tokaj-Streit mit Slowakei vor EU-Gericht (2012)</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph"> <a href="https://www.pesterlloyd.net/kurzmeldungen-aus-ungarn-kw-6-2011/#m-06tokajkraftwerk">UNESCO gegen Biomassekraftwerk in ungarischer Weinbauregion Tokaj</a>  (2011)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/tokaj-vom-wein-der-koenige-zum-fusel-der-politproleten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fidesz-Medienfeldzug: Parteisoldaten übernehmen Wirtschaftszeitung und Plakatwerbung</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/fidesz-medienfeldzug-parteisoldaten-uebernehmen-wirtschaftszeitung-und-plakatwerbung/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/fidesz-medienfeldzug-parteisoldaten-uebernehmen-wirtschaftszeitung-und-plakatwerbung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2015 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12226</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 17 &#8211; 2015 NACHRICHTEN 21.04.2015 Plakatw&#228;nde sind vor allem in Wahlkampfzeiten wichtig: ESMA wurde daher vom Fidesz &#252;bernommen&#8230; Der Aufbau des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 17 &#8211; 2015  <strong>NACHRICHTEN</strong> 21.04.2015</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plakatwände sind vor allem in Wahlkampfzeiten wichtig: ESMA wurde daher vom Fidesz übernommen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufbau des neuen Fidesz-Medienimperiums unter Leitung von Orbáns &#8222;Berater&#8220; Habony,  <a href="https://www.pesterlloyd.net/rumpelstilzchen-als-medienzar-orbans-geheimrat-baut-ein-medienimperium-auf/">hier dazu unser Beitrag</a>  , geht weiter. Gestern wurde bekannt, dass Gábor Liszkay, früherer Chefredakteur der Simicska-Zeitung &#8222;Magyar Nemzet&#8220;, der flugs die Seiten wechselte als sein Boss Orbán den &#8222;totalen Medienkrieg&#8220; erklärte, 100% der Anteile an der bereits zuvor von einem Fidesz-Strohmann übernommenen Wirtschaftszeitung Napi Gazdaság gekauft habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist unklar, woher Liszkay so viel Geld hat, klar ist hingegen, dass das einst renommierte Wirtschatsblatt nun ein reines Fidesz-Kampfblatt zur Verkündigung des Wirtschaftswunders werden wird. Liszkay setzte sogleich seinen ehemaligen Vize bei der Magyar Nemzet, Péter Csermely als Redaktionschef ein. Man wolle den &#8222;starken Wirtschaftsteil&#8220; der Zeitung beibehalten, aber um &#8222;gesellschaftliche, politische und kulturelle Inhalte&#8220; erweitern. Dabei soll die Zeitung &#8222;konservativ und moderat rechts bleiben&#8220;, also zur Fidesz-Prawda werden, wie unabhängige Medien ätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">István Garancsi, der Miteigner der mit grauen Gasgeschäften reich gewordenen MET-Gruppe, Bauunternehmer, Präsident und Eigner des Fußballklubs Videoton Székesfehérvár sowie einer der engsten Vertrauten Premier Orbáns, hat die sämtliche Anteile am bis dato spanisch-ungarischen Gemeinschaftsunternehmen ESMA Zrt. erworben. Die Firma befasst sich mit Straßenwerbung und ist der zweitgrößte Anbieter von Plakatflächen, die meisten relevanten Mitbewerber sind in Händen von Simicska-Firmen. ESMA hatte die exklusive Genehmigung für Werbebestückung von Straßenlaternen, die allerdings zu den letzten Wahlen untersagt wurde, was die Firma finanziell sturmfrei schoss. Garancsi hat weitere PR- und Werbefirmen im Portfolio, vor kurzem kaufte er eine weitere Immobiliefirma dazu, die Market Epitő Zrt. Diese gehörte zuvor der Wing Zrt., die wiederum Teil der Wallis Gruppe ist, bei der Ex-Premier Bajnai einst verantwortlich tätig war.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/fidesz-medienfeldzug-parteisoldaten-uebernehmen-wirtschaftszeitung-und-plakatwerbung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf Rechnung der Steuerzahler in Ungarn: Freunde der Regierung kassierten 2014 wieder ab</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/auf-rechnung-der-steuerzahler-in-ungarn-freunde-der-regierung-kassierten-2014-wieder-ab/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/auf-rechnung-der-steuerzahler-in-ungarn-freunde-der-regierung-kassierten-2014-wieder-ab/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Árpád Habony]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<category><![CDATA[Lőrinc Mészáros]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12090</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 04 &#8211; 2015 WIRTSCHAFT 18.01.2015 Auf Rechnung der Steuerzahler: Freunde der ungarischen Regierung kassierten 2014 wieder ab &#220;bersetzung eines Beitrages des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 04 &#8211; 2015  <strong>WIRTSCHAFT</strong> 18.01.2015</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Rechnung der Steuerzahler: Freunde der ungarischen Regierung kassierten 2014 wieder ab Übersetzung eines Beitrages des ungarischen Transparzenportals <a href="http://www.atlatszo.hu" target="_blank" rel="noopener"> www.atlatszo.hu </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">“Geschäftskreise, die bekanntermaßen Freunde der gegenwärtigen Regierung sind, haben ein lukratives Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen, vor allem durch ihr Geschick, die Erlöse aus öffentlichen Aufträgen in ihren Taschen landen zu lassen. Atlatszo.hu wirft einen Blick darauf, mit wie viel Geld der ungarische Steuerzahler diese Unternehmen unterstützte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Durchsicht der Aufzeichnungen über die öffentlichen Ausschreibungen 2014 bringen viele bekannte Namen ans Licht, denen Unternehmen gehören, die umfangreich davon profitieren, mit der Regierung verbündet zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte Gewinner 2014 war der Baukonzern Közgép, der selbst sowie über seine Beteiligungen in Summe öffentlich ausgeschriebene Verträge im Wert von 93 Milliarden Forint (rund 290 Mio. EUR) realisieren konnte. Közgép befindet sich mehrheitlich im Eigentum von Lajos Simicska, einer der ältesten und engsten Vertrauten des Ministerpräsidenten. Auch wenn die Beziehung zwischen beiden gerade etwas angesäuert ist bis hin zur Austragung des Konfliktes in den Medien, bleibt Közgép komfortabel im Rennen, wenn es um die sogfältige Auswahl von Gewinnern für hochwertige Bauaufträge kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Freund Orbáns, Lőrinc Mészáros (Bürgermeister von Orbáns Heimatort Felcsút, Anm., auf dem Foto mit Premier Orbán), hatte ein ähnlich gutes Jahr. Auch wenn seine offiziellen Einkünfte aus der Staatskasse 2014 zu einer &#8222;Lappalie&#8220; von 408 Mio. Forint (rund 1,15 Mio. EUR) zusammenschmolzen, der 25,8 Mrd. Forint (80 Mio. EUR)-Deal vom Dezember 2013 dürfte vielleicht seine Kosten für 2014 mitgedeckt haben. (Anm.: Mészáros, der auch Präsident von Orbáns Fußballstiftung ist und ihm die Puskás Arena baute, &#8222;vergaß&#8220; bei seiner jüngsten Vermögenserklärung 1 Mrd. Forint anzugeben, er habe bei den vielen Dividendenausschüttungen kurzzeitig den Überblick verloren&#8230;)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein dritter Freund des Premiers, István Garancsi, hat kürzlich einen neuen Traumjob erhalten und damit wenig Grund zur Klage (Mehrheitsanteile an Mobil Adat). Seine Baufirma Market Építő erhielt öffentliche Aufträge in der Höhe von 7,5 Milliarden Forint (23 Mio. EUR, vor allem für das neue Fradi-Stadion), während Mobil Adat, das die technische Ausstattung für die verpflichtende Verbindung von Registrierkassen mit dem Finanzamt liefert, weitere 800 Mio Forint (2,4 Mio. EUR) erhielt, &#8211; zu dem bereits gut laufenden Kerngeschäft (nahezu exklusive Beleiferung mit neuen Kassensystemen, Software und Beratungleistungen). (Anm.: Garancsi ist auch eine der Schlüsselfiguren im Business des Gashändlers MET,  <a href="https://www.pesterlloyd.net/met-die-gelddruckmaschine-eines-mafia-staates-so-macht-man-heute-in-ungarn-das-meiste-geld/">hier mehr dazu</a>  .)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die favorisierte Medienagentur der Regierung, die I.M.G. Inter Media Gruppe, blieb 2014 sehr beschäftigt. Sie erhielt Verträge im Wert von 9,9 Milliarden Forint (31 Mio. EUR) von verschiedenen, staatlichen Stellen, größter Auftraggeber war die Ungarische Nationalbank, die im Wert von 6 Milliarden Forint (19 Mio. EUR) PR-Dienstleistungen für ihr Wirtschaftsförderprogramm einkaufte. I.M.G. bleibt auch die favorisierte Agentur des Amtes des Ministerpräsidenten, wenn dieses wieder einmal orchestrierte Medienauftritte zur Kommunikation der Errungenschaften der Orbán-Regierung einleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische &#8222;Think tank&#8220; und Meinungsforschungsinstitut Századvég, Heimat von Orbáns engstem Berater Árpád Habony (aber auch Staatssekretär Giro-Szász, Anm.) setzte seine &#8222;strategischen Beratungen&#8220; für die Regierung und die Regierungspartei ebenfalls fort, was denen durch das Jahr rund 4,6 Mio. EUR wert war, auf Rechnung der Steuerzahler, natürlich.” <a href="http://www.atlatszo.hu" target="_blank" rel="noopener"> <em>www.atlatszo.hu</em> </a> <em> / Übersetzung: PL</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/auf-rechnung-der-steuerzahler-in-ungarn-freunde-der-regierung-kassierten-2014-wieder-ab/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MET &#8211; Die Gelddruckmaschine eines Mafia-Staates: &#8222;So macht man heute in Ungarn das meiste Geld&#8220;</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/met-die-gelddruckmaschine-eines-mafia-staates-so-macht-man-heute-in-ungarn-das-meiste-geld/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/met-die-gelddruckmaschine-eines-mafia-staates-so-macht-man-heute-in-ungarn-das-meiste-geld/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2015 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<category><![CDATA[János Lázár]]></category>
		<category><![CDATA[Sándor Csányi]]></category>
		<category><![CDATA[Viktor Orbán]]></category>
		<category><![CDATA[Zsolt Hernádi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=12079</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 03 &#8211; 2015 POLITIK / 12.01.2015 WIRTSCHAFT 16.01.2015 MET &#8211; Die Gelddruckmaschine eines Mafia-Staates: &#8222;So macht man heute in Ungarn das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 03 &#8211; 2015  <strong>POLITIK /</strong> 12.01.2015</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-dominant-color="8b6473" data-has-transparency="false" style="--dominant-color: #8b6473;" loading="lazy" decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/archiv/2015/03metgruppe__Custom.webp" alt="MET - Die Gelddruckmaschine eines Mafia-Staates: &quot;So macht man heute in Ungarn das meiste Geld&quot;" class="wp-image-31565 not-transparent" srcset="https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/archiv/2015/03metgruppe__Custom.webp 600w, https://www.pesterlloyd.net/wp-content/uploads/archiv/2015/03metgruppe__Custom-300x169.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">WIRTSCHAFT</strong>  16.01.2015</p>



<p class="wp-block-paragraph">MET &#8211; Die Gelddruckmaschine eines Mafia-Staates: &#8222;So macht man heute in Ungarn das meiste Geld&#8220; Immer wieder taucht im Zusammenhang mit den umfassenden Vorwürfen von Korruption und Machtmissbrauch in Ungarn der Name einer Firma auf: MET. Mit aktiver Hilfe der Politik verschwinden über die Off-Shore-Unternehmung Milliarden von Steuergeldern und Volksvermögen in private Taschen. Mindestens so beängstigend und schädlich ist der Missbrauch staatlicher Strukturen und die Ausschaltung des Rechtsstaates. Immerhin, die neue Freundschaft Orbáns mit Russland lässt sich so viel besser verstehen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir bringen hier die deutsche Übersetzung eines längeren, aktuellen Beitrags des Autors &#8222;magyarip&#8220; beim News-Portal <a href="http://www.444.hu" target="_blank" rel="noopener"> www.444.hu </a> .</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;So macht man heute in Ungarn das meiste Geld&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&gt; MET hat mit Erdgas seit 2011 riesige Profite gemacht &gt; Dazu war die Hilfe der Regierung und der staatseigenen MVM (Ungarische Elektrizitätswerke) nötig &gt; Russen sind auch beteiligt &gt; Obwohl MET so viel Geld verdient, benötigt der Geschäftspartner MVM Staatszuschüsse</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Während der vergangenen vier Jahre erhielt eine in der Schweiz angesiedelte Firma, die sich zum Teil im Eigentum verschiedener off-shore-Unternehmen befindet, die Möglichkeit, ihre Besitzer auf eine einzigartige Art und Weise zu bereichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem ungarischen Ableger der MET gelang es, riesige Geldmengen anzuhäufen, in dem man eine herausragende Position auf dem heimischen Erdgasmarkt besetzte, Dank Regierungsaufträgen und wundersamer Verträge. Allein 2012 betrug der Gewinn nach Steuern fast 50 Milliarden Forint (nach heutigem Kurs ca. EUR 155 Mio.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung war so großzügig, dass alle drei Oppositionsparteien (MSZP, Jobbik und LMP) mittlerweile Anzeigen wegen Unterschlagung, Betrug und Geldwäsche erstattet haben. Die nationale Ermittlungsbehörde aber kann kein Verbrechen erkennen und hat keinerlei Verfahren eingeleitet. Vor über einem Jahr forderten die MSZP und jetzt auch die LMP formal die Offenlegung der Gasverträge zwischen MET und MVM. Die Parteien warten noch immer auf eine Gerichtsentscheidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie alles begann&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Es ist nicht klar, ob die Beseitigung des KÁT (staatliches Stromerzeugungsfördermodell) eine Rolle beim Erfolg von MET spielte oder ob das Eine dem Anderen folgte, aber die Geschichte beginnt hier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KÁT war eine spezielle Art von Staatsbeihilfe für konventionelle Kraftwerke wie für Erzeuger Erneuerbarer Energien, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Davon profitierten viele Kommunen, die dadurch günstiger Fernwärme beziehen konnten. Das System ging von der &#8222;verbundenen Produktion&#8220; aus und förderte die Erzeuger von Strom und Wärme, weil ihre effiziente Energieverwendung umweltfreundlicher ist. Auf diese Weise qualifizierten sich auch Gasturbinenkraftwerke für diese Staatszuschüsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Premier Orbán 2014 bei Präsident Putin in Moskau. Hier wurde der 10 Mrd. EUR Atomdeal besigelt, der Dimensionen hat, gegen die die MET-Geschichte wie eine Randnotiz wirken wird. Foto: MTI Die KÁT-Zuschüsse wurden in die Strompreise einkalkuliert. Doch 2011, nach langen Debatten, wurden die Energieerzeuger aus der Förderung ausgenommen, was zu einem großen Skandal wurde. So gerieten darüber, z.B., der damalige Staatssekretär für Energiefragen, János Bencsik (heute &#8222;Demokrata&#8220;-Herausgeber und CÖF-Chef, Anm.) und der damalige Fidesz-Fraktionschef János Lázár aneinander, der die Gesetzesänderung einbrachte. Lázár gewann die Schlacht und ab Juli 2011 erhielten die Produzenten und Strom und Wärme keine Zuwendungen mehr aus KÁT, die dann wiederum keine Preisnachlässe an Dutzende Städte weitergeben konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund gab die Regierung ein Dekret heraus, bedürftigen Kommunen subventioniertes Gas zu liefern, dafür wurden 585 Mio. Kubikmeter Erdgas aus den strategischen Reserven verwendet. Auf diese Weise konnte man die Verteuerung der Fernwärmekosten für viele Städte vermeiden. Allerdings war es nun nötig geworden, die Gasreserven wieder aufzutanken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir tanken auf, wir tanken auf</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Schauen wir also zuerst auf die Wiederbefüllung der strategischen Gasreserve, denn das war das größte Geschäft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren war es möglich, Erdgas aus Westeuropa preiswerter einzukaufen als aus Russland, basierende auf den Verträgen (mit Gazprom) von 1995. (Natürlich konnte das aus Westeuropa strömende Gas auch ursprünglich aus Sibirien kommen, es war eben mehr eine Frage der russischen Preisgestaltung.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Hoffnung auf billigeres Westgas, erließ die Regierung ein Dekret, mit dem die HAG-Pipeline zwischen Ungarn und Österreich gebührenfrei verwendet werden konnte. Normalerweise würden die Gashandelsunternehmen um die Nutzung der Pipieline-Kapazitäten konkurrieren, wobei der Meistbietende das Nutzungsrecht erwirbt, was im übrigen eine EU-Vorgabe ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie auch immer, der außerordentliche Auffüllbedarf ermöglichte die zeitweise Aufhebung dieser Vorschrift. Im Namen der Energiesicherheit ermöglichte die Regierung den Zugang zur Pipeline ohne eine Ausschreibung zwischen Juli 2011 und Juli 2012. Die Regierung war sehr großzügig. Die Entwicklungsministerin Néméth machte einen dicken Strich: Im Interesse der Auffüllung von 585 Mio. m3, um die Opfer der KÁT-Einstellung zu kompensieren, durften nun 2,9 Mrd. m3 ohne Auschreibung transportiert werden, in anderen Worten: sehr billig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch damit nicht genug: das Dekret für den Sonderzugang zur Pipeline wurde Jahr für Jahr verlängert, immer mit dem Verweis auf die Energiesicherheit. Das derzeitige Arrangement ist bis Ende Juni 2015 gültig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen vier Jahren wurde es so möglich, insgesamt 19,6 Mrd. m3 Erdgas zu importieren, ohne für das Recht der Pipeline-Nutzung bezahlen zu müssen. All das, um 585 Mio. m3 Gas zu ersetzen. Damit war die HAG-Pipeline so ausgelastet, dass sie während dieser Zeit kein anderer Anbieter nutzen konnte. In anderen Worten: während die Regierung jemanden in eine sehr vorteilhafte Position brachte, hat sie gleichzeitig alle Wettbewerber aus dem Weg geräumt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Dekret waren ursprünglich zwei Unternehmen zum Gasimport ohne Ausschreibung befugt: der Gashändler MVMP, im Eigentum der staatlichen MVM und &#8211; in kleinem Umfang E.ON. Doch die Gashandelstöchter Letzterer wurden 2013 vom Staat übernommen (zu einem völlig überhöhten Preis, Anm. d. Red.) und an MVM angliedert, das auf diese Weise zum einzigen Begünstigten dieses Arrangements wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abseits des langfristigen Gasliefervertrages mit Russland konnte also nur noch der Staat Gas billiger importieren. Dennoch machte noch jemand Geld daraus. Um genauer zu sein: vor allem Einer machte Geld daraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eigentümer der MET-Gruppe, Grafik: <a href="http://www.444.hu" target="_blank" rel="noopener"> www.444.hu </a> <strong>Wie kommt nun MET ins Spiel?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Die Profite aus dem Verkauf von billig importiertem Gas durch die MVMP hätte den Eigentümer bereichern können &#8211; den Staat. Oder es hätte billiger an die Verbraucher verkauft werden können und auf diese Weise die Energiekosten senken können. Doch man tat beides nicht. Die sich ansammelnde Profite wurden von der ungarischen Tochter der in der Schweiz ansässigen MET Holding gesammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das funktioniert so:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&gt; Eine der MET-Töchter, METI, kaufte billiges Gas in Westeuripa &gt; Es verkaufte dieses Gas an der österreichisch-ungarischen Grenze an die MVMP &gt; MVMP importierte das Gas bei Nutzung des von der Regierung gewährten freien Pipelinezuganges &gt; Am selben Tag verkaufte die MVMP das Gas mit einem minimalen Gewinn an die MET (ung. Tochter, Anm.) &gt; MET wiederum verkaufte das Gas dann an Ungarn, zu welchem Preis auch immer</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>In der Praxis gestattete der Staat also einem privaten Marktteilnehmer exklusiv die Nutzung der Pipeline, was durch den Umstand belegt wird, dass MET der MVMP lediglich 0,01 EUR pro Kubikmeter für den Transport über die Grenze zahlte. Das von MET bezogene Gas selbst war 2012 rund 32 Forint (ca. 10 Cent) pro m3 billiger als das aus Russland bezogene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einem Jahr, publizierte eine unbekannte Person Teile des Vertrages zwischen MVM und MET im Internet, sonst hätte man bis heute nicht herausgefunden, was dort läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und was wurde aus dem Gas, das man aus den Lagern nahm?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Die ganze Sache begann, als die Regierung 585 Mio. m3 Gas aus den strategischen Reserven freigab, um jenen zu helfen, für die Fernwärme wegen der Streichung von KÁT (s.o.) teurer wurde. Außerdem ging ein Teil dieses Gases an MET.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als offizieller Grund dafür wurde angegeben, dass niemand sonst dieses billige Gas brauchte. Als die Regierung das Dekret herausgab, das MVM zur Freigabe des billigen Gases verpflichtete, hatte jedes Fernwärme-Unternehmen und jeder mögliche Nutznießer bereits seine Jahresverträge abgeschlossen. MVM entschied daraufhin, dass man, so man das Gas nicht direkt an die im Stich gelassenen Verbraucher verkaufen konnte, man es über eine Ausschreibung anbieten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 2013 und im Februar 2014, richteten die MSZP-Abgeordneten Tibor Kovács und Istvßan Józsa eine Anfrage an die damalige Entwicklungsministerin. Aus ihrer Antwort wird ersichtlich, was geschah.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 585 Mio. m3 freigegebenen Gases wurden nur 270,6 Mio. m3 indirekt an frühere Bezieher subventionierter Fernwärme weitergegeben. Mit anderen Worten: die Hälfte der Gasbestände wurden an Händler verkauft. Wie sich aus der Antwort der Ministerin im Februar 2014 ergibt, war dieser Händler MET.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles wurde mit dem Regierungsdekret gerechtfertigt, dass die Gasreserve freizugeben war. Wenn man dafür keine Kunden fand, sei es nur logisch, die Restmengen durch öffentliche Ausschreibungen zu verkaufen &#8211; mit der Anforderung, dass der Händler das Gas selbst an die &#8222;KÁT-Opfer&#8220; verkauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu viel Geld, zu wenig Geld</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Seit 2012 war es augenscheinlich, wer daran verdient. Obwohl die Gashandelssparte der MVM das Jahr mit einem Verlust von einer halben Milliarde Forint (rund 2 Mio. EUR) abschloss, konnten die MET-Eigner in der gleichen Zeit Dividenten in Höhe von umgerechnet rund 150 Mio. EUR einkassieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit war MVM einer der größten Geldbringer für den Staat. Darüberhinaus verfügte MVM immer über große Barreserven. Genau aus diesem Grund sprang MVM im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhundert regelmäßig dem Budget bei, wenn es dort ein Problem gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zu den Verlusten, die der Staat machte, waren die MVM-Verluste vernachlässigbar. Doch auch eine der MOL-Beteiligungen, die FGSZ hat bei diesem Konstrukt verloreen, denn es konnte jahrelang keinen Zugang zur HAG-Pipeline erreichen. Glücklicherweise ist MOL der 40%-Eigentümer der MET&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber wer sind die Eigentümer?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Das ist nicht mit ganzer Sicherheit erkennbar. Selbst der Vorstandschef der MET Hungary Zrt., Gergely Szabó, war nicht willens, diese Information zu geben (auf Anfrage der Zeitung &#8222;Figyelő&#8220;).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sicher ist, ist, dass die MET Holding AG in der Schweiz registriert wurde und zahlreiche Tochtergesellschaften hat. 40 der Holding gehört MOL, 10% werden von einer Schweizer Firma namens MET ManCo AG gehalten, in der ein Benjámin Lakatos Anteile hält. Der 38jährige, der auch Manager bei der MET Holding ist, arbeitete zuvor für MOL und gilt als Vertrauter dese MOL-Vorstandschefs Zsolt Hernádi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">50% der Firma gehört der WISD Holding, die über ein kompliziertese Off-Shore-Netzwerk zahlreiche Firmen aus verschiedenen Branchen besitzt. Atlatszo.hu (das ungarische Investigativ-Portal, ähnlich Wikileaks), fand kürzlich heraus, dass die WISD Anteile an Unternehmen im Eigentum von István Garancsi und György Nagy hält. Garancsi ist der Besitzer des Videoton Fußballklubs (Székesfehérvár, Zweitmannschaft: FC Felcsút, Puskás Akademie) und ein guter Freund von Ministerpräsident Viktor Orbán und Zsolt Hernádi. In der heimischen Geschäftswelt ist György Nagy als Verbündeter von OTP-Chef Sándor Csányi bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garancsi und Nagy wiederum sind Eigentümer der WISD durch ihre jeweiligen Firmen auf Zypern: Inather Ltd. und Westbay. Der dritte bekannte Eigentümer von WISD ist die Small VAlley Investments Ltd., die auf den British Virgin Islands registriert ist. Nach unseren Informationen gehört die Firma Russen, sie halten insgesamt so 20% an der MET Holding. Der vierte Miteigentümer von WISD ist eine Schweizer Firma auf den Namen Deneb Algedi Invest AG, deren Eigentumsreche auch auf Benjámin Lakatos lauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viktor Orbán tritt auf</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Im Herbst des vergangenen Jahres publizierten eine schweizerische und eine rumänische Zeitung Artikel, die behaupten (eher mutmaßen, Anm. d. Red.), dass der Grund für Orbáns Reisen in die Schweiz mit dem MET-Geschäft zusammenhängen. Eine Anzahl von ungarischen Energiexperten sind der Meinung, dass diese Artikel in den ausländischen Medien eine Warnung westlicher Geheimdienste seien, ein Zeichen, dass sie die undurchsichtigen Energie-Deals der ungarischen Regierung mit Russland auf dem Schirm haben. Die Artikel erschienen in zwei relativ kleinen internationalen Zeitungen, die nicht den Ruf auf &#8222;Breaking News&#8220;-Storys von weltwirtschaftlicher Bedeutung haben,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bevor der Schweizer Artikel erschien (im &#8222;Tagesanzeiger&#8220;, Anm. d. Red.), gab es Gerüchte, dass MET für den Premier sehr wichtig sei. Die Theorie war, dass das Unternehmen ein wichtiger Teil der neuen ökonomischen Elite sei, die rund um den ungarischen Regierungschef organisiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Russen wurden auch gebraucht</p>



<p class="wp-block-paragraph">MOL gründete 2007 das Unternehmen, das sich zur MET Holding entwickelte und MOL war zu Beginn auch ihr einziger Eigentümer. 2004 verkaufte MOL seine Gashandelstochter, doch mit MET erhielt man sich die Möglichkeit, eines Tages wieder in dieses Geschäft einsteigen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2009 kaufte eine in Belize (Normeston) registrierte Firma die Hälfte der Anteile von MET, das war der Punkt, an dem die Russen einstiegen. In dem zentralamerikanische Belize gilt die Institution der &#8222;Anteilseinetzung&#8220;, d.h., dass nur die Personen einen Rechtsanspruch auf die Dividenden haben, die ihre Aktien physisch und vorweisen können. Dass Russen hinter dieser Firma stehen, bestäigte Gergely Szabó, Vorstandschef der MET Hungary gegenüber &#8222;Figyelő&#8220;. MET benötigte die Russen, um an billiges Gas zu kommen. (&#8230;) Sie sind das andere Standbein für MET´s wundersamen Aufstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>So funktioniert das Geschäft</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Der Handel mit Erdgas ist das profitabelste Geschäft in Europa, weil:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&gt; Riesige Mengen davon benötigt werden und es in riesigen Mengen gehandelt wrd. Selbst eine geringe Marge garantiert gigantische Gewinne in kurzer Zeit &gt; Es durch Pipelines geliefert wird, was die Errichtung Monopol-Situationen erleichtert. Nur wer Zugang zu den Pipelines hat, kann auch Gas verkaufen &gt; Der Markt von staatlicher Regulierung beeinflusst wird. Wer die Bevorzugung der Autoritäten genießt, muss sich keine Sorgen um Konkurrenten machen &gt; Es ist fast unmöglich nichtrussisches Gas zu beziehen. Wer also mit Russland in guten Beziehungen steht, dem regnet es Gold.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>In unseren Breiten fast alles Erdgas kommt aus Russland, wo der Staat ein Monopol besitzt und wo eine Firma, nabens Gazprom, die Produktion, den Handel und die Belieferung in Händen hat. Die Russen bemühen sich stets um langfristige Verträge, mit jedem Land einzelne. Der derzeitige Vertrag mit Ungarn aus dem Jahre 1995 läuft im Sommer 2015 aus. Es gibt keine Vereinbarung über eine Verlängerung und deshalb ist in diesen Tagen auf dem ungarischen Gasmarkt eine Menge Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Langzeitverträge sind immer auch politische Entscheidungen. Gazprom verkauft sein Gas zu Preisen, die um das Dreifache variieren. Es gab Zweiten, da verkaufte Gazprom Gas nach Bulgarien für 600 USD pro 1000 Kubikmeter, kassierte aber von Weißrussland nur 167. Es gibt kaum ein anderes Produkt auf der Welt, das einen so unbestimmbaren Preis hat. Niemand weiß, wie hoch die Produktionskosten in Russland wirklich sind und die Russen verkaufen Gas an ihre Kunden, wie es ihren politischen Interessen gerade ansteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Käufer haben wenig Wahl. In Ungarn zum Beispiel heizen die meisten Haushalte mit Gas und der größte Teil des Stroms wird aus Gas erzeugt, uvnerzichtbar für die Industrie. Also Gas ist notwendig, aber fast unmöglich, zwischen Lieferanten zu wählen. Anders beim Erdöl. Es gibt einen Ölpreis, weil es verschiedene Quellen gibt. Öl kommt in Barrels und Containern von fast überall her, daher ist der Ölpreis weitgehend einheitlich. Das ist beim Gas, das durch Pipelines strömt, nicht so.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es geht doch billiger</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Das Gas kommt also ins Land auf der Basis einer 1995 vereinbarten Preisstruktur. Doch wenn die Russen wollen, liefern sie Gas auch billiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Russen selbst erschufen ein Schattenmodell. In verschiedenen Fällen und scheinbar zum Schaden für ihren eigenen Markt, verkaufen sie Gas billiger zu verschiedenen Nutznießern. Dazu setzen sie Handelsfirmen auf, denen es erlaubt ist, Gas von Gazprom zu reduzierten Preisen zu erwerben, um es dann auf dem Markt weiterzuverkaufen, immer noch billiger als durch die Langzeitverträge, aber immer noch mit einem respektablen Profit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Russen betreiben solche Broker-Firmen aus zwei Gründen: zum Einen ermöglicht es ihnen, die unter ihren eigenen Leuten beiseite zu räumen, die ins Visier des Kremls geraten sind und auf der anderen Seite erschafft und kontrolliert man Oligarchen und Politiker der Zielländer. Es ist ein gutes Investment zur Erpressung von Oligarchen im Zielland, das auf die Politik auch noch wirkt, wenn der Einfluss der Firmen und Politiker durch Machwechsel geschwunden ist. Wenn ein Land einmal abhängig von billigem Gas ist, wird sich dessen Regierung zweimal überlegen, ob sie das graue Geschäft mit den Russen auf Kosten höherer Energiepreise beendet oder ob man nicht lieber doch die warmen Sessel der Oligarchen der vorherigen Regierungsperiode übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Weise ist es möglich, eine Menge Geld zu verdienen, ohne echte Arbeit zu verrichten. Die Broker-Firmen verkaufen die gleiche Ware, aus den gleichen Quellen wie ihre Wettbewerber. Sie bekommen die Ware nur preiswertet. Außer Papierkram ist da nichts zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einige Hindweise, dass MET zum Teil diesem Modell folgt. Es liegt bisher kein Beweis dafür vor, aber einige heimische Energiemarktexperten glauben, dass es wahrscheinlich ist, dass die Firma, Dank ihrer russischen Teilhaber, russisches Gas billiger beziehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie funktioniert ein ausgeklügelteres Modell?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Die größte dieser Art von Broker-Firmen (lies auch: Vermittler), das je existierte war das russisch-ukrainische RosUkrEnergo, das zu seinen Hochzeiten 2006 in weniger als einem Jahr 785 Mio. USD Gewinn erwirtschaftete (das ist ungefähr die Hälfte der Gewinne der österreichischen OMV im Jahre 2013). Dazu brauchte man weder Raffinerien, noch Tankstellen oder sonst irgendein Zubehör. Das einzige, was nötig war: ein paar Anwälte in der Schweiz. RosUkrEnergo kaufte Gas zum Diskont-Preis in Russland und verkaufte es auf die andere Seite, in die Ukraine. Das Gas bewegte sich nicht, die Transaktion fand nur auf dem Papier statt. Die Hälfte der Firma gehörte dem ukrainischen Oligarchen Fmitrij Firtas, die andere Hälfte der Schweizer Tochter der Gazprom.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reuters schätzt, dass Gazprom durch die billigverkäufe in Summe rund 2 Mrd. USD an Firtas verloren hat. Allerdings war Firtas für lange Zeit einer der einflussreichsten Menschen in der Ukraine, mehr als die Hälfte der Abgeordneten im Parlament hörten auf seine Anweisungen und manipulierten die Politik so, dass sie den russischen Anforderungen genügte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2009 war Firtas eine Weile aus dem Geschäft gedrängt worden als Julia Timoshenko ukrainische Ministerpräsidentin wurde, doch dann nahmen sie ihn zurück. Erst seit der Abdankung Janukowitschs verschwand er wieder von der Bildfläche und ist zur Zeit unter Hausarrest in Wien und behauptet, dass ungarische und rumänische Mörder sein Leben bedrohen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie auch immer, die ungarische Connection basiert nicht nur auf Firtas. Er war Eigentümer der früheren ungarischen Unternehmung EMFESZ, das zu seinen besten Zeiten ein Viertel des ungarischen Gases lieferte und ebenfalls mit billigem Gas von RosUkrEnergo agierte. Aus dem Nichts wurde EMFESZ so zum 27. größten Unternehmen dese Landes nach Umsatz, woran man sieht, was für Geldmengen in diesem Geschäftsmodell bewegt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist MET das neue EMFESZ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Mit dem Scheitern des Schattenmodells von Emfesz (es gab hier eine heftige Anwaltsschlacht und letztlich eine Enteignung in der Schweiz, kurz: die Russen übernahmen die Firma von dem ukrainischen Oligarchen, Anm.d.Red.), starb der einheimische Mitspieler aus. Doch es scheint, dass die neue Firma, MET, an seine Stelle tritt, nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Russen an die Stelle von Firtas traten. Sie wurden 2009 Miteigner von MET, im gleichen Jahr als Firtas und Emfesz aus dem Gasgeschäft geworfen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MET wurde zum großen Gewinner der KÁT-Umstellung im Sommer 2011 als auch Ungarn udn Russland ein neues Kapitel in ihren Energiebeziehungen eröffneten. Zu dieser Zeit nämlich erwarb die ungarische Regierung 21,4% Anteile der MOL von der russischen Surgutneftegaz, einem Unternehmen, das u.a. Treibstoff an die russische Armee liefert und so wenig man über ihre Eigentümer sagen kann, ist es doch klar, dass sie dem Kreml sehr nah sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erwerb der MOL-Anteile erschien damals wie ein Sieg: mit Hilfe des Staates wurde verhindert, dass die Russen bei MOL mitreden konnten, die Regierung verkaufte das Geschäft daher auch als Erfolg im Sinne der Nationalen Sicherheit. Im Rückblick war das Geschäft jedoch nur der Startschuss für eine neue russisch-ungarische Energiekooperation unter Involvierung der politischen Führung beider Länder. Bis 2011 hat Fidesz Russland noch mit Argwohn behandelt, doch seitdem vertieft sich eine neue Freundschaft und immer mehr Kooperationsvereinbarungen belegen das.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen Tagen verstärkt sich MET sichtbar und die Ambitionen der Firma gehen offenbar über die Gaslieferungen an Ungarn hinaus. Im Vorjahr erwarb man das Kraftwerk Dunamenti, das Strom aus Gas herstellt und der zweitgrößte Strompruduzent des Landes ist. Das Kraftwerk, in französischem Eigentum, war fast Pleite als es MET kaufte und rettete, weil es billigeres Gas als die Franzosen heranbringen konnte. Auf die gleiche Weise erwarb MET die GDP Suez Energy Holding Hungary, den lokalen Stromhändler des französischen Konzerns.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Offshore ist kein Problem</p>



<p class="wp-block-paragraph"></strong>Offiziell bekämpft die ungarische Regierung die Tätigkeit von offshore-Firmen in Ungarn. Die neue Verfassung verbietet staatlichen Unternehmen, Geschäfte mit solchen Firmen zu machen, deren Eigentümerstruktur nicht transparent ist. Unter den MET-Eigentümern befinden sich eine ganze Reihe von offshore-Unternehmen, die, mit machtvoller Hilfe des Staates, fantastische Möglichkeiten in Ungarn finden. <strong>Ende</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Übersetzung eines Beitrages aus dem ungarischen Newsportal <a href="http://www.444.hu" target="_blank" rel="noopener"> www.444.hu </a> <a href="http://tldr.444.hu/2015/01/14/a-legtobb-penzt-most-igy-lehet-csinalni-magyarorszagon/" target="_blank" rel="noopener"> Link zum Originalbeitrag </a> , erschienen am 14. Januar 2015 Englische Übersetzung von <a href="http://www.budapestsentinel.com" target="_blank" rel="noopener"> www.budapestsentinel.com </a> Deutsche Übersetzung: Pester Lloyd</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anm: MET arbeitet, wie auf deren Webseite ersichtlich auf ähnliche Weise auch in Rumänien, Österreich, Slowakei, Kroatien und Serbien und baut überall, neben dem lukrativen Handel auch das Netzwerk an Kraftwerken sowie den Einfluss auf Netzbetreiber aus. http://group.met.com/en/met-group-companies Die Stelleenanzeigen legen eine Ausdehnung des Geschäftsfelder Richtung Türkei nahe.</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/met-die-gelddruckmaschine-eines-mafia-staates-so-macht-man-heute-in-ungarn-das-meiste-geld/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Täglicher Tango corrupto: Orbáns Fußballfreund als Stadionbauer und Gasexporteur</title>
		<link>https://www.pesterlloyd.net/taeglicher-tango-corrupto-orbans-fussballfreund-als-stadionbauer-und-gasexporteur/</link>
					<comments>https://www.pesterlloyd.net/taeglicher-tango-corrupto-orbans-fussballfreund-als-stadionbauer-und-gasexporteur/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Archiv]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[István Garancsi]]></category>
		<category><![CDATA[Tamás Deutsch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.pesterlloyd.net/?p=11883</guid>

					<description><![CDATA[(c) Pester Lloyd / 38 &#8211; 2014 NACHRICHTEN 18.09.2014 Im allt&#228;glichen Verteilungskampf um &#246;ffentliche Mittel bzw. deren &#220;berf&#252;hrung in w&#252;rdige, treue H&#228;nde, haben B&#252;rger und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">(c) Pester Lloyd / 38 &#8211; 2014  <strong>NACHRICHTEN</strong> 18.09.2014</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im alltäglichen Verteilungskampf um öffentliche Mittel bzw. deren Überführung in würdige, treue Hände, haben Bürger und Medien längst den Überblick verloren. Der Beutezug ist nicht nur umfassend, gründlich und dreist, sondern auch systematisch legislativ abgesichert. Transparenzportale wie atlatszo.hu oder K-Monitor versuchen, Ordnung in die Datenflut zu bekommen. Und so erfährt man dort immer wieder interssante Dinge, heute z.B. wie viele Milliarden-Aufträge die Ex-Firmen von Innenminister Pintér von selbigem für &#8222;Objektschutz&#8220; und ähnliches wieder bekommen haben oder welcher Schwager von Premier Orbán gerade zum Hauptabteilungsleiter im Finanzamt ernannt wurde. Ein Dauerbrenner des täglichen Tango corrupto ist der Stadion- und Sportstättenbau, nach Meinung von Experten, der einzig wirklich florierende genuin ungarische Wirtschaftszweig des Landes. Hier einmal ein kleiner Ausschnitt aus der tagtäglichen Kakophonie: Gestern kam heraus, dass hinter der Baufirma Market Epitö Kft., die das  <a href="https://www.pesterlloyd.net/ein-adler-bewacht-die-fradi-city-der-ftc-ferencvaros-eroeffnete-sein-neues-stadion-in-budapest/">neue Fradi-Stadion</a>  &#8211; das mit dem tollen Adler davor &#8211; für rund 50 Mio. EUR errichtete, der milliardenschwere Geschäftsmann István Garancsi steckt, ein enger Freund von Premier Orbán (auf dem Foto zusammen mit OTP-Chef Csányi beim Fußball). Er ist auch Mehrheitseigner des Fußballklubs Videoton in Székesfehérvár, dessen Zweitmannschaft wiederum der FC Felcsút der Orbánschen Puskás Fußballakademie ist. Garancsi ist auch Präsident des regionalen Fremdenverkehrsverbandes, Direktor einer Spargenossenschaft und hat bereits die Dokumente für die nächste Ausschreibung eingereicht, den Neubau des Stadions des Budapester Clubs MTK. Deren Präsident ist wiederum Tamás Deutsch, Ex-Sportminister unter Orbán und heute Fidesz-Europaabgeordneter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regionaloligarch Garancsi kann aber noch mehr. Zusammen mit einem ehemaligen Wallis-Manager (Ex-Premier Bajnai war z.B. auch bei der Wallis-Gruppe, einem Beteiligungsunternehmen, Autohaus, Bank, Kraut und Rüben einmal Manager&#8230;) wird er mit einem Unternehmen namens MET in Zusammenhang gebracht, dessen Eigentümerstrukturen sich über die Schweiz und diverse Inseln in das Universum Off-Shore verlieren. MET wiederum soll als Vermittler und Händler im Energiesektor wiederum wesentlich dafür verantwortlich sein, dass die ungarischen Erdgaslager derzeit nur gut halb- die Taschen dubioser Geschäftsleute aber überbordend voll sind. Wie gesagt, alles nur Gerüchte von &#8222;mit ausländischen Geheimdiensten kooperierenden Hochverrätern&#8220;, wie uns Vizepremier Semjén  <a href="https://www.pesterlloyd.net/missbrauch-bei-einbuergerung-ii-vizepremier-beschuldigt-aufdecker-des-hochverrats/">gerade erklärte</a>  .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade meldet das Budapester Rathaus die Ausschüttung von umgerechnet ca. 100 Mio. EUR für den teils WM-gerechten  <a href="https://www.pesterlloyd.net/fuer-weltmeister-und-normalbuerger-ungarn-investiert-100-mio-euro-in-budapester-baeder/">Ausbau von Bädern</a>  und SPAs. Die Spiele mögen also weitergehen&#8230;<em>red.</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.pesterlloyd.net/taeglicher-tango-corrupto-orbans-fussballfreund-als-stadionbauer-und-gasexporteur/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
