Brent-Öl liegt über 110 Dollar, Konflikte im Nahen Osten belasten die Energieversorgung.
Budapest/Washington/Hormuz. Die Ölpreise liegen auf einem Fünfmonatshoch, da die Märkte die Risiken im Nahen Osten neu bewerten. Der Preis für Brent-Öl liegt derzeit über 110 Dollar pro Barrel. Der Krieg mit Iran und eine unsichere Energieversorgung tragen zur Unsicherheit bei und treiben die Preise weiter in die Höhe.

Beobachter verweisen auf eine unsichere Energieversorgung in der Region, was die globalen Märkte unter Druck setzt. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die europäischen Länder, die stark von Ölimporten abhängig sind. Die steigenden Preise werden sich auf die Inflation und die wirtschaftliche Stabilität auswirken. Der Pester Lloyd hat darüber zuvor geschrieben.
Mittlerweile ist nicht nur mehr Hormuz ein Faktor, sondern die Straße von Al-Bab die von den yemetischen Houthis blockiert wird sowie Chinas wieder gestiegener Hunger nach Öl, nachdem China überraschend für Monate die Einkäufe eingestellt hatte, um die Ölpreise niedrig zu halten.
Die Politik des US-Präsidenten Donald Trumps vor den wichtigen Midterms-Wahlen in rund 2 Wochen hilft auch nur bedingt: der Dieselkauf von Russland ist ein überraschendes Maneuver das angesichts der sehr geringen Menge wohl nur populistisches Potential hat – zumal Russland selbst nicht genügend Diesel für den inländischen Verbrauch hat. Es bleibt ein Ablenkungsmaneuver, die Ukraine zu beschuldigen für den Anstieg verantwortlich zu sein: Russland ist ohnehin schrittweise aus dem globalen Ölmarkt ausgeschlossen, Dieselexporte seit Monaten eingestellt. Eine Blockade diverser Öltanker durch die US-Armee in Hormuz – also eine Gegenblockade – ist dafür viel relevanter.
Quellen: Euronews, indy.finance (Brent Chart)
Photo: Pester Lloyd (Grafik)
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