Bereits vor einem halben Jahr hat die Ratingagentur Budapests Kreditwürdigkeit aufgrund des Streites mit der Regierung über die „Solidaritätsabgabe“ und der prekären Finanzierungslage gesenkt.
Budapest. Die internationale Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit der ungarischen Hauptstadt erneut herabgestuft. Das langfristige Emittentenrating der Stadt Budapest wurde von Ba1 auf Ba2 gesenkt.
Als Hauptgrund nennt Moody’s die sich weiter verschlechternden Beziehungen zwischen der Stadtverwaltung und der ungarischen Zentralregierung. Diese politischen Spannungen belasteten zunehmend die Liquidität der Hauptstadt und erschwerten eine verlässliche Finanzplanung.
Zusätzlichen Druck erzeugte eine Maßnahme der Regierung im Januar, als Gelder aus den Konten der Stadt abgezogen wurden, nachdem Budapest die erste Rate der sogenannten Solidaritätsabgabe für 2026 nicht fristgerecht überwiesen hatte. Laut Moody’s verschärfte dieser Schritt die ohnehin angespannte Liquiditätslage erheblich.
Besonders kritisch ist die kurzfristige Finanzierungssituation: Bis zum 19. März muss die Stadt eine Überziehungslinie über 50 Milliarden Forint bei der OTP Bank zurückzahlen. Moody’s sieht darin einen erheblichen Belastungstest für das Finanzmanagement der Hauptstadt.
Mit der neuen Bewertung Ba2 liegt Budapest nun zwei Stufen unterhalb der Investment-Grade-Schwelle.
Quellen: Moody’s, MTI.
Photo: Logo von Moody’s






