Ottó Laczkó ist seit 2005 Eigentümer und Küchenchef in einem. Das gestandene
Mannsbild mit aufgezwirbeltem Schnauzer, wohlgeformtem Bauch und einem breiten Lachen begrüßt seine Gäste in der Küche, die ist mitten im Lokal...
So erfreulich ein höherer qualitätvoller Anteil einheimischer Waren wäre, so
niederschmetternd ist die oft einfältige Realität. Statt einer Bereicherung des nationalen Angebotes, findet fast nur der Abbau internationaler Vielfalt statt. Ein Blick
durch die Regale von Cora, Metro & Co. und ein Lob der Wochenmärkte.
Eckermann ist gegangen, Jedermann kann kommen - neues Café im Goethe-Institut Budapest
Jazz in den Ohren und an
den Wänden – im Erdgeschoss des Budapester Goethe-Instituts hat das Café „Jedermann“ eröffnet. Der aus den Niederlanden stammende Gastronom Hans van Vliet
tritt die Nachfolge des gescheiterten Café Eckermann an, ohne sich nur als bessere Kantine des Goethe-Institutes verstehen zu wollen.
Der Gasthof „Marmorne Braut“ in Buda: Eine Touristenfalle, aber eine gute
Der Gasthof mit dem unaussprechlichen Namen Márványmenyasszony rühmt sich
damit, einer der letzten traditionellen Kleingasthöfe seiner Art zu sein. Die Tradition ist hier zwar in den letzten Jahrzehnten eher der touristisch
perfektionierten Pseudo-Folklore gewichen, davon abgesehen bekommt der Besucher aber schmackhafte ungarische Küche und freundlichen Service zu moderaten Preisen.
Russische Zarenküche am Moskauer Platz: Das „Arany Kaviár“ in Budapest
Das „Arany Kaviár“ (Goldener Kaviar) ist nicht nur das beste Restaurant mit
russischer Küche in Budapest, es gehört auch zu den Spitzenlokalen der Stadt. Die Gastronomen Attila und Sascha betreiben hier seit 1996 einen prächtigen Gegenentwurf zur Wirtschaftskrise:
russische Küche von Hausmannskost bis Dekadenz.
Die „Trófea Grill“ Restaurants in Budapest versprechen zu einem Festpreis
unbegrenzten Zugang zu Buffet und Tresen. Das verlockend klingende Angebot bedurfte daher einer näheren Überprüfung. Lohnt sich der Besuch in einem Flatrate-Fress-Tempel wirklich?
Ein Besuch im „Robinson“ im Stadtwäldchen von Budapest
Unweit vom Heldenplatz, an einem kleinen Teich, liegt in das Budapester Stadtwäldchen
eingebettet das Restaurant „Robinson“. Die Atmosphäre wird sowohl am Tag, aber noch mehr bei Kerzenschein am Abend, von der idyllischen Lage am Wasser geprägt.
Serbisches unter kubanischem Decknamen in Budapest
Im Castro Bisztró am Madách tér 3 kann man sich nicht nur bei einem guten Kaffee
zurücklehnen, sondern auch abends in bester Gesellschaft sein Bier oder den ein oder anderen Cocktail zu sich nehmen. Mit der kubanischen Küche blieb man glücklos,
daher stellte der neue Besitzer kurzerhand auf serbisch um - und alles waren es zufrieden...
Ungarn hat sein erstes Lokal mit einem Michelin-Stern
Das Budapester Restaurants „Costes“ betreibt Konsequenz in der Qualität der Produkte und in der handwerklichen
Ausführung, aber auch eine ebenso kompromisslose internationale Kompatibilität führten das Lokal zum ersten Michelin-Stern des Landes. Neben dem Prager „Allegro“ ist es überhaupt das erste
Lokal in Mittelosteuropa, das mit dieser zwiespältigen Ehrung versehen wurde.
Angeregte Atmosphäre bei fairen Preisen: das „Szóda“ in der Wesselényi utca
„An einem
Donnerstagabend ist es fast unmöglich, irgendwo in der Innenstadt auch nur einen Sitzplatz zu bekommen!“ - mit diesen Worten bügelt unsere hübsche Begleitung den Vorschlag, den Laden zu
wechseln, ab. Geboren ist diese offensichtliche Wahnsinnsidee in der Tatsache, dass das Restaurant „Szóda“ so vor Gästen überquillt, dass wir unsere Beine am Tisch nicht sortiert bekommen.
Japanische Ess-Kultur und neuzeitliche Kreationen im Wasabi in Budapest
Mit Sushi verbindet man seit Jahren einen chicen urbanen Trend für Business-People
und stylische Zeitgenossen. Auch in Ungarn bahnte sich Sushi, zuerst mühsam, seinen Weg und dies mit einem verblüffend, fast verdächtig niedrigem Preisniveau. Wir
fanden ein Sushi-Lokal, das Preis und Qualität mit tollem Ambiente verbindet.
Papa Fritzens Garküche in Budapest als männliche Interpretation eines Schnellrestaurants
Der Magen schreit nach einer
Mahlzeit. Ich will etwas warmes, etwas schnelles, etwas liebevoll gemachtes, etwas dennoch günstiges und ein breites Angebot mit vegetarischen Extras. Und ich will es jetzt. Ich laufe durch
den sechsten Bezirk und erhoffe Rettung hinter einem Schild - „Frici Papa Kifözdéje“ oder in der deutschen Übersetzung „Papa Fritzens Garküche“.
Fette Tage in Budapest: Mangalica Festival und "Verfressener Donnerstag"
Die Gourmands übernehmen im Februar das Regiment in der ungarischen Hauptstadt.
Nicht, dass feingesponnene Gourmets oder Slow Food-Asketen hier irgendwann was zu melden gehabt hätten, doch im Februar bricht sich die Völlerei vollends Bahn: mit
dem Mangalicafestival vom 5. bis 7. Februar und dem "verfressenen” Donnerstag, am 18. Februar.
Ungarn ist Partnerland der 75. Grünen Woche in Berlin. Warum?
Dass Ungarn als
offizielles Partnerland der Grünen Woche vom 15. bis 24. Januar in Berlin fungiert, ist für einige Exportbetriebe sicherlich ein Glücksfall, für das Land aber eigentlich zu viel des
Guten. Das Land liefert in Berlin die übliche innovationsarme Retroshow mit viel Eigenlob und triefenden Klischées. Etliche Skandale und systembedingte Widrigkeiten in der
Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie machen Ungarn nicht gerade zum Vorzeigeland einer so renommierten Messe. Leider.
Kaum vortellbar: selbst in Berlin gab es einmal Sperrstunden. - Von Max Prels
Freilich musste dazu erst ein Krieg ausbrechen. Der Wiener Autor und Journalist Max Prels, geboren 1878, damals
beim Ullstein Verlag beschäftigt, fabuliert in einer wunderbar humoristischen Milieustudie über den kompletten Verfall des "nie sonderlich stilvollen Berliner Barbetriebs"
durch das kriegsbedingte Ausbleiben der Dschents und Bohemienghs und den Einfall der Ersatz-Bummel-Reserve.
ZUM BEITRAG
k+k-Erbsenzähler
Der GaultMillau 2010 ist erschienen: Babel sei Budapests Bestes
Die neue Österreich-Ausgabe des Gault Millau, nach dem Guide Michelin der
einflussreichste Restaurantführer der Welt, erwähnt und bewertet neben Restaurants in Kroatien und Südtirol in diesem Jahr auch erstmals Lokale in Prag, Budapest und
Bratislava. Die Köche der ungarischen Hauptstadt und überhaupt des Ostens, sollten sich aber nicht so sehr an der Erlangung zweifelhafter Hauben und Sterne
orientieren, das führt nur zur verkrampften Imitationen.
ZUM BEITRAG
Frei sein
Gleich und gleich gesellt sich gern: im “Alterego” in Budapest
Das „Alterego Bar und Lounge“ ist der größte Schwulen- und Lesben-Club Budapests. Neben ausgefallenen Travestie
Shows macht eine bunte und sehr entspannte Disko-Szene die Räumlichkeiten zum Event. Der drei Jahre alte Club ist auf dem Pester Broadway längst angekommen und aus dem Nachtleben nicht mehr
wegzudenken. Er ist eine friedliche Partyzone in einer Frontstadt der Emanzipation.
ZUM BEITRAG
Zeitloses Wohnzimmer
Familiär und gastlich: das Restaurant Fülemüle in Budapest
Das Fülemüle ist familiengeführt, das kann kein Gast übersehen. Die Wände sind
bespickt mit privaten Erinnerungen: Hochzeitsfotos der Kinder, Mama und Papa vor dem schiefen Turm von Pisa, Kinderfotos, Urkunden, Zeitungsartikel. Dazwischen hängen ein paar Bilder, Spiegel
oder andere Kinkerlitzchen. Diese bunte Mischung sieht nicht außerordentlich schick aus. Trotzdem ist das Restaurant die meiste Zeit gut besucht.
ZUM BEITRAG
Des Widerspenstigen Züchtung
Aus Kroatien wird von einem sensationellen Durchbruch bei der Thunfischzucht berichtet
An der kroatischen Küste will ein Team der Universität von Split gemeinsam mit
Experten der Kali Tuna Farm nun doch eine Lösung gefunden haben, einen "geschlossenen Lebenszyklus" des Blauflossenthunfischs in Gefangenschaft zu
ermöglichen. Seit 2006 wachsen in einem speziellen Käfig Fischlein heran, die erstmals, angeblich freiwillig, in diesem Sommer gelaicht haben. Man sei also auf
einem guten Weg, diesen Genuss für die Menschheit zu bewahren
ZUM BEITRAG
Eher unverkäuflich
Das "For Sale Pub" in Budapest: Gemütlicher Zettelkasten mit Livemusik
Was kann das sein: Ein Ort, an dem hauptsächlich Bier getrunken wird, englische
Songs mitgesungen werden, Stroh auf dem Boden liegt und Bärenfelle an den Wänden hängen? Richtig, ein Pub. Doch gibt es so einen Pub nicht nur in Großbritannien: Auch
in Budapest ist ein solcher zu finden! Und zwar der For Sale Pub, der neben den obengenannten Kriterien sogar noch mehr zu bieten hat: richtig gute Stimmung.
ZUM BEITRAG
Quarkriegel statt Goldbarren
Ein ungarischer Bankchef rüstet auf Lebensmittel um
Milch, Butter, Salami und Wein hat er schon in seinem Portfolio. Nun will
sich OTP-Chef Sándor Csányi die ungarische Weltmarke Túró Rudi schnappen. Muss man sich wieder Sorgen machen, wenn ein Banker die Aktien seines eigenen Institutes verkauft,
um sich Schritt um Schritt in die Lebensmittelindustrie einzukaufen oder ist alles nur Vorsorge und die Ungarn können sich bei der nächsten Krise ihre Lebensmittel gleich am Bankschalter
abholen?
ZUM BEITRAG
Pasta beim "Franzosen"
Chic, intim und lecker - Das Restaurant Comme Chez Soi in Budapest
In dem auffällig kleinen Restaurant mit nur sechs Tischen wird der Gast noch vom Chef
des Hauses persönlich bedient und kann die Zubereitung der Speisen dank halboffener Küche praktisch spüren. Das Lokal ist zwar nicht ganz so französisch wie es klingt,
angeblich aus Rücksicht auf die ungarischen Gäste, aber trotzdem excellent und lange nicht so teuer wie man es in der Nähe der Váci utca befürchten musste.
ZUM BEITRAG
Instant ist nur der Name
Die Instant Bar – Ein Tipp unter den Hinterhofkneipen in Budapest
Erst vor einem Jahr in einem verlassenen Haus
mit Hinterhof eröffnet, erfreut sich die Instant Bar bereits großer Beliebtheit und reiht sich ein in die vielen Errungenschaften des Easy Going in Budapest in den letzten Jahren. Die
urige Einrichtung, der schmucke Hinterhof und die freundlichen Barkeeper/innen bilden die perfekte Atmosphäre für einen (oder mehrere) Drink(s), verkehrte Welten,
Meeresbewohner und zurückgelassene Künstler...
ZUM BEITRAG
Tanzen unter den Sternen...
... im Open Air Club Romkert am Donauufer in Budapest
Überquert man am Abend die Erzsébet-Brücke in Richtung Buda, dann hört man schon von weitem Musik
erschallen. Folgt man diesen Klängen, landet man im Romkert, direkt hinter den Rudas Bädern am Gellértberg. Wer sich nicht von einigen versnobten Besuchern abschrecken
lässt, kann hier richtig gut feiern.
ZUM BEITRAG
Teures am laufenden Band
Ein Besuch im Restaurant „Déryné mini“ in Budapest
Seit 1951 gibt es das nach der ungarischen Schauspielerin Déryné
benannte Café am Krisztina körut. Vor etwa zwei Jahren expandierte es um die Ecke herum und eröffnete noch ein Trend-Restaurant namens „Déryné mini“, das aber doch eher eine großräumige
Deisgn-Bar mit ein paar Speisen geworden ist, während sich das alte Café an der Ecke zu einem ansehnlichen Restaurant mit offener Küche gemausert hat.
ZUM BEITRAG
Herr Orbán in Kádárs Kantine
Die Kádár Étkezde in Budapest - ehrliche Küche und ein echter Wirt
Herr Orbán lässt in seinem Reich keinen Nebenbuhler zu. Er ist ein echter Patron,
der aber nicht nur hinter den Kulissen das Sagen hat, sondern, und das ist im ungarischen Gastgewerbe die Ausnahme geworden, auch bei den Gästen ist, sich persönlich um sie kümmert...
ZUM BEITRAG
Simpel gegen den Verfall
Das “Szimpla kert” in Budapest
Alternative Lokale wie der „Szimpla kert“ blasen frischen Wind in die alten Gemäuer
des jüdischen Viertels, dass durch skrupellose Bezirkspolitiker zum spekulativen Abrissviertel verkommen ist.
Wieder ein ernüchtender Besuch bei einer Legende: das Kaffeehaus „Gerbeaud“ und Tipps für wirklich gute Lokale
In den einschlägigen Reiseführern ist immer noch zu lesen, dass man den gastronomisch-kulinarischen Legenden des
Landes, dem Restaurant „Gundel“ und dem Kaffeehaus „Gerbaud“, unbedingt einen Besuch abstatten sollte. In dem einstigen Gourmet-Tempel waren wir bereits zu
unserem Leidwesen, und dem Mekka der ehemaligen k.u.k.-Kaffeehaus-Kultur hatten wir dieser Tage einen ernüchternden Besuch abgestattet.
ZUM BEITRAG
Grabesstille am Broadway?
Gegen eine Sperrstunde in Budapest VI. regt sich Widerstand
Bezirksobere wollen ab September den VI. Bezirk von Budapest, Terézváros, in eine
provinzielle Steinwüste verwandeln und ihm eine höchstamtliche Nachtruhe verordnen. Doch die Stadtbezirksbürokraten haben die Rechnung ohne die Wirte und vor allem
deren Gäste gemacht. Denn die gehen jetzt auf die Barrikaden.
ZUM BEITRAG
Überholen ohne einzuholen
Fluch der Legende: wieder ein Besuch im Gundel
Das Gundel bläst sich regelmäßig zum internationalen Spitzenlokal auf. Bei den
Preisen gelingt das, beim Selbstbewußtsein auch, bei der Qualität aber längst noch nicht. Genauso regelmäßig schauen wir nach, was es für Verbesserungen zu vermelden gibt, um immer wieder
verkünden zu müssen: der Kaiser ist immer noch nackt, maximal mit Lendenschurz.
ZUM BEITRAG
Wohin geht’s heute?
Alternative Partyplanung in Budapest
Wer glaubt, dass es in der ungarischen Hauptstadt nur Mainstream-Clubs für
golkettchentragende Bodybuildertypen und R’n’B-Püppchen gibt, der hat sich getäuscht. Kurz nach der Jahrtausendwende keimten immer mehr alternative Clubs oder zumindest Partyreihen im bunten
Nachtleben auf. Und heute blüht die alternative Szene in ihrer vollen Pracht...
Budapest bietet seinen Gästen die einzigartige Möglichkeit, das Einkaufen zum
Erlebnis werden zu lassen. Der Pester Lloyd hat Ihnen eine Tour zusammengestellt, in der Sie sowohl Fleisch- und Wurstwaren, Käse- und Milchprodukte als auch Fisch in
guter Qualität erwerben können, und wo auch das Sightseeing nicht zu kurz kommt.
Ein zweites Restaurant in
Budapest wurde mit der Ehre und Last eines Michelinsterns belegt, dieser hochtrabendsten Behauptung der spitzengastronomischen Fachpresse. Das im altehrwürdigen Gebäude des berühmten
Kaffeehauses Gerbeaud im Budapester Zentrum gelegene Restaurant Onyx bewirbt sich selbst mit dem Motto: "Rendezvous aus traditioneller und evolutionärer Küche im
Herzen von Budapest".
Ein überfälliger und erfreulicher Besuch im „Imola“ in Eger
Wer da meint, in der Provinz koche man nur auf kleiner Flamme, dem sei eine Reise in
die alte Weinstadt Eger empfohlen. Vor 11 Jahren waren wir hier zur vollmundigen Eröffnung des Hotels & Restaurants „Imola Udvarház“ eingeladen, heute sehen wir,
dass alles so eingetroffen ist, wie es damals versprochen wurde. Das soll ein Restaurant in der Hauptstadt erst einmal nachmachen!
Steuerbefreiung für private Pálinkadestillation - Festival auf der Burg - GLOSSE
Das Land hat einen vierten Nationalfeiertag: seit Montag, 27. September, ist die private
Schnapsbrennerei in Ungarn steuerbefreit. / Pálinka- und Wurstfestival vom 7. bis 10. Oktober auf der Budaer Burg.
Der Gänsestopfleber konnte die Krise nichts anhaben
Für die Einen ist es ein kulinarischer Hochgenuss, für andere pure Barbarei. Für
die Erzeuger ist sie in erster Linie ein sehr lohnendes Geschäft. In der Krise stiegen die Exporterlöse sogar nochmals. Argumenten von Tierfreunden gegenüber stellt man sich weiterhin taub.
Das Restaurant Kőleves: junge, inspirierte Küche im jüdischen Viertel von Budapest
Die Fabel von der Stone Soup, ungarisch „Kőleves“, existiert in unzähligen Variaten.
Doch zumeist geht es darum, aus wenig viel zu machen – ein Konzept, das sich auf das nach dieser Geschichte benannte Restaurant im VII. Bezirk übertragen lässt. Man findet
keinen Stein in der Suppe, sondern die Erkenntnis, für relativ wenig Geld in entspanntem Ambiente gut gegessen zu haben.
Kerzen flackern im Toreingang. Stimmengewirr und Gelächter plätschert vom Obergeschoss die Stufen zu uns
hinunter. Zögerlich, ob wir hier auch wirklich richtig sind, machen wir uns auf den Weg nach oben. Schon empfängt uns unser Gastgeber, nennen wir ihn Herr Cs., und
führt uns durch die Räume zu einem Dinner der anderen Art.
Restaurant & Lounge Baraka am Budapester Andrássy Boulevard, gehört zu jenen
Lokalen, die gern mit "stylish" betitelt werden, gleichzeitig aber auch den Beweis für die Ermüdung von Trends liefern. Die einseitige Betonung von Optik und Ambiente
zu Lasten des Geschmacks kennzeichnet die Baraka, - zu wenig für die hochfliegenden Ambitionen der Betreiber.
Das Ende des beliebten, länderübergreifenden Kulturtreffs im Gebäude des Goethe-Instituts von Budapest
kam für viele überraschend. Unter der Last der anhaltenden Wirtschaftskrise und einer nach eigenen Aussagen zu geringen Kooperation mit dem benachbarten
Goethe-Institut, muss das Café Eckermann nach über 10 jährigem Bestehen schließen. Es war zwar nicht "das” Kaffeehaus, aber es wird doch fehlen.
Ein Besuch im einstigen Spitzenlokal „Alabárdos“ überzeugt nur teilweise
Das Restaurant „Albabárdos“ (Zur Hellebarde) liegt im Burgviertel von Budapest, ganz in der Nähe der
Matthiaskirche. Das Ambiente ist dem historischen Umfeld angepasst. An den Wänden der Gewölbe hängen Hellebarden und Rüstungsteile, serviert wird auf Geschirr
aus der ungarischen Porzellanmanufaktur Herend, einst Hoflieferant der k+k-Monarchie, ab und an zupft ein Barde leise die Laute.
Im KOGART Budapest wird an dieser Symbiose noch gearbeitet
Der Bankier Kovács Gábor setzte 2003 aus den Anfangsbuchstaben seines Namens das
KOGART zusammen und gab der schönen Villa nahe dem Budapester Heldenplatz und dem Stadtwäldchen diesen programmatischen Titel. Neben der Galerie bemüht sich das Restaurant dem
formulierten Anspruch eines Spitzenrestaurants gerecht zu werden...
Ein wiederholter Besuch im Restaurant „Kárpátia“ in Budapest brachte eine wiederholte Enttäuschung
Das Kárpatiá gehört zu den wenigen Restaurants in Budapest, die man von Küche, Ambiente und Geschichte her als
typisch ungarisch bezeichnen kann. Es wird als Teil des ehemaligen Franziskanerklosters (der Gastgarten ist Teil des Klostergartens) seit 1877 im Zentrum der Stadt als Lokal genutzt.
Tabak-Eis und faire Preise: Zu Besuch im Bock Bisztró in Budapest
Man hatte es erst mit einem Café, dann mit einem Leichte-Kost-Restaurant und danach
mit Leerstand versucht. Jetzt ist das Bock-Bisztró dort eingezogen. Es ist nach dem gleichnamigen Spitzen-Winzer aus dem südungarischen Weinort Villány benannt, der...
Es gehörte wohl zu den plüschigsten Cafés in Budapest. Dabei war es noch gar nicht so
alt. Es wurde 1992 auf der Andrássy ut, gleich gegenüber vom Kaufhaus „Paris“ eröffnet. Wenn man im alten Ring-Café zum Frühstück zwei Spiegeleier bestellte, wurde
man zunächst von der voluminösen Wirtin taxiert – und erhielt dann vier Stück serviert, zahlte aber nur...
Das Paulaner Brauhaus in Budapest hat nun wirklich bayerische Küche
Vor Jahren zog erst der deutsche, dann der österreichische Stammtisch enttäuscht von
dannen. Keine bayerische Küche, die diesen Namen verdiente, pampiges Personal und desinteressiertes Management im Paulaner Sörház. Doch alles hat sich kräftig
gewandelt. Man kann hier zünftig bayerisch essen und sogar das Personal ist flink und fröhlich. Ein Wiederbersuch.
Biologisch nicht ganz zu Ende gedacht: „Le Bar“ in Budapest
Vegetarier sein in Ungarn ist nicht leicht und wird doch immer leichter. Während man
früher und vielleicht auch heute noch am Wurstverkauf um die Ecke in der Markthalle den abfälligen Satz „man solle bei freiwilligem Fleischverzicht nach Rumänien
gehen“ hörte und hört, gibt es heute einige kleine, feine und weniger versteckte Möglichkeiten des guten vegetarischen Genusses.
Gundel, Gerbeaud und
New York, die gastronomischen Legenden Budapests, hatten uns leider wenig Freude gemacht. Wir versuchten es nun in einer anderen "Institution",
dem Gellért Hotel. Wir landeten in einer Zeitmaschine: architektonisch geht es in die Jahrhundertwende der selbstbewußt wachsenden Residenzstadt Budapest, im Service landet man manchmal im
Sozialismus, bei den Preisen fast schon in der Zukunft...
Die schwierige Suche nach dem Kaffeehaus in Budapest - um sachdienliche Hinweise wird gebeten
Es gab eine Zeit, in der man sagte, die Budapester Kaffeehäuser seien prächtiger
als die Wiener. Heute dominieren seelenlose Pracht und merkantile Geschäftigkeit. Man kann, wenn man nicht in jeder Nußschale den ganzen Kosmos des klassischen Kaffeehauses erwartet, immerhin
stimmungsvollen Ersatz finden.
Ein nachhaltiger Besuch im „Vadrózsa Restaurant“ in Budapest
Es gibt sie noch, die
gastronomischen Lichtblicke in Ungarn: Das „Vadrózsa“ Restaurant gehört seit vierzig Jahren dazu. In einem kleinen Garten, in dem es in der warmen Jahreszeit lauschige
Plätzchen gibt, gedeiht die „Wilde Rose“. Eines der Spitzenlokale in Budapest, die, statt inflationär beliebiger Stylischkeit - eine absolute Rarität bieten: Stabilität in Küche
und Service auf hohem Niveau.
Im Flair eines Bahnhofsbistros rasten skurrile Aristokraten bei Cheeseburgern und
Chocolat Brulée. Auch wenn die Lage des Lokals, nahe der St. Stephans Basilika, eine etwas anmutigere und von ursprünglicherem Charme geprägte Atmosphäre erwarten
ließe, das "Stand Bistro“ weiß mit gutem Essen zu überzeugen.
Sozialistischer Restcharme im kapitalistischen Überfluss. Ein kulinarisches Kleinod im Fehérvári-Markt in Budapest.
Die gute, die echte, die einfache ungarische Küche sucht man in vielen Stadtteilen
Budapests vergeblich. Im Fehérvári Markt lebt sie aber noch und weiß mit vielen unterschiedlichen Gerichten zu niedrigen Preisen vor allem Einheimische zu
überzeugen, auch wenn Ambiente und Publikum ein wenig abenteuerlich anmuten.
Umfrage zu Alkoholkonsum in Ungarn: Schuld sind immer die anderen
Alle halbe Jahre wieder erfreut uns die ungarische Tochter des Brauereigiganten
Heineken mit neckischen Statistiken über ihre jüngere Kundschaft. Auf einer Webseite mit dem programmatischen Namen "Wo ist die Grenze?" www.holahatar.hu, will die
Brauerei nicht etwa selbige zur maximalen Profitsteigerung ausloten, sondern "social responsibility" demonstrieren. Wer´s glaubt...
Jeder kann hier mit jedem: College-Partys in Budapest
Zu Hunderten finden dieser Tage Studentenpartys statt. Eine Besonderheit
dabei stellen die legendären „Kollég buli‘s“ in Budapest dar. Die wilden Tanz -und vor allem Trinkgelage sind der Wochenhöhepunkt der angehenden Akademiker und auch für Nichtstudenten
eine interessante Abwechslung, wenn man Kondition, Stehvermögen und einen Hang zum Exzess mitbringt.
ZUM BEITRAG
Abhängen in der Zeitlosigkeit
Der Vittula-Club in Budapest und der Wandel einer Szene
Im Vittula tummeln sich verschiedenste Menschen auf ein Feierabendbier, um neue
Leute kennenzulernen oder wild zu feiern. Die intim kleinen, anarchisch eingerichteten Gewölberäume bieten dafür den richtigen Rahmen, doch die Gäste bilden heute kaum
noch die Gemeinschaft, für die das Vittula früher bekannt war. Doch so lange die Musik laut, die Stimmung ausgelassen und die Gäste bunt sind, geht das Leben weiter.
ZUM BEITRAG
Minimalismus an der Váci
Kulinarisch interessant, doch der Wein zum Weinen: Restaurant „Babel“ in Budapest
Wer meint, dass man im Restaurant „Babel“ mit babylonischen Speisen verwöhnt wird,
der ist hier im falschen Film. Aber er sollte dennoch unvoreingenommen seine Schritte durch das „Tor Gottes“ lenken, wie die alte Stadt im heutigen Irak einst genannt wurde.
Allerdings gibt es auf den Turmbau zu Babel und die damit zusammenhängende Sprachenverwirrung keinerlei Hinweise.
ZUM BEITRAG
Letzte Instanz der Nacht
Das Piaf ist eine gealterte Diva, eine abgeliebte Club-Legende auf dem "Broadway" von Budapest
"La vie en rose“, der große Chanson-Titel von Edit Piaf passt nur noch schwer in die
verrauchte Kaschemme, in der sich zigarillorauchende Strickpullover wichtig machen. Auch Rosen welken einmal. Das Piaf in der Nagymezö utca inszeniert den
Mythos des Spatzen von Paris nur noch halbherzig. Zwei letzte Drinks und heruntergestufte Erwartungen im Qualm, das ist das Piaf, die letzte Instanz der Budapester Nacht. So soll es bleiben.
ZUM BEITRAG
Von Kampftrinkern keine Spur
Heineken untersuchte die Trinkgewohnheiten junger Ungarn und fand kaum Erschreckendes
Junge Männer sind für regelmäßigen Alkoholkonsum anfälliger als junge Frauen,
Trinken ist Teil der Freizeit und ein Drittel der jungen Erwachsenen trinkt Alkohol nur, weil sie von Freunden dazu animiert werden. Rund 30% trinken auch gern mal einen über
den Durst oder um den grauen Alltag zu vergessen. Brav wie sie sind, lassen es die meisten aber, wenn man sie auf ihren Suff hinweist.
ZUM BEITRAG
Alles unterauf einem Dach
Auf dem Dach des Kaufhauses „Corvin“, trifft sich die Budapester Szene im Corvintetö
Wo ist denn hier bloß der Eingang? Ich habe von einem coolen Club
namens Corvintetö auf dem Dach des Corvin-Warenhauses gelesen. Okay, das Warenhaus habe ich gefunden. Aber wie komme ich jetzt oben drauf? Ich umrunde
das Gebäude – nichts. Kein Schild, keine Eingangstür. Doch da entdecke ich eine mit Graffiti besprühte, nicht sehr einladende Tür. Junge Leute gehen hinein und kommen
nicht wieder heraus. Das muss es sein.
ZUM BEITRAG
Vorglühen im Cheho
Viele ungarische Jugendliche gehen gerne in die Disco. Klar.
Wie Jugendliche in aller Welt. Um die teuren Getränkepreise dort zu umschiffen, legt man vorher gerne an einer Kneipe an. Je billiger desto besser. Man muss aber nicht in schmutzigen
Kaschemmen absteigen und mit Pisti und Laci von der Baustelle über die Lohnverhältnisse in Ungarn diskutieren. Im Cheho wird kultiviert vorgetrunken.
ZUM BEITRAG
Star-Winzer beim Panschen erwischt >>> Palinka- und Kolbászfestival in d. Burg >>>
Partnersuche bei Dosenbier
Wo Studenten feiern: die Studenten-Disco Equus und das "Living-Room" in Budapest
„Man muss sich den Frust ja auch mal wegsaufen“, sagt die deutsche Studentin
Nina und lacht. Die Disko Equus auf dem Campus der tiermedizinischen Fakultät scheint dafür der geeignete Ort zu sein, um in studentischer Atmosphäre ausschweifend
zu feiern. Etwas schmieriger, so meint der Autor, geht es dagegen im Living-Room nahe dem Astoria zu. Auch hier sind die Prioritäten klar gesetzt: saufen, abhängen, flirten...
ZUM BEITRAG
Schmunzeln zwischen Kinkerlitzchen
Die Csendes Bar im V. Bezirk
Kreativer Dekomix, meterhohe Decken, gute Musik und eine
einzigartige Atmosphäre: Ich habe es zu einer meiner Lieblingsbars gekürt: das Csendes im V. Bezirk. Vom Schmunzeln, flirten, leiden und Gin Tonic statt Kakao und wie es dazu kam...
ZUM BEITRAG
Weinkultur in der Burg
Das Wein- und Sektfestival in Budapest - bis 13. September
Die Weindegustation im Budaer Burgviertel findet dieses Jahr bereits zum 18. Mal statt.
In den vergangenen Jahren hat sich das Festival zu einer äußerst beliebten Fachveranstaltung in Sachen Wein entwickelt. Einige der besten Weine aus Ungarn und aller Welt werden von über 200
Winzern vorgestellt.
ZUM BEITRAG
Wo die Zeit still steht...
Das Café Ruszwurm im Budapester Burgviertel
Das Ruszwurm ist eher ein kleineres der vielen Konditoreien und
Kaffeehäuser in Budapest. Die Eigentümer legen großen Wert auf traditionelle Backkunst und die geschichtsträchtige Einrichtung des Cafés. Und das tun sie zu
Recht, da das Café bereits 1827 eröffnet wurde. Allerdings wirkt das Interieur heute etwas karg und angestaubt. Die große Auswahl an exquisiten Backwaren macht dieses Manko jedoch wett.
ZUM BEITRAG
100. McDonalds in Ungarn eröffnet >>>
Brodelnde Jakuzzi, lächelnde Dealer
Die Schicki-Micki-Clubs auf der Hajógyári Sziget in Budapest
Die Hajógyári Sziget, eine grüne Insel auf der Donau, nicht weit vom Zentrum
Budapests. Seit Jahren beheimatet sie eine "einzigartige" Clubszene, die im Sommer bis in den Herbst zur Hochform aufläuft. Sie ist die sozusagen die Party-Insel der "Reichen
und Schönen" geworden und derjenigen, die sich für etwas davon halten.
ZUM BEITRAG
Sommer ohne Reue
Zöld Pardon: Musik & Party im Freien
Gepflegt einen Cocktail trinken, feiern und tanzen, all
das bietet das Zöld Pardon am Goldmann György Platz im 11. Bezirk. Jeden Tag geöffnet, verspricht es bis zum 12. September Festival ähnliche Zustände. Für 300,- Forint Eintritt (etwas
mehr als 1,- Euro) lohnt es sich, vor allem in den Abendstunden von Rock, Hip Hop, Funk und elektronischer Musik berieseln zu lassen.
ZUM BEITRAG
Empfehlungen und Warnungen
Gastronomische und touristische Impressionen aus Budapest
Die Sensation der vergangen Tage in Budapest war für die Touristen die überschwemmten, sonst von vielen Autos
befahrenen Uferstraßen im Innenstadtbereich. Doch auch sonst hat Budapest im Sommer viel Flair und beweist Geschmack, wenn man einige Dinge beachtet.
ZUM BEITRAG
Reiten auf der Retrowelle
Heute geh´n wir ins Marxim...
An den Wänden der Kneipe
wimmelt es nur so von Erinnerungsstücken und Karikaturen des realexistierenden Sozialismus: Neben Flaggen mit der Aufschrift „Mit der Großbetriebswirtschaft für den Sozialismus“ weist ein –
an gewisse Führungspersönlichkeiten der Sowjetunion erinnernder – hosenloser „W. C.“ Ilyich den Weg zur Toilette.