Ungarn will zum Big Player in der Energiewirtschaft werden
Der staatliche Stromkonzern MVM will das Gasgeschäft von E.ON in Ungarn übernehmen. Die Orbán-Regierung setzt so
ihre Ankündigung um, der Staat möge in strategisch wichtigen Branchen der "Nationalwirtschaft" in Zukunft wieder eine größere Rolle spielen. Nach dem Kauf der
MOL-Aktien will man mit MVM auch "in die Region" expandieren. Aber was soll das bringen? Im Kampf um mehr "nationale" Unabhängigkeit könnte sich die Regierung
teuer verzetteln.
Der ungarische Staat übernimmt ein Aktienpaket von 21,2% am Energiekonzern MOL vom russischen Konkurrenten
Surgutneftegas. Damit ist ein langwieriger Streit über den Einstieg der Russen bei der MOL beendet, gleichzeitig sichert sich die Regierung wesentlichen Einfluss auf das für
sie "strategisch wichtige" Unternehmen. Premier Orbán sprach davon, dass Ungarn einen wichtigen Schritt zur eigenen Stärkung unternommen habe.
Schmutzige Geheimnisse I: Rotschlammbecken in Ajka als Referenz für EU-Standards
Ein EU-Dokument bewertete den Bau des geborstenen Rotschlammbeckens in Ajka
und die Behandlung der Abfälle als "best available technology". Noch dazu ist die verbaute Flugasche mit so viel radioaktivem Uran belastet, dass eine Firma aus
Australien die Aufbereitung für sehr lohnend erachtete und die US-Gesundheitsbehörde schon hellhörig wurde. 11 Mio. qm (f)liegen noch herum, einiges wurde sogar verbaut...
Ungarn baut voll auf Atomenergie, trotz der Katastrophe in Japan
Angesichts der Ereignisse in Japan verstärkt sich in Europa wieder die Debatte über
Sicherheit und Notwendigkeit atomarer Energieerzeugung. Überall in Europa? Nein, für ein kleines Land an der Donau spielen die Ereignisse in Japan keine Rolle, eine
Debatte findet nicht statt, da die Regierung mit der Atomlobby praktisch identisch ist. Das einzige Atomkraftwerk wird ausgebaut und bald das halbe Land allein mit Strom
versorgen. Erneuerbare Energien werden weiter an den Rand gedrängt.
Slowakei und Ungarn im Wettbewerb um Russlands Gunst
Um das gigantische Handelsvolumen aus und nach Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion wird wieder
offensiver gebuhlt. Die Slowakei denkt wieder einmal laut über eine Verlängerung der Breitspurstrecke von Košice über Bratislava bis nach Wien nach, Budapest
versprach ebenfalls Milliardeninvestitionen. Alle wollen etwas vom russischen Kuchen abhaben.
Malév und WizzAir sind optimistisch für 2011 und bekämpfen einander
Der Billigflieger Wizzair war schon im Postkrisenjahr 2010 ein wahrer Überflieger
und peilt 2011 wiederum ein 20%iges Wachstum an, Malév wäre schon mit 11% Plus zufrieden. Allerdings schwebt über der Malév weiter die Frage nach einem
Eigentümerwechsel und drückt ein riesiger Schuldenberg. Die WizzAir hat zudem angekündigt den großen staatlichen Konkurrenten, bzw. den Staat selbst verklagen zu wollen.
Die ungarische Regierung
will die Fluglinie Malév als “Fass ohne Boden” möglichst schnell aber gut unter die Haube bringen. Als Käufer kommen praktisch nur außereuropäische Investoren in Frage, die
die Malév als Türöffner zum lukrativen EU-Markt benutzen könnten.
In der ungarischen Energiepolitik besteht dringender Handlungsbedarf
Fünf verschiedene energiepolitische Strategien liegen derzeit in Ungarn vor. Von
praktischer Bedeutung ist bis jetzt keine davon. Der Umweltschutz muss als ernsthaftes Anliegen in der Politik und damit langfristig auch in der Gesellschaft
etabliert werden. - Im Gespräch mit der Energie- und Klimaaktivistin von Greenpeace Budapest, Barbara Stoll, über die Umweltpolitik in Ungarn.
Die EU wartet auf die Pläne Ungarns zu Erneuerbaren Energien
Ungarn war nicht in der Lage seinen Aktionsplan zur Erreichung des vorgeschriebenen Anteils von 13% an erneuerbaren
Energien am gesamten Primärenergieverbrauch bis 2020 rechtzeitig bei der EU abzugeben. Die ursprüngliche Deadline am 30. Juni 2010 wurde nun bis zum 30. September 2010 verlängert, ob das
angestrebte Ziel dadurch aber erreichbar wird, ist sehr fraglich. Es fehlt dem Land, vor allem den Politiker, an einem zielgerichteten Willen.
Ungarische Wettbewerbsaufsicht nimmt Preispolitik von MOL unter die Lupe
Ist es wirklich Zufall, dass Marktführer MOL ausgerechnet jetzt, zum ersten Mal seit vier
Monaten, die Preise an den Zapfsäulen senkt? Oder will der staatlich protektionierte Konzern mildernd auf die bei der Wettbewerbsaufsicht GVH eingeleitete Untersuchung auf "Missbrauch
einer marktbeherrschenden Stellung" einwirken?
Ryanair kündigt zu Ende Oktober alle Flüge von und nach Budapest
"Der Flughafen Budapest lehnt es ab, seine besonders hohen Gebühren im Tausch für
garantiertes Wachstum zu senken." So begründet das Management der Billigariline Ryanair in der Hauptsache ihren Beschluss mit Ende Oktober den Flugbetrieb von und
nach Budapest einzustellen. Wie endgültig ein solcher Schachzug ist, bleibt offen. In der Vergangenheit pokerten die Iren schon öfters hoch.
Über allen Gipfeln ist Ruh´...
Der Luftraum über Ungarn und ganz Mittelosteuropa bleibt gesperrt
Bereits seit Freitag 19.00 Uhr ist der Flughafen Ferihegy geschlossen und der gesamte Luftverkehr über Ungarn
eingestellt worden. Am Sonntag wurde die Verlängerung der Sperre bis mindestens Montag, 19.4., 12 Uhr bekannt gegeben. Auch Prag, Bratislava und Wien geschlossen.
Malév machte im letzten Jahr 94 Mio EUR Verlust, Piloten drohen mit Streik
Der derzeitige Kollektivvertrag für die Malév-Mitarbeiter wurde von seiten des
Managements gekündigt, die Antwort der Piloten auf diesen Schritt ist eine erneute Drohung mit Streik. Derweil erhöhen sich die Verluste der gerade rückverstaatlichten
Fluglinie dramatisch. Hunderte Millionen Euro Steuergelder werden nötig sein, Zweifel an der Preispolitik des Managements werden laut.
Ungarische Telekom steigt ins Strom- und Gasgeschäft ein
Die ungarische Tochter der Deutschen Telekom hat angekündigt, demnächst auf den Energiemarkt vorzustoßen und den
Kunden Strom- und Gasverträge anzubieten. Die Abkehr vom Kerngeschäft war in letzter Zeit eher nicht en vogue, doch Experten orten eine erhöhte Kundenbereitschaft für solche Paketangebote.
Massiver Stellenabbau bei der wieder staatlichen Malév
Nachdem die Rückverstaatlichung der Malév fixiert wurde, äußerte sich Ende vergangener Woche auch der Chefmanager der
Airline mit seinem Sanierungsplan zu Wort. Gegenüber der Nachrichtenagentur MTI verkündete Martin Gauss ein Kostensparprogramm von zunächst 6 Milliarden Forint (ca. 22,5 Mio
EUR) jährlich, das auch einen massiven weiteren Stellenabbau beinhaltet.
Die MOL kassiert EU-Millionen für Pipelineprojekte
Europaweit wurden letzten Donnerstag Beihilfen für Energieprojekte in Höhe von
2,3 Milliarden EUR beschlossen, 81,7 Mio EUR davon gehen an fünf Projekte in Ungarn, allein vier im Umkreis der MOL. .
Die EBRD legt 90 Mio. EUR fürs Energiesparen in der Slowakei an
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, EBRD, hat eine Kreditlinie von
90 Mio EUR unter dem Programm SLOVSEFF zur Verfügung gestellt, damit in der Slowakei nicht die mit Erneubaren Energien betriebenen Lichter ausgehen. Das Geld soll
die "Fortsetzung der Einführung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und kleinere Projekte mit Erneuerbaren Energien" sicherstellen.
Energiekonferenz in Budapest zwischen Vernunft und Lobbyismus
Während sich die Länder Osteuropas einig sind, dass nur ein Ausbau der Vernetzung
und viele verschiedene Lieferquellen - mit Einbindung Russlands - die Energiesicherheit der Region erhöhen können, versuchen die Amerikaner ihren Einfluss zu sichern und
den Europäern South Stream auszureden. Dabei hat Nabucco bisher kaum sichere Lieferanten vorzuweisen. - Tschechien und Slowakei blockieren Erneuerbare Energien.
Ungarns Regierungschef betrachtet Ägypten als "Tor in die arabische Welt". Auf einem
Treffen von rund 40 ungarischen und noch mehr ägyptischen Wirtschaftsvertretern in Kairo, wünschten sich beide Seiten mehr Austausch. Doch im Mittelpunkt der Reise
stand vor allem Eines: Ägypten von einer Beteiligung an der europäischen Pipeline zu überzeugen, denn mit wirklich zuverlässigen Lieferanten ist diese noch dünn bestückt.
Bahn und Nahverkehr in Ungarn als Modellanstalten des gesellschaftlichen Verfalls
Die Schulden der ungarischen Bahn MÁV summieren sich mittlerweile auf umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro,
bei den Budapester Verkehrsbetrieben ist es rund ein Drittel davon, zusammen macht das 1,5% des BIP. Die Gründe für das Desaster sind vielfältig und systemisch, erst
fehlte der Wille, dann der Mut zur schmerzhaften Sanierung. Das Geld dafür fehlte sowieso immer. Es bleibt ein schweres - auch gesellschaftliches - Erbe für die kommende Regierung.
Der Streik der Nahverkehrsbetriebe in Budapest hat begonnen: Gedrängel in der U-Bahn, lange Wartezeiten an Haltestellen und überall Staus auf den Straßen. - Ex-Manager wegen Betrugs verhaftet.
Seit den frühen Morgenstunden befinden sich rund 5.700 der 12.000 BKV-Mitarbeiter
im Streik. 14 von 21 Teilgewerkschaften beteiligen sich an den Ausständen. Die größten Auswirkungen waren zunächst im Busverkehr zu spüren, der in großen Teilen schon mit Betriebsbeginn am
Dienstagmorgen zum Erliegen kam...
Der künstlich aufgepumpte Neuwagenmarkt ist 2009 geplatzt
Wenn ein Hersteller mit Verkaufsrückgängen von 30% Marktführer bleibt, dann muss wirklich Krise herrschen.
Suzuki jedenfalls ist und bleibt die erfolgreichste Marke auf einem fast nicht mehr wahrnehmabren ungarischen Neuwagenmarkt 2009. Die Zulassungszahlen rauschten um 60% gegenüber 2008 nach
unten und für 2010 ist keine Besserung in Sicht. Stagnation gilt schon als Erfolg.
Weil Deutschland aussteigt, baut Ungarn die Atomkraft aus
Der Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie liefert Ungarn ein weiteres Argument für den Ausbau seines
Atomkraftwerks in Paks, das bald auch Strom exportieren könnte. Der staatliche Energiekonzern MVM will außerdem ins Gasgeschäft und auf dem Balkan expandieren, wobei er mit der nun
teilstaatlichen MOL in Konkurrenz tritt - oder bald gemeinsam marschiert.
Schmutzige Geheimnisse II: Das Atomkraftwerk Paks und AGNES
Alles sicher, alles entspannt, Atomkraft wird in Ungarn eine lange Zukunft haben. Das ist
die Kommunikationspolitik der Regierung. Dabei hatte Paks schon vor Jahren einen internen Stresstest durchlaufen. Die Ergebnisse davon sind wenig beruhigend,
selbst leitende Ingenieure des Kraftwerks haben ihre Zweifel an der Standfestigkeit der Sicherheitssysteme. Einen Flugzeugabsturz hält es definitiv nicht aus, eine Flut vielleicht,
bei Erdbeben wird Verwirrung gestiftet...
"In der Energiepolitik läuft alles nach Plan", tat Minister Fellegi beim Ministertreffen zum
Thema am 2. und 3. Mai kund. Wie diese Pläne aussehen, daran lässt die ungarische Regierung keine Zweifel. Der bessere Zugang zu Erdgas und der Ausbau der Atomkraft sind
die Hauptsäulen der ungarischen Energiezukunft, Erneubare Energien und Energieeffizienz nur Randthemen.
Erfolge und Seemannsgarn zur Wirtschafts- und Energiepolitik in Ungarn und Europa
Die EU-Ratspräsidentschaft Ungarns befindet sich in voller Fahrt. Konferenzen, Gipfel,
Konsultationen hetzen Orbán und sein Chor diplomatique von Termin zu Termin. Am Samstag zog der ungarische Ministerpräsident ein sehr maritimes Resümée zu
ökonomischen und energiepolitischen Fragen des Landes und des Kontinents, in dem sich Erfolge und Widersprüche abwechselten.
Ungarische Behörden haben Ermittlungen gegen das Gasversorgungsunternehmen Emfesz eingeleitet. Ungarns führender
Mineralölkonzern MOL hat inzwischen seine Verträge mit der Firma gekündigt, durch die insgesamt 350.000 Endkunden mit Gas versorgt wurden. Die Aktion hat eine lange und finstere Vorgeschichte.
Der Streit um die Verweigerung der Aktionärsrechte für den MOL-Anteilseigner
Surgutneftegas, rief nun auch den russischen Ministerpräsidenten auf den Plan. In Berlin zieh er Ungarn des Rechtsbruches und erinnerte an "europäische Regeln".
Kommende Woche treffen sich Putin und Orbán in Moskau, um das Problem endlich zu lösen.
Ärger um neue Metrozüge in Budapest nimmt kein Ende
Das Hickhack um die neuen Metrozüge der französischen Firma Alstom geht in die nächste Runde. Gábor Demszky,
Noch-Bürgermeister von Budapest, verkündete gestern vor Pressevertretern, dass die Budapester Verkehrsbetriebe BKV und Alstom vertraglich verpflichtet seien. -
Eine Trennung käme auch ziemlich teuer.
Die ungarische MOL soll hunderte Ungarn illegal bei INA in Kroatien beschäftigen
Der ungarische Energiekonzern MOL hat - einmal wieder - Ärger bei seiner Beteiligung
in Kroatien. Laut eines Berichts des kroatischen Staatsfernsehens und der Wochenzeitung Nacional soll der Konzern bis zu 300 Mitarbeiter illegal, d.h. ohne
Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis bei der kroatischen Gesellschaft INA beschäftigen. Untersuchungen laufen im Parlament, Strafen drohen.
Der Poker um die Beteiligung des russischen Öl- und Gaskonzerns Surgutneftegas an der
ungarischen MOL geht in die nächste Runde. Der vom russischen Staat kontrollierte Konzern will sich nicht damit abfinden als Aktionär letzter Klasse behandelt zu werden,
immernoch verweigert man ihm den Eintrag ins Aktionärsregister, aus Angst, die Russen könnten ihre Macht dann für ihre Zwecke nutzen.
Bürokratie und fehlender Wille sind die Feinde der Solarenergie in Ungarn
Die aus Sonnenkraft erzeugte Strommenge verdoppelt sich jährlich, durch Photovoltaic
werden weltweit zigtausende Arbeitsplätze geschaffen, die sinkende Abhängigkeit von herkömmlichen Ressourcen und Importen erhöht die Energiesicherheit, nicht nur
nebenbei wird die Umwelt massiv geschützt. Wann wird auch Ungarn diese Potentiale endlich nutzen?
Der Widerstand gegen die Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz wird wieder intensiver
Eine ungarische Bürgerinitiative fährt Kanonen auf und eine Greenpeace-Recherche stellt die Wirtschaftlichkeit der
Anlage grundsätzlich in Frage, die Begas hält - vorerst - daran fest. Kritik gibt es auch am imperialen Gehabe des burgenländischen Landeshauptmanns.
MOL zahlt wieder keine Dividende, investiert aber kräftig
Die 2009 bei der MOL erwirtschafteten Gewinne werden, wie 2008, in eine interne
Reserve einfließen. Das beschloss die Jahreshauptversammlung des Konzerns am Donnerstag in Budapest. Thema war natürlich auch der Ausschluss des “feindlichen”
Großaktionärs aus Russland und die Perspektiven für die Zukunft.
Die beiden Traditionsunternehmen Ikarus und Rába stellten in Budapest eine neue Familie
von Stadtbussen vor, die bald die überaltete Flotte der Verkehrsbetriebe BKV verjüngen sollen.
Der 3. Teilabschnitt der Südautobahn M6 in Ungarn wurde übergeben
Am Mittwoch wurde der 3. Teilabschnitt der Autobahn M6 offiziell eingeweiht. Eines der
größten Public-Private-Partnership-Projekte (PPP) Ungarns kostete insgesamt 520 Mio. EUR und wurde in neuer Rekordzeit von 20 Monaten errichtet. Die 65,1 Kilometer
verbinden die Städte Dunaújváros und Szekszárd, die M6 Budapest und Pécs und führt weiter bis nach Kroatien.
Der Motoren- und Fahrzeughersteller Audi Hungaria hat seine Zahlen für 2009 bekannt
gegeben. Danach fielen die Umsätze eines der größten Arbeitgeber und Exporteure des Landes im Krisenjahr um 31% auf 3,875 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn der
ungarischen Audi-Tochter sank um 46% auf 290 Mio EUR. Die Aussichten bleiben bescheiden optimistisch.
Die ehemalige Frachtabteilung der ungarischen Staatsbahn, MÁV Cargo, wurde nun auch namentlich an ihren neuen
Eigentümer, die Rail Cargo Austria (RCA) angepasst und firmiert jetzt als Rail Cargo Hungaria. Bis 2012 fallen nicht nur vertraglich festgeschriebene Investitionen von
über 100 Mio EUR, sondern auch rund 50 Mio EUR Sanierungskosten an. Doch die Österreicher planen langfristig, sie arbeiten an einem Markt, fast so groß wie die k+k-Monarchie...
Die ungarische Airline Malév wurde rückverstaatlicht
Mit der Rückübernahme von 95% der Anteile an der 2006 privatisierten Fluglinie Malév
durch den ungarischen Staat, endet vorerst eine lange Hängepartie. Sie lehrt, dass der Meistbietende nicht immer die beste Wahl bei Privatisierungen ist. Bis 2012 soll Malév
wieder profitabel werden, danach wird die Suche nach einem geeigneten Investor von Neuem beginnen - wenn die Schulden dann bezahlt sind.
100.000 Unterschriften für eine sanfte Nutzung und gegen sorglosen Ausbau der Donau
14 Länder des Donaubeckens unterschrieben den Bewirtschaftungsplan für die Donau der
kommenden fünf Jahre, der eigentlich für Nachhaltigkeit in der Donaunutzung stehen soll. Doch Umweltschützer kritisieren, dass viele geplante Baumaßnahmen einfach
verschwiegen werden. Man fürchtet die schrittweise Zerstörung eines unersetzlichen Natur- und Kulturraumes.
Die ungarische MOL ergreift nun aktiv Schritte, um den russischen Gaskonzern Surgutneftegaz als Großaktionär los zu
werden. Eine neue Gaspipeline mit Rumänien ist fast fertig und Kasachstan liefert sein Öl nun über Polen nach Ungarn und in die Slowakei.
Keine Einigung bei Verhandlungen Russland - Ungarn über die Zukunft der Malév
Die Eigentümer der Malév lassen Öffentlichkeit, Mitarbeiter und Management
weiter im Ungewissen. Auch nach mehreren weiteren Verhandlungsrunden konnte keine Einigung über die Modalitäten des Einstiegs Ungarns als Übergangsaktionär erzielt
werden. Mitsprache, Veto- und Vorkaufsrechte sind ungelöste Knackpunkte. Außerordentliche Hauptversammlung am 26. Februar.
Russische Interessen in Ungarn: South Stream ist auf dem Weg - Malév hängt noch in der Luft
Der gemeinsame Bau der South Stream Pipeline auf ungarischem Territorium ist
unter Dach und Fach. Bei der Malév gibt es aber noch keine Einigung über die genauen Modalitäten des Wiedereinstiegs von Ungarn. Russland sandte extra einen Stellvertreter
Putins, was zeigt welchen Stellenwert diese Deals haben. Doch dann ist da noch die Sache mit Surgut und MOL und eine finstere Räuberpistole im Gasdunst namens Emfesz...
Das Billigvehicle aus Rumänien profitierte von der Wirtschaftskrise
311.282 Fahrzeuge konnte der rumänische Autohersteller Dacia 2009 ausliefern, ein
neues Allzeit-Rekordergebnis. Damit lag man im Krisenjahr nochmals um mehr als 20% über dem Ergebnis von 2008. Doch wie geht es 2010, im Jahr 1 nach dem Abwrack-Wahnsinn weiter?
Was in Berlin die S-Bahn, ist
in Budapest derzeit der Busverkehr: eine einzige Chaosveranstaltung. Rund ein Drittel der Busse, so berichten geübte Busfahrer fallen auf vielen Linien, vor allem in den suburbanen
Gebieten der Hauptstadt aus. Der Anlass: die Kälte. Diese gibt der ohnehin alten Busflotte gerade den Rest. Doch der Grund für das Chaos ist nicht der Frost, sondern der Frust der Mitarbeiter.
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