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(c) Pester Lloyd / 02 - 2010
NACHRICHTEN 18.01.2010
Streik beendet
Streik der BKV in Budapest beendet Gewerkschaften setzen sich weitgehend durch - eine stellt sich noch quer
Nach zähen Verhandlungen haben sich die Tarifpartner in Budapest am Sonntag einigen können. Die Gewerkschaften haben sich mit ihren
Forderungen weitgehend durchgesetzt. Damit endet der sechstägige Streik im öffentlichen Nahverkehr, der schwere Verkehrsbehinderungen in Budapest zur
Folge hatte. Seit Montag Morgen fahren fast alle Verkehrsmittel wieder planmäßig.
Ersten Einschätzugen nach, geht der Punkt an
die 14 streikenden Gewerkschaften (von 26), die sich "in fast allen Punkten" durchsetzen konnten. D.h. es gibt eine spürbare Lohnerhöhung, wenn auch nicht durchgängig
die zuerst angestrebten 13%. Weiterhin bleiben Zuschüsse für Renten- und Gesundheitskassen weitgehend erhalten, auch der besonders umkämpfte Kantinenzuschuss bleibt als 6.000
Forint-Gutschein für jeden Angestellten bestehen, ebenso das sogenannte "Pulyka-Pénz", eine Art Weihnachtsgeld von
45.000 Forint (knapp 170 EUR). Die Arbeitgeberseite sieht es als Erfolg an, dass man "die Obergrenze von 59 Milliarden-Forint" (ca. 220 Mio EUR) für Löhne und
Sozialleistungen damit einhalten wird. Offen ist noch, wie die Frage nach Absicherung Kündigungen und weiteren Auslagerungen geklärt werden konnte.
Den Gewerkschaften war es besonders wichtig, dass all die genannten Maßnahmen
in einem einheitlichen, für alle Mitarbeiter geltenden Kollektivvertrag festgeschrieben werden. Der vorige war seit geraumer Zeit abgelaufen, man
befürchtete Fraktionierungen unter den Mitarbeitern. Gábor Nemes, Chef des Streikkomittees sagte zudem, dass der Streik bis zur endgültigen Unterschrift
lediglich ausgesetzt ist, - außerdem müssten alle 26 Gewerkschaften der Vereinbarung noch zustimmen. Der Vertreter der VTDSZSZ, einer dieser vielen
Teilgewerkschaftsgrüppchen stellte sich am Morgen noch quer und sagte, dass die Vereinbarung noch hinter dem im Dezember Vereinbarten zurückgeblieben sei.
Seine Zustimmung bekäme der Entwurf jedenfalls nicht. Interessanterweise war der VTDSZSZ nicht an den Streiks beteiligt. Was sein Einspruch nun parktisch bedeutet,
war zur Stunde noch nicht klar. Hinter verschlossenen Türen wird hektisch verhandelt.
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