Der Budapester Club reagiert auf seine behördliche Schließung mit einer öffentlichkeitswirksamen Wiedereröffnung und juristischen Gegenmaßnahmen.
Budapest. Der Budapester Club Turbina wird am 4. April mit einem mehrtägigen Festivalbetrieb wiedereröffnet, der laut Betreiber bis zur Wahlnacht am 12. April andauern soll. Ausgangspunkt der mehrtägigen Veranstaltung ist ein gemeinsames Treffen am Mikszáth tér, von wo aus die Teilnehmer zum Veranstaltungsort ziehen.
Um Mitternacht ist die symbolische Entfernung des behördlichen Schließungsdokuments am Eingang des Clubs vorgesehen, die als offizieller Akt der Wiedereröffnung inszeniert wird. Im Anschluss beginnt eine Veranstaltungsreihe, die sich über mehrere Tage erstreckt und zeitlich mit den bevorstehenden Wahlen korrespondiert.
Schließung wegen Vorwürfen des Drogenhandels
Die Turbina war am 4. März für 30 Tage geschlossen worden, nachdem Behörden dem Club Drogenhandel vorgeworfen hatten. Die Betreiber weisen die Vorwürfe zurück und argumentieren, die Entscheidung der Polizei basiere auf indirekten und schwachen Belegen.
Parallel zur Wiedereröffnung leitet das Betreiberteam mehrere rechtliche Schritte ein. Dazu gehören ein Einspruch gegen die Schließungsverfügung, eine Anzeige wegen Verleumdung sowie die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Zudem wird mit Unterstützung des Ungarischen Helsinki-Komitees ein verwaltungsrechtliches Verfahren angestrengt.
Protestaktionen und Eskalation im öffentlichen Raum
Bereits unmittelbar nach der Schließung hatte die Turbina auf öffentliche Protestformen zurückgegriffen. Anfang März organisierten die Betreiber illegale Veranstaltungen in Form von Demonstrationen im Városháza-Park.
Die nun geplante Festivalreihe knüpft an diese Strategie an, indem sie kulturelle Aktivität mit politischer Sichtbarkeit verbindet und die Auseinandersetzung mit den Behörden in den öffentlichen Raum verlagert.
Die subkulturelle Szene Budapests wehrt sich.
Mehr Informationen zu den einzelnen Aktionen und dem Ablauf auf der offziellen Homepage von Turbina: https://turbinabudapest.hu/en
Quellen: 24.hu
Photo: unsplash.com/@antoinejulien











