Regierung will Banken wegen Forex-Ablöse noch mehr bluten lassen
Die ungarische Regierung will ihre Pläne, die Angestellten des öffentlichen Dienstes bei
der bevorzugten Rückzahlung ihrer Fremdwährungsschulden durch staatliche Sonderkredite zu unterstützen, nun bald umsetzen. Damit könnten erhebliche weitere Belastungen auf in Ungarn tätige
Banken zukommen, die Maßnahme kommt außerdem zu einem nicht so günstigen Zeitpunkt.
Auf einer Krisensitzung seiner Fraktion gab sich der Premier weiter kämpferisch und
ignorierte sogar einen herzlichen Brief von EU-Kommissionspräsident Barroso. Offenbar geht man in Budapest schon vom Scheitern der Verhandlungen mit dem IWF aus.
Regierung korrigiert Budget und einigt sich mit Banken
Nun will sich der Staat doch an den Kosten der "Rettung" der vielen in Fremdwährung
verschuldeten Bürger beteiligen und hofft, die Banken damit zu einer vermehrten Kreditvergabe an den Mittelstand zu motivieren. Doch die Gelder für die
Hilfsaktion hat die Regierung gar nicht und reißt damit neue Löcher im gerade dürftig geflickten Budget auf.
Moody´s stuft Ungarn auf “Ramsch”, die Regierung spricht von einem “Angriff gegen
das Land”. Der Forint stürtzt ab, Staatsanleihen werden noch schwerer verkäuflich. Was die Ratingagentur dem Land sagen will und wie es reagiert.
Nach der Herabstufung: Regierung in Ungarn legt nach - MIT KOMMENTAR
Nachdem sich im offiziellen Ungarn die erste, zum Teil schlecht gespielte Empörung
über die Herabstufung der Kreditwürdigkeit gelegt hat, werden auch Stimmen laut, die versuchen, die Optionen des Landes zu wägen. Doch da bleibt nicht viel
Interpretationsspielraum, denn Orbán legte gleich noch einen drauf: die Nationalbank wird gleichgeschaltet und steuerfreie Arbeitgeberkredite sollen die Banken ärgern
und aus Angestellten Leibeigene machen...
Die Wiedereinführung der Eigenheimzulage fällt mager aus
Der ungarische Regierungschef kündigte an, die vor Jahren abgeschaffte Eigenheimzulage wieder einzuführen. Man
wolle damit Familien mit Kindern fördern, rund 4.000 von ihnen sollen jährlich in den Genuss nicht unbeträchtlicher Zuzahlungen für den Kauf eines Heims kommen. Die
Maßnahme birgt eine Reihe sozialer und ökonomischer Risiken und hinerläßt eine schiefe Optik.
Österreichische Banken beschweren sich über das böse Ungarn
Trotzig, rechthaberisch, ohne einen Funken Selbstkritik fallen die Reaktionen der zwei
großen österreichischen Kreditgeber in Ungarn, Erste Bank und Raiffeisen, auf das Kreditablösesegesetz aus. Zwar werde man "sich nicht vertreiben lassen", doch
Investoren werden ausbleiben und sich in anderen Märkten umsehen. Kein Wort aus Wien darüber, dass man sich, durch Gier und Fehlkalkulation, auch selbst in diese
Situation hineinmanövriert haben könnte. Es geht nur um die angestammte, von zu Hause gewohnte Macht.
Ministerpräsident Orbán kündigte am Mittwoch in einer Radiosendung baldige weitere Schritte zur Reduzierung der
Staatsschulden an, "die, die Schuldenquote des Staates um mehrere Prozentpunkte senken werden." Neben Wiederholungen früherer Statements deutete Orbán auch
an, dass man die Sparguthaben der Bevölkerung gerne "in die Staatsfinanzen einbeziehen" würde, wenn es weiter den Konsum verweigert. Das sollte hellhörig machen.
Ungarn will mit dem "Hausrettungsplan" eine soziale Zeitbombe entschärfen
Premier Viktor Orbán verkündete das mehrfach verschobene neue Hilfspaket für
in Not geratene Hypothekenkreditnehmer, den "Hausrettungsplan". Damit wird eine langwierige und teure Aufräumarbeit für eine Phase übermütiger Verschwendung
geleistet, deren Folgen sich zum sozialen Bumerang entwickeln würden. Die Banken werden dafür langfristig mit einer Strafsteuer belegt.
Die Teuerung in Ungarn nimmt an Fahrt auf und liegt übers Jahr schon bei 4,7%. Vor
allem Wohnen und Essen sollten die Bürger in nächster Zukunft vermeiden, es ist einfach zu teuer. Das Inflationsziel von Zentralbank und Regierung hat sich damit
erledigt. Wird der Staat gegensteuern, kann er es überhaupt oder kokettiert er gar mit etwas Geldabwertung?
Die vergleichsweise hohe Bankensteuer, vor allem aber die sich anhaltend verschlechternde Zahlungsfähigkeit der
privaten Kreditnehmer halten das Geschäft der Institute weiter unprofitabel. Die aktuellen Zahlen der Budapest Bank, der CIB-Bank sowie der MKB belegen diese
Geschäftshemmnisse. Dem Staat kommt diese Entwicklung sogar entgegen.
Was tut sich auf dem institutionellen Immobilienmarkt in Osteuropa?
Einen allmählichen Anstieg institutioneller Investitionen auf den Immobilienmärkten in
Osteuropa will der weltweit größte Immobilienmakler, CB Richard Ellis, in einer Studie erkennen. Sehr wenige, aber große Einzelkäufe verzerren die Optik jedoch so,
dass man eigentlich nicht mehr von einem Markt sprechen kann.
Die UniCredit Bank startet eine Offensive in Osteuropa - in riskantem Umfeld
Während viele Banken derzeit vehement auf die Bremse treten, Leute entlassen und zum
Teil sogar Filialen schließen, kündigt die italienische Großbank UniCredit an, in den nächsten Jahren zu den bestehenden 3.800 fast 900 neue Bankfilialen in CEE/SEE
eröffnen zu wollen, allein 120 davon in Ungarn.
Wieder Gerüchte um Rücktritt des Nationalbankchefs
Die Zentralbank dementierte erneute Gerüchte um einen Rücktritt im März und
wies auf Simors immer wieder betonten Standpunkt hin, sein Amt nicht vor Ablauf seines Mandats 2013 aufzugeben. Der Nationalbank-Gouverneur ist der letzte
“Ritter” der alten Administration, den heute Regierenden als "Off-Shore-Ritter" und zu Unrecht mahnender Wachstumshemmer ein Dorn im Auge.
Die vier jetzt auslaufenden Mandate würden dann zur Gänze von einem Parlamentsausschuss nominiert, der von der
Regierungspartei Fidesz kontrolliert wird
Fremdwährungskredite in Ungarn: ein Ringkampf zwischen Politik und Banken, den das Volk verliert
Das Problem der privaten Überschuldung scheint dem Fidesz immer mehr Kopfzerbrechen zu bereiten. Nach voreiligen und
undurchführbaren Plänen, wie man den geschätzt 730.000 Problemkunden helfen kann, liegen nun - angesichts einer sich stark verschlechternden Lage - wieder
Vorschläge auf dem Tisch, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben.
Auch Erste und FHB kämpfen mit Anstieg notleidender Kredite in Ungarn
Wie die OTP-Bank, Branchenprimus in Ungarn, die für das zweite Quartal einen
Gewinneinbruch von 37% meldete, leiden auch die anderen Banken unter den wieder massiv und sprunghaft steigenden Risikorücklagen für notleidende Kredite.
Nun legten auch die Hypothekenbank FHB und die Erste ihre Zahlen vor, die belegen, dass sich die Situation der privaten Kreditnehmer immer weiter verschlechtert.
Kreditnehmer in Ungarn geraten wieder vermehrt in Not - OTP-Bank mit massivem Gewinneinbruch
Kleine Fortschritte der Geschäftsbanken beim Aussortieren fauler Kredite aus ihren
Portfolios sind erkennbar, doch die Zunahmeraten notleidender Kredite bei Privatkunden wie Kleinunternehmern sind beängstigend hoch und haben sich "nach"
der Krise wieder beschleunigt. Man hat die eigentliche Krise, also die Überschuldung der Bürger bei den letzten Bilanzpressekonferenzen wohl einfach weggelächelt.
Die neuesten Zahlen der ungarischen Finanzaufsichtsbehörde PSZÁF sind beunruhigend. Der "Turn around der
Kreditportfolios", also das Aussortieren fauler Kredite ist längst nicht beendet, die Zahl derjenigen, die mit ihren Raten in Rückstand geraten nimmt wieder deutlicher
zu. Dabei sind die neuesten Forinteinbrüche noch nichteinmal eingerechnet.
Regierungschef lehnt weitere Debatte zur Bankensteuer ab - Erste Bank Chef Treichl führt sie trotzdem
Am Donnerstag sprach Ministerpräsident Orbán zur heftig befehdeten Finanzsondersteuer ein Machtwort. Mit
Verstärkung durch den Chef der größten ungarischen Bank, OTP, erschien Orbán vor den Medien und brachte somit gleich das größte Opfer der auf zunächst drei Jahre
befristeten Abgabe mit, die jährlich rund 650 Mio EUR in den angeschlagenen Staatshaushalt spülen soll. Die Erste Bank exponiert sich im Widerstand gegen die Sondersteuer.
Banken und Versicherungen machen Front gegen Sondersteuer
Auch die in Ungarn tätigen multinationalen Banken, allen voran jene aus Österreich,
sowie die Versicherungen blasen jetzt zum Sturmangriff auf die Finanzsondersteuer der Regierung Orbán. Sie tun das, in dem sie alle Register, von Mitleid bis zur handfesten
Drohung ziehen - und im Unwissen um die Details. Der neuen ungarischen Regierung steht ein echter Kraftakt gegen die geballte Lobbymacht der Finanzwirtschaft bevor.
Auch die ungarischen Banken geizen bei Guthabenzinsen
Die Nationalbank veröffentliche die akutellesten Daten über das Kredit- und Spargebahren von Banken, Konsumenten
und Unternehmen. Darin sind einige Verschiebungen zwischen Forex- und Forintsegmenten zu erkennen und dass Firmen lieber zurückzahlen, während Konsumenten weiter borgen.
Die OTP-Bank bleibt ein Faktor der Stabilität für Ungarn
Es ist kein neues, aber immer wieder ein erstaunliches Phänomen, dass Banken
überall gut gedeihen, auch in Ländern, in denen die Krise besonders hart zugeschlagen hat und die Zahl der in Nöten geratenen Kreditnehmer bald 8% der
Gesamtbevölkerung erreicht sowie ein Heer von ächzenden Mittelständlern und Kleinunternehmen nach Luft und Krediten schnappt.
Seit dem Wahlsieg des
FIDESZ verstärkten sich die Foderungen nach einem Rücktritt von András Simor noch. Dieser wehrt sich und will seinen Posten behalten. Ein Machtkampf, der vor
allem der fragilen Landeswährung und der finanziellen Stabilität schaden kann. Doch es gibt auch Zeichen der Vernunft.
Die ungarische HBW Express Bank will sich zu einer sogenannten Bürgerbank umwandeln. Soziale Projekte und
nachhaltiges Wirtschaften sind das Hauptanliegen, Geld damit zu verdienen wird eine angenehme Nebensache.
Für die Nationalbank ist die Kreditklemme in Ungarn eine Realität
Die MNB zeichnet in ihrem aktuellsten Stabilitätsbericht ein geteiltes Bild des
heimischen Finanzmarktes. Während sich die Kapitallage der Banken stetig verbessert, es weniger Pfändungen gibt und sich die Qualität der Kreditportfolios nur
noch langsam verschlechtert, erkennt man endlich das Problem der Kreditklemme an. Diese stabilisiere derzeit zwar die Banken, würde die wirtschafltiche Erholung aber
langfristig beeinträchtigen.
Finanzaufsicht untersucht Kreditgebahren von 30 Banken
Die staatliche ungarische Finanzaufsicht PSZÁF hat eine Untersuchung gegen 30 in Ungarn tätige Banken
eingeleitet, speziell gegen die Höhe der Zinssätze für private und geschäftliche Forintkredite. Diese seien im Verhältnis zum Leitzinssatz der Nationalbank zu wenig
gesunken. Ist der freiwillige Ethikcode also doch nur Makkulatur?
Ungarns größte Bank legte ihre Geschäftszahlen für 2009 vor
Die OTP hat das Krisenjahr 2009 recht glimpflich überstanden. Den deutlich
verminderten Gewinn hatten alle erwartet, die faulen Kredite sind nach wie vor zentrales Problem, jeder zehnte Kunde wackelt. Auch die Auslandstöchter und das
Leasing machen der OTP wenig Freude. Serbien wird aber nicht verkauft, sondern ausgebaut, weitere Zukäufe sind denkbar, Staatshilfe wird zurückgezahlt.
Preise für Wohnungen sollen 2010 noch stärker sinken als 2009 / Jahreszahlen der FHB Bank
Die Geschäftszahlen der FHB Hypotheken- und Bodenkreditbank sind nicht einfach nur
die Wiedergabe eines Betriebsergebnisses, sondern gleichzeitig ein Indikator für die krisenbehaftete Branche schlechthin, den privaten Immobilienmarkt. Nur durch
massive, marktfremde Interventionen konnte dieser überhaupt am Leben erhalten werden, doch die Aussichten weisen auf weiteren Preisverfall 2010.
Zentralbank wirft 100 Milliarden Forint auf den Hypothekenmarkt
Mit einer Großaktion will die ungarische Nationalbank den Markt für Hypothekenkredite in Ungarn stützen und
ankurbeln. Mit insgesamt 100 Milliarden Forint (knapp 370 Mio EUR) will man ein etwas lahmendes Geschäftsfeld der Privatbanken beleben, nämlich die Forintkredite für Immobilien. Dafür gibt es
viele Gründe.
Über die billigen erp-Kredite für KMU schweigen sich Banken gern aus
Die günstigen erp-Förderkredite für Kleinunternehmen blieben im letzten Jahr in
Österreich weitgehend ungenutzt. Dabei brauchten gerade KMU in der Krise dringend Kapital. Die Konditionen wurden jetzt verbessert, doch auch die Kommunikation
für das preiswerte Geld scheint zu schwächeln. Warum bloß?
Tröpfelnde Einnahmen im Sonderfonds für Schuldentilgung
Entgegen anderslautender Transparente auf dem "Friedensmarsch für Ungarn" am Samstag,
sind nach wie vor "die Staatschulden der Staatsfeind Nr. 1". Daher hat die Orbán-Regierung neben einem guten Dutzend neuer Steuern für alle und einer handvoll für
"die Multis" auch einen Fonds eingerichtet, der "jedem Ungarn" die Möglichkeit gibt, seine persönliche Spende, sozusagen in tätiger
Nächsten- wie Eigenliebe, abzuliefern. Die Begeisterung hält sich in Grenzen.
Die Regierungspartei rüstet zum Sturm auf die Zentralbank
Wie erwartet, hat die ungarische Zentralbank, MNB, am Dienstag den Leitzins ein weiteres
mal um 50 Basispunkte, auf nun 7% angehoben, die Inflationsprognose wurde auf 5% gesteigert. Die Regierung nennt den Schritt wachstumsfeindlich und kündigte weitere
Maßnahmen an, die das baldige Ende der Unabhängigkeit der Zentralbank bedeuten. Ziel ist die Entmachtung von Erzfeind Simor und der Zugriff auf die Devisenreserven.
Erste Bank Ungarn kündigt 450 Mitarbeiter und schließt weitere 43 Filialen
Die Erste Bank hat ein “klares Bekenntnis zur Region” abgelegt, Ungarn aber erneut die Rute
ins Fenster gestellt. Wegen unbotmäßigen Verhaltens der Politik, wird das Ungarngeschäft zurückgefahren. Dabei bleibt der Bank eigentlich nichts anderes übrig als hart an der
Erholung der Kunden mitzuarbeiten.
András Simor ist der letzte in Amt und Macht verbliebene Player der Vorgängerära, ein
Status, von dem er durch "unabhängige" Entscheidungen auch ausreichend Gebrauch machte. Damit soll ab Januar Schluss sein, allerdings könnte Ungarn für diesen Schachzug
einen hohen politischen und ökonomischen Preis zahlen.
Wie der Staat von Zwangsräumung bedrohten Bürgern helfen will
Ein Teil des als “nationaler Rettungsplan” postulierten Hilfspaketes für in Not geratene
Forex-Hypothekenkreditnehmer sieht die "temporäre" Übernahme von bis zu 5.000 Eigenheimen durch den Staat vor. Die Details wurden jetzt bekannt, einige nicht unwichtige
Fragen bleiben offen. Manche hegen den Verdacht, der Staat hilft mehr den Banken als den Bürgern damit. Doch was wäre die Alternative?
Ungarn und Österreich bereiten “Krieg um den Finanzplatz” vor
Dass politische Provokation eines von Orbáns Lieblingsspielen ist, dürfte sich mittlerweile
herumgesprochen haben. Doch diesmal könnte er es etwas zu weit getrieben haben: während der Regierungschef noch versucht, die Rechtmäßigkeit seiner “sozialen” Maßnahme zu
erklären, blasen Banken, Märkte und Regierungen
Es kam einem mittleren Erdbeben gleich, als der Fidesz-Fraktionschef sowie ein
Orbán-Sprecher am Freitag vor die Presse traten und verkündeten, dass man "den Ungarn und den ungarischen Familien mehr Freiheit gewähren" wird. In der Folge rauschte die Aktie
der größten ungarischen Bank, OTP, um 10% herunter, wurde vom Handel ausgesetzt und jagte nochmals 5% bergab als man sie wieder freigab. Die Regierung kündigte nicht weniger
als ihre Teilenteignung an. Was war geschehen?
Die ungarischen Banker zeigten sich bass erstaunt über die gestrigen Bemerkungen des
Regierungschefs, der eine Teilung der Kosten für die Rettung von in Not geratenen Schuldnern von Fremdwährungskrediten einfordert und für den Herbst entsprechende
Maßnahmen als "Top-Priorität" angekündigt hat. Man zahle schon für alles und jeden, hieß es von den Banken und zeigte sich genervt davon, wieder erst durch die Medien von neuen
Plänen der Regierung zu erfahren.
Die größte ungarische Bank, OTP, hat Ende letzter Woche ihre Zahlen für das zweite
Quartal und das erste Halbjahr vorgelegt, immer auch ein wichtiger Indikator für den finanziellen Gesamtzustand von Land und Leuten. Dabei kommt heraus, dass die Bank
zwar solide operiert, Gewinne macht, doch die Rücklagen für faule Kredite nicht senken kann. Der Bank geht es gut, den Kunden weniger.
Die OTP-Bank, mit rund 20% Marktanteil das größte Finanzinstitut in Ungarn und mit
Tochterbanken in acht osteuropäischen Ländern vertreten, sieht seine äußerst solide Position durch den EU-Stresstest für 91 Banken, die rund 65% der Aktiva in der Union abdecken,
bestätigt. Die Volksbank zieht sich ganz aus Ungarn und Osteuropa zurück, durch Verkauf an eine russische Staatsbank.
Spezialisten des Wirtschaftsberatungsdienstes PricewaterhouseCoopers in Ungarn haben ein
dramatisches Bild der Finanzlage der Kommunen des Landes gezeichnet. Auf einer Pressekonfrenz am Donnerstag in Budapest bezifferte einer der Direktoren von PWC den
Gesamtschuldenstand aller ungarischen Gemeinden auf 1,46 Billionen Forint, ca. 5,53 Mrd. EUR bzw. rund 5% des BIP.
Ungarn unternimmt verstärkte Anstrengungen, Investoren aus China für ein wirtschaftliches
Engagement im eigenen Lande zu begeistern und die Exporte dortihin zu steigern. Womöglich könnte das reiche Reich der Mitte auch einspringen, wenn man die Staatsschulden
doch nicht so in den Griff bekommt, wie erhofft.
Mehr Bewegung auf dem Markt für Büroimmobilien in Osteuropa
In der aktuellen Analyse des Immohauses CB Richard Ellis wird das niedrige Niveau im
Entwicklungsbereich bestätigt, allerdings sei eine wachsende Mieternachfrage ein erfreuliches Zeichen für eine weitere schrittweise Erholung des Marktes.
Anstieg der Kreditausfälle in Ungarn um ein Drittel - Leitzins unverändert
Während die Zentralbank bei den Zinserhöhungen eine Pause einlegen kann, sich
die Inflation und der Forint zwischenzeitlich beruhigt haben, geht die Tragödie um die private Verschuldung in Ungarn weiter, auch die kleinen Unternehmen bleiben unter Druck
und kommen nur sehr schwer an Kapital.
Die Nationalbank fürchtet erneut ein dramatisches Anwachsen fauler Kredite
Neben dem anhaltend hohen
Kurs des Schweizer Frankens gegenüber dem Forint, laufen in den nächsten Monat viele Zahlungsaufschübe und Fristverlängerungen von restrukturierten Krediten
ungarischer Privathaushalte aus, die zu neuerlichen Zahlungsausfällen führen werden, heißt es in der Quartalsvorschau der MNB am Donnerstag.
Das Leasinggeschäft in Ungarn hat sich pulverisiert
Eine der Branchen, die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise am stärksten getroffen
wurden, ist die Leasingbranche, weil sie sowohl durch die Verwerfungen auf dem Finanzmarkt als auch unmittelbar durch Investitions- und Konsumeinbruch berührt wurde und wird. Dass
sie daran nicht ganz unschuldig ist, sieht man allerdings nicht ein und strebt wieder eifrig nach dem "Vorkrisenniveau".
Finanzbedarf in Ungarn könnte 2011 wieder steigen, Märkte sind brutal
Der Missionsleiter für die Aufsicht über die Notkredite für Ungarn beim Internationalen Währungsfonds
(IWF), Christoph Rosenberg, hält den "Bruch" mit seiner Institution seitens der neuen ungarischen Regierung für gar keinen guten Plan, dazu seien
die Märkte zu wankelmütig und brutal. Nächstes Jahr braucht das Land aber mehr Geld.
Forintverfall macht Privaten zu schaffen - Forex-Rückfall bei Firmenkunden
Während sich ungarische Firmen wieder mehr in Euro als in Forint verschulden, weil - trotz
des Schwankungsrisikos - die Zinsen einfach zu verlockend niedrig sind, versuchen die privaten Haushalte ihre Fremdwährungskredite loszuwerden und zahlen zurück was nur geht.
Durch den Forintverfall der letzten Wochen, an dem nicht zuletzt die Regierenden eine Teilschuld tragen, steigen ihre Schulden aber immer weiter.
Slowakei mobilisiert gegen ungarisches Großprojekt bei Bratislava
Das gigantomane Projekt "Metropolis" bei Bratislava könnte noch einmal kippen. Eine
breite Front aus Ministern der neuen Regierung, dem Bürgermeister der slowakischen Hauptstadt und Zivilorganisationen hat jetzt ihren Widerstand gegen das 1,5
Milliarden Euro Shopping-, Büro-, Wohn- und Entertainmentprojekt, rings um ein Zentrum aus Großcasinos, formuliert.
Finanzsondersteuer: nun befürchten auch Leasinggesellschaften den Kollaps
Die von Banken, Versicherungen und Leasinggesellschaften heftig bekämpfte Finanzsondersteuer wird,
zumindest was die Banken betrifft, auf Grundlage der Bilanzsumme berechnet. Das sagte Finanzstaatssekretär András Kálmán am Freitag. Der Widerstand der
Unternehmen bleibt ungebrochen, der Wille der Regierung aber auch.
Ungarische Nationalbank senkt den Leitzins demonstrativ nicht
Die Ungarische Nationalbank (MNB) behält den derzeitigen Leitzinssatz von 5,25% bei.
Angeblich spielen Inflationsängste und Risikoeinschätzungen die Hauptrolle bei der Entscheidung, im Hintergrund geht es aber um einen erbitterten Machtkampf.
"Ein riesiger Sturm kommt über die Welt", mit diesem nicht eben beruhigenden, sondern
apokalyptischen Szenario kündigt der künftige Wirtschafts- und Finanzminister von Ungarn, György Matolcsy, einen sehr kurzfristig formulierten Rettungsplan für ungarische Privathaushalte an.
Der private Kreditmarkt kommt wieder beängstigend in Bewegung
"Der Wert der neu vergebenen Konsumentenkredite erreichte im März das
höchste Niveau seit Beginn der Krise." Diese Nachricht gab die ungarische Zentralbank, MNB, in ihrem neuesten Monatsbericht heraus, so als sei das ein Erfolg. Dabei müssten die
Alarmglocken angehen... Moderater geht es bei Hypotheken zu, manche Unternehmen kommen langsam wieder an mehr Kapital.
OTP-Chef Csányi zu Politik, Wirtschaft und Fußball
Für Fidesz sieht der Bankchef und Großindustrielle eine "historische Chance"
gekommen und äußert sich zur Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik. Mit seiner Bank will er in Osteuropa auf Einkaufstour gehen, die Zahl der Schweineschlachtungen bei Herz will er
verdoppeln und zu guter Letzt hat er sich selbst zum Präsidenten des Ungarischen Fußballverbandes erkoren.
Die EU vergibt ab Juni Mikrokredite an „Nichtkreditwürdige“
45.000 Kleinkredite sollen den Unternehmergeist von 25.000 Arbeits- bzw.
Beschäftigungslosen sowie Kleinstunternehmen fördern, sagt der ungarische EU-Kommissar Andor. Das Modell dazu kommt aus den Entwicklungsländern und ist für jene gedacht,
die von den Banken zurückgewiesen wurden. Die verdienen aber sogar an Kunden, die sie gar nicht wollten.
Zahl der Kreditkarten in Ungarn rückläufig - Lottogesellschaft nimmt nur noch Bargeld
Die Zahl der aktiven Kreditkarten hat sich Ungarn im Krisenjahr um beachtliche 13,2%
verringert. Ende 2009 waren nur noch 1,51 Mio Kreditkarten freigeschaltet und in Verwendung, während es Ende 2008 noch 1,74 Mio. waren. Lottogesellschaft Szerencsejáték nimmt nur noch Bargeld.
Die in Osteuropa stark aktive Erste Group legte ihre Zahlen für 2009 vor
Die Erste Group hat ihre Zahlen für 2009 vorgelegt. Diese beweisen, dass Banken
eigentlich immer verdienen: gehen die Zinsen zurück, steigen fast automatisch die Einlagen von Sparern. Die Geschäftsbasis sicherten ohnehin die Staaten. Auch im
krisengeschüttelten Osten machten alle Tochterinstitute Gewinne, wenn auch deutlich rückläufige, nur die Ukraine schmierte ab.
Prämieneinnahmen der Versicherer in Ungarn sanken zweites Jahr in Folge
Bereits das zweite Jahr in Folge sanken die Prämieneinnahmen der in Ungarn tätigen Versicherungen. 2009 sanken die
Gesamtprämieneinnahmen demnach um 7,3% zu 2008, auf 825 Milliarden Forint (ca. 3,04 Mrd. EUR). bereits 2008 gingen sie um 4% gegenüber 2007 zurück.
Im Elend Griechenlands glänzt sogar Ungarn, zumindest für Banker
Es ist auch nicht schlimmer als anderswo. So liest sich die Einschätzung der
Volkswirtschaftler der Erste Group in Wien bezüglich des Defizits und der Refinanzierungskosten für Staatsschulden im CEE-Raum, erst Recht mit Blick auf
Griechenland, Italien oder Spanien. Wie kritisch aber wird eine Analyse sein, die von einer Bank stammt, die selbst einer der größten Aktienhhändler und Kreditgeber der Region ist
und auch an Staatsanleihen kräftig verdient?
Ungarn hat eine Staatsanleihe über 2 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Die Laufzeit des
"Schuldscheins" liegt bei 10 Jahren, die Verzinsung bei 6,25% pro Jahr und damit 2,65% über vergleichbaren US-Anleihen. Diese Differenz, Spread genannt, liegt damit höher
als beispielsweise bei Anleihen der Türkei, das von Ratinagenturen jedoch als riskanter eingestuft wird als Ungarn.
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vorher über die optimale Immobilien- bzw. Baufinanzierung zu informieren und sich beraten zu lassen. So findet man den Kredit, der am besten zu der individuellen Situation passt.
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