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Übers Ziel geschossen: Pläne für das neue Puskás-Stadion müssen revidiert werden

(c) Pester Lloyd / 21 – 2015 BUDAPEST 22.05.2015

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Bei den Planungen des neuen bzw. runderneuerten Puskás-Stadions hat sich der Projekt-Stab kräftig verkalkuliert. Als man alle Wünsche des obersten Baumeisters des neuen Ungarns zu dessen vollster Zufriedenheit in die Entwürfe eingewirkt hatte, stellte man erstaunt fest, dass das vorgesehene, eigentlich üppige Budget von 100 Mrd. Forint, also rund 330 Mio. EUR, gerade für zwei Drittel der Vorhaben ausreicht, wenn alles glatt geht.

Entwurf für den “Nationalen Gulaschkessel”, das neue Puskás-Stadion Beibehalten wird das Konzept eines neuen Stadions um das alte herum, allerdings wird es nun nicht mehr als Allzweck-Stadion, das Olympia-Ansprüche erfüllen würde, konzipiert, sondern als reiner UEFA- und FIFA-fähiger Fußballtempel ( 2020 ist Budapest einer der EM-Austragunsorte (darin auch mehr zu weiteren Stadionprojekten), Orbán wünscht sich auch sehnlichst ein Champions League Finale). Konzerte gingen auch noch, meint der zuständige Regierungskommisar, Leichtathletik u.ä. aber leider nicht mehr.

Diese Redimensionierung genügt allerdings bei weitem nicht, den Kostenrahmen einzuhalten. Die Originalpläne enthalten jedoch noch eine Menge Streichpotential. Denn vorgesehen sind in dem Komplex: ein 180-Zimmer-Hotel, ein Konferenzzentrum, ein Bürokomplex für Sport- und Fußballverbände, ein Sportmuseum, eine Ambulanz samt Diagnosezentrum, Geschäfte, Restaurants, Tiefgaragen, eine Panaorama-Laufstrecke auf der Dachkonstruktion, ein Fitnesscenter, eine kleinere Sporthalle und eine Polizeistation.

Langsam drängt die Zeit, das Stadion muss – UEFA-Vorgabe – 2018 fertig sein, im Herbst sollen die „Ausschreibungen“ stattfinden (die Gewinner können wir ihnen schon nennen…). Allerdings sind im Haushalt für 2016 insgesamt „nur“ 58 Mrd. Forint für Stadion- und Sportbauten im ganzen Land budgetiert, 35,8 davon für die Puskás-Arena mit Umgebung. red.

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