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Standardmodell Sonderschule
Ausgrenzung als Bildungsstrategie: in der Slowakei sollen gesonderte Internate für Roma den Bildungsnotstand der Minderheit bekämpfen
Wenn die Slowakei ihr Projekt der gesonderten Internate für Roma in die Tat umsetzt, "dann werden sich alle die
aus dem Menschrechtsbereich über uns hermachen...", warnt Premier Robert Fico schon vorab. Doch das genauso absurde wie einleuchtende Projekt enthält eine traurige Wahrheit, die
gefährlichen Charme entwickeln wird.
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"Sie wussten, was sie taten"
Mitgemordet: Details der Klage gegen die ungarische Staatsbahn
Die Milliarden-Sammelklage gegen die MÁV wegen Beteiligung an der Deportation der ungarischen Juden 1944,
führt zu Diskussionen in der ungarischen Öffentlichkeit. Während sich die Bahn selbst noch bedeckt hält und behauptet, man habe davon überhaupt erst in den Medien gehört, nimmt sogar die jüdische
Gemeinde die Bahn in Schutz. Die Kläger drücken sich jedoch deutlich aus: die MÁV habe aktiv die Deportation organisiert, Bahnangestellte haben auch gemordet.
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Verbrecherehre
Neonazis treffen sich 65 Jahre nach Kriegsende zum “Tag der Ehre” in Budapest
Angeblich wurde Ungarn vor 65 Jahren vom Faschismus befreit, doch in- und ausländische Neofaschisten planen in
Budapest Gedenkmärsche zum "Tag der Ehre" am 13. Februar. Die "Ungarische Garde", die Straßenkampftruppe der Partei Jobbik, bekennt sich nun auch
offen als Neonazis. Eine Gegendemo des Bündnisses "Bürger gegen Rechtsextremismus" ist zwar geplant, viel erwarten darf man davon aber nicht.
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Heldentod für Hitler?
Ein Kuhhandel Horthys führte zum "Stalingrad der Ungarn" - Honvéd spricht von “Heldentod”
Beim Gedenken an die 50.000 gefallenen ungarischen Soldaten am Don 1943 offenbarte das Verteidigungsministerium
kürzlich ein eigenartiges Geschichtsbild. Der Kampf der ungarischen Hilfstruppen Nazideutschlands wird mit dem Abwehrkampf der Monarchie gegen die einfallenden Osmanen 1526 bei Mohács
gleichgesetzt und ihr Untergang als "Heldentod" zelebriert.
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Medaillenwürdige Impfaktion
30% der Bevölkerung gegen H1N1 geimpft, 100 Tote, die Regierung ist zufrieden
Die ungarische Regierung hat, wegen der ständig kleiner werdenden Nachfrage, entschieden, die Impfzentren, die extra
wegen des H1N1-Virus eingerichtet wurden, am 4. Februar zu schließen. Fast 100 Menschen sollen an der neuen Grippe gestorben sein, 3 Millionen wurden geimpft, dafür will der
Regierungschef den Verantwortlichen am liebsten eine Medaille umhängen. Zweifel am Sinn der teuren Großaktion hat offiziell niemand mehr.
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Pathos und Event
Die Kultur(haupt)stadt Pécs 2010 - eine Chance zur Selbstfindung - KOMMENTAR & HINTERGRUND
Marktschreierische Übertreibungen und historische Schizophrenie, übelmeinende Medien und hauseigene Versäumnisse.
Dass Pécs 2010 überhaupt stattfindet, ist schon ein kleines Wunder, in einem Land, dass im Moment mit sich selbst vollkommen überfordert ist. Wir sollten uns freuen, dass Pécs das Geld und die
Möglichkeiten erhält, um aus seinem "Dornröschenschlaf" zu erwachen, auch wenn die Aufwachphase länger dauert als anderswo.
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Polizisten als Opfer und Täter
Statistik und Realität - Mord an Geldwechsler - Übergriff auf Roma
Der ungarische
Polizeikommandant, József Bencze, konnte sich über den Rückgang der registrierten Kriminalität in Ungarn um 6% bis Ende November, nicht wirklich freuen. Lebensgefährliche Anfgriffe auf
Polizisten nehmen zu, aber auch die Kriminalität von Polizisten wird augenfälliger.
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Rechtsextreme schaden dem ganzen Land
Elie Wiesel und Premier Bajnai über den Kampf gegen die extreme Rechte
Am Donnerstag besuchte der Friedensnobelpreisträger und Schriftsteller Eli Wiesel Budapest. Der
Holocaustüberlebende nutzte den Tag der Menschenrechte, um die Durchsetzung derselben einzufordern. Er bedauert, dass sich dahingehend in Ungarn die Dinge eher zum Schlechten
gewandelt hätten, denn zum Guten.
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Mikulás als Virenschleuder
Das ungarische Gesundheitsamt warnt die Kinder vor dem Nikolaus
Am besten nicht
Küssen, keine Hände schütteln und auch nicht zu nahe kommen. So lauten die neuesten amtlichen Warn- und Verhaltenshinweise für Nikoläuse und Kinder in Ungarn. Und sie sind ernst
gemeint. Jetzt am Wochenende warten viele kleine Pausbacken aufgeregt auf den Mikulás, der am 6. Dezember den Braven die Geschenke in die Socken stopfen soll. Doch das Gesundheitsamt warnt eindringlich.
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Alles Hysterie?
Zweifel unterdrückt: Ungarn setzt auf Vollimpfung gegen Schweinegrippe - 34.000 neue Fälle in einer Woche?
Seit letzter Woche gibt es im ganzen Land mehr als 200 Impfzentren, in denen sich Impfwillige zügig mit dem Impfstoff
gegen das H1N1-Virus versorgen lassen können. 1,5 Millionen sind schon versorgt, angeblich explodieren die Grippefälle geradezu. Generalstabsmäßig wird die Massenimpfung abgespult,
begleitet von reichlich Propaganda.
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Parade ohne Garde
Jobbik feierte den ungarischen "Helden" Miklós Horthy - MIT VIDEO
Ohne größere Sicherheitsprobleme ging am Sonntag eine Veranstaltung der rechtsradikalen Partei Jobbik zu Ende,
die den 90. Jahrestag des Einmarschs von Miklós Horthy in Budapest zum Thema hatte. Ungefähr 2.000 Menschen vesammelten sich zu einer "Gedenkveranstaltung". Als sich der
Prozession der Rechtsradikalen auch rund 400 Mitglieder der verbotenen "Ungarischen Garde" anschließen wollten, unterband die Polizei ihnen den Zugang zum Veranstaltungsort.
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Das Elend der Liebesdiener
Prostitution in Ungarn: zwischen Duldung und Illegalität
Ungarns Prostituierte sind im Europa-Vergleich extrem gering bezahlt, der Markt ist überschwemmt. Sie
arbeiten und leben in einem erniedrigenden Graubereich zwischen "Duldungszonen", Behördengängelei und Umfeldkriminalität. Die Huren sollen zwar Steuern zahlen, aber ein
menschenwürdiges Dasein wird ihnen nicht gewährt.
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Ein Sträusschen Chrysanthemen
Die Händlerinnen von den Haltestellen: Altersarmut und Lebenswille in Ungarn
Die Renten in Ungarn
genügen - im Durchschnitt - zum Überleben. Aber wie sieht es unter diesem Durchschnitt aus? An den Budapester Metro- oder Vorortbahnstationen Budapests sieht man viele Frauen. Sie
versuchen mit dem Verkauf von Blumen oder Handschuhen ihre Rente ein wenig aufzubessern, manchmal müssen sie davon ihre ganze Familie ernähren. Wir begleiteten zwei ältere Damen durch
ihren Arbeitstag und erkundigten uns bei einer Soziologin nach der Lage der Rentner in Ungarn.
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Schlag gegen Sláger
Zwei beliebte Radiosender in Ungarn verlieren ihre Lizenzen
Sláger Rádió und
Danubius Rádió, zwei der führenden populären Rundfunksender in Ungarn, wurde die Verlängerung ihrer Lizenzen verweigert. Die zuständige Stelle zur Frequenzvergabe, ORTT, stimmte gegen
das Gebot der beiden Sender. Die freigewordenen Frequenzen gehen damit für die nächsten sieben Jahre an zwei Konsortien mit Namen FM1 und Advenio. Hinter allem steckt ein heftiger
politischer Machtkampf um die Vorherrschaft auf dem Medienmarkt.
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Getrennt gedenken
Am 23. Oktober jährt sich der Volksaufstand 1956 in Ungarn. Wieder die Zeit für Gedenken, Selbstkritik, Streit unter Politikern - und ein langes Wochenende für Alle
Der 23. Oktober ist der dritte Nationalfeiertag in Ungarn. An diesem Tag wird dem Volksaufstand 1956
gedacht, im März der Revolution gegen Habsburg und Adel, im August der Staatsgründung und dem Heiligen Stephan. Im Oktober vor 53 Jahren haben sich die Ungarn von einer
autokratisch-spätstalinistischen Diktatur und dem Griff Moskaus befreien wollen...
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Zu Ehren “des Größten”
Puskás-Preis der FIFA für spektakulärstes Tor der Saison initiiert
Der Weltfußballverband FIFA hat den "Ferenc Puskás Preis" ins Leben gerufen.
Er soll einmal im Jahr an jenen Spieler vergeben werden, der das spektakulärste Tor der Saison erzielt hat, teilte FIFA-Boss Sepp Blatter am Dienstag in Felcsút mit, einem Ort 40 kom vor
Budapest, in dem sich die nach dem legendären Spieler benannte Fußballschule befindet.
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Schwerpunktthema:
20 Jahre Grenzöffnung Weg, weg, weg
Eine ungarische Flüchtlingshelferin erinnert sich an 1989 + weitere Beiträge
Mária Szondi hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt und spricht dennoch von "kriegsähnlichen Zuständen" damals, im
Sommer 1989. Während die Mächtigen der Politik Ränke spielten, halfen sie und viele andere Ungarn den Menschen konkret. Die DDR-Bürger konnten das Eingesperrtsein einfach nicht mehr
ertragen, stellt sie fest. Und die Debatten über einen Schießbefehl der ungarischen Grenzpolizei hält sie schlicht für "ein Märchen".
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Hassrede im Amt
Bürgermeister und “Garde” hetzen weiter gegen Roma in Ungarn
Der neuerliche Aufmarsch der verbotenen "Ungarischen Garde" in einem Dorf mit Romaghetto hatte eine
neue Qualität. Nicht nur, dass die Polizei nicht einschritt, ein Bürgermeister hielt auch noch eine amtliche rassistische Hetzrede gegen die Zigeuner und wetterte gegen die Regierung, - vor
versammelten Kollegen aus der Lokalverwaltung. Jobbik-Chef Vona ortet eine Geheimdienstverschwörung hinter den Morden an Roma und kündigte nach den Wahlen Säuberungsaktionen in der Polizei an.
ZUM BEITRAG
"Ungarische Garde" zum Höchstgericht >>> Bewaffneter Überfall auf Autobahn M1 >>>
Milde Strafen für Extremisten >>> Höchste Sterblichkeit unter 60 >>>
Musik und heiße Luft für den Klimaschutz
Umwelt-Pop-Aktion der EU auf Station in Budapest
Kürzlich hielt sich der deutsche Jungschauspieler und Teenyschwarm Tobias Schenke – dem deutschen
Publikum durch Filme wie Harte Jungs (2000) und Kleinruppin forever (2004) bekannt geworden – im Dienste der EU-Umweltkampagne „Play to stop: Europe for Climate“ in Budapest auf.
Gemeinsam mit einigen anderen ökologisch aufgeklärten Jungstars europäischer Länder trat er im Rahmen eines MTV-Konzertes der britischen Band The Editors als Nationaler Botschafter der Kampagne auf.
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Computer im Nirgendwo
Wie man den Roma in Ungarn nicht hilft
Eine Kooperation zwischen Microsoft und der Nationalen Entwicklungsagentur Ungarns verschaffte zwei Schulen in
sogenannten benachteiligten Gebieten (vernachlässigt wäre treffender) kostenlos Computer und Software. Eine Maßnahme, die an Aktionen in Entwicklungsländer erinnert und nicht
darüber hinwegtäuschen kann, dass es immer noch keine wirklichen Konzepte in den "Roma-Regionen" gibt, weil die Politik diese verhindert.
ZUM BEITRAG
Polizeichef: Rache ist kein Weg >>>
Roma-Morde: Beweislast ist erdrückend >>> Hunderte Roma denken an Exil >>>
Allzu lebendiges Museum
Die "Garde" lässt sich auf Privatgelände vereidigen
Die verbotene "Ungarische Garde" hat sich am Wochenende wieder mehrfach in Szene gesetzt, um ihre
Handlungsfähigkeit zu beweisen. Am Nationalfeiertag provozierten Provinzgardisten, am Freitag blockierte man die slowakische Grenze und am Samstag versuchten rund fünfhundert
"Gardisten" eine "Vereidigung" auf Privatgelände in Szentendre. Die Polizei schritt, wenn überhaupt, sehr gemäßigt ein.
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Rétes und Spiele
Ungarn hat am 20. August seinen wichtigsten Nationalfeiertag
Der 20. August, Ungarns
wichtigster Nationalfeiertag, wird auch in diesem Jahr die übliche Mischung aus Volksfest und traditionellen Huldigungen des Staatsgründers bieten, auch wenn das
Land eigentlich nicht viel zu feiern haben dürfte. Ungarn begeht in jedem Jahr drei offizielle Staatsfeiertage...
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Nazidemos verboten - Randale befürchtet >>>
RECHTSEXTREMISMUS
Hesslicher Aufmarsch
Regierungschef will Nazidemo in Ungarn verhindern
Nirgendwo in Europa können Neonazis derzeit so ungestört marschieren und krakeelen wie in Ungarn. Daher soll
Hitlers Stellvertreter, Rudolf Hess, am 15. August in Budapest gehuldigt werden. Doch diesmal wollen der Ministerpräsident und eine Gegeninitiative den Naziaufmarsch plus
Konzert verhindern, zumindest aber ein sichtbares Gegensignal setzen. Ungarn soll "kein Paradies für Nazis" werden, meint der Premier. Werden die Ungarn diesmal ihre Apathie überwinden? Und
wie positioniert sich Jobbik?
ZUM BEITRAG
Rundfunktipp: SWR2 Forum Feindbild Zigeuner Was sind die Gründe für das Elend der Roma?
Weitere Informationen
KRIMINALITÄT
Nazi-Garde will in Kisléta patrouillieren - Weitere Reaktionen auf den Mord in Kisléta >>>
100 Mio Forint Kopfgeld Reaktionen auf den Mord von Kisléta
Hektische Betriebsamkeit ist die hilflose Reaktion von Exekutive und Politik auf den erneuten Mord an einem
Angehörigen der Roma in Ungarn. Eine Telefonhotline bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, eine Rekordprämie wurde für die Ergreifung ausgelobt, die Gemeinde versucht praktische Hilfen.
Doch von einer solidarisierenden Entrüstung in der Bevölkerung und den meisten ungarischen Medien ist wenig zu spüren.
ZUM BEITRAG
ZIVILGESELLSCHAFT
Abgefrühstückt
20 Jahre paneuropäisches Picknick - im "Best Western" Sopron
Das Treffen wird, im Unterschied zur Urveranstaltung vor zwanzig Jahren, die von Teilen der ungarischen
Dissidentenbewegung ausging, nicht von einer einzigen ungarischen Institution mitgetragen. in Sopron werden nochmals die vergangenen Erfolge einer friedlichen Revolution beschworen, was auch
leichter ist als das darauffolgende Versagen beim Errichten einer gerechten und robusten Demokratie zu analysieren.
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BÜRGERWEHR
Goldkettchens Zeitvertreib
Auch Ungarns Sozialisten wollen jetzt die Bürgerwehr - Law and Order-Politik als Antwort auf das Erstarken der Rechten? - mit Leserumfrage
"Es muss Ordnung
herrschen in Ungarn - jede Entwicklung und das Krisenmanagement hängen daran", sagte Ministerpräsident Gordon Bajnai dieser Tage und die MSZP will auf ihrem Parteitag die flächendeckende
Einführung von “Bürgerwachen” diskutieren.
ZUM BEITRAG
20 JAHRE GRENZÖFFNUNG
Kommentar
Rechts und billig
20 Jahre danach: Thanksgiving in Budapest - eine Reisewarnung
Staats- und Regierungschef danken in Budapest für die Grenzöffnung vor 20 Jahren. Nicht danken, entschuldigen
sollten sie sich: In den wichtigsten Disziplinien eines demokratischen Gemeinwesens hat Ungarn verloren, die Rolle als Werkbank und Zukunftsmarkt genügte dem Westen. Eine wehrhafte
Zivilgesellschaft gibt es nicht, Ungarn bräuchte eigentlich eine neue Demokratiebewegung, so wie vor 20 Jahren...
ZUM BEITRAG
KRIMINALITÄT
Öffentlich-rechtliche Folter?
Sparpaket für Ungarns Gefängnisse
Zumindest eines der 32 ungarischen Gefängnisse wird wohl zeitweise geschlossen werden. Absurde
Sparmaßnahmen beim Justizvollzug stehen im Raum: eine Rationierung von Fleischportionen mag ja im cholesterinreichen Ungarn noch der Gesundheit dienen, aber die Leute auf
eine öffentlich-rechtliche Fernsehdiät zu setzen, grenzt schon an Folter.
ZUM BEITRAG
DEMOKRATIE
Das Loch
Ungarns steiniger Weg nach Europa
Aus Anlass des 5. Jahrestages der EU-Osterweiterung organisierten am vergangenen Wochenende die Konrad-Adenauerund die
Hans-Seidel-Stiftung gemeinsam mit der Andrássy-Universität ein internationales Symposium über Ungarns Weg in die Freiheit Richtung Europa.
ZUM BEITRAG
EXTREMISMUS
Ungarns Schande
Holocaustleugnung und offener Rassismus in Ungarn
Beides grassiert, sind aber keine Straftaten. Eine Demo vor der Deutschen Botschaft in Budapest könnte nun aber
der Stein des Antosses sein, damit sich das ändert. Am vergangenen Samstag demonstrierten vor der Deutschen Botschaft im Burgviertel etwa 200 Neonazis, unter ihnen auch Mitglieder
und Anhänger der "Ungarischen Garde". Wer bis dato noch Zweifel an der eindeutig faschistischen Ausrichtung dieser Truppe hatte, bekam diese ausgeräumt.
ZUM BEITRAG
MINDERHEITEN
Früchte des Hasses
In Ungarn eskaliert die Gewalt gegen Roma
Offener Rassismus in der
Gesellschaft plus Gleichgültigkei t der Behörden haben den Boden bereitet: In Ungarn herrscht Pogromstimmung gegen die Roma und eine Eskalation der Gewalt scheint kaum noch vermeidbar. Der
brutale Mord an einem Roma und seinem Kind heizen die Debatten um Ungarns größte ethnische Minderheit an.
ZUM BEITRAG
Akte zu – Agent geschützt
Die Untersuchungen zu den
ungarischen Stasiakten sind einstweilen abgeschlossen – ein Ergebnis ist nicht erkennbar
Der jüngste Versuch, die Tätigkeit der Staatssicherheitsorgan e des Vorwendestaates aufzudecken, ist abgeschlossen. Eine
aus bekannten Historikern und Archivaren zusammengesetzte Kommission hatte vor einem Jahr den Auftrag erhalten, das Geschichtsarchiv der Staatssicherheit sowie die sich noch bei den
Nachfolgeorganisationen der Stasi befindlichen Akten zu sichten und Empfehlungen zu formulieren.
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Europas unbekannte Minderheit
Viele Initiativen für Roma in Ungarn - doch von Ergebnissen redet man noch nicht
„Roma“, „Zigeuner“,
„Gypsies“, „Cigány“ – die Angehörigen der unter solchen Sammelbegriffen bekannten Großgruppe sind in jüngerer Vergangenheit insbesondere durch Medienberichte über Verarmung und
unmenschliche Lebensbedingungen in Südosteuropa in den Blickpunkt der westlichen Öffentlichkeit geraten.
ZUM BEITRAG
Meinungsfreiheit oder Diffamierung?
Weil ein Redakteur der ungarischen Zeitung “Magyar Hírlap” Roma als “Tiere” bezeichnete, versucht der Ministerpräsident des Landes die Zeitung zu vernichten.
In einem Kommentar
der Montagsausgabe der Tageszeitung "Magyar Hírlap" ließ sich Redakteur Zsolt Bayer über die "Zigeuner" aus. Anlaß war die Messerstecherei in dem Veszprémer Nachtklub vom
Sonntag, bei dem ein prominenter Handballspieler getötet, zwei weitere schwer verletzt wurden.
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KRIMINALITÄT
Die Roma sind an allem Schuld...
Polizeichef von Miskolc ab- und wieder eingesetzt
Der ungarische Justizminister hat den Polizeichef der zweitgrößten Stadt des Landes, Miskolc, wegen
rassistischer Äußerungen abgesetzt und ihn, nach Protesten von Parteien, auch seiner eigenen, der Polizeiführung und Bürgern, einen Tag später wieder eingesetzt. Die Kontroverse bleibt: sprach der Mann
einfach die Wahrheit aus oder blies er ins rassistische Horn der "Ungarischen Garde" & Co.?
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Kommentar
Unterwegs nach Weimar?
Für Ungarn ist das Neujahr das unsicherste seit der Wende vor 20 Jahren. Millionen sind
zutiefst enttäuscht, dass zwei Jahrzehnte der Freiheit, aber auch der vielen Opfer und der weit verbreiteten Armut, so kläglich wenig gebracht haben.
ZUM BEITRAG
Jenseits von Gloria Gaynor
Emanzipation von Schwulen und Lesben in Ungarn
Ungarn galt
bis vor nicht so langer Zeit im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäische n Staaten als eher liberal im Umgang mit Homosexuellen. Doch spätestens seit den gewalttätigen Angriffen auf
Demonstrationen für die Rechte Homosexueller in den letzten beiden Jahren sollte jedem klar sein, dass Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung immer noch weit verbreitet ist.
ZUM BEITRAG
Leben oder aufgeben
Der Alltag der Obdachlosen in Budapest
Bei der letzten Zählung des Sozialen Fürsorgezentrums der Stadt Budapest fand man in einer besonders kalten
Nacht 3.000 mehr oder weniger unter freiem Himmel schlafende Menschen. ...
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GEHEIMDIENSTE
Wie der Teufel das Weihwasser...
Geheim bleibt geheim: Hinterlassenschaft der ungarischen Staatssicherheitsdienste sorgt weiter für Zündstoff
In Ungarn wurden auch 20 Jahre nach der Wende nur wenige Namen von Agenten und
Spitzeln bekannt – und diese auch eher zufällig. Daten und Akten sollen auch hierzulande vorhanden sein, doch der politische Wille, um endlich einmal reinen Tisch zu machen, fehlt offenbar weiterhin –
wohl nicht zuletzt deswegen, weil alle Parlamentsparteien eine totale Offenlegung fürchten wie der Teufel das Weihwasser...
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KRIMINALITÄT - MINDERHEITEN
Mafiamorde oder beginnende Pogrome?
Vier ermordete Roma in Ungarn innerhalb von zwei Wochen. Vertreter der größten Minderheit
und die Polizei streiten über die Motive...
ZUM BEITRAG
ORGANISIERTE KRIMINALITÄT
„Onkel Seva“ und die Anderen
Mafiastrukturen in Ungarn
Laut dem Bericht
des Sicherheitsamtes übernahmen nach dem Herausdrängen der Russen wieder die Ungarn das Zepter der organisierten Kriminalität. Zwar blüht nach wie vor das traditionelle Geschäft mit Nachtlokalen
und Schutzgelderpressungen, doch gehen die Kriminellen mittlerweile vielfach deutlich raffinierter vor
ZUM BEITRAG
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