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Doppelpass mit Blutgrätsche
Nationale Identität zwischen Pappdeckeln: Ungarn und das neue Staatsbürgerschaftsrecht
Glaubt man der Regierung, kehren ab nächstem Jahr hunderttausende Landsleute formal in den Schoß
Ungarns zurück. Dass der Pass für die meisten wenig praktischen Nutzen umfasst, den nachbarschaftlichen Beziehungen dafür aber viel Ärger brachte, ficht die Macher nicht an:
Wille und Symbolismus im Kampf um den Erhalt des "Ungarntums" überwiegen. Nun werden die Trommeln gerührt, denn es könnte sein, dass man auf den Pappen zweiter Klasse sitzenbleibt
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Kundengespräch
Orbán zu Antrittsbesuch in Österreich, Debatten mit Bankern
Der Antrittsbesuch in Wien war nur eine Formalie. Wichtiger war die Debatte mit hier tagenden Bankern,
u.a. um die verkündete 700 Mio EUR-Sondersteuer, die Kontrolle der Branche, das ungarische Defizitziel und die Stabilität der Staatsfinanzen und den unsäglichen Machtkampf mit dem
Zentralbankchef. Das Kundengespräch verlief zwar freundlich, doch die Banken machten auch klar, wer - aus ihrer Sicht - Gläubiger, wer Schuldner ist.
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Beschwörung der Kulturnation
Trianon-Gedenktag in Ungarn, Provokation in der Slowakei, Proteste aus Tschechien
Während die ungarischen Parlamentarier (die Sozialisten blieben fern), den "Trianongedenktag" mit viel
Pathos und ohne jede Spur historischer Objektivität in absolvierten, provozierten slowakische Nationalisten die Nachbarn an der Grenze bei Komárno mit einem Trianon-Denkmal.
Auch Tschechien protestiert jetzt gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz.
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Konflikt in Komárno
Slowakische Nationalisten wollen "den Ungarn zeigen, wo die Grenze verläuft"
Die slowakischen Behörden rechnen für Freitag, 4. Juni, mit einigem Ärger in
der Grenzstadt Komárno. Hier könnten Nationalisten beider Länder aufeinandertreffen, Anhänger der Regierungspartei SNS und "Gegendemonstranten" der rechtsextremen Jobbik.
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Stellvertreterkrieg
Eskalation zwischen Slowakei und Ungarn wegen doppelter Staatsbürgerschaft
Die latenten Spannungen zwischen der Slowakei und Ungarn eskalieren schon, noch bevor die neue ungarische
Regierung überhaupt im Amt ist. Es geht dabei um die Novellierung des Staatsbürgerschaftsrechts, dass alle "Trianon-Ungarn" mit einschließen soll. Der im Wahlkampf befindliche
slowakische Regierungschef sieht ein "Sicherheitsrisiko" und die "friedliche Nachbarschaft" verletzt.
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Freundlichkeiten in Fünfkirchen
Die Präsidenten von Serbien, Kroatien, und Ungarn trafen sich in Pécs
Tadić und Josipović benötigten die ungarische "Anstandsdame" eigentlich
nicht: in fast freundschaftlicher Art wünschte jeder den anderen schnell in die EU und beschwor die Schicksalsgemeinschaft. Streitthemen sparte man aus, dennoch blieben die
Schatten der Vergangenheit übermächtig präsent.
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Zu jeder Zeit, an jedem Ort
Hoffnungen und Sorgen aus Bratislava
Der slowakische Außenminister Miroslav Lajcák brachte in dieser Woche "seine Erwartung positiver
slowakisch- ungarischer Beziehungen" zum Ausdruck. Sorgen machen ihm die Rechtsextremisten, die er für "faschistoid" hält und deren revanchistische Aussagen die
"Atmosphäre in Mitteleuropa verpesten".
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Schock und Trauer
Ungarn kondoliert zum Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczyński
Auch in Ungarn zeigten sich Staatsführung und Politiker geschockt vom Absturz der polnischen
Präsidentenmaschine in Smolensk und dem Tod des Staatsoberhauptes, seiner Frau und 95 weiterer Menschen. Kaczyński sei ein wahrer Freund Ungarns gewesen, hieß es übereinstimmend...
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Anhaltende Spannungen
Ungarn verklagt die Slowakei. Die Slowakei klagt in Tschechien über Ungarn
Der slowakische Premier Robert Fico will Ungarn zwar einiges als Wahlkampf durchgehen lassen, danach
werde sein Land auf die "ständigen Provokationen" jedoch "robust antworten." Vorher wünscht er sich aber ein Treffen mit Viktor Orbán. - Ungarn wird derweil gegen die
Slowakei wegen der Präsidentenaffäre vom August 2009 vor den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg ziehen.
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Alles Routine?
Zwei israelische "Geisterflugzeuge" sorgen für Wirbel in Ungarn
Für einige Irritation sorgten zwei "Geisterflugzeuge" aus Israel, die am
Mittwoch, so hieß es in den Medien anfänglich, "ohne die international vorgeschriebenen und üblichen Anmeldungen in den ungarischen Luftraum eingedrungen" sein sollen.
Rechte Medien sehen einen Zusammenhang mit einem am Mittwoch in Budapest verübten Mord an einem syrischen Geschäftsmann. Offiziell wird der Fall heruntergespielt, aber nicht aufgeklärt.
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Alte Rechnung, neuer Streit
Vor wichtiger Balkankonferenz: Kroatiens Präsident in Mittelosteuropa
Der neue kroatische Präsident, Ivo Josipovic, absolvierte in den letzten Tagen eine ganze Reihe von
Antrittsbesuchen, am Dienstag besuchte er auch Ungarn. Kroatien will sich als bald neues EU-Mitglied auch als Stabilisator der Region Westbalkan profilieren, doch dazu bedarf es erst
der Begleichung bzw. Stornierung alter Rechnungen und der Beilegung neuer Streits mit Serbien.
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Gratwanderung nach Osten
Die "Östliche Partnerschaft der EU" als Kampf um Einfluss und Märkte - Treffen und Konferenz in Budapest
Die Staaten der Visegrád 4 sehen sich bei der von der EU angeregten, durchaus umstrittenen "Östlichen
Partnerschaft" in einer günstigen Ausgangsposition im Ringen um Märkte der Zukunft. Doch die Pläne, die bei der Konferenz in Budapest dieser Tage anklangen, bedeuten eine gefährliche
politische Gratwanderung, nicht nur mit Hinblick auf Russland, das sich in seinem Einflussbereich gestört fühlen könnte.
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Buhlen um Nabucco
Bajnai bittet Ägypten um Beteiligung an Pipeline
Ungarns Regierungschef betrachtet Ägypten als "Tor in die arabische
Welt". Auf einem Treffen von rund 40 ungarischen und noch mehr ägyptischen Wirtschaftsvertretern in Kairo, wünschten sich beide Seiten mehr Austausch. Doch im Mittelpunkt
der Reise stand vor allem Eines: Ägypten von einer Beteiligung an der europäischen Pipeline zu überzeugen, denn mit wirklich zuverlässigen Lieferanten ist diese noch dünn bestückt.
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Großer Aufwand,
kleine Wirkung
Allein 700 Beamte arbeiten für die ungarische EU-Ratspräsidentschaft 2011
Im ersten Halbjahr 2011 übernimmt Ungarn erstmals die EU-Ratspräsidentschaft. Diese Ehre
wird für das Land zu einer logistischen und finanziellen Herausforderung, denn für die Bewältigung der damit anfallenden Erfordernisse glaubt das ungarische Außenministerium 700
Beamte abstellen zu müssen. Dabei geht es vor allem um Tätigkeiten, die sonst Reiseleiter übernehmen.
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Afghanistan vor Kosovo
Bericht der ungarischen Grenzpolizei
2009 haben ungarische Grenzwächter doppelt so viele illegale Einwanderer aufgegriffen als im Jahr zuvor. Das
weist, unter anderem, der Bericht des Chefs der ungarischen Grenzpolizei aus. Danach gab es im vergangenen Jahr einige Verschiebungen in den Flüchtlings- und Schmuggelbewegungen in der Region.
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Geförderte Nachbarschaft
Grenzüberschreitende Kooperationen Ungarn - Kroatien mit EU-Hilfe
Im Rahmen der von der EU geförderten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, konnte die Nationale
Entwicklungsagentur von Ungarn nun die Genehmigung von 42 gemeinsamen Projekten mit Kroatien bekannt geben. Insgesamt stehen für Umwelt-, Tourismus und Bildungsprojekte 3,4
Miliarden Forint, ca. 12,3 Millionen EUR zur Verfügung.
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Kleiner Mauerfall
Kleiner Mauerfall: Seit 19. Dezember können Bürger aus Serbien ohne Visa in die EU
Eine ganze Generation von Serben hatte bisher kaum eine Chance, etwas von Europa zu sehen. Seit heute ist die
"Kriegsstrafe" Aussperrung vorerst Geschichte. Das wurde um Mitternacht auch in Roszke offizell gefeiert. Tausende Serben nutzten schon in der Nacht die neue Reisefreiheit,
angeblich sei man aber für den Ansturm gerüstet. Bosnier und Albaner bleiben aber weiter außen vor.
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EU als "Komplize der Sozialisten"
Fidesz-Chef bezichtigt EU der Deckung einer Lüge und bescheinigt dem IWF naive Inkompetenz
Viktor Orbán, Fidesz-Chef und Anwärter auf den Posten des ungarischen Regierungschefs nach den
kommenden Wahlen, hat in einem Radiointerview die EU der Mittäterschaft bei der, seiner Ansicht nach, Fälschung der Zahlen des Staatshaushaltes 2006, beschuldigt.
Dem IWF bescheinigt er absichtliche Blindheit.
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Lieber weit weg
Ungarns Präsident auf Asientournee
Während sich Regierungschef Gordon Bajnai, auf Einladung des amerikanischen Vizepräsidenten Joe
Biden, vier Tage in den USA vom heimischen Lärm erholen darf, zieht es den Staatspräsidenten schon seit einiger Zeit in weite Fernen. Erst kürzlich besuchte er Australien und
Neuseeland, nun war er drei Tage in Südkorea und verbringt den Rest der Woche in Japan. Was macht er da?
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Gemeinplätze und Hahnenkämpfe
Investionsklima und Energiepolitik sind für die Ungarn die Kernfragen
"Wo ist Ungarns Platz in der Welt?" Diese Frage wurde auf einer gleichnamigen, hochkarätig besetzten
Konferenz gestellt, aber nur teilweise, überwiegend wirtschaftsstrategisch, beantwortet. Ministerpräsident Bajnai nahm das Treffen zum Anlass, nochmals die kritische Debatte
hinsichtlich der angeblich wachsenden Investorenfeindlichkeit in Ungarn aufzunehmen und die Wichtigkeit der Energiediversifikation zu betonen.
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Zentais letzte Reise?
Familie versucht Auslieferung mit allen Mitteln zu verhindern
Die Auslieferung des
88jährigen mutmaßlichen Kriegsverbrechers Charles Zentai (Foto) durch die australischen Behörden an Ungarn ist bestätigt. Eigentlich. Der Innenminister gab gestern sein
letztinstanzliches O.K., doch die Familie des aus Ungarn Stammenden sieht noch Möglichkeiten gegen die Überstellung anzukämpfen. Mit perfiden Argumenten: Ungarn könne
kein faires Verfahren gewähren, behauptet der Sohn, "da es keine lebenden Zeugen mehr gibt."
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Sinnlose Stimmungsmache
Ist Ungarns Nabucco-Botschafter fremdgesteuert?
"Das Nabucco-Projekt liegt einige Jahre vor South Stream", freute sich
der ungarische Abgesandte für das Pipeline-Projekt, Mihály Bayer, nach Gesprächen in Washington, ohne jedoch genauer darauf einzugehen, woran er das festmachen könne.
Internationale Beobachter schätzen die Lage jedoch genau umgekehrt ein. Ungarn ist an beiden Projekten beteiligt und betrachtet sie offiziell als
"sich ergänzend". Was soll also diese Stimmungsmache?
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Von Streithähnen zu Brückenbauern
Die Außenminister der Slowakei und Ungarns trafen sich zum Etappengespräch
Am Dienstag trafen sich die Außenminister der Slowakei und Ungarn, Miroslav Lajcák und Péter
Balázs, im nordungarischen Grenzort Ráróspuszta, um den Fortgang des zwischen beiden Premiers vereinbarten "Friedensplans" zu erörtern. Symbolisch war denn auch die Handlung der
beiden Chefdiplomaten als sie den Grundstein für eine neue Brücke über den Fluss Ipel`/ Ipoly legten.
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Canossa bei Paris
Sarkozy und Bajnai trafen sich zum Krisenbrunch in Frankreich
Am Montag trafen sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der ungarische Ministerpräsident
Gordon Bajnai zu einem Gespräch in Paris. Dabei ging es in erster Linie um die "Suez-Krise" in Pécs, wo der Bürgermeister vor zwei Wochen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einen
französischen Konzern praktisch enteignet hat und mit Hilfe von privaten Sicherheitskräften das Wasserwerk besetzen ließ, dass eigentlich von der französischen Firma Suez betrieben wird.
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Kaffeekränzchen am Kabinettstisch
Spannungen zwischen Österreich und Ungarn erahnt man nur zwischen den Zeilen
"Die gute Nachbarschaft zwischen Ungarn und Österreich ist beispielhaft", freute sich
Ungarns Regierungschef nach einer gemeinsamen Regierungssitzung mit den Vertretern des Nachbarlandes. Auch Werner Faymann, österreichischer Bundeskanzler
bezeichnete die Beziehungen beider als erfolgreich und produktiv.
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Treffen der Visegrád 4 in Budapest >>> Nur 12% wollen im Ausland arbeiten >>>
Der Kommissar geht um
Ungarn bekommt einen EU-Kommissar ohne Rückhalt im Land
In der kommenden Woche wird Regierungschef Gordon Bajnai den ungarischen Kandidaten für den Posten
des EU-Kommissars nominieren. Wer immer von den MSZP-Kadern es wird, er hat keinen Rückhalt bei der neuen Regierung, die ihn aber auch nicht absetzen kann. Die Sozialisten sehen
darin die letzte Rache an den Rechten. Der jetzige Kommissar, László Kovács, verbittet sich derweil jeden Hauch von Kritik.
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Clownerie für sozialen Frieden
Die EU präsentiert ihre soziale Seite passenderweise als Zirkus, Gastspiel auch in Ungarn
Man fragt sich, ob
in Brüssel vielleicht eine unentdeckte Geheimarmee von mittellustigen Europagegnern gezielt daran arbeitet, das Image der Union restlos zu ruinieren. Akrobaten, Clowns und
Stelzengeher werden uns diesmal angekündigt, gemeint sind aber wirkliche Zirkusleute und nicht etwa eine sportliche Abordnung aus dem EU-Parlament, die uns ihre
Arbeitsweise versinnbildlichen wollte.
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Eine Nachbarschaft ohne Probleme
Gemeinsame Regierungssitzung Kroatien - Ungarn
Am Donnerstag
trafen sich die Ministerpräsiden ten von Kroatien und Ungarn sowie die Ressortchefs verschiedener Ministerien zu einer gemeinsamen Regierungssitzung im südungarischen Barcs. Im Rahmen der
"strategischen Partnerschaft", die beide Länder gerne beschwören, geht es vor allem um die nächsten Schritte auf dem Weg Kroatiens in die EU und bilaterale Wirtschaftsprojekte.
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11 Fortschrittchen
Bajnai und Fico trafen sich zu "Friedensverhandlungen"
Am Donnerstag fand die mit Spannung erwartete Aussprache zwischen den Regierungschefs der Streithähne
Slowakei und Ungarn im ungarischen Széchény statt. Daraus ging ein 11-Punkte-Plan hervor, der als Grundstein für eine Umkehr zum Guten in den bilateralen Beziehungen
werden soll. Die ungarische Opposition spricht von Scheitern und Verrat und bezeichnet den eigenen Premier als "Wischmob" der Slowakei.
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“Wie zankende Bengel im Buddelkasten...”
Ungarn und die Slowakei vor dem Versöhnungsgespräch
Es kann nur noch bergauf gehen, meint Ungarns Premier Bajnai zu den Beziehungen mit der Slowakei und
räumt ein, dass beide Länder derzeit ein lächerliches Bild abgeben würden. Auch der slowakische Außenminister glaubt, man habe in der EU jeden Kredit verspielt, warnt aber vor
"schwierigen Gesprächen". Ungarns Präsident hat sich offenbar vorerst gegen Versöhnungsgesten entschieden und spielt das beleidigte Opfer, was der nationalkonservativen Oppostion
sehr entgegenkommt.
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Proteste und Dialog
Sprachengesetz: Demos in der Slowakei und in Ungarn - Treffen der Regierungschefs am 10. September
Am 1. September trat die umstrittene Novelle des Gesetzes zum Schutzer der
slowakischen Sprache in Kraft, dass die Benutzung von Fremdsprachen in der Slowakei außerhalb des Privaten unter Strafe stellt. Die zahlreiche ungarische
Minderheit im Süden der Slowakei sieht sich als Ziel und Opfer dieser Verordnung, das bilaterale Klima zwischen Ungarn und der Slowakei ist, nicht nur dadurch, seit geraumer Zeit vergiftet.
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Passionsspiel auf der Grenzbrücke
Die Slowakei verweigert dem Staatspräsidenten von Ungarn die Einreise
Die Slowakei sagt, Ungarns Präsident sei ein Sicherheitsrisiko und übler Provokateur. Ungarn meint, die
Slowaken sind hysterisch geworden. Einen theatralischen Höhepunkt erreichte der Schlagabtausch am Freitag Nachmittag. Nach dem alle Bemühungen der slowakischen
Offiziellen erfolglos blieben, Ungarns Präsidenten von seinem "Privatbesuch" zur Einweihung einer Stephans-Statue im slowakischen Komarno abzubringen, untersagte der Premier
ihm per Weisung die Einreise.
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Präsident auf Abwegen
Ungarn provoziert einmal mehr die Slowakei
Die politische Weitsicht des ungarischen Staatspräsidenten scheint regelmäßig um einen der drei
Nationalfeiertage herum auszusetzen und einem ziemlich fiesen Charakterzug zu weichen. Wie sonst als mit bösartigem Kalkül, will man erklären, dass László Sólyom
ausgerechnet jetzt nach Komarno, Slowakei, fährt, um dort der Enthüllung einer Statue des ungarischen Nationalheiligen Stephan beizuwohnen? Den slowakischen
Nationalisten liefert er so die Munition frei Haus.
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Präsident kritisiert erneut die Slowakei >>>
Karpatenkakophonie
Der verbale Schlagabtausch zwischen der Slowakei und Ungarn geht weiter
Die herzliche
Aufforderung an die Slowaken, sich bitte nach dem Willen der Ungarn zu richten, löste eine ganze Reihe bemerkenswerter Reaktionen aus. Erstaunlich, dass den sonst eher auf Standardsätze
trainierten Politikern, doch immer noch etwas Neues einfällt, um den Nachbarn und/oder politischen Gegner herunter zu putzen und es gleichzeitig danach aussehen zu lassen, als schütze
man nur sein Volk wie eine kleine pausbäckige Prinzessin vor einem bösen Drachen.
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Die politische Pipeline
Nabucco ist nun auf Papier fixiert, wie geht es weiter?
Am Montag unterzeichneten fünf Länder eine "gemeinsame politische Erklärung" zur Errichtung der
Nabucco-Gaspipeline. Die Initiative dazu ging von Ungarn aus, dass als Transitstaat des Projektes Planungssicherheit haben wollte. Doch Iran, Irak und Georgien eignen sich
wohl kaum als Garanten für Energiesicherheit. Wie geht es nun weiter?
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Fokus Westbalkan
Unterstützung für Serbien und Kroatien, Reibungen mit Rumänien
Zwei wichtige Statements untermauerten vergangene Woche die strategische Ausrichtung ungarischer Außenpolitik auf den
Westbalkan, sprich die Staaten Ex-Jugoslawiens. Serbien wird bei der Visafreiheit unterstützt, Kroatien beim Weg in EU und NATO. Mit Rumänien streitet man sich über LkW-Kontrollen.
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SLOWAKEI - UNGARN
Bei allen Heiligen...
Slota: die Ungarn wollen Krieg
Die Feierlichkeiten am 5. Juli, zu Ehren der Schutzheiligen Kyrill und Method, die als Missionare und
Gründer des Slowakentums verehrt werden, nutzte der slowakische Minsiterpräsident Robert Fico, um noch einmal heftig in Richtung Budapest zu sticheln. Der Vorsitzende
der Slowakischen Nationalpartei (SNS), Jan Slota, ging es gewohnheitsgemäß deftiger an und stellte die Ungarn als Kriegstreiber dar.
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EUROPA- UND AUSSENPOLITIK
Pannonischer Postillon
Ungarns Außenminister traf Hillary Clinton und brachte einen Brief von Bajnai mit
Clinton äußerte bei diesem ersten Treffen u.a. auch ihre Besorgnis in Bezug auf die aktuellen Agressionen
gegenüber der ungarischen Romabevölkerung. Balázs fiel nichts besseres ein als zu erwidern, dass es denen bei den Nachbarn auch nicht besser geht.
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Dank in undankbarer Zeit
Außenminister Steinmeier in Ungarn
Aus Anlaß des 20. Jahrestages des Abbaus der Grenzsperren zwischen Ungarn und Österreich besuchte Frank-Walter
Steinmeier auf seiner Reise durch Mitteleuropa am Dienstag auch Budapest. Dabei umschiffte der deutsche Außenminister redegewandt und geschickt diverse Klippen der
Tagespolitik, wie die umstrittenen Sparpakte der Bajnai-Regierung, die besonders argwöhnisch beäugte Opel-Übernahme durch eine russische Bank und den neuerlichen Streit
Ungarns mit der Slowakei.
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EUROPAPOLITIK
Kulturkampf und Krisen
Fünf Jahre Ungarn in der EU
Vor fünf Jahren ist Wirklichkeit geworden, was eigentlich alle in Ostmitteleuropa nicht als Beitritt,
sondern als eine verdiente, nur verzögerte Rückkehr verstanden. Die derzeit schwindende Europa-Akzeptanz hat zwar viel mit inneren Kämpfen zu tun, aber auch damit, dass alte Köpfe
und Strukturen nur schwer eine neue Welt steuern können.
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EUROPAPOLITIK
Das Loch
Ungarns steiniger Weg nach Europa
Aus Anlass des 5. Jahrestages der EU-Osterweiterung organisierten am vergangenen Wochenende die
Konrad-Adenauerund die Hans-Seidel-Stiftung gemeinsam mit der Andrássy-Universität ein internationales Symposium über Ungarns Weg in die Freiheit Richtung Europa.
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AUSSENPOLITIK
Wie macht man "nationale Außenpolitik"?
Der neue ungarische Außenminister, Péter Balázs, im Gespräch
Ungarns Außenpolitik sei in nächster Zeit vor allem dazu da, die Antikrisenmaßnahmen der
Bajnai-Regierung in der Welt zu vermitteln und Unterstützung dafür zu mobilisieren, in diesem Sinne sei sie "patriotisch". Mit den Nachbarn wolle
man konkret, statt großspurig sein, Russland werde man beobachten aber nicht nur fürchten.
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DIPLOMATIE
Postenschacher in Budapest
Die ungarische Opposition legt sich gegen die Ernennung von neuen Botschaftern quer, hatte aber selbst in ihrem letzten Regierungsjahr etliche treue Gefolgsleute in Stellung gebracht.
Der oppositionelle Fidesz eröffnete eine neue Front gegen die sozialistische Minderheitsregierung: die
Partei lehnt die Ernennung von neuen Botschaftern ab und ließ durchblicken, dass diese nach den Wahlen durch eine Fidesz-Regierung zurückgerufen würden.
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