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BÜRGER & GESELLSCHAFT  

Für eine echte Republik

Jung, patriotisch, links: die 4K! will eine “vierte Republik” für Ungarn

Im Interview mit András Istvánffy von der Oppositionsbewegung 4K!, "Vierte Republik!", sprechen wir über den Irrsinn der Flat tax, den neuen rigiden "Bleibezwang" für Absolventen, das Lebensgefühl der Jugend, den gefährdeten Rechtsstaat, falsche Zwänge, den Ruf der EU in Ungarn, Respektlosigkeit gegenüber der Verfassung und die Frage, was "linkspatriotisch" bedeuten soll. Wird die neue Opposition in Ungarn irgendwann zur Aktionseinheit finden?

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Ungarischer Frühling?

Solidarität gegen die "neue Angst" - Interview mit dem Chef der Szolidaritás

“Wir wollen der Katalysator" für einen Machtwechsel sein, sagt Szolidaritás-Gründer Péter Kónya im Interview mit dem Pester Lloyd. Er erläutert die Knackpunkte der vielkritisierten Politik der Orbán-Regierung und wie er Alternativen erarbeiten will. Wie wird sich seine Bewegung positionieren in der zersplitterten Gemengelage von enttäuschter Wählerschaft, Hoffnungen und Grenzen neuer und alter Opposition. Wie sieht die Strategie gegen die scheinbare Allmacht der Nationalkonservativen aus?

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Rundfunktipp: SWR2 Forum
In schlechter Verfassung - Wer rettet die ungarische Demokratie? Hier als Podcast >>>

 

"Von der Demokratie
in die Diktatur"

Ungarn braucht Hilfe: Offener Brief von Oppositionellen

Das verzweifelte Ungarn müsse eine Warnung für Europa sein. Eine Gruppe von Dissidenten der einstigen Diktatur in Ungarn wandten sich in einem offenen Neujahrsbrief an ihre Landsleute und die europäische Öffentlichkeit, um vor den Entwicklungen in Ungarn zu warnen. Dabei listeten sie die Sünden der Orbán-Regierung feinsäuberlich (aber längst nicht vollständig) auf und zeihen den Premier, die Errungenschaften der Wende von 1989/90 verraten zu haben.

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Überall ein bisschen Ungarn

Versuchslabor "Ungarn 2012", Europa und die Medien - KOMMENTAR

Die seit eineinhalb Jahren andauernden Fehlentwicklungen in Ungarn werden mittlerweile auch über das Mediengesetz hinaus im Ausland zur Kenntnis genommen. Allerdings wieder zu spät und unvollständig. Was in Ungarn geschieht, geschieht überall ein bisschen: Politik gegen die Menschen, Allmachtsstreben und das Primat der Wirtschaft über das Ethos beherrschen nicht nur Ungarn, sondern immer mehr ganz Europa...

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Das Musterdorf

Gyöngyöspata und die "Lösung des Zigeunerproblems" - ein Ortstermin

Gyöngyöspata ist seit der Eskalation im Frühjahr zum Symbolort für politische Versäumnisse, rechte Gewalt, das "Zigeunerproblem" geworden und auch zum Spielball von Politik und Medien. Nun hat man dort aufgeräumt, die uniformierte Bürgerwehr verboten bzw. transformiert, ein Modellprojekt für Sozialhilfeempfänger gestartet, einen Jobbik-Bürgermeister gewählt. Wir sahen vor Ort wie die "Lösung des Zigeunerproblems", die Umsetzung der selbstgelobten "nationalen Romastrategie" in der Realität aussieht.

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Hätte, müsste, könnte

Ungarns "Romastrategie" ist fertig und am Ende

Der für "soziale Integration", sprich Romafragen zuständige Staatssekretär, Zoltán Balog, erklärte den "breiten gesellschaftlichen Dialog" zur "nationalen Romastrategie" für "erfolgreich abgeschlossen", so könne das entsprechende Gesetzeswerk nun "der Regierung vorgelegt werden". Balog wiederholte seine Einschätzung von einem "europaweit vorbildlichen Meileinstein" bei der Bewältigung des komplexen Problemkreises. Hehre Worte über eine triste Realität.

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Studentischer Rosenkrieg

Für die Freiheit der Bildung: Studentenproteste kommen in Budapest an

Vor dem Bildungsministerium in Budapest versammelten sich am Donnerstag nach unseren Schätzungen ca. 4.000 bis 5.000 Studenten, die Beteiligung blieb damit deutlich unter den Erwartungen. Zum Schein lässt sich die Regierung auf Gespräche ein, doch an der Hauptsache, der Zentralsisierung des Bildungswesens und der Entmachtung der Unis, wird es kein Entgegenkommen geben.

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"Es reicht!"

In Ungarn wurde eine neue "Solidarnosc" ausgerufen

Bei bestem Demowetter versammelten sich am Samstagnachmittag vor dem Parlament in Budapest “nur” rund 10.000-15.000 Menschen, um gegen die Politik der Orbán-Regierung, gegen Entrechtung, Demokratieabbau und für eine "verlässliche Zukunft" zu demonstrieren. Dem Bündnis aus über hundert Organisationen bleibt die gewünschte Mobilisierung noch versagt, doch die Signale, die vom Kossuth Platz ausgehen, sind stark. Das zeigten auch die nervösen Diffamierungen aus dem Regierungslager.

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Der Untertanenstaat

Ungarns schöne neue Arbeitswelt

Die Rezepturen des Viktor Orbán für ein „neues Ungarn“ führen direkt in den Untertanenstaat, fürchten die Gewerkschaften, aber nicht nur die. Ein entrechtendes Arbeitsrecht, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Gulag-Stil sowie die systematische Entmachtung der Gewerkschaften samt Aushöhlung des Streikrechts werden zu gefährlichen gesellschaftlichen Spannungen führen. Der Druck, den Orbán auf die Arbeitnehmervertreter ausübt, hat aber etwas Gutes: er könnte sie endlich einen. - Ein Lagebericht.

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Schon wirkt das Gift...

Ein Hauch von Tosca:
Neues vom Mediengesetz

Die ersten Hundertschaften des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurden gefeuert, das Parlament gab der Medienbehörde noch ein Folterinstrument an die Hand, ein Regierungsbeamter greift frontal eine Zeitung an. Doch wirkt das Mediengesetz indirekt viel geräuschloser und effizienter als durch den Hammer des Medienrates. Der Oper nächster Akt.

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Die Republik der Bürger

Bürgerprotest und neue Opposition
in Ungarn - Teil I

Als immer deutlicher wurde, dass die Fidesz-Regierung ihre legislative Übermacht nicht nur ge- sondern auch missbrauchen wird, regte sich in Ungarn zaghafter Protest. Nicht von "Artfremden" oder gut gepolsterten Auslandsungarn, sondern von Bürgern, die das Land wieder zu ihrer “öffentlichen Sache”, dem Wortsinne einer Republik machen wollen.

Der Pester Lloyd trifft in dieser Artikelserie bewegte Bürger und Aktivisten, ein Ein- und Überblick über die noch zaghafte Protestkultur und mögliche Oppositionsströmungen jenseits des Etablierten.

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Einfalt und Dreifaltigkeit

Ungarns neuer Kniefall vor dem Klerus

Noch vor der Sommerpause will die ungarische Regierung ein neues Kirchengesetz mit einem "3-Klassen-System" ins Parlament einbringen, mit dem die Stellung der "anerkannten" Kirchen gestärkt wird. Klerikalisierung der Gesellschaft und pseudochristliche Frömmelei von Politikern sind Teil des neuen Windes, der in Ungarn weht, dabei ist das Volk alles andere als besonders religiös. Mehr "Nächstenliebe" und "Barmherzigkeit" haben freilich noch keinem geschadet.

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Der Massenmörder
und seine Erben

Der Prozess gegen Sándor Képíró

Er wird für den Tod Tausender Serben, Roma, Juden bei Massakern in der Vojvodina 1942 mitverantwortlich gemacht. Der Prozess bekommt eine aktuelle politische Dimension, mit einer Stiftung der Parlamentspartei Jobbik verteidigt die politische Kraft den "ungarischen Gendarmen", die sein Erbe antreten will...

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Perspektiven
statt Interventionen

Forderungen an die EU - zum Internationalen Tag der Roma

Am 8. April begeht die Welt auf verschiedene Weise den Internationalen Tag der Roma. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat ein Arbeitspapier zur EU-Strategie zur Verbesserung deren Lage vorgelegt und will damit die Debatte voranbringen. Das ist allein schon deshalb wichtig, weil die Roma ihre Interessen mangels direkter und qualifizierter Vertretung in den Problemländern kaum hörbar selbst darstellen können.

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Immernoch fehlt der Wille

Kann eine EU-Romastrategie überhaupt Erfolg haben?

In der kommenden Woche will die Europäische Kommission ihren Entwurf für eine Strategie für die geschätzt 10 bis 12 Millionen Roma der EU vorstellen, wovon die meisten in Osteuropa leben. Die Strukturen der EU und der meist fehlende Wille der Nationalstaaten sprechen nicht für einen Erfolg.

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Das erste Wort sei: Gott

Ein Parteiprogramm als Grundgesetz? - Ungarn bekommt eine neue Verfassung

Zu Ostern, dem christlichen Fest der Auferstehung, wird der Regierungsblock Fidesz-KDNP "seinem" Land auch auf dem Papier eine neue Verfassung geben. Während Befürworter von einem epochalen Dokument sprechen, das die Nation zusammen- und in eine bessere Zukunft führen wird, spricht die Opposition von einem Angriff auf die Republik. Sogar Konservative bekommen Bauchschmerzen. Ein Überblick über die Debatte. / Bericht & Kommentar

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Elvis auf den Heldenplatz!

Ein Land wird umgeschmückt

Während die wirtschaftliche Konjunktur in Ungarn, wegen sozialistischer Altlasten und externer Feindeinwirkung, noch immer auf sich warten lässt, ist die nationale Umschmückung des Landes in vollem Gange. Nur Querulanten, Neider oder unbelehrbare Kommunisten können in der Sichtbarmachung der "Revolution an den Wahlurnen" Geschichtsrevisionsimus, wertlose Symbolpolitik oder gar heraufziehenden Personenkult erkennen. Sie werden "das ungarische Volk" nicht aufhalten.

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Widerstand abgewürgt?

Ungarische Tageszeitung klagt gegen Mediengesetz, die EU nicht

Die Hinhalte- und Beschwichtigungstaktik der ungarischen Regierung sowie ihrer zahlreichen Unterstützer in Brüssel, denen die konservative Solidarität wichtiger ist als eines der zentralen Grundrechte, scheint erfolgreich zu sein. Von der EU sind kaum mehr wirksame Angriffe auf das ungarische Mediengesetz zu befürchten, nun klagt die größte Qualitätszeitung des Landes, natürlich eine linke Gazette.

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Orbáns Chuzpe

Schall und Weihrauch beim Treffen mit Vertretern jüdischer Gemeinden

Moishe Kantor, Vorsitzender des Europäischen Jüdischen Kongresses warnt auf einem Treffen mit Viktor Orbán vor rechtsextremen Strömungen in Europa und hat speziell die ungarische Jobbik und die Lage in Ungarn im Blick. Doch wie bei vielen anderen Themen, behauptet Orbán einfach das Gegenteil, verharmlost und nutzt einmal mehr die Gelegenheit zur Legitimation für sein Mediengesetz, obwohl die Fakten eine ganz andere, hässliche Sprache sprechen.

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Für Freiheit und Vielfalt

10.000 bei Demonstration gegen das Mediengesetz in Budapest

Am Freitagabend fand in Budapest eine Demonstration gegen das neue ungarische Mediengesetz und gegen Demokratieabbau statt. Es ist die erste nennenswerte Protestkundgebung seit der Verabschiedung des vor allem im Ausland stark umstrittenen Gesetzes vor drei Wochen. Die Protestierer stellten klare Forderungen. Kleinere Demos auch in Pécs und Wien.

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Ungarn 2010 - Jahresrückblick
Teil 1: Januar bis Mai

Ein heftig bewegtes Jahr geht in Ungarn zu Ende. Der Rückblick auf die Höhe- wie Tiefpunkte beantwortet vielleicht auch Fragen, die sich viele erst heute stellen. Dass das erste Halbjahr für uns schon im Mai endet, hat mit der epochalen Wende zu tun, die Ungarn mit der Regierungunsübernahme durch die Wahlsieger erlebte.

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Vegetarische Suppenküche

Die Hare Krishna-Gemeinde in Ungarn tut mehr für Bedürftige als der Staat

Wenn die kahlköpfigen Männer der Glaubensgemeinschaft Hare Krishna durch die Fußgängerzone tanzen, unter ständiger Wiederholung der monotonen Mantra-Gesänge, werden sie dabei oft belächelt. In Ungarn leisten sie mit ihrer internationalen, vegetarischen Non-Profit-Lebensmittel Hilfsorganisation Food for Life einen wichtigen Beitrag zur Versorgung hilfsbedürftiger Menschen auf der Straße.

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Urbi et Orbán

Der ungarische Regierungschef beim Papst - Klerikalisierung der Gesellschaft
- MIT VIDEO

Besuche bzw. Audienzen von Regierungschefs beim Papst sind normalerweise nichts anderes als protokollarische Pflichttermine mit Blick auf den konservativen Teils des heimischen Stimmvolkes. Doch der “private” Auftritt Orbáns beim Papst betont auch passend die klerikal-nationalistische Wende, die Ungarn gerade durchmacht und die durch eine neue Verfassung zementiert werden soll.

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Rufmordkampagne gegen
Publizisten Paul Lendvai

Weil er die aktuelle Regierung in Ungarn kritisierte, wird Paul Lendvai nun auf übelste diffamiert. Der von den Stalinisten mit Berufsverbot belegte Lendvai, soll als IM für das Budapester Vorwenderegime gearbeitet haben: "freiwillig."

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Die Orbán-Show

Warum Europa Ungarn nicht versteht
KOMMENTAR

Der wagemutige Pragmatismus in der Wirtschaftspolitik und die Unterwerfung der Demokratie unter seinen Willen ist dem ungarischen Premier Orbán nicht genug. Ein nationaler Kleister muss das alles zusammenhalten. Europa kann sich bei der anstehenden EU-Ratspräsidentschaft 2011 jedenfalls auf eine tolle Ungarn-Show freuen. Es hat ja selbst am Drehbuch mitgeschrieben.

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Pressediktat

Schafft Ungarn die Pressefreiheit ab?

Nach der Unterwerfung der öffentlich-rechtlichen Medien unter den direkten Einfluss des Regierungschefs folgt nun der Versuch der inhaltlichen Doktrinierung aller anderen Medien. Für Journalisten wird ein eigenes "Straf"-Gesetz geschaffen, das zumindest die Möglichkeit direkter Eingriffe in die Pressefreiheit enthält und schon deshalb Unrecht ist.

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Orbáns Manifest

Ungarn bekommt eine neue Verfassung, mit TV-Programm - ein kritischer Überblick

Ungarn erhält im Frühjahr 2011 eine neue Verfassung. Das höchste Dokument des Landes soll ein Dokument des "Volkswillens" darstellen, wie ihn die Regierungspartei Fidesz aus den Wahlergebnissen dieses Jahres herausliest. Die neuen Machthaber lassen keinen Zweifel daran, dass mit dem Text die (Partei)-Prinzipien nationalkonservativer Ideologie dauerhaft als gesellschaftliche Leitkultur des Landes festgeschrieben werden sollen.

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Milchmädchenrechnung

Hungernde Kinder in Ungarn -
Milch gegen einen Systemfehler?

Es mag fast unglaublich klingen, aber rund 120.000 Schulkinder in Ungarn gelten als unterernährt, rund 20.000 davon müssen sogar regelrecht hungern. Die Regierung kündigte jetzt die Wiederbelebung eines Schulmilchprogrammes an, das, von der EU unterstützt, ein wenig diese nationale Schande verringern soll. Wie man den Ursachen begegnen will, sagt die Regierung nicht.

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Orbán hat sich weit aus dem Fenster gelehnt,...

...doch Ungarn kann sich nicht aus Europa ausklinken.

Das sagt Heinz-Albert Huthmacher, Leiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest, im Gespräch mit dem Pester Lloyd. Aktueller Revanchismus und Nationalismus sind für ihn mehr ein wahltaktisches Instrument als eine echte Gefahr für die Demokratie. Er sieht den “beklagenswerten Zustand” der Gewerkschaften und versucht die Möglichkeiten seiner Stiftung nach dem Machtwechsel in Ungarn zu erläutern.

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Mord nach Plan

Ermittlungen wegen Mordserie an Roma abgeschlossen

Die Untersuchungen einer Mordserie an ungarischen Roma, die in den Jahren 2008 und 2009 europaweit für Entsetzen sorgte, sind abgeschlossen. Das Nationale Ermittlungsbüro NNI hält alle vier Verdächtigen für schuldig, der Prozess wird im Herbst stattfinden. Die Ermittler konnten Verbindungen zu rechtsextremen Organisationen aufdecken, konkretisierten diese aber vorerst nicht.

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GASTKOMMENTAR
Eingeschüchtert und duldsam

Die ungarischen Gewerkschaften unter der Orbán-Regierung

Nach der parlamentarischen Opposition sind nun die ungarischen Gewerkschaften an der Reihe begreifen zu müssen, was es bedeutet, einer übermächtigen Regierung mit verfassungsgebender Mehrheit im Parlament gegenüberzustehen. Bereits in ihrer ersten Regierungsperiode war Fidesz den Sozialpartnern und insbesondere den Gewerkschaften alles andere als respektvoll begegneten.

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Marschieren im Hamsterkäfig

Lesben und Schwule demonstrierten isoliert in Budapest

Am letzten Samstag fand zum 15. Mal die alljährliche „Budapest Pride“ statt, die Parade der schwul-lesbischen Gemeinde in Ungarn für mehr Toleranz und Menschenrechte. Wie auch im Vorjahr konnte die Parade nur unter intensivem Polizeischutz stattfinden, die Teilnehmerzahl schrumpfte erneut, Ausländer stellten die Mehrheit und sich damit erneut die Frage nach dem Sinn solchen Aktionismus´.

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Regenbogen im Gegenwind

Gay Pride Parade und Festival in Budapest

Am 10. Juli findet in Budapest, auf dem Prachtboulveard Andrássy út, die alljährlich Gay Pride Parade statt, ein bunter Umzug von einheimischen und internationalen Homosexuellenverbänden. Damit einher geht vom 3. bis 11. Juli ein einwöchiges Festival, das 15. Budapest Pride, das viele Facetten schwul-lesbischer Lebenskultur abbildet, zu jeder Menge Parties einlädt. Auch homophobe und sehr gewaltbereite Gegendemonstranten haben sich wieder angekündigt.

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Non-Profit als Gewinn für alle

Eine Bürgernacht in Budapest am 26. Juni

Am Samstag, den 26. Juni 2010 findet in Budapest erstmals die so genannte Non-Profit-Night (auf Ungarisch: Civilek Éjszakája, also Bürgernacht) statt. Mit der Initiative möchten sich die vielen gemeinnützigen Organisationen in und um Budapest der Öffentlichkeit präsentieren.

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Präzedenzfall gegen Schulghettos

Gericht verurteilt Kommune wegen Diskriminierung von Roma

Das Oberste Gericht in Ungarn hat eine Kommune zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie Roma diskriminiert hat. Hintergrund ist ein Fall, wo fünf Schüler, angeblich wegen Platzmangels von einer öffentlichen Schule abgelehnt und in eine spezeille Romaschule gesteckt wurden. Es ist das erste Mal, dass solche Diskriminierung gerichtlich geahndet wurde.

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Ungarn auf Abwegen?

Jobbik ist kein Phänomen, sondern ein Produkt - KOMMENTAR

Seit in der Parteizentrale von Jobbik die Korken knallten, weil man mit 16,7% nicht nur klar den Parlamentseinzug schaffte, sondern auch die Zahl der Stimmen gegenüber der Europawahl 2009 verdoppeln konnte, fragt man sich vor allem in Westeuropa besorgt, was der Aufstieg der Rechtsextremisten zur drittstärksten politischen Kraft des Landes bedeuten wird. Muss man Angst um die Demokratie in Ungarn und die hiesigen ethnischen und kulturellen Minderheiten haben?

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Seifenblasen gegen Homophobie

Schwul-lesbischer Aktivismus im Vorfeld der Gay Pride Parade

Vergangene Woche fand in Budapest eine Kurzdemonstration unter dem Motto „Mit Seifenblasen gegen Homophobie“ auf dem Vörösmarty tér statt, organisiert von dem Team, das sich auch für die alljährliche schwul-lesbische Großdemonstration Budapest Pride verantwortlich zeichnet.

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Wann, wenn nicht jetzt?

Welches Bild machen wir uns von den Roma? - Eine Ausstellung in Budapest dekonstruiert Stereotypen

Zeitgenössische Künstler solidarisieren sich mit der Roma-Minderheit Ungarns, durch eine Ausstellung im Trafó und die Forderung nach Gleichberechtigung. Es geht ihnen um den Abbau von Stereotypen, aus denen oft die Vorurteile abgeleitet werden, die im Endeffekt Rassismus und Hass schüren. In ihren Kunstwerken stellen sie Roma in einem anderen Licht dar als es die meisten Betrachter gewohnt sein werden.

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Matinee statt Kampfansage

20 Jahre MSZOSZ: Sprachlose Gewerkschaften angesichts der rechtspopulistischen Wende

Der Gewerkschaftsverband MSZOSZ feierte dieser Tage den 20. Jahrestag seiner Gründung. Feiern ist vielleicht zu viel gesagt, immerhin erinnerte man an das Ereignis. Im aufgeladenen „vorrevolutionären Klima“ vor der Wahl hätte man sich von der Veranstaltung eine Botschaft mit Signalwirkung gewünscht. Doch diese Chance wurde vertan. Die “linke” Gewerkschaft schaltet in den Survival-Modus.

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Paragraph 269/C
oder
Die Geister, die man schuf

Warum das neue Gesetz gegen die Leugnung des Holocaust in Ungarn falsch ist

An einem der letzten Sitzungstage vor den ungarischen Parlamentswahlen hat die sozial-liberale Mehrheit ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass künftig die Leugnug des Holocaust unter Strafe stellt. Es steht verfassungsrechtlich auf tönernen Füßen und ist ein hilfloses Alibi. Der Regierungschef las beiden politischen Blöcken die Leviten.

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Treffpunkt der Idealisten

Warum demonstrieren in Ungarn so wenige Menschen gegen Rechts?

"Im Kalten Krieg der ungarischen Politik fehlt der Konsens der Demokraten", sagt Andrea Alföldi, Hauptorganisatorin der antifaschistischen Demonstration vom letzten Samstag, im Gespräch mit dem Pester Lloyd. Auch gibt es offenbar echte Angst, politisch klar Stellung zu beziehen. Doch ob die Duckmäuserei aus der Kádárzeit als Erklärung dafür genügt? Ein Blick hinter die Kulissen einer Demo und in die zerklüftete Welt engagierter Kleinstgruppen.

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Klage gegen Ministerium

Eine Zivilorganisation in Ungarn verklagt das Bildungsministerium wegen der Ausgrenzung von Roma an Schulen

Die Zivilorganisation "Chance for Children" hat Klage gegen das Bildungsministerium sowie die Person des Bildungs- und Kulturministers István Hiller wegen des Umgangs mit Roma eingereicht. Die Nichtregierungsorganisation begründet ihren Schritt damit, dass das Ministerium es unterlassen hat, das Gesetz über die öffentliche Bildung und den Gleichbehandlungsgrundsatz bei Romakindern durchzusetzen.

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Der verdrängte Skandal

Obdachlosigkeit: die Krise ist auf der Straße angekommen

Die Zahl der Obdachlosen und Hilfebedürftigen in Ungarn steigt rapide - doch der Staat kürzt die Gelder, auch um die Auflagen des IWF zu erfüllen. Die Zeichen bei den Hilfsorganisationen stehen indes auf Sturm: sie rechnen mit einem massiven Ansteigen der Obdachlosenzahlen in diesem Winter. - Eine Reportage über Hintergründe, Abgründe und Lichtblicke am Rande der Gesellschaft.

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IMPRESSUM

 

 

Wille und Wirkung

Eine Analyse der neuen Verfassung
für Ungarn - Teil 1 & 2

Allein aus dem Text der neuen Verfassung kann nicht hergeleitet werden, dass Ungarn auf dem Weg zu einer Diktatur sei, so der Autor dieser vergleichenden Analyse. Er konstatiert ein neues, "deutliches Machtungleichgewicht zwischen den Organen zugunsten der Regierung", das System der „checks and balances“ wird zumindest in Frage gestellt. Seine Schlussfolgerung: Um die Demokratie in Ungarn kann man sich, auch aufgrund seines neuen Grundgesetzes, Sorgen machen.

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24. Januar 2012   GESELLSCHAFT

Tragödie der ganzen Nation

Eröffnung des Wallenberg-Jahres in Ungarn, Anmerkungen zum "neuen" Antisemitismus

Außenminister Martonyi, sein schwedischer Amtskollege Carl Bildt sowie Yossi Peled, Minister aus Israel, eröffneten am 17. Januar in Budapest das "Raoul Wallenberg Jahr" zu Ehren des schwedischen Diplomaten. Wallenberg sei ein Vorbild. Doch wie sieht die Realität aus, wie steht es um den Antisemitismus in Ungarn heute?

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Gunst und Gnade

Der Präsident und seine "Plagiatsaffäre"

Als gestern ungarische Medien den Nachweis erbrachten, Staatspräsident Pal Schmitt hat seine 1992 eingereichte Doktorarbeit in großen Teilen abgeschrieben, wunderte sich das Volk gar wenig und es machte alsbald der Spruch die Runde: "Schon gehört, Schmitt soll nicht nur seine Doktorarbeit sondern auch sein Amt plagiiert haben...". Ungarn hat nun auch noch einen Guttenberg und Wullf in einer Person, dem Land bleibt wirklich nichts erpart...

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Es lebe die Republik!

Zehntausende demonstrierten gegen die neue Verfassung in Ungarn

Mehrere zehntausend Menschen demonstrierten am Montagabend in Budapest gegen die Orbán-Regierung und die neue Verfassung, die zu gleicher Zeit mit einem offiziellen Staatsakt in der Oper gefeiert wurde und von den Demonstranten als “Ende der Republik” und nur “einer Partei dienlich” abgelehnt wird. Die Polizei war mit einem Großaufgebot zugegen, einige Neonazis versuchten die Menge zu provozieren. Der Live-Bericht unserer Reporter vor Ort in der Nachlese:

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Rassismus als Konsens?

Sogar die die Hälfte der Grünen halten Roma für genetisch kriminell

Was durch die gesellschaftliche Atmosphäre seit Jahren angezeigt wird, wurde jetzt auch offiziell mit Zahlen belegt: beim international erhobenen „Radikalismus-Index“, der 33 Länder umfasst, landete Ungarn auf Platz 5, knapp hinter den Türken. Antisemitismus ist dabei stark auf dem Vormarsch, regelrecht verankert ist jedoch der Antiziganismus, dem auch der "weltoffene" Teil der Gesellschaft erlegen ist.

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Verbotene Menschen

Bürger protestieren gegen die Kriminalisierung von Obdachlosen in Ungarn

Einige Hundert Demonstranten versammelten sich am Freitag vor dem Parlament in Budapest, zu einem Schweigeprotest gegen ein Gesetz, das Obdachlose zu Kriminellen stempelt. Sie protestieren, schweigend, auch gegen eine inhumane, kalt kalkulierende Politik, gegen Gleichschaltung und andere Anmaßungen der Mächtigen. Vielleicht wäre eher Zeit zu schreien?

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Eine richtige,
ganz große Familie

Zu Besuch in einem SOS-Kinderdorf

Seit fast 30 Jahren gibt es SOS-Kinderdörfer in Ungarn. Sie bieten, was staatliche Kinderheime nicht bieten können: eine echte Familie. Bei einem Besuch im SOS-Kinderdorf in Kecskemét werfen wir einen Blick auf die engagierte Arbeit, die Probleme des Systems und einen Blick in die Wohnstuben der Menschen hinein, die mit ihren vielen verschiedenen Schicksalen eine Sehnsucht teilen, die nach Normalität und Geborgenheit, einem Ort und Menschen, zu denen sie gehören.

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Frühling im Herbst

“Solidarität” als Schlüssel für einen Politikwechsel in Ungarn?

Vieles, was beim Systemwechsel in Osteuropa und Ungarn schief gelaufen ist, lastete man lange einer unterentwickelten Zivilgesellschaft an. Doch im Herbst zeigt sich eine bunte Szene neuer gesellschaftlicher Bewegungen, die ihren Widerstand gegen die Zumutungen der rechtsnationalen Fidesz-Regierung anmelden. Der "Szolidaritás" wird dabei am ehesten zugetraut, der Demokratie in Ungarn wieder auf die Beine zu helfen.

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Armut als Straftat

Obdachlosen in Ungarn droht Gefängnis

Ab Dezember gelten in Budapest neue Ordnungsregeln für Obdachlose. Kurz gesagt, Obdachlosigkeit wird verboten. Wer sich nicht in Asyle einweisen lässt, riskiert Verhaftung und Geldstrafen, dabei hat die Regierung selbst erst die Platznot geschaffen. Die Maßnahmen zum "Schutz vor dem Kältetod" werden von einem Hardliner kooridiniert, der schon einmal versucht hat, Obdachlose zu kriminalisieren. Der Menschenrechtsbeauftragte zieht nun vor das Verfassungsgericht.

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Blutschlamm

Den Opfern eine Stimme geben - ein Jahr Giftschlammkatastrophe in Ungarn

Fast ein Jahr hat der Radiomacher Christian Lerch Opfer der Giftschlammkatastrophe in Kolontár und Devecser vom 4. Oktober 2010 begleitet. In dem bewegenden Feature "Blutschlamm. Die Flutkatastrophe im westungarischen Kolontar", eine Koproduktion von ORF und SWR, kommen sie zu Wort. Hier bekommen jene eine Stimme, die sonst nur als Zahlen vorkommen, als Opferstatistik des schmutzigen Spiels von wirtschaftlicher Skrupellosigkeit und politischen Machtkämpfen. - Mit Podcast und Sendemanuskript.

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Fehlende Aktionseinheit

Ungarns Gewerkschaften verfehlen auf getrennten Wegen das gemeinsame Ziel - ein Hintergrundbericht

Während die Gewerkschaftsdemo am Montag nicht einmal eine vollständige Menschenkette ums Parlament hinbekam, ruft eine neue Aktionsgemeinschaft von über 70 Gruppen ab dem 29. September zum "D-Day" auf und will das halbe Land mit Protesten überziehen. Derweil selektiert die Regierung sich ihre Gesprächspartner, die fallen prompt auf diesen Trick herein und pflegen alte Animositäten. Den Arbeitnehmern wird so niemand helfen.

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Die Unschuld auf der Flucht

Mit dem Tod von Sándor Képiró stirbt offiziell auch die Frage nach seiner Schuld

Vor wenigen Wochen wurde, der am Freitag mit 97 Jahren in Budapest gestorbene Képíró, vom Vorwürf der systematischen Tötung von Serben, Juden und Roma bei einem Massaker ungarischer Polizeikräfte 1942 in und um Novi Sad erstinstanzlich freigesprochen. Die Beweislage war dem Gericht zu dürftig, die Verteidigung übernahmen stramme Neonazis, der Richter gab zweifelhafte Statements ab.

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Die Republik der Bürger

Bürgerbewegung und neue Opposition
in Ungarn - Teil 3

Der dritte Teil unserer kleinen Serie befasst sich weder mit einer neuen Partei, noch einer Protestbewegung, sondern bewußt mit Bürgern, die sich für andere Bürger einsetzen, unabhängig davon, wer gerade an der Macht ist. Die Ungarische Vereinigung für Bürgerrechte TÁSZ ist bereits seit 1994 aktiv. Wir sprechen mit Eszter Jovánovics, Leiterin des dortigen Roma-Programms, über den alltäglichen Kampf um Rechtsgleichheit für Ungarns größte Minderheit als Hilfe zur Selbsthilfe und als eine Grundbedingung für den Kampf gegen die soziale Verelendung.

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Die Republik der Bürger

Bürgerproteste und neue Opposition
in Ungarn - Teil 2

Ist der herkömmliche Parteienstaat eher Teil des Problems statt der Lösung? Engagierte Menschen suchen neue Mittel gegen politische Apathie der Massen und den Machtrausch der Orbán-Regierung. Die junge Partei LMP ist aber überzeugt: "Eine andere Politik ist möglich." Deshalb heißt sie auch so. Doch noch ist die Abgrenzung wichtiger als die Mobilisierung der Massen. Der Pester Lloyd unterhält sich im zweiten Teil seiner Serie über die neue Opposition in Ungarn mit dem Abgeordneten Gábor Scheiring und dem Aktivisten und Soziologen Gábor Halmai.

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Während der vorbestrafte Neonazi-Führer von Gyöngyöspata wegen Körperverletzung an einem Polizisten mit einer Bewährungsstrafe davonkommt, wird eine Roma-Frau wegen einer Ohrfeige ins Gefängnis gesteckt. Wir / Sie können das verhindern, durch eine Spende. >>>

 

Immergleiches Ritual

Die 2011er Gay Pride Parade in Budapest

"Ausländische Schwule gehen auf Budapester Einwohner los." So - sinngemäß - die wahrlich sensationelle Meldung der ungarischen Nachrichtenagentur MTI, die sich auf einen Polizeibericht stützt. Dabei lief die Gay Pride Parade in Budapest am Samstag recht ruhig in den üblichen traurigen Ritualen ab. Auf der einen Seite ein bunter Haufen Demonstranten, auf der anderen die uniformierte Aggression von Neonazis und anderen Homophoben.

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Die Unbelehrbaren

Gyöngyöspata und die "Zigeunerfrage"
in Ungarn

Die Aufarbeitung der Vorkommnisse in Gyöngyöspata wird immer absurder. Der Regierung geht es weniger um die Ursachen der Spannungen bzw. deren Beseitigung, sondern darum, "welche Kräfte daran Interesse haben, Ungarns Ruf im Ausland zu schädigen". Realitätsververweigerung auf verschiedenen Seiten machen die Betroffenen zu politischen Spielbällen. Die EU gibt sich ahnungslos.

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Weiße Westen, schwarze Schafe

Staatlicher Geschichtsrevisionismus
in Ungarn

Ein Staatssekretär nimmt direkten Einfluss auf die Dauerausstellung der Budapester Holocaust-Gedenkstätte. Ihm passt es nicht, dass die Macher den Einmarsch Horthys in Siebenbürgen 1940 und die späteren Deportationen von dortigen ungarischen Juden in einen historischen Zusammenhang stellen. Nun wird wohl bald die ganze Leitung der Gedenkstätte ausgewechselt. Angesichts aktueller Ereignisse in Ungarn ein fatales Signal.

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Rettungsschirm der Solidarität

Tag der Hoffnung und des Zorns:
50.000 europäische Gewerkschafter demonstrierten in Budapest
REPORTAGE

Dass sich die sechs ungarischen Gewerkschaftsbünde überhaupt einmal einig wurden und dann auch noch so viele Menschen mobilisieren konnten, kann für die Arbeitervertreter als großer Erfolg gewertet werden. Was sie einigte, ist die Arroganz der Politik, "die verächtlich auf die Gewerkschaften herabschaut." und massiv Arbeitnehmerrechte beschneidet. Der Pester Lloyd begleitete einige der Organisatoren vom Heldenplatz zum Oktogon.

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Toleranz erfordert Wissen

Muslime und Islamfeindlichkeit in Ungarn

Ungarn, das zeigt der Entwurf der Präambel zur Verfassung deutlich, durchläuft gerade eine Art neue Christianisierung. Im Gespräch mit Zoltán Sulok, dem Präsidenten der „Organisation der Muslime in Ungarn“ wollen wir mehr über Weltsicht, Lage und Perspektiven der Muslime in Ungarn erfahren. Er sagt, dass der Antisemitismus derzeit das größere Problem für das Land ist....

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„Ich wünsche euch
ein Leben ohne Angst“

Ungarische Zeitzeugin berichtet in Deutscher Schule Budapest vom Holocaust

Éva Pusztai, die 1944 als Achtzehnjährige von Debrecen nach Auschwitz deportiert worden war, erzählte SchülerInnen der 9. und 10. Klassen von ihrem Leben und Leiden vor, während und nach dem Holocaust. Zwei berührende Geschichtsstunden, die geradezu nach einer Fortsetzung und Vertiefung mit dem Blick aufs Heute rufen.

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Ausgelagert

"Europäischen Romastrategie" und
eigene Verantwortung

Ein aktuelles Papier: "Europas Verantwortung als Chance für die Roma" von EU-Kommissar Andor und Staatssekretär Balog, enthält eine Reihe von klugen Einschätzungen und auch den Ansatz selbstkritischer Reflektion. Es soll die EU weiter aufrütteln, sich ernsthaft einer gemeinsamen Romastrategie zuzuwenden, da die weitere Vernachlässigung dieser ethnischen Minderheit allen schadet. Etliche Punkte sind aber Beschönigungen und schwere Fehleinschätzungen. Die eigenen Versäumnisse werden an die EU delegiert. Eine kritische Analyse.

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Racheengel im Namen
des Volkes?

Gyula B. jagt Dr. Phil.: Orbáns Sonderermittler auf Sozialistenjagd

Die "Zeit der Abrechnung" in Ungarn braucht auch einen "Abrechnungsbeauftragten". So heißt, leicht verkürzt, der von Premier Orbán persönlich zum Sonderermittler ernannte Parteifreund, der Fälle von Korruption und Amtsmissbrauch der Vorgängerregierung aufklären, sie aber vor allem in der Öffentlichkeit breittreten soll. Wird ein System der Korruption durch ein System politischer Willkür abgelöst?

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Öffentliche Moral

Ungarische Regierungspartei ehrt Hassprediger, EU schickt Papiertiger

Die EU-Kommission hat der Regierung einen Brief überstellt, indem partielle Kritik am Mediengesetz geübt wird. Das Schreiben ist ein Papiertiger, für Ungarn wird es kein Problem sein, die Fragen "befriedigend" zu beantworten ohne den Charakter des Gesetzes zu ändern. Zeitgleich wurde der führende Hassprediger des Landes von der Regierungspartei mit der Madách-Medaille geehrt. Ein Beispiel dafür, welche "öffentliche Moral", die u.a. durch das Mediengesetz aufgewertet werden soll, an der Tagesordnung ist.

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"Da müssen wir durch..."

Weitere Debatten zum Mediengesetz in Ungarn, Demo am 14.1. UPDATE

Der Schlagabtausch auf medialer wie diplomatischer Ebene geht weiter und mutiert zum Rollenspiel. Während sich Premier Orbán und Außenminister Martonyi im Ausland den Anschein von Kooperationsbereitschaft geben, wird eine Sachdebatte weiter verweigert. Stereotype und die Diffamierung von Kritikern bleiben die Hauptwerkzeuge der Regierungstreuen.

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Rundfunktipp - SWR2-Forum:
Ist das noch Europa?
“Wie Ungarn die Demokratie beseitigt”

Es diskutieren: Michael Frank Wien-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Kai-Olaf Lang von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und Marco Schicker, Chefredakteur des Pester Lloyd

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Auf verlorenem Posten?

Gewerkschaften in Ungarn: zerstritten, schwach und starr

Was der Politologe und Buchautor Gábor Török den Oppositionsparteien rät, könnte ebenso für die ungarischen Gewerkschaften gelten: Sie müssen endlich die Schockstarre, in die sie nach der „Aprilrevolution an den Urnen“ gefallen sind, überwinden, indem sie wieder zu sich selbst finden und zu „kämpfen“ beginnen. Doch bei den Gewerkschaften ist die Ausganssituation schlechter als je zuvor...

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Die Offenbarungen
des Apostels Pál

Die Verfassungsdebatte in Ungarn wird immer absurder

In einer Denkschrift offenbarte Staatspräsident Pál Schmitt kürzlich seine Visionen von der Rettung der ungarischen Sprache und einer Art göttlichem Auftrag für die neue Konstituierung des Landes. Das Pamphlet erntete Hohn und Spott und wurde bald zurückggezogen. Doch die republik- und geistesfeindliche Haltung darin wird in Ungarn immer mehr zur Leitkultur.

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“Sollen sie doch schießen...”

Polizei verbietet Demonstration in Devecser

Anwohner der von der Giftschlammkatastrophe am 4. Oktober verwüsteten Gemeinde Devecser haben für diesen Freitag eine Protestkundgebung angekündigt, um ihrem Ärger über die “unvollständige Schadensregulierung” und schlechte Informationspolitik seitens der ungarischen Regierung Luft zu machen. Die Polizei von Veszprém verbot die Kundgebung mit einer eigenartigen Begründung.

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Bestandsaufnahme in der "Werkstatt Ost"

„20 Jahre Deutsche Einheit – Stand und Perspektiven“ - eine Diskussionsrunde in Budapest

In der vergangenen Woch fand eine von Deutscher Botschaft Budapest, Friedrich Ebert Stiftung und der Andrassy-Universität organisierte Veranstaltung „20 Jahre Deutsche Einheit – Stand und Perspektiven“ in Budapest statt. Mit der Vortragsreihe sollte die aktuelle Situation Deutschlands im Kontext des zwanzigjährigen Jubiläums der Deutschen Wiedervereinigung analysiert werden.

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Alles unter Kontrolle?

Einen Monat nach der Giftschlammkatastrophe sind noch
fast alle Fragen offen

Rund 300 Menschen gedachten Allerheiligen auf dem Friedhof von Kolontár den neun Toten der Giftschlammkatastrophe. Einen Monat nach "der größten Umweltkatastrophe in der Geschichte Ungarns" sind weder die Schuldigen bestraft, noch ist den Opfern adäquat geholfen. Von einer Aufarbeitung im Sinne längerfristiger Perspektiven ist erst recht nichts zu spüren, die offiziellen Stellen fallen in die alten Gewohnheiten des Herunterspielens und Verschweigens.

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Ich bedaure, aber...

Freigelassener MAL-Chef spricht von denkbarem “Terroranschlag”

Der am Montag verhaftete Vorstandschef der MAL, Zoltán Bakonyi, ist bereits seit Mittwochnachmittag wieder auf freiem Fuß. In einem Interview bei CNN richtet er seinen Landsleuten aus, dass ihn und das Unternehmen keine Schuld trifft, man aber sehr wohl bedauere und so seine ganz eigene Theorie über die Ursachen habe.

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Schlammschlachten

Ungarn und seine wahren Katastrophen - KOMMENTAR

Man könnte meinen, der göttliche Drehbuchautor ist ein Fidesz-Fan mit leichtem Hang zur Schmierenkomödie. Wie sonst konnte er ausgerechnet eine rote Giftschlammsintflut über das Land kommen lassen? Dabei sah man Viktor Orbán durchaus an, dass er auf diese Steilvorlage für seine “konservative Revolution” gerne verzichtet hätte. Ausgeschlachtet wird die Lage trotzdem.

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Den Opfern
in die Augen schauen

Eine Fotoausstellungen in Budapest konfrontiert mit den Morden an Roma in Ungarn

Stattgefunden hat die Anschlagswelle im demokratisch verfassten Ungarn, Mitglied der EU, unter einer sozialistischen Regierung, ausgeübt von Angehörigen der sogenannten Mehrheitsbevölkerung. Die Konfrontation mit solchen unbequemen Wahrheiten und durch den Anblick der Opfer verübt derzeit die Budapester Kunsthalle in einer Fotoausstellung.

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Europas bewgeglichste Bürger

Dt-ung. Forum zur Diskriminierung der Roma in den Medien

Die Deutsche Botschaft Budapest und Magyar Televízió (MTV) veranstalteten am vergangenen Freitag einen Erfahrungsaustausch zwischen Medienvertretern sowie zivilen Organisationen. Wie begegnet man dem Problem der dominanten Negativdarstellung der Roma in den Medien und deren Wirkung auf die Mehrheitsbevölkerung?

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Gömbölinis Rückkehr

"Erster ungarische Nationalsozialist" erhält alte Weihen zurück

Die Stadt Orosháza hat Gyula Gömbös die Ehrenbürgerwürde wiederverliehen, die diesem zuvor von den Sozialisten abgesprochen wurde. Die Entscheidung ist nicht nur eine Posse geltungssüchtiger Lokalpolitiker, sondern Ausdruck des neuen politischen Mainstreams in Ungarn, in dem auch die Ära des Hitlerfreunds Horthy entstellt und verherrlicht wird.

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KOMMENTAR
Nein! Nein! Niemals!!

Nationalballast: Ungarn und das Erbe von Trianon

Nicht erst mit dem Aufstieg der rechstextremen Partei Jobbik häufen sich die Anzeichen für eine kollektive Tolerierung revisionistischer Stimmungen. Auch in den Kreisen der herrschenden Nationalkonservativen werden Geschichtsfälschungen - wie ein Trianon-Denkmal in Kecskemét - als Mittel der Propaganda benutzt, was Ungarn auf einen gefährlichen Weg führt.

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Von Volksaufstand bis Jugoslawienkrieg

Ein Gedächtnis des “Ostblocks”: das Open Society Archive in Budapest

Das von George Soros finanzierte Open Society Archive in Budapest basiert auf den Sammlungen des Radio Free Europe, eines westlichen Propagandasenders aus Zeiten des Kalten Krieges. Was damals Dokumentation totalitären Unrechts, aber auch Werkzeug der Manipulation war, soll heute durch größtmögliche Offenheit Transparenz und Aufklärung schaffen. Dabei will man mehr sein als eine bloße Verwahranstalt für Papierberge.

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Nationaler Traumatag

Fidesz macht den Kampf gegen "Trianon" zur Staatsdoktrin
- MIT KOMMENTAR

Der 4. Juni soll per Gesetz zum "Tag der nationalen Einheit" erklärt werden, an dem "alle Landsleute in der Region an die größte Tragödie Ungarns im 20. Jahrhundert" erinnert werden. Die Wortwahl des Gesetzentwurfes offenbart finsterste revanchistische Ideologie, die für die Zukunft wenig Gutes erhoffen lässt.

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Wieder Fälle von Sklaverei

Die ungarische Polizei muss sich mit neuen Fällen "moderner Sklaverei" befassen. In Kaposvár und in Ostungarn sind drei Fälle anhängig, in denen Familienbetriebe regelrechte Sklavenplantagen aufgezogen haben und Menschen zu unbezahlter Arbeit unter grausamsten Bedingungen gezwungen worden sind.

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Milchkaffee hat keine Vorurteile

Mit Witz und Verstand gegen den Rassismus gegen Roma in Ungarn

Mit der grotesk-romantischen Actionkomödie "Mocha Frapuchino" kämpft eine Gruppe Aktivisten gegen Vorurteile gegenüber den Roma in Ungarn und anderswo in Europa an. Die Vorführungen der Filme sind gleichzeitig Benefizveranstaltungen für ganz konkrete Hilfpsrojekte. Am Samstag ist in Budapest Premiere. Die Initiative zeigt, wie wirkungsvoll es sein kann, wenn die Bürger ihre Stimme erheben.

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Mit Kanonen
auf Dreckspatzen?

Der Widerstand gegen die Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz wird wieder intensiver

Eine ungarische Bürgerinitiative fährt Kanonen auf und eine Greenpeace-Recherche stellt die Wirtschaftlichkeit der Anlage grundsätzlich in Frage, die Begas hält - vorerst - daran fest. Kritik gibt es auch am imperialen Gehabe des burgenländischen Landeshauptmanns.

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Gegen die Hasskultur

György Dalos kann Fidesz zwar nicht ausstehen, wünscht der neuen Regierung dennoch viel Glück

Der Schriftsteller und Historiker György Dalos kam im Rahmen der “Scene NRW” zu einer Lesung nach Bochum, die fast zwangsläufig in eine politische Diskussion mündete. Außerdem verriet er uns sein neuestes Buchprojekt. Es handelt von Gorbatschow.

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Ein Fünkchen Hoffnung

Ein Ansatz von Dialog am Welttag der Roma in Ungarn

„Ändert euch!“ ist der kurze und präzise Aufruf Zoltán Balogs von einer kleinen bürgerlichen Stiftung. Er gilt nicht in erster Linie den Roma, sondern der ungarischen Gesellschaft in Bezug auf den Umgang mit der größten ethnischen Minderheit des Landes. Zum Welt-Roma-Tag versammelten sich Bildungsbürger wie Romavertreter, leider nur zu einer Nischenveranstaltung, und versuchten wenigstens einen Dialog über das Mögliche und das Notwendige.

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Standardmodell
Sonderschule

Ausgrenzung als Bildungsstrategie: in der Slowakei sollen gesonderte Internate für Roma den Bildungsnotstand der Minderheit bekämpfen

Wenn die Slowakei ihr Projekt der gesonderten Internate für Roma in die Tat umsetzt, "dann werden sich alle die aus dem Menschrechtsbereich über uns hermachen...", warnt Premier Robert Fico schon vorab. Doch das genauso absurde wie einleuchtende Projekt enthält eine traurige Wahrheit, die gefährlichen Charme entwickeln wird.

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"Sie wussten, was sie taten"

Mitgemordet: Details der Klage gegen die ungarische Staatsbahn

Die Milliarden-Sammelklage gegen die MÁV wegen Beteiligung an der Deportation der ungarischen Juden 1944, führt zu Diskussionen in der ungarischen Öffentlichkeit. Während sich die Bahn selbst noch bedeckt hält und behauptet, man habe davon überhaupt erst in den Medien gehört, nimmt sogar die jüdische Gemeinde die Bahn in Schutz. Die Kläger drücken sich jedoch deutlich aus: die MÁV habe aktiv die Deportation organisiert, Bahnangestellte haben auch gemordet.

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Verbrecherehre

Neonazis treffen sich 65 Jahre nach Kriegsende zum “Tag der Ehre” in Budapest

Angeblich wurde Ungarn vor 65 Jahren vom Faschismus befreit, doch in- und ausländische Neofaschisten planen in Budapest Gedenkmärsche zum "Tag der Ehre" am 13. Februar. Die "Ungarische Garde", die Straßenkampftruppe der Partei Jobbik, bekennt sich nun auch offen als Neonazis. Eine Gegendemo des Bündnisses "Bürger gegen Rechtsextremismus" ist zwar geplant, viel erwarten darf man davon aber nicht.

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Heldentod für Hitler?

Ein Kuhhandel Horthys führte zum "Stalingrad der Ungarn" - Honvéd spricht von “Heldentod”

Beim Gedenken an die 50.000 gefallenen ungarischen Soldaten am Don 1943 offenbarte das Verteidigungsministerium kürzlich ein eigenartiges Geschichtsbild. Der Kampf der ungarischen Hilfstruppen Nazideutschlands wird mit dem Abwehrkampf der Monarchie gegen die einfallenden Osmanen 1526 bei Mohács gleichgesetzt und ihr Untergang als "Heldentod" zelebriert.

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Medaillenwürdige Impfaktion

30% der Bevölkerung gegen H1N1 geimpft, 100 Tote, die Regierung ist  zufrieden

Die ungarische Regierung hat, wegen der ständig kleiner werdenden Nachfrage, entschieden, die Impfzentren, die extra wegen des H1N1-Virus eingerichtet wurden, am 4. Februar zu schließen. Fast 100 Menschen sollen an der neuen Grippe gestorben sein, 3 Millionen wurden geimpft, dafür will der Regierungschef den Verantwortlichen am liebsten eine Medaille umhängen. Zweifel am Sinn der teuren Großaktion hat offiziell niemand mehr.

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Pathos und Event

Die Kultur(haupt)stadt Pécs 2010 - eine Chance zur Selbstfindung
- KOMMENTAR & HINTERGRUND

Marktschreierische Übertreibungen und historische Schizophrenie, übelmeinende Medien und hauseigene Versäumnisse. Dass Pécs 2010 überhaupt stattfindet, ist schon ein kleines Wunder, in einem Land, dass im Moment mit sich selbst vollkommen überfordert ist. Wir sollten uns freuen, dass Pécs das Geld und die Möglichkeiten erhält, um aus seinem "Dornröschenschlaf" zu erwachen, auch wenn die Aufwachphase länger dauert als anderswo.

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