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Ungarn: Regierung startet Pilotprojekt zur ländlichen Entwicklung

Zehn Regionen erhalten je eine Milliarde Forint für Entwicklungsmaßnahmen.

Budapest. Die ungarische Regierung hat das Szent István Vidékfejlesztési Program gestartet, das zehn ausgewählten ländlichen „Mikroräumen“ je eine Milliarde Forint für Entwicklungsmaßnahmen zur Verfügung stellt. Ab Mittwoch können sich interessierte Bürger für die lokalen Entwicklungsgremien bewerben, die für die Ausarbeitung der Entwicklungsstrategien verantwortlich sein werden. Diese Gremien sollen bis Ende Oktober in den zehn Regionen eingerichtet werden.

In jedem der Entwicklungsgremien werden wiederum zehn Mitglieder durch ein offenes Bewerbungsverfahren ausgewählt. Die Auswahlkriterien umfassen die lokale Verankerung der Bewerber, ihre Kenntnisse der Region, frühere Erfahrungen in der Entwicklung und Projektumsetzung sowie die Qualität ihrer eingereichten Entwicklungspläne. Zusätzlich werden pro Region vier Experten und ein regionaler Koordinator vom Staat ernannt, während Vertreter der betroffenen Kommunen und lokale Parlamentsabgeordnete als Beobachter teilnehmen können.

Ab November beginnen die Gremien mit der Entwicklung der regionalen Strategien, indem sie die wichtigsten Probleme und Ressourcen der Regionen identifizieren und Entwicklungsprioritäten festlegen. Ab Ende Januar 2027 sollen dann die Projektlisten vorliegen und nach einer ministeriellen Prüfung der Bevölkerung direkt zur Abstimmung vorgelegt werden.

Die Regierung plant, die gesammelten Projekte nach Priorität zu ordnen, wobei die Reihenfolge der Projekte die Umsetzung bestimmt. Das Ziel der Regierung ist es, nach der experimentellen Phase ab dem 20. August 2027 mit der landesweiten Einführung des Programms zu beginnen, das nach Regierungsangaben etwa 2174 Gemeinden und 1,8 Millionen Menschen betreffen soll.

Die Initiative ist Teil einer neuen Strategie zur Förderung der regionalen Entwicklung in Ungarn. Die Regierung hofft, dass das Projekt langfristig positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Struktur der betroffenen Regionen haben wird.

Quellen: Telex
Photo: Wikicommons

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