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Mészáros Lőrinc verkauft V-Híd an österreichische PORR – Strategische Neuausrichtung

Der ungarische Unternehmer trennt sich von seiner wichtigsten Baufirma zugunsten eines österreichischen Konzerns.

Budapest. Mészáros Lőrinc, einer der bekanntesten ungarischen Unternehmer und ein enger Vertrauter von Premierminister Viktor Orbán, hat Berichten zufolge eine Einigung über den Verkauf seiner bedeutendsten Baufirma, V-Híd Építő Zrt., an das österreichische Bauunternehmen PORR erzielt. Die Details der Transaktion sind noch nicht bekannt, doch die Bekanntgabe wird in den kommenden Tagen erwartet.

V-Híd, das sich auf den Bau von Eisenbahn- und Straßeninfrastruktur spezialisiert hat, war in den letzten Jahren ein zentraler Akteur auf dem ungarischen Bau- und Infrastruktursektor. Die Firma war jedoch zuletzt von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen worden, was möglicherweise den Verkauf beeinflusst hat.

Die PORR AG, die bereits an mehreren großen Infrastrukturprojekten in Ungarn, darunter der Bau von Autobahnen und der U-Bahn-Linie M4 in Budapest, beteiligt war, kann durch den Erwerb von V-Híd ihre Position auf dem ungarischen Markt weiter ausbauen.

Der Verkauf von V-Híd an einen ausländischen Konzern hat auch politische Implikationen, da Mészáros als Symbol für die Verflechtung von Wirtschaft und Politik in Ungarn wahrgenommen wird. Beobachter sehen in dem Verkauf eine mögliche strategische Neuausrichtung des Unternehmers – man möchte vom Mief der Orbán-Jahre wegkommen.

Der ungarische Bau- und Infrastruktursektor steht vor großen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die EU-Fördermittel und die jetzt – durch erwartungsgemäß fairere Vergabeprohesse – höhere Konkurrenz durch ausländische Unternehmen. Der Verkauf von V-Híd ist ein Signal für weitere Umstrukturierungen in der Branche.

Quellen: 444, HVG
Photo: Logo der österreichischen PORR AG

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