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Orbán
hat sich weit aus dem Fenster gelehnt,...
...doch Ungarn
kann sich nicht aus Europa ausklinken.
Das sagt Heinz-Albert Huthmacher, Leiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest,
im Gespräch mit dem Pester Lloyd. Aktueller Revanchismus und Nationalismus sind für ihn mehr ein wahltaktisches Instrument als eine echte Gefahr für die Demokratie. Er sieht den “beklagenswerten Zustand”
der Gewerkschaften und versucht die Möglichkeiten seiner Stiftung nach dem Machtwechsel in Ungarn zu erläutern.
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Mord nach Plan
Ermittlungen wegen Mordserie an Roma abgeschlossen
Die Untersuchungen einer Mordserie an ungarischen Roma, die in den Jahren 2008 und 2009 europaweit für
Entsetzen sorgte, sind abgeschlossen. Das Nationale Ermittlungsbüro NNI hält alle vier Verdächtigen für schuldig, der Prozess wird im Herbst stattfinden. Die Ermittler konnten
Verbindungen zu rechtsextremen Organisationen aufdecken, konkretisierten diese aber vorerst nicht.
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GASTKOMMENTAR
Eingeschüchtert und duldsam
Die ungarischen Gewerkschaften unter der Orbán-Regierung
Nach der parlamentarischen
Opposition sind nun die ungarischen Gewerkschaften an der Reihe begreifen zu müssen, was es bedeutet, einer übermächtigen Regierung mit verfassungsgebender Mehrheit im Parlament gegenüberzustehen.
Bereits in ihrer ersten Regierungsperiode war Fidesz den Sozialpartnern und insbesondere den Gewerkschaften alles andere als respektvoll begegneten.
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Marschieren im Hamsterkäfig
Lesben und Schwule demonstrierten isoliert in Budapest
Am letzten Samstag fand zum 15. Mal die alljährliche „Budapest Pride“ statt, die Parade der
schwul-lesbischen Gemeinde in Ungarn für mehr Toleranz und Menschenrechte. Wie auch im Vorjahr konnte die Parade nur unter intensivem Polizeischutz stattfinden, die Teilnehmerzahl schrumpfte
erneut, Ausländer stellten die Mehrheit und sich damit erneut die Frage nach dem Sinn solchen Aktionismus´.
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Regenbogen im Gegenwind
Gay Pride Parade und Festival in Budapest
Am 10. Juli findet in Budapest, auf dem Prachtboulveard Andrássy út, die alljährlich Gay Pride Parade statt, ein
bunter Umzug von einheimischen und internationalen Homosexuellenverbänden. Damit einher geht vom 3. bis 11. Juli ein einwöchiges Festival, das 15. Budapest Pride, das viele Facetten
schwul-lesbischer Lebenskultur abbildet, zu jeder Menge Parties einlädt. Auch homophobe und sehr gewaltbereite Gegendemonstranten haben sich wieder angekündigt.
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Non-Profit als Gewinn für alle
Eine Bürgernacht in Budapest am 26. Juni
Am Samstag, den 26.
Juni 2010 findet in Budapest erstmals die so genannte Non-Profit-Night (auf Ungarisch: Civilek Éjszakája, also Bürgernacht) statt. Mit der Initiative möchten sich die vielen gemeinnützigen
Organisationen in und um Budapest der Öffentlichkeit präsentieren.
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Präzedenzfall gegen Schulghettos
Gericht verurteilt Kommune wegen Diskriminierung von Roma
Das Oberste Gericht in Ungarn hat eine Kommune zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie Roma diskriminiert
hat. Hintergrund ist ein Fall, wo fünf Schüler, angeblich wegen Platzmangels von einer öffentlichen Schule abgelehnt und in eine spezeille Romaschule gesteckt wurden. Es ist das erste Mal, dass solche
Diskriminierung gerichtlich geahndet wurde.
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Ungarn auf Abwegen?
Jobbik ist kein Phänomen, sondern ein Produkt - KOMMENTAR
Seit in der Parteizentrale von Jobbik die Korken knallten, weil man mit 16,7% nicht nur klar den
Parlamentseinzug schaffte, sondern auch die Zahl der Stimmen gegenüber der Europawahl 2009 verdoppeln konnte, fragt man sich vor allem in Westeuropa besorgt, was der Aufstieg der Rechtsextremisten zur
drittstärksten politischen Kraft des Landes bedeuten wird. Muss man Angst um die Demokratie in Ungarn und die hiesigen ethnischen und kulturellen Minderheiten haben?
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Seifenblasen gegen Homophobie
Schwul-lesbischer Aktivismus im Vorfeld der Gay Pride Parade
Vergangene Woche fand in Budapest eine Kurzdemonstration unter dem Motto „Mit Seifenblasen gegen
Homophobie“ auf dem Vörösmarty tér statt, organisiert von dem Team, das sich auch für die alljährliche schwul-lesbische Großdemonstration Budapest Pride verantwortlich zeichnet.
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Wann, wenn nicht jetzt?
Welches Bild machen wir uns von den Roma? - Eine Ausstellung in Budapest dekonstruiert Stereotypen
Zeitgenössische Künstler solidarisieren sich mit der Roma-Minderheit Ungarns, durch eine Ausstellung im
Trafó und die Forderung nach Gleichberechtigung. Es geht ihnen um den Abbau von Stereotypen, aus denen oft die Vorurteile abgeleitet werden, die im Endeffekt Rassismus und Hass schüren. In ihren
Kunstwerken stellen sie Roma in einem anderen Licht dar als es die meisten Betrachter gewohnt sein werden.
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Matinee statt Kampfansage
20 Jahre MSZOSZ: Sprachlose Gewerkschaften angesichts der rechtspopulistischen Wende
Der
Gewerkschaftsverban d MSZOSZ feierte dieser Tage den 20. Jahrestag seiner Gründung. Feiern ist vielleicht zu viel gesagt, immerhin erinnerte man an das Ereignis. Im aufgeladenen „vorrevolutionären
Klima“ vor der Wahl hätte man sich von der Veranstaltung eine Botschaft mit Signalwirkung gewünscht. Doch diese Chance wurde vertan. Die “linke” Gewerkschaft schaltet in den Survival-Modus.
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Paragraph 269/C oder Die Geister, die man schuf
Warum das neue Gesetz gegen die Leugnung des Holocaust in Ungarn falsch ist
An einem der letzten Sitzungstage vor den ungarischen Parlamentswahlen hat die sozial-liberale Mehrheit ein
Gesetz auf den Weg gebracht, dass künftig die Leugnug des Holocaust unter Strafe stellt. Es steht verfassungsrechtlich auf tönernen Füßen und ist ein hilfloses Alibi. Der
Regierungschef las beiden politischen Blöcken die Leviten.
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Treffpunkt der Idealisten
Warum demonstrieren in Ungarn so wenige Menschen gegen Rechts?
"Im Kalten Krieg der ungarischen Politik fehlt der Konsens der Demokraten", sagt Andrea Alföldi,
Hauptorganisatorin der antifaschistischen Demonstration vom letzten Samstag, im Gespräch mit dem Pester Lloyd. Auch gibt es offenbar echte Angst, politisch klar Stellung zu beziehen. Doch ob die
Duckmäuserei aus der Kádárzeit als Erklärung dafür genügt? Ein Blick hinter die Kulissen einer Demo und in die zerklüftete Welt engagierter Kleinstgruppen.
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Klage gegen Ministerium
Eine Zivilorganisation in Ungarn verklagt das Bildungsministerium wegen der Ausgrenzung von Roma an Schulen
Die Zivilorganisation "Chance for Children" hat Klage gegen das Bildungsministerium sowie die Person
des Bildungs- und Kulturministers István Hiller wegen des Umgangs mit Roma eingereicht. Die Nichtregierungsorganisation begründet ihren Schritt damit, dass das Ministerium es unterlassen hat,
das Gesetz über die öffentliche Bildung und den Gleichbehandlungsgrundsatz bei Romakindern durchzusetzen.
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Der verdrängte Skandal
Obdachlosigkeit: die Krise ist auf der Straße angekommen
Die Zahl der Obdachlosen und Hilfebedürftigen in Ungarn steigt rapide - doch der Staat kürzt die
Gelder, auch um die Auflagen des IWF zu erfüllen. Die Zeichen bei den Hilfsorganisationen stehen indes auf Sturm: sie rechnen mit einem massiven Ansteigen der Obdachlosenzahlen in diesem Winter.
- Eine Reportage über Hintergründe, Abgründe und Lichtblicke am Rande der Gesellschaft.
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Vaterlandslose Gesellen
Stereotyp und Bedrohung: Wie sich die Mehrheitsgesellschaft ihre "Zigeuner" erschaffen hat - Im Interview mit dem Antiziganismus-Forscher Markus End
Der Antiziganismus-Forscher Markus End erläutert im Gespräch mit dem Pester Lloyd aktuelle Gründe und
historische Hintergründe des Hasses auf Roma und wie sich die Mehrheitsgesellschaft "ihre Zigeuner" selbst gebastelt hat. Roma-feindliche Einstellungen sind zwar kein
ungarisches, sondern ein europäisches Problem.Doch in Ungarn sind Stereotype und Chauvinismus besonders deutlich, sozusagen lehrbuchhaft, erkennbar. Einen einfachen Ausweg daraus gibt es nicht.
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Gerade noch 10 Millionen
Zuwanderung rettet Ungarns Größe
Das Statistische Zentralamt in Budapest, KSH, gab dieser Woche die neuesten Daten über die Bevölkerungszahlen in Ungarn
bekannt. Die Gesamtbevölkerung in Ungarn beträgt, nach Schätzung der Statistiker, derzeit 10.016.000 Personen und das nur Dank der Einwanderung, die 15% zunahm.
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Akademie der Lobbyisten
Die Ungarische Akademie der Wissenschaften in fremden Diensten
"Die Menschheit braucht Atomkraft!" und "Tierversuche dürfen nicht eingeschränkt werden!" - Das
verkündet die Akademie der Wissenschaften in offiziellen Publikationen. Die höchsten Repräsentanten der altehrwürdigen Einrichtung lassen sich für ganz offensichtliche Lobbyistenprojekte
einspannen. Das ist Amtsmissbrauch und ein in Ungarn unbeachteter Skandal. Dem Ruf der Akademie und damit der Wissenschaft insgesamt wird damit schwer geschadet.
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Das Selbstbedienungsland
Vier beispielhafte Fälle von Korruption und Intransparenz in Ungarn
Was haben ein Radiosender, elf Häuser in Pécs, die Schweinegrippe und der Velence See gemeinsam? Sie alle sind Gegenstände
parlamentarischer und / oder polizeilicher Ermittlungen in Ungarn. Vier Beispiele, die an nur einem Tag über die Nachrichtenticker liefen und so ein Schlaglicht auf das ständige
mafiöse Chaos und die nervöse Stimmung namens Ungarn liefern.
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Vom Todestrakt zum Tierheim
In Balatonfüred rettet eine Privatinitiative Hundeleben
Mit dem Tierschutz in Ungarn ist es so eine Sache. Tieren, die nicht unmittelbar als Familienmitglieder -
oft über Gebühr - verwöhnt werden, geht es meistens dreckig. Hunde liegen an der Kette, Gänse werden gestopft, Katzen ertränkt, Welpen wie Massenware gehandelt. Der Tierschutz steckt noch in den
Kinderschuhen und ist oft belächelten Aktivisten vorbehalten. Ein Beispiel aus Balatonfüred aber zeigt, dass Behörden und Privatinitiative auch zum Wohle der Tiere zusammenarbeiten können.
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Jedermanns moralische Pflicht
Wissenschaft als Opfer und Bezwinger der Krise - Ein Credo vom Weltwissenschaftsforum in Ungarn
Vor kurzem fand das 4. Weltwissenschaftsforum in Budapest statt. Ein Treffen, das vor allem zu
einer stärkeren Vernetzung von Forschung und Industrie sorgen sollte. Genau in dieser Merkantilisierung besteht aber auch eine große Gefahr für die Unabhängigkeit der Wissenschaft, die zwar kein
Selbstzweck ist, aber auch nicht nur Mittel zum Zweck, sagt der Präsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, József Pálinkás und fordert, sich auf die Ethik zu besinnen.
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Bürgerkriegsähnlich
“Ungarische Garde” und Roma prallen aufeinander
Bisher verhielten sich die Roma bei Hass-Aufmärschen der Rechtsextremen durch ihre Wohnsiedlungen ruhig und
verängstigt. Das hat sich in Sajóbábony bei Miskolc am Sonntag geändert. Mit Wut und Gewalt vertrieben sie die “Garde”. Die Polizei musste massiv einschreiten um Schlimmeres zu verhindern.
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Wendeplausch in feudalem Rahmen
Blumige Worte und bürgerliche Konversation: die Adenauer-Stiftung in Budapest feierte 20 Jahre Mauerfall
„Freude, Dankbarkeit und Verantwortung“. Unter diesen mittlerweile inflationären Schlagworten fasste Moderator Hans
Kaiser die zweitägige Konferenz im Palais Festetics der Andrássy Universität Budapest zusammen. Geladene Fachleute und Zeitzeugen gaben Einblicke in die Ereignisse von 1989 und versuchten zumindest
Bezüge zum Hier und Heute herzustellen. Die Festlichkeit verhinderte tieferes Geschürfe und im prunkvollen Ambiente rückte vieles schon in weite Ferne.
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Luthers letztes Aufgebot
Die Lutheraner in Ungarn, eine religöse Minderheit zwischen allen Kirchenstühlen
„Jeder kennt hier jeden. Die Familien sind uralt und alle irgendwie miteinander verwandt“, meint der 14
jährige Jakob. Vielleicht ist das eines der Geheimnisse, die es der lutheranischen Gemeinschaft in Ungarn ermöglicht bis heute zu existieren. Lediglich drei Prozent der Gesamtbevölkerung stellen die 300
lutheranischen Gemeinden in Ungarn.
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Zwischen Sabbat und Szoda-Bar
Jung und Jüdisch in Budapest
Wie leben junge Juden in Budapest? Wie werden sie erzogen, welchen Stellenwert hat die Religion und wie
passt Judentum in den Alltag? Zwei junge Juden berichten. Daniel studiert Marketing, Anna Sára Sozilogie, beide sind 22. Der eine sieht sich als "jüdischer Ungar", die andere als
"Jüdin ohne jüdisch zu sein". Sie berichten von Festen, Feindschaft, Resignation und Lebensfreude.
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Experten am laufenden Band...
Kann man Bildung produzieren? Györ baut eine "Wissensfabrik" - Mit Kommentar
Immerhin etwa 200 Mio. EUR werden in den nächsten Jahren in 13 ungarische Bildungs- und Forschungsstandorte investiert, um diese
"weltmarktfähig" zu machen. In Györ wurde gerade der Grundstein für eine solche praxis- bzw. unternehmensnahe Wissensfabrik, ein Forschungs- und Ausbildungszentrum für die Motoren- und
Fahrzeugindustrie an der Széchényi István Universität, gelegt. Die Gelder sind eine Kofinanzierung von EU und Staat. Audi, das Unternehmen, das vor Ort am meisten davon profitieren
dürfte, wird das freuen.
ZUM BEITRAG
Ungarn sucht das Superhirn
Begabtenförderung als erster Schritt zur Zweiklassengesellschaft? Mit Kommentar
Mit 700 Millionen
Forint (derzeit ca. 2,56 Mio EUR) unterstützt die Europäische Union ein Programm um tausende Lehrer, Kindergärtner, aber auch Eltern zu Talentsuchern zu schulen. Sie sollen frühzeitig hochbegabte Kinder
aufspüren, und in der Lage sein, sie ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten entsprechend zu fördern. Das soll auch das allgemeine Niveau der Bildung verbessern, glaubt man. Es könnte wieder ein Holzweg sein.
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Warum die Eile?
Streit um Verlässlichkeit des neuen H1N1-Impfstoffs auch in Ungarn
In Ungarn hat man ein ähnliches Problem mit dem Impfstoff für das A/H1N1-Virus wie in Deutschland.
Führende Experten und auch Politiker halten ihn schlicht für nicht ausreichend getestet, um ihn auch an Schwangeren und Kleinkindern einzusetzen. Der Gesundheitsminister
unterdrückt die Meinung von Experten und stützt sich auf zweifelhafte Empfehlungen.
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Sensation in Suez
Ungarn besiegt Italien und steht im Halbfinale der U20 Fußball-WM
In einem dramatischen Kampf gelang der U20 Fußballnationalmannschaft von Ungarn der Einzug ins Halbfinale
der WM in Ägypten. Ungarn zeigte Qualitäten einer echten Turniermannschaft, das Abschneiden ist eine kleine Sensation. Am Dienstag trifft Ungarn im Halbfinale auf Ghana, ein Finaleinzug ist also kein
Ding der Unmöglichkeit. Leise Hoffnungen auf eine neue goldene Generation werden im Lande wach.
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Ein bisschen weniger quälen...?
Ein Fachkongress in Budapest soll Alternativen zu Tierversuchen aufzeigen
300.000 Tiere werden in Ungarn jedes Jahr zu Versuchszwecken "verbraucht". Europäisches Mittelfeld.
Ein Fachkongress will nun Tierversuche eindämmen und "verfeinern", wo sie - aus Sicht der Industrie - nicht abzuschaffen sind. "Perfekte Modelle statt fühlende
Tiere" heißt das liebreizende Motto. Manche halten das ganze für eine Alibi-Veranstaltung, andere für einen wichtigen Fortschritt. Dabei liegt der Tierschutz in Ungarn sowieso im Argen.
ZUM BEITRAG
Wer bekommt, was er verdient?
Löhne, Lügen und Leben in Ungarn
Arbeit, Beschäftigung,
Grauwirtschaft - Wenn die Realeinkommen sinken, steigt die Schwarzarbeit, was auch immer der Staat dagegen tut. Die offiziellen Zahlen sagen, dass es für alle noch weiter bergab geht, bei
den Arbeitsplätzen, bei den Löhnen. Aber von offiziellen Zahlen hat in Ungarn sowieso noch nie jemand gelebt. Wieviel Gehalt bekommt nun wer in Ungarn? Und woher kommt
"der Rest"? Ein Überblick vom Schuster bis zum Bankdirektor.
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Richter Gnadenlos
16 Monate Haft für Eltern von Schulschwänzern
Weil zwei ihrer Kinder zu häufig die Schule schwänzten, verurteilte ein Gericht deren Eltern zu einer
Haftstrafe von jeweils 16 Monaten ohne Bewährung. Nun bleiben die insgesamt sechs Kinder der Romafamilie im nordostungarischen Sajókaza ganz ohne Eltern. Ein einmaliger Fall, so ein Mitarbeiter des
Jugendamtes.
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Hinter Gittern: Gay Pride Parade Budapest
Am Samstag fand - unter exorbitanten Sicherheitsvorkehrungen - die mit Spannung geladende Pride
Parade in Budapest statt, die Höhepunkt eines einwöchigen Festivals sein sollte. Die massiven Anfeindungen schreckten offenbar viele potentielle Teilnehmer ab, es kamen nur einige Hundert. Es blieb
weitgehend friedlich, nur am Rande gab es Zusammentösse zwischen Rechtsradikalen und der Polizei.
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Gerade noch 10 Millionen Ungarn >>>
Debrecen in Champions League >>> Nationaltrainer verlängert bis 2011 >>>
Hinterm Mond, gleich rechts
Abgeordnete der Konservativen gegen Gay Pride Demo in Budapest
Mehrere Abgeordnete
des national- konservativen Fidesz, haben öffentlich ein Verbot der Gay Pride Parade am 5. September gefordert. Die Abgeordnete Ilona Ékes hält die Angelegenheit für eine "provokative
Veranstaltung" und will die Homosexuellen von Fachleuten untersuchen lassen, ein anderer sieht die "Entwicklung von Minderjährigen gefährdet."
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Liebe unter Polizeischutz
Am 30. August beginnt das 14. Gay Pride Festival in Budapest - Ausschreitungen befürchtet
Die Polizei hat den Veranstaltern der Gay Pride Parade, dem Höhepunkt eines einwöchigen Festivals,
zugesichert, ihren Umzug - im Gegensatz zum Vorjahr - diesmal ausreichend zu schützen. Man werde, so der zuständige Kommandant, Gegendemonstranten und Störer in einem sicheren Abstand zu der
Veranstaltung halten.
ZUM BEITRAG
“Todesbrigade” in U-Haft
Verhaftungen in Ungarn: Polizeichef spricht von eindeutig rassistischen Motiven der Verdächtigen
Gegen die vier am Freitag, im Zusammenhang mit Morden und anderen Verbrechen an Roma, verhafteten Männer wurde
Untersuchungshaft angeordnet. Alle bezeichnen sich als unschuldig.
ZUM BEITRAG
Erstmals Verhaftungen nach Morden an Roma
Polizeichef spricht von eindeutig rassistischen Motiven
Das nationale Ermittlungsbüro hat verlauten lassen, dass die Polizei am Freitagmorgen fünf Männer im
Zusammenhang mit den Morden an Roma in Ungarn verhaftet hat. Bei den Verdächtigen soll es sich um "Nicht-Roma" handeln, bei denen auch Waffen gefunden wurden.
ZUM BEITRAG
Kein Bedarf an Widerstand
Selbsthilfegruppe statt Gegendemo in Budapest
Bis zum frühen Abend blieben - entgegen Befürchtungen - größere Ansammlungen von Neonazis und
anderen Rechtsradikalen in Budapest weitgehend aus. Die genehmigte Gegenveranstaltung, die mit nicht viel mehr als vierhundert Personen im Rathauspark abgehalten wurde, war
dennoch eine eindeutige Niederlage für das antifaschistische Ungarn.
ZUM BEITRAG
KRIMINALITÄT
Musik, Folklore, Schiessplatz
Festivalbesucher der "Magyar Sziget" verprügeln Roma - und feiern weiter
Ein Neonazifestival bei Budapest lädt seit neun Jahren zu Folklore, Saufen und Schiessplatz. Man trauert
Grossungarn nach und grölt zu den Parolen der einschlägigen Bands. Schwer vorstellbar, dass es dort auch zu Straftaten kommen könnte. Ein Jugendlicher und eine Schwangere der
örtlichen Roma wurden nun - ein paar Tage nach dem Mord von Kisléta - krankenhausreif geprügelt. Die Polizei schützt jetzt das örtliche Romaviertel. Das wird damit zum Ghetto, damit das Fest weitergehen
kann.
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MINDERHEITEN
Tötung mit System
Wieder Mordanschlag auf Roma
Ausgerechnet am Roma-Gedenktag ereignete sich im ostungarischen Kisléta ein Mordanschlag auf eine
Romafamilie. Eine 45jährige alleinerziehende Mutter wurde in ihrem Haus erschossen, ihre 13jährige Tochter lebensgefährlich verletzt. Die Art und Weise dieses und ähnlich gelagerter Verbrechen lässt die
Ermittler kaum noch daran zweifeln, dass es sich dabei um eine gezielte Mordserie aus rassistischen Motiven handelt.
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Kommentar
Stimmen, Köpfe, Herzen
Die pervertierte Demokratie - Wer ist Schuld an "Jobbik"?
Eine Umfrage zeichnet das Bild des Sozialverlierers als dem typischen Wähler der Rechtsradikalen. Das mag
noch für die statistische Mehrheit, das "gemeine Volk" angehen, greift aber ansonsten zu kurz. Es ist vor allem die allgemeine Stimmung aus Hass und Perspektivlosigkeit, das Versagen der
Großparteien, die Jobbik möglich machte. Doch auch die EU, die sich hier fast nur als "Wächter der freien Märkte" zeigte, trägt ihren Anteil.
ZUM BEITRAG
ARMUT
Die Höhlenmenschen von Szomolya
Ländliche Armut und das "Romaproblem" in Ungarn
In Budapest fand
ein EU-Kongress zu „Armut und soziale Ausgrenzung in ländlichen Gebieten“ statt. Eine dazugehörige Studie sagt viel Richtiges, aber kaum Neues, die Abstraktion des Empirischen verstellt den Blick für
konkretes Elend. Deshalb hat sich ein Reporter des Pester Lloyd aufgemacht, anhand zweier Beispiele aus Ungarn zu zeigen, in welchem Dilemma Hilfsprogramme am Tropf der EU stecken können.
ZUM BEITRAG
GLOSSE
Zurück in die “lustigste Baracke”?
Die Hälfte von Ungarns Jugend findet den "Gulaschkommunismus" besser als die Suppe, die sie heute löffeln sollen
Da können noch so
viele Steinmeiers kommen und sich für die Grenzöffnung vor 20 Jahren bedanken, gegen die Macht von Umfragen kommt kein Politiker an. Was hat man da in zwanzig Jahren nur groß gezogen?
Glaubt man der Umfrage, dann einen Haufen politisch apathischer Anpassler, die genauso jammern wie ihre Eltern...
ZUM BEITRAG
Kommentar
50 Tage und kein bisschen weise
Ministerpräsident Bajnai: Das Land ist wieder auf Schiene. - Aber auf welcher?
Normalerweise gibt man einer neuen Regierung hundert Tage Zeit, um ins Amt zu finden. Doch in Ungarn hat
man keine Zeit und wer weiß schon, was in weiteren 50 Tagen sein wird. Daher hat sich Ministerpräsident Gordon Bajnai entschlossen, sich schon einmal selbst zu belobigen,
denn Lob von anderer Seite wird er, zumindest innerhalb Ungarns, kaum zu hören bekommen.
ZUM BEITRAG
MINDERHEITENPOLITIK
Menschen und Rechte
Amnesty international über die Lage der Roma in Ungarn, Tschechien und der Slowakei
Statt einen integrierenden Schulunterricht in Ungarn zumindest zu versuchen, wurden die Gelder
dafür zum Teil unterschlagen. In Tschechien und der Slowakei werden Romakinder gleich per se als geistig behindert eingestuft und ihre Mütter, wenn sie Pech haben, zwangssterilisert, was aber nicht
rassistisch gemeint ist.
ZUM BEITRAG
Wie ticken Frau und Herr Szabó?
Eine Umfrage versuchte zu ermitteln, was die Ungarn denken, tun und fühlen
56 Prozent der Befragten
glauben an die Existenz eines Gottes, 42 Prozent an ein Jenseits. - Entgegen anderslautender Erkenntnisse hält die Mehrheit der Ungarn ihren Gesundheitszustand für gar nicht so schlecht. - 19 Prozent
praktizieren körperliche Liebe einmal in der Woche, fast jeder Dritte mehrmals - Nur durchschnittlich ein Viertel der Ungarn kann sich einer Fremdsprache bedienen...
ZUM BEITRAG
RECHTSEXTREMISMUS
Sicherheitspack
Ungarns Polizei als "Freund und Helfer" von Nazis?
Eine Meldung aus Ungarn, die international Sorgen bereitet: Vor ein paar Tagen verkündete die
rechtsradikale ungarische Partei Jobbik stolz den Abschluss eines "Sicherheitspaktes" mit einer Polizeigewerkschaft. Justiz und Politik prüfen nun, was es damit auf sich
hat. Die Gewerkschaft selber meint: nichts besonderes. Andere meinen: etwas sehr gefährliches.
NATIONALFEIERTAG
Trauriger Sonntag
Ungarn “feierte” den 15. März wieder getrennt
Der Präsident wurde in Rumänien
brüskiert - die Opposition spuckte wieder Galle und die “Garde” mit ihrem Aufmarsch und Massen von Polizei beherrschten das Bild. Auch diesmal bescherte der Nationalfeiertag des 15. März,
Jahrestag der antihabsburgischen Revolution von 1848, dem Lande überwiegend Bitterkeit und feindselige Gefühle.
ZUM BEITRAG
EXTREMISMUS
Metamorphose der Schlägertrupps
Wie gefährlich ist der Rechtsextremismus in Mittelosteuropa?
Die rechtsradikalen Gruppierungen haben sich in den letzten Jahren verändert. Fielen
sie früher mehr mit anachronistischen, ja absurden Parolen auf, mischen sie nun schon in der politischen Debatte mit und halten Themenkreise wie Nation, Kriminalitätsbekämpfung, Fremdenrecht
etc. besetzt, teilweise übernehmen sie sogar schon die Deutungshoheit.
ZUM BEITRAG
Kommentar
Verniedlichung von Übergrößen
Der Präsident und die "Garde"
... Das Verheerende ist also nicht das Getöse der Radikalen, sondern sind die
Versäumnisse des Landes und die Apathie des Bürgertums mit ihrem Präsidenten an der Spitze, die selbstverständlich alle guten Willens sind, aber unfähig zum gemeinsamen Handeln. Und daher verlangt
der Präsident zu viel, wenn er fordert, dass man "solche Erscheinungen nicht für das Land oder die Ungarn verallgemeinern dürfe."
ZUM BEITRAG
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