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Im Takt des Schicksals
Modern, aber ohne Gezappel: Haydns Orfeo an der Ungarischen Staatsoper
Vor allem die
Stimmen der Solisten geben Anlass zu den schönsten Hoffnungen für die Zukunft des ungarischen Opernlebens. Doch auch mit der modernen, aber unaufgeregten Inszenierung von Haydns Orfeo kann
sich die Oper in Budapest sehen lassen.
ZUM BEITRAG
Liebeserklärung an die Phantasie
Das wichtigste Filmfestival in Ungarn kürte seine Sieger
Gestern ist die 41. Ungarische Filmwoche zu Ende gegangen. Der Renner war eindeutig Hajdu Szabolcs
„Bibliotheque Pascal“, der die heißbegehrte „Goldene Filmrolle“ für den besten Film einheimsen konnte. Über gewählte und persönliche Highlights der wichtigsten Leistungsschau der ungarischen
Filmszene und -industrie.
ZUM BEITRAG
Sammelleidenschaften russischer Textilfabrikanten
"Von Degas bis Picasso" im Museum der Schönen Künste in Budapest
Bis zum 25. April bietet das Museum der Schönen Künste Budapest den Einblick in Logik und Leidenschaft von
Kunstsammlern und die Möglichkeit die französische Malerei von Mitte des 19. Jh. bis zum Anfang des 20. Jh. zu entdecken. 150 Jahre französische Kunst, ihre Entwicklung und
Strömungen, Ausartungen und bekannten Gesichter, dargestellt in 55 Werken aus dem Moskauer Puschkin-Museum.
ZUM BEITRAG
Die Blutgräfin
Báthory - der Film. Ein blutrünstiges Mittelalterspektakel mit nationalistischen Anwandlungen
Es ist ein Spektakel aus viel Blut, außerehelichem Sex und klischéebeladenen Einblicken ins
mittelalterliche Ungarn. Im neuesten Kinofilm des Slowaken Juraj Jakubisko wird das Schicksal der vom Guiness Buch der Rekorde zur "größten Massenmörderin der Geschichte"
stilisierten Gräfin Báthory bearbeitet, dass die Fetzen fliegen. Historische Sichtweisen versinken im Blut, zwei slawische Mönche als Sendboten der Aufklärung machen den Film zu einer
absurden Leinwandshow.
ZUM BEITRAG
Pathos und Event
Die Kultur(haupt)stadt Pécs 2010 - eine Chance zur Selbstfindung - KOMMENTAR & HINTERGRUND
Marktschreierische Übertreibungen und historische Schizophrenie, übelmeinende Medien und hauseigene
Versäumnisse. Dass Pécs 2010 überhaupt stattfindet, ist schon ein kleines Wunder, in einem Land, dass im Moment mit sich selbst vollkommen überfordert ist. Wir sollten uns
freuen, dass Pécs das Geld und die Möglichkeiten erhält, um aus seinem "Dornröschenschlaf" zu erwachen, auch wenn die Aufwachphase länger dauert als anderswo.
ZUM BEITRAG
Nimm, was du kriegen kannst...
Wenn aus Ernst Spiel wird
Dass "Krysis", ein
bizarr-komisches, künstlerisch großartig gestaltetes Brettspiel, in Ungarn kreiert worden ist, kann kein Zufall sein. Nicht nur, weil das Land die Wirtschafts- und Finanzkrise derart
ausführlich auskosten musste, dass es wohl über die tiefste Expertise hinsichtlich von Krisenphänomenen verfügt, sondern vor allem deshalb, weil die Ungarn praktisch denken, aus
der Not eine Tugend machen und unglaublich verspielt sind.
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Aus dem Pester Lloyd von 1892 Das einundzwanzigste Jahrhundert
Ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 1992 - Von Lajos Hevesi
Der Autor machte vor 100 Jahren seinem Leben ein Ende. Hevesi war ein großer Kunstkritiker, ein
angenehmer Erzähler, ein satirischer Beobachter und schrieb über 40 Jahre für den Pester Lloyd. Seine Überlegungen über das 21. Jahrhundert stammen aus dem 19. Jahrhundert, am 20. Jahrhundert
wäre er wohl verzweifelt, wenn er es nicht selbst vermieden hätte. Was die Zukunft bringt, bleibt "dicht verschleiert", ist sein Resümee. Und das ist besser als mit "leeren
Phantasien" zu operieren.
ZUM BEITRAG
Aus dem Pester Lloyd von 1915 Alkoholdämmerung
Kaum vortellbar: selbst in Berlin gab es einmal Sperrstunden. - Von Max Prels
Freilich musste dazu erst ein Krieg ausbrechen. Der Wiener Autor und Journalist Max Prels, geboren 1878,
damals beim Ullstein Verlag beschäftigt, fabuliert in einer wunderbar humoristischen Milieustudie über den kompletten Verfall des "nie sonderlich stilvollen Berliner
Barbetriebs" durch das kriegsbedingte Ausbleiben der Dschents und Bohemienghs und den Einfall der Ersatz-Bummel-Reserve.
ZUM BEITRAG
Im Pester Lloyd vor 100 Jahren Morbide Weihnachten
Ein Gipfeltreffen großer Geister in der mysteriösen Weihnachtsausgabe des Pester Lloyd 1909
Die Weihnachtsausgabe des Pester Lloyd folgte einem immer gleichen Ritual. Sie erschien am 25. Dezember,
enthielt Jahreszusammenfassungen aus Politik und Wirtschaft, Lokalem und Weihnachtsunterhaltung auf allerhöchstem und allerniedlichstem Niveau. Große Namen und bedeutende
Schriftsteller traten im Lloyd auf, doch für ein halbes Dutzend von ihnen sollte die Weihnacht 1909 die letzte sein...
ZUM BEITRAG
Feuchtfröhliche Weihnachten
Ausgewählte Programmtipps für die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel in Budapest
Die ungarische Hauptstadt bietet über die Weihnachtsfeiertage ein Programm, das sich sehen lassen
kann. Wer dann um Silvester herum noch genug Energie hat, kann sich entweder für einen sündhaft teuren Jahresausklang in edlem Ambiente oder für glitzernde Durchschnittspartys entscheiden.
ZUM BEITRAG
Aus dem Pester Lloyd von 1913 Brief von der Andrassystraße
Von Porzó
Wieder wend ich mich zu dir, o du alte Radialstraße, deren Grundrisse auf der Wiener Weltausstellung mit
geringschätzendem Zweifel empfangen wurden. Was ist denn das für eine Utopie? Das wird ja nie und nimmer zur Wirklichkeit. Niemals! Dieses Dorf da unten – lächerlich!
ZUM BEITRAG
Rückkehr in die “Vorstadt”
Die Zauberflöte im Lustspieltheater Budapest als "Geschichte vom Erwachsenwerden"
Am Weihnachtstag
wird in Budapest eine Neuinszenierung von Mozarts Zauberflöte Premiere haben. Die Produktion der Ungarischen Staatsoper wird im Vígszínház, dem Lustspielhaus am
Ring, gezeigt. Damit kehrt Mozarts Wunderwerk in ein Haus ein, das dem Ort der Uraufführung, dem Freihaustheater nächst der Wieden, näher kommt als die repräsentativen
Rampen königlicher Prägung, auf denen es sonst als Publikumsmagnet herhalten muss.
ZUM BEITRAG
Künstlerstolz und Vorurteil
“Megfizethetetlen” - eine neue Galerie in Budapest, ein Konzept, ein Paradoxon
Unbezahlbar - unschätzbar. Zu diesem Schluss kommen 64 Künstler aller Alters- und Reifeklassen im VII. Bezirk
von Budapest. Dort eröffnete vergangene Woche eine zeitgenössische Kunstausstellung mit Verkauf. In undergroundigem Flair werden verschiedenste Facetten bildender Kunst angeboten. Die
Künstler wollen sich mit dieser Idee unabhängiger vom Geld machen – und versuchen dies ausgerechnet durch die Gewinnung eines neuen Kundenstamms.
ZUM BEITRAG
Impressionen aus dem Spätbarock
Maulbertsch und Winterhalder in der Nationalgalerie Budapest
Die Ungarische
Nationalgalerie in der Budaer Burg zeigt noch bis zum 28. Februar in einer Sonderausstellung Werke von Franz Anton Maulbertsch und Josef Winterhalder. Beide waren
Meister der Fresko-Malerei, ihre Arbeiten sind von Mähren über Niederösterreich bis hinein nach Transdanubien zu finden.
ZUM BEITRAG
Der Katastrophengucker
„A Gézagyerek“ im Rahmen des Budapester Drama Festivals
Das Stück handelt
von einem Autisten, der endlich Arbeit findet, aber an ihrer Sinnlosigkeit verzweifelt. Die schwermütige, aber von komischen Einlagen dominierte Aufführung
entfacht die unterschwellige Dramatik moderner Arbeits- und Lebensverhältnisse ohne aufzurütteln und entlarvt sie durch die unverfälscht naive Linse der autistischen Hauptfigur.
ZUM BEITRAG
Vibrierender Publikumsmagnet Neues Museum für Zeitgenössische Kunst in Zagreb stellte sich in Budapest vor ZUM BEITRAG
Unzerstückelt
Pécs erwarb günstig eine einzigartige Sammlung von Zsolnay-Porzellan ZUM BEITRAG
Budapests Kulturdampfer
Das A38 ist längst kein Sommerschiff mehr - Programme im Dezember ZUM BEITRAG
Alchemist der Schönheit
Parmigianino - Zeichnungen und Drucke im Museum der Schönen Künste Budapest
Alles hat Grazie bei
Parmigianino, Eleganz der Gesten, Maßheit der Mittel, Perfektion des Stils. Das war vielen irgendwann zuviel Feinheit, Parmigianino musste lange als talentiertetes Weichei der
Kunstgeschichte auf seine Wiederentdeckung warten.
ZUM BEITRAG
Ehrenbürger-Ernennung mit Eklat >>> Neo FM und Class Radio starten 19. >>> Jugendpastoraltagung
in Ungarn >>>
Stalins Stinkefinger
Der Abriss des Kulturpalastes von Warschau als Trostpflaster für die verletzte polnische Seele?
Der "Pałac Kultury i
Nauki" ist Stalins Stachel im Fleische der polnischen Hautpstadt. Wie geht man mit diesen Monstren um, wenn die "die Sieger der Geschichte" sie als historische
Monumente nicht wahr haben wollen oder können? Umgestalten? Entsorgen? In Warschau stehen die Zeichen auf Abriss; Polen schenkt Stalin so einen letzten Sieg.
ZUM BEITRAG
Umschlossen von Musik
Friedrich Schiller zum 250. Geburtstag: "Kabale und Liebe" als unpathetisches Oratorium im MüPa
Vor 250 Jahre wurde der bedeutendste deutsche Dramatiker, Friedrich Schiller, geboren. Sein Werk
gehört Europa, nicht nur der Text der Europahymne, auch seine Stücke sind universell und daher überall zu Hause. Eine Kooperation zwischen den beiden benachbarten Häusern, dem
Ungarischen Nationaltheater und dem Palast der Künste in Budapest brachte jetzt eine außergewöhnliche und gelungene Inszenierung der "Kabale", einen würdigen Geburtstagsgruß hervor.
ZUM BEITRAG
Resolutester der Reformatoren
Gedenkjahre und eine Ausstellung zum 500. Geburtstag Calvins
Johannes bzw. Jean Calvin, hier János Kálvin, wurde vor 500 Jahren geboren. Für die vergleichsweise starke
calvinistische Gemeinde in Ungarn, immerhin nach den Katholiken die größte Glaubensgemeinschaft in Ungarn, ein großes Jahr. In fünf Jahren jährt sich zudem der Todestag
dieses resolutesten aller Reformatoren zum 450. Male, Grund genug für die ungarischen Reformierten fünf Jahre durchzufeiern.
ZUM BEITRAG
Buntes Treiben auf Budapests Bühnen
Vom 20. bis 28. November findet das Festival des Zeitgenössischen Theaters statt
Bereits seit 1997 wird dort eine bunte und breite Auswahl in- wie ausländischen Theaterschaffens an
verschiedensten Spielorten geboten. Das Festival gibt sich in diesem Jahr besondere Mühe, ungarische Produktionen auch für Ausländer verständlich zu machen. Und mit
reinen Experimenten will man sich auch nicht abfinden.
ZUM BEITRAG
Städtebauliches Schlachtfeld
"Balkanology" versucht sich an einem komplexen Thema: Architektur und Städtebau auf dem Balkan
Unter dem Titel "Balkanology - Neue Architektur und urbane Phänomene in Südosteuropa" läuft derzeit im
Architekturzentrum Wien eine Ausstellung. Der Titel ist eine ironische Unterstellung, so als wollte oder könnte man den eigenartigen Gewächsen von Architektur und
Stadtverplanung auf dem unheimlichen Subkontinent mit einer eigenen Philosophie zu Leibe rücken.
ZUM BEITRAG
„White Aerobic Party“ in Budapest >>> Musik der Berber im MüPa >>>
Haus der Evolution im Mátra eröffnet >>>
Manès-Sperber-Preis an Esterházy >>>
Israelisches Kulturzentrum für Bp. >>>
Peskó neuer Chefdirigent in Pécs >>>
Victor und Zerberus
Täuschungen und Enttäuschungen: das Vasarely-Museum in Budapest
Im Vasarely Museum in Buda erwartet den Besucher eine nette, kleine Ausstellung mit Werken des
berühmten ungarischen Künstlers Victor Vasarely. Diese kann man allerdings nur besuchen, wenn man sich an der überraschend übellaunigen Empfangsdame, die wie ein Zerberus
das Museum bewacht, vorbeikämpfen kann. Am Ende stellt sich für manche die Frage, ob es auch für Kunst ein Ablaufdatum geben kann...
ZUM BEITRAG
Geniegetümmel
Von Boticelli bis Tizian, ab 28. Oktober im Museum der Schönen Künste Budapest
Italien hat sich
wieder. Kaum sind Turner und seine Italienbilder weitergereist, übernehmen die Italiener ihre rechtmäßige Herrschaft in Budapest wieder. Das Museum der Schönen Künste kann
dabei auf einen reichen Fundus im eigenen Hause zurückgreifen, mehr als 1.000 Stücke im Haus am Heldenplatz stammen von italienischen Meistern, doch die besten Museen der Welt helfen mit...
ZUM BEITRAG
Schuld ohne Sühne
Jelinek-Stück zu Rechnitz-Massaker in Budapest
Die Münchner Kammerspiele bereichern das Budapester Herbstfestival mit einem kontroversiellen Stück, einer neuen
Arbeit von Elfriede Jelinek. Rechnitz (Der Würgeengel) erzählt von einer wahren Geschichte, vor allem aber auch von fehlender Gerechtigkeit. Der Auftritt am 17. Oktober im Thalia
Theater in der Nagymezö Straße ist in deutscher Sprache, mit ungarischen Untertiteln, was auch irgendwie zur Geschichte passt.
ZUM BEITRAG
Doppelt gespalten
Bartóks Blaubart zweimal hintereinander an der Staatsoper Budapest
Am 11. Oktober hat
die Oper "Herzog Blaubarts Burg" von Béla Bartók an der Ungarischen Staatsoper Budapest, dem Ort ihrer Uraufführung 1918, Premiere. In einer Doppelaufführung, die weitere
Perspektiven auf ein kompliziertes psychologisches Geflecht zwischen und in den Hauptfiguren freilegen soll.
ZUM BEITRAG
München auf Ungarisch
Ungarische Künstler in München 1850–1914, ab Oktober in der Ungarischen Nationalgalerie
Die Ungarische
Nationalgalerie veranstaltet vom 1. Oktober 2009 bis zum 10. Januar 2010 die Ausstellung München auf Ungarisch. Sie nähert sich dem Phänomen, dass in der Periode 1850–1914 beinahe alle
ungarischen Kunststudenten nach München reisten, "um das Fehlen der heimischen Bildung durch das Studium an der Akademie der bildenden Künste in München aufzuholen." wie es die
Kuratoren beschreiben.
ZUM BEITRAG
Puszta und Gummistiefel
Unterwegs im Volkskundemuseum Budapest
Mit 193.000
Exponaten gehört die Dauerausstellung des Volkskundemuseums über die Kulturen und Völker der Ungarn zu den größten ihrer Art. Auch eine Reminiszenz an die entfernten Verwandten in Finnland
lässt sich dort besichtigen. Von Puszta-Romantik über finnische Gummistiefel bis zu Autoreifen darf sich der Besucher staunend fragen, was das alles miteinander zu tun hat.
ZUM BEITRAG
Brotlose Kunst als Preis der Freiheit?
Die Jazzszene "20 Jahre danach" - Eine Disskusion in Budapest
Am Rande des MOL
Jazzfestivals und Baltic Sea Festivals in Budapest diskutierte eine illustre Runde deutscher, ungarischer und französischer Jazzkenner zum Thema „Jazz und Identität – 20 Jahre
nach der politischen Wende“. Die meisten Jazzmusiker der neuen EU-Staaten können selbst in Zeiten, in denen Jazz als „trendy“ gilt, von ihrer Musik nicht leben.
ZUM BEITRAG
Frische Brise von der Ostsee
Das Baltic Sea Festival in Budapest 3. September bis 12. Oktober
Cool, grün, vielfältig und
spannend… kann die Ostsee sein und so soll auch das Baltic Sea Festival werden, das vom 3. September bis zum 12. Oktober in Budapest stattfindet. Auf dem mehrwöchigen
Event präsentieren sich die Ostseeländer gemeinsam in Ungarn einer kunst- und kulturinteressierten Öffentlichkeit.
ZUM BEITRAG
Achtung Europa!
Thomas Mann und Ungarn Thomas Mann und der Pester Lloyd
Seine Texte sind heute für Europa wieder relevant, für Ungarn akut. Als Warnung, aber auch als
Denkanleitung. Da Ungarns Intellektuelle schweigen, mitunter wortreich, holen wir den berühmten Gast von damals nochmals vor den Vorhang und begleiten ihn bei seinen
Reisen nach Ungarn von 1913 bis 1937...
ZU DEN BEITRÄGEN
Madonna hat Stadionverbot >>>
Krieg der Studios um Krieg der Sterne
Ungarn und Tschechien kämpfen um die neue "Star Wars"-Serie
Wenn alles gut geht, kommen bald die Jedi-Ritter nach Ungarn. Zuerst war Tschechien im Gespräch, doch eine
Reportage des Walls Street Journals meint nun, das lukrative Rennen um eine hunderte Millionen schwere TV-Serie sei wieder offen und Ungarn definitiv mit dabei. Gefragt ist nicht
so sehr die Schönheit des Landes oder die Eignung zur Marslandschaft, sondern es geht eigentlich nur um Geld und Rabatte.
ZUM BEITRAG
Eine Sprache auf dem Laufsteg
Ungarn sucht das schönste Wort im ganzen Land - Wir hätten da auch einen Vorschlag...
Szépségverseny
(Schönheitswettbew erb) wäre ja schon so ein geeigneter Kandidat, wenn es um das schönste und wohlklingendste ungarische Wort geht. Doch derer gibt es eben noch hunderte
andere. Das Balassi Institut für Ungarische Kultur hat die Bevölkerung nun aufgerufen, über die Webseite www.szoszavazo.hu zu ermitteln, welches "das" ungarische Lieblingswort ist.
ZUM BEITRAG
Ungarischer Akzent in Graz
Ungarische Kunst, 1960 bis 1990, aus der Sammlung der Neuen Galerie Graz und des Janus Pannonius Múzeum Pécs
ist vom 26. Juni bis 6. September in Graz zu sehen.
ZUM BEITRAG
Unverkrampft und staubfrei
Wagner-Tage im Budapester MÜPA
„Kommen Sie zu uns und werden Sie süchtig!“ - fordert Àdám Fischer, der künstlerische Leiter der Budapester
Wagner-Tage, das Publikum auf, auch 2009 dem Rausch Wagnerscher Musik im Budapester Kulturpalast MÜPA zu erliegen. Mit zwei Vorstellungen hat dieser feinnervige Dirigent 2006 eine
Wagner-Tradition in Ungarns Hauptstadt begründet, deren künstlerischen Leistungen sich nunmehr getrost mit den Weihestätten des Meisters messen lassen...
ZUM BEITRAG
Öffentlich-rechtliche Folter?
Sparpaket für Ungarns Gefängnisse
Zumindest eines der 32 ungarischen Gefängnisse wird wohl zeitweise geschlossen werden. Absurde
Sparmaßnahmen beim Justizvollzug stehen im Raum: eine Rationierung von Fleischportionen mag ja im cholesterinreichen Ungarn noch der Gesundheit dienen, aber die Leute auf
eine öffentlich-rechtliche Fernsehdiät zu setzen, grenzt schon an Folter.
ZUM BEITRAG
Rückfall
Verdis „Sizilianische Vesper“ an der Ungarischen Staatsoper Budapest
Am 31. Mai vor 200 Jahren starb Joseph Haydn. Die Ungarische Staatsoper brachte an dessen
Todestag Verdis „Sizilianische Vesper“ zur Premiere. Auch gut. Bejubelt wurden die gesanglichen Leistungen – Regie und Bühnenbild, ein Import aus deutschen Landen, hätte man sich
sparen können.
ZUM BEITRAG
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Ein ins Herz gestochenes Land?
Schneller als die Polizei: ein Film klärt und erklärt den Mordfall des Handballers Cozma auf seine Weise
Wut und Vorurteil:
Wer schuld ist an der Messerstecherei in Veszprém im Februar, wird im Film „Szíven szúrt ország – Ins Herz gestochenes Land“ schnell klar gemacht. Wieder kursiert Wort von der
"Zigeunerkriminalität" , dass in Ungarn schon Weltanschauung geworden zu sein scheint.
ZUM BEITRAG
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Wanderzirkus Mischmasch
"Extremly Hungary" präsentiert Kunst und Kultur in New York und Washington als Klischée-Haschée bis hin zum rituellen Selbstmord
In heutigen Zeiten ist auch Kultur schon extrem, extremer Luxus. Für
die "Extremly Hungary"-Saison, die in ihr fünftes Jahr geht, bringt man einen bunten Blumenstrauss nach New York, bei dem zwar die Stereotype benutzt, vielleicht, wenn es gut geht,
aber nicht abgenutzt werden.
ZUM BEITRAG
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Budapester Improvisationen
Im Interview mit der ungarischen Jazz-Sängerin Veronika Harcsa
Der junge Star der Szene spricht über Melancholie und umgestürzte Strukturen, die Rolle der Klassik für
den Jazz und die Gefahr, in Stimmungen zu verharren. Dass sich in Budapest in den letzten zwei Jahren die Jazz-Szene rasant entwickelt hat, freut die Sängerin, die längst schon
auf der ganzen Welt zu Hause ist.
ZUM BEITRAG
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Versager oder Ehrenmann?
150 Jahre Schlacht bei Solferino - Wie ein k+k-Feldherr um seine Reputation kämpfte
Vor 150 Jahren, genau am 29. April 1859, überschritt Franz Graf Gyulai den Ticino – Grenzfluss zwischen der
österreichischen Lombardei und dem Piemont eröffnete damit den zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieg, der zur Katastrophe von Solferino am 24. Juni 1859 führte und den Verlust
der Lombardei für das Haus Habsburg zur Folge hatte.
ZUM BEITRAG
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Szentendre goes Huntingdon
Aktive Städtepartnerschaft: der Szentendrer Chor „Musika Beata” besuchte die Doppelstadt
Huntingdon/Godmanchester in England. Neben einem herzlichen Empfang und der Musik gab es Ausflüge in die Historie und private Begegnungen.
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Von Csikós, Gulyás und Zackelschafen
Unterwegs in der Hortobágy
Die Hortobágy beheimatet die meisten Ungarn-Klischées pro Quadratmeter. Nur an wenigen Orten findet sich
heute noch eine solch ursprüngliche Grassteppe. Neben den üblichen Touristenattraktionen entwickelt sich aber auch eine Öko-Agrarwirtschaft, die mit alten Tugenden und neuen wie
hergebrachten Methoden den Weg in die Zukunft sucht. / mit Programmtipps
ZUM BEITRAG
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Eine Revolution aus Versehen
Zum 90. Jahrestag der Ungarischen Räterepublik
In der Geschichtsschreibung wurde die Räterepublik entweder als „Erweckung
der ungarischen Gesellschaft“ oder als „schrecklicher Albtraum“ dargestellt. Sie war aber letztlich nur eine kurze Episode in der ungarischen Geschichtem die mehr vom Versagen
der Bürgerlichen lebte als von eigener Inspiration. Man sollte daher nicht mehr aus ihr machen, als sie war.
ZUM BEITRAG
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Lage besser als der Augenschein
Kriminalität in Ungarn im europäischen Vergleich
Zwar klagt die ungarische Bevölkerung über eine verschlechterte Sicherheitslage sowie eine Zunahme an
Straftaten, doch zeichnen EU-Statistiken ein anderes Bild. Demnach scheint Ungarn eines der sichersten Länder Europas zu sein. Nur bei der Korruption liegt man
an der Spitze und die Aufklärungsrate der ungarischen Polizei ist miserabel.
ZUM BEITRAG
Figaros Tücken
Mozarts „Figaros Hochzeit” im MÜPA
Der Palast der
Künste (MÜPA) Budapest setzt die Reihe ehrgeiziger Eigeninszenierungen von Opern in seinem Nationalen Konzertsaal fort. Trotz akustischer Tücken wurde der Abend zu einem wunderbaren
konzertant-szenischen Ereignis
ZUM BEITRAG
Pandemisches Paradoxon
Balkanfieber: Vom 30. März bis 9. Mai wird das "erste, größte und stilistisch vielfältigste Balkanmusikfestival Europas" in Wien über die Bühnen gehen.
Das Balkanfestiv al in Wien pflegt das Fieber nun in seinem sechsten Jahr. Die Kenntnis und der Geschmack
der Veranstalter verhinderten bisher, dass die ganze Sache in ein kitschiges Folklorestadl abgerutscht ist und eine Empfehlung der ganz eigenen, eben Wiener Art ist und bleibt.
ZUM BEITRAG
Meinungsfreiheit oder Diffamierung?
Weil ein Redakteur der ungarischen Zeitung “Magyar Hírlap” Roma als “Tiere” bezeichnete, versucht der Ministerpräsident des Landes die Zeitung zu vernichten.
In einem
Kommentar der Montagsausgabe der Tageszeitung "Magyar Hírlap" ließ sich Redakteur Zsolt Bayer über die "Zigeuner" aus. Anlaß war die
Messerstecherei in dem Veszprémer Nachtklub vom Sonntag, bei dem ein prominenter Handballspieler getötet, zwei weitere schwer verletzt wurden.
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Wie ticken Frau und Herr Szabó?
Eine Umfrage versuchte zu ermitteln, was die Ungarn denken, tun und fühlen
56 Prozent
der Befragten glauben an die Existenz eines Gottes, 42 Prozent an ein Jenseits. - Entgegen anderslautender Erkenntnisse hält die Mehrheit der Ungarn ihren Gesundheitszustand für gar nicht so
schlecht. - 19 Prozent praktizieren körperliche Liebe einmal in der Woche, fast jeder Dritte mehrmals - Nur durchschnittlich ein Viertel der Ungarn kann sich einer Fremdsprache bedienen...
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Grüß Gott, da bin ich wieder!
Karl Marx "Zum hundertsten Geburtstag" Von Dr. Alexander Petrovics, Pester Lloyd ,1918
Man mag es heute
kaum noch glauben: aber die Sozialdemokratie hatte einmal tatsächlich etwas mit dem Marxismus zu tun. Warum man nicht nur angesichts der Krise an "Marxens
epochalem Lebenswerke nicht ohne Hochachtung vorbeigehen" sollte, über den "Fetischcharakter der Ware“ und die "Verkennung der dem Geldsystem
anheftenden Gebrechen" schrieb Dr. Petrovics vor 90 Jahren, zum 100. Geburtstags eines "der größten Genies der Neuzeit" und "selbtlosesten
Märtyrers der leidenden Menschheit."
ZUM BEITRAG
Straßenbau vor Völkerrecht
Vor einhundert Jahren wurde Bosnien-Herzegowina von Österreich-Ungarn annektiert. Des Kaisers Sohn und die
Industriellenvereinigung feiern dies heute als Infrastrukturprojekt.
ZUM BEITRAG
Buchtipps zu aktuellen Themen im Pester Lloyd Zu den Tipps >>>
Akte zu – Agent geschützt
Die Untersuchungen zu den ungarischen Stasiakten sind einstweilen abgeschlossen – ein Ergebnis ist nicht erkennbar
Der jüngste Versuch, die Tätigkeit der Staatssicherheitsorg ane des Vorwendestaates
aufzudecken, ist abgeschlossen. Eine aus bekannten Historikern und Archivaren zusammengesetzte Kommission hatte vor einem Jahr den Auftrag erhalten, das Geschichtsarchiv
der Staatssicherheit sowie die sich noch bei den Nachfolgeorganisationen der Stasi befindlichen Akten zu sichten und Empfehlungen zu formulieren.
ZUM BEITRAG
Experten zurückholen!
Im Gespräch mit Prof. József Pálinkás, dem neuen Vorsitzenden der Akademie der Wissenschaften Ungarns
Wenig ruhmreich präsentiert sich die derzeitige Lage von Wissenschaft und
Forschung in Ungarn. Gegenwärtig wird lediglich ein Prozent des BIP für diese Zwecke aufgewendet. Das sind rund eine Milliarde Euro pro Jahr aus dem Staatshaushalt, bzw. vom
Privatsektor. Kein Wunder also, wenn die wissenschaftliche Elite das Land scharenweise verlässt
ZUM BEITRAG
Ármin Vámbéry: Vom Orient in die Vergessenheit
Blanke Ahnungslosigkeit ist es wohl, mit der man am Belgrád rakpart an der
Elisabeth-Brücke auf einer Gedenktafel den Namen Ármin Vámbéry (1832-1913) liest. Der Mann, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 95. Mal jährt, war einer der fähigsten Orientalisten des
ausgehenden 19. Jahrhunderts. Heute ist er vollkommen vergessen.
ZUM BEITRAG
100 Jahre NYUGAT - 100 Jahre "Westen" im "Osten"
Das intellektuelle Ungarn hat sich seit Hunderten von Jahren immer nach
Westen orientiert, aber vor 100 Jahren haben Schriftsteller, Dichter und Journalisten diesem Blick nach Westen – ins „Abendland“ – in Form einer Zeitschrift einen Rahmen gegeben,
der weit über diese Publikation hinaus wirkte.
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Glosse:
Burgerbewegung 20 Jahre McDonalds in Ungarn
Die Mauer war vor 20 Jahren noch nicht gefallen, doch Mc Donalds war schon da. Bereitwillig gab sich die
schon alternde gulaschkommunistische Hure ihrem barzahlenden westlichen (Be)Freier hin. In der Régiposta utca, unweit der Váci utca öffnete 1988 die erste Mc Donalds-Filiale in Budapest.
ZUM BEITRAG
Im Pester Lloyd vor 70 Jahren: Ein Judengesetz in Ungarn Von Georg von Ottlik
Das Bildungsbürge rtum jüdischer Abstammung stellte
mitunter die glühendsten Patrioten Ungarns - Diese hatten aber zwei "Geburtsfehler", die ihnen letztlich die Existenz kosteten: sie sprachen Deutsch und blieben Humanisten.
ZUM BEITRAG
ZUM 100. TODESTAG UND 180. GEBURTSTAG VON MAX FALK
Für König, Volk und/oder Vaterland?
Max Falk, dem langjährigen Chefredakteur des Pester Lloyd, gelang ein imposanter publizistischer Spagat:
Er wurde als Ungar, Deutscher und Jude angefeindet und brachte alles schreibend unter einen Hut. - Falks Beispiel sollte sich das heutige Ungarn mit dicker Druckerschwärze hinter die
Ohren schreiben.
ZUM BEITRAG
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