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WIRTSCHAFTSPOLITIK & STEUERN

Steigender Druck

Orbán bei Barroso: EU verschärft Ton und Gangart gegen Ungarn

Premier Orbán traf sich am Dienstag in Brüssel mit Barroso, Schulz und van Rompuy. Die EU hielt die Gespräche absichtlich formell und forciert nun erstmals auch über den Rat Vertragsverletzungs- und Defizitverfahren, um den Druck auf Orbán aufrecht zu erhalten. Die ungarische Seite versucht sich weiter in ihrer Schaukelpolitik, doch allmählich wird es eng und bald kann es teuer werden. / Leitzins unverändert.

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Zurück in die Zukunft

Orbán als Ökokrieger - noch ein Entwicklungsplan für Ungarn

Ein Hohelied der heimatlichen Scholle: Ein 10-Jahres-Plan, der "wichtige Komponenten der nationalen Unabhängigkeit" enthält, soll gesunde Lebensmittel und ein gutes Auskommen bringen und das Land von "ausländischem Dreck" befreien. Gentech wird weiter abgelehnt und der Boden soll in ungarischen Händen bleiben. Richtige Problemstellungen und bewährte Modelle nachhaltiger Bewirtschaftung kollidieren mit Konzepten aus finsteren Jahrhunderten und einer überflüssigen Kriegsrhetorik.

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Versteuert

Die "Flat tax" als Beispiel des Versagens in der Wirtschaftspolitik

Wen schon der Demokratieabbau in Ungarn nicht stört, sollte sich wenigstens von der Mathematik überzeugen lassen: die Regierung verzettelt sich mit ihrer sogenannten Flat tax immer mehr. Mit einem unsinnigen Kompensationsmodell und immer neuen Übergangsregelungen sollen die niedrigen Einkommensgruppen "entschädigt" werden, was das Sytem weder sozial gerechter noch einfacher macht. Doch die Regierung hält an ihrer kostspieligen Geisterfahrt fest, aus ideologischer Sturheit.

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Labyrinth Steuerrecht

Steuerliche und weitere gesetzliche Änderungen in Ungarn 2012

Zusätzlich zum Steuerberater, brauchen Unternehmen in Ungarn zukünftig noch gut ausgebildete Dschungelführer, am besten ein ganzes Team von Experten. Denn statt des angekündigten "vereinfachten" Steuerrechtes regiert das reine Chaos. Zukünftig können ad-hoc-Änderungen sogar noch schneller in Kraft treten. Einige steuerliche Änderungen für 2012 listen wir hier auf, für alles weitere fragen Sie besser Ihren Arzt oder Apotheker.

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Luftschloss
an der Bernsteinstraße

Wieder einen "Plan für Wachstum”

Hatte wirklich noch ein Beweis für die Unfähigkeit der "rechten Hand" Orbáns, Wirtschaftsminister Matolcsys gefehlt? Seit Freitag liegt er vor. Der neue "Plan für Wachstum" zeigt, in welcher Schein- und Parallelwelt der oberste Politökonom des Landes schwebt. Auf Befehl von Orbán hat der Minister ein Sammelsurium von vagen Hoffnungen und Progonsen zusammengeschustert, deren Basis wieder nur Wünsche, kaum Realitäten sind. Wozu?

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Unberechenbar

Herabgestuft: In Ungarn regiert der Realitätsverlust

Ungarn rangiert bei der Kreditwürdigkeit nur noch einen Wimpernschlag über "Ramsch". Die Regierung zieht angesichts des griechischen Szenarios jedoch die falschen Konsequenzen. Statt die fehlgeleitete Fiskalpolitik taktisch zu korrigieren und der Wirtschaft die Straßen freizuräumen, bastelt sie an ihren liebgewonnenen Feindbildern und spielt den Beleidigten - auf Kosten des Volkes. Im Hintergrund läuft bereits ein Notprogramm an, das in die nächste Sackgasse führt.

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Tosende Büffelherden

Rutscht Ungarn 2012 wieder in die Rezession?

Ziemlich überraschend, doch dann auch wieder nicht, korrigierte das "oppositionelle" Institut GKI die BIP-Prognose für Ungarn 2012 auf -1%, das Land könnte also wieder in eine Rezession fallen. Dabei wollte die Regierung heute den Haushalt 2012 festzurren und erfand dabei noch schnell eine Weltneuheit, die erste mehrstufige Flat Tax. Doch Spaß beiseite: die Heilungsversuche der Regierung an einem System, das schon bei seiner Einführung krank war, sind dilletantisch.

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Stehgreiftheater

Makroökonomische Pausenclowns traumwandeln durch Ungarns Krise

Der Chefberater des Regierungschefs räumt zwar ein, dass man alles “ein wenig optimistisch” sehe, aber ein paar Nachberechnungen würden als Korrektur schon genügen. Der Chef des Hauhsaltsrates findet den Budgetentwurf - trotz gegenteiliger Fakten - angemessen. Warten, beten und predigen scheint die Wirtschafts-Taktik dieser Regierung zu bleiben.

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Nothaushalt Nr. 4

Budgetentwurf 2012:
Ungarn bleibt in Krisen gefesselt

In Zeiten wie diesen legt man nicht einfach einen Entwurf zum Staatshaushalt vor, es muss schon ein "Budget zum Schutz der Nation" sein, wie "Nationalwirtschaftsminister" György Matolcsy seine Skizze für 2012 nennt, die er dieser Tage Regierung, Parlament und Öffentlichkeit präsentierte. Die Mehrwertsteuer stellt einen Europarekord auf, die Löcher, die gestopft werden müssen, werden immer größer, die sozialen Ungerechtigkeiten ebenso. Zwar erkennt man mittlerweile die Realitäten halbwegs an, zieht aber weiter die falschen Schlüsse daraus.

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Armutszeugnis

Regierung plant "Reichensteuer"
und setzt Mindestlohn außer Kraft

Um neue Budgetlöcher zu stopfen, nicht um soziale Ungerechtigkeiten auszugleichen, will Ungarn Besserverdiende mit einer "Solidaritätssteuer" belegen. Gleichzeitig wurde per Dekret der Mindestlohn für die zwangsverpflichteten Teilnehmer an öffentlichen Beschäftigungsprogrammen außer Kraft gesetzt. Damit schafft das Land amtlich ein Prekariat und forciert soziale Spannungen. Das Grundproblem ungerechter Lastenverteilung durch zu wenig echte Arbeit bekommt sie so nicht in den Griff.

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"Was immer in der Welt passiert..."

Parolen statt Korrekturen in der Wirtschaftspolitik

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán stellt sein Land wieder einmal auf "harte Tage" ein. Weder die Krise des Euro noch die Wirtschaftsprobleme in Ungarn sind überwunden, stellt er richtig fest. Eigene Fehler oder zumindest Fehleinschätzungen gesteht man aber nicht ein. Dabei haben die schlechten Daten bei Wachstum, Arbeitsmarkt, Konsum und privaten wie öffentlichen Schulden die hochfliegenden Projektionen der Regierung längst wertlos gemacht.

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Warmer Regen,
kalte Duschen

Ökonomischer Pessimismus bleibt Leitkultur

Ende August dürfen sich viele Ungarn auf einen lauwarmen Geldregen freuen. Die enteigneten privaten Rentenversicherer schütten die Gewinne der letzten Jahre aus. Der Wirtschaft wird das nicht viel bringen, die Ungarn sind vorsichtig geworden, mögen die Versprechungen der Regierung noch so blumig klingen. An höhere Einkommen glaubt nur noch das obere Viertel und auch bei den Renten droht die kalte Dusche...

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Billionen für die Staatskasse

Rentenbeiträge drücken Ungarns Schuldenquote auf 77% des BIP

Die Beiträge aus der rückverstaatlichten, früher obligatorischen privaten Rentenversicherung, die in diesen Tagen an den Staat überwiesen worden sind, summieren sich auf 2,9 Billionen Forint, rund 11,4 Mrd. EUF, teilt die staatliche Finanzaufsicht PSZÁF mit. Damit wird der Staatshaushalt - zunächst - enorm entlastet. Nun will man im Eiltempo alles Eliminieren, was Schulden macht, ganz oben steht die Faulheit.

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Scheitern verboten

Die Wirtschaft hört nicht auf Befehle, nicht mal im "neuen" Ungarn - Eine ökonomische Jahresbilanz

Die Orbán-Regierung ist ein Jahr im Amt, die Wirtschaftsreformen der Fidesz-Regierung sind tiefgreifend, mutig und bitter nötig. Doch sie leiden an unvernünftigem Übertreibungswahn. Wunschkennzahlen gehen an den Möglichkeiten vorbei, es ist fast wie damals in der Planwirtschaft. Aktuellstes Beispiel dafür ist die Reform der Invaliden- und die Abschaffung der Frührenten, die 150.000 Menschen dem Arbeitsmarkt zuführen soll, - nein wird!

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Jahrmarktwirtschaft

Defizit und Wirtschaftspolitik fahren Achterbahn

Im März erreichte das Budgetdefizit bereits 144% des Jahresziels, im April sank es wieder auf 97%. Die waghalsige Achterbahnfahrt wird auch in den nächsten Monaten weitergehen, was keine guten Signale aussendet. Zuviel wird angekündigt, zu wenig konkretes geschieht bisher noch. Für die nachhaltige Reformierung der Ökonomie und des Haushalts braucht es Zeit, die sich die so mutige wie übermütige Regierung selbst nicht geben will.

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Minimalinvasiv

Auch die Pharmabranche in Ungarn soll Krisensteuern zahlen

Insgesamt sollen durch ein Aktionspaket  dem Staat jährlich rund 100 Mio EUR mehr zur Verfügung stehen. Die Maßnahmen sind jedoch erstaunlich sanft ausgefallen. Das Grundproblem Gesundheit ist nicht Teil des Pakets, auch das Großhandelssystem lässt man weitgehend ungeschoren. Wir haben außerdem noch einen heißen Insidertipp...

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Krieg der Schuldenkrake

Befreiungsschlag, Teil 2: Ungarn schnürt weiteres Reformpaket

900 Milliarden jährlich soll das neue Paket einbringen, das am Dienstag in Budapest präsentiert wurde. So soll die Schuldenrate des Staates von derzeit 80% auf 65% gedrückt werden und das Land endlich gesunden. Kein Lebensbereich bleibt ausgespart, diesmal gibt es auch fürs Volk unangenehme Kürzungen und Kosten, nur mit Robin-Hood-Steuern ging es eben doch nicht. Die Fachwelt ist auch nicht sonderlich zufrieden.

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Ist Ungarn zu sozial?

Der Wirtschaftsminister bereitet Ungarn auf Sozialreformen vor

Der ungarische Staatshaushalt ist überdimensioniert, stellt eine Analyse des Nationalwirtschaftsministers György Matolcsys fest. Die Staatsfinanzen machten im Verhältnis zum BIP rund 6% mehr aus als in Ländern wie Polen, Tschechien oder der Slowakei. Viel davon geht auf den höheren Schuldendienst zurück, doch auch die Ausgaben für die "soziale Sicherheit" liegen in Ungarn anteilsmäßig deutlich zu hoch.

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Kein klarer Trend

Ökonomische Daten für Ungarn zeigen keinen geraden Weg aus der Krise

Die gesamtwirtschaftliche Erholung steht relativ auf der Stelle, Branchen und Staat sind weiter krisengezeichnet. Allmählich ist es keine Beruhigung mehr, dass es "wenigstens" nicht mehr schlechter wird. Solange die Strukturen nicht reformiert sind, kann man kaum auf substantiellen Aufschwung hoffen.

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Vage Versprechungen

Ungarische Regierung geht
auf Investoren zu

Ob aus Einsicht oder internationalem Druck, die Regierung bemüht sich wieder um eine Verbesserung des Verhältnisses zu den internationalen Investoren. Dieses war durch eine ruppig eingeführte, gewinnunabhängige Krisensondersteuer für bestimmte Branchen erheblich gestört worden. Nun will man "regelmäßige Konsultationen" über Bürokratieabbau führen und stellt eine Beendigung der Sonderbesteuerung für nach 2012 in Aussicht, zumindest dem Namen nach...

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Riskanter Weg

Járai: Regierung hat Ruf bei
Investoren zerstört

Zsigmond Járai ist kürzlich zum Chef des Aufsichtsrates der Nationalbank ernannt worden. Er war bereits in der ersten Fidesz-Regierung Finanzminister, ist aber keiner der jetzt überall protegierten Parteisoldaten. Vor Geschäftsleuten äußerte sich Járai betont kritisch zur “riskanten” Politik der Regierung. Überzeugung oder Teil eines Plans?

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Vagabundierende Löcher

Mut- und Übermut in der Wirtschafts- und Haushaltspolitik. Ein neuer Széchenyi-Plan soll es nun richten.

Als "Minenfeld" und ”schwarze Löcher” beschreibt der Minister für “Nationalwirtschaft”, was die Sozialisten ihm hinterlassen haben und feiert die Erfolge der neuen Regierung. "Das 500 Milliarden-Problem" habe man korrigiert, ob das auch in Zukunft gelingt, bleibt indes fraglich, denn schwarze Löcher haben die Angewohnheit zu vagabundieren und die Regierung steht sich bei allem Tatendrang oft selbst im Weg.

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Drei Jahre Aufschub

EU verlängert ungarisches Landkaufmoratorium für Ausländer

Die EU hat Ungarn eine Verlängerung des Moratoriums über den Erwerb von landwirtschaftlicher Nutzfläche durch Ausländer um weitere drei Jahre genehmigt. Damit kann die Regierung ein zentrales Wahlversprechen umsetzen, auch wenn die Realtität längst eine andere Sprache spricht.

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Malen nach Zahlen

Arbeitsmarkt und Pharmabranche in Ungarn sollen Milliarden sparen

Großartige Zahlen hat einmal mehr der ungarische Minister für Nationalwirtschaft, György Matolcsy, parat. Noch bevor die Art und Weise der lange erwarteten Strukturreformen bekannt wird, liegen schon die Ergebnisse vor. Danach würden sie wenigstens 600 bis 800 Milliarden Forint (2,2-2,9 Mrd. EUR) an jährlichen Einsparungen für den Staatshaushalt erbringen.

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Multis melken

Sondersteuern werden zur Regel

Multis melken ist neuer Nationalsport in Ungarn. Ab 2012 heißen die Krisensteuern nicht mehr Krisensteuern, weil es keine Krise mehr gibt. Man nennt es dann "neues System" (Arbeitstitel). Die Unternehmen fluchen, doch bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig als zu zahlen.

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Scherben kitten

Der IWF und Ungarn reden wieder

"Mutig aber riskant" und zu kurzfristig, so ist die Einschätzung der Delegation des  IWF nach Gesprächen mit Vertretern der Regierung über die neuen Budgetmaßnahmen. Delegationsleiter Christoph Rosenberg war mit Fachleuten angereist, um das Porzellan zwischen der Internationen-Bank und der ungarischen Regierung zu kitten...

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Zwangsbeglückung

Kalte Enteignung? Wirbel um private Rentenversicherung in Ungarn

Bei der Vorstellung seines zweiten Aktionsplanes verkündete der Regierungschef, dass die Beiträge der freiwilligen Zusatzversicherung, 8% des Bruttolohns, bis Dezember 2011 in die Staatskasse fließen sollen. Immerhin rund 1,5 Mrd. EUR. Dazu gab es heute erstaunte bis entsetzte Reaktionen, der Wirtschaftsminister versuchte zu beruhigen...

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Bluff, Verbrechen, Segen?

Debatte um die neue Einkommenssteuer-Flat-Tax

Heute wird im ungarischen Parlament neben der neuen Krisensteuer auch die Flat Tax zur Einkommenssteuer zum Gesetz erhoben. Die Kritik daran wächst noch einmal zu einem kräftigen Chor an. Opposition und Gewerkschaften bezichtigen die Regierung einer einseitigen Bevorzugung der Besserverdienenden. Unternehmer freuen sich auf eine staatlich finanzierte Lohnerhöhung.

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Zweiter Aktionsplan

Orbán bittet nun auch Telekom-, Energie- und Handelskonzerne zur Staatskasse

Als Teil seines zweiten Aktionsplanes hat Premier Orbán heute die Einführung einer vorerst auf drei Jahre befristeten Sondersteuer für Telekomunternehmen, Energieversorger und Einzelhandelsketten verkündet, die jährlich fast 600 Millionen EUR bringen soll.

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Von der Not getrieben

Orbáns Mut kann Ungarn retten oder ins Chaos stürzen - KOMMENTAR

Ungarns großer Steuermann ist in voller  Fahrt. Fasst man die Reaktionen von Märkten, Betroffenen und Beobachtern - interessenbereinigt - zusammen, hat die Regierung mit ihrer neuen "Krisensteuer" einen mutigen Griff getan und startet eine Umverteilung von Oben, Außen und Unten zur Mitte. Geht diese Rechnung in ein paar Jahren aber nicht auf, hat man ein echtes Problem. Weniger mit EU und IWF oder der Wirtschaft, sondern mit dem eigenen Volk...

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Etwas für Jeden

Inflationäre Versprechungen vor den Kommunalwahlen

"Keine Zwangsräumungen mehr in Ungarn" verspricht Ministerpräsident Orbán auf seiner Wahlkampftour durch die Provinzen und will nun auch notleidende Forint- nicht nur Forex-Kredite retten. Auch Ministerien, Partei und sogar das Straßenbaumt überbieten sich in wohlgemuten Versprechungen, die auf eine triste Realität treffen.

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Das zerschnittene Netz

KOMMENTAR - Ungarn und der krampfhafte Versuch eines Sonderwegs

Ungarn wird ab dem kommenden Jahr seine Haushaltspolitik, inkl. des Defizitziels nur noch mit der EU verhandeln. Das erklärte Regierungschef Orbán nach einem zweistündigen Gespräch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Berlin. Im Oktober laufe die Kreditvereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds aus, dannn gäbe es mit mit denen ohnehin nichts mehr zu besprechen.

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Säuberungsaktionen

Eine Eingreiftruppe setzt Manager staatlicher Betriebe im Dutzend vor die Tür

Die staatliche Entwicklungsbank, MFB, ist gleich nach Amtsantritt der neuen Regierung mit  weitgehenden Kontrollvollmachten über die Staatsbetriebe ausgestattet worden, wovon sie bereits mehrmals Gebrauch gemacht hat. Jetzt ließ das MFB-Management erneut die Muskeln spielen und entfernte in einer spektakulären Aktion die komplette Führungsetage der ITD Hungary aus seinen Büros.

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Waghalsige Manöver

Regierung will Haushaltsregeln lockern und den Rest des IWF-Notkredits abrufen

Die wohlweislich nicht angetasteten 6 Milliarden EUR aus dem Notkredit von EU und IWF sollen nun verschuldeten Familien Haus und Hof retten helfen. Um die Meinung der Märkte scheint man sich dabei wenig zu kümmern, was kürzlich schon einmal schief ging.

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Es wird noch gerechnet

Große Steuerreform stiftet vorerst mehr Verwirrung als Freude

Bei den von Premier Orbán angekündigten Änderungen im ungarischen Steuersystem, gibt es, das zeigen die Reaktionen von den verschiedensten Seiten, noch erheblichen Erklärungs- und Rechenbedarf sowie einige fragwürdige Kuriositäten, wie eine Beschimpfung der “europäischen Müllnahrungsmittel.” Einig ist man sich nur in der Freude über die Steuerfreiheit für das private Schnapsbrennen.

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Und Action!

Ungarische Regierung legt radikales Wirtschafts- und Steuerprogramm vor

Davon kann auch Deutschland noch lernen: Ungarn, gerade noch wegen der Panikmache einiger seiner Profilierungsneurotiker international gescholten, will jetzt vormachen, wie man gleichzeitig massiv sparen UND die Steuern senken kann. Ein Aktionsplan von Premier Viktor Orbán setzt Beamten und der Finanzwirtschaft zu, will aber gleichzeitig Familien und Mittelstand entlasten wie stimulieren. Ob die Rechnung dieses “New Deal” aufgeht, bleibt aber aus vielen Gründen offen.

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Bumerang

Die ungarische Regierung hat sich verzockt

Wenn hinter den Ereignissen der letzten Tage ein höherer Plan der neuen Regierung gesteckt haben soll, dann war es ein schlechter und verdammt teurer. Der "Wir-sind-fast-Griechenland"-Sager der führenden Wirtschaftspolitiker kam als Bumerang ins Land zurück und richtet nun den Schaden an, den man herbeiunkte. Premier Orbán hat Märkte, EU und Medien unter-, seine Wirkmächtigkeit überschätzt. Zeit, von Symbolpolitik Abschied zu nehmen.

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Wird Ungarn
wieder griechisch?

Um die Staatsfinanzen steht es angeblich schlimmer als gedacht

Das Defizit wird mehr als doppelt so hoch ausfallen wie Vorgängerregierung, IWF und EU behaupten. So die Einschätzung des wichtigsten Beraters des neuen Regierungschefs. Er spricht von "Notstand", der sogar die Steuerpläne des Fidesz gefährden könnte und erwartet neue Krisenwellen in seinem Land.

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Wie rettet man richtig?

Widersprüche im Rettungsplan für Fremdwährungskredite - Minister greift Zentralbank und Finanzaufsicht frontal an

Der künftige Wirtschafts- und Finanzminister von Ungarn, György Matolcsy, erläuterte am Montag seinen in der Vorwoche gemachten Vorschlag, es "allen Inhabern von FX-Krediten" zu ermöglichen, ihre Verbindlichkeiten in Kredite auf Forintbasis umzuwandeln. Jetzt will er die für den Staat sehr teure Hilfe doch vorerst nur den notleidenden Haushalten angedeihen lassen, außerdem will er die gesamte Finanzaufsicht und Zentralbank - die an allem Schuld sind - am liebsten entlassen.

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Sturmwarnung

Der Forint verbreitet wieder Panik

"Ein riesiger Sturm kommt über die Welt", mit diesem nicht eben beruhigenden, sondern apokalyptischen Szenario kündigt der künftige Wirtschafts- und Finanzminister von Ungarn, György Matolcsy, einen sehr kurzfristig formulierten Rettungsplan für ungarische Privathaushalte an.

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Gemeinschaft hilft

Wo stünde Ungarn ohne die EU?
39 neue Projekte genehmigt
- MIT KOMMENTAR

Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise hat Ungarn zwar hart getroffen, aber längst nicht lahm gelegt, auch wenn man manchmal diesen Eindruck haben könnte. An allen Ecken und Enden wird investiert und gewerkelt, vor allem Dank der großzügig fließenden EU-Gelder. Diese schaffen nicht nur kurzfristig Arbeit, sondern sorgen dafür, dass es in manchen Regionen überhaupt eine Perspektive für die Zukunft gibt.

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Böse Überraschung

Über den sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit in Ungarn wundern sich auch Experten

Nach den Projektionen der Volkswirte hatte man mit den jetzt für Dezember - Februar gemeldeten 11,4% überhaupt erst in der zweiten Jahreshälfte gerechnet, nun sind sogar bald 12% und mehr denkbar. Konjunkturprogramme laufen aus, der Mittelstand leidet, die Binnennachfrage bleibt am Boden...

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Ohne Gewähr

Das Finanzministerium korrigiert - zum letzten Mal vor der Wahl - wichtige ökonomische Kennziffern

Während viele andere Länder der Region 2010 mit einem leichten Wachstum rechnen können, muss Ungarn mit einem weiteren Rückgang leben. Es gilt dabei schon als Leistung, dass das erwartete Minus beim Bruttoinlandsprodukt zum zweiten Mal nach unten korrigiert werden kann. Der größte Teil des diesjährigen Defizits ist auch schon da.

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Tabula Raser

Der Balatonring für den MotoGP in Ungarn steht auf der Kippe

Nicht nur Experten, auch Minister haben offenbar große Zweifel daran, ob die zugesagte staatliche Finanzierung der Rennstrecke Balatonring wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich sauber ist. Die Investoren vermuten mafiöse Verschwörungen am Werk und beschuldigen eine Firma und eine Partei der Korruption. Der Regierungschef will jetzt reinen Tisch machen.

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Haushaltsartistik

Einnahmen sinken, Ausgaben steigen, aber das Defizit bleibt gleich...

Im vierten Quartal 2009 ist das Bruttoinlandsprodukt Ungarn im Vergleich zum dritten nur noch 0,4% (saison- und kalenderbereinigt) gefallen, unbereinigt schlug der Rückgang mit 4% gegenüber den letzten drei Monaten 2008 zu Buche. Damit fiel die offiziell registrierte Wirtschaftsleistung Ungarns 2009 insgesamt um 6,3% gegenüber dem Vorjahr.

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Immobiliensteuer gekippt

Das Verfassungsgericht verwirft die Immobiliensteuer in Ungarn

Das Verfassungsgericht hat am Dienstag den Hauptteil des neuen Gesetzes über die Besteuerung von Immobilien und Luxusgegenständen für nicht verfassungskonform erklärt. Die Bewertung von Immobilien sei willkürlich, das Finanzamt bekam mehr Macht als ihm zusteht. Für die Bajnai-Regierung ist das eine schwere politische und fachliche Niederlage, für die Opposition ein Festmahl. Dem Haushalt kommt es teuer zu stehen.

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Lockruf in den "fernen Osten"

ITD Hungary wirbt für den Logistikhub Záhony an der Grenze zur Ukraine

Als Tor zwischen Asien und Europa bezeichnet es, vielleicht einen Hauch übertrieben, die ungarische Regierung. Mit massiver EU-Unterstützung baut man in der verarmten Grenzregion einen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt, in der Hoffnung, am wachsenden Handelsgeschäft mit der Ukraine und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion mitverdienen zu können.

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19./20. Dezember 2009 / WIRTSCHAFT

Schlager vor Gericht

Erste Anhörung in der Radioaffäre, Vergabebehörde verbittet sich Einmischung aus USA

Ende der Woche begannen am Hauptstädtischen Gericht die ersten Anhörungen im Fall des Entzugs der Sendefrequenzen für die beiden ehemaligen, landesweiten Radiosender Danubius und Sláger. Im Oktober übrtrug die staatliche Vergabebehörde ORTT die Frequenzen in einem, politisch umstrittenen und nun auch juristisch angefochtenen Verfahren...

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Offene Baustellen

End- und nutzlose Debatten über die ungarische Wirtschaftspolitik - Präsident beklagt sich über ausländische Beschwerdeführer

Wie weiter mit den Staatsbetrieben, wo steht Ungarns Wirtschaft, und wenn ja, warum? - Der Austausch makroökonomischer Küchenweisheiten ist in letzter Zeit das Erkennungssignal der Budapester Politgockel geworden. "Neues" aus der Welt der politisierenden Wirtschaftsexperten und ein leises Wehklagen des Präsidenten aus Fernost über zu "offensive" Ausländer.

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Makkulatur mit Gesetzesrang

Das ungarische Parlament nahm das Budget 2010 an

Für die Regierungsseite  ist es eine verantwortungsvolle Antikrisenmaßnahme, die Opposition nennt es schlicht einen Offenbarungseid. Das Budget, das vielleicht nur ein halbes Jahr besteht und dessen Eckdaten mehr als umstritten sind, spaltet das Land weiter und riss schon eine Partei in den Abgrund. Selbst die Mentoren des Regierungschefs, IWF und EU, nennen andere Zahlen, doch für Premier Bajnai ist das Defizitziel von 3,8% längst zu einem Fetisch geworden.

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Steuern und Skelette

Der Fidesz-Chef kündigt für 2010 "große Steuersenkungen" an, obwohl er 7,5% Defizit erwartet

Alles an der derzeitigen Regierung in Ungarn sei mehr oder weniger Lüge, Bluff und Manipulation. In seiner bekannt direkten Art las Fidesz-Chef Orbán seinem angenockten politischen Gegner in einem Fernsehinterview die Leviten. Er werde trotz aller Widrigkeiten 1 Million Arbeitsplätze in zehn Jahren schaffen. Wie groß die versprochene "wirklich große" Steuersenkung ausfallen wird, hängt aber von der Zahl der Leichen ab, die man auf dem WC vorfinden wird.

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Bauer ist sauer

Die Proteste der Milchbauern in Ungarn werden ruppiger

Ungarische Milchbauern protestierten am Donnerstag mit abgetrennten Rinderköpfen vor dem Landwirtschaftsministerium in Budapest und verschütteten Milch auf der Strasse. Auch in Györ, Pécs, Miskolc und Szeged protestierten die Farmer. Die Antwort der Politik und der Wirtschaft auf die Aktion der verzweifelten Bauern: strafrechtliche Ermittlungen wegen der Verschmutzung öffentlicher Plätze.

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In bröckelnden Putz gemeißelt

EU-Kommission widerspricht Bajnais Budgetentwurf

Die Europäische Kommission hat ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie es mit Ungarns Wirtschaft und dem daraus resultierenden Staatshaushalt in den kommenden zwei Jahren weitergeht. Auch wenn der ungarische Regierungschef Gordon Bajnai keine Gelegenheit auslässt, um zum Gefallen der Gläubiger um IWF und EU, das Defiziel für 2010 von 3,8% als "in Stein gemeißelt" zu bezeichnen, kommen die Volkswirte in Brüssel zu ein wenig anderen Schlüssen.

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Defizit verdreifacht

Die Slowakei musste einen Nachtragshaushalt verabschieden.

Die Abgeordneten des slowakischen Nationalrates haben in dieser Woche für 2009 einen Nachtragshaushalt verabschieden müssen. Danach wird das Defizit diesem Jahr dreimal so hoch sein wie in der ursprünglichen Planung vorgesehen.  Schuld ist die Krise, die Regierung ist zufrieden mit sich, die Opposition wütet.  Nötig wurde der Schritt auch, um die Finanzierung für ein Autobahnprojekt zu bekommen.

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Geld für Schall und Rauch

Staat unterstützt den Balatonring mit 75 Mio EUR und üppiger Bürgschaft

Nicht weniger als insgesamt 74,4 Mio EUR staatlicher Zuschüsse darf sich in den Jahren 2010 bis 2019 der MotoGP auf dem Balatonring erfreuen. Mit dieser Summe unterstützt der Staatshaushalt das Rennspektakel an der neu zu bauenden Rennstrecke. Zusätzlich erhält der Investor eine Staatsgarantie über 15 Mrd. Forint (ca. 56 Mio EUR) für einen Kredit von der staatseigenen Ungarischen Entwicklungsbank (MFB).

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Für eine Handvoll Forint

Mit einem Anteil an der Beute versucht man in Ungarn der Korruption Herr zu werden. Auch die Regelung der Wahlkampffinanzen ist - wieder einmal - geplant

"Die Korruption unterminiert die Demokratie, verhindert die Entwicklung des Landes und zerstört das Vertrauen der Öffentlichkeit." Mit diesen sehr grundsätzlichen Worten unterstrich Ungarns Premier, welche Bedeutung er seiner Gesetzesinitiative beimisst. Bereits zum x-ten Male versuchen Parlamentarier auch klarere Regelungen für die Parteien- und Wahlkampffinanzierung durchzusetzen. Dass solche Gesetze aber nur die Korruption und den Betrug selbst, nicht aber die Ursachen dafür bekämpfen können, liegt auf der Hand.

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Sturm im Wasserwerk

Der Bürgermeister im ungarischen Pécs "enteignet" eine westliche Firma mit Gewalt

In Pécs spielten sich am Montag Szenen ab, die man eher nach Südamerika oder Westafrika verorten würde, denn in die künftige Kulturhauptstadt Europas. Die Lokalverwaltung von Pécs ließ in der Nacht eine größere Gruppe von Sicherheitskräften das örtliche Wasserwerk, betrieben von der französischen Suez, besetzen, verweigerte dem Management den Zutritt und zwang die Mitarbeiter zum Seitenwechsel. Juristische und diplomatische Nachspiele sind zu erwarten.

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Wenige arbeiten viel

Minister zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarkt in Ungarn

10,2% betrug die Arbeitslosenrate nach Eurostat-Methode im Juli in Ungarn. Sie liegt damit 1,4 Prozentpunkte über dem Durchscnitt von 8,8% für die 27 EU-Länder. “Aber besser als in anderen Ländern”, trompetet der zuständige Minister. Doch die traurigen Wahrheiten dahinter kann selbst er nicht verbergen.

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Kommentar
Prügel fürs tapfere
Schneiderlein

Die Budgetdebatte im Parlament beleidigt die Intelligenz des Volkes - Neuer Parlamentspräsident gewählt

Diametral entgegengesetzt sind die Standpunkte der beiden großen Fraktionen nicht nur bezüglich des Budgets. Es geht im ungarischen Parlament aber längst nicht mehr um sachliche Auseinandersetzung, sei sie auch scharf. Medial wirksame Konfrontation, eine Art Dauervorwahlkampf ist alles, was man vom "hohen" Haus noch geboten bekommt. Einige Kostproben vom ersten Sitzungstag sollen daher genügen.

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Abrechnung statt Kalkulation

Der Fidesz verläuft sich im Irrgarten "nationalkonservativer Wirtschaftspolitik"

Da der Fidesz im Frühjahr 2010 die Macht im Lande übernehmen wird, sollte sich die Partei eigentlich für den Staatshaushalt 2010 interessieren, der gerade ausgehandelt wird. Stattdessen übt sich Orbáns Partei in der erprobten Rolle der totalen Ablehnung. Der mögliche neue Wirtschaftsminsiter zeichnet jedoch die Skizze eines undurchführbaren Gemischs aus Wirtschaftsliberalität und protektionistischen Anwandlungen, durchsetzt von etlichen Widersprüchen. Sogar das Gruselwort Verstaatlichung kommt darin vor.

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IMPRESSUM

 

 

Zwischenzeugnis

IWF-Bericht als Aufgabenliste für die Regierung

Der IWF-Länderrapport zu Ungarn ist in diesem Jahr von besonderer Brisanz, liegen derzeit doch offizielle Verhandlungen über einen weiteren Notkredit/Sicherheitsnetz von bis 20 Mrd. EUR auf Eis, aus wirtschaftspolitischen Gründen, aber auch aus demokratiepolitischen Bedenken. Daher ist der Bericht auch als eine Art Kritik- und Erwartungskatalog zu interpretieren. Das offizielle Ungarn gibt sich jedoch weiter kämpferisch: man sei Mitinhaber des IWF, von dem man sich nichts aufnötigen lasse...

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Teurer Dezember

Aktuelle Wirtschaftsnachrichten

Defizit durch viele Einmaleffekte verzerrt und 2,5 fach über dem Ziel - Streit mit EU über Berechnung - Verlangt IWF doch Änderungen an der Flat Tax? - EU-Transferleistungen auf Rekordhoch - Handelskammern mit mehr Geld und Macht - Rücktritt im Landwirtschaftsministerium

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Aktuelle Wirtschaftsnachrichten

IWF-Deal nicht vor Ende März - Kreditausfall- Versicherunen werden billiger, Forint stabilisert - Lohnsteigerungen verlangsamt, 45% beziehen Flat-Tax-Kompensation - Getreideernte wuchs 2011 um 12 % - Frisches Venture-Capital aus EU-Mitteln - Airport Budapest rechnet mit Zuwachs - Geschäftsklima fast auf Rekordtief - Weniger Büroleerstand in Budapest - Ikea steigert Umsatz - Neues Thermalbad in Makó - 600 Mio. für Weinmarketing - Mobilfunklizenzen für alle, Staat mischt mit

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Chef des Haushaltrates zurückgetreten

Zsigmond Járai hat am heutigen Dienstag seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben. Der Fidesz-Mann begründet das offiziell mit der Mehrfachbelastung als Nationalbankaufsichtsrat und Unternehmer. Der Schritt ist aber als ein Zeichen der Kritik an der Regierungspolitik zu verstehen.

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Fiskale Geisterfahrt

Ungarn wird das Budget 2012 nun doch "vollständig" neu schreiben

Gerade wurde vom Parlament das Budget für 2012 zum Gesetz erhoben, nun "muss es vollständig revidiert werden...", gab Premier Orbán am Freitag zu. Der IWF lässt schön grüßen. Das Statsitikamt meldet indes deprimierende Zahlen, die fürchten lassen, dass auch die Neuplanungen schnell von der tristen Realität überholt werden könnten.

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Interpretationen ohne Spielraum

Ungarn bleibt beim "Jein" von Brüssel - Weiteres Gezerre ums Budget

Orbán verteidigte am Montag seinen Brüsseler Kurs vor dem Parlament mit einer Art Brandrede. Dabei stellte er die “Fremschuldthese” für die Probleme in Ungarn wieder ins Zentrum. Die anstehende Budget-Korrektur nennt er "Maßnahmen zum Schutz des Landes vor der Krise der Eurozone”, dabei sind die falschen Zahlen und Annahmen hausgemacht.

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Zugeführt

Frührente jetzt offiziell abgeschafft

Dass ein Land pleite geht, wenn nur die Hälfte der arbeitsfähigen Bevölkerung arbeitet, war allen in Ungarn klar. Dennoch schauten die Verantwortlichen jahrelang tatenlos dabei zu. Die Orbán-Regierung macht nun eine Kehrtwende und "führt alle Arbeitsfähigen dem Arbeitsmarkt zu", auch wenn es für die gar keine Arbeit gibt. Der Staat entzieht sich rückwirkend eingegangen Verpflichtungen und behandelt Bürger wie eine frei verschiebbare Masse.

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Mehr Arbeit für weniger Geld

Parlamentsdebatte über neues Arbeitsrecht

In der vergangenen Woche debattierte das ungarische Parlament über das neue Arbeitsrecht, das als eines der Kardinalsgesetze mit Verankerung in der Verfassung noch in diesem Jahr verabschiedet werden wird. Unabhängig von der Kritik an der Vielzahl von Einzelmaßnahmen des neuen Arbeitsgesetzbuches, einte die Opposition vor allem die Kritik an der mangelnden und selektiven Konsultation.

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Széchenyi würde auswandern

Chaos als einzige Konstante in der ungarischen Wirtschaftspolitik

Den Zahlenspielen der Regierung kann niemand mehr so recht folgen, nicht einmal sie selbst. Tag für Tag wechseln sich Hiobsbotschaften mit Hurra-Meldungen ab, werden Kennziffern verschoben und verbogen, dass die staatlichen Wirtschaftsprüfer massenhaft in Depressionen fallen müssen. Das Budget 2012 sei "riskant, aber machbar", meint allen Ernstes Haushaltsratschef Járai, "Ramschstatus ist möglich", fürchtet sogar der Nationalwirtschaftsminister, der muss es ja wissen...

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100 Fragen an...

Regierung korrigiert doch noch
die eigenen Erwartungen

Es hat lange gedauert bis das Finanzministerium doch noch einige leichte Korrekturen an den makroökonomischen Vorhersagen für 2012, auf denen auch der Haushaltsentwurf fußt, vorgenommen hat. Doch auch diese sind zu optimistisch, damit bleibt das Budget riskant. Die MSZP stellt 100 Fragen an den Minister, vergisst aber die wichtigste.

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Gegen die Wand

Das Budget 2012 meandert
durchs Parlament

Selbst Wirtschafts- und Finanzminister György Matolcsy mochte nicht mehr so recht an sein eigenes Werk glauben, als er am Freitag dem Parlament den Haushaltsentwurf 2012 zur "Beratung" übergab. Er sagte, der Entwurf basiere auf "gefährdeten Annahmen", versuche aber Reserven aufzubauen und die Staatsfinanzen zu schützen. Die Verteidigung eines aufgrund seiner falschen Annahmen zum Scheitern verurteilten Budgetentwurfes wird immer absurder.

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Der Untertanenstaat

Ungarns schöne neue Arbeitswelt

Die Rezepturen des Viktor Orbán für ein „neues Ungarn“ führen direkt in den Untertanenstaat, fürchten die Gewerkschaften, aber nicht nur die. Ein entrechtendes Arbeitsrecht, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Gulag-Stil sowie die systematische Entmachtung der Gewerkschaften samt Aushöhlung des Streikrechts werden zu gefährlichen gesellschaftlichen Spannungen führen. Der Druck, den Orbán auf die Arbeitnehmervertreter ausübt, hat aber etwas Gutes: er könnte sie endlich einen. - Ein Lagebericht.

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Steuerscharmützel

Anhebung von Alkohol-, Tabak- und Glücksspielsteuer in Ungarn

Die Regierung erwartet sich aus diversen Steueranhebungen 10 Mrd. Forint Mehreinnahmen, was aber nur einen kleinen Beitrag zu den 2012 notwendigen “zusätzlichen” 1000 Mrd. liefert. Die Opposition brachte eigene Vorschläge ein, die Regierungsseite lehnte ab. Das Parlament glänzte zudem durch einen sehr hässlichen verbalen Schlagabtausch.

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In die Magengrube

Exemplarisch absurd: die neue "Hamburger-Steuer" in Ungarn

Mit Sanktionen und Verboten hat man noch kein Volk gesund bekommen, diese Regierung versucht es trotzdem nochmal. Mit der Strafsteuer auf "ungesunde Lebensmittel" hat man ein Oxymoron erster Güte und ein Gesetz zur "Hebung der Volksgesundheit" von exemplarischer Absurdität geschaffen. Ein kleiner Rundgang durch den Supermarkt der beratungsresistenten Legislative.

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Das Maß der Dinge

Die ungarische Wirtschaft ein Jahr nach dem Machtwechsel

Die Fidesz-Regierung ist ein Jahr an der Macht. Geht es den Menschen besser als zuvor? Ein Rundblick durch die aktuellen Statistiken zeigt den IST-Stand der ungarischen Wirtschaft auf dem mühsamen Weg aus Krise und Strukturschäden. An der weiteren Verarmung des unteren Drittels der Gesellschaft trägt diese Regierung eine Mitschuld, da nutzt auch der inszenierte Optimismus Orbáns nichts.

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Leben retten
für einen Hungerlohn

Ärzte stellen der Regierung ein Ultimatum

Ungarn verlangt von seinen Jungärzten für 1,18 EUR in der Stunde nicht nur die Heilung von Kranken und die Rettung von Leben, sondern auch noch Patriotismus. Den Medizinern platzt daher allmählich der Kragen. Jeden Tag verlassen drei Kollegen das Land gen Westen. Die Standesvertreter fordern nun ultimativ ein menschenwürdiges Gehalt, sonst gehen sie massenweise. Die Regierung beschwichtigt, taktiert und beleidigt.

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Unerwünschte Nebenwirkungen

Die Pharmabranche droht dem Staat

Folgt man den Argumenten der Pharmalobby, hängt das Wohl der ungarischen Volksgesundheit direkt an den Gewinnmargen der Medikamentenhersteller. Die schäumende Wut des Verbandes der Gesundheitswirtschaft zeigt, dass man mit den Sparplänen die richtigen getroffen hat. Deren Vorwurf, dass eine nachhaltige Gesundheitsreform noch aussteht, stimmt, ist aber im Lichte der Interessenslage Heuchelei.

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Sachdienliche Hinweise erbeten

Wieder große Ankündigungen über Bürokratieabbau in Ungarn

So ambitioniert die Zahlen, so unkonkret bleiben seit einem Jahr die Pläne. Nun sollen "im Sommer" konkrete Vorlagen geliefert werden, wie Milliarden in der bürokratie gespart werden können - für Staat und Unternehmen. Das erklärt zumindest einmal mehr der Nationalwirtschaftsminister. Wir wollen ihm helfen und bitten unsere Leser um Beispiele und Vorschläge.

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Schöne neue Arbeitswelt

Einige Details zum ungarischen Reformprogramm

Wirtschaftsminister Matolcsy will nur noch drei, statt bisher neun Monate Arbeitslosengeld zulassen, schwindelnde Invalidenrentner in Arbeit bringen und die Frührente weitgehend abschaffen. Der Mann ist im Stress, denn er soll in zehn Jahren 1 Million neue Arbeitsplätze schaffen. Weitere Infos zu Einsparungen bei Medikamenten und bei der Staatsbahn.

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Soll und Haben,
Können und Wollen

Ungarn zwischen den Fronten "gemeinsamer" EU-Wirtschaftspolitik

Fragen von Krieg und Frieden, Soll und Haben und für manche nicht weniger als die "Zukunft Europas" stehen auf dem Spiel. In Brüssel findet am 24. und 25. März der Gipfel des Europäischen Rates statt. Dieser markiert auch die Halbzeit der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft. Außenminister János Martonyi misst dem Treffen eine "historische Bedeutung" bei und erklärt, wo Ungarn die Schwer- und Knackpunkte auf den vielen derzeitigen Großbaustellen der Gemeinschaft ausmacht.

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Verrechnet

Ungarn will Unternehmen die Löhne diktieren

Eine Flat tax, den Fetisch des Neoliberalismus, zu benutzen, um die Planwirtschaft wieder einzuführen, dieses nationalökonomische Kunststückchen muss man erstmal schaffen. Ungarn schafft das. Weil die Steuerreform - völlig überraschend - untere Einkommensgruppen ärmer statt reicher macht, will die Regierung Kompensationen zahlen und Unternehmen per Gesetz zu Lohnerhöhungen zwingen...

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Ratlos

Die Abschaffung des ungarischen Haushaltsrates ist vollendet

Der ungarische Staatspräsident Pál Schmitt hat am Freitag den ehemaligen Zentralbankchef Zsigmond Járai zum Vorsitzenden des zur Bedeutungslosigkeit degradierten Haushaltsrates ernannt. Járai kritisierte noch kürzlich die Wirtschaftspolitik der Regierung, nun schwenkte er zurück auf Linie. Das ganze ist eine einzige Posse, die aber mit staatstragendem Ernst vorgetragen wird.

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Schulden hemmen Aufschwung

Kommen Orbáns radikale Reformen ins stocken?

Der ungarische Premier hat zum Auftakt der Frühlingssitzungsperiode des ungarischen Parlamentes nicht die erwarteten, konkreten Strukturreformen zur Gesundung von Ökonomie und Staatsfinanzen verkündet, sondern lediglich wieder ein pessimistisches Bild der wirtschaftlichen Lage des Landes gezeichnet. Ob die Hamburgersteuer kommt und es eine allgemeine Straßennutzungsgebühr geben wird, darf also weiter spekuliert werden.

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Rettung oder Diebstahl?

Orbán feiert: "Die Renten sind gerettet!"

Mit diesem überschwänglichen Ausruf begrüßte Premier Orbán den Vollzug der Rückverstaatlichung der privaten Rentenversicherung. Doch die Effekte des einmaligen Geldregens werden bald verpuffen und die damit gestopften Löcher wieder aufreißen. Opposition und Versicherer drohen mit Klagen und sehen in dem Vorgang eine Erpressung und Enteignung sowie einen gefährlichen Präzedenzfall.

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Hoffnung nur für Mittelschicht

Beschäftigung und Gehälter in Ungarn 2010 und danach

Nicht die Inflation oder Gehaltserhöhungen bestimmen in Ungarn über den Lebensstandard und den Zustand des Binnenmarktes, sondern mehr der Kurs des Schweizer Franken zum Forint. Die Beschäftigten- und Gehaltsstatistiken zeigen eine leichte Erholung, aber auch eine Vergrößerung der sozialen Ungleichgewichte, die sich durch die Flat Tax in diesem Jahr noch steigern werden.

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Barfuß oder Lackschuh?

Ungarn und seine 50:50-Chance

Die Eckdaten des Haushaltes 2011 sind nun beschlossen, doch viele Fragen bleiben offen. Die Regierung verteidigt ihren "unkonventionellen" Weg bei der Sanierung der ungarischen Wirtschaft und weist die Herabstufung der Kreditwürdigkeit als “kurzsichtig und unnötig” zurück. Doch das Budget 2011 ist hochriskant und die mittelfristige Finanzplanung zumindest fraglich. Was aber wären die Alternativen?

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Rentensplitter

Ergänzungen rund um die
"Rentenreform" in Ungarn

Diese Woche wurde das neue Rentengesetzespaket im Parlament verabschiedet. Die Mehrheit von 250 Stimmen bei 58 Gegenstimmen und 43 Enthaltungen war wie immer eindeutig. Nicht so klar eindeutig ist hingegen die Frage nach der Sicherheit des neuen Systems. Daher fühlte sich der Premier bemüßigt, Botschaften der Stabilität ins Volk zu versenden.

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Rat und Verrat

Der Haushaltsrat wird aufgelöst - wegen Majestätsbeleidigung

Unmittelbar nach der Rede des ehrwürdigen Ministerpräsidenten zum Haushaltsgesetz 2011 an gleicher Stelle Kritik an selbigem zu üben, ist heutzutage eine Unart und wird direkt mit einer Strafaktion geahndet. Der Haushaltsrat, einer der letzten unabhängigen Mahner steht vor dem Aus, auch weil ihr Protagonist ein IWF- und Nationalbankmann ist. Dabei bedient man sich Ulbrichtscher Methoden.

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Worthülsen und Zahlenspiele

Budget 2011: Programmatischer Optimismus statt belastbarer Fakten

In dieser Woche finden die "Debatten" zum Budget 2011 statt, die Regierungschef Orbán und sein Wirtschaftsminister Matolcsy wieder für grundlegende Ansagen statt konkreter Aussagen nutzen. Gute Nachrichten schreibt sich die Regierung selbst und verdoppelte die Wachstumsprognose für 2010. Strukturreformen gibt es erst ab Frühjahr, dafür hat man das Verfassungsgericht schon heute entmachtet. Die Bankensteuer wurde nochmals angehoben.

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Multis als Zahlmeister

Deutsche Firmen tragen höchsten Anteil an Krisensteuer in Ungarn

Die neue Krisensteuer der ungarischen Regierung wird deutsche Firmen am stärksten treffen, 34% der rund 650 Mio EUR pro Jahr entfallen auf sie. Rund 80% der neuen Steuern gehen auf Rechnung von Unternehmen in ausländischem Besitz. Während Handelsketten, Telekoms und Energieriesen, gebunden an den Binnenmarkt, für Ungarns Krise bluten sollen, werden “scheuere” Rehe wie die Autobranche hofiert.

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Milliardenwechsel
auf die Zukunft

Details und Reaktionen zur neuen Krisensteuer in Ungarn

Nun steht fest, wer bei der neuen “Krisensteuer” wieviel und wovon zu zahlen hat. Vorerst auf drei Jahre befristet wird diese Sondersteuer für Unternehmen der Telekombranche, des Energiesektors und den Einzelhandel erhoben, die bereits in dieser Woche beschlossen und noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Die Fachverbände protestieren eher zurückhaltend.

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Pläne, Schulden
und gefallene Engel

Ungarn und der Kampf gegen die Staatsschulden

Während die ungarische Regierung zumindest in Finanzfragen allmählich von Wahlkampf auf Vernunft und Pragmatik umschaltet, die Staatschulden in Ruhe managen will und der EU wie dem IWF Signale der Kooperation und Entspannung sendet, fallen ihr wieder Analysten in den Rücken, die Ungarn mehr oder weniger abschreiben und mit Rumänien und Griechenland auf eine Stufe stellen.

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Teufelskreis Nebenkosten

Die Beschäftigungsrate in Ungarn ist die zweitschlechteste im EU-Vergleich

Eurostat beziffert Ungarns Beschäftigungsquote in jüngst veröffentlichten Zahlen auf lediglich 55,4%. Die deutliche Erhöhung dieser Kennziffer ist für Ungarn einer der gordischen Knoten zur Lösung der Probleme in Wirtschafts- und Sozialpolitik. Diesen zu lösen, ist jedoch schwerer als man denkt.

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Geldhahn
vorerst abgedreht

EU und IWF setzen Gespräche mit Ungarn aus

Wieder weilte eine IWF-EU-Delegation in Budapest, zum ersten Mal seit Ausreichung des 20 Mrd.-EUR-Notkredites 2008 mussten die Gläubiger des Landes aber unverrichteter Dinge abreisen. Von ungarischer Seite gab es neben unbefriedigenden Plänen und Daten auch noch patzige Stellungnahmen. Damit ist der Geldhahn erstmal geschlossen und der Forint erneut in Absturzgefahr.

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Verlängerung mit gelber Karte

Die ungarische Regierung im Clinch mit IWF, EU, EZB...

Die Verhandlungen der Regierung mit IWF und EU über die Stabilitätspolitik und den Finanzbedarf des Landes scheinen in keinem besonders guten Klima zu verlaufen. Orbán vertreibt sich die Zeit lieber bei der Fußball-WM als mit seinen Gläubigern zu reden, doch Europa droht ihm nun unverblümter. Auch mit der EZB und der EU-Wettbewerbsaufsicht gibt es Konflikte...

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Armer Ritter

Machtkampf um Zentralbank in Ungarn spitzt sich zu - aktuelle Steuer- und Haushaltsdaten

Man könnte würde sogar die Verfassung ändern, um den Nationalbankchef András Simor endlich loszuwerden, sagt die Regierungspartei. Derweil musste der Premier einen Ausgabenstopp über 40 Milliarden Forint verhängen, um das versprochene Defizitziel erreichen zu können. Das Budgetloch erreichte im Mai bereits 85% der Jahresvorgabe. Die Einnahmen aus Unternehmens- und Individualsteuern gehen runter, die Mehrwertsteuer muss es rausreißen.

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Ungerecht und symbolhaft

Gemischte Reaktionen auf Fidesz-Wirtschaftsprogrammm - Banken drohen

Angesichts der teilweise dramatischen Einschnitte, u.a. im öffentlichen Dienst, fielen die Proteste der Betroffenen und ihrer parteipolitischen Interessensvertreter bisher sehr verhalten aus. Am lautesten meldeten sich die Banken - mit einer unverhohlenen Drohung - zu Wort. Auch fachliche Einwände gibt es.

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Den Pleiteteufel
an die Wand gemalt

Kassandra-Rufe eines Fidesz-Politikers lassen Forint abstürzen

Lajos Kósa sprach davon, dass "Ungarn nur eine kleine Chance hat, dem Schicksal Griechenlands zu entrinnen." und die Märkte fragten sich darauf, was wohl in ihn gefahren sein könnte. Der Forint brach deutlich ein und es stockte sogar kurzzeitg der Markt für ungarische Staatsanleihen. Bei der Regierungspartei tobt derzeit ein Richtungskampf um die Wirtschaftspolitik.

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Im tiefen Tal

Ungarn in Zahlen: 1. Quartal 2010

Ausgestanden, das zeigt das Zahlenwerk des Zentralamtes für Statistik, ist die Krise für Ungarn lange nicht. Einige positive Signale kann der Report aber vermelden: Industrieproduktion, Außenhandel, Transportwesen und Tourismus liefern Werte, die zumindest die Blickrichtung Krisenausgang anzeigen. Ganz anders dagegen: Binnenkonsum, Arbeitsmarkt und Auftragslage.

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Kassensturz

Neue Regierung in Ungarn findet "erste Leichen im Keller"

Mihály Varga, Sonderbeauftragter der Regierungspartei Fidesz für den Kassensturz der Staatskasse, hat bisher 170 Milliarden Forint (ca. 610 Mio EUR) als "Leichen im Keller" der Vorgängerregierung ausgemacht und glaubt, noch mehr zu finden.

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Steuern 1/3 runter?

Erste Details zu einer umfassenden Steuerreform in Ungarn

Seit Wochen spekuliert die Öffentlichkeit über Art und Umfang der von Fidesz propagierten "drastischen Steuersenkungen", die zum Teil bereits ab 1. Juli in Kraft treten und zu Anfang 2011 in ein umfassendes Konzept der Steuererleichterung eingebettet werden sollen.

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Vorsichtiger Optimismus und alte Beschwerden

Die deutschen Investoren bewerten die Lage in Ungarn

„Über den Berg, aber noch längst nicht wieder auf der Höhe“ - Unter diesem Motto lud die Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer (DUIHK) zur Vorstellung der Ergebnisse ihrer jährlichen Umfrage ein. Die Lage ist ernst, die Aussichten sind bescheiden, doch die langfristig planenden Investoren sind so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen. Intransparenz und Korruption ärgern mehr als eine mögliche national-protektionistische Wende nach der Wahl...

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Kein Staatskredit für Rennstrecke

Ungarische Entwicklungsbank verweigert Finanzierung des Balatonrings

Die staatliche Ungarische Entwicklungsbank (MFB) wird sich nicht an der Finanzierung des Balatonrings beteiligen. Die Chefs der beteiligten Tourismus AG und der Balaton- Entwicklungsgesellschaft sind zurückgetreten. Investoren müssen sich nun wieder um privates Geld umschauen, an Rennen ist in diesem Jahr nicht mehr zu denken.

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Fakten finden

Fidesz-Chef Orbán holt sich Rückendeckung bei Arbeitgebern und spricht über massive Steuersenkungen

Innerhalb von vier Jahren soll, nach dem Wunsch des zukünftigen Regierungschefs Viktor Orbán, die Steuerbelsatung für Unternehmen in Ungarn auf das Niveau der Nachbarländer in der Region abgesenkt werden. Wie das finanziert wird, sagt er nicht, weil die Daten, die ihm vorliegen, getürkt sind. Eine Faktenfindungskommission soll die "Leichen im Keller" identifizieren.

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Balancieren mit Reserven

Ausfall der Immobiliensteuer wird aus Reserven gedeckt

Ungarn wird den Ausfall aus der vom Verfassungsgericht gekippten Immobiliensteuer aus der "Stabilitätsreserve" des Staatshaushaltes ausgleichen. Einige Parameter für die Entwicklung der Volkswirtschaft 2010 haben sich verbessert.

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Panik im Villenviertel

Erstaunlich viel Wirbel um eine Reichensteuer im armen Rumänien

Kapital ist ein scheues Reh. Besonders schreckhafte Exemplare scheinen in Rumänien zu leben, wo kleine  Gerüchte genügen, um ganze Rehrudel auf zwei Beinen in die Schweizer Bergwelten zu jagen. Der Vorschlag einer Reichensteuer für all jene, die mehr als eine halbe Million Euro auf dem Konto haben, verschreckt offenbar Zigtausende, brave Geschäftsleute denken an Offshore, Banken beraten sich wund...

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Legendär ohne Meer

"Von Budapest aus sind alle Himmelsrichtungen sehr gut zu erreichen" - Wie sich Ungarn über die ITD als Wirtschaftsstandort präsentiert

Anfang der Woche wurde der Chef der staatlichen Förderagentur für Auslandsinvestitionen, ITD Hungary, fristlos “wegen Inkompetenz" entlassen (unsere Meldung). Was immer genau dahinter steckt, er will sich gegen diesen Vorwurf juristisch zur Wehr setzen. Unser nachfolgender Bericht, der bereits vor einiger Zeit entstand, könnte ihm jedoch die Anwaltskosten ersparen...

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Am Anfang der Talsohle

Vorsichtige Beruhigung bei Industrieproduktion und Außenhandel - Euro in vier Jahren?

Ungarns Premier hofft zwar, dass das Land in vier Jahren den Euro einführen kann, warnt aber weiter vor wirtschaftspolitischen Hazard-Spielen. Die Industrieproduktion sinkt nicht mehr, der Export erholt sich leicht, die Inflation bleibt (vorerst) überschaubar. Der Arbeitsmarkt, der Konsum, private und staatliche Verschuldung und die Unwägbarkeiten der internationalen Märkte bleiben aber kritische Faktoren.

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Zahlen der Krise

25% mehr Arbeitslose und 30% mehr Firmenpleiten als vor einem Jahr

Die Zahl der Firmen, die 2009 Insolvenz anmelden mussten oder in selbige geschickt wurden, betrug, nach ersten Erhebungen der Firmenauskunftei Opten, über 15.000, was fast ein Drittel mehr als 2008 bedeutet. Ungarns durchschnittliche Arbeitslosenrate in den Monaten September bis November lag, laut Statistischem Zentralamt bei 10,5% und erreichte damit den höchsten Stand seit 1994.

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Schiedsrichter
ohne "Rote Karte"

Wettbewerbsaufsicht in Ungarn - eine Bilanz mit Comedyeinlagen

Neelie Kroes, der EU-Kommissar für Wettbewerb reiste persönlich zu einer Konferenz an, bei der die Ungarische Wettbewerbsaufsicht, GVH, Bilanz über ihr fünfjähriges Wirken innerhalb der EU zog. GVH-Chef Nagy gab ein  paar bekannte Beispiele zum besten, der MOL-Chef Hernádi glänzte mit einer humoristischen Einlage.

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Was man dürfte, könnte, sollte

Ministerpräsident und Zentralbankchef zu Euro-Einführung, Forintkurs, Leitzins und Bankenaufsicht

Die Zentralbank will "inkompetene Manager" von Privatbanken notfalls auch absetzen können. Gleichzeitig dämpft ihr Chef Hoffnungen auf baldige größere Zinsschritte, man würde mit dem Forint sonst Lotto spielen. Premier Bajnai warnte vor einer übereilten Euro-Einführung und will bald das Defizit an seinen Kindern abtragen. Fidesz-Chef Orbán bildet derweil einen "Rat der Wirtschaftsweisen".

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Das große Zahlenlotto

Experten und Politiker streiten über Kommastellen, das Land darbt weiter

Die Ungarische Nationalbank fuhr der Regierung mit ihren neuesten Prognosen für die Makrodaten kurz vor der Abstimmung über das Budget noch einmal in die Parade. Die Zahlenkolonnen und deren Analysen offenbaren Paradigmen, die daran zweifeln lassen, ob der Sparweg der Bajnai-Regierung Ungarn wirklich hilft. Auch die bilanzfixierte Logik der Zentralbanker scheint nicht gerade geeignet, um einen Ausweg aus der Rotstiftökonomie zu finden.

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Selbst ist das Land

Ungarn verzichtet auf letzte IWF-Kreditrate

Der ungarische Finanzminister Péter Oszkó hat nun auch offizielle verkündet, dass Ungarn die letzte Tranche des IWF-Notkredites von insgesamt 20 Mrd. EUR über 792 Mio EUR nicht abrufen wird. Über die Möglichkeit eines solchen Schrittes wurde schon seit langem gesprochen, auch hatte man die Auszahlungsfrist der Kreditraten bereits verlängern lassen.

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Das große Loch

Erste Abstimmung und weitere Debatte über das Budget

Es hat nur drei Stunden gedauert bis die Reaktion der nationalkonservativen Oppsitionspartei Fidesz auf die Korrektur der zu erwartenden Staatsdefizite Ungarns durch die Europäische Kommission vorlag. Genüsslich nutzte die Partei von Ex-Premier Viktor Orbán die Ausführungen aus Brüssel, um die fehlende Kompetenz der Regierung anzuprangern.

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Kluge Köpfer gegen die Krisen des Kapitalismus

George Soros gründet in Budapest ein Institut, quasi gegen sich selbst

50 Millionen US-Dollar, verteilt über zehn Jahre, spendet der aus Ungarn stammende Milliardär Georg Soros für die Einrichtung eines "Institutes für neue Denkansätze in der Wirtschaft", kurz INET. Es wird angesiedelt bei "seiner" Central European University, CEU, einer Kaderschmiede für die Wirtschaft. Damit stiftet Soros ein Institut, das Mittel gegen ein System finden soll, dass den Stifter selbst reich gemacht hat. In Ungarn hat man auch noch nicht vergessen, dass einer seiner Fonds die OTP-Bank spekulativ angegriffen hat.

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Masseverschiebung ohne Masse

Andeutungen zur Haushalts- und Wirtschaftspolitik des Fidesz

Man braucht schon dedektivischen Spürsinn, um aus den ebenso wortreichen wie inhaltsarmen Verlautbarungen des Fidesz endlich etwas Konkretes herauszuhören. Nicht nur das Defizitziel, der ganze Staatshaushalt steht zur Disposition, was aber nichts Neues ist. Mihály Varga zeichnet nun eine Art Masseverschiebung vor: weg vom Sparen, hin zur Förderung und Entlastung. Nur die Masse fehlt. Scheint aber egal zu sein.

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Grüne Fahnen und Hungerstreik

Eskalation im ungarischen Gesundheitswesen

Grüne Flaggen wehen seit heute auf vielen ungarischen Krankenhäusern. So wollen die Hospitäler des Landes vorerst gegen die Weigerung der Regierung protestieren, aus ihrer Sicht notwendigen Nachbesserungen im Budget zu genehmigen. Einige Krankenhäuser haben schon mit Hungerstreiks gedroht, sollte sich die Lage nicht bessern. Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps, meint nicht nur die Opposition.

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Staatsverschuldung auf 75% des BIP >>>
Inflation verlangsamt sich trotz MwSt.
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Kecskemét erhält Modell-Krankenhaus
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Treffen der Wirtschaftsminister AT-HU
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IWF verlängert Kreditlaufzeit 
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Wer bekommt,
was er verdient?

Löhne, Lügen und Leben in Ungarn

Arbeit, Beschäftigung, Grauwirtschaft - Wenn die Realeinkommen sinken, steigt die Schwarzarbeit, was auch immer der Staat dagegen tut. Die offiziellen Zahlen sagen, dass es für alle noch weiter bergab geht, bei den Arbeitsplätzen, bei den Löhnen. Aber von offiziellen Zahlen hat in Ungarn sowieso noch nie jemand gelebt. Wieviel Gehalt bekommt nun wer in Ungarn? Und woher kommt "der Rest"? Ein Überblick vom Schuster bis zum Bankdirektor.

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Kaum Spielraum

Der Staatshaushalt 2010 gewährleistet Ungarn eine Art Notbetrieb

Das ungarische Regierungskabinett ist sich über die Grundzüge des Staatshaushaltes 2010 einig. Das verkündete Ministerpräsident Gordon Bajnai am Donnerstag in Budapest. Morgen, Freitag, wird das Budget zur ersten Lesung dem Parlament vorgelegt. Gespart wird fast überall, Spielräume gibt es kaum. Ziel ist die Erhaltung von Arbeitsplätzen und die Aufrechterhaltung von Bildung, Gesundheit und Ordnung, eine Art Notbetrieb.

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400 Milliarden weniger
in der Kasse

Ungarns Finanzminister zu Kreditbedarf und Haushaltsplanung

Die ungarische Regierung rechnet für 2010 mit Mindereinnahmen durch Steuerrückgänge von bis zu 400 Milliarden Forint (1,48 Mrd. EUR). Dementsprechend plane man auch das Budget, dass im Herbst über die parlamentarische Bühne gebracht werden soll. Beim IWF wolle man vorerst kein weiteres Geld abholen. Das erklärte der ungarische Finanzminister Péter Oszkó auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Budapest.

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Gehälter von Staatsmanagern öffentlich >>>
Staatsgeld für Thermalbäder 
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Mehr als 400.000 Arbeitslose >>>
IWF-Delegation zur Buchprüfung
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Staatsbetriebe sollen 100 Mrd. bringen
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Slowakei: eine Überweisung für Alles
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Steinmetze bei der Arbeit

Zwischen Zwang und Wahlkampf:
Ungarn bastelt am Budget 2010

Die ungarische Regierung wird sich bereits am 1. September in einer außerordentlichen Kabinettssitzung mit dem Staatshaushalt 2010 beschäftigen. Dieser gilt Ministerpräsident Bajnai als Schlüsselprojekt zur Lösung der Krise und es könnte auch seine letzte größere politische Aufgabe sein. Die Parteien Fidesz und SZDSZ, selbst die regierende MSZP, haben, mit Blick auf den Wahlkampf, ihre ganz eigenen Vorstellungen davon.

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Neuberechnung der Sozialabgaben >>>

Abgewrackt,
aber ohne Prämie

Die Lage der Metall- und Industriearbeiter in Ungarn ist dramatisch, die Gewerkschaft schwach

„Ich möchte auch mal in einem Land leben, wo in der Krise alle zusammenhalten und sich nicht in feindlichen Lagern verschanzen und einander befehden“, wünschte sich der Gewerkschafter József Ágotai, dessen Unternehmen mittlerweile seine sechste Insolvenz erlebt. Am Ende eines Praxisseminars bei der IG Metall, das ihm viele Informationen und ein selten erlebtes Gefühl von Solidarität in der Krise gebracht hat, sitzt der Frust um die Zustände zu Hause umso tiefer...

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