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 feuilleton & KULTUR

Im Takt des Schicksals

Modern, aber ohne Gezappel: Haydns Orfeo an der Ungarischen Staatsoper

Vor allem die Stimmen der Solisten geben Anlass zu den schönsten Hoffnungen für die Zukunft des ungarischen Opernlebens. Doch auch mit der modernen, aber unaufgeregten Inszenierung von Haydns Orfeo kann sich die Oper in Budapest sehen lassen.

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Liebeserklärung an die Phantasie

Das wichtigste Filmfestival in Ungarn kürte seine Sieger

Gestern ist die 41. Ungarische Filmwoche zu Ende gegangen. Der Renner war eindeutig Hajdu Szabolcs „Bibliotheque Pascal“, der die heißbegehrte „Goldene Filmrolle“ für den besten Film einheimsen konnte. Über gewählte und persönliche Highlights der wichtigsten Leistungsschau der ungarischen Filmszene und -industrie.

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Sammelleidenschaften
russischer Textilfabrikanten

"Von Degas bis Picasso" im Museum der Schönen Künste in Budapest

Bis zum 25. April bietet das Museum der Schönen Künste Budapest den Einblick in Logik und Leidenschaft von Kunstsammlern und die Möglichkeit die französische Malerei von Mitte des 19. Jh. bis zum Anfang des 20. Jh. zu entdecken. 150 Jahre französische Kunst, ihre Entwicklung und Strömungen, Ausartungen und bekannten Gesichter, dargestellt in 55 Werken aus dem Moskauer Puschkin-Museum.

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Die Blutgräfin

Báthory - der Film. Ein blutrünstiges Mittelalterspektakel mit nationalistischen Anwandlungen

Es ist ein Spektakel aus viel Blut, außerehelichem Sex und klischéebeladenen Einblicken ins mittelalterliche Ungarn. Im neuesten Kinofilm des Slowaken Juraj Jakubisko wird das Schicksal der vom Guiness Buch der Rekorde zur "größten Massenmörderin der Geschichte" stilisierten Gräfin Báthory bearbeitet, dass die Fetzen fliegen. Historische Sichtweisen versinken im Blut, zwei slawische Mönche als Sendboten der Aufklärung machen den Film zu einer absurden Leinwandshow.

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Pathos und Event

Die Kultur(haupt)stadt Pécs 2010 - eine Chance zur Selbstfindung
- KOMMENTAR & HINTERGRUND

Marktschreierische Übertreibungen und historische Schizophrenie, übelmeinende Medien und hauseigene Versäumnisse. Dass Pécs 2010 überhaupt stattfindet, ist schon ein kleines Wunder, in einem Land, dass im Moment mit sich selbst vollkommen überfordert ist. Wir sollten uns freuen, dass Pécs das Geld und die Möglichkeiten erhält, um aus seinem "Dornröschenschlaf" zu erwachen, auch wenn die Aufwachphase länger dauert als anderswo.

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Nimm, was du kriegen kannst...

Wenn aus Ernst Spiel wird

Dass "Krysis", ein bizarr-komisches, künstlerisch großartig gestaltetes Brettspiel, in Ungarn kreiert worden ist, kann kein Zufall sein. Nicht nur, weil das Land die Wirtschafts- und Finanzkrise derart ausführlich auskosten musste, dass es wohl über die tiefste Expertise hinsichtlich von Krisenphänomenen verfügt, sondern vor allem deshalb, weil die Ungarn praktisch denken, aus der Not eine Tugend machen und unglaublich verspielt sind.

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Aus dem Pester Lloyd von 1892
Das einundzwanzigste Jahrhundert

Ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 1992 - Von Lajos Hevesi

Der Autor machte vor 100 Jahren seinem Leben ein Ende. Hevesi war ein großer Kunstkritiker, ein angenehmer Erzähler, ein satirischer Beobachter und schrieb über 40 Jahre für den Pester Lloyd. Seine Überlegungen über das 21. Jahrhundert stammen aus dem 19. Jahrhundert, am 20. Jahrhundert wäre er wohl verzweifelt, wenn er es nicht selbst vermieden hätte. Was die Zukunft bringt, bleibt "dicht verschleiert", ist sein Resümee. Und das ist besser als mit "leeren Phantasien" zu operieren.

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Aus dem Pester Lloyd von 1915
Alkoholdämmerung

Kaum vortellbar: selbst in Berlin gab es einmal Sperrstunden. - Von Max Prels

Freilich musste dazu erst ein Krieg ausbrechen. Der Wiener Autor und Journalist Max Prels, geboren 1878, damals beim Ullstein Verlag beschäftigt, fabuliert in einer wunderbar humoristischen Milieustudie über den kompletten Verfall des "nie sonderlich stilvollen Berliner Barbetriebs" durch das kriegsbedingte Ausbleiben der Dschents und Bohemienghs und den Einfall der Ersatz-Bummel-Reserve.

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Im Pester Lloyd vor 100 Jahren
Morbide Weihnachten

Ein Gipfeltreffen großer Geister in der mysteriösen Weihnachtsausgabe des Pester Lloyd 1909

Die Weihnachtsausgabe des Pester Lloyd folgte einem immer gleichen Ritual. Sie erschien am 25. Dezember, enthielt Jahreszusammenfassungen aus Politik und Wirtschaft, Lokalem und Weihnachtsunterhaltung auf allerhöchstem und allerniedlichstem Niveau. Große Namen und bedeutende Schriftsteller traten im Lloyd auf, doch für ein halbes Dutzend von ihnen sollte die Weihnacht 1909 die letzte sein...

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Feuchtfröhliche Weihnachten

Ausgewählte Programmtipps für die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel in Budapest

Die ungarische Hauptstadt bietet über die Weihnachtsfeiertage ein Programm, das sich sehen lassen kann. Wer dann um Silvester herum noch genug Energie hat, kann sich entweder für einen sündhaft teuren Jahresausklang in edlem Ambiente oder für glitzernde Durchschnittspartys entscheiden.

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Aus dem Pester Lloyd von 1913
Brief von der Andrassystraße

Von Porzó

Wieder wend ich mich zu dir, o du alte Radialstraße, deren Grundrisse auf der Wiener Weltausstellung mit geringschätzendem Zweifel empfangen wurden. Was ist denn das für eine Utopie? Das wird ja nie und nimmer zur Wirklichkeit. Niemals! Dieses Dorf da unten – lächerlich!

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Rückkehr in die “Vorstadt”

Die Zauberflöte im Lustspieltheater Budapest als "Geschichte vom Erwachsenwerden"

Am Weihnachtstag wird in Budapest eine Neuinszenierung von Mozarts Zauberflöte Premiere haben. Die Produktion der Ungarischen Staatsoper wird im Vígszínház, dem Lustspielhaus am Ring, gezeigt. Damit kehrt Mozarts Wunderwerk in ein Haus ein, das dem Ort der Uraufführung, dem Freihaustheater nächst der Wieden, näher kommt als die repräsentativen Rampen königlicher Prägung, auf denen es sonst als Publikumsmagnet herhalten muss.

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Künstlerstolz und Vorurteil

“Megfizethetetlen” - eine neue Galerie in Budapest, ein Konzept, ein Paradoxon

Unbezahlbar - unschätzbar. Zu diesem Schluss kommen 64 Künstler aller Alters- und Reifeklassen im VII. Bezirk von Budapest. Dort eröffnete vergangene Woche eine zeitgenössische Kunstausstellung mit Verkauf. In undergroundigem Flair werden verschiedenste Facetten bildender Kunst angeboten. Die Künstler wollen sich mit dieser Idee unabhängiger vom Geld machen – und versuchen dies ausgerechnet durch die Gewinnung eines neuen Kundenstamms.

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Impressionen aus dem Spätbarock

Maulbertsch und Winterhalder in der Nationalgalerie Budapest

Die Ungarische Nationalgalerie in der Budaer Burg zeigt noch bis zum 28. Februar in einer Sonderausstellung Werke von Franz Anton Maulbertsch und Josef Winterhalder. Beide waren Meister der Fresko-Malerei, ihre Arbeiten sind von Mähren über Niederösterreich bis hinein nach Transdanubien zu finden.

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Der Katastrophengucker

„A Gézagyerek“ im Rahmen des Budapester Drama Festivals

Das Stück handelt von einem Autisten, der endlich Arbeit findet, aber an ihrer Sinnlosigkeit verzweifelt. Die schwermütige, aber von komischen Einlagen dominierte Aufführung entfacht die unterschwellige Dramatik moderner Arbeits- und Lebensverhältnisse ohne aufzurütteln und entlarvt sie durch die unverfälscht naive Linse der autistischen Hauptfigur.

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Vibrierender Publikumsmagnet
Neues Museum für Zeitgenössische Kunst in Zagreb stellte sich in Budapest vor
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Unzerstückelt
Pécs erwarb günstig eine einzigartige Sammlung von Zsolnay-Porzellan
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Budapests Kulturdampfer
Das A38 ist längst kein Sommerschiff mehr - Programme im Dezember
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Alchemist
der Schönheit

Parmigianino - Zeichnungen und Drucke im Museum der Schönen Künste Budapest

Alles hat Grazie bei Parmigianino, Eleganz der Gesten, Maßheit der Mittel, Perfektion des Stils. Das war vielen irgendwann zuviel Feinheit, Parmigianino musste lange als talentiertetes Weichei der Kunstgeschichte auf seine Wiederentdeckung warten.

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Ehrenbürger-Ernennung mit Eklat >>>
Neo FM und Class Radio starten 19.
>>>
Jugendpastoraltagung in Ungarn >>>

 

Stalins Stinkefinger

Der Abriss des Kulturpalastes von Warschau als Trostpflaster für die verletzte polnische Seele?

Der "Pałac Kultury i Nauki" ist Stalins Stachel im Fleische der polnischen Hautpstadt. Wie geht man mit diesen Monstren um, wenn die "die Sieger der Geschichte" sie als historische Monumente nicht wahr haben wollen oder können? Umgestalten? Entsorgen? In Warschau stehen die Zeichen auf Abriss; Polen schenkt Stalin so einen letzten Sieg.

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Umschlossen von Musik

Friedrich Schiller zum 250. Geburtstag: "Kabale und Liebe" als unpathetisches Oratorium im MüPa

Vor 250 Jahre wurde der bedeutendste deutsche Dramatiker, Friedrich Schiller, geboren. Sein Werk gehört Europa, nicht nur der Text der Europahymne, auch seine Stücke sind universell und daher überall zu Hause. Eine Kooperation zwischen den beiden benachbarten Häusern, dem Ungarischen Nationaltheater und dem Palast der Künste in Budapest brachte jetzt eine außergewöhnliche und gelungene Inszenierung der "Kabale", einen würdigen Geburtstagsgruß hervor.

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Resolutester der Reformatoren

Gedenkjahre und eine Ausstellung zum 500. Geburtstag Calvins

Johannes bzw. Jean Calvin, hier János Kálvin, wurde vor 500 Jahren geboren. Für die vergleichsweise starke calvinistische Gemeinde in Ungarn, immerhin nach den Katholiken die größte Glaubensgemeinschaft in Ungarn, ein großes Jahr. In fünf Jahren jährt sich zudem der Todestag dieses resolutesten aller Reformatoren zum 450. Male, Grund genug für die ungarischen Reformierten fünf Jahre durchzufeiern.

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Buntes Treiben
auf Budapests Bühnen

Vom 20. bis 28. November findet das Festival des Zeitgenössischen Theaters statt

Bereits seit 1997 wird dort eine bunte und breite Auswahl in- wie ausländischen Theaterschaffens an verschiedensten Spielorten geboten. Das Festival gibt sich in diesem Jahr besondere Mühe, ungarische Produktionen auch für Ausländer verständlich zu machen. Und mit reinen Experimenten will man sich auch nicht abfinden.

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Städtebauliches
Schlachtfeld

"Balkanology" versucht sich an einem komplexen Thema: Architektur und Städtebau auf dem Balkan

Unter dem Titel "Balkanology - Neue Architektur und urbane Phänomene in Südosteuropa" läuft derzeit im Architekturzentrum Wien eine Ausstellung. Der Titel ist eine ironische Unterstellung, so als wollte oder könnte man den eigenartigen Gewächsen von Architektur und Stadtverplanung auf dem unheimlichen Subkontinent mit einer eigenen Philosophie zu Leibe rücken.

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„White Aerobic Party“ in Budapest >>>
Musik der Berber im MüPa
>>>
Haus der Evolution im Mátra eröffnet
>>>
Manès-Sperber-Preis an Esterházy >>>
Israelisches Kulturzentrum für Bp. 
>>>
Peskó neuer Chefdirigent in Pécs
>>>
 

Victor und Zerberus

Täuschungen und Enttäuschungen: das Vasarely-Museum in Budapest

Im Vasarely Museum in Buda erwartet den Besucher eine nette, kleine Ausstellung mit Werken des berühmten ungarischen Künstlers Victor Vasarely. Diese kann man allerdings nur besuchen, wenn man sich an der überraschend übellaunigen Empfangsdame, die wie ein Zerberus das Museum bewacht, vorbeikämpfen kann. Am Ende stellt sich für manche die Frage, ob es auch für Kunst ein Ablaufdatum geben kann...

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Geniegetümmel

Von Boticelli bis Tizian, ab 28. Oktober im Museum der Schönen Künste Budapest

Italien hat sich wieder. Kaum sind Turner und seine Italienbilder weitergereist, übernehmen die Italiener ihre rechtmäßige Herrschaft in Budapest wieder. Das Museum der Schönen Künste kann dabei auf einen reichen Fundus im eigenen Hause zurückgreifen, mehr als 1.000 Stücke im Haus am Heldenplatz stammen von italienischen Meistern, doch die besten Museen der Welt helfen mit...

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Schuld ohne Sühne

Jelinek-Stück zu Rechnitz-Massaker in Budapest

Die Münchner Kammerspiele bereichern das Budapester Herbstfestival mit einem kontroversiellen Stück, einer neuen Arbeit von Elfriede Jelinek. Rechnitz (Der Würgeengel) erzählt von einer wahren Geschichte, vor allem aber auch von fehlender Gerechtigkeit. Der Auftritt am 17. Oktober im Thalia Theater in der Nagymezö Straße ist in deutscher Sprache, mit ungarischen Untertiteln, was auch irgendwie zur Geschichte passt.

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Doppelt gespalten

Bartóks Blaubart zweimal hintereinander an der Staatsoper Budapest

Am 11. Oktober hat die Oper "Herzog Blaubarts Burg" von Béla Bartók an der Ungarischen Staatsoper Budapest, dem Ort ihrer Uraufführung 1918, Premiere. In einer Doppelaufführung, die weitere Perspektiven auf ein kompliziertes psychologisches Geflecht zwischen und in den Hauptfiguren freilegen soll.

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München auf Ungarisch

Ungarische Künstler in München 1850–1914, ab Oktober in der Ungarischen Nationalgalerie

Die Ungarische Nationalgalerie veranstaltet vom 1. Oktober 2009 bis zum 10. Januar 2010 die Ausstellung München auf Ungarisch. Sie nähert sich dem Phänomen, dass in der Periode 1850–1914 beinahe alle ungarischen Kunststudenten nach München reisten, "um das Fehlen der heimischen Bildung durch das Studium an der Akademie der bildenden Künste in München aufzuholen." wie es die Kuratoren beschreiben.

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Puszta und Gummistiefel

Unterwegs im Volkskundemuseum Budapest

Mit 193.000 Exponaten gehört die Dauerausstellung des Volkskundemuseums über die Kulturen und Völker der Ungarn zu den größten ihrer Art. Auch eine Reminiszenz an die entfernten Verwandten in Finnland lässt sich dort besichtigen. Von Puszta-Romantik über finnische Gummistiefel bis zu Autoreifen darf sich der Besucher staunend fragen, was das alles miteinander zu tun hat.

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Brotlose Kunst
als Preis der Freiheit?

Die Jazzszene "20 Jahre danach" - Eine Disskusion in Budapest

Am Rande des MOL Jazzfestivals und Baltic Sea Festivals in Budapest diskutierte eine illustre Runde deutscher, ungarischer und französischer Jazzkenner zum Thema „Jazz und Identität – 20 Jahre nach der politischen Wende“. Die meisten Jazzmusiker der neuen EU-Staaten können selbst in Zeiten, in denen Jazz als „trendy“ gilt, von ihrer Musik nicht leben.

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Frische Brise von der Ostsee

Das Baltic Sea Festival in Budapest
3. September bis 12. Oktober

Cool, grün, vielfältig und spannend… kann die Ostsee sein und so soll auch das Baltic Sea Festival werden, das vom 3. September bis zum 12. Oktober in Budapest stattfindet. Auf dem mehrwöchigen Event präsentieren sich die Ostseeländer gemeinsam in Ungarn einer kunst- und kulturinteressierten Öffentlichkeit.

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Achtung Europa!

Thomas Mann und Ungarn
Thomas Mann und der Pester Lloyd

Seine Texte sind heute für Europa wieder relevant, für Ungarn akut. Als Warnung, aber auch als Denkanleitung. Da Ungarns Intellektuelle schweigen, mitunter wortreich, holen wir den berühmten Gast von damals nochmals vor den Vorhang und begleiten ihn bei seinen Reisen nach Ungarn von 1913 bis 1937...

ZU DEN BEITRÄGEN

 

Madonna hat Stadionverbot >>>

Krieg der Studios
um Krieg der Sterne

Ungarn und Tschechien kämpfen um die neue "Star Wars"-Serie

Wenn alles gut geht, kommen bald die Jedi-Ritter nach Ungarn. Zuerst war Tschechien im Gespräch, doch eine Reportage des Walls Street Journals meint nun, das lukrative Rennen um eine hunderte Millionen schwere TV-Serie sei wieder offen und Ungarn definitiv mit dabei. Gefragt ist nicht so sehr die Schönheit des Landes oder die Eignung zur Marslandschaft, sondern es geht eigentlich nur um Geld und Rabatte.

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Eine Sprache auf dem Laufsteg

Ungarn sucht das schönste Wort im ganzen Land - Wir hätten da auch einen Vorschlag...

Szépségverseny (Schönheitswettbew erb) wäre ja schon so ein geeigneter Kandidat, wenn es um das schönste und wohlklingendste ungarische Wort geht. Doch derer gibt es eben noch hunderte andere. Das Balassi Institut für Ungarische Kultur hat die Bevölkerung nun aufgerufen, über die Webseite www.szoszavazo.hu zu ermitteln, welches "das" ungarische Lieblingswort ist.

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Ungarischer Akzent in Graz

Ungarische Kunst, 1960 bis 1990, aus der Sammlung der Neuen Galerie Graz und des Janus Pannonius Múzeum Pécs ist vom 26. Juni bis 6. September in Graz zu sehen.

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Unverkrampft und staubfrei

Wagner-Tage im Budapester MÜPA

„Kommen Sie zu uns und werden Sie süchtig!“ - fordert Àdám Fischer, der künstlerische Leiter der Budapester Wagner-Tage, das Publikum auf, auch 2009 dem Rausch Wagnerscher Musik im Budapester Kulturpalast MÜPA zu erliegen. Mit zwei Vorstellungen hat dieser feinnervige Dirigent 2006 eine Wagner-Tradition in Ungarns Hauptstadt begründet, deren künstlerischen Leistungen sich nunmehr getrost mit den Weihestätten des Meisters messen lassen...

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Öffentlich-rechtliche Folter?

Sparpaket für Ungarns Gefängnisse

Zumindest eines der 32 ungarischen Gefängnisse wird wohl zeitweise geschlossen werden. Absurde Sparmaßnahmen beim Justizvollzug stehen im Raum: eine Rationierung von Fleischportionen mag ja im cholesterinreichen Ungarn noch der Gesundheit dienen, aber die Leute auf eine öffentlich-rechtliche Fernsehdiät zu setzen, grenzt schon an Folter.

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Rückfall

Verdis „Sizilianische Vesper“ an der Ungarischen Staatsoper Budapest

Am 31. Mai vor 200 Jahren starb Joseph Haydn. Die Ungarische Staatsoper brachte an dessen Todestag Verdis „Sizilianische Vesper“ zur Premiere. Auch gut. Bejubelt wurden die gesanglichen Leistungen – Regie und Bühnenbild, ein Import aus deutschen Landen, hätte man sich sparen können.

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Ein ins Herz gestochenes Land?

Schneller als die Polizei: ein Film klärt und erklärt den Mordfall des Handballers Cozma auf seine Weise

Wut und Vorurteil: Wer schuld ist an der Messerstecherei in Veszprém im Februar, wird im Film „Szíven szúrt ország – Ins Herz gestochenes Land“ schnell klar gemacht. Wieder kursiert Wort von der "Zigeunerkriminalität" , dass in Ungarn schon Weltanschauung geworden zu sein scheint.

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Wanderzirkus Mischmasch

"Extremly Hungary" präsentiert Kunst und Kultur in New York und Washington als Klischée-Haschée bis hin zum rituellen Selbstmord

In heutigen Zeiten ist auch Kultur schon extrem, extremer Luxus. Für die "Extremly Hungary"-Saison, die in ihr fünftes Jahr geht, bringt man einen bunten Blumenstrauss nach New York, bei dem zwar die Stereotype benutzt, vielleicht, wenn es gut geht, aber nicht abgenutzt werden.

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Budapester Improvisationen

Im Interview mit der ungarischen Jazz-Sängerin Veronika Harcsa

Der junge Star der Szene spricht über Melancholie und umgestürzte Strukturen, die Rolle der Klassik für den Jazz und die Gefahr, in Stimmungen zu verharren. Dass sich in Budapest in den letzten zwei Jahren die Jazz-Szene rasant entwickelt hat, freut die Sängerin, die längst schon auf der ganzen Welt zu Hause ist.

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Versager oder Ehrenmann?

150 Jahre Schlacht bei Solferino - Wie ein k+k-Feldherr um seine Reputation kämpfte

Vor 150 Jahren, genau am 29. April 1859, überschritt Franz Graf Gyulai den Ticino – Grenzfluss zwischen der österreichischen Lombardei und dem Piemont eröffnete damit den zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieg, der zur Katastrophe von Solferino am 24. Juni 1859 führte und den Verlust der Lombardei für das Haus Habsburg zur Folge hatte.

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Szentendre goes Huntingdon

Aktive Städtepartnerschaft: der Szentendrer Chor „Musika Beata” besuchte die Doppelstadt Huntingdon/Godmanchester in England. Neben einem herzlichen Empfang und der Musik gab es Ausflüge in die Historie und private Begegnungen.

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Von Csikós, Gulyás und Zackelschafen

Unterwegs in der Hortobágy

Die Hortobágy beheimatet die meisten Ungarn-Klischées pro Quadratmeter. Nur an wenigen Orten findet sich heute noch eine solch ursprüngliche Grassteppe. Neben den üblichen Touristenattraktionen entwickelt sich aber auch eine Öko-Agrarwirtschaft, die mit alten Tugenden und neuen wie hergebrachten Methoden den Weg in die Zukunft sucht. / mit Programmtipps

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Eine Revolution aus Versehen

Zum 90. Jahrestag der Ungarischen Räterepublik

In der Geschichtsschreibung wurde die Räterepublik entweder als „Erweckung der ungarischen Gesellschaft“ oder als „schrecklicher Albtraum“ dargestellt. Sie war aber letztlich nur eine kurze Episode in der ungarischen Geschichtem die mehr vom Versagen der Bürgerlichen lebte als von eigener Inspiration. Man sollte daher nicht mehr aus ihr machen, als sie war.

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Lage besser als der Augenschein

Kriminalität in Ungarn im europäischen Vergleich

Zwar klagt die ungarische Bevölkerung über eine verschlechterte Sicherheitslage sowie eine Zunahme an Straftaten, doch zeichnen EU-Statistiken ein anderes Bild. Demnach scheint Ungarn eines der sichersten Länder Europas zu sein. Nur bei der Korruption liegt man an der Spitze und die Aufklärungsrate der ungarischen Polizei ist miserabel.

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Figaros Tücken

Mozarts „Figaros Hochzeit” im MÜPA

Der Palast der Künste (MÜPA) Budapest setzt die Reihe ehrgeiziger Eigeninszenierungen von Opern in seinem Nationalen Konzertsaal fort. Trotz akustischer Tücken wurde der Abend zu einem wunderbaren konzertant-szenischen Ereignis

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Pandemisches Paradoxon

Balkanfieber: Vom 30. März bis 9. Mai wird das "erste, größte und stilistisch vielfältigste Balkanmusikfestival Europas" in Wien über die Bühnen gehen.

Das Balkanfestiv al in Wien pflegt das Fieber nun in seinem sechsten Jahr. Die Kenntnis und der Geschmack der Veranstalter verhinderten bisher, dass die ganze Sache in ein kitschiges Folklorestadl abgerutscht ist und eine Empfehlung der ganz eigenen, eben Wiener Art ist und bleibt.

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Meinungsfreiheit oder Diffamierung?

Weil ein Redakteur der ungarischen Zeitung “Magyar Hírlap” Roma als “Tiere” bezeichnete, versucht der Ministerpräsident des Landes die Zeitung zu vernichten.

In einem Kommentar der Montagsausgabe der Tageszeitung "Magyar Hírlap"  ließ sich Redakteur Zsolt Bayer über die "Zigeuner" aus. Anlaß war die Messerstecherei in dem Veszprémer Nachtklub vom Sonntag, bei dem ein prominenter Handballspieler getötet, zwei weitere schwer verletzt wurden.

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Wie ticken Frau und Herr Szabó?

Eine Umfrage versuchte zu ermitteln, was die Ungarn denken, tun und fühlen

56 Prozent der Befragten glauben an die Existenz eines Gottes, 42 Prozent an ein Jenseits. - Entgegen anderslautender Erkenntnisse hält die Mehrheit der Ungarn ihren Gesundheitszustand für gar nicht so schlecht. - 19 Prozent praktizieren körperliche Liebe einmal in der Woche, fast jeder Dritte mehrmals - Nur durchschnittlich ein Viertel der Ungarn kann sich einer Fremdsprache bedienen...

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Grüß Gott, da bin ich wieder!

Karl Marx "Zum hundertsten Geburtstag" Von Dr. Alexander Petrovics, Pester Lloyd ,1918

Man mag es heute kaum noch glauben: aber die Sozialdemokratie hatte einmal tatsächlich etwas mit dem Marxismus zu tun. Warum man nicht nur angesichts der Krise an "Marxens epochalem Lebenswerke nicht ohne Hochachtung vorbeigehen" sollte, über den "Fetischcharakter der Ware“ und die "Verkennung der dem Geldsystem anheftenden Gebrechen" schrieb Dr. Petrovics vor 90 Jahren, zum 100. Geburtstags eines "der größten Genies der Neuzeit" und "selbtlosesten Märtyrers der leidenden Menschheit."

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Straßenbau vor Völkerrecht

Vor einhundert Jahren wurde Bosnien-Herzegowina von Österreich-Ungarn annektiert. Des Kaisers Sohn und die Industriellenvereinigung feiern dies heute als Infrastrukturprojekt.

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Buchtipps zu aktuellen Themen
im Pester Lloyd
Zu den Tipps >>>

Akte zu – Agent geschützt

Die Untersuchungen zu den ungarischen Stasiakten sind einstweilen abgeschlossen – ein Ergebnis ist nicht erkennbar

Der jüngste Versuch, die Tätigkeit der Staatssicherheitsorg ane des Vorwendestaates aufzudecken, ist abgeschlossen. Eine aus bekannten Historikern und Archivaren zusammengesetzte Kommission hatte vor einem Jahr den Auftrag erhalten, das Geschichtsarchiv der Staatssicherheit sowie die sich noch bei den Nachfolgeorganisationen der Stasi befindlichen Akten zu sichten und Empfehlungen zu formulieren.

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Experten zurückholen!

Im Gespräch mit Prof. József Pálinkás, dem neuen Vorsitzenden der Akademie der Wissenschaften Ungarns

Wenig ruhmreich präsentiert sich die derzeitige Lage von Wissenschaft und Forschung in Ungarn. Gegenwärtig wird lediglich ein Prozent des BIP für diese Zwecke aufgewendet. Das sind rund eine Milliarde Euro pro Jahr aus dem Staatshaushalt, bzw. vom Privatsektor. Kein Wunder also, wenn die wissenschaftliche Elite das Land scharenweise verlässt

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Ármin Vámbéry:
Vom Orient in die Vergessenheit

Blanke Ahnungslosigkeit ist es wohl, mit der man am Belgrád rakpart an der Elisabeth-Brücke auf einer Gedenktafel den Namen Ármin Vámbéry (1832-1913) liest. Der Mann, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 95. Mal jährt, war einer der fähigsten Orientalisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Heute ist er vollkommen vergessen.

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100 Jahre NYUGAT -
100 Jahre "Westen" im "Osten"

Das intellektuelle Ungarn hat sich seit Hunderten von Jahren immer nach Westen orientiert, aber vor 100 Jahren haben Schriftsteller, Dichter und Journalisten diesem Blick nach Westen – ins „Abendland“ – in Form einer Zeitschrift einen Rahmen gegeben, der weit über diese Publikation hinaus wirkte.

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Glosse: Burgerbewegung
20 Jahre McDonalds in Ungarn

Die Mauer war vor 20 Jahren noch nicht gefallen, doch Mc Donalds war schon da. Bereitwillig gab sich die schon alternde gulaschkommunistische Hure ihrem barzahlenden westlichen (Be)Freier hin. In der Régiposta utca, unweit der Váci utca öffnete 1988 die erste Mc Donalds-Filiale in Budapest.

ZUM BEITRAG

 

Im Pester Lloyd vor 70 Jahren:
Ein Judengesetz in Ungarn
Von Georg von Ottlik

Das Bildungsbürge rtum jüdischer Abstammung stellte mitunter die glühendsten Patrioten Ungarns - Diese hatten aber zwei "Geburtsfehler", die ihnen letztlich die Existenz kosteten: sie sprachen Deutsch und blieben Humanisten.

ZUM BEITRAG

 

ZUM 100. TODESTAG UND
180. GEBURTSTAG VON MAX FALK

Für König, Volk und/oder Vaterland?

Max Falk, dem langjährigen Chefredakteur des Pester Lloyd, gelang ein imposanter publizistischer Spagat: Er wurde als Ungar, Deutscher und Jude angefeindet und brachte alles schreibend unter einen Hut. - Falks Beispiel sollte sich das heutige Ungarn mit dicker Druckerschwärze hinter die Ohren schreiben.

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IMPRESSUM

 

Beethoven-Marathon Sonntag im MüPa >>>
230.000 bei "Boticelli bis Tizian"
>>>
Neue Eötvös-Oper in München
>>>
 

Kunst ist
Manipulation
ist Kunst

Paradoxe Imitationen Alter Meister. Glenn Brown im Ludwig Museum Budapest

Das Ludwig Museum beherbergt vom 6. Februar bis zum 11. April Bilder und Werke des postmodernen und öffentlichkeitsscheuen Künstlern Glenn Brown.

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Fonds für Opfer d. Sprachengesetzes >>>
Ung. Holocaust-Ausstellung in USA 
>>>
Filmfestival startet am 2. Februar
>>>
Lisztsymposium im September in Pécs
>>>
Jackson-Show mit bösem Nachspiel
>>>
 

Einmal Slum, immer Slum?

Gerechtigkeit für den VIII. Bezirk von Budapest: auf Spurensuche jenseits von Sightseeing

Die Józsefváros: Das ist Armut, Kriminalität, Drogen und Prostitution. Das zumindest sind die Assoziationen, die ein durchschnittlicher Ungar mit diesem Bezirk, dem VIII. von Budapest, hat. Fast alles Humbug, sagt Gyuri Baglyas, der mit „Budapest Beyond Sightseeing“ Touristen durch diesen angeblich so gefährlichen Bezirk führt und ihnen ein anderes, anekdotischeres Gesicht der Josephstadt zeigt. Wir begleiteten ihn.

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Startschuss in Pécs

Vielfältige Kulturprogramme und dauerhafte Stadtprojekte in der Kulturhauptstadt Pécs 2010
- MIT PROGRAMMHEFT

Mit der Eröffnungszeremonie am 10. Januar auf dem Széchenyi Platz ist die Kulturhauptstadt Pécs 2010 offiziell eröffnet. Pécs hat eine einmalige Chance sich der nationalen wie internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren. Nicht nebenbei ist das Projekt Kulturhauptstadt auch ein riesiger Schub für die städtische und kulturelle Infrastruktur, der weit über 2010 wirken wird.

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Oper für das Hier und Jetzt

Im Interview mit Lajos Vass, Generalintendant der Ungarischen Staatsoper Budapest

Elf Opern in der Jubiläumssaison, dazu Ballett, Koproduktionen, Kinderbühne. Wie macht man das in Zeiten der Krise? Generalintendant Lajos Vass erklärt im Gespräch mit dem Pester Lloyd seinen Balanceakt zwischen Qualitätsanspruch und Budgetnöten, zwischen sinngreifendem Musiktheater und repräsentativer Traditionspflege und berichtet von Plänen und Projekten.

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Hexenschauen und Hirtenspiel

Mikulás, Szaloncukor, Bejgli und Beethoven: Weihnachts- und Neujahrsbräuche in Ungarn

Ungarn gehört auch hinsichtlich seiner Bräuche und Traditionen zum mitteleuropäischen, christlich geprägten Kulturkreis - inklusive Kommerz und Verkitschung - aber mit gewissen Überresten aus der heidnischen Zeit, die vielleicht im Weihnachtsbrauchtum noch stärker sichtbar werden, als das in anderen europäischen Ländern der Fall ist.

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Lieber in den Park

Versuch über einen "Meditationsweg" in der Budapest Galéria

Die Zeit ist eines der großen Themen in der bildenden Kunst. Große und kleine Künstler haben sich mit ihrer Wirkung, ihrem Vergehen auseinandergesetzt, niemand konnte sich ihr entziehen. Leider auch nicht Péter Soós, Künstler und Kurator in dunklen unauffälligen Kleidern und mit einem relativ ernsten Blick. Der vermeintliche Visionär möchte in der Budapest Galerie einen Meditationsweg initiieren.

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Verfrühter Frühlingsbote

30 Jahre Budapester Frühlingsfestival - die Highlights vom 19. März - 5. April 2010

Zugegeben, das kommende Frühlingsfestival im Angesicht der ersten Schneeflocken und im Lichte weihnachtlicher Beleuchtungen anzukündigen, ist reiner Anachronismus, fast schon Häresie. Doch Namen wie Nigel Kennedy, Erwin Schrott, Paco de Lucia...

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Gedanken in Quarantäne

Ausstellung über das Balázs-Filmstudio in der Kunsthalle Budapest

Mit minimalem Budget und unter ständigem Druck der Zensur erarbeitete sich das Filmstudio hohe Anerkennung. Es erwarb sich eine Ausnahmestellung in der Geschichte des ungarischen Films, der Kunst und der Intellektuellenszene. Dieser besonderen Institution spürt die Ausstellung in der Kunsthalle nach.

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Akademie der Lobbyisten

Die Ungarische Akademie der Wissenschaften in fremden Diensten

"Die Menschheit braucht Atomkraft!" und "Tierversuche dürfen nicht eingeschränkt werden!" - Das verkündet die Akademie der Wissenschaften in offiziellen Publikationen. Die höchsten Repräsentanten der altehrwürdigen Einrichtung lassen sich für ganz offensichtliche Lobbyistenprojekte einspannen. Das ist Amtsmissbrauch und ein in Ungarn unbeachteter Skandal. Dem Ruf der Akademie und damit der Wissenschaft insgesamt wird damit schwer geschadet.

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Österreich-Monat in Békéscsaba
Theater von Bühnenprovokateur Schwab, dazu Schnitzler und Mozart in der ostungarischen Provinz >>>

 

Luxustölpel in wilder Minze

“Understatement” in der Krisenhauptstadt: die "Fine Living Expo" Budapest 4.-6. Dezember

Es treffen sich die Ausstatter einer traurigen, wenn auch noch mächtigen Unterschicht. Leute, die sich zwar teuer kleiden und aufwendig leben, ihre Pferdefüße in noblen Karossen verbergen, sich aber mühsam auf ihre geistigen Bettelstäbe stützen müssen, wenn sie ihre diskreten Habitate einmal verlassen. Auf einer Budapester Luxusmesse trifft man nicht mal die Teufelsbrut selbst, nur ihre lächerlichen Epigonen. Also schießen wir mit Kanonen auf gerupfte Nebelkrähen, Hauptsache man trifft.

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Der Nikolaus kommt
mit dem Hammer

Drei vorweihnachtliche Auktionen
in Budapest

Der Budapester Kunstmarkt hat sich längst vom Schnäppchenmarkt der ungewissen Provenienzen zur guten Adresse gemausert. Der Wildwuchs ist noch nicht ganz beschnitten, aber mittlerweile gibt es schon viele verlässliche Adressen, neue kommen hinzu. Drei Auktionen in der Vorweihnachtszeit, mit Objekten ab 50 EUR, einer kleinen kunsthistorischen Sensation und einer spannenden, vielleicht gewagten Neueröffnung - ein Rundblick.

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Neuer Direktor am Collegium Hungaricum in Wien

Das ungarische Kulturinstitut in Wien, hat ab 2010 einen neuen Direktor. Die Nachfolge des Historikers Zoltán Fónagy, wird Méhes Márton, derzeit Kanzler an der Andrássy Universität antreten. Die Bilanz des Vorgängers ist gemischt.

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Adieu für einen Publikumsliebling

Der Opernsänger György Melis ist gestorben  MIT VIDEO

Der 1923 in Szarvas geborene Bariton konnte noch vor wenigen Tagen sein 60. Bühnenjubiläum an der Ungarischen Staatsoper feiern. Heute trauern die Opernfreunde um den großen Sänger, der in der Nacht zum Freitag 86jährig verstarb. Melis ist hier eine Legende und war ein echter Publikumsliebling. Opernfreunden auf der ganzen Welt ist er ein Begriff, ob als Blaubart, Falstaff, Figaro oder Don Giovanni.

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Aus dem Pester Lloyd von 1866
Den bodenlosen Blättersumpf durchwaten

Presse und Zensur in Ungarn
Von Maurus Jókai

Das damalige Ministerium glaubte, den Flug der Weltgeschichte aufhalten zu können, wenn es eine Handvoll Schriftsteller zum Schweigen bringt. Die eben erst entstandenen ungarischen Zeitschriften hörten eine nach der anderen zu erscheinen auf, Gesellschaften zur Ausbildung der Sprache wurden einfach verboten; und so herrschte dann bis zum Schluß des vorigen Jahrhunderts eine wahre Todtenstille und es umgab die österreichischen Staatsmänner eine gespenstische Leere, in der sie sich ganz so wohl wie in einer Gruft fühlen durften.

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Schmerzhafte Zerreissprobe

Amerigo Tot - eine Ausstellung im Ludwig Museum Budapest

Amerigo Tot wurde vor hundert Jahren geboren und starb vor fünfundzwanzig Jahren. Nach Ungarn kehrte er erst im Alter zurück und war hier "der" westliche Künstler wie Aushängeschild der Kulturpolitik der Kádárzeit. Die Erinnerung an einen einst weltbekannten Bildhauer wird jetzt im Ludwig Museum erneuert, - von einer Generation, die zwar noch wusste, wer Amerigo Tot war, aber nicht weiß, was sie eigentlich mit ihm anfangen soll.

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Grenzüberwindung
durch Kunst

Der Kunsthistoriker Lóránd Hegyi erhielt die höchste Auszeichnung Frankreichs

In der Begründung wurde seine mehr als 20 Jahre andauernde Arbeit für die Integration der ost- und mitteleuropäischen Länder, für ein neues, tolerantes, liberales Europa und seine Verdienste um die Förderung der zeitgenössischen Künstler Frankreichs gewürdigt.

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Tänzer und Feuerspucker

Das "fabelhafte" Leben des Felix Salten - Zum 140. Geburtstag eines Kollegen

Es ist der Fluch der Nachwelt, dass spätestens nach Ablauf eines Lebens selbiges nach schlagwortartig Erinnerbarem durchsiebt wird. Salten, das ist doch der mit dem urniedlichen Reh und dem Schweinkram. Und da muß man schon froh sein, dass die Leute nicht glauben, Bambi wäre von Walt Disney erfunden worden und die Mutzenbacher eine Folge des Hausfrauenreports...

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Budapester Küsse

Budapest hat ein Liebesgeheimnis. Eine Beobachtung, die nicht im Reiseführer steht

Ein Tourist kann im Angesicht von Ungarn, die sich innig küssen und knutschen, etwas überfordert sein. Zunächst ist er eimal mit der Sprache überfordert. (...) Aber was tun, wenn die Budapester zärtliche bis wilde Küsse austauschen? Und das in aller Öffentlichkeit?

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Feine Fassade für Fotografie

Das Mai Manó ein Haus der ungarischen Fotografie in Budapest

Das Mai Manó Haus ist Zeitzeuge des Wandels der ungarischen Fotografie. Das imposante Gebäude präsentiert auf drei Etagen die Werke von nationalen und internationalen Fotografen. Manó Mai, Fotograf des kaiserlichen und königlichen Hofes, war gewitzt: Durch die anachronistische Gestaltung seines Atelierhauses hinterließ er der Fotografie ein echtes Baudenkmal, dessen Geheimnisse sich erst auf den zweiten Blick erschließen.

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Balanchine geht,
die Karamasows kommen

Ballett an der Staatsoper in einer Rück- und einer Vorschau

Der legendäre russische Choreograph Boris Eifman inszeniert gerade ein modernes Tanzdrama nach der weltberühmte Romanvorlage von Dostojewskis "Die Brüder Karamasow". -  Mit einer Balanchine-Nacht erinnerte man dreifach an den großen Meister George Balanchine.

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Burghauptmanns Lustschloss

Das Schloss L'Huillier-Coburg unweit von Miskolc wird endlich renoviert

Das Schloss-Palais L'Huillier-Coburg, gelegen in Edelény, etwa 30 km nördlich von Miskolc, gilt als einer der größten  Bauten des Spätbarock in Ungarn und einer der am längsten vernachlässigten. Das von Baumeister Carlone zwischen 1727 und 1730 errichte Ensemble nahm Anlehnung an den frühen Barock, aber auch das französische Rokkoko und vereint somit Pracht und leichte Eleganz wie selten.

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Chronik zur 155jährigen Geschichte des Pester Lloyd
Feuilletons aus 155 Jahren
Pester Lloyd

 

Erschreckend, grausam, humorvoll

Die vielen Seiten des Fotojournalismus auf der World Press Photo Ausstellung in Budapest

Die besten Bilder aus dem Jahr 2009 zeigt die „World Press Photo“-Ausstellung. Ein junges Mädchen steht lange vor einem Foto in der Galerie Fogadó. Sie scheint das Unrecht, welches das Bild wiedergibt, nicht zu verstehen: Eine Frau mit Baby wird von einer Reihe Polizisten mit Schutzschildern vertrieben.

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Neuer Glanz für alte Pracht

Auf den Schlössern Esterháza und Nádasdy beginnen aufwendige Restaurierungsarbeiten

Auf Schloss Nádasdy in Sárvár starb der letzte König von Bayern, was geradezu nach einem Vermarktungskonzept ruft. Schloss Esterháza gilt als das “Versailles” Ungarns, nur die Mittel dafür waren eher die eines Dorfmuseums. Nun erleben beide Schlösser eine systematische Renovierung.

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"Schlag den Raab" jetzt auch in Ungarn >>>
Angriffslustig: Tanztheater im Trafó
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Neues Kulturzentrum für Eger 
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Fotoausstellung Pina Bausch
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Mitteleuropäisches Theaterkarussell
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Statue für Piroska-Schöpfer 
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Karneval von Mohács ist Weltkulturerbe
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Hoffnung auf Oscar mit Chamäleon
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Staatsfernsehen kappt Verträge
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Kulturfestival zu 60 Jahre VR China
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Kaufhausromantik

Wenn es Nacht wird im Kaufhaus "Mammut" in Budapest...

...beginnt eine Metamorphose. Wenn hoch am Himmel die Sterne erstrahlen, werden die Einkaufsbuchten des Einkaufszentrums zwischen Moskauer Platz und Heuplatz zur Partymeile und die meist jungen Gäste Akteure einer surrealen Szenerie. Wie Nachtfalter schwärmen sie heran und trinken mitgebrachten Sekt vor beleuchteten Schaufenstern, definieren Stadträume neu, funktionieren sie um, ganz nach ihrer Lust und Laune.

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"Mama? Wo sind die Dinos?"

Ausufernde Vielfalt: Das Naturhistorische Museum Budapest

Spiel, Spaß und Spannung verspricht das drittälteste naturhistorische Museum Europas in Budapest. Doch das erste Abenteuer ist ein chaotisches Ticketsystem, dass es zu überwinden gilt. Dann ist, neben interaktiven Spielen für Kinder, eine bunte Sammlung zu bestaunen, die von ausgestopften Tieren, bis nachgebildeten Tropfsteinhöhlen reicht.

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Nichts MUSS so sein

Der österreichische Künstler Markus Schinwald in der Kunsthalle Budapest

Die Budapester Kunsthalle / Mücsarnkok zeigt vom 30. September bis zum 8. November diesen Jahres das Werk des jungen aufstrebenden österreichischen Künstlers Markus Schinwald. Über Markus Schinwald’s Schaffen steht stets die Frage: „Wie ist es und könnte es nicht auch anders sein?“.

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Pracht und Bürde

125 Jahre Ungarische Staatsoper - Ein Spaziergang durch die Geschichte

Die Budapester Oper am Andrássy Boulevard erlebte prächtige Zeiten unter Mahler, Nikisch, Puccini und anderen, kämpfte sich durch eine aufregende Zwischenkriegszeit und erholte sich schnell nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis heute trägt sie an der Bürde ihrer äußeren Pracht, der Funktion als Nationalsymbol und leidet seit der Wende unter künstlerischem Schlendrian und halbherzigen Konzepten, trotz einiger Hoffnungszeichen.

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Aus dem Pester Lloyd 1932:
Opernfreunde

Von Dr. Géza Molnár

Gewiß, das Land muß jetzt finanzielle Schwierigkeiten von ungewöhnlichem Ausmaß bestehen, aber für den Opernfreund ist trotz dieser mehr als heiklen Lage das Problem, ob die Königliche Oper weiter existieren soll, einfach gegenstandslos. Es nicht nur als Amüsierort zu betrachten, sondern als Kulturstätte.

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Inszenierte Zufälle

Ein Tanzspiel durch Gehirn und Magen - Modernes Tanztheater in Budapest

Das Ensemble Tünet Együttes, "Die Symptome" lädt wieder zu avanciertem Tanztheater, dass also offenbar auch Kopf und Magen an- oder aufregt. Eines der Stücke, trägt den Titel: Zufall - ein populärwissenschaftliches Tanzspiel. Das ganze ist Englisch untertitelt. Die Gruppe stellt uns im Vorfeld Fragen, die sie dann wohl tanzend selbst beantworten wird...

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Zitronenhain im Herzen

"Turner und Italien" bis 25. Oktober im Museum der Schönen Künste Budapest

157 Jahre nach seinem Tode widmet das Museum der Schönen Künste Budapest diesem Meister die erste Einzelausstellung auf ungarischer Erde. Eine späte Premiere. Die thematische Schau "Turner und Italien" zeigt chronologisch 80 Werke, beginnt mit frühen Landschaftsstudien bis hin zu späten Bildern mit Nähe zum Abstrakten.

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Die Prinzessin aus dem
fernen Land

Eine Ausstellung über Ungarn und Katalonien im Mittelalter

Die Beziehungen zwischen Ungarn und Katalonien im Mittelalter sind das Thema einer aufwendig und sorgsam gestalteten Ausstellung im Nationalmuseum in Budapest, die dort noch bis zum 28. November besichtigt werden kann. Mit 303 Kunstwerken von 38 Sammlungen aus acht Ländern werden vor allem die dynastischen Verbindungen adeliger Familien der damaligen Zeit beleuchtet,die zwischen König Imre dem Arpaden und Konstanze von Aragon ist die prominenteste.

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Pécs wird angehübscht

Die Kulturhauptstadt 2010 erhält ein neues Stadtviertel und revitalisiert missbrauchte Plätze

Pécs wird 2010, neben Essen und dem Ruhrraum sowie Istanbul, eine von drei europäischen Kulturhauptstädten sein. Das beste an dieser sehr aufwendigen und für das staatlich verarmte Ungarn teuren Aktion sind dabei die nachhaltigen Investitionen in die Infrastruktur und den Stadtraum. Pécs bekommt, mit intensiver finanzieller Unterstützung der EU, ein Kulturviertel und kann viele tote Plätze der Stadt endlich wiederbeleben.

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Junges Spätwerk

Die neuesten Werke des 105-jährigen Malers Tamás Lossonczy in der Ungarischen Nationalgalerie

Eine Vernissage zum 105. Geburtstag eines Künstlers feiert man nicht oft in lebendiger Anwesenheit Desselben. So geschah es mit dem großen ungarischen Künstler Tamás Lossonczy Mitte August in der Ungarischen Nationalgalerie. Noch bis zum 6. September kann man das jung wirkende Spätwerk des Unermüdlichen besichtigen.

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Plácido, Patrón von Pécs

Der Startenor Plácido Domingo übernimmt die Schirmherrschaft über die Kulturhauptstadt Pécs 2010

Außerdem wird Domingo in den nächsten Tagen zweimal Ungarn mit seiner darstellerischen Anwesenheit beehren, im Rahmen des Gesangswettbewerbes Operalia. Am Samstag wurde bekannt, dass der Startenor das Patronat über die "Kulturhauptstadt Pécs 2010" übernimmt. Das neue Bürgermeister der Stadt hat “einfach gefragt und er hat ja gesagt”.

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Implantante

“Miss Plastic Hungary” gesucht

Es gibt nichts, was es nicht gibt und Ungarn bleibt ohnehin nichts erspart. Beschiss-Schinken und Analog-Käse war gestern, heute wird "Miss Plastic Hungary" gesucht. Nein, es geht nicht um die verdiente Arbeiterin des ehem. VEB Plaste und Elaste, sondern tatsächlich um das "schönste" Gesicht nebst Drum und Dran, dass die moderne plastische Chirurgie zusammenzimmern konnte. Die Puszta wird zum Silicon Valley...

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Aida auf der Insel

Budapest: Schöne Stimmen auf verkommenem Areal

Das Budapester Sommerfestival greift nach den Sternen und fängt manchmal auch einen. Während der Theaterferien komt "die Provinz" in die Hauptstadt und kann sich sehen und hören lassen. Dass zu einem Sommer-Event aber mehr gehört, ist auf der Margareteninsel noch nicht angekommen, das Ambiente spielt weiter das Stück vom "armen Osten", wahrscheinlich aus reiner Bequemlichkeit.

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Die Serafinade zu Mörbisch

oder: “My far Lady”

Die Seefestspiele in Mörbisch eröffneten am Donnerstag mit „My fair Lady“ und der unvermeidlichen "Serafinade zu Mörbisch". Das ist in Österreich zwar anerkannte VIP-Folklore, nervt aber trotzdem. Auch, ob das immer lustige Kammerspiel wirklich großbühnentauglich ist, bleibt fraglich. Ein unverwüstlicher Selbstläufer ist es allemal.

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Tropfen auf edle Steine

Schloss Esterháza steht doch nicht zum Verkauf, dafür traurig in der Landschaft

In der Atmosphäre allgemeinen Sparzwanges steht offenbar alles zur Disposition. Parlamentspräsidentin Katalin Szili fühlte sich nun genötigt, dafür einzutreten, dass Schloss Esterháza im nordwestungarischen Fertöd in staatlichem Besitz verbleibt. Ein Zukunftskonzept täte allerdings Not.

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Überholen ohne einzuholen

Fluch der Legende: wieder ein Besuch im Gundel

Das Gundel bläst sich regelmäßig zum internationalen Spitzenlokal auf. Bei den Preisen gelingt das, beim Selbstbewußtsein auch, bei der Qualität aber längst noch nicht. Genauso regelmäßig schauen wir nach, was es für Verbesserungen zu vermelden gibt, um immer wieder verkünden zu müssen: der Kaiser ist immer noch nackt, maximal mit Lendenschurz.

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Zur Weltstadt demoliert

"Kulturhauptstadt Europas 2010" Pécs startet in heiße Phase

Pécs, in Ungarns Süden, will sich als multikulturelle Stadt mit mediterranem Flair darstellen, hat aber beste Aussichten neben den beiden anderen Kulturhauptstädten 2010 (Essen und Istanbul) nur eine Nebenrolle zu spielen. Während sich Pécs zur Kulturhauptstadt mausert, tobt im Land ein erbitterter Kulturkampf. Hier steht mittlerweile die Kultur selbst auf dem Spiel.

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Lost in Stuhlweißenburg

Matthäus in Ungarn, Kapitel 2

Ein Weltklasse-Spieler ist ja nicht automatisch ein guter Trainer. Ok. Aber Székesfehérvár? Die alte Krönungsstadt freut sich, der Rest Europas atmet auf. Früher nannte man die Dinge eben noch beim Namen, auch schreckliche Dinge. Entlassungen waren noch keine Freisetzung von Humankapital, Twix hieß Raider, Arcandor waren Karstadt und Quelle und eine Verbannung nannte niemand Trainerverpflichtung...

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Theatersprache Deutsch

PASCH: Junges Theater aus Osteuropa -  in deutscher Sprache

Eine besonders erfolgreiche Methode zum Erlernen einer Fremdsprache scheint das Theaterspielen zu sein. Das hat sich mittlerweile schon bis nach Budapest herumgesprochen, wo sowohl im Rahmen der Partnerschulinitiative PASCH als auch am Germanistik-Institut der ELTE-Universität die deutsche Sprache dramatisch in Szene gesetzt wird.

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Der Raum zwischen den Tönen

Saxophonist Jan Garbarek und The Hilliard Ensemble in Budapest

Manchmal müssen Musiker weite Wege gehen, um an einen Punkt zu gelangen, wo sie das Gefühl haben, endlich bei sich angekommen zu sein. Die Begegnung zwischen dem Gesangsquartett und dem Saxophonisten scheint für alle Beteiligten solch ein Punkt zu sein.

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Sanftes Oval in kantiger Zeit

Zum 70. Todestag von Joseph Roth

Der folgende Text von Joseph Roth, dem Jahrhunderterzähler, an dessen Tod vor 70 Jahren (27. Mai) wir hiermit erinnern, entstand ganz wahrscheinlich im Café Le Tournon in Paris, in dem Roth auf diesem berühmt gewordenen Foto sitzt und das so viel über ihn zu sagen scheint.

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Gegen Vorurteile

Über die Stiftung des Lenau-Preises und seine erste Verleihung

Der Preis, der den Namen des Dichters trägt, soll die künftigen Preisträger und alle, die anhand des Preises von dem Dichter etwas erfahren, anregen, daran zu denken, wie eng die deutsche Sprache und die Kultur der deutschsprachigen Staaten immer schon mit der ungarischen Geschichte und Sprache verbunden war

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Kulturkampf und Krisen

Fünf Jahre Ungarn in der EU

Vor fünf Jahren ist Wirklichkeit geworden, was eigentlich alle in Ostmitteleuropa nicht als Beitritt, sondern als eine verdiente, nur verzögerte Rückkehr verstanden. Die derzeit schwindende Europa-Akzeptanz hat zwar viel mit inneren Kämpfen zu tun, aber auch damit, dass alte Köpfe und Strukturen nur schwer eine neue Welt steuern können.

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Kassierer und Kassandra

Eine deutsche Krankheit erobert die Welt

In Europa grassiert die Verschrottungsmanie. Die Slowakei überlegt Abwrackprämien auf Sofas, Tschechien auf Toaster, Österreich auf Ideen, hatte aber keine. Dafür sitzt im einzigen krisenfreien Land Europas die halbe Elite im Gefängnis und Ungarn liegt schon wieder nicht am Meer.

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Er träumte deutsch
- mit ungarischen Untertiteln

Georg Kövary 1922 - 2009

Er war Dichter, Journalist, Kinderbuch-, Hörspiel-, Drehbuchautor, Musicallibrettist und Feuilletonist, Romancier, Filmdramaturg und Theaterstückeschreiber, Übersetzer, Kabarett-Texte-Verfasser, Conférencier, Kinonarr, Jazzfan, Hobbyschauspieler, Theater- und Konzertmanager, Musikliebhaber... - und unser Autor. Sein Humor war ansteckend und unverwüstlich wie er selbst, bis fast zuletzt.

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„In Frieden zu ruhen,
paßt nicht zu Dir...”

Persönliche Erinnerungen an Marika Rökk - Von Georg Kövary

Sie war ein typisch ungarisches Temperamentbündel. Ein Sprechtalent, das ein Leben lang aufpaßte, ihren magyarischen Akzent nicht zu verlieren. Eine seltene Allroundbegabung...

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Verbotenes Kino

Ungarische Filme in Wien
Von Georg Kövary

Als Wien und ich einander im Jahre 1956 näher kennenlernen durften, sah in meiner Umgebung das für mich schönste Naturambiente, die Kinolandschaft folgendermaßen aus: es gab mehr als 100 Lichtspieltheater...

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Jenseits von Gloria Gaynor

Emanzipation von Schwulen und Lesben in Ungarn

Ungarn galt bis vor nicht so langer Zeit im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Staaten als eher liberal im Umgang mit Homosexuellen. Doch spätestens seit den gewalttätigen Angriffen auf Demonstrationen für die Rechte Homosexueller in den letzten beiden Jahren sollte jedem klar sein, dass Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung immer noch weit verbreitet ist.

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Vor 100 Jahren im PESTER LLOYD:
Felix Mendelssohn-Bartholdy
Zum hundertsten Geburtstag

Über Mendelssohns Bedeutung gehen die Ansichten auseinander. Indes eine Menge Kunstverständiger in ihm einen genialen Nachfolger unserer Klassiker erblicken, der zu diesen in einem Verhältnis steht, wie etwa Heine und Kleist zu Goethe und Schiller, wollen ihn andere mit Richard Wagner an der Spitze nur als Formalkünstler gelten lassen...

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Salus publica suprema lex

John Shattuck wird neuer Rektor der Central European University

John Shattuck wird ab 1. August 2009 als neuer Rektor der Central European University (CEU) fungieren. Er löst Yehuda Elkana ab, in dessen 10-jähriger Amtszeit sich die Universität zu einer Institution mit internationaler Reputation entwickelt hat.

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Im Pester Lloyd vor 100 Jahren:
Zigeunerstempeln

Brepohl vs. Bársony:
Eine Debatte von gestern und heute

...man möchte doch den Zigeunern alle Wagen und Pferde abnehmen, um sie dadurch zum Aufgeben des Nomadenlebens zu zwingen. Auch sollen ihnen alle Waffen und Messer abgenommen werden, ferner solle man jedem Zigeuner an einem sichtbaren Teile des Körpers eine Nummer abstempeln, um so eine Kontrolle derselben zu ermöglichen...

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Im Rausch der Stunde

Tage im November
- Eine Presseschau

Vor 90 Jahren verdienten Schlagzeilen noch diesen Namen, wurden innerhalb einer Woche jahrtausendalte Monarchien hinweggefegt, Regierungen entmachtet, der Erste Weltkrieg verloren, - Republiken ausgerufen, Revolutionen angezettelt - Kein Stein der ehemaligen Weltmacht Österreich-Ungarn blieb auf dem anderen. Das Zerbersten Europas in einer historischen Presseschau ohne Kommentar, dafür mit der ganzen, ungefilterten Spannweite der Ereignisse...

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THEMENSCHWERPUNKT
Kulturhauptstadt
Pécs 2010

Eine Kooperation mit

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Fünf große Schauen in zwei Jahren - Impressionisten, Gustav Klimt, El Greco und ein neuer Ausstellungsflügel bis 2011 im Museum der Schönen Künste ZUM  BEITRAG

Jazzschaufenster im MüPa - Junge Talente und etablierte Bühnenstars vom 4.-6. Januar im Palast der Künste Budapest ZUM  BEITRAG

Das Gold der Thrakier in Nagykanizsa - Goldschätze aus den Ruinen des versunkenen Seuthopolis im Plakat-Museum in Nagykanizsa ZUM  BEITRAG

Ungarisches Kulturinstitut in Paris eröffnet Art Kino - für Filme aus Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn
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