Budapest. Ungarn steht vor einem politischen Umbruch historischen Ausmaßes: Die Tisza Párt unter Führung von Péter Magyar hat die Parlamentswahl 2026 mit einem Erdrutschsieg gewonnen und sich nach aktuellen Auszählungen eine verfassungsändernde Mehrheit gesichert.
Update: bei rund 66% der Stimmen konnte die Tisza nochmal ein Mandat dazugewinnen und steht nun bei 137.
Bereits bei etwas mehr als der Hälfte der ausgezählten Stimmen lag TISZA stabil bei rund 136 der 199 Mandate – deutlich über der Schwelle zur Zweidrittelmehrheit. Die bisher dominierende Fidesz-KDNP fällt weit zurück und kommt nur noch auf rund 56 Sitze. Die rechtsradikale Mi Hazánk Mozgalom bleibt mit wenigen Mandaten drittstärkste Kraft.
Der Abend verlief eindeutig: Nach ersten Unsicherheiten bei niedriger Auszählung kippte das Bild rasch zugunsten der Opposition. Exitpolls hatten bereits früh einen klaren Vorsprung signalisiert, der sich mit fortschreitender Auszählung verfestigte.
Während bei TISZA in Budapest Volksfeststimmung herrscht, verließ Viktor Orbán am Abend auffallend schnell und ohne klare Einordnung der Niederlage die Bühne. Eine Gratulation an den Wahlsieger blieb aus.
Aus dem europäischen Ausland trafen dagegen umgehend Reaktionen ein. Vertreter des Europäischen Parlaments gratulierten dem ungarischen Wähler zu einer richtungsweisenden Entscheidung und signalisierten Unterstützung für einen politischen Neuanfang.
Mit diesem Ergebnis endet eine anderthalb Jahrzehnte währende Dominanz der Fidesz – und eröffnet Péter Magyar die Möglichkeit, zentrale Elemente des bestehenden Systems ohne parlamentarische Blockade grundlegend umzubauen.
Quellen: https://vtr.valasztas.hu/ogy2026
Bild: eigene Illustration






