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PARTEIEN & PARLAMENT - INNENPOLITIK UNGARN

Occupy Budapest

Regierung in Ungarn will Oppositionsdemos verhindern - UPDATE

Das Vorgehen der Regierungspartei und der Stadtverwaltung Budapest, alle wesentlichen Plätze und Straßen für Feierlichkeiten am 15. März zu reservieren, sorgte für einen Sturm der Entrüstung. Während Orbán im EU-Parlament den Demokraten vorspielte, werden daheim antidemokratische Fakten geschaffen. Vielleicht wird das die Chance für die Opposition, sich zu einen? Eine Auswahl an Stimmen.

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"Stolz aller Ungarn"

Auf welcher Veranstaltung war eigentlich Orbán?

Am "Tag danach" überboten sich politische und mediale Kommentatoren mit Auslegungen des Auftritts von Premier Orbán am Mittwoch in Straßburg. Das meiste davon sollte man sich ersparen, schon im Parlament bekam man mehr zu hören als nötig. Orbán selbst scheint jedoch auf einer völlig anderen Veranstaltung gewesen zu sein...

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Wirbelbruch

Ex-Premier übt scharfe Kritik an Orbán-Regierung

In einer Publikation seines Think Tanks „Heimat und Fortschritt“ greift Orbán-Vorgänger Bajnai die Regierung scharf an und sieht den "Staatsbankrott unausweichlich", wenn es zu keiner Einigung mit dem IWF kommt. Außerdem habe Orbán der Demokratie in Ungarn "Wirbel für Wirbel das Rückgrat gebrochen." Ob er sich selbst als Herausforderer für Orbán bei Wahlen in Stellung bringen will, ließ er offen.

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Rückenschmerzen

Ex-Präsident László Sólyom warnt vor legislativer Dysfunktion

Sólyom, ehedem auch Präsident des Verfassungsgerichtes und einer der Väter der nun als "postkommunistisch" beerdigten Nachwendeverfassung, findet sich, obwohl selbst konservativ, fast als Dissident im “neuen Ungarn” wieder. In einem Interview äußerte er sich für seine Verhältnisse sehr kritisch über die allgemeine Gesetzgebungspraxis der Regierung, die Reform der Judikatur und die Beschneidung der Rechte der parlamentarischen Opposition.

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Das Volk als letzte Hoffnung

Wie die Partei LMP die Einparteinherrschaft in Ungarn überwinden will

Die neujahrliche Plakataktion der parlamentarischen Oppositionspartei LMP wird für einige Aktivisten ein juristisches Nachspiel haben. Doch die grün-liberale Partei plant bereits weitere spektakuläre Aktionen, um in Ungarn einen "neuen Widerstand" gegen die autokratische Regierung Orbán zu befördern. Notfalls wolle man "gegen die Verfassung" handeln und die Fidesz-Allmacht soll mit einem Referendum gestoppt werden.

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Kein Weihnachtsfrieden

Demonstrationen, Parlamentarier in Ketten, Regierungschef im Radio

Bevor Ungarn sich uns uns vielleicht doch eine Weihnachtspause gönnt, herrschte am Freitag nochmal Aufregung in Budapest. Abgeordnete und ein Ex-Premier wurden verhaftet, nachdem sie das Parlament blockierten, tausende Menschen demonstrierten gegen das "Ende der Demokratie" und forderten die Ablösung von Premier Orbán. Dieser ist unbeirrt und kümmert sich nicht um die Proteste. Er lehnte im Radio von der EU geforderte Gesetzeskorrekturen strikt ab und wiederholte, dass er "kein Geld vom IWF" brauche.

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Wachschutz gegen Demonstranten

Eskalation vor der Fernsehzentrale

Die Proteste gegen Manipulationen beim staatlichen ungarischen Fernsehen eskalierten am Donnerstag. Die Medienbehörde hat private Sicherheitsdienste zum Einsatz gebracht, um die Hungerstreikenden und ihre Unterstützer vom Gelände der Fernsehzentrale abzudrängen. Dabei gingen die Sicherheitsleute offenbar auch auf öffentlichem Grund gegen die Demonstranten vor.

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Frust auf dem Vormarsch

Zwei Drittel der Ungarn wollen nicht mehr wählen

Die akutellen Umfragen der Meinungsforscher bestätigen den Trend, dass die ungarische Regierungspartei Fidesz-KDNP weiter an Wählergunst verliert, ohne dass eine der demokratischen Oppositionsparteien davon profitieren könnten. Dagegen wächst die Zahl der Politikverdrossenen, einzig die neofaschistische Jobbik ist weiter im Aufwind. Orbán ist erstmals nicht mehr der "Beliebteste".

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Die eilige Kurie

Aktuelles aus dem Parlament

Da nützt die schönste Zweidrittelmehrheit nichts, wenn die Kopiergeräte nicht mitziehen. Am 1. Januar tritt die neue Verfassung in Kraft und es war der ausgesprochene Ehrgeiz der Regierungspartei, möglichst alle in der Verfassung verankerten "Kardinalsgesetze" noch vor Weihnachten unter Dach und Fach zu bringen. Nun bleiben viele Artikel im Grundgesetz zunächst ein Hohlkörper mit dem Eitkett: Fortsetzung folgt. Nur bei den Personalien, da drückt man auffallend aufs Tempo.

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Durchgefallen

Demokraten sind keine Opposition: wieder Demonstrationen in Ungarn

Am vergangenen Wochenende versammelten sich mehrere tausend Demonstranten, um der Regierung ihr Versagen zu erläutern. Die Proteste von verschiedenen Gewerkschaften und Oppositionsgruppen richteten sich vor allem gegen die chaotische Wirtschaftspolitik, aber auch gegen die Bildungs- und die Obdachlosenpolitik wurde demonstriert...

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Drehtür der Geschichte

Ungarn auf dem Weg zum "Sozialistengesetz" - Analyse & Kommentar

In seinem unermüdlichen Kampf um die "Ausmerzung des Kommunismus" greift Regierungschef Orbán zu neuen, rabiaten Methoden. Nun soll - per Gesetz - die MSZP für die Verbrechen ihrer Vorgängerpartei, die MSZMP, mithaften, damit endlich "die, die während der kommunistischen Zeit Verbrechen begangen haben, zur Verantwortung gezogen werden können." - Nicht nur ein billiges Ablenkungsmanöver.

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Lichtgestalten

Ungarn intern oder: His Master´s Voice

Tag für Tag melden wir tröge Wirtschaftsdaten und politisch Deprimierendes aus Ungarn. Das muss nicht sein. Mit ein bisschen gutem Willen und Freude an der Arbeit lässt sich der politische Alltag viel optimistischer meistern. Ja sogar Fakten kann man meistern, wenn man dazu die richtigen Leute hat. Ungarn hat. Ein launiger Blick hinter die Kulissen des politischen Budapests am Beispiel zweier Lichtgestalten.

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Selbsternannte Heilsbringer

Zur Spaltung der "Sozialisten" in Ungarn

Die neu ausgerufene Partei der Demokratischen Koalition (DKP) von Ex-Premier Ferenc Gyurcsány will der nationalen Front die Stirn bieten und die Demokratie in Ungarn retten. Dabei ist gerade ihr Gründer das größte Hindernis für schlagkräftige Koalitionen links der nationalistisch-konservativen Hegemonie. Das Geschehen in Ungarn bebildert den schleichenden und notwendigen Niedergang der Parteiendemokratie. UPDATE

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Für die Republik

Der Widerstand gegen die Regierung wächst

Zehntausende versammelten sich am Nationalfeiertag auf der Straße der Pressefreiheit unter dem Schlachtruf:. „Nem tetszik a rendszer!“ (Das System gefällt mir nicht) Der Protest richtete sich gegen die antidemokratische Politik der Orbán-Regierung wie gegen den Niedergang der politischen Kultur insgesamt. Von selbigem legten die Machthaber mit einer Mischung aus Arroganz, Zensur und Fracksausen ein eindrückliches Zeugnis ab. Am Mittwoch wurde eine neue Partei ausgerufen und mit ihr viele neue Fragen.

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Gegen "Nazitheater"
Über tausend für das "Új Színház" und gegen die Ernennung von Neonazis zu Theaterdirektoren - Dirigent Dohmányi boykottiert Konzerte in Ungarn aus politischen Gründen, Oper will ihn verklagen ZUM BEITRAG

 

Spiel mit dem Feuer

Regierungsanhänger riskieren Ausschreitungen am Nationalfeiertag

Drei Demos, eine von Regierungsanhängern, eine von Neonazis und eine von oppositionellen Bürgerbewegungen sollen am 23. Oktober in Budapest, auf engem Raum, mit teilweise sich überschneidenden Zu- und Abgangswegen stattfinden. Die Regierungsseite provoziert mit ihrer späten Platzwahl bewusst gewalttätige Konfrontationen, um sich als einzige friedliche Kraft darzustellen? Nun haben Polizei und Gerichte das Wort.

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Super-János

Mögliche Umbesetzungen bei Regierung in Ungarn - Fidesz-Fraktionschef bald Superminister?

Die Spekulationen um die Ablöse einzelner Minister der Orbán-Regierung, wegen fachlicher Uneignung oder als PR-Maßnahme, schießen wieder einmal ins Kraut. Fidesz-Fraktionschef und Kraftmeier Lázár wird als Superminister gehandelt, ein Ex-OTP-Vorstand könnte Nationalwirtschaftsminister Matolcsy ablösen, der gezielt als BAuernopfer aufgebaut wurde. Nur der schon immer als bald abgängig gesehene Außenminister wird noch alle überleben.

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Halbherzig

Wie der Staat von Zwangsräumung bedrohten Bürgern helfen will

Ein Teil des als “nationaler Rettungsplan” postulierten Hilfspaketes für in Not geratene Forex-Hypothekenkreditnehmer sieht die "temporäre" Übernahme von bis zu 5.000 Eigenheimen durch den Staat vor. Die Details wurden jetzt bekannt, einige nicht unwichtige Fragen bleiben offen. Manche hegen den Verdacht, der Staat hilft mehr den Banken als den Bürgern damit. Doch was wäre die Alternative?

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Friktionen in der Fraktion

Machtkampf bei den ungarischen
Sozialisten spitzt sich zu

Auch wenn MSZP-Chef Mesterházy nach außen immer noch die Einheit beschwört, die Spaltung der MSZP scheint nicht mehr aufzuhalten: Ex-Premier und Ex-Parteichef Ferenc Gyurcsány, der sich für die politische Landschaft nach wie vor für unverzichtbar hält, versucht offen die Spaltung der Fraktion im Parlament zu betreiben, als Auftakt zur Spaltung der Partei. Der Kongress im November könnte die Entscheidung bringen.

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Aufklärung unerwünscht

Goliath gegen Dávid im UD-Spionagefall

Die Persönlichkeitrechte eines politisch "interessierten" Oligarchen und dunkler Hintermänner sind wichtiger als der öffentliche Aufklärungsversuch einer Staatsaffäre. Bei den politischen Gegnern ist man hinsichtlich dieser Rechte nicht so zimperlich. Hat man womöglich etwas zu verbergen? Diesen Schluss könnte man beim Urteil gegen Ex-MDF Chefin und Bespitzelungsopfer Ibolya Dávid ziehen. Diese wird nun auch noch von ihrer eigenen ehemaligen Partei vor Gericht gezogen.

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Weitere Schaukämpfe

Ungarischer Ex-Regierungschef Gyurcsány wehrt sich gegen "Politjustiz"

Ex-Premier Gyurcsány bezweifelt, dass Ungarns Judikative noch unabhänig ist und ihm einen fairen Prozess gewährt. Da kommt die Meldung, dass der oberste Staatsanwalt den Quasi-Rang eines Höchstrichters erhält, gerade recht. Vorgänger Bajnai nimmt Gyurcsány in Schutz, dieser hätte sich an die rechtlichen Vorgaben gehalten. Außerdem wollen die Sozialisten das neue Wahlgesetz "aktiv boykottieren".

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Bildung, selbsttragend

Orbán wird Steuern erhöhen, Reformen verschieben und die Bildung selbst in die Hand nehmen

Tabak-, Alkohol- und Glücksspielsteuern sollen das Budgetziel dieses Jahres retten, auch dürfte die Umsetzung der Steuerreform (Superbrutto) verschoben werden. Erste Aussichten auf die Bildungsreform gab Orbán in einem TV-Intervie auch, sie soll sich in Zukunft selbst tragen. Wie, sagte er noch nicht, war er doch wie immer sehr eloquent, aber genauso unverbindlich. Die Schließung einiger Einrichtungen ist aber fix.

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Verbissen

Ex-Regierungschefs von Ungarn wieder vor dem Staatsanwalt

Die ehemaligen ungarischen Regierungschefs, Ferenc Gyurcsány und Gordon Bajnai, wurden in dieser Woche ein weiteres Mal von der Staatsanwaltschaft in der Sache der Grundstücke für das einst geplante King´s Casino am Velence See angehört. Sie sprechen von einer “Farce”, die Regierenden haben sich in den Fall jedoch hoffnungslos verbissen.

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Das Schweigen der Richter

Unrecht oder nicht? Das ungarische Verfassungsgericht mag sich nicht entscheiden

Das Verfassungsgericht hat sich Anfang der Woche mit der Klage der privaten Rentenversicherer befasst, konnte oder wollte sich aber zu keinem Urteil durchringen, ob man Zwangsverstaatlichung der ehemals obligatorischen, privaten Säule der Rentenversicherung als legal betrachtet oder nicht. Das wäre die letzte Chance auf ein unabhängiges Urteil in einer sehr grundsätzlichen Frage gewesen.

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Schuld und Bühne

Wie Fidesz drei Ex-Regierungschefs ins Gefängnis bringen will

Der Feldzug "im Namen des Volkes" der  Regierungspartei Fidesz ist bisher nur mäßig erfolgreich gewesen, die ganz großen Namen fehlen noch auf den Kolben der rauchenden Colts der konservativen Revolution. Um drei "sozialistische" Regierungschef hinter Gefängnismauern zu bringen, will die Regierungspartei die dazu passenden Gesetze "kreiren" und rückwirkend anwenden. "Staatsschulden machen" würde dann zur Straftat, - wenn das mal kein Eigentor wird.

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Inseln der Freude und des Hasses

Rechtsextreme in Ungarn rufen zum "Krieg der Rassen" auf

Während hunderttausende Jugendliche aus ganz Europa auf dem Sziget Festival in Budapest ein multikulturelles Fest feierten, rief eine Gegenveranstaltung, die "Magyar Sziget" zum Mord an Menschen fremder Rasse auf. Mit dabei: ein Parlamentsabgeordneter, der daran "nichts Verwerfliches" findet. Während die Polizei einen Überfall auf die Sziget verhinderte, ist die politische Empörung gegen die rassistischen Ausfälle eher kleinlaut.

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Ernte eingefahren

Bürger von Gyöngyöspata machen Neofaschisten zum Bürgermeister

Die durch die Belagerung durch rechtsextreme Gruppen bekannt gewordene Gemeinde Gyöngyöspata im Norden von Ungarn wählte am Sonntag einen neuen Bürgermeister, nachdem der vorherige Ortschef im April von seinem Posten geflohen war. Die Bürger belohnen so den Einsatz der rechten Gruppen, sie trauen dem Staat immer noch nicht zu, die Lage dauerhaft zu entspannen. Womöglich haben sie damit recht.

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Verwunderte Methodisten,
entspannte Muslime

Das neue Kirchenrecht in Ungarn irritiert einige Religionsgemeinschaften

Vertreter der Muslime, der Buddhisten sowie der Methodisten in Ungarn fühlen sich durch das am Montag erlassene neue Kirchengesetz zurückgestuft. Durch das neue "3-Klassen-System" wird den Religionsgemeinschaften die Anerkennung als Kirche, mithin die höchste Priviligierung im staatlichen Kirchenrecht, zunächst versagt, sie müssen nun wieder einen Genehmigungsprozess durchlaufen, obwohl sie schon seit Jahrzehnten, manche seit Jahrhunderten im Lande aktiv waren.

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Konflikt der Gewalten

Oberstes Gericht erteilt Regierung Lektion

Das Oberste Gericht von Ungarn hat die geplanten Veränderungen bei polizeilichen und richterlichen Verfahren gegenüber Verdächtigen als Unrecht und "Verstoß gegen rechtsstaatliche Grundprinzipien" zurückgewiesen. Die Regierung ist offenbar bereit und willens, den Rechtsstaat einzuschränken, um politische Ziele zu erreichen.

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Die Wut der “Clowns”

Katerstimmung in Ungarn: Zehntausende protestieren gegen die Regierung + KOMMENTAR: “SARGNÄGEL DER DEMOKRATIE”

Es waren Feuerwehrleute und Polizisten, die mit den Protesten gegen notwendige, aber ohne jede ernsthafte Konsultation mit den Betroffenen durchgeprügelte Reformen begannen. Am Donnerstag schlossen sich ihnen Kollegen fast aller Gewerkschaftsverbände an, geschätzte 35.000 Menschen waren auf den Straßen von Budapest unterwegs und erklärten der Regierung, wo sie zu weit gegangen ist.

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Wählerfrust

Die ungarische Regierung verliert an Zustimmung

Die Unzufriedenheit mit der ungarischen Regierung wächst, sogar Fidesz-Anhänger wenden sich zweistellig von Orbán ab und verschwinden im stetig wachsenden Resservoir der "Nichtwähler". Die Kritikpunkte geben wenig Raum für Ausreden. Sie betreffen die undemokratischen Entscheidungen ebenso wie die bisher hohlen wirtschaftlichen Versprechungen. Um einen Machtverlust muss sich Orbán dennoch ersteinmal nicht sorgen.

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Abschussliste

Gerüchte zu Regierungsumbildung

Ministerpräsident Orbán hatte angedeutet, dass nicht alle Minister die gesamte Legislaturperiode absolvieren könnten, auf eigenen Wunsch, versteht sich. Doch fachliche und administrative Überforderungen und politische Winkelzüge werden immer deutlicher. Ausgerechnet Orbáns  Kettenhund könnte das Superministerium von Miklós Réthelyi übernehmen, auch wenn der “morgen noch Minister” sein will...

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Liszt und Tücke

Was von der Woche übrigblieb: Politiknachrichten aus Ungarn

Der Präsident durfte neben dem Papst sitzen - renitente Székler eröffnen eigene Botschaft in Brüssel - Gömbölini bleibt Ehrenbürger von Szeged - "Naturfreunde" pilgern nach Gyöngyöspata - Proteste von Feuerwehr, Polizei, Lehrern gehen in die nächste Runde - Rekordschulden bei Universitäten und Krankenhäusern - MSZP-Parteitag im Juni entscheidet über Spaltung oder Einheit der "Sozialisten"

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Der Orbán der Linken

Ex-Premier Gyurcsány will die Opposition in Ungarn beherrschen

Die Spannungen im linken Lager, vor allem der MSZP verschärfen sich, alles läuft auf eine Spaltung der Partei hinaus. Selbst Insider grübeln, ob es sich beim Gebahren Gyurcsánys um außer Kontrolle geratenen Idealismus oder chronische Machtsucht handelt. Dabei böten die Regierungsparteien einer handlungsfähigen Opposition massenweise offene Flanken...

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Unwürdig

Das Verfassungsgericht gibt Widerworte

- UPDATE - Der Verfassungsstreit um die 98%ige Besteuerung von Abfindungen im öffentlichen Dienst geht weiter. Diesmal versuchte sich das teilentmachtete Höchstgericht über den Umweg der Menschenrechte Gehör zu verschaffen. Das beeindruckt die Regierungspartei wenig, “ungarische Interessen” gehen vor. Betroffenen bleibt wohl nur noch der Gang nach Den Haag.

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Auferstanden?

Präsident unterzeichnete neue Verfassung

Am Ostermontag, Schlag Zwölf Uhr, hat der ungarische Präsident die in der Vorwoche von der Regierungsfraktion beschlossene neue Verfassung für Ungarn unterzeichnet. Damit kann sie am 1. Januar 2012 in Kraft treten. Die Regierung schwelgt weiter in Eigenlob und Kritikerhetze. Dabei ist die Befürchtung, Ungarn könnte in eine Diktatur abrutschen vollkommen falsch. Es ist viel schlimmer: alles könnte so bleiben wie es war.

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Teile und herrsche...

Regierung und Gewerkschaften in Ungarn tasten sich ab

Was anderswo in Europa Normalität ist, hat im Ungarn des Viktor Orbán Seltenheitswert. Der Ministerpräsident trifft sich mit Gewerkschaftsführern. Nicht er, sondern die Führer von Arbeiterräten und LIGA waren es, die um das direkte Gespräch baten. Wird der Dialog mit Arbeitervertretern wieder gestärkt oder ein Keil zwischen die  Gewerkschaften getrieben? Ein Blick hinter die Kulissen.

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Vom Staatsdiener
zum Staatssklaven

Aufruhr der Ordnungshüter:
Feuerwehr und Polizei demonstrieren

Am Wochenende protestierten in Budapest über zehntausend Feuerwehrleute und andere Sicherheitsorgane gegen sich stetig verschlechternde Arbeitsbedingungen. Während sich am Freitag erst einige Hundert Mitarbeiter der Feuerwehr vor dem Parlament versammelten, waren es Samstag über 10.000 Tausend aus dem ganzen Land. Ihnen schlossen sich Polizisten und Zollmitarbeiter an. Auch die Lehrer hat man schon provoziert.

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Ein Credo für jedes Amt

Das "nationale Glaubensbekenntnis" ersetzt bald die "nationale Kooperation"

In allen ungarischen Amtsstuben hängt die "Erklärung zur nationalen Kooperation", ein von der Regierungspartei im Namen aller Parlamentarier und Amtsträger abgelegtes Versprechen, zum Wohle des Volkes und der Nation zu agieren. Diese Erklärung wird nun bald durch das "nationale Glaubensbekenntniss" der neuen Verfassung ersetzt werden, "ein persönlicher Wunsch des Ministerpräsidenten."

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Planen für den “Ernstfall”

Gerücht um Neuwahlen in Ungarn 2012

Das Gerücht ist nicht neu, dass die Regierungspartei Fidesz 2012 "überraschend" Neuwahlen ansetzen könnte, um sich ihrer 2/3-Mehrheit für weitere vier Jahre zu versichern, bevor womöglich die Stimmung kippt. Offiziell könnte man das als Legitimation einer neuen konstitutionellen Ära verkaufen. Die Sozialisten planen jedenfalls damit.

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Die Leere von Kolontár

Sechs Monate nach der Giftschlammkatastrophe

Vor einem halben Jahr brach über die Region von Kolontár und Devecser die verheerende Giftschlammflut herein, die zehn Menschen das Leben kostete, etliche verletzte, Häuser, Boden und Landschaft versehrte, die Natur vernichtete. Grund war der schlampige Umgang des Aluwerkes MAL mit seinen hochalkalischen Rotschlammabfällen. So unlöslich wie die Giftstoffe im Boden, so ungelöst sind 6 Monate später noch viele Fragen, der Staat zog gänzlich falsche Schlüsse aus dem Desaster.

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“Volk” unter Waffen?

Andeutungen über Lockerung des Waffenrechts in Ungarn

Am Freitag tätigte Fidesz-Franktionschef János Lázár Äußerungen hinsichtlich des Waffenrechts in Ungarn. Gegenüber Journalisten sprach er davon, dass man "Möglichkeiten für normale Bürger schaffen sollte, sich zu verteidigen". Die Debatte kommt gerade zu der Zeit, da militante Gruppen die "Selbstverteidigung" Ungarns ankündigen.

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Nichts dazu gelernt

Prozessauftakt zur Mordserie an Roma in Ungarn im Angesicht neuer Pogromstimmung

Während der Prozess um die Mordserie an Roma in Ungarn 2008 und 2009 begonnen hat, ist die Pogromstimmung von damals wieder präsent, auch dank der Untätigkeit der Behörden. Das Innenministerium bewertet die Lage im von rechtsextremen "Bürgerwehren" besetzten Gyöngyöspata als "gestörte Harmonie". Wie will Ungarn mit dieser “Expertise” eine wirksame EU-Romastrategie auf den Weg bringen?

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Unbefleckte Alternative?

Ex-Premier Bajnai meldet sich in der ungarischen Politik zurück

Der Vorgänger von Viktor Orbán als Ministerpräsident Ungarns, Gordon Bajnai gab die Gründung eines "Think tanks" mit dem Namen "Heimat und Fortschritt" bekannt. Beobachter sind sich darin einig, dass dieser mittelfristig eine Keimzelle für eine echte politische Konkurrenz zur Regierung Orbán werden könnte, Sozialisten und Grüne können das offenbar nicht.

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Schaukelpolitik

Nachlese zur politischen Woche in Ungarn

Die Schaukel I: Gaddafi muss weg, sein System darf aber bleiben - Präsident Schmitt in Berlin: Lammert beeindruckt von "Ungarns souveränem Umgang mit Kritik" - Nachspiel zum 15. März: Botschafterfrau interpretiert Orbán - bezahlte Jubeljugend - Petöfi zensiert - Die Schaukel II: Ungarn skeptisch gegenüber "Europakt".

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Patria divisa    - aktualisiert

Nationalfeiertag in Ungarn: der amtierende Ratspräsident wettert gegen die EU - Großdemo gegen Mediengesetz

Es ist lange her, dass die Ungarn den Nationalfeiertag des 15. März gemeinsam begingen. Seit Jahren dient er den politischen Akteuren als öffentlicher Rahmen für Selbstdarstellungen und die Austragung parteipolitischer Ringkämpfe, bei denen jede Partei auf ihre Weise das Recht auf das Erbe des Kampfes gegen Fremdherrschaft und für bürgerliche Freiheiten einfordert. So war es auch in diesem Jahr. Das Land ist geteilt und wird geteilt, wo es gerade jetzt geeint sein müsste.

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Auf einem Auge blind

Politjustiz: Korruptions- und Amtsmissbrauchsfälle in Ungarn

Die Ermittlungsbehörden, einschließlich des von der Regierung beauftragten Sonderermittlers, treiben die juristische Aufarbeitung der letzten Jahre beflissen und öffentlichkeitswirksam voran. Ein Deal in Moskau und Filz im Verteidigungsministierum stehen derzeit im Zentrum. Geht es jedoch um Verfehlungen in den eigenen Reihen, erlahmt der Wille zur Aufklärung schnell, auch wenn die Faktenlage erdrückend ist.

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Der Pferdefuß der Demokraten

Gyurcsány will "wieder" Ungarn retten

Ex-Premier und Ex-MSZP-Chef Ferenc Gyurcsány bekräftigte am Freitag mit einer Art "Rede zur Lage der Nation" seinen Führungsanspruch innerhalb der Opposition und stieß damit neben der eigenen Partei auch andere Demokraten vor den Kopf...

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Zeitschiene der Hoffnung

Pathetische Pflichtübung:
Orbáns Rede zur Lage der Nation

Am Montag hielt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán wieder eine "Rede zur Lage der Nation". Im Budapester Millenium Center malte er vor Politikern seines Lagers und unterschiedlichen Größen des öffentlichen Lebens ein Bild vom Zustand und der berechtigten Hoffnung der Nation und bereitete das Volk, im hier üblichen pathetischen Gewand, auf die kommende Verfassung "ungarischen Geistes" vor.

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Selbstentsorgung

Was macht eigentlich die ungarische Opposition?

Wer solche Feinde hat, braucht keine Freunde mehr. Zustand und Perspektiven der parlamentarischen Oppositionsparteien in Ungarn sind dazu geeignet, dem Fidesz eine sehr lange Regierungszeit zu schenken. Drei Parteikongresse am Wochenende zeigten: die MSZP steht unerneuert, mut- und kraftlos mitten in der Bedeutungslosigkeit und am Rande der Spaltung, die LMP gründet erstmal Arbeitskreise und Jobbik darf sich am rechten Rand heiser brüllen.

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Staat trägt Mitschuld

Deutliche EU-Kritik an Ungarn wegen Umgang mit Rotschlamm

Die EU ein Gutachten zur Giftschlammkatastrophe vom Oktober vorgelegt. Sie stellt u.a. ein deutliches Versagen der Behörden bei der Klassifizierung der gefährlichen Brühe fest. Damit könnte die Schuldzuweisung für das Unglück, das zehn Menschenleben forderte und einen kompletten Landstrich ökologisch abtötete, eine neue Wendung bekommen.

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Ungeklärte Schuldfrage

Die Entschädigung von Opfern der Giftschlammkatastrophe verzögert sich

Die Opfer der Giftschlammkatastrophe von Kolontár und Devecser müssen weiter auf eine endgültige Entschädigungsregelung warten. Zwar flossen einige Gelder, doch die juristisch noch nicht geklärte Schuldfrage verhindert eine einheitliche und klare Lösung. Der Staat bemüht sich, die drängendsten Sorgen mit Vorauszahlungen zu lindern, hemmt aber durch seine Vorgriffe und Präjudizien auch.

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Ungarn 2010 - Jahresrückblick
Teil 3: Oktober bis Dezember

Die Kommunalwahl gewonnen und die legislative Macht des Fidesz nun absolut. Bei der Giftschlammkatastrophe sterben zehn Menschen. Derweil bauen die neuen Machthaber weiter an ihrer “konservativen Revolution”, Gesetz folgt auf Gesetz, parteitreue Kader übernehmen alle Schaltstellen der Macht. Doch erst die Mediengesetze rütteln am Jahresende endlich auch Europa wach.

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Blatt des himmlischen Friedens

Das Mediengesetz in Ungarn und die Selbstabschaffung der Demokratie
- MIT KOMMENTAR

Im Parlament fand am Mittwoch ein verbaler Schlagabtausch über das neue Mediengesetz statt. Es war eine jener Scheindebatten, die mittlerweile das traurige Bild der Demokratie in Ungarn prägen: die Parlamentsmehrheit sieht sich auch dazu ermächtigt, Grundrechte niederzustimmen. Die Opposition ist lautstark aber sprachlos, die Regierungsseite übt sich in DDR-Volkskammer-Rhetorik.

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Rentner am Staatstropf

Ungarn droht seinen Bürgern mit dem Entzug des Rentenanspruchs

Kommen Sie zum Staat, Ihr Geld ist auch schon da! Drei Millionen Rentenbeitragszahler will der Staat den privaten Rentenfonds "abwerben". Deren Beiträge behält er schonmal vorsichtshalber und zwangsweise ein und glaubt damit ein Angebot gemacht zu haben, das man nicht ablehnen kann. Wer die Gestaltung seines Alterseinkommens dennoch nicht allein diesem Staat überlassen will, verliert womöglich sogar seinen gesetzlichen Rentenanspruch.

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Worthülsen und Zahlenspiele

Budget 2011: Programmatischer Optimismus statt belastbarer Fakten

In dieser Woche finden die "Debatten" zum Budget 2011 statt, die Regierungschef Orbán und sein Wirtschaftsminister Matolcsy wieder für grundlegende Ansagen statt konkreter Aussagen nutzen. Gute Nachrichten schreibt sich die Regierung selbst und verdoppelte die Wachstumsprognose für 2010. Strukturreformen gibt es erst ab Frühjahr, dafür hat man das Verfassungsgericht schon heute entmachtet. Die Bankensteuer wurde nochmals angehoben.

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Der Vorzeigegauner

Der Fall Hunvald als Symbol einer Ära

Allein die Anklageschrift umfasst 121 Seiten, die Beweismaterialien 46.000 Aktenseiten. Der ehemalige Bezirksbürgermeister des VII., György Hunvald muss sich, nach 21monatiger Untersuchungshaft nun auf einen deutlich kürzeren Prozess aber eine um vieles längere Haftstrafe gefasst machen.

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Auf tönernen Füßen

Der ungarische Staatshaushalt 2011 - Entwurf und Reaktionen

Wirtschafts- und Finanzminister György Matolcsy erläuterte am Wochenende Kennziffern des Budgetentwurfs für 2011. Dabei blieb er wie gewohnt unkonkret aber widersprüchlich. Erfolgszuversicht musste an vielen Stellen die Möglichkeit verlässlicher Vorhersagen ersetzen. Reaktionen: "mutig bis riskant". Immerhin erfuhr man am Rande, was der Staat mit den privaten Rentenmilliarden vorhat: er wird sie ausgeben.

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Großvater Staat

Verstaatlichung des Rentensystems
in Ungarn ist fix

Die Rentenpolitik der Orbán-Regierung ist eine Rückkehr in die staatspaternalistische Politik vor 1990. Um den privaten Versicherern endgültig den Garaus zu machen, soll der Eintritt in die freiwillige private Rentenversicherung Berufseinsteigern per Gesetz gleich ganz untersagt werden. Die sozialistische Opposition fordert ein Referendum, die Regierung lässt sich aber "von einer Volksabstimmung nicht die Demokratie zerstören".

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Die totale Wende

1956er Nationalfeiertag in Ungarn:
Orbán in Hochform

Vor mehreren tausend Anhängern stellte der Ministerpräsident sich und seine Partei als Vollender der Revolution von 1956 und der Wende von 1989 dar und rief zu einer Art totalen Wende auf. Das Volk folgt den Thesen begeistert. Oberbürgermeister Tarlós spricht von von einer "Revolution der Moral", EU-Präsident Buzek bekam einen Verfassungsvortrag von Präsident Schmitt.

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Von der Not getrieben

Orbáns Mut kann Ungarn retten oder ins Chaos stürzen - KOMMENTAR

Ungarns großer Steuermann ist in voller  Fahrt. Fasst man die Reaktionen von Märkten, Betroffenen und Beobachtern - interessenbereinigt - zusammen, hat die Regierung mit ihrer neuen "Krisensteuer" einen mutigen Griff getan und startet eine Umverteilung von Oben, Außen und Unten zur Mitte. Geht diese Rechnung in ein paar Jahren aber nicht auf, hat man ein echtes Problem. Weniger mit EU und IWF oder der Wirtschaft, sondern mit dem eigenen Volk...

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Durch Feuer und Wasser

Ringen um Ordnung und Geld: die politische Woche in Ungarn

Die Giftschlammkatastrophe dominierte auch den Beginn der parlamentarischen Woche, außerdem wurde der neue und mächtige Medienrat inauguriert und damit die öffentlich-rechtlichen Medien der Regierung unterstellt. Hauptthema der Sitzungswoche war jedoch das Budget 2011 und damit die Suche nach Geldquellen, um Wohltaten, Wirtschaftsanschub und (!) Staatsschulden im nächsten Jahr finanzieren zu können.

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Flächendeckender
Fidesz-Sieg

Kommunalwahlen in Ungarn 2010: Ergebnisse, Reaktionen und Hintergründe

Alle Komitatsversammlungen (Landtage) und - bis auf Szeged - auch alle größeren Städte werden in Zukunft von einer Mehrheit des nationalkonservativen Fidesz regiert. In den Komitaten erreichte die Partei von Premier Viktor Orbán 55 bis 73%(!) der Stimmen und gewann so noch deutlicher als bei den Parlamentswahlen im April. In den drei nordöstlichen Komitaten des Landes wird die rechtsextreme Partei Jobbik mit Ergebnissen von bis zu 23% zweitstärkste Kraft noch vor der MSZP.

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Zerlegung der Beute

Totalitäre Sendung: das neue Mediengesetz in Ungarn

Der OSZE-Repräsentant für die Freiheit der Medien, Karol Jakubowicz, hat in einer 57seitigen Analyse das neue ungarische Mediengesetz zerpflückt und darin gefährliche antidemokratische Tendenzen festgestellt. Im Oktober werden die weiteren Teile des streitbaren Medien"kontroll"gesetzes verhandelt und beschlossen. Das Trauerspiel der ungarischen Medien wird fortgesetzt.

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GASTKOMMENTAR
Das Lächeln des Viktor Orbán

Die Sozialpartnerschaft in Ungarn als Farce?

Mehr als hundert Tage ließ die Regierung der „nationalen Zusammenarbeit“ den Runden Tisch aus Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden schmoren, ehe man den Sozialpartnern erstmals offiziell Beachtung schenkte. Dabei verkündete Orbán: dass man schon wisse, was gut für das Volk sein wird.

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Rote Krake, schwarze Krähe

Sonderermittler statt Staatsanwalt: nötige Aufarbeitung oder politische Instrumentalisierung?

Regierungskommissar Papcsák wirft den sozialistischen Vorgängerregierungen vor, mafiöse Strukturen von krakenartigen Ausmaßen gebildet zu haben. Nach den Ex-Premiers Gyurcsány und Bajnai involviert er nun auch Ex-Minister Oszkó und Nationalbankchef Simor, Orbáns letztem im Amt verbliebenen Gegner...

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Herbstgeläut

Die politische Woche in Ungarn

Schaum und Müll: Präsident Schmitt beim Antrittsbesuch in Österreich - Kein Wahlkampf: Orbán schreibt Rentnern einen Brief - "Kein Interventionsbedarf": EU-Kommission hält Mediengesetz für korrekt - Obduktionsbericht: 65 Leichen zu 200 Milliarden Forint gefunden, Abgehört: ein "Skandal", der keiner ist

ZUM BEITRAG

 

Teilweise wolkig

Die ersten 100 Tage der Orbán-Regierung - KOMMENTAR

Am 7. September erreicht die Regierung Orbán die 100-Tage-Marke, traditionell ein Gelegenheit für Freund und Feind, erste Bilanz zu ziehen. Die Zeit war lang genug, um die Befürchtungen einer Minderheit vor der Aushölung demokratischer Institutionen zu bestätigen, aber zu kurz, um die Hoffnungen der Mehrheit auf Wohlstand zu erfüllen. Dennoch hat Orbán weiter großzügigen Kredit der Mehrheit.

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Durchmarsch in die Rathäuser

Kommunalwahlen 2010 in Ungarn: Kampf um die letzten Bastionen der "Sozialisten"

Am 3. Oktober werden in den ungarischen Kommunen neue Bürgermeister und Gemeindevertreter gewählt. Um Budapest und einige letzte linke Hochburgen wird es eine Art Endkampf geben, das Fidesz hat dabei die besten Karten, auch, weil sich die Opposition nicht einigen kann oder will.

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Besenreine Amtsübergabe

Die politische Woche in Ungarn

Neuer Präsident von Ungarn übernimmt Amtsgeschäfte am 6. August - 90% der Mitarbeiter von Vorgänger Sólyom müssen gehen - 42 neue Gesetze ab Herbst geplant - Neue Verfassung soll mit "Gott schütze die Ungarn!" beginnen und die "heilige Krone" würdigen - Frustrierte Sozialisten rechnen Milliardenverluste für die Bürger vor und schießen gegen grüne Oppositionskollegen

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Strenger Hausmeister

Der neue Parlamentspräsident will mehr Ordnung im Hohen Hause

Der neugewählte ungarische Parlamentspräsident, László Kövér, will "mehr Politik und weniger Protokoll" im Hohen Hause einführen. Bis 2014 wird er eine neue Geschäftsordnung vorlegen, Lunch-Pakete auf dem Sitzungstisch will er dann nicht mehr sehen, sagt der treue Orbán-Gefolgsmann. An Jobbik nimmt er indes wenig Anstoß, sein Engagement für “Ungarn im Karpatenbecken” empfindet er sogar als seiner Funktion würdig.

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Belohnte Treue

Orbán ernennt Parteifreunde zu Parlamentspräsident und Verfassungsrichtern

László Kövér, bekannt als Hardliner und Orbáns Mann fürs Grobe wird neuer Parlamentspräsident des Landes. Orbáns "Kanzleramtschef" während seiner ersten Regierung 1998-2002, István Stumpf, übernimmt einen der vakanten Posten als Verfassungsrichter, womit auch die Fidesz-Kontrolle über diese letzte demokratische Kontrollinstanz vergrößert wird.

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Diener seines Herrn

Der neu gewählte ungarische Präsident Pál Schmitt fordert prompt eine neue Verfassung

Die Präsidentenwahl in Ungarn ging am Dienstag reibungslos über die Bühne. Alle 263 Mandatsträger von Fidesz-KDNP stimmten für den von Premier Viktor Orbán benannten Kandidaten, Pál Schmitt. In einer ersten Rede forderte Schmitt, die "postkommunistische Transformation" zu einem Ende zu bringen, wofür Ungarn nach Meinung der Nationalkonservativen "eine neue Verfassung benötigt." Schmitt wählte damit exakt die gleichen Worte wie sein Patron Orbán zu diesem Thema.

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Einparteienherrschaft

Ungarn auf dem Weg in die Autokratie

Dass in Ungarn vieles im Argen liegt, ein großer, auch struktureller Reformbedarf besteht, ist weitgehend unbestritten. Was die alleinherrschende Regierungspartei Fidesz-KDNP von Premier Viktor Orbán aber in den letzten Tage veranstaltet, birgt die reale Gefahr einer Autokratie. Es werden reihenweise Gesetze durchs Parlament geprügelt, die mit dem nötigen Umbau der Gesellschaft, mit praktischem Bürgernutzen nicht mehr zu erklären sind.

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Wird Budapest orange?

Ungarn vor den Kommunalwahlen: Fidesz bringt OB-Kandidat für die Hauptstadt in Stellung

Der Budapester Landesverband der nationalkonservativen Regierungspartei Fidesz hat am Samstag István Tarlós auch offiziell zum Spitzenkandidaten für die Wahl zur Budapester Stadtversammlung gemacht. Seine Wahl zum Oberbürgermeister von Budapest kann wohl nur noch von einer parteiübergreifenden Bürgerbewegung mit einem unabhängigen und unbelasteten Kandidaten verhindert werden - beides ist derzeit nicht in Sicht.

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Und Action!

Ungarische Regierung legt radikales Wirtschafts- und Steuerprogramm vor

Davon kann auch Deutschland noch lernen: Ungarn, gerade noch wegen der Panikmache einiger seiner Profilierungsneurotiker international gescholten, will jetzt vormachen, wie man gleichzeitig massiv sparen UND die Steuern senken kann. Ein Aktionsplan von Premier Viktor Orbán setzt Beamten und der Finanzwirtschaft zu, will aber gleichzeitig Familien und Mittelstand entlasten wie stimulieren. Ob die Rechnung dieses “New Deal” aufgeht, bleibt aber aus vielen Gründen offen.

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Machtübernahme
mit Volksfest

Die neue Regierung in Ungarn tritt ihren Dienst an - Tausende feiern den Beginn eines “neuen Ungarn”

Am Samstag wurde der Chef der nationalkonservativen Partei Fidesz, Viktor Orbán, offiziell zum neuen ungarischen Ministerpräsidenten gewählt, der Staatspräsident ernannte die acht Minister des neuen Kabinetts. Die Regierungspartei Fidesz feierte mit tausenden Anhängern den “endgültigen Abschied vom Kommunismus” und die “neue Einheit des Ungarntums” bei einem fröhlich- pathetischen Volksfest vor dem Parlament.

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BERICHT AUS DEM PARLAMENT - III
Staatsbetriebe unter neuer Aufsicht

Fidesz will Privatisierungen in Ungarn nicht mehr öffentlich ausschreiben

Auf der Sitzung des ungarischen Parlaments am Dienstag wurden einige konkrete Gesetzesvorlagen durch die 2/3-Mehrheitspartei Fidesz-KDNP eingebracht, womit man der Ankündigung, besonders zügig mit der "Umgestaltung" des Landes beginnen zu wollen, Taten folgen lässt.

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BERICHT AUS DEM PARLAMENT - I
Saisoneröffnung

Formales und Skurriles bei der ersten Sitzung des neuen Parlamentes in Ungarn

Am Freitag fand die konstituierende Sitzung des neuen ungarischen Parlamentes in Budapest statt, bei der neben formalen republikanischen Riten und einer staatstragenden Rede des Präsidenten auch erste handfeste politische Scharmützel zu erleben waren. Jobbik provozierte mit einem Rechtsbruch und aus der Slowakei wurden erste Gegenmaßnahmen zum Gesetz über die doppelte Staatsbürgerschaft bekannt.

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Positionierungen

Ungarns neue Minister setzen erste Duftmarken - die politische Woche in Budapest

Das wichtigste politische Ereignis dieser Woche war die Vorstellung der Ministerriege unter dem künftigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, gefolgt von eigenartigen Statements zur Erwünschtheit einer zweiten Amtszeit von Präsident Sólyom, wiederum gefolgt vom Machtkampf um die Nationalbank. Einige zukünftige Minister tätigten erste Aussagen zu den Grundzügen ihrer Politik, blieben aber meist noch ziemlich unkonkret.

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Volkstribun gegen
Off-Shore-Ritter

Machtkampf um die Nationalbank

Seit dem Wahlsieg des FIDESZ verstärkten sich die Foderungen nach einem Rücktritt von András Simor noch. Dieser wehrt sich und will seinen Posten behalten. Ein Machtkampf, der vor allem der fragilen Landeswährung und der finanziellen Stabilität schaden kann. Doch es gibt auch Zeichen der Vernunft.

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Präsident vor Abgang?

Auftakt zum "Viktorianischen Zeitalter" - die politische Woche in Budapest

Ungarns Präsident beauftragte Wahlsieger Orbán mit Regierungsbildung - Parlament konstituiert sich am 14. Mai - Lässt Fidesz Präsident Sólyom fallen? - Kaum Frauen im neuen Machoparlament - Fusionspläne für Finanzamt, Zoll und andere Behörden - Nationalbankchef vor Ablöse - RTL Klub wechselt ins rechte Lager und ausgerechnet Ferenc Gyurcsány will die Erneuerung der MSZP voranbringen.

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Macht als Chance und Risiko

Ungarn vor dem zweiten Wahlgang
- ein Lagebericht

Spannung nur noch in wenigen Wahlkreisen - Orbán bleibt, Lendvai geht - Warnung vor neuer "Einparteienherrschaft" - Verfassungsprojekte: Doppelte Staatsbürgerschaft als patriotische Pappe ohne Mehrwert? - Verkleinerung des Parlamentes auf eine "beherrschbare" Größe - Probleme mit der Gewaltenteilung - Keine kurzfristige Steuerreform, dafür Sozialwohnungen - Jobbik vor Selbstentzauberung?

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In der Deckung geblieben

Die Medien unterzogen den Wahlsieger einer Zwischenprüfung

Am Tag nach der Wahl stellte sich Fidesz-Chef Viktor Orbán einer internationalen Pressekonferenz, entzog sich aber weitgehend konkreten Antworten über seine Pläne. Orbán fand sich plötzlich in einer für ihn ungewohnten und sichtlich unangenehmen Prüfungssituation wieder. Mit Gemeinplätzen umschiffte er den erhofften Klartext, - auch zu Jobbik - aus taktischen Gründen.

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Erdbeben mit Ansage

Reaktionen und Analyse der Ergebnisse zur Wahl in Ungarn

Während Sieger Viktor Orbán von einem historischen Tag für Ungarn, vergleichbar mit 1956 und 1990 schwelgt, wollen Sozialisten und Jobbik die Wahl wegen des Chaos´ bei der Schließung der Wahllokale anfechten. MSZP und Jobbik wollen als kontrollierende Opposition agieren, doch Jobbik will vorher die Sozialisten noch ganz erledigen. Was kann im zweiten Wahlgang am 25. April noch passieren?

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Wandelbare Geister

Die seltsame Wandlung des László Nyikos vom Gulaschkommunisten zum "Minister" der Rechtsextremisten

"Wie kann das sein?" fragt sich ein deutscher Gewerkschafter, als er nach Jahren einen ehemaligen ungarischen Gewerkschaftskollegen, Beamten der Kádár-Zeit als Schattenminister in den Reihen der rechtsextremen Jobbik wiedersieht. Ein persönliches Beispiel, das zeigt, wie komplex das Thema Jobbik und das Erstarken des Rechtsextremismus in Ungarn ist.

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Bergrettung für Pécs

Der Bau einer NATO-Radaranlage in Ungarn ist vorerst gescheitert

Der geplante Bau einer Radaranalge durch die NATO auf dem bei Pécs gelegenen Berg Tubes ist jetzt endgültig vom Tisch. Am Mittwoch kassierte das Oberste Gericht von Ungarn eine Entscheidung des Budapester Bezirksgerichtes. Verfahrensfehler und der Protest von Umweltschützern brachten das Projekt zu Fall, die nationale Opposition profitiert davon.

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Gefleddertes Erbe

Nationalistische Dominanz am Nationalfeiertag in Ungarn
- MIT KOMMENTAR

Am 15. März gedenken die Ungarn eigentlich ihres Freiheitskampfes gegen die Habsburger und gegen Fremdbestimmung im allgemeinen. Doch die politischen Parteien vereinnahmten den Tag für sich und ihre Wahlkampfparolen. Jede stellte sich auf ihre Weise als der legitime Erbe der 1848er dar, hielt Kossuth als Ikone hoch, zitierte Petöfi und will "das bessere Ungarn" sein.

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Schlusswort des Staatsbuchhalters

Die letzte Regierungserklärung des Ministerpräsidenten wurde emotionaler als gedacht

Gordon Bajnai gibt sich in seiner letzten Regierungserklärung überwiegend zufrieden mit seiner Arbeit und weist den Nachfolgern die Richtung: Sparen, Arbeitsplätze schaffen, Euro einführen. Emotionale Kritik übte er wegen des fehlenden Konsenses gegen Rechts. Wägt man Erreichtes und Offenes ab, ist Ungarn fiskalisch stabiler, aber gesellschaftlich inkonsistenter geworden. Die rechte Presse attackierte ihn heute mit dem Vorwurf des Steuerbetruges.

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Ein Oberst ganz unten

Der Rektor der ungarischen Militärakademie wollte die DHL erpressen

Ein neuer, spektakulärer Fall von Amtsmissbrauch und Korruption erschüttert Ungarn. Am Dienstag verhaftete die Polizei den Rektor der Ungarischen Militärakademie, Oberst János Szabó, weil der versucht haben soll Schutzgeld vom Logistikkonzern DHL zu erpressen. Bei der Verhaftung kam es zu einem Handgemenge, die Räume der Militärhochschule wurden durchsucht.

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Rechtsextreme im Umfragehoch

Wenn am nächsten Sonntag Wahlen wären...

Neueste Umfragen haben einige Verschiebungen in der Unterstützung für die Parteien in Ungarn ergeben, jedoch keine Veränderungen in den grundlegenden Mehrheitsverhältnissen. Die Diskussion um die Renten hat dem haushoch führenden Fidesz deutlich geschadet, die Sozialisten profitierten davon nicht. Jobbik auf Allzeithoch.

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Mussolinis Kaninchen

Blick ins wahlkämpfende Ungarn - Reaktionen auf Orbán-Rede

Die lauwarm-pathetische Wahlkampfinszenierung von Fidesz-Chef Orbán am Freitag hat überdimensional viele Reaktionen hervorgerufen, die mehr Aufschlüsse über die Kommentatoren als über den Kommentierten liefern. Die MSZP vergleicht den kommenden Ministerpräsidenten mit Mussolini...

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Wer´s glaubt...

Die Vermögenserklärungen der Parlamentarier in Ungarn wurden veröffentlicht

Für Psychologen wären diese Bögen sicher ein dankbares Forschungsobjekt. Eigentlich auch für Kriminalisten. Manche sind lustlos zusammengestrichen, andere nervös detailliert bekritzelt, wieder andere mit großer Feder kleingehalten. Gemeint sind die jährlich von den Abgeordneten des ungarischen Parlamentes auszufüllenden Einkommens- und Vermögensbescheinigungen.

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Sonderfahrt nach Budapest

Mehrere Zehntausend marschieren für die Regierung und gegen die EU + UPDATE + GALERIE + VIDEO

Regierungsnahe Unternehmer und Journalisten organisierten am Samstag einen "Friedensmarsch für Ungarn", um ein Gegengewicht zu den Protestveranstaltungen der letzten Wochen und eine "breite Unterstützung für unseren Ministerpräsidenten" zu präsentieren. Fidesz-Funktionäre auf den Dörfern trommelten und es wurden Sonderfahrten nach Budapest organisiert. Es wurden mehrere Zehntausend, Orbáns Sprecher freute sich über die “größte Demo in der Geschichte Ungarns...”

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Am Tiefpunkt

Das Volk wendet sich von den Parteien ab

Die Performance der maßgeblichen ungarischen Politiker und Parteien wird von den Wählern als katastrophal eingeschätzt. Das Gefühl, wieder die falsche Wahl getroffen zu haben und nun gar keine mehr zu haben, ergreift die Mehrheit. Der Trend ist nicht neu, doch nimmt er allmählich Ausmaße an, die den althergebrachten Parteienstaat in Frage stellen könnten, was nicht unbedingt schlecht sein muss.

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Rückgrat der Demokratie

Verfassung und Kardinalsgesetze: ein Essay vom Vizepremier von Ungarn

Die Ungarn werden freier sein als die Amerikaner und im Gegensatz zu ihren Kritikern sind die neue ungarische Verfassung und die Politik der Regierung frei von Ideologie. Vizepremier und Justizminister Navracsics schreibt in seinem "Essay" von der neuen Verfassung als dem "Rückgrat der Demokratie" und würdigt die Installation der Kardinalsgesetze als "Vollendung der Erneuerung Ungarns."

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Sündenregister

Was ist nur in Ungarn los? Maßnahmen und Gesetze der Regierung auf einen Blick

Ein Gutes haben die Ereignisse in Ungarn: das Interesse an den Vorgängen im Land ist im westlichen Europa spürbar gestiegen. Leider sind die Argumente vieler ausländischer Verteidiger wie auch der Kritiker der Orbán-Regierung oft auf dünnem faktischen Eis gebaut, Reflexe und Pauschalurteile dominieren, oft fehlt das notwendige Hintergrundwissen. Eine kleine Hilfestellung.

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Verfassung
in deutscher Übersetzung

Die neue ungarische Verfassung liegt nun in einer offiziellen Übersetzung in deutscher Sprache vor. Das Dokument wurde auf dem offiziellen Webportal der Regierung kormany.hu publiziert und kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

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"Bis Juni sind wir fertig"

Fraktionschef Lázár: neue Gesetze verhindern Schmälerung der Demokratie

213 neue Gesetze wurden 2011 in Ungarn verabschiedet. Im Schnitt 2 pro Sitzungstag. 2012 wird aber "ruhiger", verspricht uns Fidesz-Fraktionschef János Lázár. Bis Juni sei man mit der Wende fertig, dann mögen die neuen Regelwerke ihre Wirkung entfalten und die neue Ära der Stabilisierung einleiten, die die Nachwendezeit endgültig beendet...

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Zustände und Aussichten

Nachrichten aus Ungarn zwischen den Jahren

Schlangestehen für eine warme Mahlzeit zu Weihnachten - Demo am 2.1. gegen "Einparteien-Verfassung" - Streit mit IWF ist weiter festgefahren - Massenkündigung von Krankenhausärzten droht - 2012 werden Verfahren gegen fünf Ex-Minister eingeleitet - NGO widerspricht Polizei: Bis zu 400 Kältetote 2011 in Ungarn - Neue Entwicklungsministerin

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Zugeschnitten

Staatsfernsehen in Ungarn feuert Nachrichtenchefs wegen "Fachfehler"

Seit Tagen sind einige ehemalige und noch aktive Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wegen des "Retuschier-Skandals" im Hungerstreik. Nun will der Staatsfunk Härte zeigen, suspendiert und feuert einige Verantwortliche. Eine Maßnahme, die für das Ausland zugeschnitten wurde, denn das Programm wird sich nicht ändern.

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Freunde und Familie

Präsident nennt Kandidaten für Richterposten und Datenschutz

Wie von der Regierungspartei Fidesz gefordert, hat der ungarische Staatspräsident Pál Schmitt am Wochenende "seine" Kandidaten für die wichtigsten Richterposten der neu geschaffenen "Kurie", einer Art judikativen "Wächterrates" in Nachfolge des Obersten Gerichtes, benannt. Dass eine Kandidatin die Ehefrau einer Fidesz-Größe ist, stört nur die Opposition. Auch der neue Datenschützer sieht sich als "unabhängig"...

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Solidarität statt Gehorsam

Ein Offizier will die Demokratie
in Ungarn retten

Der Chef der Dachgewerkschaft für die bewaffneten Organe in Ungarn, FRDÉSZ, legte am Montag seine Ämter nieder und scheidet aus der Armee aus - aus Gewissensgründen. Der Schritt des charismatischen Gewerkschafters mag ein Verlust für die Interessensvertretung sein, für die politische Landschaft und Kultur in Ungarn könnte sie ein Aufbruchssignal bedeuten.

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Keine Umarmung

Die linke Opposition bleibt uneins - Wer soll dann Fidesz schlagen?

Bei der Friedrich Ebert-Stiftung trafen der LMP- und der MSZP-Chef aufeinander. Trotz des Abgangs von Haupthindernis Gyurcsány aus der MSZP weigert sich die grün-liberaele LMP noch immer stur mit den "Sozialisten" zu kooperieren. Die rechtsnationale Hegemonie wird man mit derartigem Getue wohl schwer aufbrechen, zumal längst auch andere Bewegungen ein Wörtchen im politischen Machtkampf mitreden.

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Schüsse im Dunkeln

Attentat auf Bürgermeister von Gyöngyöspata - “Garde” marschiert "privat" auf

Oszkár Juhász, der vor kurzem gewählte Jobbik-Bürgermeister der Gemeinde Gyöngyöspata, die für ihre ethnischen Spannungen bekannt wurde, teilte der Polizei mit, dass am Montagabend auf ihn geschossen worden sei. Jobbik sieht sich als Opfer linker Hetztiraden und gibt sich kämpferisch, andere Parteien verurteilen jedwede Gewalt und "bitten" die neofaschistische Garde, auf einen Aufmarsch zu verzichten.

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Big Brother ante portas

Regierung gründet neuen Geheimdienst

Die ungarische Regierung plant die Etablierung eines neuen Geheimdienstes, mit umfassenden Zugriffsrechten auf “sämtliche verfügbaren Datenbanken” des Landes. Kritiker fürchten Datenmissbrauch auch für politische Zwecke, eine Art Fidesz-Stasi. Die Regierung wiegelt natürlich ab: es geht nur um bessere Koordination. Doch etliche Fragen sind offen.

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Kein Essen, kein Licht

Polizei statt Demokratie:
In Esztergom wächst die Wut

Machtspielchen der Fidesz-Fraktion führten in Esztergom dazu, dass Straßenbeleuchtung und Schulessen eingestellt werden mussten. Polizeiverstärkungen rückten ein, um die Stadtverordneten vor wütenden Bürgern zu schützen. Die protestieren nicht nur gegen die absurde Arroganz der Lokalpolitiker, sondern auch gegen die ad hoch-Übertragung städtischer Einrichtungen an den Zentralstaat.

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Neonaziführer
von Gyöngyöspata tot

Der Chef der rechtsextremistischen Wehrsportgruppe Vederö (Schutzmacht) in Gyöngyöspata, Tamás Ezes, wurde erhängt aufgefunden. Selbstmord ist wahrscheinlich, aber noch nicht offiziell bestätigt. Ezes führte die rassistischen Aktivitäten gegen die örtliche Romaminderheit an, die vom Staat wochenlang geduldet worden waren und für die der Ort traurige Berühmtheit erlangte.

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Licht im Nebel

Perspektiven für einen Machtwechsel in Ungarn

Nach der Spaltung der Sozialistischen Partei (MSZP), eröffnen sich neue, wenn auch vage Perspektiven für die kommende politische Landschaft in Ungarn. Regierungsnahe Blätter machen sich Sorgen, dass die Abspaltung der Partei der Demokratischen Koalition (DKP) mit Ex-Premier und Erzfeind Ferenc Gyurcsány an der Spitze einem Masterplan folgt, an dessen Ende Ex-Premier Gordon Bajnai als einender Herausforderer für ein ”Olivenbündnis” stehen könnte. Doch ganz so einfach ist es nicht.

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Absolutistischer Feinschliff

Aus der politischen Woche in Ungarn

Nachdem Personalien und Organe weitgehend gleichgeschaltet wurden, macht sich die Orbán-Regierung nun an absolutistische Feinarbeiten. Dazu gehört u.a. die Quasi-Abschaffung von Referenden durch das Errichten unerreichbarer Quori und die Streichung von Geldern für die Zivilgesellschaft. Auch der Aberwitz um das Budget 2012 geht weiter. Es ist längst Makkulatur, Gesetz wird es trotzdem. Außerdem vergibt der Lehnsherr großzügig Latifundien an viehzüchtende Untertanen.

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Heulende Alphamännchen

Der "Erzfeind" IWF berät die Regierung bei der Kommunalreform

Nach den Komitaten, nun Städte und Gemeinden. Die Zentralsisierung des ohnehin zentralistischen Ungarn geht weiter. Um die lokalen Alpha-Wölfe an die Leine zu legen, hat die Regierung Orbán sogar die Hilfe des "Erzfeindes" IWF angerufen. Die Bürgermeister, meistens selbst Fidesz-Leute, sind schockiert und fürchten um ihre "Errungenschaften". Was wird herauskommen, wenn IWF-Manager Tipps zum Dorfmanagement erteilen?

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Frei nach Darwin

Neues Wahlrecht behindert kleine Parteien

Die offiziöse Nachrichtenangetur MTI erfreut uns mit der x-ten Version eines Entwurfes zu einem neuen Wahlgesetz in Ungarn, das es nun über Fidesz-Fraktionschef Lázár schon einmal ins zuständige Parlamentskomitee schaffte. Darin enthalten sind, neben der ressourcensparenden Halbierung der Mandatszahl, etliche Maßnahmen, die die Macht der großen Parteien, vor allem der größten stützen wird. Manche Pläne sind offen demokratiefeindlich, andere zumindest fragwürdig.

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Provinzfürsten an der Leine

Regierung kauft Komitate auf

Für viele waren es im zentralistisch veranlagten Ungarn ohnehin unnötige Parallelstrukturen, die Komitatsversammlungen, samt ihrer machtlosen Regierungen, Wasserköpfe und etlichen Unterstrukturen. Nun nutzt Premier Orbán die hohen Schulden der Komitate, um ihnen gänzlich den Garaus zu machen und seine direkte Macht zu erhöhen. Ab 1. Januar werden sämtliche Komitats-Institutionen in die Hohheit der Zentralregierung überstellt.

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Gyurcsány vor dem Staatsanwalt

Ex-Premier nun offizell Angeklagter

Die Generalstaatsanwaltschaft hat am Montag offiziell Anklage gegen Ferenc Gyurcsány wegen Amtsmissbrauchs im „Sukoró-Fall“ erhoben. Dem ehemaligen sozialistischen Ministerpräsidenten (MSZP) wird die illegale Einflussnahme auf einen Landtauschdeal zugunsten einer Investorengruppe im Zuge des umstrittenen Casinoprojektes am Velencer See vorgeworfen. Gyurcsány behauptet seine Unschuld, greift die Anwaltschaft an und spricht von einem "Schauprozess", seine Fans demonstrieren.

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Integrationsshow

Ein "Expertenrat" soll die ungarische Romapolitik legitimieren

Im Parlament konstituierte sich am Montag der "Roma Koordinationsrat", der sich als Expertengremium für die Implementierung und Begleitung neuer Gesetzesvorhaben die Situation der ungarischen Roma betreffend, versteht. Kritiker sehen in dem Rat ein PR-Konstrukt der Regierung, das den neuen, zum Teil sehr streitbaren Maßnahmen zur "Integration" der Roma gesellschaftliche und internationale Legitimation verschaffen soll.

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Die Lüge vom Volkstribun

Unsoziale Umverteilung und Klientelpolitik in Ungarn - Kreditablösegesetz beschlossen / Analyse & Kommentar - UDPATE

Orbáns "Attacke auf die Banken" brachte ihm auch bei etlichen "Systemkritikern" im Westen viel Jubel. "Endlich einer, der sich ums Volk kümmert", freute sich der wohlgenährte, tabloidbelesene Hausmeister. Doch die Zahlen und Fakten zeigen: Irrtum. Das "untere Drittel", das in Ungarn eher die untere Hälfte genannt werden müsste, trägt die Lasten der Krise, in Ungarn noch mehr als anderswo. Die Politik der Orbán-Regierung könnte unsozialer kaum sein, auch wenn sie das Gegenteil behauptet. Es geht nur um Macht, möglichst absolute Macht.

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Aufstand der Frustrierten

Ungarn steuert in einen "Heißen Herbst"

Die Geduld der Gewerkschaften mit der Regierung steht offenbar vor dem Ende. Während zunächst nur ein gewerkschaftlicher Aktionstag für den 12. September in Budapest geplant war, verkündeten Gewerkschaftsführer und Bürgergruppen am Donnerstag eine "ganze Serie von Streiks, Blockaden und anderen Protesten" ab dem 29. September, die "D-Day" genannt wird. Ungarn kann sich auf einen heißen Herbst einstellen.

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Präsidiales Kaffeekränzchen

"Mehr Steuermoral": Staats- und Ministerpräsident imitieren einen Dialog

Trotz offensichtlicher Fehlentwicklungen, trotz des Rates, auch ihm geneigter Ökonomen, will Regierungschef Orbán an der Flat tax festhalten. Es sei alles eine Frage der Steuermoral, meinten er und sein Präsident Pál Schmitt bei "Konsultationen", am letzten Freitag, auf dessen Amtssitz in der Budaer Burg. Die funktionale Abwesenheit des Präsidenten wurde dabei wieder deutlich.

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Die vorgetäuschte Revolution

Böses Erwachen: Orbáns Traum von Ungarn - von der Realität überholt

Die offiziellen Jubelchöre zum Nationalfeiertag klingen noch hohler als sonst. Ungarn hat eigentlich nichts zu feiern, es ist erschöpft. Immer deutlicher wird, dass dem politischen Haudrauf Orbán die Zügel in der Wirtschaftspolitik entglitten sind, auch durch Selbstüberschätzung und Fehlentscheidungen. Die meisten Ungarn haben heute weniger Geld als vor einem Jahr, der Arbeitsmarkt stagniert und die mittelständische Wirtschaft, die es eigentlich reißen soll, bekommt durch den Staat neue Konkurrenz. Als Dank für diese Lage muss sich das Volk von der Regierung noch beschimpfen lassen. Die Zeit der Umkehr wäre jetzt. - Leitartikel & Kommentar

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Überhitzte Legislative

Neue Gesetze am Fließband vor der Sommerpause

In der Budapester Rekordhitze hat das ungarische Parlament am Montag eine Reihe sogenannter Kardinalsgesetze verabschiedet. Vor allem das neue Arbeitslosen- und Beschäftigungsgesetz sorgt für jede Menge Unmut auf verschiedenen Seiten. Ängste reichen von Entrechtung, über staatliches Lohndumping bis hin zu Zwangsarbeitslagern. Weitere wichtige und kuriose Gesetze sowie eine lustige Fragestunde beschließen die Parlamentssaison in dem mehrfach überhitzten Land.

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Hart am Wind

Aktuelle Berichte
aus der ungarischen Politik

Orbán verteidigt Demonstrationsverbot bei Besuch aus China: “nationales Interesse” - "Ungarn stabilstes politisches System Europas" - 98%: EU-Ratspräsidentschaft "ein voller Erfolg" - Weitere Verstaatlichungen angekündigt - Kritik: "Plan für Arbeit" = "Plan für Entrechtung" - Fidesz-nahe Verfassungsrichter eingesetzt - Tausende öffentlich Bedienstete ohne Begründung gekündigt - Invalidenrentner werden auf Simulanten überprüft - MAL wird aus Staatsaufsicht entlassen

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Hornberger Schießen

MSZP-Parteitag: Ungarische "Sozialisten" vermeiden Entscheidungen

Der Sonderparteitag der MSPZ, am Wochenende in Budapest, hat aus Angst vor einer Spaltung, wiederum wichtige Weichenstellungen vermieden. Der Machtkampf zwischen Ex-Premier Ferenc Gyurcsány und seiner Plattform "Demokratische Allianz" verdrängt inhaltliche und personelle Erneuerungen weiter. Es werden Parolen der Einigkeit abgesetzt und man sonnt sich in minimal gestiegenen Umfragewerten.

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In den Kerker mit ihnen...

Willkürjustiz: die Regierung überschreitet
wieder eine rote Linie

Als Teil des "Krieges gegen Korruption" bezeichnete das Fidesz ihre jetzt dem Parlament gemachten Vorschläge zur "Beschleunigung und Effektivierung" von Strafverfahren. Die Rechte von Verteidigern und Verhafteten werden auf das Niveau von Bananrepubliken abgesenkt, einer politisch motivierten Willkürjustiz werden die Tore weit geöffnet. Wer das Ziel dieser Aktionen ist, wird offen ausgesprochen: der politische Gegner.

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Von Wespen und Bienen

Ungarische “Sozialisten” vor der Spaltung

Die MSZP, hält am Samstag einen mit Spannung erwarteten Parteitag ab. Bei dem Kongress entscheidet sich, ob die Partei eine Spaltung verkraften muss und Ex-Premier Ferenc Gyurcsány mit seiner Plattform eine neue Mitte-Links-Partei gründen wird. Die Granden hinter dem führungsschwachen Parteichef Mesterházy beschwören aus schierer Angst um ihre Posten eine Einheit, die es längst nicht mehr gibt.

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Die andere Mehrheit

Oppositionspartei stellt direkte Demokratie auf den Prüfstand

Die LMP startet eine Volksabstimmung zu Fragen von Arbeitnehmerrechten, Reformen am Arbeitsmarkt und in der Rentenpolitik. Die Aktion ist eine Art Gegenreferendum zu den Vorlagen der Regierung und deren behauptetes Monopol auf "Volkswillen" und "nationale Konsultation". Die Machthaber zeigten gerade wieder was sie vom Verfassungsgericht als demokratischer Korrekturinstanz halten.

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Anlassgesetz

Ungenehmigte "Bürgerwehr" wird in Ungarn strafbar

Das Parlament verpasste dem Strafrecht eine Ergänzung um "Straftaten in Uniform", die das "Erschrecken von Minderheiten" mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestrafen soll. Das in großer Eile durchgebrachte Anlassgesetz wird auch von der linken Opposition mitgetragen, ist aber kaum geeignet Entwicklungen wie in Gyöngyöspata in Zukunft zu verhindern. Vielmehr ist es ein weiteres Beispiel für hilflosen Aktionismus.

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Prozess gegen Gyurcsány

Immunität des Ex-Premiers wird
aufgehoben - MSZP: Politjustiz

Die Generalstaatsanwaltschaft hat beim Parlament die Aufhebung der Immuniät des MSZP-Abgeordneten und Ex-Premiers Gerenc Gyurcsány beantragt. Eine Anklage im Fall des für den Staat nachteiligen Landtausches in Sukoró am Velence Seesteht bevor. Für das, was man Gyurcsány politisch und moralisch vorwirft, handelt es sich jedoch nur um einen kleinen Anlass-Prozess.

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Quaero populo

Wünschen Sie mehr Rente?
Die Regierung befragt wieder das Volk

Diesmal geht es um Maßnahmen in der Sozial- und Rentenpolitik sowie dem Gesundheitswesen. Die Aktion hat gleich mehrere Haken, scheint aber als PR-Gag gut zu funktionieren, vor allem, weil die Regierung die Antworten wahrscheinlich schon längst kennt...

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Eskalation in Gyöngyöspata

Orbán will Strafrecht verschärfen, Fidesz “Evakuierungslüge” aufklären

Während massive Polizeieinheiten den Ort, an dem es am Dienstag zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten kam, am Mittwoch weitgehend absperrten, gab es immmer wieder Provokationen durch angereiste Rechtsextremisten. Premier Orbán forderte am Donnerstag eine Verschärfung des Strafrechts, ging aber auf die strukturellen Ursachen kaum ein. Der Regierungspartei ist indes der Ruf des Landes wichtiger als die Lösung der Probleme...

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Staat kapitulierte vor Neonazis

Roma aus Gyöngyöspata evakuiert - “Wehrsportlager” aufgelöst

Weil die Staatsmacht in Ungarn nicht in der Lage oder Willens ist, die Einwohner vor Übergriffen rechtsextremistischer Paramilitärs zu schützen, muss das Rote Kreuz Frauen und Kinder aus der Gefahrenzone evakuieren. Die Regierung spricht von einem läger geplanten “Osterurlaub”, was angesichts der Entwicklungen frecher Zynismus ist. Der Staat bleibt so untätig wie zuvor, versucht lediglich die "Kontrahenten" zu trennen. Inzwischen organisieren sich auch die Roma.

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Rückkehr vom "Osterausflug"

Am Sonntagnachmittag sind die knapp 300 Romafrauen und -kinder, die am Freitag vom Roten Kreuz mit Bussen aus ihrer Heimatstadt Gyöngyöspata gebracht worden waren, zurückgekehrt. Die Stimmung bleibt aufgeheizt, das Problem weiter ungelöst.

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Fidesz gab Ungarn
eine neue Verfassung

Am Montagnachmittag beschloss die Regierungsfraktion von Fidesz-KDNP eine neue Verfassung für Ungarn. 262 Abgeordnete stimmten für das neue Grundgesetz, 44 dagegen, einer enthielt sich, die Parlamentarier von LMP und MSZP blieben der Abstimmung fern. Parlamentspräsident László Kövér sprach von einem historischen Moment, nach 67 Jahren habe Ungarn nun wieder eine legitimie Verfassung...

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Die Wut wächst

Zwei Großdemonstrationen gegen die neue Verfassung in Ungarn UPDATE

Gegen die neue Verfassung gingen am Freitagnachmittag deutlich über 5.000 Menschen auf die Straße. Das Publikum der Demonstration in der Alkotmány utca / Verfassungsstraße war breit gefächert, Studenten, Familien, Kinder, ältere Eheepaare. Am Samstag kamen nochmals rund 3.000 in die Innenstadt, die Anhänger von Ex-Premier Gyurcsány, der im Kampf gegen die Regierung sein eigenes Süppchen kocht.

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Konstitutionelle
Selbstgespräche

Fortsetzung der Scheindebatte zur neuen ungarischen Verfassung

In einer Art Selbstgespräch der Regierungsfraktion, nur gestört vom sporadischen Bellen Jobbiks, ziehen Fidesz-KDNP ihre plumpe Inszenierung demokratischer Willensfindung durch. 100 Änderungsanträge, zumeist aus den eigenen Reihen, werden "diskutiert", geichzeitig wird die Regierungsmitwirkung auch für den Fall eines Mehrheitsverlustes festgeschrieben. Sozialisten und LMP rufen zu Demonstrationen auf.

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Orbáns Bullterrier

Lázár-Leaks: Fidesz-Fraktionschef äußert sich abfällig über Arme

János Lázár, der auch Bürgermeister der Stadt Hódmezővásárhely ist, sah sich am Sonntag zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen, nach dem ein Mitschnitt an die Öffentlichkeit gelangte, auf dem er sich bei einer Stadtratssitzung 2008 abfällig über arme Menschen geäußert hatte. Dankbarer Stoff für die oppositionellen Sozialisten, doch die Regierungspartei rüstet schon zum Gegenangriff.

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Machtergreifung

Neonazis übernehmen Polizeigewalt
in Ungarn

Es ist "nur" ein Ort, ein kleiner dazu und die Überschrift sollte auch absichtlich erschrecken. Doch in Gyöngyöspata haben tatsächlich Neofaschisten die Macht in Form der Polizeigewalt an sich gerissen und terrorisieren seit mehreren Wochen die dort lebenden Roma, weil diese "die Ungarn terrorisieren". Der Bürgermeister hat sie gerufen, Einwohner spenden Kost und Logis, der Staat lässt gewähren. Ist das die neue Roma-Strategie?

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Wende bei der Wendepartei?

MDF versucht Neustart als "Wohlstandspartei"

Das MDF wurde bei den letzten Wahlen aus dem Parlament befördert und befindet sich seit längerem in einer Identitäts- und Existenzkrise. Nun will das MDF unter dem neuen Namen "Demokratische Gemeinschaft für Wohlstand und Freiheit" ("Jólét és Szabadság Demokrata Közösség") einen Neustart wagen.

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Schulden und Schuldige

Orbán und Facebook: Ankündigungen von der digitalen Kanzel

Knapp 80.000 Fans folgen Orbán auf dessen Facebook-Profil, Angela Merkel nur 73.200, obwohl ihr Land achtmal mehr Einwohner zählt. Der ungarische Premier nutzt das Internet schon lange gezielt für die "Zielgruppenpenetration", um politische Testballons steigen zu lassen und seine Fans bei der Stange zu halten. Die nehmen ihm diese konstruierte Volksnähe glatt ab. Inhaltlich geschieht nicht viel anderes als im richtigen Leben: Staatsbesuche, Fotos mit Kindern, Sozi-Bashing und Ungarn retten...

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Keine Kündigung
ohne Begründung

Verfassungsgericht kippt wieder ein Fidesz-Gesetz

Das ungarische Verfassungsgericht hat ein Gesetz gekippt, das die Entlassung von Angestellten im öffentlichen Dienst ohne die Angabe von Kündigungsgründen ermöglicht. Dies ist das zweite Gesetz der seit Mai letzten Jahres im Amt befindlichen Fidesz-Regierung, das von den Verfassungsrichtern anulliert worden ist. Beim ersten Mal kastrierte man das Verfassungsgericht daraufhin, was jetzt passiert, ist noch offen.

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Die gekrönte Republik

Ungarn auf dem Weg zur neuen Verfassung

Während Sozialisten, LMP und Gewerkschaften deutliche Kritik am Entwurf zur neuen Verfassung äußern, versucht die Regierungspartei ihn als bürgerfreundlich und zukunftsweisend darzustellen. Zwar könnten sich Fidesz-KDNP eine Verfassungsdebatte ersparen und das Grundgesetz des Landes auch ohne Oppositionszustimmung durchprügeln, aber einen solchen Lärm wir beim Mediengesetz will man bei der für Ostern (Auferstehung) zu verabschiedenden Verfassung tunlichst vermeiden...

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Der Obsgarten
der Oberzensorin

Ungarische Mandats- und Amtsträger legen ihre kaum existenten Vermögen offen

Alljährlich trifft die obligatorische Offenlegung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der ungarischen Volksvertreter auf das voyeuristische Interesse breiterer Bevölkerungsschichten, dem wir auch gerne einmal erliegen. Und alljährlich kommt man zu dem Schluss, dass die Abgeordneten entweder tatsächlich sehr bescheiden leben oder sie ihre Vermögenswerte mittlerweile mit einiger Finesse den Blicken der Öffentlichkeit entziehen...

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Schöne Bescherung

Gesetzesflut im Parlament: die politische Woche in Ungarn

Während Premier Orbán von seiner Europareise heimgekehrt ist und sich alles auf die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft fokussiert, wurde im Budapester Parlament noch eine ganz Reihe von Gesetzen durchgepeitscht. An die Diskrepanz zwischen weichspülender Außenpolitik und harter Hand im Inneren kann sich Europa schon einmal gewöhnen, sie ist seit Monaten gelebte Praxis.

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Rentensplitter

Ergänzungen rund um die
"Rentenreform" in Ungarn

Diese Woche wurde das neue Rentengesetzespaket im Parlament verabschiedet. Die Mehrheit von 250 Stimmen bei 58 Gegenstimmen und 43 Enthaltungen war wie immer eindeutig. Nicht so klar eindeutig ist hingegen die Frage nach der Sicherheit des neuen Systems. Daher fühlte sich der Premier bemüßigt, Botschaften der Stabilität ins Volk zu versenden.

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Zahnlose rote Furie

Ungarns "Sozialisten" demonstrieren am Volk vorbei - MIT KOMMENTAR

"Die Linke lebt und ist einsatzbereit". Mit dieser Behauptung trat am Samstag MSZP-Chef Mesterházy vor rund zehntausend Anhänger in Budapest. Es war zwar die größte Oppositionskundgebung seit den Wahlen im April, doch konnte der Aufmarsch konnte weder den desaströsen Zustand der Linken in Ungarn kaschieren, noch die schweigende Mehrheit aus ihrem politischen Wachkoma rütteln.

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Demokratie im Dunkeln

Warum in Esztergom die Lichter ausgegangen sind

Das schöne Esztergom, historischer Bischofssitz an der Donau im Norden von Ungarn, ist in den Wochen vor und nach den Kommunalwahlen zum Inbegriff einer Chaoskommune geworden. Alles begann mit einem abgewählten Bürgermeister, der seinen Sessel nicht räumen wollte und einer Stadtversammlung, die sich selbst blockiert. Nun gingen die Lichter der Stadt gänzlich und wörtlich aus.

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Nachrichten nur noch
aus einer Hand?

Die Staatsagentur MTI soll zukünftig der einzige Lieferant und Produzent von Nachrichten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sein. Somit greift die Regierung nun direkt ins Redaktionsgeschehen ein, denn der neue MTI-Chef ist einer der ihren. Ganz so wie früher...

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Ungarn kündigt Schaffung einer Reservistenarmee an

6.000 bis 8.000 Mann sollen zukünftig zum Schutz der Infrastruktur, für Katastrophenschutz bereitstehen - und: die Heilige Krone bewachen.

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Diktatorisches Gebaren

Verfassungsstreit in Ungarn
Orbán in Brüssel

"Es ist nicht das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen, das sich ändern muss, sondern die alten Regelungen sind zu ändern, mit denen wir es hier zu tun haben." Mit diesen Worten ging Ministerpräsident Orbán von Brüssel aus, wo er sich gerade als Europapolitiker versucht, auf den Verfassungsstreit in Ungarn ein, der entbrannte, nachdem das Verfassungsgericht es gewagt hatte ein Fidesz-Gesetz als nicht konform zurückzuweisen...

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“Kasachische Verhältnisse”

Das Verfassungsgericht in Ungarn wird entmachtet

Das ungarische Verfassungsgericht hat am Dienstag erstmals ein Fidesz-Gesetz als verfassungswidrig gekippt. Das könnte auch das letzte Mal gewesen sein, denn Fidesz hat stehenden Fußes die Entmachtung des höchsten gerichtlichen Kontrollorgans angekündigt. Die Opposition spricht von einem beispiellosen Angriff auf die Demokratie.

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Die Giftschlamm-Katastrophe
in Ungarn
- CHRONOLOGIE
+ + + FORTLAUFEND AKTUALISIERT + + +

Die Flut aus rotem Giftschlamm kostete acht Menschen das Leben, verletzte Dutzende schwer, vernichtete Tier- und Pflanzwelt und löste eine der größten Umweltkatastrophen Ungarns aus. Die Verursacher vertuschen, die Politik agiert hektisch, das Volk ist geschockt. Im In- und Ausland wird Hilfe organisiert, die Bewohner stehen vor dem Nichts. Ereignisse und aktuelle Infos in chronologischem Überblick unserer Berichterstattung.

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Die rechte
und die linke Hand...

Welche Kräfte sägen am Stuhl des Wirtschaftsministers?

Ministerpräsident Orbán sah sich genötigt, öffentlich seine Treue zu Wirtschaftsminister Matolcsy zu bekunden. Ausgerechnet im Haus- und Hofblatt der Regierungspartei wurde kolportiert, dass Matolcsy kurz vor der Ablösung steht, u.a. weil er sich mit Kabinettsmitgliedern überwarf und auch fachlich keine besondere Hilfe ist. Über Verschwörungstheorien und höhere Machtarithmetik...

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Böswilliges Spiel

Ex-Premier Gyurcsány verweigert sich Untersuchungsausschuss

Ferenc Gyurcsány, hat es abgelehnt vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sich mit der Rechtmäßigkeit von Polizeieinsätzen im Jahre 2006 befasst, auszusagen. In einem Brief bezeichnete der Ministerpräsident von 2004 bis 2009 die Arbeit dieses Gremiums als "ein böswilliges politisches Spiel".

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Zentral gelenkte
Pressefreiheit

Öffentlich-rechtliche Medien unter direkter Regierungsaufsicht

Das Parlament hat ein Gesetz zur Neugründung einer Stiftung des öffentlichen Rechts beschlossen, die zukünftig die finanzielle und administrative Aufsicht über die öffentlich-rechtlichen Medien übernehmen wird. Die Zentralisierung ist Teil des umstrittenen Medienpakets, das eine enge Bindung der Medienaufsicht an den Ministerpräsidenten beinhaltet.

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Ohnmächtige Opposition

MSZP, Jobbik und LMP zu 100 Tage Orbán-Regierung

Die Statements der parlamentarischen Opposition auf die ersten 100 Tage der Orbán-Regierung fielen trotz versuchter Sachorientiertheit ohmächtig aus, angesichts der legislativen Allmacht des Fidesz. Rund zwei Drittel der Wähler würden der Partei von Regierungschef Viktor Orbán wieder ihre Stimme geben, kein Wunder bei dem Zustand der Opposition.

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Die heilige Rechte

Ungarn feierte seinen wichtigsten Nationalfeiertag

Am 20. August beging Ungarn seinen wichtigsten Nationalfeiertag, den des Heiligen Stephan. Das schon immer große nationale Pathos bei den öffentlichen Auftritten der staatlichen Würdenträger wurde diesmal in manchen Fällen fast ins Absurde übersteigert. Das Volk nahms wie immer gelassen und feierte an der Donau und auf Volksfesten, was immer es zu feiern gibt.

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Gesinnungsjustiz oder Opferschutz?

Die erstmalige Anwendung des "Holocaust-Leugnungsparagraphen" trifft keinen Neonazi, sondern einen Stalinisten

Da haben sich die ungarischen "Sozialisten" wohl ins fast eigene Fleisch geschnitten: Der noch von der Bajnai-Regierung erlassene Paragraph 269/C, der ursprünglich nur die Leugnung des Holocausts unter Strafe stellte, im Juni aber von Fidesz erweitert wurde, scheint bald sein erstes prominentes Opfer zu fordern, ausgerechnet aus den Reihen der "Kommunisten". Ankläger ist ein Jobbik-Mann.

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Mit Kreuz und Krone

Balance ohne Gegengewicht? Der neue Präsident von Ungarn

Bei seiner Rede zur heutigen Amtseinführung lieferte der neue Präsident von Ungarn, Pál Schmitt, die bei solchen Feierstunden üblichen Floskeln zu Aufgabengebiet und Verantwortung. Zusätzlich beglückte er die rund 200 geladenen Gäste vor seinem Amtssitz mit einer Ansage, in welche Richtung, die auch vom ihm propagierte neue Verfassung gehen soll: Christentum und Heilige Krone sollten darin ihren Platz finden.

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Gesetzesflut
zur Sommerpause

Finanzsondersteuer und neue Medienaufsicht beschlossen

Ende letzter Woche kam, begleitet von einem verbalen Schlagabtausch grundsätzlicher Art, eine regelrechte Gesetzesflut über das ungarische Parlament, - es war die letzte große Sitzung vor einer kurzen Sommerpause. Die von der Fidesz-Mehrheit getragenen Beschlüsse sind Teil des 29-Punkte Sofort-Plans von Premier Viktor Orbán. Einige dienen der kurzfrsitigen Konsolidierung der Staatsfinanzen, andere der dauerhaften Machtsicherungen der Nationalkonservativen, die wenigstens einer langfristigen gesellschaftlichen Entwicklungsstrategie.

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Eigentor

Ungarn lacht über den "großen Vorsitzenden"

Die "Deklaration zur Nationalen Einheit", ein relativ sinnfreies ideologisches Grundsatz-Pamphlet der nationalkonservativen Partei Fidesz, hat kaum praktischen Nutzen. Das Schriftstück soll aber in allen Amtsstuben des Landes hängen, - ein Aufruf der Regierung, der auf Hohn und Spott der ungarischen Bevölkerung trifft, die sich an den Personenkult unseliger Zeiten erinnert fühlt.

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Stempel der Nation

Pál Schmitt: Präsident für Ungarn oder Platzhalter für Orbán?

Wer ist dieser Pál Schmitt, nächster Präsident von Ungarn, der aufgrund der Fidesz-Mehrheit praktisch per Deklaration ernannt wurde. Wird und kann er unabhängig agieren oder nur als Orbáns Stempelkissen funktionieren? Die biographischen Daten und die politische Bilanz sind ernüchternd und schwanken zwischen eloquent, harmlos, diplomatisch und einem karrieresüchtigen, eitlen Wendehals. Ein Szenario sieht ihn gar als Platzhalter für eine kommende Orbánsche Präsidialdemokratie.

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Sondersendung

Wer bekommt die Kontrolle über die öffentlich-rechtlichen Medien?

Auf heftige Kritik der Opposition im ungarischen Parlament ist die Vorlage eines neuen Gesetzes über die öffentlich-rechtlichen Medien durch die Regierungspartei Fidesz gestoßen. Während Abgeordnete des Fidesz davon sprachen, die "funktionsuntüchtigen" staatlichen Sendeanstalten und Regulierungsbehörden "billiger und transparenter" zu machen, fürchten die Oppositionsparteien eine totale Kontrolle durch die Regierung.

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Verbale Aufrüstung

“Ungarn braucht eine stärkere Armee, damit `Garden´ überflüssig werden”

Der ungarische Regierungschef schloss sich der Einschätzung seines Verteidigungsministers an, wonach Ausstattung und Einsatzbereitschaft der ungarischen Armee mehr als unbefriedigend sind. Mit mächtigen Worten beschwor er, dass ein starker Staat ohne eine starke Armee undenkbar ist und warnte die Militärs vor einer Beteiligung bei paramilitärischen Garden.

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Ungerecht und symbolhaft

Gemischte Reaktionen auf Fidesz-Wirtschaftsprogrammm - Banken drohen

Angesichts der teilweise dramatischen Einschnitte, u.a. im öffentlichen Dienst, fielen die Proteste der Betroffenen und ihrer parteipolitischen Interessensvertreter bisher sehr verhalten aus. Am lautesten meldeten sich die Banken - mit einer unverhohlenen Drohung - zu Wort. Auch fachliche Einwände gibt es.

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Jobbiks Sturmabteilung

Rechtsextremisten wollen Privatarmee aufbauen

Die rechtsextremistische Partei Jobbik hält an ihren Plänen zum "Aufbau einer neuen nationalen paramilitärischen Organisation" fest. Als Gründungstag hat man sich den 4. Juni ausgesucht, der gerade vom Parlament zum "Nationalen Gedenktag" anlässlich des 90. Jahrestags des "Friedensdiktats von Trianon" ausgerufen worden ist.

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BERICHT AUS DEM PARLAMENT - IV
Nationalautokratie

Viktor Orbán und der Versuch der nationalen Gleichschaltung in Ungarn - MIT KOMMENTAR

Kurz vor seinem offiziellen Amtsantritt als Ministerpräsident verlangt Viktor Orbán per parlamentarischer Deklaration eine Unterwerfung der Opposition unter sein "Programm der nationalen Einheit". Er proklamiert (s)eine Revolution und interpretiert die Geschichte nach seinem Bilde. Schon vor der Amtseinführung hat Orbán viel erreicht: der Slowakei und dem eigenen Parlament den Krieg erklärt.

 

BERICHT AUS DEM PARLAMENT - II
Wahlreform

Das ungarische Parlament verkleinert sich - erstmals Sitze für Minderheitenvertreter geplant

Bei der Montagssitzung des ungarischen Parlamentes hat Fidesz-KDNP ein Gesetz zur Reform des Wahlgesetzes eingebracht. Der Entwurf sieht eine Reduzierung der Sitze um 41% von derzeit 386 auf 211 vor. - Details gibt es auch zum umstrittenen Staatsbürgerschaftsgesetz.

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Streit um ein streitbares Oberhaupt

Mach es noch einmal, László: Intellektuelle für den Präsidenten

Was eigentlich eine Formalie sein sollte, wurde zum Politikum: die zweite Amtszeit von László Sólyom. Als Konservativer passt der Verfassungsrechtler nur vordergründig gut zum Wahlerfolg des Fidesz, denn sein unabhängiger Kopf könnte für einige Projekte der Nationalkonservativen störend sein, einmal ganz abgesehen von seinen unberechnebaren Tagesausflügen in die Nachbarländer...

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Alte Bekannte

Der künftige Premier von Ungarn präsentierte sein Kabinett

Am Montag präsentierte der künftige Ministerpräsident Ungarns, Viktor Orbán, sein Wunschkabinett der Öffentlichkeit. Zuvor gab es ein Treffen hinter verschlossenen Türen. Auf der Liste der Minister stehen viele alte Bekannte und treue Weggefährten, einige Ministerien werden zu Superressorts zusammengelegt, Finanzminister ist noch offen, Überraschungen blieben aus.

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Freie Fahrt und schales Bier

Maifeiern in Ungarn ohne Elan

Während Gewerkschaften die kommende Regierung an ihr Versprechen von der Schaffung neuer Arbeitsplätze erinnerten, demonstrierten die Sozialisten ihre Verzweiflung über die Wahlniederlage mit einem aberwitzigen Vorschlag. Die machtvollste Mai-Demo gab es - wie immer - Richtung Balaton, obwohl es für die ungarischen Arbeiter einiges zu richten gäbe. Der Regierungschef in spe ließ schön grüßen.

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Wem die Stunde schlägt...

Ungarn vor dem Neustart?
ANALYSE + KOMMENTAR

In Ungarn herrschen seit heute endlich wieder klare Verhältnisse, zumindest was die Mandatsverteilung und die demokratische Legitimation der künftig Regierenden betrifft. Auch die Autorität des Wahlsiegers in den eigenen Reihen ist unangefochten. Nicht so klar ist jedoch, wohin die Reise nun geht: weiter auf dem Weg des spaltenden Populismus oder doch endlich in die Realpolitik?

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In den Startlöchern

Fidesz-Chef Orbán kann das Regieren kaum erwarten

Fidesz-Chef Viktor Orbán, der höchstwahrscheinlich nächste Ministerpräsident Ungarns, hat einige Auskünfte zu den ersten Aktionen der neuen Regierung getätigt, die vage Rückschlüsse auf die tatsächlichen Strategien seiner Amtszeit liefern. Einen ganzen Stapel Gesetze habe er schon fertig in der Schublade, EU-Gelder will er in den Mittelstand "umgruppieren" und Ungarns Schicksal soll nicht mehr nur von EU und IWF abhängen...

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Last-Minute-Skandal

Hat Fidesz illegal Daten über die Gesinnung von Wählern in Ungarn gesammelt?

Wie bei der "Lügenrede" von Ex-Premier Gyurcsány 2006, ist es ein heimlich mitgeschnittenes Band, das in Ungarn für einen Skandal kurz vor der Wahl sorgt. Der Fidesz, so gibt es ein Parteivorstand offen aber nicht öffentlich zu, hat eine Art Gesinnungskartei der Wähler in Pécs angelegt. Das ist in Ungarn illegal. Das Video wurde über eine rechtsextreme Webseite lanciert, Jobbik ringt mit Fidesz hart um rechte Wähler. Doch auch die Sozialisten freuen sich lautstark über diese unerwartete Wahlkampfhilfe.

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Freitod des ehemaligen Regierungssprechers von Ungarn

Am Osterwochenende nahm sich der ehemalige Regierungssprecher, Dávid Daróczi, das Leben. Über tausend Menschen versammelten sich am Samstagabend zu einer Trauerkundgebung am Donauufer.

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Erste Urteile im Zuschlag-Fall

8 1/2 Jahre Haft für illegale Parteienfinanzierung

János Zuschlag, ein früherer Politiker der ungarischen Sozialisten (MSZP) ist nach einer über einjährigen Gerichtsverhandlung und 18 Monaten Untersuchungshaft zu achteinhalb Jahren Gefägnis verurteilt worden. Dies ist die höchste Strafe, die in Ungarn seit der Wende für illegale Parteienfinanzierung, also politische Korruption verhängt worden ist.

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Nazischwuchteln,
Politzombies und Verpeilte

Wahlkampfsplitter III

Während das Wahl