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Afghanistans Opiumproduktion erreicht neuen Höchststand

Die Vereinten Nationen berichten von einem drastischen Anstieg der Opiumproduktion in Afghanistan.

Kabul. Die Opiumproduktion in Afghanistan hat laut den Vereinten Nationen einen neuen Höchststand erreicht. Ein Bericht des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) zeigt, dass die Anbaufläche für Schlafmohn von rund 10.000 Hektar im Jahr 2025 auf mehr als 43.000 Hektar heuer gestiegen ist. Diese Entwicklung hat internationale Besorgnis über die Auswirkungen auf den globalen Drogenhandel und die Sicherheit in der Region hervorgerufen.

Afghanistan ist seit langem der weltweit größte Produzent von Opium, dem Grundstoff für Heroin. Der Anstieg der Produktion vollzieht sich vor dem Hintergrund einer schweren humanitären Krise, in der viele Menschen sich Lebensmittel kaum noch leisten können. UNODC-Direktorin Monica Juma betonte, dass der vierfache Anstieg des Schlafmohnanbaus die Schwierigkeiten verdeutlicht, den illegalen Opiumanbau langfristig zu reduzieren, wenn mittellose Bauern keine Möglichkeiten haben, ihre Familien zu ernähren.

Die steigende Opiumproduktion hat auch Auswirkungen auf die regionale Sicherheit. Die Gesamteinnahmen von Zwischenhändlern erreichten im Berichtsjahr geschätzte 525 Millionen US-Dollar, was etwa dem durchschnittlichen Niveau der Jahre 2018 bis 2021 entspricht. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, effektive Maßnahmen zu entwickeln, um den Anbau und Handel zu reduzieren.

Die Taliban hatten 2022 die Drogenproduktion verboten und weiträumig Schlafmohnfelder zerstört, doch das Verbot verliere dem UNODC-Bericht zufolge zunehmend seine Wirkung. Bei der Durchsetzung des Opiumanbauverbots durch die Taliban wurden Bauern in der Regel nicht entschädigt oder an Alternativen herangeführt. Internationale Hilfsprogrammen zur Förderung alternativer Einkommensquellen für Bauern sind bisher nur teilweise erfolgreich gewesen.

Afghanistan durchläuft eine schwere humanitäre Krise, in der viele Menschen sich Lebensmittel kaum noch leisten können. Zwar liege die Opiumproduktion derzeit weiterhin weit hinter den Mengen von vor dem Verbot zurück, hieß es im UNODC-Bericht weiter. Die Gesamteinnahmen von Zwischenhändlern hätten mit geschätzt 525 Millionen US-Dollar im Berichtsjahr jedoch wieder etwa das durchschnittliche Niveau der Jahre 2018 bis 2021 erreicht.

Quellen: ORF
Photo: Schlafmohn, Wikicommons, CC BY SA 3.0

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